Über die Wichtigkeit von Sex

Ich möchte dieses Thema hier mal insbesondere bezüglich Seitensprung und fremdgehen anschneiden.
Vor Fehlern ist keiner von uns sicher und jedem, ich betone JEDEM kann es passieren, dass man Dinge tut, die man kurze Zeit später bereut. WENN man es denn überhaupt bereut. Was mich verwundert, ist die völlig reulose Argumentation „es war doch nur Sex, völlig bedeutungslos“, die den Fehler kleinreden und verharmlosen soll. Da fehlt nur noch „stell dich doch nicht so an, das hat doch mit uns nichts zu tun“. Das impliziert, dass der Sex ja nicht so wichtig war, dass man deswegen eine Beziehung beendet. Aber offenbar war er wichtig genug, um die Beziehung aufs Spiel zu setzen. Diese Argumentation gibt tiefe Einblicke, wie ernst die Beziehung überhaupt genommen wird. Nämlich gar nicht.
Ja, Sex ist wichtig. Schlechter oder gar kein Sex belastet eine Beziehung auf Dauer und es ist nur eine Frage der Zeit, bis der eine oder andere frustriert ist und sich einfach nimmt, was er will. Wo und wie auch immer. Was eine Beziehung aber noch mehr belastet ist nicht der mangelnde Sex, sondern die mangelnde Kommunikation. Woher soll der Partner wissen, was man sich heimlich wünscht? Aber sich sein Vergnügen einfach woanders zu holen ist eben leichter, als über Probleme zu reden. Und wenn der Sex so wichtig wird, dass er alles andere in den Hintergrund stellt, sogar die Beziehung selbst, spätestens dann ist die Floskel „es war doch nur Sex“ ad absurdum. Und das eigentliche Problem, nämlich dass in der Beziehung offenbar etwas so wesentliches nicht stimmt, dass das Bedürfnis anderweitig befriedigt werden mußte, ist weiter unter den Teppich gekehrt. Genau deswegen halte ich auch von der „was keiner weiß, macht keinen heiß“-Methode nichts. Probleme, die verschwiegen werden, können nicht gelöst werden. Eine funktionierende Beziehung ist so nicht möglich.

26 Kommentare zu “Über die Wichtigkeit von Sex

  1. Diesen Spruch – „es war doch nur Sex, völlig bedeutungslos“ – kenne ich nur von der Habenseite von Männern.

    Welche Frau will schon den Körper eines Mannes zum Masturbieren?
    Ich kenne zumindest keine.

    • Glaub ich dir nicht.
      Ich hab wohl vergessen im Sinne von -> „hauptsache ich bin befriedigt“ zu schreiben. So oder so ähnlich denken ja viele Männer, wenn ihnen der Sex mit ihren Partnerinnen nicht so wichtig ist.

      LG,
      Lucia

    • Natürlich seh ich das nicht mit allen so aber es kam/kommt durchaus vor. Und ja, genau in dem Sinne den du beschreibst.
      Aber du musst mir das nicht glauben, es reicht mir es selbst zu wissen und nicht unkommentiert stehen zu lassen 🙂

  2. „Genau deswegen halte ich auch von der „was keiner weiß, macht keinen heiß“-Methode nichts. Probleme, die verschwiegen werden, können nicht gelöst werden.“

    Meiner Meinung nach entstehen einige Probleme erst, wenn es herauskommt. Warum soll man sich diese zusatzprobleme machen, wenn man an dem Umstand, dass es passiert ist, nichts mehr ändern kann und die Wahrscheinlichkeit einer Entdeckung gering ist?

    • Weil Offenheit und Ehrlichkeit nun mal zu einer Beziehung gehören. Und weil der Umstand, dass es passiert ist, meistens schon ein Zeichen für ein Problem ist. Wer mit einem Partner zusammen ist, für den Untreue ein großes Problem ist, ist mehr als unfair, wenn er ihn in dem Glauben lässt, dass er treu ist, wenn er es nicht ist, sprich, wenn er ihn belügt. Damit spielt man ihm nämlich einen für ihn wesentlichen Grundbaustein einer Beziehung vor, der nicht existiert. Möchtest du so behandelt werden? Dieses Theater kommt früher oder später raus, wenn man kein perfekter Schauspieler ist. Und wenn man in einer offenen Beziehung lebt, wo jeder dem anderen Freiheiten gönnt, kann es ja kein Drama sein, offen zu sagen, dass es da jemand anders gab. Es sei denn, es gibt eine eindeutige Abmachung, z.B. „wenn es passiert, dann passiert es eben, aber dann will ich es nicht wissen“. Aber das ist ja dann beiderseitig abgesegnet. Abgesehen davon spielt dabei die Wahrscheinlichkeit, dass die Wahrheit ans Licht kommt, keine Rolle. Eher die Frage, ob man sich selbst und dem Partner offen in die Augen sehen kann.

    • Blöd ist es nur, wenn er durch andere Dinge geoutet wird. Geschlechtskrankheiten, ein Kumpel, der die Klappe nicht halten konnte, die enttäuschte Frau, mit der er die Affäre/den ONS hatte (die mehr wollte), kleine Hinweise wie fremde Gerüche, Körperflüssigkeiten auf der Kleidung, fremde Haare, Verstrickungen in Widersprüche, etc. Wenn man sich einmal nicht beherrschen kann, ist die Gefahr groß, dass man es wieder tut. Und wenn man es wieder (und wieder und wieder) tut, ist die Wahrscheinlichkeit einen gravierenden Fehler zu begehen dementsprechend groß. Wenn man(n) natürlich Roosh Vs grenzgenialen Artikel, wie man am besten seine Freundin bescheißt liest, dann verkleinert sich die Wahrscheinlichkeit entdeckt zu werden wieder. Dumm gelaufen, wenn die Freundin es auch liest *fg*
      Wenn sie es herausfindet, ist weit größeres Drama vorprogrammiert, als wenn er ehrlich ist (und die Beziehung nach dem Motto „Lieber ein Ende mit Schrecken“ beendet wird).

      Wozu überhaupt eine Beziehung eingehen, wenn man sich schon im Klaren darüber ist, dass man die Treue nicht halten kann? Wenn ich als sexuell polygamer Mensch jemanden will, zu dem ich heimkommen kann, dann lebe ich in einer Männer-WG mit Freunden zusammen.

    • Christian schrieb:

      Meiner Meinung nach entstehen einige Probleme erst, wenn es herauskommt. Warum soll man sich diese zusatzprobleme machen […]

      Wow…willst du uns hier Anschauungsmaterial für Einblicke in eine soziopathische Persönlichkeitsstörung liefern? Mann kann hinter dem Rücken seines Partners abziehen, was man will, solange es nicht rauskommt? Alter, ich hoffe, dass du das mit den Frauen, die sich mit dir einlassen, vorher abklärst. bah

    • Alter, ich hoffe, dass du das mit den Frauen, die sich mit dir einlassen, vorher abklärst. bah

      Na was denkst du wohl? Mit so ehrlichen, fairen und menschenfreundlichen Strategien wie PU bringt er doch die Frauen ganz leicht dazu, ihm jeden Scheiß zu glauben.
      *örks*

  3. „Weil Offenheit und Ehrlichkeit nun mal zu einer Beziehung gehören.“

    Warum? Wenn du nie erfährst, dass er nicht offen und ehrlich war, dann hältst du ihn ja für offen und ehrlich. Und es fällt zusätzlich der Vertrauensbruch weg, der bei dem Offenbaren anfallen würde.

    „Und weil der Umstand, dass es passiert ist, meistens schon ein Zeichen für ein Problem ist.“

    Wenn das Problem ist, dass er etwas sexuelle Abwechselung will, dann muss das ja ihre Beziehung nicht betreffen.

    „mehr als unfair, wenn er ihn in dem Glauben lässt, dass er treu ist“

    Klar. Aber was bringt das demjenigen, der untreu ist?

    „Eher die Frage, ob man sich selbst und dem Partner offen in die Augen sehen kann.“

    Also letztendlich eine Frage der Abgebrühtheit. Ich denke viele können das.

    • Wenn du nie erfährst, dass er nicht offen und ehrlich war, dann hältst du ihn ja für offen und ehrlich. Und es fällt zusätzlich der Vertrauensbruch weg, der bei dem Offenbaren anfallen würde.

      Du bist witzig. Dein ganzes Schauspiel ist doch dann ein einziger Vertrauensbruch.

      Wenn das Problem ist, dass er etwas sexuelle Abwechselung will, dann muss das ja ihre Beziehung nicht betreffen.

      So nach dem Motto – ich zitiere mich selbst – „„stell dich doch nicht so an, das hat doch mit uns nichts zu tun“?

      Ich zitiere mich weiter:
      „Das impliziert, dass der Sex ja nicht so wichtig war, dass man deswegen eine Beziehung beendet. Aber offenbar war er wichtig genug, um die Beziehung aufs Spiel zu setzen. Diese Argumentation gibt tiefe Einblicke, wie ernst die Beziehung überhaupt genommen wird. Nämlich gar nicht.“

      Klar. Aber was bringt das demjenigen, der untreu ist?

      Nun, mal unter uns. Es soll Mennschen geben, denen eine Partnerschaft wichtig ist und die ihren Partner respektieren und nicht hintergehen und belügen. Kommt sowas in deiner Welt nicht vor?

      Also letztendlich eine Frage der Abgebrühtheit. Ich denke viele können das.

      Dass DU es kannst, glaube ich dir sofort. Es fügt sich gut ins Bild eines PU-s. Aber du bist nicht das Maß der Dinge. Zum Glück.

    • @Christian

      „Warum? Wenn du nie erfährst, dass er nicht offen und ehrlich war, dann hältst du ihn ja für offen und ehrlich.“

      Aber das wäre doch scheinheilig hoch zehn. Ich will meinen Partner ja nicht nur für offen und ehrlich halten, sondern auch wollen, dass er tatsächlich offen und ehrlich ist. Für viele Menschen ist Treue ein sehr wichtiges Fundament für eine Beziehung. Und würde mein Freund fremdgehen und es auch noch für selbstverständlich halten, es mir zu verheimlichen, dann respektiert er mich und meine Gefühle nicht, weil er mein Vertrauen missbraucht. Was hat das mit Liebe zu tun, wenn man seine Beziehung auf eine Lüge aufbaut?

  4. @Stephi

    Alles schon richtig.
    Aber ist es nicht auch eine Lüge, wenn man behauptet nicht mit einer anderen Frau schlafen zu wollen? Und ist es nicht auch sehr unfeinfühlig so etwas seiner Partnerin zu sagen?
    Ich finde das Gestehen danach kann auch einfach Feigheit sein, weil man die Verantwortung verlagert.
    Aber das hatte ich schon einmal ausgeführt:
    http: //allesevolution.wordpress.com/2010/10/26/sollte-man-ein-fremdgehen-beichten/

  5. @Christian

    „Aber ist es nicht auch eine Lüge, wenn man behauptet nicht mit einer anderen Frau schlafen zu wollen?“

    Ich denke, das kommt darauf an, wie sehr man mit einer anderen Frau schlafen will. Wenn, sagen wir mal, nach einer längere Beziehung der Alltag einzieht und man das Bedürfnis hat, auch mal mit jemand anderen Sex haben zu wollen außer mit seinem Partner oder seiner Partnerin, dann ist das normal, ist mir auch schon passiert. Aber solange man „nur“ in Gedanken fremdgeht, ist völlig in Ordnung, dann kann man dieses kleine Geheimnis auch für sich behalten. Wenn man dies allerdings in die Tat umsetzt, dann überschreitet man eine Grenze und begeht ein Vertrauensbruch. Manche Fantasien sollten eben besser Fantasien bleiben, man hat in einer Beziehung immerhin Prioritäten.

    • Ich würde die Grenze da setzen, wo es geplant wurde.
      Ich kann nicht ausschliessen, dass mir oder ihm nie ein Ausrutscher passiert, das wäre naiv, besonders wenn man für den Rest seines Lebens zusammen ist/sin möchte. Das muss auch nicht darauf hinweisen, dass etwas nicht stimmt. Ein geplantes Fremdgehen, eventuell sogar eine Affäre, dass wäre etwas, was ich nicht verzeihen könnte. Das ist ein Vertrauensbruch.

    • @Maren

      „Ich würde die Grenze da setzen, wo es geplant wurde.“

      Stimmt, daran habe ich jetzt nicht gedacht. Es kann nämlich sein, dass der Partner fremdgehen will, er aber nicht dazu kommt, weil sein Objekt der Begierde es nicht möchte. Da würde ich auch einen Schlussstrich ziehen – vorausgesetzt, ich erfahre es…

    • Da stelle ich aber mal die Frage, wie ein Ausrutscher entsteht. Es dürfte höchst selten vorkommen, dass man jemanden trifft und innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde nicht mehr Herr seiner Sinne ist und sofort übereinander herfällt. Wir sind alle emotionale und reizempfängliche Wesen, aber ich denke, man kann von sich und anderen erwarten, dass man Verhalten auch mal reflektiert, bevor man impulsgesteuert einen Fehler begeht. Womöglich bringt man sich so um das eine oder andere Vergnügen, aber man sollte sich schon fragen, was wichtiger ist.

    • Ich hab betrunken schon ziemlich viel Blödsinn in meinem Leben gemacht, von daher… 🙂
      Aber da setzt jeder seine Prioritäten anders. Für mich käme es nicht in Frage, eine Beziehung mit jemandem der mich liebt,respektiert und mit dem mich die richtigen Sachen verbinden zu beenden, weil er einmal gestrauchelt ist.
      Wenn ich allerdings Zweifel hätte, ob die o.g. Attribute der Beziehung zutreffen sieht die Sache anders aus.

    • Wenn man weiß, dass man unter Alkohol solche Fehler begehen könnte, dann muss man sich, wenn man seinen Partner respektiert, beherrschen. Ich würde auch einen kleinen Ausrutscher nicht billigen, muss ich ehrlich sagen. Genauso wenig erwarte ich von meinem Partner, dass er einen Ausrutscher billigt. Natürlich kommt es darauf an, welchen Stellungswert die Treue in einer Beziehung nimmt. Ich weiß von mir, dass ich es nicht vergessen könnte, wenn mein Partner mit einer anderen Sex hat (wenn er nicht gerade vergewaltigt wurde, sind mir die Umstände herzlich egal). Ich müsste immer daran denken, dass ich ihm in diesem einen Moment nicht genügend wert war, dass er sich zusammenreißt. Und ich hätte immer Angst, dass es wieder passiert. Von dem her … Trennung. So sehr ich ihn auch liebe.

    • Stephi schrieb:

      Ich denke, das kommt darauf an, wie sehr man mit einer anderen Frau schlafen will. Wenn, sagen wir mal, nach einer längere Beziehung der Alltag einzieht und man das Bedürfnis hat, auch mal mit jemand anderen Sex haben zu wollen außer mit seinem Partner oder seiner Partnerin, dann ist das normal, ist mir auch schon passiert. Aber solange man „nur“ in Gedanken fremdgeht, ist völlig in Ordnung, dann kann man dieses kleine Geheimnis auch für sich behalten

      Ich habe es nicht für mich behalten, als es mir mal so ergangen ist. Mir ging es recht beschissen mit diesem Gedanken (für mich war es schon eine Art Fremdgehen) und ich fühlte mich ihm gegenüber auch beschissen und habe es gebeichtet, war drauf und dran deswegen Schluss zu machen. Daraufhin hat er mir gebeichtet, dass er dieses Gefühl auch hatte (also auf eine ganz konkrete Person gerichtet). Wir haben uns dann gegenseitig angeflennt und alles war gut 🙂

      Es hat uns gut getan, das Problem einfach mal auszusprechen. Die Beziehung ist dadurch nicht den Bach runter gegangen, im Gegenteil, sie ist viel stärker geworden. Wir wissen, dass andere Menschen anziehend sind, aber wir wissen eben auch, dass wir uns lieben.

    • @ketcar

      Naja, so dramatisch war es bei mir nicht. Wenn es mal passiert ist, dass ich neben meinem Freund noch einen anderen Mann begehrt habe und dementsprechend Fantasien hatte, dann hat das nur eine kurze Zeit angehalten, und sooo überwältigt war ich dann auch nicht. Ich fühlte mich, obwohl ich eigentlich nur meinen Freund liebe, zu dieser anderen Person auch hingezogen, aber dann, kurze Zeit später, legt sich das plötzlich und der Typ interessiert mich nicht mehr. Und ich denke: „Na, so toll ist der nun wirklich nicht“ und die Sache ist gegessen.

  6. @Stephi
    Mit Marens Ergänzung würde ich deine Meinung teilen.
    Es ist ja an Wollen/erregt werden erst mal nichts auszusetzen. Deswegen muss mensch es noch lange nicht tun!

    ad „tell or don’t tell“
    Etwas tun IST bereits ein Vertrauensbruch (sofern nicht einvernehmlich). Es tun und dann zu Verheimlichen ist in meinen Augen sogar ein doppelter Vertrauensbruch. Wie Onyx schon schrieb – so weit kann es mit dem Vertrauen in die Beziehung nicht sein, wenn diese nicht damit „belastet“ werden darf. Was ist die Beziehung – eine Bindfaden an den man nichts hängen darf?

    ad Ausrutscher
    Ausrutscher müssen nicht einmal mit Alkohol oder anderen Drogen zu tun haben. Da hat mensch einen schönen Abend und sitzt bei nem gemütlichen Film auf dem Sofa und dann ändert sich die Stimmung, eins kommt zum anderen. Es muss ja nicht mal Geschlechtsverkehr sein. Manchmal reichen Küsse, Berühungen, Streicheln oder sich gegenseitig Lust verschaffen (oder nur einer/einem von zweien/dreien/mehr).

    Und mal so als Frage in den Raum:
    Wie sieht es mit Bordellen/Prostitution oder ähnlichem aus? Die fallen in der Regel nicht unter Ausrutscher, werden auch oft von verheirateten Männern* in glücklichen Beziehungen mit funktionierendem Sexualleben (vielleicht nicht in jeder Hinsicht aber wer weiß das schon) besucht. Manchmal auch nur zum Reden. Und ich denke, die wenigsten PartnerInnen wissen davon.
    Gelten da andere Maßstäbe als beim „unprofessionellen“ Außerbeziehungssex?

    • Etwas tun IST bereits ein Vertrauensbruch (sofern nicht einvernehmlich). Es tun und dann zu Verheimlichen ist in meinen Augen sogar ein doppelter Vertrauensbruch. Wie Onyx schon schrieb – so weit kann es mit dem Vertrauen in die Beziehung nicht sein, wenn diese nicht damit „belastet“ werden darf. Was ist die Beziehung – eine Bindfaden an den man nichts hängen darf?

      Diese Beziehung ist dann nur eine theoretische Alibi-Beziehung. Damit man sagen kann, man hätte da jemanden. In Wirklichkeit sind solche Menschen sehr einsam.

      Bezüglich der Prostituierten kann ich sagen, dass ich da durchaus andere Maßstäbe setze, und zwar noch strengere. Wie könnte ich einen Menschen weiter lieben, der einen anderen dafür bezahlt, seine sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen? Dessen Gefühle und Bedürfnisse egal sind? An dem sich nur abreagiert wird? Bei irgendeiner anderen Frau könnten Gefühle im Spiel sein. Wenn er sich neu verliebt, dann ist das eben so. Aber wer so demonstriert, dass es ihm nur um seinen sexuellen Trieb geht und die Lust des Partners egal ist, wer ein solches Verständnis von Sexualität hat, dem könnte ich mich nicht mehr hingeben. Und es würde mich auch anekeln.

    • onyx schrieb:

      Wie könnte ich einen Menschen weiter lieben, der einen anderen dafür bezahlt, seine sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen? Dessen Gefühle und Bedürfnisse egal sind? An dem sich nur abreagiert wird? Bei irgendeiner anderen Frau könnten Gefühle im Spiel sein. Wenn er sich neu verliebt, dann ist das eben so. Aber wer so demonstriert, dass es ihm nur um seinen sexuellen Trieb geht und die Lust des Partners egal ist, wer ein solches Verständnis von Sexualität hat, dem könnte ich mich nicht mehr hingeben.

      Danke onyx, so sieht’s aus.

      Ich lebe in einer langjährigen Beziehung und wir waren schon ein paar Mal damit konfrontiert, darüber reden zu müssen, dass das Begehren nicht immer auf den Partner gerichtet ist (nichts körperliches, aber Anziehung war definitiv schon vorhanden). D.h. wenn er sich neu verlieben würde und Schluss wäre, könnte ich damit leben, auch wenn es schmerzhaft wäre.

      Aber wenn ich von einem solchen charakterlichen Abgrund erfahren würde, da eine Person dafür bezahlt, sich nicht um die Bedürfnisse seiner Masturbationsmatte scheren zu müssen, wäre die Person für mich erledigt.

  7. @Khaos.Kind

    „Es ist ja an Wollen/erregt werden erst mal nichts auszusetzen. Deswegen muss mensch es noch lange nicht tun!“

    Oder versuchen, es zu tun. Wie gesagt, würde mein Partner versuchen, eine andere Frau flachzulegen und er würde dabein abblitzen, würde ich trotzdem ihn in Wüste schicken, auch wenn eigentlich nichts passiert ist.

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