Trauma schützt vor Strafe

Dieser Beitrag ist eigentlich ein passendes Beispiel für die Besonderheit von Vergewaltigungen und der lasche Umgang mit den Tätern. Aber ich möchte diesen Fall nicht in den Kommentaren verkümmern lassen, sondern in einem gesonderten Eintrag betonen.

Eine mehrfache Vergewaltigung ist vor Gericht nicht nachweisbar, weil die Geschädigte nach ihrer Befragung zur Tatnacht psychisch zusammengebrochen war. VON KLAUS WOLSCHNER

BREMEN taz |Er habe keinen Zweifel, dass es sich so zugetragen habe, wie die „geschädigte Zeugin“ es geschildert habe, sagte Richter Manfred Kelle – um dann einen Freispruch zu verkünden. Straflos gehen damit sechs Bremer Männer im Alter zwischen 20 und 30 Jahren aus. Ihnen war vorgeworfen worden, in der Nacht zum 1. Juli 2007 eine 17-Jährige über Stunden vergewaltigt zu haben.

Die Geschädigte war in ihrer Vernehmung psychisch zusammengebrochen, bevor im Einzelnen erörtert werden konnte, welcher der Angeklagten in jener Nacht nun genau was getan hatte. Eine Gutachterin attestierte der 17-Jährigen, die seither als verhandlungsunfähig galt, eine „Re-Traumatisierung“.

Oralverkehr, Analverkehr, immer wieder, auch mehrere Männer gleichzeitig. Einmal sei ihr eine Flasche in die Vagina gestoßen worden, einmal eine Faust: „Wenn man sich vorstellt, was diese 17-Jährige über sich ergehen lassen musste – da kann einem nur schlecht werden“, sagte der Richter. Und dass er sich ein Signal des „Bedauerns“ von den Angeklagten gewünscht hätte. Diese – alle sechs mit türkischem oder arabischen Migrationshintergrund – hatten zuvor 15 Verhandlungstage lang geschwiegen und nahmen am Mittwoch ihren Freispruch auch ohne erkennbare Regung entgegen.

„Vergewaltigung“ dürfe man nicht nennen, was da passiert sei, sagte Verteidiger Eberhard Schulz. „Es gibt auch junge Frauen, die sind sexhungrig“, pflichtete sein Anwaltskollege Matthias Koch bei. Er sprach durchweg von der „so genannten Geschädigten“ und kündigte an, ein Schmerzensgeld-Verfahren gegen die Bild-Zeitung führen zu wollen, weil darin von „feigen Vergewaltigern“ die Rede gewesen war.

In der Tat hatte offenbar auch die 17-Jährige sich nicht durchgehend als Opfer gesehen: Erst als sie zwei Tage nach der Tatnacht in der Schule einen psychischen Zusammenbruch erlitten hatte, ging sie zu einem Arzt, Anzeige erstattete sie auf Drängen ihrer Mutter.

Die 17-Jährige habe Abtreibungen hinter sich und Erlebnisse mit sexueller Gewalt, so Richter Keller. Wenn sie jetzt traumatisiert sei, liege das vielleicht nicht nur an jener Nacht zum 1. Juli 2007. Die junge Frau habe offenbar Probleme, sich deutlich abzugrenzen. Gegenüber der Kriminalpolizei sagte sie einmal aus, ihr sei damals „alles egal“ gewesen. Hatten die Angeklagten sie mit „K.O.-Tropfen“ gefügig gemacht? Auch das war nun aus Sicht des Bremer Landgerichts nicht mehr feststellbar.

Quelle: Taz.de
Hervorhebungen von mir. Diese verdeutlichen die üblichen Klischees, mit der Opfer sexueller Gewalt konfrontiert werden. Leugnung, Verharmlosung, Mitschuld.
Der Richter war zwar von der Schuld der Täter überzeugt, aber weil das Opfer zu traumatisiert war, um auszusagen, kommen die Täter mit Freispruch davon. Warum sind die Täter nicht zumindest in U-Haft gekommen? Lag kein dringender Tatverdacht vor?

Zynisch auch diese Aussage:

In der Tat hatte offenbar auch die 17-Jährige sich nicht durchgehend als Opfer gesehen: Erst als sie zwei Tage nach der Tatnacht in der Schule einen psychischen Zusammenbruch erlitten hatte, ging sie zu einem Arzt, Anzeige erstattete sie auf Drängen ihrer Mutter.

Manche Vergewaltigungsopfer bleiben ein Leben lang traumatisiert und schämen sich, sich irgendwem anzuvertrauen, auch keinem Arzt und keinem Anwalt. Und hier wird dem Opfer vorgeworfen, 2 Tage nichts unternommen zu haben?

56 Kommentare zu “Trauma schützt vor Strafe

  1. Ist nicht neu, sowas.
    Das „Opfer“ hat sich bestimmt falsch erinnert. Wegen der Trauma früher.
    So wird doch argumentiert.

    PS: wordpress will nach Anmeldung immer meinen Nick kleinschreiben.

  2. Das ist das aktuelle Rechtssystem. Es basiert auf Beweisen und als solche gelten eben auch Zeugenaussagen. Ohne diese muss der Richter die Angeklagten freisprechen, unabhängig davon, ob er von ihrer Schuld überzeugt ist.
    Und eigentlich finde ich es ganz gut, dass niemand schuldig gesprochen wird, weil jemand anderes „davon überzeugt“ ist.

    Im Falle einer Vergewaltigung und generell nicht im öffentlichen Raum geschehenden Straftaten greift dieses System natürlich nicht richtig – weil es selten objektive Beweise gibt und in vielen Fällen nur die Aussagen als Entscheidungsbasis dienen.
    Da müsste ordentlich rumjustiert werden. Ist ja nicht nur bei Vergewaltigungen so, auch bei anderen Formen häuslicher Gewalt, sexueller Belästigung u.ä.

    Die Art des Verteidigers und seines Anwaltskollegen ist – sehr euphemistisch gesagt – zum kotzen! Natürlich kann eine Frau auch sexhungrig sein. UND? Was zur Hölle hat das jetzt mit dem Fall zu tun?
    Wie würde der Verteidiger denn sonst nennen, wenn nicht Vergewaltigung?
    Wie hat der Strunz eigentlich sein Staatsexamen geschafft, wenn der nicht mal zu einfach logischen Überlegungen fähig ist?

    • „Da müsste ordentlich rumjustiert werden. Ist ja nicht nur bei Vergewaltigungen so, auch bei anderen Formen häuslicher Gewalt, sexueller Belästigung u.ä.“

      Wie willst du denn da „rumjustieren“? Eine Umkehr der Beweislast?

      „Die Art des Verteidigers und seines Anwaltskollegen ist – sehr euphemistisch gesagt – zum kotzen! Natürlich kann eine Frau auch sexhungrig sein. UND? Was zur Hölle hat das jetzt mit dem Fall zu tun?“

      Das es nicht auszuschließen ist, dass sie einfach Sex mit allen wollte und auch fisten oder eingeführte Gegenstände mag. Sie wollen darauf hinaus, dass noch der Nachweis fehlt, dass ihre Mandanten nicht nur einen Gangbang mit fisten und objekten einführen hatten, sondern dies auch gegen den Willen der Frau geschah.

      Siehe zB den Hofstra Fall. Da hatte sie auch im nachhinein behauptet von 5 Studenten vergewaltigt worden zu sein.

      Ich sage nicht, dass dies hier der Fall war. Aber die Schilderungen haben dem Richter ja offensichtlich nicht ausgereicht. Wenn er ihr glaubt und sie geschildert hat, dass es gegen ihren Willen war, dann kann er ja verurteilen. Nur wenn er nicht weiß, wen er glauben soll muss er freisprechen.
      http://www.huffingtonpost.com/2009/09/16/hofstra-rape-student-lied_n_289473.html

    • Sie wollen darauf hinaus, dass noch der Nachweis fehlt, dass ihre Mandanten nicht nur einen Gangbang mit fisten und objekten einführen hatten, sondern dies auch gegen den Willen der Frau geschah.

      Und der Nachweis wird mit der Aussage des Mädchens gebracht? Na wohl kaum.

    • @Onyx

      Die Zeugenaussage ist ein übliches Beweismittel, dass der freien Beweiswürdigung des Richters oder der Richterin unterliegt.

      Aussagen sind nicht nach ihrer Anzahl, sondern nach Glaubwürdigkeitskriterien zu bewerten.

      Die Staatsanwaltschaft hat eine sehr hohe Frauenquote, die Richterschaft auch keine so schlechte, beide sind steigend. Die Chance, dass auf der Richterbank bei 3 Richterstellen zumindest eine Richterin sitzt ist sehr hoch. Eine Einbeziehung und Kontrolle der Frauen ist also zumindest gegeben. Ich sehe nicht, dass da von den sonstigen Kriterien der Beweiswürdigung abgewichen wird.
      Der vorsitzende Richter macht ja sogar extra deutlich, dass er nicht davon ausgeht, dass sie lügt.

    • @Christian
      Wie willst du denn da „rumjustieren“? Eine Umkehr der Beweislast?
      Warum denn nicht?
      Mir ging es eher darum, dass gerade in Fällen die entweder lang zurück liegen oder die in der Regel ohne Zeugen geschehen (wie im häuslichen Umfeld oder intimen Begegnungen) die Basis von Sachbeweismitteln oder Aussagen imho nicht ausreicht.
      Sachbeweismittel liegen dann in der Regel nicht (mehr) vor und Aussagen hängen an zu vielen Faktoren. Wie oft passiert es, dass Mensch nicht das Schuldbewusstsein hat um die Situation überhaupt als Strafwürdig wahrzunehmen? Wie oft schweigen Angeklagte und kommen allein damit frei? Wie oft enden Fälle ungelöst, weil Aussage gegen Aussage steht?
      Wie oft werden Vergewaltigte einer „Mitschuld“ oder eines promiskuitiven Verhaltens bezichtigt?
      Meines Erachtens nach passieren diese Sachen viel zu häufig und das deutet eben auf einen Fehler im System hin. Und da muss was gemacht werden – logische Schlussfolgerung.

      Wenn er ihr glaubt und sie geschildert hat, dass es gegen ihren Willen war, dann kann er ja verurteilen.
      Glauben allein reicht nicht. Zum Glück.

    • „Warum denn nicht?“

      Weil es einer der wichtigsten Grundsätze des Strafprozesses ist und man dafür aus der Menschenrechtskonvention austreten müßte.

      „Mir ging es eher darum, dass gerade in Fällen die entweder lang zurück liegen oder die in der Regel ohne Zeugen geschehen (wie im häuslichen Umfeld oder intimen Begegnungen) die Basis von Sachbeweismitteln oder Aussagen imho nicht ausreicht.“

      Eine Vergewaltigung kann kaum ohne Zeugen geschehen. Es handelt sich nämlich um ein Verfahren des Staates gegen den Beschuldigten. Die Anzeigende ist damit immer Zeugin.
      Eine glaubwürdige Aussage ihrerseits reicht dann auch aus. Welches Beweismittel soll denn sonst verwertet werden?
      Zumal ihm ja auch nichts anderes bleibt, als seine eigene Stellungnahme.

      „Wie oft passiert es, dass Mensch nicht das Schuldbewusstsein hat um die Situation überhaupt als Strafwürdig wahrzunehmen?“

      Welche Fälle meinst du da?

      “ Wie oft schweigen Angeklagte und kommen allein damit frei?“

      Also eine Pflicht des Angeklagten sich zu äußern? Das wäre auch ein Novum. Das Recht zu schweigen haben selbst Massenfoltermörder kleiner Babies. Warum sollte das bei einer Vergewaltigung nicht gelten?

      “ Wie oft enden Fälle ungelöst, weil Aussage gegen Aussage steht?“

      Der Nachteil eines Rechtsstaats. Aber nichts besonderes. Zumal ja auch der Fall zu bedenken ist, dass er unschuldig ist und es für ihn ebenfalls in der Luft hängt.

      „Wie oft werden Vergewaltigte einer „Mitschuld“ oder eines promiskuitiven Verhaltens bezichtigt?“

      Ich sehe bei heutigen Gerichten durchaus eine Sensibilität für die Anzeigenerstatterin.

      „Meines Erachtens nach passieren diese Sachen viel zu häufig und das deutet eben auf einen Fehler im System hin. Und da muss was gemacht werden – logische Schlussfolgerung.“

      Diese zwei Punkte solltest du vielleicht noch in deine Betrachtung einstellen:
      1. Die Verfahrensregeln dienen der Vorbeugung von Willkür durch den Staat. Wenn es sie nicht gibt, dann kann der Staat Leute quasi nach belieben einsperren.
      2. Nicht alle Vergewaltigungsanzeigen sind berechtigt. Es muss dem Beschuldigten ein faires Verfahren bleiben, in dem er sich wehren kann.

      „Glauben allein reicht nicht. Zum Glück.“

      Das Glauben des Richters reicht vollkommen, solange es keine Wertungsfehler enthält und die Zeugin einen strafbaren Sachverhalt darlegt (daran alleine scheitert es hier ja schon)

    • Ich sehe bei heutigen Gerichten durchaus eine Sensibilität für die Anzeigenerstatterin.

      Das sehe ich nicht, und andere, die weit mehr Einblick in die Praxis der Gerichtsverfahren bei Vergewaltigungsanzeigen haben, offenbar auch nicht. Generalstaatsanwalt Karge hat ja selbst öffentlich eingeräumt, dass er im Fall des Falles seiner eigenen Tochter von einer Anzeige abraten würde.

    • @Christian
      Weil es einer der wichtigsten Grundsätze des Strafprozesses ist und man dafür aus der Menschenrechtskonvention austreten müßte.
      Menschenrechte sind variabel. Und in unterschiedlicher Art und Weise bindend.
      Wenn eine Umkehr der Beweislast nicht der richtige Weg ist, dann muss eben was anderes her. Deswegen zu sagen „passt doch so, wie es ist“ ist doch lächerlich.

      Eine Vergewaltigung kann kaum ohne Zeugen geschehen.
      Ohne „externe“ Zeugen. Dass die Anklagende zugleich Zeugin ist, ist doch genau das Problem!

      Welche Fälle meinst du da?
      Onyx hat dir ja schon einen genannt. Du solltest zudem oft genug auf feministisch orierntierten Blogs sein, um das mitzubekommen. Oder mal Nachrichten lesen. Oder Google fragen.
      (sorry, das muss so platt sein, ich hab besseres zu tun als dir Vergewaltigungsfälle rauszusuchen, deren Verlauf oder Berichterstattung zeigen, wie die Anklagende wahrgenommen wird)

      Also eine Pflicht des Angeklagten sich zu äußern? Das wäre auch ein Novum. Das Recht zu schweigen haben selbst Massenfoltermörder kleiner Babies. Warum sollte das bei einer Vergewaltigung nicht gelten?
      Man kann eh niemanden zu einer Aussage zwingen bzw. diese dann für gültig nehmen.
      Aber wenn alle wissen, dass es ein Verbrechen gab – die Klagenden, die JuristInnen und die vermeintlichen TäterInnen und nur weil es kein Geständnis gibt, kann keine Strafe verhängt werden, dann ist das ein Problem!
      *wiederholt sich schon wieder*

      Ich sehe bei heutigen Gerichten durchaus eine Sensibilität für die Anzeigenerstatterin.
      Anzeige erstattet mensch nicht bei Gericht, sondern bei der Polizei. Und es wurde besser aber gut ist es deswegen noch lange nicht.

    • @Christian
      Ich sehe bei heutigen Gerichten durchaus eine Sensibilität für die Anzeigenerstatterin.

      Was du siehst und was Geschädigte erfahren vor Gericht oder als Anzeigende, ist was anderes. Dir mangelt es schlichtweg an Erfahrung mit sexueller Gewalt und diesbezüglich Gerichten, von eigens erlebter Vergewaltigung wohl ganz abgesehen.

    • @Onyx

      „Das sehe ich nicht, und andere, die weit mehr Einblick in die Praxis der Gerichtsverfahren bei Vergewaltigungsanzeigen haben, offenbar auch nicht.“

      Das dürfte nicht am Gericht, sondern eher an den Rechtsanwälten des Beschuldigten liegen.

      @Khaos.Kind

      „Menschenrechte sind variabel. Und in unterschiedlicher Art und Weise bindend.“

      Ah ja. Warum? Geht eine Vergewaltigung allen anderen Verbrechen vor oder ist die Schuld immer so überdeutlich, dass man bei ihr keinen fairen Prozess mehr durchführen muss?
      Eine der Leistungen der Moderne ist denke ich die universelle Annahme der Menschenrechte.
      Zumal mich eine Abwägung deinerseits mit den Gründen, aus denen die Unschuldsvermutung besteht, einmal interessieren würde. Warum wiegen diese interessen deiner Auffassung nach geringer?

      „Deswegen zu sagen „passt doch so, wie es ist“ ist doch lächerlich.“

      Wir nehmen die gleichen Unstimmigkeiten bei Mord, Völkermord, Massenverstümmelungen oder Babyfolter hin. Warum sollen wir sie aber bei einer Vergewaltigung nicht hinnehmen? Weil es ein Verbrechen ist, dass meist Frauen trifft?

      „Man kann eh niemanden zu einer Aussage zwingen bzw. diese dann für gültig nehmen.“

      Damit wäre deine Idee ja erst einmal tot.

      „Aber wenn alle wissen, dass es ein Verbrechen gab – die Klagenden, die JuristInnen und die vermeintlichen TäterInnen und nur weil es kein Geständnis gibt, kann keine Strafe verhängt werden, dann ist das ein Problem!“

      Also wird einfach das Geständnis fingiert, obwohl wir – zB bezogen auf den Fall oben – gerade nicht wissen, ob sie überhaupt merken konnten, dass es eine Vergewaltigung gab.
      Eine Verurteilung auf der Basis von „Es wird schon so gewesen sein“.
      Vor Mißbrauch hast du da nehme ich an keine Angst?

      „Anzeige erstattet mensch nicht bei Gericht, sondern bei der Polizei. Und es wurde besser aber gut ist es deswegen noch lange nicht.“

      Würde ich anders sehen. Auch dort sind in der Regel speziell geschulte Beamtinnen vorhanden.

    • @Christian
      Schätzchen, langsam gehst du mir auf die Nerven.

      Meine einzige Ausage war, dass es einen Fehler im System gibt und diejenigen, die sich mit derartigen Fällen beschäftigen, sollten mal suchen, wo der ist und was mensch da tun kann.

      Alles andere hast du mir in den Mund gelegt. Sowohl die umgekehrte Beweislast als auch die angebliche Ignoranz von Menschenrechten etc.pp.

      Ich bin keine Juristin, ich weiß nicht wie man es anders machen kann aber ich ziehe alles in Betracht (manches mehr, manches weniger).
      Den obigen Fall finde ich moralisch mehr als verwerflich. Meinung getätigt.
      Ende

    • @Khaos.Kind

      Deine Aussage war auch „Warum denn nicht?“ zur Frage, ob man die Beweislast umkehren sollte.

      Die Bedenken dagegen habe ich dir ja mitgeteilt.

      Ebenso war deine Aussage, dass Menschenrechte variabel und nicht in jedem Fall bindend sind.

      Du gehst selbst davon aus, dass eine gewisse Möglichkeit besteht, dass sie unschuldig sind. Aber das dann keine Verurteilung erfolgt obwohl ja doch alle wissen, dass sie vergewaltigt wurde (was sie eben nicht wissen, sie vermuten es nur und wir standen noch recht am Anfang des Prozesses) dass sei dann ungerecht.
      Entschuldige, wenn ich da nicht mitgehe.

    • @Christian
      Deine Aussage war auch „Warum denn nicht?“ zur Frage, ob man die Beweislast umkehren sollte.
      Du hast konkret danach gefragt.
      Meine Aussage diesbezüglich war
      Ja warum nicht -> als Option, die in Betracht gezogen werden KANN -> WENN zielführend -> wenn mit grundsätzlichem gesetzlichem Rahmen vereinbar -> WENN grundsätzliche Menschenrechte ALLER Beteiligten einbezogen werden
      Ein bisschen viel Kann/Wenn um mich darauf festzunageln
      Zumal ich immer betont habe, dass ich dafür keine Fachfrau bin und das den entsprechenden Fachpersonen überlassen würde (auch wenn ich als Sozialarbeiterin natürlich eine gewisse Sicht aus der Arbeit mit Überlebenden mitteilen kann)

      Ebenso war deine Aussage, dass Menschenrechte variabel und nicht in jedem Fall bindend sind.
      Einfache Tatsachenfeststellung. Lies dir mal den Wikiartikel zu Menschenrechten und deren Geschichte, Kritik und der rechtlichen Verankerung durch, da bekommst du einen guten Überblick dazu.

      Du gehst selbst davon aus, dass eine gewisse Möglichkeit besteht, dass sie unschuldig sind. Aber das dann keine Verurteilung erfolgt obwohl ja doch alle wissen, dass sie vergewaltigt wurde (was sie eben nicht wissen, sie vermuten es nur und wir standen noch recht am Anfang des Prozesses) dass sei dann ungerecht.
      Ich spreche immernoch von moralischer Verwerflichkeit, selbst wenn diese dem geltenden Rechtssystem enspricht. Warum ich das so sehe, hab ich bereits erläutert.

  3. Das Problem ist doch, dass sich aus dem Sachverhalt, wie er in der Zeitung steht, keine Vergewaltigung bzw. kein Vorsatz ergibt.

    Der Satz:
    „Er habe keinen Zweifel, dass es sich so zugetragen habe, wie die „geschädigte Zeugin“ es geschildert habe“
    Ist ja inhaltsleer, wenn wir nicht wissen, was sie gesagt hat. Erst wenn ihre Aussage informationen wie „ich habe immer wieder nein gesagt und mich gewehrt, aber sie haben nicht aufgehört“ (oder ähnliches) enthalten hat, könnten wir Schlussfolgerungen ziehen.

    Die weitere Information:
    „Oralverkehr, Analverkehr, immer wieder, auch mehrere Männer gleichzeitig. Einmal sei ihr eine Flasche in die Vagina gestoßen worden, einmal eine Faust: “

    lasst ja auch nicht per se den Schluss zu, dass es unfreiwillig war. Es ist zwar sehr harter Sex, aber ein Gangbang mit Fisting ist ja nicht per se eine Vergewaltigung.

    Wohlgemerkt: Ich schließe nicht aus, dass es eine Vergewaltigung war. Aber die Informationen in dem Artikel lassen hier noch kein klares Urteil zu.

    Insbesondere wenn sie sagt, dass ihr „damals alles egal war“ kann es ja durchaus sein, dass sie es über sich ergehen hat lassen ohne wirkliche Abneigung deutlich zu machen.

    Mir fehlen hier in der Tat Informationen, auf die man eine Verurteilung stützen kann.
    Oder habe ich da was übersehen?

  4. Der Prozess ist ein positives Zeichen für Gang-Raper. Mehrere Täter können sich gegenseitig schützen und tun es auch.

    Eine zu betäuben und dann zu vergewaltigen ist einfach; GHB ist nach einigen Stunden nicht mehr nachweisbar im Organismus abgebaut. Gut für Täter. Zudem müsste schnell ein Gerichtsmediziner Blut und Körperspuren untersuchen, diese gibt es aber nur in größeren Städten und sind aus Kostengründen unterbesetzt.

    Wozu auch anzeigen. Sinnlos.
    Und welche tut sich schon einen öffentlichen Prozess an, in dem sie vor allen Zuschauern nacherzählen darf, was die Täter gemacht haben?
    Irgendein Verteidiger samt Gutachter findet immer etwas, was das Opfer als sexgeiles Luder, als psychisch gestört, zu phantasievoll, mit falschem Lebenswandel oder als Lügnerin unglaubwürdig macht.

    Vergewaltigung ist eben das Restrisiko bei Frauen – egal wo und durch wen. Dagegen hilft nur, wenn Frauen sich tödlich wehren können und Täter ein wirkliches Risiko eingehen.

    • Ja, es hat sich nichts geändert.
      Alles beim Alten, so wie es schon immer war.

      Zeit, dass Frauen sich wehren, aber nicht mit schwachem Zappeln und leisem „Bitte nicht“, sondern mit Schreien, Kämpfen, Beissen, Abreissen, Zerbrechen, Zerstören, Zerreissen, Zerstückeln, Abschneiden, Zerstechen …

      Wenn es eine tut, könnte es jede tun. Könnte es jede tun, ist es ein Risiko für Täter. Verhinderung durch Abschreckung. Wie das geht, weiß jeder Staat und auch jeder Mann.
      Ich empfehle zur Lektüre „Schmutziges Wochenende“ von Helen Zahavi. Besonders empfehle ich es (potentiellen) Tätern: Eine jede von uns kann eine Bella sein, warte nur …

    • Ich war und bin keine Verfechterin von wüsten Schwanz-ab-Phantasien. Aber es gibt Dinge, die mich verdammt wütend machen und zweifeln lassen, ob bei manchen Menschen die Androhung einer solchen „Therapie“ nicht doch die einzige Möglichkeit der Abschreckung ist.

    • Zeit, dass Frauen sich wehren, aber nicht mit schwachem Zappeln und leisem „Bitte nicht“, sondern mit Schreien, Kämpfen, Beissen, Abreissen, Zerbrechen, Zerstören, Zerreissen, Zerstückeln, Abschneiden, Zerstechen …

      Klingt ganz toll, ist aber im Prinzip schlecht durchzuführen, wenn du gewürgt wirst, oder der Täter dir einfach Mund und Nase zuhält.
      Mal ganz davon abgesehen, dass auch er ein Messer ziehen könnte, und eine Vergewaltigung wäre mir (so hart es klingt) lieber als zu verbluten oder zu ersticken.

    • Es geht nicht um Umsetzung, sondern um Abschreckung. Die bloße Möglichkeit, dass es passieren _könnte_ reicht bei Frauen schon aus, um sie extreme Vorsichtsmaßnahmen ergreifen zu lassen. Weshalb gibt es denn Frauenparkplätze? Weshalb hat jede Frau es verinnerlicht, nicht nachts in dunklen Gegenden rumzulaufen, nicht allein nach Hause zu gehen, keine Fremden anzusprechen etc. pp. und was dergleichen mehr ist? Es ist die pure Möglichkeit, dass so etwas geschehen könnte. Genau dieses Gefühl wünsche ich potentiellen Tätern, ja, den Männern. Dass sie auch mal mit Angst nach Hause schleichen und sich ständig umdrehen und umsehen. Dass sie keine fremden Frauen ansprechen, weil mann ja nicht weiß, wie die so draufsind. Dass sie nicht im Dunkeln rumlaufen, sondern die Nacht meiden. Nur so ein kleines bisschen unterschwellige Angst, wünsche ich Ihnen.

    • Ich würde mich auf jeden Fall wehren, niemals wehrlos sein, niemals in die Opferrolle ergeben. Mach einen Selbstverteidigungskurs, lern Judo oder Taekwondo oder oder … lern Draufhauen. Dann ist die Angst weg. Ist erstmal die Angst weg, kämpft es sich leichter. Die Polizeistatistik besagt, dass bei entschiedener Gegenwehr die Mehrzahl der Täter aufgibt und flieht.

    • Ein interessanter Artikel, den ich schon mal zum Thema „Belästigung eine Frage der Schönheit“ angeführt habe, der diese These stützt:

      5) Verschiedene Formen der Gegenwehr und ihre Erfolgsaussichten

      Klischee: Frauen, die sich wehren, zieren sich bzw. durch Gegenwehr wird die Gewalt verstärkt

      Befragungen: Für mich war es selbstverständlich (auch vor Einsicht in Polizeistatistiken), daß Gegenwehr in jedem Falle erfolgreicher ist als jemanden ohne Verteidigung gewähren zu lassen . Um so überraschter und betroffener wurde ich durch die Erkenntnis, daß viele Frauen sich durch dieses Klischee einschüchtern lassen, indem sie daran glauben. Anbei noch ein gravierender gesetzlicher Aspekt: Erfahrungsgemäß wird vor Gericht einem Opfer, welches sich nicht zur Wehr setzt oder es nicht zumindest versucht hat, nicht geglaubt. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob das Opfer aus Panik oder im Schockzustand nicht dazu in der Lage war oder einfach Angst um sein Leben hatte. Dies führt zur Freisprache des Täters, der sich verteidigen kann: Sie hat sich nicht gegenteilig geäußert oder sich zur Wehr gesetzt, also ging ich davon aus, daß sie es wollte. Persönlich ist mir ein Fall bekannt, wo die überfallene Frau während des Angriffs sowie drei Tage danach nicht sprechen; geschweige denn sich wehren konnte. Der Täter ließ erst dann von ihr ab, als sie zu hyperventilieren begann.

      Polizeiliche Statistiken: Die folgenden Zahlen basieren auf einer Studie der Kriminalpolizei Hannover, bei der das Gegenwehrverhalten von geschädigten Frauen (Vergewaltigungen und sexuelle Nötigungen) untersucht wurde. Diese Studie wurde erstellt für den Zeitraum 1991 und 1992 und betrifft 289 Fälle in Hannover und 99 Fälle im Bereich Lüneburg. Weibliche Opfer unter 14 Jahren wurden nicht berücksichtigt, da sexuelle Straftaten gegen sie als Kindesmißbrauch erfaßt werden (Einzeltäter: 91,3 Prozent !). Gegenwehrverhalten Keine Gegenwehr leisteten 28 Prozent. Dabei führte der Täter in 81,3 Prozent die Tat aus, in 18,8 Prozent wurde die Tat abgebrochen, da unbeteiligte Dritte vorbeikamen und eine Tat wurde ohne ersichtlichen Grund abgebrochen. Leichte Gegenwehr leisteten 47,6 Prozent. Leichte Gegenwehr bedeutet: Zögerlicher Einsatz eher passiver Einsatz von Stimme, Armen, Beinen, Werkzeugen oder dem gesamten Körper. Dabei führte der Täter in 31,6 Prozent die Tat durch, in 68,4 Prozent wurde die Tat aufgrund der geringfügigen Gegenwehr abgebrochen.

      Massive Gegenwehr leisteten 24,5 Prozent Massive Gegenwehr bedeutet hier energischer Einsatz der Stimme, Schlagen, Beißen, Kratzen, Treten. Hierbei handelte es sich nicht um Frauen mit Kampfkunst- oder Selbstverteidigungserfahrung!

      Dabei führte der Täter in 14,3 Prozent die Tat durch, in 84,3 Prozent wurde die Tat aufgrund der massiven Gegenwehr abgebrochen, in zwei Fällen, also 1,4 Prozent, eskalierte die Tätergewalt nach Gegenwehr. In einer anderen Statistik, wo mir die Gesamtzahl der Opfer bekannt ist, nämlich 206, trat in nur einem Fall – das sind gerade einmal 0.5 Prozent – eine Gewalteskalation auf und zwar bei einer Frau, die sich in einer Wohnung massiv gegen einen ihr gut bekannten Täter zur Wehr gesetzt hatte. Es gab noch zwei Fälle, in denen die Täter noch gewalttätiger wurden, als die angegriffene Frauen sich zur Wehr setzten. Als aber die Frauen in ihrer Gegenwehr zulegten, erreichten sie den Tatabbruch.

      Fazit: Bei sexuellen Angriffen im öffentlichen Leben haben sich ca. 90 Prozent der Frauen erfolgreich zu Wehr gesetzt. Fremde Täter haben in der Regel keinen Tötungswillen. Tötungsdelikte sind überwiegend Beziehungstaten.

      Gewalt gegen Frauen

    • Ich habe nur noch einen weiteren Artikel dazu gefunden.

      Freispruch: Zeugin vernehmungsunfähig
      Gericht Sechs wegen Vergewaltigung angeklagte Männer auf freiem Fuß – Frau traumatisiert

      Den Angeklagten wurde vorgeworfen, die Frau zum Sex gezwungen zu haben. Sie verweigerten die Aussage.

      von Nina Seegers

      Bremen – Das Landgericht Bremen hat gestern sechs türkischstämmige Männer von dem Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen. Den zwischen 23 und 30 Jahre alten Angeklagten war vorgeworfen worden, in der Nacht zum 1. Juli 2007 eine damals 17-Jährige zum Sex gezwungen zu haben.

      Der Prozess wurde nach viereinhalb Monaten Dauer vorzeitig beendet, weil die Hauptbelastungszeugin, das vermeintliche Opfer, schwer traumatisiert sein soll und laut Gutachten als „dauerhaft nicht vernehmungsfähig“ gilt. So blieb der Staatsanwaltschaft nichts anderes übrig, als Freispruch zu beantragen, da ohne die Aussage der Hauptbelastungszeugin den Männern nicht nachgewiesen werden konnte, dass die sexuellen Handlungen gegen den Willen der damals 17-Jährigen geschehen sind. „Das soll allerdings keinesfalls heißen, dass die Zeugin die Unwahrheit gesagt hat“, stellte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer noch einmal heraus.

      Als erwiesen gilt, dass es in jener Nacht zwischen den Angeklagten und dem Mädchen zu Gruppensex gekommen ist. Die damals 17-Jährige muss mit drei der Angeklagten im Auto zu einer Doppelhaushälfte in Arsten gefahren sein. Schon im Auto soll man über Sex gesprochen haben, Gruppensex will das Mädchen allerdings abgelehnt haben. Vor Ort sollen die Männer telefonisch noch weitere Freunde informiert haben, dass ein Mädchen bereitstehe. Am Ende sollen sechs Männer an der Orgie beteiligt gewesen und das Mädchen im Wechsel mehrfach bis zur totalen Erschöpfung vergewaltigt haben, lautete der Anklagevorwurf.

      „Möglicherweise hat die Zeugin ihre Ablehnung nicht deutlich zum Ausdruck gebracht“, sagte der Vorsitzende Richter Manfred Kelle nach der Urteilsverkündung. „Das soll jedoch nicht bedeuten, dass die Zeugin für das, was geschehen ist, mitverantwortlich ist. Vor Gericht muss man das aber berücksichtigen.“

      Die sechs Angeklagten verweigerten die Aussage, zwei Männer bestritten zudem die Vorwürfe. Die Verteidiger der Männer beharrten darauf, dass es zwischen dem Mädchen und ihren Mandanten in gegenseitigem Einvernehmen zum Sex gekommen sei.

      Das Mädchen, das nicht nur Hauptbelastungszeugin, sondern auch Nebenklägerin war, hatte nur an drei Tagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit und der Angeklagten vor dem Gericht aussagen können. Dann sei sie beim erneuten Durchleben des ganzen Geschehens zusammengebrochen und habe an der Hauptverhandlung nicht weiter teilnehmen können, sagte der Vorsitzende Richter. „Wir müssen diesen Fall juristisch beurteilen. Menschlich oder moralisch haben wir das nicht zu bewerten.“

      Quelle: nwz-online

    • „Möglicherweise hat die Zeugin ihre Ablehnung nicht deutlich zum Ausdruck gebracht“

      Und da haben wird den Grund für den Freispruch: Der Richter glaubt der Frau zwar, dass sie die Wahrheit erzählt, aber sie hat ihm bisher nicht mitgeteilt, dass die Männer auch wussten, dass sie es nicht will. Es kann also der Vorsatz nicht bewiesen werden.
      Was ja auch gut zu dem „Damals war mir alles egal“ passt.

      Macht es aus meiner Sicht zu einem recht normalen Fall.

      Zumal ja auch nicht ausgeschlossen ist, dass die Männer es tatsächlich nicht merkten, selbst wenn sie es als Trauma erlebt hat.

    • Zumal ja auch nicht ausgeschlossen ist, dass die Männer es tatsächlich nicht merkten,

      6 Männer vergehen sich an einem Mädchen und keiner will gemerkt haben, dass sie das nicht will? Nicht sehr wahrscheinlich.

    • @Christian
      Und da haben wird den Grund für den Freispruch: Der Richter glaubt der Frau zwar, dass sie die Wahrheit erzählt, aber sie hat ihm bisher nicht mitgeteilt, dass die Männer auch wussten, dass sie es nicht will.
      Und was hätte es geändert, wenn sie dazu gekommen wäre zu erzählen, dass die Männer es hätten merken müssen?
      Dann hätten die Angeklagten es abgetritten und wieder wärs Aussage gegen Aussage.

      Passivität ist übrigens auch eine vollkommen übliche Reaktion auf eine Handlung, die ungewollt ist. „Mir war alles egal“ ist kein Zeichen für einvernehmlichen Sex.

      Macht es aus meiner Sicht zu einem recht normalen Fall.
      Ach, in deiner Welt ist es normal, dass eine rechtlich gesehen Minderjährige freiwillig Sex mit 6 Männern inklusive Fist- und Objektverwendung hat?

    • Es gibt auch sowas wie bedingten Vorsatz. Kein_e Täter_in kann sich einfach so mit „wusste ich nicht“ oder „wollte ich nicht“ rausreden. Wenn ich bei einer Handlung billigend in Kauf nehme, dass am Ende ein Straftatbestand erreicht ist, dann habe ich mich auch im Sinne des Gesetzes schuldig gemacht, sofern mir die Tat zweifelsfrei bewiesen wird.

      Der Fall zeigt einmal mehr, dass wir dringend mehr Zentren brauchen, wo Menschen, die vergewaltigt worden sind, Beweismittel anonym sichern können.

    • @Onyx

      „6 Männer vergehen sich an einem Mädchen und keiner will gemerkt haben, dass sie das nicht will? Nicht sehr wahrscheinlich.“

      Wenn ihr „alles egal“ war, dann schon. Aber der Richter kann hier wohl kaum einen Sachverhalt erfinden und dann ins Urteil schreiben. Sie muss ihm schon ein paar Anhaltspunkte geben.

      Wurde sie festgehalten, hat sie nein gesagt, hat sie versucht es zu verhindern? Oder hing sie einfach gleichgültig im Raum, mit ausdrucklosen Gesicht und hat es über sich ergehen lassen?

      Wie soll der Richter denn bitte ohne diese Informationen den Vorsatz begründen?

      @Khaos.Kind

      „Dann hätten die Angeklagten es abgetritten und wieder wärs Aussage gegen Aussage.“

      Nocheinmal: Zeugenaussagen sind keine Mathematik. Und eine Aussage macht die Aussage des anderen nicht wertklos. Der Richter kann sich entscheiden, dass er ihrer Aussage glaubt und den Aussagen der anderen 6 nicht, er kann bezüglich aller Aussagen Glaubwürdigkeitsgutachten einholen etc.

      „Passivität ist übrigens auch eine vollkommen übliche Reaktion auf eine Handlung, die ungewollt ist.“

      Also wenn mich 6 Männer vergewaltigen wollten, dann wäre ich sicherlich nicht passiv. Und wenn man mich (in dem fall dann ja wohl anal) fisten wollte, dann wäre ich erstrecht nicht passiv. Schon allein wegen der Schmerzen, die dabei vermutlich entstehen.

      „Mir war alles egal“ ist kein Zeichen für einvernehmlichen Sex.“

      „Mir ist alles egal“ ist aber auch keine Ablehnung von Sex, also Sex gegen den Willen. Wir sind im Strafrecht, nicht im zustimmungskonzept.

      „Ach, in deiner Welt ist es normal, dass eine rechtlich gesehen Minderjährige freiwillig Sex mit 6 Männern inklusive Fist- und Objektverwendung hat?“

      Nein!!!!! MAn sollte jeden Mann, der mit einer 17jährigen Fisting macht sofort wegen Vergewaltigung einsperren, es kann keine Zustimmung geben!!!!
      Ich hoffe daran wird deutlich, dass der Umstand, dass es hier zu einem Fisting gekommen ist nicht strafbar ist. Und da man in Deutschland ab 16 Sex in jeder Variante haben darf, die einem Spass macht, ist das zwar nicht normal im Sinne von üblich, aber auch nicht unvorstellbar.
      Du gibt mit deiner Ausführung relativ viel vom Rechststaat auf, auf der gleichen Ebene, nämlich moralische Entrüstung über ungewöhnliche Sexualpraktiken, lag ja auch das Verbot der Homosexualität. Es werden sich bestimmt Leute finden, die sagen würden, „es ist nicht normal, wenn ein 17jähriger Analsex mit einem oder mehren Männern hat“

      Was ich aber eigentlich als normal an dem Fall ansehe, ist, dass man alle Tatbestandsmerkmale beweisen muss und dies nicht kann, wenn man keine Angaben zum Tatgeschehen hat.
      ich bin unabhängig von der Schwere des Falls dagegen, dass ein Richter sich Tatgeschehen ausdenken kann.

      Was mich aber auch noch mal interssieren würde:
      Der Hofstra Fall und auch der Duke Fall zeigen ja, dass es auch Falschbeschuldigungen gibt. Eine Fallgurppe, in der dies auftritt, ist wenn die Frau gerade besondere sexuelle Akte absolviert hat und diese aus Angst vor sozialer Ächtung nicht zugeben will und deswegen auf eine Vergewaltigung als erklärung verweist.
      Nehmen wir einmal nur theoretisch an, dass die Männer recht haben und es ihr einfach egal war, es mitgemacht hat. Sie kommt nach Hause und ihre Mutter wundert sich, warum sie so komisch geht etc. Sie weicht aus und sagt es ist nicht, aber die Mutter fragt immer weiter nach, weil sie besorgt ist. Irgendwann gibt sie zu, dass sie Sex hatte. Die Mutter meint, dass man von Sex nicht so geht, was denn los war. Und kitzelt aus ihr heraus, dass sie sich mit mehrern Männern getroffen hat. Langsam kommen mehr Details zum Vorschein und die Tochter merkt, wie die Mutter immer entsetzter ist. Also sagt sie, dass sie das natürlich nicht freiwillig gemacht hat. Die Mutter ist entsetzt und besteht darauf, dass die Kerle angezeigt werden. die Tochter merkt, dass das etwas weit geht und ist zurückhaltend. Also meint sie, dass das doch alles nichts bringt etc. Die Muttter meint aber, dass man so etwas nicht durchgehen lassen kann und schließlich willigt die Tochter ein. Im Zeugenstand wird es ihr dann etwas zu heiß, denn sie müsste evt. diverse Details schildern. Also bricht sie zusammen und verweigert die Aussage.
      Auch wenn ihr es unwahrscheinlich findet: Könnt ihr es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausschließen oder müsste man diesem Tatverlauf nicht zumindest eine sagen wir mal 2% Chance einräumen?

    • „6 Männer vergehen sich an einem Mädchen und keiner will gemerkt haben, dass sie das nicht will? Nicht sehr wahrscheinlich.“

      Wenn ihr „alles egal“ war, dann schon.

      Auch eine „alles egal“-Haltung ist kein Zeichen für einvernehmlichen Sex. Im Gegenteil. Wenn einem Gruppensex mit 6 Männern „egal“ ist, spricht das eher für eine psychisch und sexuell ungesunde Persönlichkeit. Wobei wir hier auch nichts näheres über dieses angebliche „alles egal“ wissen. Wie ist sie zu dieser Haltung gekommen? Stand sie unter Drogeneinfluß? Litt sie unter psychischen Störungen und war sich am Ende selbst nichts mehr wert, so dass ihr wirklich alles egal war, was mit ihr gemacht wird? Sind alles Indizien, die eher für eine unfreiwillige Situation sprechen.

    • „Auch eine „alles egal“-Haltung ist kein Zeichen für einvernehmlichen Sex. Im Gegenteil. Wenn einem Gruppensex mit 6 Männern „egal“ ist, spricht das eher für eine psychisch und sexuell ungesunde Persönlichkeit.“

      Es ist strafbar Sex mit einer Frau mit psychisch und sexuell ungesunden Persönlichkeit zu haben?

      „Wobei wir hier auch nichts näheres über dieses angebliche „alles egal“ wissen. Wie ist sie zu dieser Haltung gekommen?“

      Eben. Wir wissen es nicht. Vielleicht machten ihr Gangbangs einfach Spass.

      „Stand sie unter Drogeneinfluß?“

      Konnten die Personen das merken?

      „Litt sie unter psychischen Störungen und war sich am Ende selbst nichts mehr wert, so dass ihr wirklich alles egal war, was mit ihr gemacht wird?“

      Konnten die Personen das merken? Und wenn: Schloss es ihre Handlungsfähigkeit aus?

      „Sind alles Indizien, die eher für eine unfreiwillige Situation sprechen.“

      Das würde ich nicht sehen. Vielleicht für eine unmoralische. Aber nicht unbedingt für eine bemerkbare unfreiwillige Situation.

    • Vielleicht machten ihr Gangbangs einfach Spass.

      Den Unterschied zwischen „alles egal“ und „Spaß haben“ solltest eigentlich auch du erkennen.

      „Stand sie unter Drogeneinfluß?“

      Konnten die Personen das merken?

      Das weiß ich nicht. Manchmal reicht ein genauer Blick in die Augen. Aber in der Regel sollte man merken, ob der Sexpartner bewußt und mit Spaß und Willen dabei ist oder eher zugedröhnt und/oder willenlos ist. Eine angebliche „alles egal“- Einstellung spricht nicht für Ersteres.

    • „Den Unterschied zwischen „alles egal“ und „Spaß haben“ solltest eigentlich auch du erkennen.“

      Die Frage ist ja, was hier vorlag. Wir wissen schlicht nichts darüber.

      „Das weiß ich nicht.“

      Eben. Weil wir keine Angaben dazu hatten. Vielleicht stand sie unter Drogen, Vielleicht auch nicht. Vielleicht konnte man es merken, vielleicht auch nicht.
      Was für ein Urteil würdest du da fällen?

      „Eine angebliche „alles egal“- Einstellung spricht nicht für Ersteres.“

      Die „Alles egal“ Einstellung wurde ja von ihr ins Spiel gebracht. Und daraus könnte man auf eine Ablehnung schließen, aber es ist wahrhaftig kein zwingender Schluss, der für eine Verurteilung reicht.

    • Die Frage ist ja, was hier vorlag. Wir wissen schlicht nichts darüber.

      Von „Spaß haben“ war bisher nirgends was zu lesen. Das hast du dazuerfunden. Was zu lesen war, dass ihr angeblich alles egal gewesen sein soll. Soweit waren wir schon.

      Was für ein Urteil würdest du da fällen?

      Ich würde sie jedenfalls nicht als sexhungriges Luder hinstellen, die ja sicher Spaß an Gangbangs hat.

      Die „Alles egal“ Einstellung wurde ja von ihr ins Spiel gebracht. Und daraus könnte man auf eine Ablehnung schließen, aber es ist wahrhaftig kein zwingender Schluss, der für eine Verurteilung reicht.

      Noch weniger ist es ein Indiz für Spaß.

    • @Onyx

      „Von „Spaß haben“ war bisher nirgends was zu lesen.“

      Doch, in der Stellungnahme der Rechtsanwälte. Es schwingt jedenfalls für mich bei sexhungrig mit. Also der Schilderung der anderen Seite. Die KÖNNTE ja auch wahr sein.

      „Ich würde sie jedenfalls nicht als sexhungriges Luder hinstellen, die ja sicher Spaß an Gangbangs hat.“

      Als Luder haben sie sie ja auch nicht dargestellt. Sie haben lediglich gesagt, dass manche Frauen sexhungrig sind. Was nehme ich mal an zeigen sollte, dass solche Sachen (Gangbang mit mehreren Männer, analer Penetration und Fisting) durchaus auch freiwillig erfolgen können. Was ja auch stimmt. Manche Frauen sind sexhungrig.
      Was würdest du denn sagen, wenn dir die sechs Männer schildern, dass sie so etwas mitgemacht hat, dass sie davon ausgegangen sind, dass es ihr gefällt, du ihnen das glaubst und dann der Vorwurf kommt „Das man so etwas wohl nicht freiwillig macht“. Ich würde auch sagen „Einige Frauen machen es schon, es gibt eben auch sexhungrige Frauen“

      Ich nehme also an, dass das bedeutet, dass du auf der Basis ebenfalls keine Möglichkeit für eine Verurteilung siehst.

      „Noch weniger ist es ein Indiz für Spaß.“

      Aber es geht auch nicht um die Frage, ob sie Spass hatte. Es geht um die Frage, ob sie gegen ihren erkennbaren Willen zum Sex gezwungen wurde.

    • Doch, in der Stellungnahme der Rechtsanwälte. Es schwingt jedenfalls für mich bei sexhungrig mit. Also der Schilderung der anderen Seite. Die KÖNNTE ja auch wahr sein.

      Dass die Gegenseite ein Interesse hat, es so darzustellen, ist klar. Gehört schließlich zu den typischen Vorwürfen, denen vergewaltigte Menschen ausgesetzt sind.

      Sie haben lediglich gesagt, dass manche Frauen sexhungrig sind.

      Ob manche Frauen sexhungrig sind oder dieses Mädchen es ist (was ja die unterschwellige Botschaft ist) spielt hier gar keine Rolle. Ich weiß gar nicht, was diese Bemerkung überhaupt soll. Dürfen sexhungrige Frauen vergewaltigt werden? Ist ein Opfer nur dann schuldlos, wenn es generell keinen Sex mag oder noch nie welchen hatte? Eine Rolle spielt hier nur, ob sie diese Situation wollte.

      Ich nehme also an, dass das bedeutet, dass du auf der Basis ebenfalls keine Möglichkeit für eine Verurteilung siehst.

      Zitat nwz-online: „Gruppensex will das Mädchen allerdings abgelehnt haben“
      Auf dieser Basis, die ja wohl eine Unwillensäußerung ist, sehe ich jedenfalls den Hinweis, dass es nicht freiwillig war.

      Aber es geht auch nicht um die Frage, ob sie Spass hatte. Es geht um die Frage, ob sie gegen ihren erkennbaren Willen zum Sex gezwungen wurde.

      Der erkennbare Unwille ist dann da, wenn er geäußert wird. Aber sicher hat sie das nicht so gemeint, nicht wahr? Wenn Frauen nein sagen, heißt das ja nichts…. [/iro]

    • Es geht um die Frage, ob sie gegen ihren erkennbaren Willen zum Sex gezwungen wurde.

      Diese Frage ist längst beantwortet: Ja, wurde sie. Es besteht kein Zweifel, dass die Angeklagten verurteilt worden wären, wäre die Geschädigte in der Lage gewesen, vor Gericht eine Aussage zu machen. Da gibt es überhaupt keinen Diskussionsbedarf.

    • @Christian
      Nocheinmal: Zeugenaussagen sind keine Mathematik. Und eine Aussage macht die Aussage des anderen nicht wertklos. Der Richter kann sich entscheiden, dass er ihrer Aussage glaubt und den Aussagen der anderen 6 nicht, er kann bezüglich aller Aussagen Glaubwürdigkeitsgutachten einholen etc.
      Dass Zeugenaussagen keine Mathematik sind, ist mir auch klar. Und dass es Mittel und Wege gibt, die Glaubwürdigkeit zu „überprüfen“.
      Aber die Entscheidung eines Rechtsfalles aufgrund von Zeugenaussagen ist in juristischen Kreisen umstritten. Auch mit „Glaubwürdigkeitsgutachten“. Da reichen 2 sich widersprechende Gutachten und schon ist die Entscheidungsinstanz wieder bei Null oder juristisch gesprochen: Liegt im Ermessen des Richters/der Richterin.
      Darum ja mein Plädoyer für eine Erfoschung, welche Mittel und Wege es noch geben könnte – gerade für Fälle, die hauptsächlich auf Aussagen beruhen.

      Also wenn mich 6 Männer vergewaltigen wollten, dann wäre ich sicherlich nicht passiv.
      Das du dir das nicht vorstellen kannst, ist mir schon klar. Darum erwähne ich das ja extra.
      Schock und Resignation sind GANZ NORMALE Reaktionen, auch auf schmerzhafte und psychisch/physisch schädigende Erlebnisse.
      Oder anders: Fight, Flight or Freeze
      Gerade weil diese Reaktionen u.a. das Schmerzempfinden hemmen können und dazu führen, dass es u.a. keine Abwehrverletzungen oder so gibt, gerade DAS macht die Beweisführung in solchen Fällen so schwierig.

      Was ich aber eigentlich als normal an dem Fall ansehe, ist, dass man alle Tatbestandsmerkmale beweisen muss und dies nicht kann, wenn man keine Angaben zum Tatgeschehen hat.
      ich bin unabhängig von der Schwere des Falls dagegen, dass ein Richter sich Tatgeschehen ausdenken kann.

      Das wollte ich lesen – deine Ausführungen zu „normal“.
      Gerade in Bezug zu moralischen und ethischen Streitthemen ist die Formulierung extrem entscheidend. Und dann heißt es nur wieder, „der Christian hat gesagt…“ weil sich deine Äußerung so lesen lassen kann.

      Die „Normalität“ der Auslebung von Sexualität steht hier nicht zur Debatte.

      Der Hofstra Fall und auch der Duke Fall zeigen ja, dass es auch Falschbeschuldigungen gibt. (…) Könnt ihr es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausschließen oder müsste man diesem Tatverlauf nicht zumindest eine sagen wir mal 2% Chance einräumen?
      Es gibt Falschbeschuldigungen. Das könnte eine gewesen sein.
      (obgleich unwahrscheinlich, 2% Möglichkeit sind übrigens ein Anzeichen dafür, dass es unwahrscheinlich ist)
      Und was sagt uns das?
      Dass es bessere Wege der Beweisführung braucht, um derartige Fälle aufzuklären! *fühlt sich wie ne zerkratzte Schallplatte*

    • @Khaos.Kind

      „Oder anders: Fight, Flight or Freeze“

      Ein biologisches Verhaltensprogramm quasi?
      Ob sie wirklich nur eingeforen ist, wissen wir aber nicht. Und es wäre auch die Frage, ab wann und wie die Männer das hätten wissen müssen.

      „Gerade weil diese Reaktionen u.a. das Schmerzempfinden hemmen können und dazu führen, dass es u.a. keine Abwehrverletzungen oder so gibt, gerade DAS macht die Beweisführung in solchen Fällen so schwierig.“

      Auch für die Gegenseite.

      „Es gibt Falschbeschuldigungen. Das könnte eine gewesen sein.
      (obgleich unwahrscheinlich, 2% Möglichkeit sind übrigens ein Anzeichen dafür, dass es unwahrscheinlich ist)“

      Die 2% sind hier auch nicht meine Ansicht auf den Fall. Dazu haben wir zuwenig Fakten. Es ging mir eher darum einmal zu hören, ob ihr überhaupt eine Falschbeschuldigung für möglich haltet. Das ist für mich der Lakmustest, ob sich eine Debatte lohnt.
      Bis wieviel Prozent Unsicherheit würdest du denn verurteilen? 5% 10% 25% 49%?

      „Dass es bessere Wege der Beweisführung braucht, um derartige Fälle aufzuklären! “

      Ihre Zeugenaussage wäre eine.
      Und wenn es keine gibt: Ist es dann wirklich der richtige Weg rechtsstaatliche Grundsätze aufzugeben?
      Zumal ja durchaus hohe Falschbeschuldigungsraten diskutiert werden:
      http: //allesevolution.wordpress.com/2011/02/25/falschbeschuldigung-und-vergewaltigung-iii/

      1000 bis 1500 Geschädigte aus ganz Norddeutschland stellen sich den hanseatischen Medizinern pro Jahr vor, unter ihnen bis zu 150 Frauen, die angeben, vergewaltigt worden zu sein. Bedauerlicherweise, sagt Püschel zu den Mannheimer Landrichtern, habe man in den letzten Jahren einen starken Anstieg sogenannter Fake-Fälle verzeichnen müssen, bei denen Personen sich selbst zugefügte Wunden präsentieren und behaupten, einem Verbrechen zum Opfer gefallen zu sein. Früher sei man in der Rechtsmedizin davon ausgegangen, dass es sich bei fünf bis zehn Prozent der vermeintlichen Vergewaltigungen um Falschbeschuldigungen handelte, inzwischen aber gebe es Institute, die jede zweite Vergewaltigungsgeschichte als Erfindung einschätzen

      Ob die Zahlen stimmen, wäre natürlich eine andere Frage. Aber es macht deutlich, wie gefährlich es ist die Rechte des Beschuldigten einzuschränken. Gerade wenn man dann noch argumentiert, dass keine Spuren typisch sind.

  5. Wenn ich mir diesen Artikel durchlese und so einige Beiträge kommt in mir der Gedanke auf, das es einige inzwischen pseudo-normale sexuelle Handlungen per se mit Vergewaltigung gleichgesetzt werden sollten.
    Fisting IST eine Vergewaltigung. Ein Gang-Bang ebenso. Genauso SM-Praktiken. Da wird in jedem Fall mit Gewalt eine Grenze überschritten. In diesem Sinne sollten die Handlungen auch strafrechtlich sofort unter Vergewaltigung fallen. Dann hat auch diese elendige Aussage: „Aber sie wollte es doch auch!“ ein Ende.
    Eine Vergewaltigung ist und bleibt eine Vergewaltigung. Die kann man nicht „spielen“, die findet immer dann statt, wenn über die Grenzen anderer Menschen mit Gewalt überschritten werden.

    @Maifold:
    Freunde von Perseus? Du meine Güte, ich habe selten einen solchen Mist gelesen und wenn das deine Vorstellung von „Maskulinismus“ ist, und das Bild das dahinter steht deine Vorstellung von „Männlichkeit“, dann wünsche ich die/euch viel Spaß dabei, aber es deckt sich kein bißchen mit meinem Bild von Männlichkeit. Das hört sich für mich eher nach einer psychischen Störung an.
    Und: Nein, ich baue nicht darauf, daß ich jetzt gleich einen BJ bekomme.

    • Fisting IST eine Vergewaltigung. Ein Gang-Bang ebenso. Genauso SM-Praktiken. Da wird in jedem Fall mit Gewalt eine Grenze überschritten.

      Du hast echt den totalen Durchblick, oder? Findest Du es eigentlich unmoralisch, beim Sex das Licht anzulassen?

      B20

    • Habe ich mir doch gedacht, daß da sowas kommt.
      Was das Licht angeht: Da ich in einer nicht allzu dunklen Ecke von Berlin wohne und nicht mal Vorhänge vor den Fenstern habe, spielt es keine allzu große Rolle, ob bei mir nun das Licht aus oder an ist. BTW: Ich vögel ohnehin lieber tagsüber.

      Was den Rest angeht: Gewalt ist nunmal Gewalt und bleibt Gewalt. Egal ob nun bei einverständlichem Sex oder nicht. Und Praktiken, die mehr oder weniger zwangsläufig zu (auch ernsteren) Verletzungen führen sind nunmal über die Grenze hinaus – und zumindest für mich damit ganz klar als Vergewaltigung zu definieren. Das das einigen nicht passt ist verständlich, fordert es sie doch dazu auf, ihr eigenes Verhalten zu hinterfragen und wohlmöglich auch noch ändern zu müssen. Das ist anstrengend und da ist es angenehmer, dem Trieb freien Lauf zu lassen.

    • Sowenig ich „Frauen wollen dominiert werden“-Schubladen schätze, genauso wenig schätze ich wüste „jeder harte Sex ist Vergewaltigung“-Theorien. Ich bitte auf beiden Seiten um etwas mehr Differenzierung.

    • Wenn Du willst, das Dinge wie oben beschrieben nciht mehr vorkommen, dann wird nur über diesen Weg gehen. Solange es Menschen gibt, die es für völlig normal halten anderen auch über Stunden Gewalt anzutun, weil es ja „einvernehmlich“ ist, wirst Du immer wieder solche Endergebnisse haben, werden sich immer wieder Menschen mit einem „Sie wollte es doch auch!“ herausreden.
      Solange wir immer wiederkehrende Re-Traumatisierung als Mittel zur sexuellen Stmimulierung ganz normal finden und ja nicht kritisieren dürfen, solange müssen wir uns damit abfinden, daß auch Vergewaltigungen auf der Straße ganz normal sind und nur im „Glücksfall“ zur Verurteilung führen.
      Als einzige Alternative fällt mir sonst nur noch ein: Jeweils eine Kamera im Vorderkopf und im Hinterkopf, die ständig filmt und den Film direkt ins Internet lädt. Dann kann man hinterher auch gucken, ob sie nun ja oder nein gesagt hat.

    • Wenn Du willst, das Dinge wie oben beschrieben nciht mehr vorkommen, dann wird nur über diesen Weg gehen.

      Wie soll das in der Praxis funktionieren? Wo sollen die Grenzen gesetzt werden? Wer außer den Beteiligten soll bestimmen dürfen, was „erlaubter“ Sex ist und was nicht?

    • Habe ich mir doch gedacht, daß da sowas kommt.

      Du wirst es nicht glauben, aber das beruhigt mich sogar ein wenig.

      Was den Rest angeht: Gewalt ist nunmal Gewalt und bleibt Gewalt. Egal ob nun bei einverständlichem Sex oder nicht.

      Als Arbeitsdefinition ist das aber wenig hilfreich. Nun, zumindest kann ich mir die Frage sparen, ob Dir die Begriffe SSC oder RACK etwas sagen.

      Und Praktiken, die mehr oder weniger zwangsläufig zu (auch ernsteren) Verletzungen führen sind nunmal über die Grenze hinaus – und zumindest für mich damit ganz klar als Vergewaltigung zu definieren

      Nun, da sehen wir die Grenze tatsächlich an sehr unterschiedlichen Stellen, egal was genau Du nun genau unter „mehr oder weniger zwangsläufig“ verstehst.

      Ist es also immer Vergewaltigung, wenn ein Mann eine Frau schwängert? Dammrisse sind ja nicht so selten.
      Ist das Stechen von Ohrlöchern oder Piercings Gewalt? So ein Loch ist doch auch eine Verletzung.
      Sind medizinisch nicht unbedingt notwendige Operationen Gewalt? Dauerhafter als ein paar Striemen auf dem Hintern sind die dabei zugefügten Verletzungen ja definitiv.
      Ist Fallschirmspringen Gewalt? Das geht ja leider oft genug auch tödlich aus. Und wenn ja, Gewalt gegen wen? Sich selbst?

      Das Risiko oder die mögliche Schwere einer Verletzung ist in allen Fällen größer als bei Fisting, Gang-Bang oder „SM-Praktiken“. Ich weiß ja nicht, was Du Dir für Vorstellungen machst.

      Das das einigen nicht passt ist verständlich, fordert es sie doch dazu auf, ihr eigenes Verhalten zu hinterfragen und wohlmöglich auch noch ändern zu müssen. Das ist anstrengend und da ist es angenehmer, dem Trieb freien Lauf zu lassen.

      Wow, ad hominem und Moralkeule in einem Satz. Ich bin beeindruckt. nicht.

      Erklär mir doch mal bitte, wieso Du besser weißt, was gut für die Menschen ist, als sie selbst, wenn sie sich bei klarem Verstand, einvernehmlich und freiwillig zu dieser oder jener Sexpraktik entschließen. Sprichst Du ihnen die Fähigkeit ab, die für sich und ihre Situation beste Entscheidung zu treffen? Welches Defizit haben sie, von dem Du Dich befreit hast?

      Warst Du schon im Kindergarten eins von den Kindern, die nie einen Käfer zertreten hätten, oder bist Du erst später im Leben erleuchtet worden?

      Fragt sich:
      Bombe 20

    • „wenn sie sich bei klarem Verstand, einvernehmlich und freiwillig zu dieser oder jener Sexpraktik entschließen. “

      jaja… Alles so „einvernehmlich“, alles so „freiwillig“ und vor allem: Alles bei „klarem Verstand“. Alles ganz normal sich Worte im Zusammenhang z.B. Gewalt, Peitsche oder Demütigung zu denken.
      Nun ja, vielleichtt fehlt es mir dazu einfach an Einfühlungsvermögen oder logischem Denken, daß ich das einfach nicht auf eine Linie bekomme.

      Und was SSC/Rack angeht: Täterschutz. Nicht Opferschutz. Pseudomoral und Pseudoseriosität.
      Ich zitiere aus der Wiki:

      „RACK-Praktizierende führen in diesem Zusammenhang jedoch an, dass jede BDSM-Praktik, jedes „Spiel“ physische und psychische Risiken beinhaltet. Die Risiken sind von jedem Einzelnen der Beteiligten, von den ausgeübten Praktiken, vom Spielkontext selbst, von möglichen äußeren Einflüssen und zahlreichen weiteren Faktoren abhängig. Die Vorstellung, dass es geradezu unmöglich sei, alle potenziellen Faktoren in allen möglichen Konstellationen zu berücksichtigen und sich gegen hieraus resultierende Risiken abzusichern, führt hier zu der – zweifellos zutreffenden – Schlussfolgerung, dass bei BDSM-Aktivitäten immer ein Risiko besteht.

      Im Mittelpunkt des RACK-Verhaltensmodells steht daher das Bewusstsein um unwägbare oder auch konkrete Risiken sämtlicher BDSM-Aktivitäten und deren generelle Akzeptanz durch die Beteiligten. RACK-Praktizierende gehen die Risiken bewusst und einvernehmlich ein.

      Häufig wird hierbei SSC keineswegs als ein „schlechtes“ Rahmenkonzept für BDSM-Spiele betrachtet; vielmehr führen RACK-Befürworter an, dass SSC nur partiell der Lebenswirklichkeit gerecht wird und möglicherweise sogar ein unzutreffendes Gefühl von „Sicherheit“ suggeriert; RACK hingegen soll aus dieser Sicht eine breitere, offenere und vor allem realistischer umsetzbare Basis für BDSM bieten.“

      Ja, wenn ich mir das so durchlese: Du hast mich überzeugt. Klarer Verstand ist da wirklich angesagt. Ist alles ganz normal. Und wahrscheinlich hat das Mädel von oben es auch gewollt. Ist aber halt ein bißchen schief gegangen. Hey, aber sie hat dem vorher zugestimmt. Und das gehört zum Spiel, so ist nunmal das Risiko.

    • Hey, aber sie hat dem vorher zugestimmt.

      Hat sie nicht. Nochmal Zitat nwz-online: „Gruppensex will das Mädchen allerdings abgelehnt haben“

    • @ Bombe 20: Piercings sind rechtlich gesehen durchaus Körperverletzung. Deshalb musst Du auch volljährig sein oder eine Einverständniserklärung Deiner Eltern haben, um Dich piercen lassen zu können.

    • @Matthias

      Ich stelle fest, daß Du auf meine Argumentation kaum eingegangen bist; auf der Basis macht eine Diskussion natürlich wenig Sinn. Oder ist Deine Ansicht so offensichtlich richtig, daß jedes Argument in eine andere Richtung nur kompletter Unsinn sein kann?

      Alles so „einvernehmlich“, alles so „freiwillig“ und vor allem: Alles bei „klarem Verstand“. Alles ganz normal sich Worte im Zusammenhang z.B. Gewalt, Peitsche oder Demütigung zu denken.

      „Normal“ im statistischen Sinne ist es natürlich nicht. Die Frage ist doch aber, ob es pathologisch ist und sozialschädlich genug, um es verbieten zu müssen.

      Nun ja, vielleichtt fehlt es mir dazu einfach an Einfühlungsvermögen oder logischem Denken, daß ich das einfach nicht auf eine Linie bekomme.

      Tja, weißt Du, es gibt Leute, die lassen sich Löcher in den Körper bohren und Metallteile durchstecken, oder mit einer Nadel in einem schmerzhaften Prozeß Farbe unter die Haut spritzen und denken dann, sie sähen besser aus als vorher. Es gibt Leute, die haben Sex mit Menschen des gleichen Geschlechts und können mit solchen des anderen Geschlechts überhaupt nichts anfangen. Es gibt sogar Leute, die behaupten, Brokkoli würde ihnen gut schmecken.
      Das alles kann ich nicht nachvollziehen, aber wenn das für sie das Richtige ist, habe ich auch nichts dagegen. Ich spreche trotzdem mit gepiercten Menschen, habe Spaß an der CSD-Parade (der Teil danach ist mir mittlerweile zu laut und nur noch Party) und kann sogar am Tisch sitzen bleiben, wenn jemand ekeliges Grünzeug verzehrt.

      Und was SSC/Rack angeht: Täterschutz. Nicht Opferschutz. Pseudomoral und Pseudoseriosität.

      Täter, Opfer? Ich dachte, bei BDSM seien beide krank?
      Ansonsten starke Worte, leider fehlt der Teil, wo Du sie belegst oder begründest.

      Ich zitiere aus der Wiki:

      Ersetze mal „BDSM-Praktiken“ durch „Straßenverkehr“. Der Text bleibt IMHO trotzdem richtig und nachvollziehbar. (Und ja, ein Verkehrsunfall kann auch psychische Traumata auslösen.)
      Sollten wir jetzt also zumindest sämtliche Privatfahrzeuge verbieten?

      Ja, wenn ich mir das so durchlese: Du hast mich überzeugt. Klarer Verstand ist da wirklich angesagt. Ist alles ganz normal.

      Genau. Dazu gehört zum Beispiel, daß man nicht betrunken spielt. Wie im Straßenverkehr.
      Würde das beim Vanilla-Sex auch konsequent so gehalten, gäbe es eine Menge weniger ungewollte Schwangerschaften und Infektionen.

      Und wahrscheinlich hat das Mädel von oben es auch gewollt. Ist aber halt ein bißchen schief gegangen. Hey, aber sie hat dem vorher zugestimmt. Und das gehört zum Spiel, so ist nunmal das Risiko.

      Was genau passiert ist, wissen wir nicht. Daß eine Variante wahrscheinlicher ist als eine andere, das mag sein. Aber typisch ist der Fall keineswegs.
      Natürlich, wenn die beschriebenen Praktiken (SM war da übrigens nicht dabei.) grundsätzlich verboten wären, könnte man die Beteiligten auf jeden Fall verurteilen, egal wie es nun genau war.
      Aber mit Rechtsstaatlichkeit in einer freien, pluralistischen Gesellschaft hätte das nichts zu tun.

      Nun, wir werden uns gegenseitig nicht überzeugen können. Insofern von meiner Seite EOD.

      Bombe 20

  6. Polizei analysiert Urteil des Landgerichts

    Von Rose Gerdts-Schiffler
    Bremen. Nach dem Freispruch in dem Prozess um die mehrfache Vergewaltigung einer 17-Jährigen meldet sich die Bremer Polizei zu Wort. Man habe keine Zweifel daran, dass sie Opfer einer Gewalttat geworden sei. Dennoch sei der Freispruch nicht überraschend.

    „Wir haben keine Zweifel daran, dass die junge Frau Opfer einer schweren Gewalttat wurde“, stellte Kripochef Andreas Weber fest. Ähnlich hatte sich der Vorsitzende Richter, Manfred Kelle, bei der Urteilsverkündung am vergangenen Mittwoch geäußert und sein „tiefes Mitgefühl“ für die heute 20-Jährige geäußert. Wie berichtet, war die Frau während ihrer Vernehmung zusammengebrochen. Sie gilt als nicht mehr verhandlungsfähig. Damit konnte die Beweisaufnahme nicht zu Ende geführt werden.

    Umso bedeutsamer wurden die sogenannten Sachbeweise in dem Prozess. Die Polizei hatte bei der Anzeige der 17-Jährigen keine Blut-, Urin- oder Haarprobe vom Opfer genommen, obwohl von Anfang an der Verdacht im Raum stand, dass der Schülerin an dem Abend im Juli 2007 K.-o.-Tropfen oder Ähnliches ins Bier geschüttet worden waren. Die angeblich „unzureichende Beweissicherung“ war von der Anwältin des Opfers im Prozess kritisiert worden.

    Am Dienstag nun erläuterte Kripochef Andreas Weber, warum die Ermittler damals so und nicht anders entschieden hatten. „Die 17-jährige ist 55 Stunden nach der Tat im Krankenhaus zur Untersuchung erschienen. K.-o.-Tropfen lassen sich aber nur bis höchstens zwölf Stunden nach der Einnahme nachweisen“, erläuterte Weber. Im Blut seien die meisten eingenommenen Substanzen innerhalb von 24 Stunden abgebaut, ergänzte Harald Lührs, Sachgebietsleiter im Kommissariat 32. Zwar könnten bestimmte Medikamente oder Beruhigungsmittel noch zu einem späteren Zeitpunkt im Blut festgestellt werden, jedoch könne das Zeitfenster nicht genau genug bestimmt werden. Damit habe die Analyse keine Beweiskraft mehr vor Gericht.

    Ähnlich verhalte es sich mit der Haaranalyse. Eine Drogenkarriere ließe sich darüber leicht nachweisen, auch eine einmalige Einnahme. Jedoch müsse jeder Gutachter passen, wenn er belegen müsse, wann genau die Substanz genommen wurde. Aus diesen Gründen habe die Polizei auf die Untersuchung verzichtet. „Der Kostenfaktor spielte keinerlei Rolle“, betonte Weber nachdrücklich. So seien sämtliche sichergestellte Flüssigkeiten in dem leerstehenden Doppelhaus in Kattenturm, wo es zu der angezeigten Gruppenvergewaltigung gekommen sein soll, sichergestellt und untersucht worden.

    Das schriftliche Urteil soll nun, wie üblich in solchen Verfahren, vom K32 genau analysiert und ausgewertet werden, um daraus Rückschlüsse für künftige Verfahren zu bekommen.

    Wie berichtet, hatten die Verteidiger angeführt, ihre Mandanten hätten nicht erkennen können, dass sich das Mädchen nicht freiwillig beteilige. Dem hatte der Richter entgegengehalten, dass angesichts der sexuellen Praktiken, die das Mädchen über Stunden erleiden musste, „einem nur schlecht werden könne“. Kripochef Weber sprach sich ausdrücklich für die Möglichkeit einer anonymen Spurensicherung in Bremen aus. Sie erlaube traumatisierten Frauen, sich bis zur Anzeige wieder etwas zu stabilisieren, Gewaltspuren oder Spuren der Tätern aber sichern zu lassen.

    Die Psychologin Tina Schneider vom Notruf wies darauf hin, dass eine seriöse Therapie von vergewaltigten Frauen Erinnerungen nie manipuliere. Es müsse möglich sein, dass Opfer eine Therapie vor dem Prozess beginnen könnten, ohne dass sie fürchten müssten, dass ihre Therapie in der Verhandlung seitens der Verteidigung negativ ausgelegt werde.

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