„Korrigierende Vergewaltigung“ Teil II

Gefunden auf GwenDragon’s Blog

Wie die Menschenrechtsorganisation All Out meldet, existieren in Ecuador immer noch Hunderte illegaler „Kliniken“, in denen Lesben gefoltert und vergewaltigt werden, um sie von ihrer „Krankheit“ zu heilen.

Unterschriftensammlung

Nutzt eure Stimme, um solche Menschenrechtsverletzungen zu bekämpfen!

52 Kommentare zu “„Korrigierende Vergewaltigung“ Teil II

  1. Korrigierende Vergewaltigungen sind ein fürchterliches Konzept. Und vollkommen sinnloser angesichts des Umstands, dass die Frage, welches Geschlecht man anziehend findet durch pränatale Hormone geregelt wird und nicht änderbar ist. Vielleicht sollte man dieses Wissen einfach weiter verfügbar machen

    • Du meinst, Menschen die denken über Vergewaltigung und Misshandlung Homosexualität „heilen“ zu können, sind für solche Argumente offen?
      Denkst du echt, die setzen sich dann bestürzt irgendwohin, greifen sich an den Kopf und erklären „Achso, wenn das so ist. Wusste ich nicht. Lass ich mal das mit der Misshandlung.“?

    • Ach, der Evolutionsspezialist wollte nur beweisen, woher Homosexualität kommt.

      Warum heterosexuelle Männer Frauen insbesondere Lesben hassen und unbedingt penetrieren wollen und müssen, begründet er uns bestimmt auch. Oder doch nicht?

    • @Khaos.Kind

      Wenn das genug Leute wüßten, dann hätten sie es denke ich schwerer solch einen Blödsinn zu machen.
      Der Gedanke, dass man umerziehen kann spielt ihnen da eher in die Hände.

    • @Christian
      Wer Gründe und Mittel finden will, wird das auch. Menschen, die „korrigierende Vergewaltigungen“ für hilfreich halten, tun das nicht aus Unwissen, sondern aus Unwillen zum besseren Wissen (und ein paar anderen Störungen, miserablen Menschen- und Frauenbildern). Sie sind nicht dumm, sondern ignorant.
      Aufklärung hilft dort also gar nichts.

      (Oder kannst du mir erklären, warum die Aussage „man kann es nicht umerziehen“ besser wirken soll als „was du tust, greift in die Persönlichkeitsrechte der anderen Person ein“ oder „Gewalt erzeugt nicht Heilung, sondern Widerstand“?)

    • Korrigierende Vergewaltigungen sind ein fürchterliches Konzept. Und vollkommen sinnloser angesichts des Umstands, dass die Frage, welches Geschlecht man anziehend findet

      Der Begriff sinnlos und sinnvoll angesichts von Vergewaltigung bei Lesben erschließt sich bei mir nicht. Es sei denn du siehst Vergewaltigung per se nur als Konzept und nicht als Gewalt und Straftat an.

    • @Christian: Vergewaltigung wird also als Heilkonzeopt verteufelt, aber der Anspruch einer Heilung von Homosexualität in solchen Kliniken oder sonstwo nicht?
      Vielleicht äußert er sich mal dazu.

    • Ja Christian, vielleicht sollten wir den Ausbruch des Weltfriedens beschleunigen, indem wir deinen Blog ausgedruckt nach Ecuador schicken.

      Oder manchen Leuten flüstern, dass es wurst ist, woher eine bestimmte Neigung kommt, solage sie niemandem schadet. Argh!

    • Er hat halt die wissenschaftliche Einstellung, dass niemand was dafür kann weil er als Homosexueller die falsche Hormondosis im Uterus bekam und deswegen sexuelle Schieflage (andere nennen das beschämt „Neigung“) haben.

    • Und es ist immer das gleiche Karnickel, dass er aus seinem Wissenschaftszylinder zaubert; ein Glück für ihn als Normalhormoneller. 😉

    • Normalhormonell zu sein ist garnicht mal so einfach, Gwen. Alle Studentinnen der Natur- und Ingenieurwissenschaften haben ’ne falsche Hormondosis abbekommen (außer Chemikerinnen…frag mich aber nicht warum). Alle männlichen Lehrer (weil sozialer Beruf und so) auch.
      Man kann noch nicht so genau sagen, was genau die Hormonkonzentration im Trinkwasser in den letzten Jahrzehnten erhöht haben mag, aber das ist nur eine kleine Unstimmigkeit.

    • @Ketcar
      Wenn ihr wüsstet wie viele Männer bei uns Pädagogik-LK haben. Die bedauernswerten Geschöpfe…. An denen wurden bestimmt Experimente in der Jugend durchgeführt.

    • Die sind komplett gehirngewaschen worden. Wahrscheinlich alles Söhne von alleinerziehenden Femifaschistinnen.
      Ach nee, Moment, kann ja gar nicht sein. Gehirnwäsche kann es ja gar nicht geben, wenn alles pränatal einzementiert ist. Dann sind die eben hormonell gestört. Opfer von geheimen Gen-Experimenten? Oder aufgewachsen in Tschernobyl?

    • @Ketcar

      Ich gehe nicht davon aus, dass sich Hormonkonzentrationen geändert haben. Es gab schon immer weiblichere Männer und männlichere Frauen. Natürlich hatte die Gesellschaft etwas damit zu tun, dass männlichere Frauen keine Naturwissenschaften studiert haben. Es herrschte damals eben ein essentialistisches Bild der Geschlechter, während in er modernen Biologie dieser Blickwinkel ja aufgegeben wurde und ein Auseinanderfallen von Gehirngeschlecht und Phänotyp in verschiedenen Ausprägungen Teil der Theorie ist.
      Diese männlicheren Frauen sind – im übrigen auch nach den meisten feministischen Theorien, dort allerdings aufgrund gesellschaftlicher Gegebenheiten – zahlenmäßig seltener als „Typischweibliche Frauen“. Der Umstand, dass männlichere Frauen nunmehr ihre Fähigkeiten voll einsetzen können und nicht mehr ausgebremst werden ist natürlich begrüßenswert und wird von mir voll unterstützt (da ist es wieder, das offensichtliche).
      Ich sehe aber keinen Beleg dafür, dass die Fähigkeiten beliebig sind und es nur eine gesellschaftliche Frage ist. Frauen wählen ihre Studienfächer nach Vorlieben. Eine klassische Kunststudentin wird meistens nicht dazu zu überreden sein, Physik zu studieren.
      Und natürlich – das geht eher in Richtung Maren – kann man sich aus verschiedenen Gründen für Pädagogik, gerade in der Schule. ZB wenn man meint, dass man da gute Punkte abgreifen kann oder wenn man Lehrer für Physik und Mathematik werden will und meint, dass ist schon einmal eine gute Vorbereitung. Interessant ist eben letztendlich der Anteil der (reinen) Pädagogikstudenten an den männlichen Studenten. Ich vermute er ist relativ gering. Es gibt eben auch weniger weiblichere Männer. Deren Art zu Leben natürlich genau so zu akzeptieren ist, wie die anderer Menschen. Ich habe gar nichts gegen sie, ich sehe sie nicht als „schlechtere Männer“ an (um auch hier noch mal das offensichtliche Auszusprechen). Jeder muss den für sich richtigen Weg finden.

    • Übrigens musste ich bei

      „Korrigierende Vergewaltigungen sind ein fürchterliches Konzept. “

      erstmal laut lachen. Also ich finde Hitler doof. Und fürchterlich. Noch jemand?

    • @Ketcar

      Es schadet nicht, dass offensichtliche noch mal auszusprechen. Schon um meinen Standpunkt klar zu machen.
      Was genau stört dich daran?

    • Wat? 🙂

      Es stört mich, dass ich lachen musste. Weil Lachfalten => Partnermarktwert sinkt rapide wegen Evolution und so. Muss ich DIR das wirklich erklären?

    • @ketcar

      ich füge den Satz aus schlechter Erfahrung hinzu. Denn wenn ich entsprechende Sätze nicht schreibe, dann wird mir gerne vorgeworfen, dass ich das besprochene Verhalten entschuldige, indem ich es auf eine reine Wissensbasis schiebe oder was auch immer. Leider ist diese Absicherung meiner Erfahrung nach notwendig.

      Zu den Lachfalten (auch wenn mir klar ist, dass du es ironisch anführst)

      Natürlich sind Falten ein Zeichen des Alters und Jugend im Gegensatz bei Frauen sexy. Wenn dem nicht so wäre, dann gäbe es keine Botox-Spritzen.
      Interessanterweise ist das eine Folge von Paarbindung und Fruchtbarkeit. Gerade weil sich Menschen verlieben lohnt es sich biologisch, sich junge Frauen zu suchen, weil man ja nicht für einen Nachwuchs, sondern für eine Paarbeziehung plant. Allerdings wollen wir ja auch keine Frauen ab dem Beginn der Fruchtbarkeit (14+), sondern (aus steinzeitlicherer Sicht) „ältere Frauen“, die Zeit von 18-25 dürfte das sexuell begehrteste Zeit mit gleichzeitig der höchsten Fruchtbarkeit sein (und dann schließlich bis etwa 35), die zudem noch ein hinreichendes Zeitfenster für viele Kinder innerhalb der gleichen Beziehung lässt.
      Die Selektion auf jüngere Frauen ergibt sich aus diesen Betrachtungen fast von selbst.

    • @OraZ

      Natürlich geht es auch um Unwissen. Denn diese Leute wollen ja mittels der Vergewaltigung heterosexuelle Menschen erzeugen, was einfach nicht geht.

      Wenn sie das wüßten, dann würden sie zumindest nicht mehr meinen etwas korrigieren zu können. Ob sich ihr Hass dann anders entlädt wäre eine andere Frage.

    • Wenn sie das wüßten, dann würden sie zumindest nicht mehr meinen etwas korrigieren zu können.

      Typisch Akademiker, der in seinem kleine Elfenbeinturm an die Macht der Aufklärung glaubt.
      Demnach müsste man auch Nazis und Vergewaltiger aufklären, und schwupps: dank des Wissens keine Taten dieser Leute mehr.
      doh

    • @Oraz
      Nur um das Gerücht gleich mal im Keim zu ersticken. Christian ist _kein_ Akademiker. Sondern weit davon entfernt.
      (anders kann ich mir die zum Himmel schreiende Unfähigkeit wissenschaftliche Studien zu interpretieren nicht erklären, das gehört zum akademischen Grundwissen – sage ich mal als Akademikerin)

    • Ich wüsste ja zu gern womit Christian seine Brötchen verdient…
      Ich hab zwar so eine Ahnung, der Schilderungen seines Lebens nach, aber sicher bin ich mir nicht.

    • @ Maren
      Was hast du denn für eine Vermutung?

      Zumindest kann es kein ach so typisch männlich-testosterongeladener ausbeuterischer 100-Stunden-Todesjob sein, wenn er die Zeit hat, täglich Artikel zu posten.

    • Nur um das Gerücht gleich mal im Keim zu ersticken. Christian ist _kein_ Akademiker. Sondern weit davon entfernt.

      Spielt für die Argumentation keine Rolle, wie ich finde. Abgesehen davon habe ich schon mit Nicht-Akademikern geredet, die mir sehr intelligent und reflektiert vorkamen und wiederum mit Akademikern, wo ich mir dachte… *irgs*

      Im wgvdl Forum schreiben übrigens ein paar Ärzte. Einer davon erzählt auch schon mal davon, wie er Zigeuner-Häuptlinge dafür bezahlt, Prostituierte einzusperren, um sie „unverseucht“ ficken zu können und bildet sich ein, sich damit gegen das „Fotzen-Regime“ aufzulehnen.

      Um’s kurz zu machen: Autoritätsargumente taugen nix.

    • @Maren, onyx
      Onyx, du vergisst die viele Zeit *hust*, die er in die Suche und „Interpretation“ von englischsprachigen Studien steckt. Zudem taucht er auf nahezu jedem annähernd feministischem Blog min. einmal auf, wahrscheinlich ist er auch bei den ganzen PU-Sachen irgendwo zu finden (bin da ja nicht unterwegs, habt ihr ihn schon entdeckt?) und noch bei ein paar anderen Blogs (frl. Krise, Frau Freitag und die Tussis on Tour hat er mal zitiert). Zudem kommentiert er noch bei sich selbst, was bei der unübersichtlichen Struktur auch aus Administrationssicht nicht so einfach ist. Oder er wiederholt sich deshalb andauernd, weil er komplett den Überblick darüber verloren hat, was er wo schon erwähnt hat.

      Ich glaube, er hat einen furchtbar langweiligen Bürojob, der unpolitisch sein müsste. Also eher keine Finanzen. Oder er sitzt irgendwo an der Kasse. Irgendwo in der unteren Hierarchieebene, total unterfordert, denn anders kann mensch doch nicht auf so Gedanken kommen.

    • Zudem taucht er auf nahezu jedem annähernd feministischem Blog min. einmal auf, wahrscheinlich ist er auch bei den ganzen PU-Sachen irgendwo zu finden (bin da ja nicht unterwegs, habt ihr ihn schon entdeckt?) und noch bei ein paar anderen Blogs (frl. Krise, Frau Freitag und die Tussis on Tour hat er mal zitiert). Zudem kommentiert er noch bei sich selbst, was bei der unübersichtlichen Struktur auch aus Administrationssicht nicht so einfach ist. Oder er wiederholt sich deshalb andauernd, weil er komplett den Überblick darüber verloren hat, was er wo schon erwähnt hat.

      Das hat ja nun einen ganz einfachen Grund. Es erhöht den Bekanntheitsgrad und damit auch die Besucherzahlen. Was ihm ja aus unerfindlichen Gründen irgendwie wahnsinnig wichtig zu sein scheint. Den Nachteil dabei sieht er aber nicht oder er ist ihm egal: Ein hoher Traffic und Diskussionsniveau verhalten sich meist umgekehrt proportional. Den Beweis dafür muß man nicht lange suchen.

    • @Khaos.Kind

      Lucia hatte ja schon ermittelt, dass ich Metzger bin 😉

      Allerdings – da wiederhole ich mich auch – sind die Theorien bezüglich der Wirkung von Hormonen ja auch nicht nur die meinen. Es sind die Theorien, die gegenwärtig den wissenschaftlich Diskurs bestimmen. Das bestätigt ja aus den Gender Studies zB Heinz Voss auf Seite 232 seiner Doktorarbeit..

      Poststrukturalismus hingegen ist keine Wissenschaft. Es ist eine Philosophie. Hattest du meine ich auch selbst einmal so als Argument angeführt als Grund, warum es die Biologie ignorieren kann.
      Aber ich bin gespannt, was das Rätselraten ergibt 🙂

    • Aber ich bin gespannt, was das Rätselraten ergibt

      Du könntest auch einfach eine Antwort drauf geben. Oder einfach direkt sagen dass du nicht antworten willst.

    • @Christian
      Philosophische Konzepte (von vor über 30 Jahren) müssen in ihre Darstellung nicht _heutige_ Biologieerkenntnisse einbinden. Muss es andersrum ja auch nicht und tut es auch nicht. Nennt sich nach wie vor Disziplinverständnis, das unterschiedliche Aspekte desselben Phänomens beleuchtet. Ihnen das vorzuhalten, finde ich ziemlich witzlos aber genau darauf schießt du dich ein.

      Disziplinverständnis heißt übrigens immernoch nicht, dass es keine interdisziplinären Ansätze von „beiden“ Seiten gibt. Sowohl die Molekularbiologie und die Quantenphysik brechen hier alte Muster und Vorstellungen auf, als auch neuere Theorien der Women und Gender Studies (von z.B. Karen Barad).

      Ich glaube nicht, dass du Metzger bist. Würde mich da aber onyx anschließen. Entweder du verrätst es oder du sagst gleich, dass du es eben nicht offen legen willst. Mir würde auch schon reichen, dass du mal deutlich machst, dass du kein Akademiker oder Biologe bist. Aber dann könntest du dich ja nicht darin sonnen, dass dir wissenschaftliche Kompetenz zugeschrieben wird.

    • Nee Metzger isses nich.
      Eher „Was mit Medien“ ™
      Er hat auf jeden Fall einen Job, den er lt. seinen Theorien als statusträchtig erachten würde, sonst würde er nicht so dermaßen dahinter stehen.
      Zudem erzählt er ja ab und an von Freundinnen, die sich alle mit Models vergleichen können,das würde ich auch eher in einer solchen Branche verorten. Vielleicht isser auch Fotograf… Obwohl is ja was mit Medien.
      Städtetechnisch würde ich auf Düsseldorf tippen, die sind ja eher…standesbewusst sach ich mal, was das angeht, zumindest nach meiner Erfahrung.

    • Zudem erzählt er ja ab und an von Freundinnen, die sich alle mit Models vergleichen können,

      Sag bloß, du glaubst das? 😀

      Klar, meine Freunde können auch allesamt locker mit den Brads, Georges und den Coca Cola Männern dieser Welt mithalten. 😀

    • Aber ich bin gespannt, was das Rätselraten ergibt

      Mmmhmm. Und ich dachte immer, Frauen könnten sich nicht klar ausdrücken 😛

    • „Philosophische Konzepte (von vor über 30 Jahren) müssen in ihre Darstellung nicht _heutige_ Biologieerkenntnisse einbinden.“

      Wenn man sie rein geschichtlich betrachtet nicht. Aber ansonsten natürlich. Was ist das sonst für ein Verständnis von Wissenschaft? Wenn andere Forschung entgegensteht, dann kann man sie deiner Meinung nach einfach ignorieren, weil es ein anderes Fach ist und man nicht über seinen Tellerrand schauen muss?

      Judith Butlers „Undoing Gender“ ist außerdem 2004 erschienen. Darf sie die Forschung da auch noch einfach ignorieren? Was ist mit den Gender Studies?

      „Muss es andersrum ja auch nicht und tut es auch nicht.“

      Tut man durchaus. Auf gesellschaftliche Begründungen wird in biologischer Literatur häufig eingegangen. Sogar explizit auf Poststrukturalismus von Pinker zB

      „Nennt sich nach wie vor Disziplinverständnis, das unterschiedliche Aspekte desselben Phänomens beleuchtet.“

      Das ist doch eine simple Ausrede. Wie will man denn verschiedene Aspekte vernünftig beleuchten, wenn man die andere Forschung komplett ignoriert.
      Nach der These wäre es vollkommen okay in einem anderen Zweig weiter davon auszugehen, dass die Erde eine Scheibe und der Mittelpunkt des Universums ist – wir beleuchten das Erdkörperproblem nur aus unterschiedlichen Aspekten.
      Und da soll man dann nicht einwenden können, dass sie eben eine Kugel ist und nicht der Mittelpunkt des Universums, weil es eben eine andere Disziplin ist?
      Unter dem Gesichtspunkt ist Kreationismus dann immerhin eine ernstzunehmende WIssenschaft.
      Würde mich interessieren, wie du dieses Verständnis am Beispiel Kreationismus durchziehst: „Sie dürfen ignorieren, dass Fossilien älter als 6000 Jahre sind, sie betreiben theologische Archäologie, dass ist ein anderer Gesichtspunkt, vollkommen seriöse Forschung“

    • @Christian
      Ich weiß ja, dass du keinen Plan von Wissenschaft hast. Musst du nicht immer wieder unter Beweis stellen.

      „Was ist das sonst für ein Verständnis von Wissenschaft? Wenn andere Forschung entgegensteht, dann kann man sie deiner Meinung nach einfach ignorieren, weil es ein anderes Fach ist und man nicht über seinen Tellerrand schauen muss?“

      Wenn andere Forschung entgegen steht, dann steht sie der eigenen eben entgegen. Das auszuhandeln ist Aufgabe der wissenschaftlichen Community, in der auch mal zwei konträre Meinungen nebeneinander stehen können. Natürlich gehört es dazu, sich über diese Ansichten im Klaren zu sein und sie als solche wahrzunehmen. Mensch kann sich trotzdem auf andere Konzepte für die Foschung berufen. Wenn ich psychologisch arbeite, muss ich ja auch nicht unbedingt Freud heranziehen, sondern kann mich auf Jung oder Adler beziehen. Das hat mit Ignoranz nichts zu tun.
      Zumal Butlers Theorien keine „Forschung“ im engeren Sinne sind.

      „Was ist mit den Gender Studies?“
      Was soll damit sein?

      Jetzt mit Kreationismus zu kommen, ist totaler Humbug. Kreationismus ist eine religiös motivierte Interpretation beliebiger und wissenschaftliche nicht haltbarer Daten, keine Wissenschaftsrichtung. Großer Fail!

    • @Christian:

      Auch wenn ich selber keine Gegenstudien zu deinen biologistischen Thesen habe (ich werde danach suchen, aber so viel Zeit habe ich auch wieder nicht, darum wird es dauern), würde ich sagen, dass deine Meinung nicht gerade ein Maßstab ist. Meinungen sind immer subjektiv. Und gerade bei dir ist mir aufgefallen, dass du eine sehr selektive Auswahl triffst. Nicht anders, als manche Forscher, traurigerweise. Kurz gesagt, du suchst dir die Studien, die deine Meinung bestätigen, pickst dir aus diesen Studien auch noch das heraus, was dir gefällt, und fühlst dich bestätigt (wie Hottehü auch zu deinem neuen Thema schon bemerkt hat). DAS macht dich unglaubwürdig für alle, die deine Ideologien nicht teilen. Die „Genderisten“ bestreiten vielleicht einen biologischen Zusammenhang, du – so kommt es mir zumindest vor – bestreitest die soziale/gesellschaftliche Komponente eben auch. Inwiefern bist du anders? Hast du jemals auf deinem Blog etwas anderes verlinkt, als auf biologistische Studien? Du tust, als wäre es nicht möglich, seine steinzeitliche Programmierung zu überwinden. Das, so kommt es mir vor, ist der Grundtenor auf deinem Blog.

      Hier habe ich z.B. etwas Interessantes gefunden, das darauf hinweist, dass eben nicht ALLES mit Biologie zusammenhängt: http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligenz#Bedrohung_durch_Stereotype

      Weitere Hinweise folgen vielleicht.

      @Thema, bzw. Christians Bemerkung zum Thema:
      Leute suchen sich immer irgendeine Entschuldigung/Rechtfertigung für ihre Taten. Und das Tragische ist: sie FINDEN sie auch immer wieder. Was nicht passt, wird passend gemacht. Wenn sie herausfinden, dass sie mit ihrer „Behandlung“ niemanden umerziehen können (wobei ich glaube, dass gewisse Leute ziemlich resistent gegen objektives Wissen sind, da sie sich immer nur das Passende aussuchen und alles andere geflissentlich ignorieren), finden sie eine andere Begründung, egal wie diese aussieht. So gesehen hilft alles Wissen nichts.

    • @Sygyzy

      Nehmen wir mal an, dass ich Recht habe: Wie soll ich dann Studien bringen können, die mir unrecht geben? 😉

      Wie du selbst anführst ist es gar nicht so einfach Studien zu finden, die der Auffassung wiedersprechen. Zumal man bedenken muss, dass einzelne Punkte auch nur zu widersprechen scheinen, weil der Mensch eben komplex ist. Meist läßt es sich aufklären

      Ich möchte aber noch einmal betonen, dass ich Gegenstudien keineswegs unter den Tisch fallen lassen möchte: Im Gegenteil, ich freue mich immer, wenn jemand welche bringt. Häufig genug ergeben sie auch für mich ein neues Puzzleteil. Ganz am Anfang hatte ich beispielsweise nicht verstanden, dass Testosteron in Östrogen umgebaut werden kann, weswegen mir einige Befunde erhebliche Schwierigkeiten machte. AUch der Umbau von Testosteron in Östrogen an der Blut-Hirn-Schranke hat einiges für mich geklärt. Ich lerne durchaus dazu, neuerdings beispielsweise ist mir erst die Bedeutung der intrasexuellen Selektion anhand eines Buches von Geary „Male, Female“ deutlich geworden, ebenso wie daran und an „Der Affe in uns“ von Frans de Waal“ die Parallelen zu anderen Primaten deutlicher geworden sind.

      Der Vorwurf, dass ich nur absolut einseitig darstelle ist meiner Meinung nach nicht zutreffend.

      Ich bespreche auch einige feministische Schriften, natürlich stelle ich auch die Gegenargumente dar.
      Hier sind beispielsweise einige Artikel, die andere Ansichten besprechen (Onyx ich hoffe das geht so in Ordung):

      http: //allesevolution.wordpress.com/2011/03/16/grundlagen-des-feminismus/
      http: //allesevolution.wordpress.com/2011/07/18/poststrukturalismus/
      http: //allesevolution.wordpress.com/2011/03/16/geschlechtsidentitat-bei-transsexuellen-und-transvestiten-aus-einer-feministischen-diplomarbeit/
      http: //allesevolution.wordpress.com/2011/01/25/die-drei-grundannahmen-des-gender-feminismus-zur-menschlichen-natur/
      http: //allesevolution.wordpress.com/2011/01/27/ein-mannlicher-feminist-und-sein-kampf-mit-dem-mannlichen-privileg/
      http: //allesevolution.wordpress.com/2010/12/17/undoing-gender-auf-der-olplattform/
      http: //allesevolution.wordpress.com/2010/10/15/beauvoir-frauen-als-das-andere-bzw-zweitrangige/
      http: //allesevolution.wordpress.com/2010/05/18/simone-de-beauvoir-das-andere-geschlecht/
      http: //allesevolution.wordpress.com/2010/12/20/hegemoniale-mannlichkeit/

      Ich könnte hier noch 20+ weitere Artikel anführen, die sich mit feministischen Konzepten beschäftigen, die meiner Meinung entgegenstehen, aber ich will ja Onyx Blog nicht (übermäßig) mit Links vollknallen.

      Was sind genderfeministische Ansichten anders als meiner Meinung entgegenstehende Literatur? Es sei denn du meinst, dass diese kein Gewicht haben und daher nicht zählen?

      Und jetzt zeig mir einen feministischen Blog, der sich in dieser Form mit den biologischen Gegenargumenten auseinandersetzt. Oder zumindest mal ein in den Warren Farrell besprochen wird. Insbesondere bei vergleichsweise offener Kommentarpoltik. Ich werde dort sofort Stammleser und Stammkommentator werden.
      Wenn ich also den Leuten zu verbohrt sein muss: Welches Urteil muss man dann aus dieser Logik heraus über feministische Blogs sprechen?

      Aber wenn du Kritikfähigkeit anprangerst:

      Wie ist es denn mit der deinen bestellt? Kannst du zugeben, dass CAH, CAIS, vererbbare Transexualität, Turner Syndrom, größere Übereinstimmung der Geschlechteridentität bei monozygoten Zwillingen, etc für eine deutliche biologische Komponente sprechen?
      Und das wenn dies der Fall ist der feministische Poststrukturalismus a la Butler und Gleichheitsfeminismus a la Beauvoir falsch?

      Kannst du zugeben, dass das Patriarchat oder die Phallokratie einiges von einer Verschwörungstheorie haben?

      Ich stelle dir gerne frei mir ähnliche Vorhaltungen zu machen und werde dann nach besten Wissen und Gewissen antworten.

    • @Christian
      Habs bemerkt. Schon lustig, wie du einer Diskussion hier ausweichst und lieber auf deinem Blog etwas widerlegen willst, was ich nie behauptet habe. Und das OBWOHL du mich zitierst. Auch ne Kunst.

    • Schon lustig, wie du einer Diskussion hier ausweichst und lieber auf deinem Blog etwas widerlegen willst, was ich nie behauptet habe.

      Da bekommt er halt mehr Zuspruch und weniger Widerworte, weil er weiß, dass du da nicht mehr kommentierst.

    • @Khaos.Kind

      Wir können die Diskussion auch gerne hier fortsetzen. Oder auf deinem Blog Oder auf meinem.
      Wie es dir recht ist. Was wolltest du denn eigentlich sagen, wenn nicht, dass man als Soziologe/Genderwissenschaftler auf Biologie nicht eingehen muss?

    • @Onyx
      Und dabei will er doch immer diskutieren. Oder gibt es zumindest vor, wie hier gut ersichtlich wird. An Diskussion ist ihm nicht gelegen, nur an Profilierung.

  2. Pingback: Machtmittel im Diskurs: Disziplinverständnis « Alles Evolution

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