Unschuldsvermutung auch für Opfer sexueller Gewalt?

In Dubio pro Reo, im Zweifel für den Angeklagten. Das ist unser Rechtsgrundsatz und das ist gut so. Ein Problem ist, dass dieser Grundsatz gerade bei sexueller Gewalt nicht nur gegen das Opfer spricht, sondern dass er für Opfer selbst schlicht nicht gilt. Ein Opfer sexueller Gewalt ist vor Gericht nie von vornherein unschuldig. Schon deswegen, weil grundsätzlich mindestens von einer Mitschuld an der Tat ausgegangen wird, wie ich hier schon thematisiert habe. Von einer „Unschuldsvermutung“ kann also hier keine Rede sein. Und des Weiteren zieht ein Freispruch aus Mangel an Beweisen eines der sexuellen Gewalt Angeklagten automatisch einen Vorwurf nach sich: Das Opfer hat falsch beschuldigt. Was natürlich Unsinn ist, da dieser Freispruch nicht bedeutet, dass die Tat nicht stattgefunden hat. Lediglich, dass sie nicht nachgewiesen werden konnte.
Aber besonders im Fall Kachelmann konnte man gar nicht so schnell bis 3 zählen, bis die Klägerin in einer Art und Weise als Falschbeschuldigerin öffentlich angeprangert wurde, wie ich sie keinem wünschen würde. Lange vor Prozeßbeginn war für viele klar: Sie hat Kachelmann zu Unrecht beschuldigt. Sie wurde der Falschbeschuldigung bezichtigt. Aus dem mutmaßlichen Täter wurde ein defintives Opfer und aus dem mutmaßlichen Opfer eine definitive Täterin. Die Unschuldsvermutung galt hier nur für Kachelmann. Die Klägerin mußte damit leben, in aller Öffentlichkeit diffamiert zu werden, für sie galt der Rechtsgrundsatz nicht. Und auch jetzt, wo der Freispruch aus Mangel an Beweisen gesprochen wurde, also immer noch keiner weiß, was eigentlich passiert ist, steht erst Recht fest, dass sie eine Falschbeschuldigerin ist. Welche Beweise gab es dafür noch mal? Keine. Das Gericht sah jedenfalls weder für die eine, noch für andere Seite welche. Nur aus diesem Grund folgte der Freispruch. Keineswegs aus erwiesener Unschuld des Angeklagten bzw erwiesener Falschbeschuldigung der Klägerin. Aus „im Zweifel für den Angeklagten“ wurde hier „im Zweifel gegen die Klägerin“.

73 Kommentare zu “Unschuldsvermutung auch für Opfer sexueller Gewalt?

  1. Ich glaube „Unschuldsvermutung“ ist der falsche Begriff, wenn es um Kläger/innen geht. Denn seine/ihre Schuld ist vollkommen irrelevant, die steht ja nicht zur Debatte bzw. sollte es nicht tun. Schuld an was überhaupt? An der Tat? Ne, darum geht es bei den meisten Diskussionen und Debatten ja nicht wirklich. Die evtl. MITschuld an einer Tat wird ja nur angesprochen, wenn der Grad der Schuld des mutmaßlichen Täters/der mutmaßlichen Täterin erforscht wird. Dann steht eine potentielle Schuld aber zumindest im Raum.

    Wenn von Falschbeschuldigungen die Rede ist, dann wird von einer Unschuld des/der Angeklagten ja ausgegangen.

    Ich denke, begrifflich bräuchten wir eine „Berechtigungsvermutung“ der Klagenden. Dass ihnen ein Leid passiert ist. Das muss anerkannt werden, das sollte Basis sein.
    Es fragt doch auch niemand nach, ob die Ladendiebstahlsanzeige jetzt berechtigt ist oder nicht. Oder die „Anzeige gegen unbekannt“ bei Körperverletzung. Da heißt es nie „Wurdest du überhaupt beklaut?“ oder „Wurdest du überhaupt verletzt?“. Sondern einfach davon ausgegangen, dass die Anzeigen schon ihre Berechtigung haben.
    Diese einfache Herangehensweise braucht es imho auch bei Vergewaltigungsfällen.
    (abgesehen davon, dass in nicht wenigen Fällen wie bei Julian Assange die Anzeige nicht von den mutmaßlichen Opfern sondern aus der Exekutive heraus erfolgt)

    • Ich glaube „Unschuldsvermutung“ ist der falsche Begriff, wenn es um Kläger/innen geht. Denn seine/ihre Schuld ist vollkommen irrelevant, die steht ja nicht zur Debatte bzw. sollte es nicht tun. Schuld an was überhaupt? An der Tat?

      Nein, schuldig einer Falschbeschuldigung. Und die steht automatisch im Raum, solange der Angeklagte als unschuldig gilt.

      Die evtl. MITschuld an einer Tat wird ja nur angesprochen, wenn der Grad der Schuld des mutmaßlichen Täters/der mutmaßlichen Täterin erforscht wird. Dann steht eine potentielle Schuld aber zumindest im Raum.

      Das mein ich ja. Steht die Tat als geschehen im Raum, kann man dem Kläger also keine Falschbeschuldigung vorwerfen, dann wird ihm eine Mitschuld an der Tat vorgeworfen. So oder so ist das mutmaßliche Opfer nie schuldlos.

      Wenn von Falschbeschuldigungen die Rede ist, dann wird von einer Unschuld des/der Angeklagten ja ausgegangen.

      Von der Unschuld des Angeklagten wird ja sowieso ausgegangen. Warum also nicht auch von der des Klägers?

      Ich denke, begrifflich bräuchten wir eine „Berechtigungsvermutung“ der Klagenden. Dass ihnen ein Leid passiert ist. Das muss anerkannt werden, das sollte Basis sein.
      Es fragt doch auch niemand nach, ob die Ladendiebstahlsanzeige jetzt berechtigt ist oder nicht. Oder die „Anzeige gegen unbekannt“ bei Körperverletzung. Da heißt es nie „Wurdest du überhaupt beklaut?“ oder „Wurdest du überhaupt verletzt?“. Sondern einfach davon ausgegangen, dass die Anzeigen schon ihre Berechtigung haben.
      Diese einfache Herangehensweise braucht es imho auch bei Vergewaltigungsfällen.

      Richtig. Das ist auch das, was Patrick damals in seinem Blogbeitrag beschrieben hat, auf den ich in meinem Post hingewiesen hatte. Das ist eben die Besonderheit an Vergewaltigungen. Die Tat wird angezweifelt und das Opfer in ziemlich unwürdiger Weise in ein Kreuzverhör genommen.

    • Von der Unschuld des Angeklagten wird ja sowieso ausgegangen. Warum also nicht auch von der des Klägers?

      Weil dem Kläger bzw. der Klägerin im Prozess juristisch gesehen nichts passieren kann. Es droht keine Verurteilung, keine Geld- oder Haftstrafe.

      Auch für Opfer sexueller Gewalt gilt übrigens die Unschuldsvermutung, falls sie wegen Falschbeschuldigung angezeigt werden. Dann reicht nämlich nicht mehr, dass die Tat nicht bewiesen werden kann, sondern es muss nachgewiesen werden, dass sie nicht stattgefunden hat.

      Richtig. Das ist auch das, was Patrick damals in seinem Blogbeitrag beschrieben hat, auf den ich in meinem Post hingewiesen hatte. Das ist eben die Besonderheit an Vergewaltigungen. Die Tat wird angezweifelt und das Opfer in ziemlich unwürdiger Weise in ein Kreuzverhör genommen.

      Das liegt aber an der Sache selbst, nicht an einem besonderen Umgang damit. Denn gerade bei den Vergewaltigungen, die ohne tatsächlich durchgeführte Gewalt vonstatten gehen, ist häufig das einzige Beweismittel die Zeugenaussage des Opfers. Bei wie vielen anderen Straftaten mit relativ hohen Strafen ist das denn noch der Fall?

    • Weil dem Kläger bzw. der Klägerin im Prozess juristisch gesehen nichts passieren kann. Es droht keine Verurteilung, keine Geld- oder Haftstrafe.

      Eine juristische Verurteilung vielleicht nicht. Eine öffentlich mediale aber auf jeden Fall. Und die ist nicht weniger einschneidend und rufschädigend. In einschlägigen Diskussionsrunden war „die Täterin“ schon lange vor dem Urteilsspruch üblicher Sprachgebrauch.

      Denn gerade bei den Vergewaltigungen, die ohne tatsächlich durchgeführte Gewalt vonstatten gehen, ist häufig das einzige Beweismittel die Zeugenaussage des Opfers. Bei wie vielen anderen Straftaten mit relativ hohen Strafen ist das denn noch der Fall?

      Bei jedem Verbrechen, bei dem es keine weiteren Zeugen gibt, steht Aussage gegen Aussage.

    • Nein, schuldig einer Falschbeschuldigung. Und die steht automatisch im Raum, solange der Angeklagte als unschuldig gilt.

      Natürlich. Darum würde ich das ja ganz gerne trennen.
      Wer Menschen einer Falschbeschuldigung bezichtigt, sollte sie dafür auch anzeigen. Anstatt von einer Nicht-Verurteilung des/der Angeklagten eine Falschbeschuldigung abzuleiten. Das eine hat mit dem anderen nämlich wenig zu tun. Es gibt genauso Falschbeschuldigungen, die zu Verurteilungen führen wie es berechtigte Anschuldigungen gibt, die zu einem Freispruch führen. (aber das brauch ich dir ja nicht zu erzählen)

  2. Im Islam muss eine Frau mindestens zwei männliche Zeugen beibringen….
    Ich glaube, hier sind wir auch bald soweit.

  3. 1. „den islam“ gibt es nicht.
    2. du hättest zb „im iran“ sagen können. wäre aber immer noch nicht wahr.
    3. bitte den eigenen rassismus reflektieren, danke.

  4. Also ich kann mir nur vorstellen, dass du von der äußeren Bewertung in den Medien und der Gesellschaft sprichst, denn im Gerichtssaal sind die Verhältnisse doch eigentlich klar. Für das Opfer einer Tat, gilt keine Unschuldsvermutung, da es nicht angeklagt ist. Die Unschuldsvermutung ist ja einfach nur der Rechtsgrundsatz, dass die Schuld und nicht die Unschuld bewiesen werden muss, und man bis zum Beweis der Schuld als unschuldig gilt.

    Im Urteil kann „In dubio pro reo“ zum Tragen kommen. Das ist nicht dasselbe wie die Unschuldsvermutung, aber die Konzepte sind sicherlich verwandt. Wird dieser Rechtsgrundsatz angewendet, steht die Schuld nicht zweifelsfrei fest. Das heißt aber auch, man kann in so einem Fall meistens davon ausgehen, dass auch umgekehrt eine Anklage wegen Falschaussage nicht zu einer zweifelsfreien Schuldfeststellung führen wird, so dass es meist keine Gegenanklage des Opfers gibt. Eine Ausnahme ist vielleicht, wenn es im Verfahren zu Falschaussagen oder Täuschung gekommen wäre.

    Aber sagen wir, es gäbe eine Gegenanklage, dann würde für das Opfer genauso die Unschuldsvermutung gelten und zwar völlig unabhängig von dem vorherigen Prozess und seinen Ergebnissen.

    Was die Medien oder der öffentliche Diskurs daraus macht, steht auf einem völlig anderen Blatt. Neben der Unschuldsvermutung gilt natürlich auch die Meinungs- und Pressefreiheit. Tatsächlich gibt es eine entsprechende Selbstverpflichtung im Pressekodex: http://www.presserat.info/inhalt/der-pressekodex/pressekodex/richtlinien-zu-ziffer-13.html

    Es wäre allerdings durchaus mal zu überlegen, ob die Richtlinien nicht durch den Zusatz ergänzt werden sollten, dass auch andere Prozessbeteiligte, wie etwa ein mutmaßliches Opfer einer Tat, von Vorverurteilungen frei zu halten sind. Kann man sich streiten, ob das schon drin steht oder nicht, aber es kann ja nicht schaden, es nochmal explizit zu erwähnen.

  5. @ ChaosKind

    “ Es fragt doch auch niemand nach, ob die Ladendiebstahlsanzeige jetzt berechtigt ist oder nicht. Oder die „Anzeige gegen unbekannt“ bei Körperverletzung. Da heißt es nie „Wurdest du überhaupt beklaut?“ oder „Wurdest du überhaupt verletzt?“. Sondern einfach davon ausgegangen, dass die Anzeigen schon ihre Berechtigung haben.

    Ok bei den Beispielen hast du wohl recht. Wer aber nen Laden hat, in dem eingebrochen wurde kennt das: Zuerst kommen Spürnaßen von Polizei und Versicherung wegen den Spuren. Nicht wegen dem Täter, sondern erstmal festzustellen ob man nicht Versicherungsbetrug begeht.

    Die Frage ist doch: Wieso geht man bei Vergewaltigungen und bei Einbrüchen in Läden zumindest teilweise erstmal von einer Falschbeschuldigung aus?

    Die Ermittler wissen schon wieso.

    Im Übrigen: Hat eine nachgewiesene Falschbeschuldigerin schonmal dafür in den Knast gemusst?

    Man kann also ohne viel eigenes Risiko ein Leben zerstören und das es so Fälle gibt lässt sich ebensowenig abstreiten wie Fälle von wirklicher Vergewaltigung.

    @ Angela

    “ Im Islam muss eine Frau mindestens zwei männliche Zeugen beibringen….“

    Auch hier denke ich mal, „die Moslems“ wissen schon warum.

    • @Sebastian
      Das heißt immernoch Khaos.Kind. Mit K. Wär nett, wenn du das das nächste Mal beachten würdest, ich lege da Wert drauf. Du willst ja auch nicht von irgendwem „Sebbi“ genannt werden.

      Die Ermittler wissen schon wieso.
      Das ist kein Argument.

      Im Übrigen: Hat eine nachgewiesene Falschbeschuldigerin schonmal dafür in den Knast gemusst?
      Keine Ahnung. Geld- und Freiheitsstrafe sind zumindest im Strafmaß des §164 StGB vorgesehen. Wer also jemanden fälschlicherweise einer Straftat bezichtigt, geht durchaus ein eigenes Risiko ein.

      Das es Falschbeschuldigungen gibt, streitet hier wohl niemand ab. Was hier kritisiert wird, ist der Generalverdacht der Falschbeschuldigung NUR bei Kläger/innen in Sexualdelikten.
      (wenn in anderen Fällen hinreichend Verdacht auf Falschbeschuldigung besteht, geht das doch nicht mal vors Gericht – außer bei Barbara Salesch)

  6. Verstehe ich nicht. Ist die Nebenklägerin denn wegen Falschaussage verurteilt worden? Nein. Sie wurde nicht einmal angezeigt. Eben weil für sie die Unschuldsvermutung gilt.

    Es steht Aussage gegen Aussage, dass reicht weder um ihn wegen Vergewaltigung noch um sie wegen Falschaussage zu verurteilen.

    Unschuldsvermutung gilt also für beide.

    • Also nochmal: juristisch gilt natürlich für sie das gleiche wie für den Angeklagten. Öffentlich medial aber ganz offensichtlich nicht, weil für viele schon lange vor dem Prozeß und dem Urteil feststand, dass er sie nicht vergewaltigt hat, sondern sie ihn falsch beschuldigt hat. Sie wurde und wird „Täterin“ genannt, obwohl es dafür keine Beweise gibt, was diese Bezeichnung rechtfertigt

    • Doch, diese gibt es. Das MMO hat erwiesenermassen mehrfach gelogen, der Tathergang kann nicht so gewesen sein, wie sie es schilderte und an der Tatwaffe befanden sich keinerlei Spuren. Es gibt also mehr als genügend Gründe, von einer Falschanschuldigung zu reden.

  7. @ Onyx: Danke für diesen in unaufgeregtem Ton gehaltenen Blogbeitrag. Er war mir wahrlich ein guter Gedankenanstoß, wenn es darum geht, wie ich solche Diffamierungen aushalten kann, sollten sie mich mal treffen.
    Ich denke nicht, dass ich Anzeige erstatten werde, aber es vielleicht einfach mal im Umkreis von Menschen die die Person kennen „Das war Vergewaltigung.“ sagen. Bisher
    habe ich das aus Angst vor solchen Diffamierungen nicht getan.

  8. Nirgends wird einer Frau, die eine Vergewaltigung anzeigt, eine Mitschuld angelastet. Wo hast du das her? Der Fall Kachelmann hat es ja sehr schön gezeigt, oder der Fall Türck, das dem MMO auch dann noch bedingungslos geglaubt wird, wenn es massiv gelogen hat. Auch Medial. Es grenzt an eine Sensation, das es überhaupt Medien gegeben hat, die Pro Kachelmann waren.

    • Natürlich ist das ernst gemeint. Der Fall Kachelmann war der erste Fall, der allerallerallererste Fall, wo nicht gleich alle „Schwanz ab“ geschrien haben, nur aufgrund der Aussage des MMO ohne jeglichen Beweis. Normalerweise langt die Anklage, die Aussage des MMO um einen Mann als Schuldig zu stigmatisieren. Und auf keinen Fall wird einer Frau eine Mitschuld an dem geschehen gegeben. Ich fragte ja, wo hast du das her? Heutzutage ist klar, das es bei vergewaltigung nicht um Sex, sondern um Macht geht, deshalb ist auch klar, das weder ein kurzer Mini noch Schminke etwas dazu beitragen, das eine Frau vergewaltigt wird. So eine hohe Sexuelle Anziehung hat das dann doch nicht. Deshalb wird jeder Frau auch geraten, sich zu wehren, im Fall einer Vergewaltigung. Und die Realität bestätigt das. In über 80% der Fälle, wo sich das MMO gewehrt hat, wurde die Vergewaltigung abgebrochen. In Fällen wo sich das MMO nicht gewehrt hat, nur in unter 20%.

    • Und auf keinen Fall wird einer Frau eine Mitschuld an dem geschehen gegeben.

      Da muß ich mich aber fragen, auf welchem Planeten du lebst, wenn du behauptest, nichts von dem Spießrutenlauf mitzubekommen, dem Frauen ausgesetzt sind, wenn sie überhaupt nur äußern, sexuelle Gewalt erlebt zu haben, ohne Anzeige erstattet zu haben.

    • Nochmal die Frage: Wo hast du das her? Von welchen Spiesrutenlauf redest du? Dem MMO im Fall Kachelmann hat man bis zum schluss bedingungslos geglaubt, man hat ihr zu keiner Zeit eine Mitschuld angelastet. Auf was begründest du die Aussage, das den Frauen eine Mitschuld angelastet wird.

  9. @ Onyx

    Beweise vieleicht keine aber doch sehr sehr starke Indizien.

    Wer macht schon aufnahmen von seinen Hämatomen? Da habe ich gleich geahnt das da was nicht stimmt. Oder der Brief den sie an sich selbst geschrieben hat.
    Ich würde mal sagen die Gute hat einen schweren pychischen Knacks weg.

    Die Frau ist Krank. Vielleicht von Kachelmann abgefärbt aber das ist keine Straftat.

    • @Sebastian
      Wer macht schon aufnahmen von seinen Hämatomen? Da habe ich gleich geahnt das da was nicht stimmt. Oder der Brief den sie an sich selbst geschrieben hat.
      Wer nicht in einem Vakuum lebt, weiß wie wichtig zeitnahes festhalten von möglichen Verletzungen ist. Kommt doch jeden Tag im TV, bei CSI, Tatort und den ganzen anderen Sendungen.
      Und manche Menschen schreiben eben Dinge auf um sie zu verarbeiten.

      Wenn das schon als Zeichen für „das kann nicht wahr sein“ gilt – dann gilt eigentlich gar nichts mehr. Außer vielleicht zu jeder Tatzeit in die Notfallambulanz zu gehen und die Diagnose notariell beglaubigen zu lassen. Aber wer macht das schon?
      Ich glaube die Messlatte, die du hier anlegst ist unerreichbar hoch. Oder was würdest du denn als glaubwürdiges Verhalten nach einer stattgefundenen Vergewaltigung/sexuellen Nötigung ansehen?

    • Das blöde war ja nur, das diese Hämatome ein Jahr vor der Tat aufgenommen worden sind 😉

    • @Imion
      Das war halt nicht die Frage bzw. Aussage. Die Aussage war „Wer macht schon Aufnahmen von seinen Hämatomen? Da hab ich gleich geahnt das da was nicht stimmt.“
      Und das habe ich quasi kritisiert.

    • @khaos.kind
      Ach soooo. Ich habe auch wie Sebastian gedacht, das das bekannt sei. Dann past ja alles. 🙂

    • Die Hämatome wurden über ein Jahr vor der Tat fotografiert. Das ist ja der Knackpunkt, und ein Indiz dafür, das das MMO schon mal geübt hat, wie man sich solche Hämatome am besten zufügt.

  10. @Delilah,

    ich möchte das Thema hier nicht sprengen. Aber welchen Rassismus meinst Du? Bin ich rassistisch, weil ich den Islam nicht mag? Oder den Katholizismus?
    Wie nennt man eine Religion, die Männer als höherwertig betrachtet? Siehe Erbrecht. Siehe eben auch Vergewaltigungen.

  11. @ imion, Sebastian

    Indizien sind keine Beweise, und solange die nicht vorhanden sind, ist sie auch keine erwiesene Falschbeschuldigerin. Kachelmanns Hang, Frauen zu belügen war auch ein Indiz für seine Schuld, weil es einen Einblick in seine allgemeine Glaubwürdigkeit geliefert hat, aber als Beweis hat es eben nicht ausgereicht. Und das gleiche gilt für die Klägerin.

    • Das bestreite ich ja auch nicht. Aber, es gibt eben die Indizien, ebenso wie es indizien gegen Kachemlann gegeben hat. Kachelmann wurde in U-Haft gesetzt und angeklagt. Warum passiert das nicht bei seiner Ex-Geliebten, obwohl eben Indizien für eine Falschaussage vorhanden sind? Hier sollte die Staatsanwaltschaft ermitteln, tut sie aber nicht, wie in jedem anderen Fall, wo ein Mann unschuldig der Vergewaltigung angeklagt worden ist, auch. Als Mann ist man der gelachmeierte, nicht die Frau. Die Frau wird weder stigmatisiert, weder wird ihr Sexualverhalten oder ihr Privatleben offengelegt, noch wird ihr eine Mitschuld attestiert, noch wird sie jemals wegen Falschanschuldigung angeklagt werden. Falschanschuldigung ist das perfekte Verbrechen.

  12. @ Onyx

    Kachelmann hat gelogen ja, aber es hatte nichts mit dem Prozess zu tun. Ich wurde auch schon von ner Frau betrogen, dass heisst aber noch lange nicht das sie ein Vergewaltigerin ist.

    Die Story mit dem Brief kennste ja oder? Den sie VOR der angeblichen Vergewaltigung auf einem anderen Drucker ausgedruckt hat? Das ist hohe krimminelle Energie um einen unshuldigen einbuchten zu lassen.

    Wieviel Beweise brauchst du noch? Das reicht doch um zu zeigen das die Frau von Anfang an Kachelmann ans Bein pissen wollte.

    Ich denke mal da kommt noch einiges auf das „Opfer“ zu.

    • Kachelmann hat gelogen ja, aber es hatte nichts mit dem Prozess zu tun.

      Beleuchtet aber seine allgemeine Glaubwürdigkeit. Warum sollte man kritiklos glauben, dass jemand, der im Leben notorisch lügt, vor Gericht immer die Wahrheit sagt?

  13. @ KhaosKind

    Die Sachee mit dem Hämatomen und dem Brief zeigen mir nur, dass ihr hier anscheinend nicht die Fakten kennt.

    Sie hat Dokumentationen, wie sich Hämatome entwickeln ca 1 JAHR VORHER gemacht und auf ihrem PC geschpeichert. Diese Hämatome haben nichts mit der angeblichen Tat zu tun.

    UIch tippe mal auf Borderliner, aber dann wäre sie eh schuldunfähig.

  14. “ Khaos.Kind“

    „Oder was würdest du denn als glaubwürdiges Verhalten nach einer stattgefundenen Vergewaltigung/sexuellen Nötigung ansehen?“

    Gute Frage, unglaubwürdig ist auf jeden Fall zu lügen, belastendes selbst auf anderen Druckern zu generieren und irgendwelche Eyxperimente mit Blutergüssen zu machen.

    Ich frage mich wie man diese Frau noch in Schutz nehmen kann. SIE ist diejenige, die wirklichen Opfern extrem damit geschadet hat.

  15. Ich dachte das mit diesen Hämatomen wäre bekannt…mein Fehler…hätte ich dazu schreiben müssen.

    Klar nach der Vergewaltigung macht sowas Sinn als Beweismittelsicherung. So hatte ich das auch nicht gemeint.

    Ich bin eher erschrocken was manche hier zu wissen meinen aber die Fakten nicht kennen.

    • @Sebastian
      Ja, den Bezug dazu schreiben hätte wohl geholfen. 🙂

      Meine Frage und auch die von Onyx drehen sich eher um allgemeinere Debatten und nicht konkret um Kachelmann. Der diente nur als Beispiel, weil eben aktuell.

  16. @ Khaos.Kind

    Ich dachte es wäre bekannt. Wer sowas macht ist entweder krank im Kopf oder will jemanden in die Pfanne hauen.

  17. imion, Verfolge einfach mal Berichterstattungen, wenn es um das Thema sexuelle Belästigung und Gewalt geht, und wie die Frauen dargestellt werden, wenn sie ihre Erfahrungen äußern. Es wird plötzlich zum Thema, ob Alkohol im Spiel war, welches Sexualleben sie führt, wie sie gekleidet war, und warum sie sich denn nicht deutlicher gewehrt und lauter Nein gesagt hat. Solche Sachen werden nur gefragt, um herauszustellen, ob sie nicht mitschuld an der Situation war.
    Ich frage mich, ob du dich jetzt nur dumm stellst, oder wirklich an Realitätsverlust leidest.

    • Ich verfolge das sehr genau. Und das wird eben nicht mehr gefragt, Insbesondere das Sexualverhalten, die Kleidung usw usw. Und natürlich muss das MMO gefragt werden, ob es auch deutlich nein gesagt hat. Wie soll denn sonst jemand merken, das das nicht gewollt ist? Wenn ich keine lust auf Sex habe, muss ich das meiner Frau sagen, sie ist keine Hellseherin, ich auch nicht. Wird im übrigen bei anderen Gewaltdelikten auch gefragt. Alkohol ist im übrigen ein wichtiger Punkt, weil dieser auch bei Frauen enthemmend wirkt. Es geht ja um die Kernfrage, war es dem Mann bewusst, das er gegen den Willen der Frau gehandelt hat. Wie gesagt, ein Mann ist kein Hellseher, Männer werden auch von betatscht und angemacht. Diese müssen dann genauso kund tun, das sie das nicht mögen. Wo ist also hierbei das Problem? Ein Spierutenlauf oder die Unterstellung, das Frauen generell mitschuld sind, sehe ich hier nicht, sondern ganz normale Ermittlungsarbeit, um das Tatgeschehen aufzuklären.

    • Ich verfolge das sehr genau.

      Offensichtlich nicht genau genug. Oder du siehst eben nur, was du sehen willst.
      Ich rede übrigens nicht nur von Verhandlungen, sondern der öffentlichen Reaktion.
      Wie oft hast du schon folgende Sätze gehört „die wollte das doch, so wie die rumläuft“, „die hat doch provoziert“, selbst schuld, was trinkt die auch so viel“?

      Und übrigens gibt es noch ganz andere Leute, die aus praxisnaher Erfahrung sagen, dass Vergewaltigungsopfer vor Gericht kräftig durch den Fleischwolf gedreht werden
      Generalstaatsanwalt Karge: Meiner Tochter würde ich von einer Anzeige abraten“

    • Was dieser Generalstabsanwalt sagt, ist einfach nur mist, ist aber gut, um mehr Zuschauerzahlen zu bekommen. Ist wie beim Fussball, gäbs keine Schwalben, würde viel weniger über Fussball geredet. Fakt ist, und das beweist auch der Fall Kachelmann, das weder im der Öffentlichen Diskussion noch bei der Verhandlung noch bei der Ermitllung von einer Mitschuld des MMO ausgegangen wird. Es werden lediglich sachen abgeprüft um festzustellen, was und vor allem wie es passiert ist. Das ist aber bei anderen Gewaltverbrechen ebenso und dient der Wahrheitsfindung. Diese Sätze habe ich nie gehört. Diese sätze stammen aus der Vergangenheit. Ohne dich jetzt angreifen zu wollen, aber kann es sein, das du frühere Zustände mit den heutigen verwechselst?

    • Ich nehme an, du hast wensentlich bessere Einblicke in die deutsche Rechtspraxis als ein Generalstaatsanwalt und bist damit fachlich kompetenter…
      Nix für ungut, aber ich verliere das Interesse an diesem sinnlosen hin und her. Du meinst, dass Opfern nirgendwo eine Mitschuld gegeben wird, meinst, die typischen Vorhaltungen noch nie gehört zu haben. Wenn du die Existenz solcher Probleme so hartnäckig leugnest, bringt eine weitere Diskussion nicht viel.

    • Ja, Onyx, ich habe tiefere Einblicke, weil ich eher mit den Leuten zusammen bin, die direkt bei den betroffenen sind. Polizisten, Securitys, Türsteher. Bei jedem SV Lehrgang wo das angesprochen wird, von jedem Polizisten der sich äussert, von allen anwesenden, nirgends war zu hören oder nur zu erahnen, das das MMO eine Mitschuld hat, aufgrund der Kleidung, Schminke oder ähnliches. Das stammt noch aus den 70ern. Deshalb ja die Frage, ob dein Wissen von früheren Zuständen ausgeht.

    • Ich weiß nicht, was für dich „frühere Zustände“ sind. Aber ich weiß jetzt, wo mein „Denkfehler“ liegt. Ich nehme wahrscheinlich antifeministische Propaganda zu ernst. Dort ist das nämlich gängige Meinung. Entweder war es Lüge oder eigene Schuld oder sie hat es so gewollt.

      Aber vielleicht solltest du auch mal einen Blick in die gängigen Massenmedien werfen.

      Gericht kürzt Frau Schmerzensgeld, weil sie sich „freiwillig in eine für sie verfängliche Situation begeben habe“.

      Flittchen sind selber schuld

      Aufzug der Schlampen

      Islamischer Professor darf lehren: Vergewaltigte sind selbst schuld

      Um nur ein paar Beispiele zu nennen.

    • @onyx
      Ich weis nicht, welche Antifemnistischen Meinung du meinst, aber auch das ist mir bisher nicht untergekommen. Antifeministen treten eher dafür ein, das der Mann nicht vorverurteilt wird, und ein fairer Prozess stattfinden kann.

      Zu den Artikeln:
      Der erste Artikel: Den kannte ich schon. Und ja, hier hat sie eine Mitschuld. Sie hat ihren Chef geil gemacht. Das berechtigt ihn nicht, Sex gegen ihren Willen zu haben, nur trägt auch das Opfer eine Verantwortung für ihr Handeln. Sie sollte vielleicht mal einsehen, das man mit Männern spielen kann, wie mit einem Spielzeug. Ich kann auch nicht hergehen, jemanden beleidigen und mich dann wundern, wenn er mir eine reinschlägt. Und Strippoker spielen, und den Mann gezielt geil machen geht weit über den Minirock und Schminke hinaus.

      Zweiter Artikel:
      Wie du an den Zahlen siehst, geben die wenigsten den Opfern die Schuld, und max 1/5 der befragten eine Mitschuld. Es hat sich also nichts mit Spiesrutenlauf. Aber wie oben beschrieben, je nach dem wie sich eine Frau verhält, hat sie auch eine eigenverantwortung.

      dritter Artikel
      Es wird hier ja sehr deutlich, das der Polizist für seine Aussage bestraft worden ist. Wo ist also das Problem? Niemand akzeptiert solch eine Aussage.

      Vierter Artikel
      Hier geht es um den Islam. Das dieser nicht Frauenfreundlich ist, wissen wir alle. Hat aber nichts mit den Zuständen in Deutschland zu tun. Hier wird einer Frau nicht automatisch eine Mitschuld gegeben, es sei denn, ihr Verhalten lässt den Schluss zu.

      Du siehst also, von einem Spiesrutenlauf für Frauen zu sprechen, oder das den Frauen immer eine Mitschuld angelastet wird, ist einfach übertrieben. Und wie der Fall Kachelmann gezeigt hat, wurde eben nicht eine Mitschuld attestiert, noch wurde das Privatleben des MMO oder die Sexuellen Vorlieben offengelegt, dies Passierte alles Kachelmann.

    • Ich weis nicht, welche Antifemnistischen Meinung du meinst, aber auch das ist mir bisher nicht untergekommen.

      Das nehme ich dir nicht ab. Du bist selbst auf antifeministischen Seiten aktiv und du kannst mir nicht erzählen, dass du diese Opferstigmatisierung dort nicht mitbekommst.

      Antifeministen treten eher dafür ein, das der Mann nicht vorverurteilt wird, und ein fairer Prozess stattfinden kann.

      Dagegen ist auch nichts einzuwenden. Nicht mal Alice Schwarzer würde dir da widersprechen, auch wenn du es nicht glaubst. Allerdings hat das Opfer dieses Recht auch, ohne selbst von der Öffentlichkeit vorverurteilt zu werden. Und das ist nun mal de facto geschehen. Deswegen wäre es für alle Beteiligten wesentlich besser, wenn solche Prozesse unter Ausschluß der Öffentlichkeit, und ohne Medienschlacht laufen würden. Vielleicht für die Anwälte nicht, da diese dann ein Stück weit ihrer Popularität verlieren würden, aber da hält sich mein Mitleid in Grenzen.

      Der erste Artikel: Den kannte ich schon. Und ja, hier hat sie eine Mitschuld.

      Na bitte. Damit widerlegst du dich ja schon selbst. Du gibst dem Opfer eine Mitschuld, weil sie ihn geil gemacht haben soll. Woraus schließt du das? Weil sie Trinkspielchen mit Ausziehen gespielt haben? Die konkrete Situation geht aus dem Artikel nicht hervor, d.h. wie weit das ganze Spielchen überhaupt gegangen ist. Aber das ist auch nebensächlich. Auch Trinkspielchen sind keine Aufforderung zu sexuellen Übergriffen. Dass ein Mann vielleicht eine Chance wittert und versucht, der Frau näherzukommen, indem er versucht sie zu küssen, mag noch nachvollziehbar sein. Aber nach der Abfuhr hätte ihm klar genug sein müssen, dass er die Finger von ihr zu lassen hat. Dann hat die Frau auch keine Mitschuld mehr, wenn sie sich deutlich genug von ihm distanziert hat.
      Aber die ganzen Erklärungen sind überflüssig, weil du dir schon widersprochen hast. Du sagtest, einem Vergewaltigungsopfer wird keine Mitschuld gegeben und tust das im nächsten Atemzug selbst.

      Wie du an den Zahlen siehst, geben die wenigsten den Opfern die Schuld, und max 1/5 der befragten eine Mitschuld.

      Das ändert doch nichts an der Tatsache, dass deine Behauptung, dass es sowas überhaupt nicht gibt, falsch ist.

      je nach dem wie sich eine Frau verhält, hat sie auch eine eigenverantwortung.

      Das heißt in der Realität jetzt genau was? Dass man mit einem Mann nichts trinken darf, wenn man nicht vergewaltigt werden will? Du bestätigst in jedem Satz selbst genau das, was du abstreitest. Hier war es eben Alkohol und provozierendes Verhalten, was der Frau die Mitschuld gegeben hat.

      Es wird hier ja sehr deutlich, das der Polizist für seine Aussage bestraft worden ist. Wo ist also das Problem? Niemand akzeptiert solch eine Aussage.

      Das Problem ist, dass du erst das Gegenteil behauptest und jetzt zurückruderst. Deine Aussage war:
      „nirgends war zu hören oder nur zu erahnen, das das MMO eine Mitschuld hat, aufgrund der Kleidung, Schminke oder ähnliches. Das stammt noch aus den 70ern. „
      Du hast irgeneinen Lehrgang besucht und meinst, von dem Verhalten der Teilnehmer dort auf die ganze Gesellschaft schließen zu können. Was ja nun mal nachweislich falsche Schlüsse sind.

      …es sei denn, ihr Verhalten lässt den Schluss zu.

      Du gibst mir also letztlich doch Recht. Es ist alles wie gehabt, und keineswegs ein überholtes Relikt aus den 70ern. Deine Demonstration, wie man Satz für Satz zurückrudern kann, ist sehr anschaulich.

      Du siehst also, von einem Spiesrutenlauf für Frauen zu sprechen, oder das den Frauen immer eine Mitschuld angelastet wird, ist einfach übertrieben.

      Es ist keineswegs übertrieben, wie du selbst bestätigt hast.

    • @onyx
      Wenn du mich vollständig zitieren würdest, würde dir was auffallen. Ich schrieb ja, das auch das Stripteasespiel keine Entschuldigung oder einen Freibrief für Vergewaltigung darstellen. Das hat das Gericht ja auch so gesehen. Deshalb hat es eben nur das Schmerzensgeld gesenkt. Aber sie hat es Provoziert, und wenn ich ein Gewaltverbrechen Provoziere, dann wird mir auch eine Verantwortung dafür angelastet. Ist in jedem Gewaltverbrechen genau so, siehe mein Beispiel und ist nicht exklusic auf vergewaltigungen und Frauen begrenzt.

      Ich rudere überhaupt nicht zurück. Das Gericht hat bewiesen, das das Opfer eine mitverantwortung trägt, es ist aber niemand von vornherein davon ausgegangen, das das Opfer die alleinige Schuld oder eine Mitschuld hat. Erst im zuge der Ermittlungen wurde das Festgestellt. Und das ist auch kein Sonderding von Vergewaltigungsfällen, sondern wird bei jedem Gewaltverbrechen so angewand. Ich kann nicht Provozierend durch die Gegend laufen, und mich dann wundern, wenn mir jemand die Hucke vollhaut. Da wird ein Richter dann auch den entsprechenden Ton finden. Genauso ist es hier gewesen. Vergewaltigungen werden also Behandelt wie alle anderen Gewaltverbrechen auch, es findet keinerlei übertriebener Spiesrutenlauf statt, noch muss den Opfern geraten werden, das sie erst gar keine Anzeige stellen sollen.

    • Nur ein Satz dazu. Wenn eine Frau zuerst mit einem Mann flirtet, dann aber nicht zum Sex bereit ist, hat das nichts mit Provokation zu tun. Sondern mit ihrer sexuellen Selbstbestimmung.

    • @onyx
      Beim Flirten wird auch nichts Passieren. Aber dir ist schon bewusst, das es einen Unterschied zwischen Flirten und Strippoker mit anschliesender Verabredung in der Wohnung gibt?

    • Möglich. Ich sehe es aber trotzdem nicht als Provokation. Jeder Mensch hat doch das Recht, eine intime Situation abzubrechen, wenn er nicht will, deswegen hat man noch lange keine Vergewaltigung provoziert.

    • @onyx
      Ja, das recht hat jeder. Deshalb wurde der Täter ja auch verurteilt. Nichtsdestotrotz ist es völlig legitim auch mal die Veranwortung des Opfers in den Blick zu nehmen. Kennst du den Film „Stirb langsam 3“? Dort ist am anfang eine Szene, in der der Hauptprotagonist gezwungen wird, in Harlem mit dem Schild „I hate Niggers“ herumzulaufen. Was natürlich zu einer Gewalttätigen auseinandersetzung führt. Nehmen wir mal an, er hätte das freiwilig gemacht. Auch keineProvokation? Er hat doch nur seine Meinung kundgetan. Nö. er hat ganz deutlich provoziert mit dem Hintergedanken, die können mir doch eh nix, Gewaltanwendung ist ja verboten. Und genauso gehen viele Frauen mit Männern um. Sie provozieren, mit Strippoker, mit reiben, mit Küssen, mit anfassen, in dem Bewusstsein, der Mann darf eh nichts machen, ist ja verboten. Haben sie auch recht, nur, da sie Provozieren, müssen sie auch damit rechnen, das eben die Schuld niedriger angesetzt wird. Und das ist richtig, ist in jedem anderen Gewaltverbrechen auch so, und zeigt in keinster weise, das den Opfern von Vergewaltigungen per se nicht geglaubt oder sie immer für mitschuldig erklärt werden. Nur, wer Provoziert, hat auch mitschuld.

    • Ich schalte diesen Kommentar nur zu Demonstrationszwecken frei, damit sich die Mitleserschaft davon überzeugen kann, welche unsinnigen Vergleiche (Vergewaltigungsopfer / Rassisten / Provokateure) hier in manchen Köpfen gezimmert werden, um Vergewaltigungsopfer in die selbst-schuld Schublade zu drücken.
      Wenn so ein hirnverbrannter Schund nochmal kommt, landet er kommentarlos im Orkus, das schon mal vorweg.

  18. Ich empfehle aus schlechter Erfahrung keine Anzeige einer Vergewaltigung.

    Denn die Tatsache, keinen Sex gewollt zu haben (wieso sollte eine Frau keinen Sex mit einem Mann wollen?) und auch keinen Tropfen Alkohol getrunken zu haben (es reicht schon wenig Alkohol, damit Mitschuld eingebracht wird) oder falsche Signale gesendet (die der arme Täter missversteht!), muss die Geschädigte beweisen.
    Und wehe, es sind mehrere Täter, dann hat sie eben Pech, denn diese sind Zeugen.

    • Es tut mir leid, das dir das Passiert ist, aber eine Schuld mus bewiesen werden, und nicht die Unschuld. Das ist auch gut so und ist auch bei jedem anderen Gewaltverbrechen so geregelt. Eine Empfehlung, deshalb keine Anzeige zu erstatten, ist daher der falsche weg. Denn ansonsten sollte man am besten überhaupt keine Verbrechen anzeigen.

    • Tut mir auch leid, dass das Rechtssytem nicht zulässt, Vergewaltiger in Notwehr zu töten, deswegen reicht es ja deren Ruf zu zerstören.
      Ich finde das in Ordnung.

    • @g
      Und wenn er gar kein Vergewaltiger ist? Wollen wir wieder Hexenprozesse? Den Mob, mit Fackeln? Das Rechtssystem gibt dir die möglichkeit, dich zu wehren, als Frau sogar mehr als Männer. Das Reicht. Desweiteren ist der Rufmord selbstjustiz. Willst du das?

    • @Imion,
      Ihnen ist der Begriff Notwehr völlig unbekannt oder Sie verdrehen Aussagen.

    • Auch in der Notwehr darf ich keinen Menschen töten. Ansonsten würde das wieder ausgenutzt werden, als ausrede für Tötungsdelikte.

    • Na, denn Sie sind auf dem Falschbeschuldigungstripp.
      Viel Saß bei Verdrehen des Rechtsgutes der Abwehr von Gefahr an Leib und Leben im Namen der gewalttätigen Angreifer.

  19. Liebe Onyx,

    was sagst Du eigentlich zu dem jüngsten Fall, wo ein Mann wegen Falschbeschuldigung 25 Jahre hinter Gittern saß?

    Für die Kachelmann-Geliebte gilt übrigens auch die Unschuldsvermutung genauso wie die Schuldvermutung, ebenso für Kachelmann. Beides ist untrennbar miteinander verbunden, da man sonst keine seriösen Prozesse durchführen könnte.

    Daß dieser Frau wenig geglaubt wurde, liegt einfach an den vielen Widersprüchen und Lügen, in die sie sich verwickelt hat. Soweit ich weiß, hat sie nachweislich gelogen. Dies ist für jemanden, der unschuldig ist, sehr unwahrscheinlich. Viel wahrscheinlicher für jemanden, der nach Rache trachtet für emotionale Verwundungen, die er selbst mitzuverantworten hat und mit denen er nicht wie ein erwachsener Mensch umgehen will.

    Der Prozeß gegen Kachelmann war nachweislich auf dessen Demontage angelegt. Die Staatsanwaltschaft hat nachweislich manipuliert und getrickst. Ich frage mich, wie Ihr in Euren feministischen Foren dies so penetrant leugnen könnt.

    • was sagst Du eigentlich zu dem jüngsten Fall, wo ein Mann wegen Falschbeschuldigung 25 Jahre hinter Gittern saß?

      Ich kenne den Fall nicht. Wenn das nachweislich stimmt, ist das natürlich eine üble Geschichte und die Dame sollte zur Verantwortung gezogen werden, was denn sonst? Willst du mich mit dieser Frage testen oder was?

    • Wieso wird jetzt hier ein Vergewaltigungsfall zu einem Fall mit 25 Jahren unschuldig im Gefängnis zusammen geführt?
      Wegen Vergewaltigung kommt in Deutschland niemand so lange ins Gefängnis.
      Was hat der Fall mit Kachelmann und der Straftat Vergewaltigung zu tun?
      Wäre schon eine Erklärung wert.

    • „Die Staatsanwaltschaft hat nachweislich manipuliert und getrickst. Ich frage mich, wie Ihr in Euren feministischen Foren dies so penetrant leugnen könnt.“

      Wenn du das beweisen kannst, verklage bitte das Bundesland wegen Freiheitsberaubung und Rechtsbeugung.

  20. @Imion
    „Der erste Artikel: Den kannte ich schon. Und ja, hier hat sie eine Mitschuld. Sie hat ihren Chef geil gemacht. Das berechtigt ihn nicht, Sex gegen ihren Willen zu haben, nur trägt auch das Opfer eine Verantwortung für ihr Handeln.“

    Dir ist schon klar, dass es schwere Vergewaltigung in Tateinheit mit schwerer Körperverletzung war?
    Und selbst wenn sie Trinkspiele spielen und sie sich zum Teil auszieht, gibt ihm das nicht das Recht, sie zu Vergewaltigen und bei Gegenwehr auf sie einzustechen.
    Alleine das der Chef Berufung eingelegt hat, weil „ihm die Summe zu hoch war“, zeigt doch, dass von Schuldempfinden nicht viel zu merken ist.
    Verdammte Scheiße, er hat ihr ein Messer in den Bauch gerammt! Aber das ist ja ok, weil sie war ja betrunken und so.
    Außerdem könnte man so auch im Minirock-Fall argumentieren, kann den Mann ja auch geil gemacht haben.

    Ach ja. Soviel zum Thema wehren. Es wird Frauen meiner Erfahrung nach eher geraten, ruhig zu bleiben bis es vorbei ist, denn wenn er wütend wird und anfängt dich zu würgen (oder,wie hier ein Messer zu ziehen) bist du am Arsch.

    Was ist also deine Schlußfolgerung? Eine Frau sollte sich generell nicht mit Männern alleine treffen, schon gar nichts mit ihnen trinken, und peinlichst vermeiden, irgendwie attraktiv zu erscheinen, ansonsten hat sie jedes Recht auf Unversehrtheit des eigenen Körpers verspielt?

    • Es wird Frauen meiner Erfahrung nach eher geraten, ruhig zu bleiben bis es vorbei ist, denn wenn er wütend wird und anfängt dich zu würgen (oder,wie hier ein Messer zu ziehen) bist du am Arsch.

      Von wem wird das geraten? Wo doch Vergewaltigungsopfern, die das beherzigen, die fehlende Gegenwehr angelastet wird. Wobei ich nicht glaube, dass da überhaupt irgendwelche Ratschläge sinnvoll sind. Ich denke, dass man in einer solchen Situation nicht wirklich rational reagieren kann.

      Was ist also deine Schlußfolgerung? Eine Frau sollte sich generell nicht mit Männern alleine treffen, schon gar nichts mit ihnen trinken, und peinlichst vermeiden, irgendwie attraktiv zu erscheinen, ansonsten hat sie jedes Recht auf Unversehrtheit des eigenen Körpers verspielt?

      Das habe ich auch gefragt, aber keine Antwort bekommen.

    • *Von wem wird das geraten?*
      Jedem der ein bisschen gesunden Menschenverstand hat.
      Einen Gewalttäter, der größer und kräftiger als man selbst ist, sollte man tunlichst nicht noch unnötig provozieren. Sieht man ja am dargestelltem Fall. Wenn Gegenwehr nichts bringt, aufhören und versuchen den Schaden zu begrenzen.

      Und Imion, gerade weil es um Macht geht, wird der Vergewaltiger um jeden Preis versuchen, die Oberhand zu behalten. Es geht hier ja nicht um den sabbernden, sadistischen, schmächtigen Triebtäter, der hinterm Busch lauert, und für Spaß an Frauen rumritzt. Es geht meist darum, Sex mit einer Frau zu haben, mit dem Kick, dass man sie extremst dominiert, sich über ihren Willen hinwegsetzt, notfalls mit Gewalt.

      Man könnte ihn natürlich auch im Vorfeld nach seiner Intention fragen, sag mal bist du Typ A oder B? Willst du Macht oder Sex? Erklär mal ich muß das wissen, damit ich weiß ob ich mich wehren sollte *ironieaus*

      Ich würde jeder Frau,die in so eine Situation gerät, raten auf ihr Bauchgefühl, also ihren Überlebenstrieb zu hören. Im Zweifelsfall gibt es wichtigeres, als Spuren am Körper zu haben, nämlich mit dem Leben und der physischen Gesundheit davongekommen zu sein.

    • *Von wem wird das geraten?*
      Jedem der ein bisschen gesunden Menschenverstand hat.

      Würde ich so pauschal nicht sagen. Wie du ja selbst einräumst, ist es besser, situationsangepasst und intuitiv zu handeln. Und es gibt sicher Situationen, wo heftige Gegenwehr schlimmeres verhindern kann.

    • @maren
      Zu dem Recht habe ich weiter oben was geschrieben. Wie gesagt, ich kann auch nicht rumlaufen, leute anpöpen, sie provozieren, und dann erwarten, das das Gericht das volle Strafmass auspackt.

      Und du bestätigst, was ich schon vermutet habe. Ihr seid in der Zeit stehen geblieben. Es war tatsächlich so, das man früher Frauen geraten hat, sich nicht zu wehren, um den den Täter nicht zu Provozieren. Mittlerweile aber nicht mehr, und die Fallzahlen belegen das sehr eindrucksvoll. In über 80% der Fälle, in der sich die Frau gewehrt hat, hat der Vergewaltiger die Vergewaltigung abgebrochen. Bei nichtwehren nur in 20%. Da es um Macht geht, will der Täter zwar ein Opfer, das sich ein bisschen wehrt und schreit, damit er das Gefühl hat überlegen zu sein, nur wenn der Widerstand heftiger wird, und das können auch Frauen bewerstelligen, manche müssen mit fünf Türstehern aus der Disco getragen werden, und die sind recht zierlich, dann schwindet dieses Machtgefühlt, weil das Opfer nicht Kontrolliert werden kann.

  21. Maren schreibt:
    Ich würde jeder Frau,die in so eine Situation gerät, raten auf ihr Bauchgefühl, also ihren Überlebenstrieb zu hören.
    Das Bauchgefühl wird sie, wenn sie wirklich noch darauf hört, schon vor einer gefährlichen Situation warnen, nicht erst in der Situation.
    Das Problem ist aber, dass Mädchen und Frauen oft im Laufe ihres Lebens eingebleut wurde. „Du bildest dir was ein“, „Der Mann ist doch nett“, „Stell dich nicht so an, wenn du …“ usw.
    Das verhindert, intuitiv gefährliche Situationen zu vermeiden.

    • Alle Mädchen wurden also Geschlagen?

      Wegen verhinderung von Gefährlichen Situationen: Es liegt wohl eher daran, das Frauen wesentlich weniger in Gefährliche Situationen geraten als Männer. Deshalb lernen Männer, diese Situationen oder gegebenheiten besser zu beurteilen.

    • Vor allem verhindert es auch den richtigen Umgang mit Gefahrensituationen. Wenn das einzige ist, was eine Frau lernt, ist, dass ihr nicht geglaubt wird, woher soll sie das nötige Selbstbewußtsein bekommen und lernen souverän aufzutreten?

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