Bewährungsstrafe für 340fachen Kindesmißbrauch – weil er gestand

Geständnis für ein mildes Urteil: Ein Mann aus dem Landkreis Peine hat seine noch minderjährige Stieftochter 340 Mal missbraucht. Seine Strafe: Zwei Jahre auf Bewährung und 10.000 Euro für das Mädchen.

Für den 340-fachen sexuellen Missbrauch seiner Stieftochter hat das Braunschweiger Landgericht einen Mann aus dem Landkreis Peine zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Außerdem muss der Angeklagte 10.000 Euro an das zu Beginn der Tatserie neun Jahre alte Mädchen zahlen. Der 41-Jährige nahm das Urteil am Dienstag an. Um das minderjährige Opfer zu schützen, fand ein Teil des Prozesses unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Gleich zu Verhandlungsbeginn hatte der Beschuldigte ein Geständnis abgelegt. Ein Auslöser für die Übergriffe war wohl die Alkoholabhängigkeit des Angeklagten. Er ging in eine stationäre Therapie und ist inzwischen von der Trunksucht geheilt. Zusammen mit dem Geständnis habe er damit die Grundlage für das äußerst milde Urteil geschaffen.

Quelle

6 Kommentare zu “Bewährungsstrafe für 340fachen Kindesmißbrauch – weil er gestand

  1. Ich verstehe nicht ganz…ich lese solche Meldungen wirklich häufig. Weiß jemand, wie häufig es vorkommt, dass man ein Geständnis gegen Bewährung tausche kann? Und wie begründet man das? Ist die Rückfallquote bei Sexualstraftaten nicht extrem hoch?

  2. *Ein Auslöser für die Übergriffe war wohl die Alkoholabhängigkeit des Angeklagten. Er ging in eine stationäre Therapie und ist inzwischen von der Trunksucht geheilt. Zusammen mit dem Geständnis habe er damit die Grundlage für das äußerst milde Urteil geschaffen.*

    Hallo? Hallooooo?
    Erstmal: Von „Trunksucht“ (benutzen die den Duden von 1955?) kann man nicht geheilt werden, man ist bestenfalls trocken.
    Zudem, wie kommen die auf so eine beschissene Begründung?
    Ich bin jetzt mal so frei und sag, die meisten Alkoholikerväter machen sich auch im Suff nicht an ihre 9jährige Tochter dran, es sei denn es liegen noch andere Faktoren vor. Wie kann man sich nur so einlullen lassen?

  3. Nix neues, manche Richter geben einen Bonus beim ersten Mal und wenn er dann noch krank ist, hat er gute Karten. Ganz besonders ohne gerichtliche Auflagen, dann kann er sich ja eine neue Betätigung als Pädo suchen. Klar, das Gericht glaubt, der ist jetzt „geheilt“ – so einfach, von seiner Alkoholsucht nicht und auch nicht von seinen Kinder-Vergewaltigungsabsichten. Denn Alkis kann man nicht heilen, die sind nur trocken bis zum Rückfall, dasselbe gilt auch für Pädos.
    Damit müssen Geschädigte leben, dass solche Täter so einfach und kostengünstig davon kommen.
    Wer Opferarbeit macht, weiß davon, dass es oft so läuft.

  4. Ich behaupt mal, dass es sich um keinen Pädophilen handelt!

    Jemand der ein inzestuöses Verhältnis mit der Tochter hat, dem könnte man eher vorwerfen ein Ersatztäter zu sein. Die hinzukommende Alkoholkrankheit untermauert diesen Verdacht.
    Pädosexuell wohl schon, aber mit Pädophilie wie ich sie von mir kenne hat das nichts zu tun.
    Ich hab schon einige Urteile in der Presse gelesen und dieses ist sehr fragwürdig, kann aber aufgrund der wenigen Fakten kaum ernsthaft angezweifelt werden.

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