Antifeministen und Humor – 2 Welten?

Ein Vorwurf, der bisher eigentlich für Feministinnen reserviert war: sie haben einfach keinen Humor. Über harmlose Witzchen (wozu haben Frauen 4 Lippen? 2 zum Scheiße labern und 2 zum wieder gut machen. Ha ha) beklagen sie sich lauthals und nennen sie sexistisch. Sind doch bloß alle frigide und neidisch, weil sich kein Mensch für ihre Lippen interessiert (weder für die einen, noch für die anderen)
Das Bild scheint sich etwas zu drehen. Dass Antifeministen im Austeilen zwar ganz groß sind, aber dafür das winseln anfangen, wenn sie auch mal einstecken müssen, war ja schon lange klar. Aber so einen Aufstand um einen Satireartikel zu machen, wie es die Kinder von Persona, oder wie der Laden da heißt, getan haben, kann man nur mit Blindheit, geistiger Umnachtung oder eben totaler Humorlosigkeit erklären. Offenbar war die Satire so gut gelungen, dass sie gar nicht als solche erkannt wurde. (Dass auf der Homepage des Satiremagazins deutlich vermerkt ist, dass es eben ein Satiremagazin ist, lassen wir hierbei mal großzügig außer Acht)
Und dass der Chefredakteur des Magazins in einem Anfall von antifeministischer Kreativität als Pudel beschimpft wurde, weil er von der geballten überlegenen Männlichkeit des Oberguru M. wenig beeindruckt war, war ja vorauszusehen. Und in seiner Hilflosigkeit lässt er sich auch zu einer netten kleinen Drohung hinreißen („er solle in Zukunft den Kopf einziehen“). Ja, da stellt sich wieder mal die Souveränität und die kühle Sachlichkeit der Antifems ganz überzeugend unter Beweis. Ein harmloses satirisches Artikelchen, wo mal ein Mann (naja, wie mans nimmt…) rangenommen wird, und schon tanzt das Testosteron Samba. Peinlich peinlich…

19 Kommentare zu “Antifeministen und Humor – 2 Welten?

  1. Jetzt hab ich gelacht. 😀
    Oder wie jemand vom Magazin schrieb:
    redder hat gesagt…

    naja, danke für die blumen. aber ihr seid gemein. die leute lachen über euren beitrag mehr als über unseren artikel.

    • die leute lachen über euren beitrag mehr als über unseren artikel.

      Na immerhin. Wenn sie schon weder Humor haben, noch ihn verstehen, unfreiwillige Komik hat ja auch was. 😀

    • Unfreiwillige Komik ist doch die Beste.
      Nennt sich Situationskomik 🙂 Und wer nicht situationsbedingt mal über sich selbst lachen kann, der hat’s eh nicht gecheckt, ne?

      Für KlugscheißerInnen aller Art:
      „Lachen ist die einzige vertretbare Einstellung in einem Universum, das ein Witz ist, der sich selbst erzählt“
      (A. Crowley)

    • Und wer nicht situationsbedingt mal über sich selbst lachen kann, der hat’s eh nicht gecheckt, ne?

      So siehts aus. Auch mal eigene Schwächen und Fehler zugeben und über sich selbst lachen können ist ne Leistung, die Charakter beweist, aber nicht jeder drauf hat.

  2. Ich dachte, ihr Femanzen traut euch nicht auf Maskublogs, weil wir alle so böse und gemein sind?

    http://onyx0815.wordpress.com/2011/01/24/wer-hat-angst-vorm-antifeministen/

    Aber wenn es was zu naschen gibt, kommt ihr dann doch gerne mal wieder vorbei. 🙂

    Maskulistische Grüsse,
    Manifold

    Die Söhne von Perseus

    P.S.: Die Frau hat anatomisch gesehen vier Lippen im Genitalbereich: Die grossen und die kleinen Schamlippen. Eine Frau kommt also insgesamt auf sechs Lippen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Schamlippen

    Ich weiss – Genderisten haben es nicht so mit Biologie.

    • Ich dachte, ihr Femanzen traut euch nicht auf Maskublogs, weil wir alle so böse und gemein sind?

      Und du hast es offensichtlich nicht so mit dem Verstehen. Wen wunderts?

    • Ich weiss – Genderisten haben es nicht so mit Biologie.

      Übrigens, du Clown denkst, den Witz haben sich „Genderisten“ ausgedacht?

      *koppklatsch*

    • Der Witz geht im Original anders – nämlich mit sechs statt deiner vier Lippen. Und natürlich wurde er nicht von Femanzen erfunden, sondern von Männern.

      So wie alle guten Witze.

      Du musst mir also nicht mit deinem Verständnis kommen 😉

      Maskulistische Grüsse,
      Manifold

      Die Söhne von Perseus

    • Du langweilst. Geh zurück auf deine Spielwiese und mach das, was du am besten kannst. Jammern und dich selbst loben.

    • Mit „nicht trauen“ hat das wenig zu tun. Wir haben einfach besseres mit unserer Zeit vor. Aber ja, zum verstehenden Lesen hat Onyx ja schon genug geschrieben.

    • Er ist halt ein kleiner Kläffer, der seine Duftmarken überall setzen muß. Wenn man da nicht ab und an mal durchwischt, fängt es an zu müffeln.

  3. So wie ich den Fall verstehe wurde zunächst übersehen, dass es sich um ein Satiremagazin handelt. Weswegen man sich über ein gefälschtes Interview dann durchaus aufregen könnte.

    Da du ja vorher auf die Humorlosigkeit des Feminismus eingehst: Du meinst also beide Lage sind insbesondere in ihren extremeren Ecken recht humorlos oder wie soll ich den Artikel verstehen?
    Also eigentlich: „Sowohl Antifeministen und Feministen und Humor: 2 Welten“

    • So wie ich den Fall verstehe wurde zunächst übersehen, dass es sich um ein Satiremagazin handelt. Weswegen man sich über ein gefälschtes Interview dann durchaus aufregen könnte.

      Eine Satire ist deswegen Satire, weil ein Sachverhalt völlig überspitzt dargestellt wird. Warum wurde das nicht erkannt? Fühlten sie sich ertappt, weil das Interview doch weniger weit weg von der Realität ist, als sie zugeben wollen? Wie dem auch sei, mittlerweile ist das ja nun hinreichend geklärt worden und es wäre ein Zeichen von Größe gewesen, einzugestehen, dass da gewaltig überreagiert wurde. Selbst aus den eigenen Reihen kam da Kritik. Aber das ist wohl nicht zu erwarten. Das würde ja bedeuten, einen Fehler zuzugeben. Unzumutbar!

      Da du ja vorher auf die Humorlosigkeit des Feminismus eingehst: Du meinst also beide Lage sind insbesondere in ihren extremeren Ecken recht humorlos oder wie soll ich den Artikel verstehen?
      Also eigentlich: „Sowohl Antifeministen und Feministen und Humor: 2 Welten“

      Nö. Dass Feministinnen keinen Humor hätten, ist erstens nicht meine Meinung, sondern nur der übliche Vorwurf, und zweitens nicht das Thema hier.

  4. Um mal auf Deinem (ad-hominem-)Niveau zu bleiben: War ja klar, daß Du das nicht verstehst.

    Zur Sache: Der feministische Mainstream hat es geschafft, daß viele Menschen, die sich sonst nicht mit dem Thema beschäftigen, der Meinung sind, Antifeministen seien frauenfeindlich, wollten „die Zeit zurückdrehen“ und Frauen zurück an Herd und Nähmaschine schaffen. Und in einem solchen Klima ist das veröffentlichte „Interview“ schlicht keine Satire – nicht, weil es der Wahrheit zu nahe kommen würde, sondern weil es der öffentlichen Perzeption zu ähnlich ist. Und daß Kuhn mehrere Anrufe von Journalisten bekommen hat, die ihm zum Teil schlicht nicht geglaubt haben, daß das Interview nie stattgefunden hat, beweist doch, daß es so ist.
    Das ist ungefähr so, als hätte 1967 eine Satirezeitung einen Artikel veröffentlicht, in dem Rainer Langhans angeblich erzählt, in der Kommune würde man sich nur bei Vollmond waschen, und auch dann nur das Gesicht.

    Daß Kuhn ein großer Selbstdarsteller ist und die IGAF das Ziel verfolgt, Aufmerksamkeit durch Radikalität zu erzeugen, sollte spätestens seit der Frauenhausaktion klar sein. Aber man kann ihm nicht vorwerfen, daß er diese Aufmerksamkeit nicht nutzt, um die tatsächlichen Ziele des Antifeminismus bekannt zu machen – je höher er diese Sache hängt, desto mehr Menschen werden aufmerksam werden und die Gegendarstellung im nächsten Heft lesen, oder sich zumindest anderweitig über den Antifeminismus informieren.

    Jetzt mal abgesehen davon, daß IMHO recht deutlich wird, daß es dem Chefredakteur der Zeitschrift tatsächlich darum ging, Stimmung gegen Antifeministen zu machen, er also genau damit gerechnet hat, daß viele den Beitrag für bare Münze nehmen würden.

    Bombe 20

    • Der feministische Mainstream hat es geschafft, daß viele Menschen, die sich sonst nicht mit dem Thema beschäftigen, der Meinung sind, Antifeministen seien frauenfeindlich

      Schon der erste Fehler. Das haben Antifeministen mit ihrem Auftreten ganz allein geschafft. Das können sie wirklich keinem anderen in die Schuhe schieben, aber es ist typisch, dass es immer versucht wird.

      Und daß Kuhn mehrere Anrufe von Journalisten bekommen hat, die ihm zum Teil schlicht nicht geglaubt haben, daß das Interview nie stattgefunden hat, beweist doch, daß es so ist.

      Das beweist höchstens, dass Antifeministen ganze Arbeit geleistet haben, ihr eigenes Image gründlich zu versauen.

      Daß Kuhn ein großer Selbstdarsteller ist und die IGAF das Ziel verfolgt, Aufmerksamkeit durch Radikalität zu erzeugen, sollte spätestens seit der Frauenhausaktion klar sein. Aber man kann ihm nicht vorwerfen, daß er diese Aufmerksamkeit nicht nutzt, um die tatsächlichen Ziele des Antifeminismus bekannt zu machen

      Man kann es darum auch niemandem zum Vorwurf machen, wenn er Antifeministen Frauenfeindlichkeit vorhält. Wer nur durch Radikalität Aufmerksamkeit erreichen kann, und nicht durch Argumente und Sachlichkeit, muß auch mit den Konsequenzen leben. Wird Schwarzer und anderen Feministinnen schließlich auch vorgeworfen.

    • Ach übrigens, für deinen Satirikerfreund sieht es momentan gar nicht gut aus:

      Und?

      P.S.: Habe ich schon erwähnt, dass Schwule die Lesben nicht mögen?

      offtopic

  5. Pingback: Wenn Antifeministen über sexistische Witze sinnieren « Gedankensalat…

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