Antifeministen plärren empört, weil sich Feministinnen nicht alles gefallen lassen

„SKANDAAAAAAL“ schreien sie beleidigt in die Gegend. Warum? Weil ihr Vorhaben, Adressen von Frauenhäusern zu veröffentlichen, nicht erwünschte Reaktion hervorgerufen hat, nämlich Angst, Ehrfurcht und vor allem Schweigen und Nichtstun, sondern auf breiten Widerstand gestoßen ist, und auch mit rechtlichen Mitteln gedroht wird, bzw bereits eingeleitet wurden. Welch Überraschung. Was glauben die eigentlich? Dass man sich von denen alles gefallen lassen muß? Dass jeder kranke misogyne Gehirnpudding unwidersprochen hingenommen wird? Davon können sie meinetwegen in ihren feuchten Träumen schwärmen, aber die Realität sieht eben anders aus.

Was offenbar nicht in ihre Hirne geht: In Frauenhäusern suchen Frauen Schutz vor Gewalt. Auch wenn es Fälle geben mag, wo eine Frau unberechtigt in einer solchen Einrichtung Unterschlupf sucht, bleibt es dabei, dass ein bekannt werden von Adressen Leib und Leben bedrohter Frauen gefährdet. Das interessiert nicht. Das wird hingenommen. Ob die noch in den Spiegel schauen können, wenn bekannt würde, dass Gewaltopfer von ihren ehemaligen Peinigern aufgesucht, gestalkt, bedroht, angegriffen und ggf. sogar getötet werden?

Mal noch ein Wort zum angeblichen „Hort des Männerhasses“. Wer will es eigentlich einer Frau verübeln, dass sie den Menschen hasst, vor dem sie fliehen mußte? Wäre sie bei ihm geblieben und hätte sich weiter mißhandeln lassen, hätte sie den üblichen Schuldvorwurf bekommen, warum sie denn nicht gegangen ist. Eine Frau, die im Frauenhaus wohnt, IST gegangen, hat also genau die richtige Entscheidung getroffen.

4 Kommentare zu “Antifeministen plärren empört, weil sich Feministinnen nicht alles gefallen lassen

  1. Zumal nicht wenige nach einer gewissen Zeit wieder zurück zu ihrem Peiniger gehen. Und dann wieder ins Frauenhaus. Und wieder zu ihm. Und wieder ins Frauenhaus.
    Meist braucht es mehrere Anläufe. Und in manchen Fällen kommt sie nicht mehr ins Frauenhaus. (im Besten Falle hat sie es allein geschafft, im schlimmsten Fall sucht man sie zerstückelt in der Mülltonne – die Varianz dazwischen ist groß)

    Ich mag das Wort „Gehirnpudding“. Einmal, weil es den Nagel auf den Kopf trifft. Und weils ein lustiges Wort ist. Klingt im Englischen übrigens auch gut: brain tissue debris

    Ein Hoch auf den Widerstand gegen Misogynie!

  2. Hey onyx,

    ein großes Dankeschön für dieses Statement.

    Es ist wahr, die meisten Leute wenden sich angewidert ab, wenn sie sehen, dass Antifeministen für ihre Agenda u.U. tote Frauen in Kauf nehmen.

    Auch wenn sich Rene Kuhn schon an anderer Stelle unmöglich gemacht hat – die Story ist Gold wert.

    Gruß, |ket>

  3. Das veröffentlichen von Listen wie Adressen hat doch Tradition bei autoritären bis faschistoiden Strukturen und Organisationen.
    Das Bereitstellen von Adressen von Treffpunkten und Aufenthaltsorten von missliebigen Personen für bestimmte Zwecke gibt es in der rechten Szene, in Diktaturen, in fanatischen religiösen Gemeinschaften.
    Sicher können die Maskulisten nichts dafür, wenn einer ihrer druchgeknallten Geschlechtsgenossen gewalttätig wird und dann Frauen vor oder im Frauenhaus ermordet. Aber Vorschub leisten nenne ich das. Anstachelung zu Gewalt und Mord.
    Denn ein Familiendrama wird das nicht sein, wenn ein Mann mit Waffengewalt in ein Frauenhaus eindringt und Frauen erschießt.

    Wie sowas enden kann wenn gewalttätige Männer in Einrichtungen eindringen um ihre Frauen zu bestrafen:
    http://www.mopo.de/news/mordanschlag-vor-frauenhaus/-/5066732/5235956/-/index.html
    http://www.welt.de/regionales/berlin/article1742124/Der_Mann_war_eine_tickende_Zeitbombe.html
    http://nachrichten.t-online.de/familiendrama-in-bonn-mann-erschiesst-frau-auf-offener-strasse/id_20295862/index

  4. Sollten diejenigen, die ich mit Namen kenne, Firma, für die sie arbeiten, etc. öffentlich Frauenhausadresssen preisgeben, werde ich nicht nur ihr Namen preisgeben, sondern auch den betreffenden Frauenhäusern die Möglichkeit geben, Strafantrag zu stellen oder Regress geltend zu machen. Für eventuell auftretenden Vandalismus.
    Das ist keine Drohung. Das ist ein VERSPRECHEN!

    Dass die Maskus uns nicht mögen: geschenkt
    dass sie sich über uns das Maul zerreissen: geschenkt
    wenn sie uns beschimpfen oder mit dem Tod bedrohen: geschenkt

    Dass sie unzählige Frauen in Lebensgefahr bringen, das geht zu weit.
    Ich sag jetzt nicht welche der Großfressen ich namentlich kenne. Die wissen das selbst sehr genau.

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