Wer hat Angst vorm Antifeministen?

Schaut man sich in der Blogwelt um, fällt auf, dass sehr viel weniger Feministinnen in Maskulistenblogs, als Maskulisten in Feministenblogs schreiben. Zufall? Oder hat das konkrete Gründe? Meiden Feministinnen Maskulistenblogs? Wenn ja, warum?
Nun, der gewöhnliche Maskulist hat darauf natürlich seine eigene Antwort: Frauen kommen mit maskulistischen Argumenten nicht zurecht, fühlen sich ihnen gegenüber hilflos und ohnmächtig und trauen sich daher einfach nicht, sich dort zu äußern.

Scherz beiseite. Die Gründe, warum zumindest ICH mich auf maskulistischen Plattformen nicht verewige, sind simpel und liegen natürlich woanders.
1. gibt es genügend andere Seiten, wo man gesittet diskutieren kann, sogar mit Meinungsverschiedenheiten. Warum soll man also ausgerechnet Maskuseiten mit seiner Anwesenheit beehren, wo doch bekannt ist, dass man dort nicht diskutieren kann. Jedenfalls nicht, wenn man die Frechheit besitzt, eine eigene (andere! *shocking*) Meinung zu vertreten.
2. werde ich einen Teufel tun, meine Daten auf einer Maskuseite zu hinterlassen. Die Empirie zeigt, warum.
3. können Maskulisten, wenn sie Frauen vermissen, auch selbst deren Seiten besuchen. Das wollen sie wahrscheinlich nur deswegen nicht, weil sie dann nicht, wie sie es von ihren eigenen Seiten gewohnt sind, mit Dreck um sich werfen können, sondern sich, wie es sich für einen Gast gehört zu verhalten haben. Konsequenzen, die unzivilisiertes Verhalten nach sich ziehen, werden dann allerdings als „Zensur“ beweint. Was auf maskulistischen Seiten natürlich niiiiiiiie vorkommt… Dort werden auch keine Beiträge gefakt, mit Pseudo oder Klarnamen, neeiiiin… oder nachträglich Autorennamen geändert, ach iwooooo… Das sind die reinsten Engel da, die sich nur gegen die radikalfemifaschistische Weltverschwörung wehren, jawollja.

Wer Ironie findet…..

Ernsthaft, wer mir jetzt noch einen überzeugenden Grund liefern kann, warum man sich als Frau mit eigener Meinung in so einen Tümpel herablassen sollte, kriegt einen Lolli.

22 Kommentare zu “Wer hat Angst vorm Antifeministen?

  1. Ich hätt gern einen Lolli, weil ich es versucht habe 😉

    Wobei ich eigentlich nur darauf aufmerksam machen will, dass du Männer und Maskulisten in einen Topf wirfst bzw. die Verbindung von Frauen auf Männerblogs und Männer auf Frauenblogs dann weitergeht mit Frauen/Feministinnen auf Maskulistenblogs.
    Und ich da differenzieren würde. Einmal zwischen Blogs die von Frauen betrieben werden und solche, die von Männern betrieben werden und dann zwischen feministischen/maskulistischen Blogs und solchen, die sich „einfach nur“ mit Geschlechtsunterschieden (seltsamerweise gibts ja auch kaum welche zu Geschlechtsgemeinsamkeiten) befassen. Und die sich nicht explizit positionieren.

    • Wobei ich eigentlich nur darauf aufmerksam machen will, dass du Männer und Maskulisten in einen Topf wirfst

      Genau das vermeide ich eigentlich ganz bewußt. Zumindest versuche ich das. Möglich, dass es mir nicht immer deutlich gelingt oder das anders ankommt. Aber ich differenziere da normalerweise sehr genau.

      (seltsamerweise gibts ja auch kaum welche zu Geschlechtsgemeinsamkeiten)

      Wäre eine Idee, das mal genauer zu betrachten, da hast du recht.

    • Mir ist aufgefallen, dass du da Wert auf eine Trennung legst.

      Nur allein die ersten 3 Zeilen des obigen Beirages implizieren eben leider etwas anderes. Erst gehts nur um Frauen und Männer und deren Beteiligung an „andergeschlechtlichen“ Blogs und gleich darauf eben der Bezug zu maskulistischen/feministischen Erklärungsansätzen.

      Warum du auf maskulistischen Blogs nicht viel unterwegs bist, ist nachzuvollziehen. Nur sagt das nicht unbedingt etwas darüber aus, auf wie vielen Blogs du unterwegs bist, die von Männern betrieben werden.
      Auf „männlichen“ Blogs bin ich je nach Thema ganz gern, maskulistische (und auch solche, die sich nicht so verstehen aber deren 4/5 Kommentatoren aus Maskulisten bestehen) meide ich. Aus den Gründen, die du schon wunderbar aufgezählt hast.

      Das mit den Gemeinsamkeiten der Geschlechter und der fehlenden Aufmerksamkeit erklärt sich imho ziemlich leicht. Es ist langweilig. A ist wie B, juhuu. 😉

    • Warum du auf maskulistischen Blogs nicht viel unterwegs bist, ist nachzuvollziehen. Nur sagt das nicht unbedingt etwas darüber aus, auf wie vielen Blogs du unterwegs bist, die von Männern betrieben werden.

      Das spielt eigentlich auch keine Rolle, von wem ein Blog betrieben wird. Entscheidend sind die Inhalte. Von daher hab ich mich wohl mißverständlich ausgedrückt. Der Begriff Männerblog ist irreführend. Ich rede von maskulistischen Blogs. Hab es jetzt auch im Artikel geändert, um weitere Mißverständnisse zu vermeiden.

  2. Es wäre eben auch hier die Frage, wie weit du den Begriff „Männerblog“ ziehst.

    Natürlich gibt es auch hier welche, in denen man sachlich diskutieren kann. Und es gibt auch Männerblogs, die von Frauen betrieben werden.

    Auf einigen Blogs kann man sachlich diskutieren. Du hattest es für meinen ja selbst einmal bestätigt. Dennoch scheinen viele Feministinnen solche Abneigung gegen andere Meinungen zu haben, dass sie teilweise zB die Mädchenmannschaft, noch nicht einmal Trackbacks durchlassen.

    Nicht nur „unzivilisiertes Verhalten“ zieht Konsequenzen nach sich. Mann kann anerkannte Forscher wie Pinker und Dawkins zitieren und gelöscht werden.

    Eine Frau sollte – wie so oft – Männerblogs nicht per se verdammen, sondern sich die heraussuchen, auf der Mann diskutieren kann und dann dort diskutieren, weil sie dann die Gegenargumente kennenlernt und sehen kann, ob ihre Argumente nur in der feministischen Theorie oder auch außerhalb dieser funktionieren. Ob ein Gedankengebäude stimmig ist erkennt man immer erst, wenn man es Kritik aussetzt.

    Die Queertheorie beispielsweise sollte sich einmal fragen lassen, wie sie die Entstehung der Geschlechter ohne fest gespeicherte Attraktivitätsmerkmale erklären kann, warum beim Menschen sexuelle Selektion trotz entsprechender Anzeichen nicht gewirkt haben soll und warum der Mensch das einzige Wesen sein soll, der Merkmale für gute Gene nicht unterbewußt wertet.

    Die Privilegtheorie sollte ich überlegen, warum sie sich weigert, auch die Privilegien der Frauen anzuerkennen.

    Doing Gender sollte sich überlegen, ob die Geschlechtszuweisungen dort nicht zu kurz greifen

    etc.

    • Es wäre eben auch hier die Frage, wie weit du den Begriff „Männerblog“ ziehst.

      Warum ist jetzt diese Frage wichtig für dich? Fühlst du dich angesprochen? Ja, du bist wohl ein Mann (geh ich von aus) und betreibst einen Männerblog. Dort tummeln sich zwar eine Menge Maskulisten, aber es ist imo kein maskulistischer Blog.

      Nicht nur „unzivilisiertes Verhalten“ zieht Konsequenzen nach sich.

      Richtig. Man muß sich auf maskulistischen Blogs nicht unzivilisiert verhalten, um Konsequenzen zu beobachten. Es reicht völlig, nicht im Foren-/Blogmainstream mitzuschwimmen. Und jetzt bitte nicht wieder ablenken „aber Feministinnen sind genauso böse…“
      Fakt ist, Maskulisten schreiben sich verdammt viel auf ihre Fahnen, was sie nicht ansatzweise beherzigen. Meinungsfreiheit? Ein Witz. Sachliche Diskussionen? Dass ich nicht lache. Projektion ist an der Tagesordnung.

      Eine Frau sollte – wie so oft – Männerblogs nicht per se verdammen

      Differenzierst du zwischen Männer- und Maskulistenblogs?
      Und, entschuldige vielmals, aber ihre Meinung zu irgendwelchen Blogs muß sich eine Frau nicht erklären lassen. Oder erklärst du Maskulisten auch, dass Feministinnen und feministische Blogs nicht per se scheiße sind? Und wenn ja, wie reagieren die darauf? Sicher haben sie vollstes Verständnis und Einsehen…..

    • „Warum ist jetzt diese Frage wichtig für dich? Fühlst du dich angesprochen? Ja, du bist wohl ein Mann (geh ich von aus) und betreibst einen Männerblog. Dort tummeln sich zwar eine Menge Maskulisten, aber es ist imo kein maskulistischer Blog.“

      Das ist wieder die Frage, wie du Maskulismus definierst. Wenn du es mit dem Radikalmaskulismus gleich setzt, dann wohl nicht. Aber ich wurde auf feministischen Blogs sicherlich schon als Maskulist bezeichnet.

      „Richtig. Man muß sich auf maskulistischen Blogs nicht unzivilisiert verhalten, um Konsequenzen zu beobachten.“

      Du hast recht, wenn du meinst, dass man auf einigen maskulistischen Blogs nicht diskutieren kann, insbesondere wenn man feministische Theorien darlegen will. Das sehe ich genau so. Allerdings weichen wohl unsere Auffassungen davon ab, was maskulistisch ist.
      Ich sehe es als Gegenstück des Feminismus, also Interessenvertretung des Mannes. Warren Farrell beispielsweise ist sicherlich eine der Gallionsfiguren des Maskulismus, aber nicht aggressiv und sehr sachlich. Du verstehst unter Maskulismus das, was ich als radikalen Maskulismus bezeichnen würde. Mit radikalen Feministinnen kann man allerdings auch nicht reden. Das nimmt sich nicht viel, die Rhetorik ist nur eine andere.

      „Meinungsfreiheit? Ein Witz. Sachliche Diskussionen? Dass ich nicht lache. Projektion ist an der Tagesordnung.“

      Wie gesagt, das gilt für radikale Maskulisten und Feministen.

      „Differenzierst du zwischen Männer- und Maskulistenblogs?“

      Sicher. „Männerseiten.de“ ist eine Männerseite (eine Seite von einem Mann für Männer geschrieben). Maskulistenseiten sind solche, die sich mit Männerrechten und ggfs auch der Abgrenzung zum Feminismus beschäftigen.

      „Oder erklärst du Maskulisten auch, dass Feministinnen und feministische Blogs nicht per se scheiße sind?“

      Ja, das mache ich regelmäßig. Solltest du in den Kommentaren zu Artikeln auch schon das ein oder andere Mal gelesen haben.

      „Und wenn ja, wie reagieren die darauf? Sicher haben sie vollstes Verständnis und Einsehen…..“

      Das dürfte unwesentlich sein. Wichtig ist, was man selbst macht und das man in diesem Punkten für sich selbst und gegenüber anderen eine klare Linie vertritt. Ich sage im übrigen nicht, dass man einzelne Blogs nicht kritisieren darf – ich sprach davon Männerblogs, und das umfasst hier auch Maskulistenblogs nach meiner Definition, nicht per se zu verurteilen.
      Eine Wertung „Alle feministischen Blogs sind scheiße“ wäre genauso falsch wie die Aussage „Alle maskulistischen Blogs sind scheiße“.
      Aus dieser Kampfrhetorik heraus folgt doch das Problem, dass die Emotionen hoch gehen.

    • Mein persönliches Fazit: Wenn ich mal gedanklich in den direkten Vergleich von feministischen und maskulistischen Seiten gehe, kann ich auf den feministischen nicht ansatzweise so viel Hass, Verachtung und einfach diskussionsunwerte dumme Äußerungen sehen, wie es leider auf maskulistischen Seiten üblich ist. Dass dabei hin und wieder mal ein Beitrag nicht durch die Moderation kommt oder editiert wird, finde ich dabei fast vernachlässigbar nebensächlich. Jeder Seitenbetreiber hat seine eigenen Moderationsregeln. Aber strenge Moderation als schlimmer zu bewerten als zu lasche, die Hetze zulässt, finde ich bedenklich. Es wird alles mit Meinungsfreiheit entschuldigt, aber das ist nur eine armselige Ausrede.
      Dass deine Beiträge nicht freigeschaltet werden, muß dich ja nicht weiter stören, da du deinen eigenen Blog hast, wo du nach Lust und Laune schreiben kannst. Was aber auf anderen Seiten hemmungslos gegen Frauen gehetzt wird, kann ich nicht beeinflussen. Will ich ja auch nicht. Ich schau lieber dabei zu, wie sie sich selbst vorführen.

    • Woher weißt du, dass ich diese Aussage nicht kritisiere? Weil ich noch nicht drauf reagiert habe?
      Entschuldige bitte vielmals, dass ich nicht innerhalb von 5 Sekunden nach Freischaltung jedes Beitrages gleich darauf antworte.

    • @Onyx

      Würdest du ja auch nicht machen, du würdest vielmehr etwas machen, was du eh machen wolltest und was deiner Meinung entspricht.

      Was ändert meine Aussage daran? Nichts.

      Und wir haben eine Unklarheit weniger.
      Wenn du meinen würdest, dass Gwendragon Männerrechte zu recht wurscht ist, dann wäre das ja auch eine Meinung.

    • Oh bitte, erspare dir und allen anderen doch die Albernheit irgendwelcher Spekulationen, wer was warum machen und meinen würde…..

  3. Soweit ich weiß hatten wir bereits eine relativ gesittete Diskussion auf christians blog. Ich denke du verallgemeinerst hier auch sehr stark. Es ist wohl vorhersehbar das gegenteilige Meinungen oft zu einer leidenschaftlichen Diskussion führen aber solange die Teilnehmer sachlich bleiben und an einer Prüfung ihrer Thesen und Annahmen interessiert sind, dann ist daran für mich hauptsächlich Gutes zu sehen.

  4. Pingback: Nervenheilanstalt « Die chaotische Welt der Geschlechter

  5. Ich poste nicht auf feministischen Blogs weil dort keine Austausch und keine Kritik erwünscht ist. Sogar einfaches nachfragen ist meist nicht erlaubt.

    Jetzt kommt bestimmt folgendes Argument: WENN die Dich dort nicht posten lassen DANN muss es daran gelegen haben das du dich dort unter aller Sau aufgeführt hast!

    Nein, habe ich nicht. Ich bin auch keine Maskulist oder interessiere mich für ‚Männerrechte‘, trotzdem wurde ich ohne Begründung also Masku beschimpft. Das erspart wahrscheinlich Denkarbeit.
    Jedenfalls, ist mein Eindruck das es viele dumme, arrogante, kritkressistente femministische Frauen gibt, mit denen ich nichts zu tun haben.
    Aber tatsächlich ist das eigentlich keine weltbewegende Erkenntnis,da Frauen auch Menschen sind…und bei Menschen ist so ein Verhalten eben zu erwarten.
    Für mich ist der Femminismus gestorben, da Männer in dieser ‚Szene‘ sowieso nicht erwünscht sind und ich mich bestimmt niemanden aufdränge.

    • Jetzt kommt bestimmt folgendes Argument: WENN die Dich dort nicht posten lassen DANN muss es daran gelegen haben das du dich dort unter aller Sau aufgeführt hast!

      Nö, jetzt kommt die Frage, warum du dann hier postest.

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