Wer es noch nicht wußte: Männer überschätzen häufig ihre Anziehungskraft auf Frauen

An schnellem Sex interessierte Männer sind meist überzeugt davon, auf Frauen unwiderstehlich zu wirken. Deshalb interpretieren sie beim Speed-Dating so oft ein „Nein“ als „Ja“. Das zeigt eine US-Studie mit Studenten….

Die Geschichte von Mann und Frau ist eine Geschichte von Missverständnissen. Warum, zeigt jetzt eine Studie der US-Psychologin Carin Perilloux: Männer neigen oft dazu, ihre Anziehungskraft auf Frauen zu überschätzen.

Die Wissenschaftlerin vom Williams College im US-Staat Massachusetts untersuchte mit Kollegen 96 Studenten und 103 Studentinnen beim Speed-Dating. Den Studienteilnehmern wurden jeweils fünf Personen des anderen Geschlechts als Gesprächspartner zugeteilt, die Begegnungen dauerten drei Minuten. Zu Beginn gaben alle Teilnehmer an, wie attraktiv sie sich selbst einschätzten und ob sie an einer Kurzbeziehung interessiert seien. Nach jedem Drei-Minuten-Gespräch notierten sie, wie attraktiv sie ihr Gegenüber gefunden hätten und ob sie sexuell interessiert an der Person seien.

Das Ergebnis: Frauen neigten dazu, das Interesse der Männer an ihnen zu unterschätzen. Männer wiederum, die interessiert an schnellem Sex waren, überschätzten oft ihre Anziehungskraft auf die Frau. Je attraktiver der Mann die Frau fand, desto eher war er überzeugt davon, bei ihr einen guten Eindruck hinterlassen zu haben. Dabei neigten Männer, die tatsächlich anziehend auf Frauen wirkten, am wenigsten zur Selbstüberschätzung.

„Es gibt zwei Fehler, die Männer machen können“, sagte die Psychologin. „Entweder er denkt: ‚Toll, die Frau hat wirklich Interesse an mir‘ – und es stellt sich heraus, sie ist es nicht.“ Dies führt oft zu Missverständnissen, sei peinlich und ein Schlag fürs Ego. „Oder die Frau hat Interesse, und er kriegt es nicht mit.“

Den Männern riet die Psychologin, sich stets zu vergegenwärtigen, dass sie mit ihrer Einschätzung in Bezug auf das Interesse der Frau falsch liegen könnten. Frauen forderte sie auf, möglichst klare Signale zu geben. Die Untersuchung soll in der nächsten Ausgabe der Fachzeitschrift „Psychological Science“ erscheinen.

Quelle

Männer interpretieren also ein Nein als Ja, weil sie sich selbst überschätzen und wirklich glauben, dass die Frau an ihnen interessiert ist. Ihr eigenes sexuelles Interesse an der Frau lässt sie glauben, dass es ihr genau so gehen muß.

„Dabei neigten Männer, die tatsächlich anziehend auf Frauen wirkten, am wenigsten zur Selbstüberschätzung.“

Das überrascht nicht. Sich selbst als unwiderstehlich empfindende Männer sind eben nicht anziehend.

38 Kommentare zu “Wer es noch nicht wußte: Männer überschätzen häufig ihre Anziehungskraft auf Frauen

  1. Da gibt es schon einige Studien zu.

    Interessant ist der Hintergrund: Für Männer ist es aus evolutionärer Sicht besser zu mutig zu sein als zu schüchtern. Besser sie glauben, dass sie eine Chance haben als sie handeln gar nicht.
    Für Frauen, die aus evolutionärer Sicht höhere Sexkosten haben und daher vorsichtiger sein müssen gilt es genau anders herum.

    „Sich selbst als unwiderstehlich empfindende Männer sind eben nicht anziehend.“

    Doch, können sie durchaus sein. Selbstvertrauen ist sexy.

    • Doch, können sie durchaus sein. Selbstvertrauen ist sexy.

      Übertriebenes Selbstvertrauen (und sich selbst für unwiderstehlich zu halten, ist definitiv übertrieben) offenbar nicht.

    • @Christian

      Interessant ist der Hintergrund: Für Männer ist es aus evolutionärer Sicht [blabla]

      Das dieses Sexgedöns nur eine von vielen evolutionstheoretischen Annahmen ist, vergisst du immer wieder zu sagen. Und wieso es gerade für eine aus evolutionärer Sicht wählerischen Frau nachteilig sein soll, sich nicht aktiv um die Partnerwahl zu bemühen, sondern auf den nächstbesten (nach obiger Studie wahrscheinlichen) Vollpfosten zu warten, konntest du auch noch nie erklären.
      Zumal sich selbst überschätzende Männer ja nicht gerade die idealen Versorgungspartner sind, auf die Frau deiner Meinung nach wartet.

      Doch, können sie durchaus sein. Selbstvertrauen ist sexy.

      Lies doch mal, was in der Studie steht. Dass die besagten Frauen an solchen eben KEIN Interesse hatten und die an schnellem Sex interessierten Kerle das nicht gecheckt haben. Oder nicht wollten.
      Sondern eher die, die nicht zu Selbstüberschätzung neigten. Das steht da wortwörtlich.
      Ist mir echt ein Rätsel, wie du es schaffst, das anders auszulegen.

    • @khaos.Kind

      „Und wieso es gerade für eine aus evolutionärer Sicht wählerischen Frau nachteilig sein soll, sich nicht aktiv um die Partnerwahl zu bemühen, sondern auf den nächstbesten (nach obiger Studie wahrscheinlichen) Vollpfosten zu warten, konntest du auch noch nie erklären.“

      Wer sagt denn, dass sie sich nicht bbemühen soll? Sie soll nur nicht zu sicher sein, dass alles super klappt, sondern eher zweifeln, damit sie nicht so schnell in eine „Pump and dump“-Situation gerät, wenn sie dies nicht will.

      DIe Grundlage ergeben sich aus der Sexual Strategies Theory
      http: //allesevolution.wordpress.com/2011/01/12/sexual-strategies-theory-sst/

      Hattest du bisher noch nicht im Studium? Verwunderlich…

      „Dass die besagten Frauen an solchen eben KEIN Interesse hatten“

      Klar, aber das lag ja nicht am Selbstvertrauen. Mit weniger Selbstvertrauen hätten sie noch geringere Chancen gehabt, weil sie gleich davon ausgegangen wären, dass es nicht klappt.

    • Sie soll nur nicht zu sicher sein, dass alles super klappt, sondern eher zweifeln, damit sie nicht so schnell in eine „Pump and dump“-Situation gerät, wenn sie dies nicht will.

      Es gibt auch für IHN genug unangenehme Situationen, vor denen er sich mit ein bisschen Zweifel und Vorsicht schützen sollte. Auch für Männer ist es keineswegs risikolos, sich auf alles zu stürzen, was einen Rock trägt, nur um sagen zu können „bei irgendeiner wirds schon klappen“.

      Hattest du bisher noch nicht im Studium? Verwunderlich…

      Unterlasse solche herabsetzenden Bemerkungen.

      Klar, aber das lag ja nicht am Selbstvertrauen.

      Woran denn deiner Meinung nach?

      Mit weniger Selbstvertrauen hätten sie noch geringere Chancen gehabt, weil sie gleich davon ausgegangen wären, dass es nicht klappt.

      Komischerweise waren diese Männer aber attraktiv bei den Damen.

    • @onyx

      Selbst wenn es negative Folgen hat: In der Evolution wirkt sich nur der reine Fortpflanzungserfolg aus. Wenn er dadurch, dass er denkt, dass sie ihn anziehend findet, in 1 vom 20 Fällen Glück hat, dann kann er schon diverse Kinder mehr haben.
      Der der früher abbricht kann aber nicht mehr Kinder haben, denn er vergibt eine potentielle Chance, selbst wenn sie recht klein ist.

      Demnach werden sich die Gene desjenigen, der eher davon ausgeht, dass sie ihn attraktiv findet im Genpool anreichern.

      Evolution kennt keine Moral. Es ist ja kein zielgerichter Vorgang zu einem besseren Menschen oder Vorteilen für die Gattung Mensch, sondern erfolgt allein durch zufällige Mutation und Selektion.

      Was würdest du denn als zusätzliches Risiko sehen in der Dating Situation? Er sieht sie danach nie wieder, wenn es schlecht läuft. Und warum sollte das zusätzliche Risiko einer anderen Situation nicht separat berücksichtigt werden?

      „Unterlasse solche herabsetzenden Bemerkungen“

      Neuer Blog, neue Blogregeln? Gelten die für alle? Auf mich wurde meine ich in den Kommentaren schon verächtlicheres abgeladen, ohne Hinweis von dir, deswegen dachte ich etwas Sarkasmus passt hier ganz gut.

      „Woran denn deiner Meinung nach?“

      Attraktivität, Status, Redegewandheit, allgemeiner geringer Partnerwert.

      „Komischerweise waren diese Männer aber attraktiver bei den Frauen“

      Die Diskrepanz zwischen Eigenwahrnehmung und tatsächlichen Partnerwert wird eben automatisch geringer, wenn man einen hohen Partnerwert hat.

    • Selbst wenn es negative Folgen hat: In der Evolution wirkt sich nur der reine Fortpflanzungserfolg aus.

      Wir leben nicht in einer reinen Evolution sondern in einer Zivilisation. Daran solltest du ab und zu auch mal denken.

      Neuer Blog, neue Blogregeln?

      Nein.

      Gelten die für alle? Auf mich wurde meine ich in den Kommentaren schon verächtlicheres abgeladen, ohne Hinweis von dir, deswegen dachte ich etwas Sarkasmus passt hier ganz gut.

      Keineswegs. Deine Anmerkung war deutlich herabsetzend, als ob Khaos.Kind noch nicht genug gelernt hat, um es mit deiner brillanten Argumentation aufzunehmen.

      Attraktivität, Status, Redegewandheit, allgemeiner geringer Partnerwert.

      Welche dieser Merkmale bei welchen Männern wie gewirkt haben, hast du in der Studie nochmal genau woraus gelesen?

    • @Onyx

      „Keineswegs. Deine Anmerkung war deutlich herabsetzend, als ob Khaos.Kind noch nicht genug gelernt hat, um es mit deiner brillanten Argumentation aufzunehmen.“

      Das sehe ich ein. ich hätte wohl eher dem guten Beispiel von Khaos.kind folgen sollen und ihre Argumente als bla bla bezeichnen sollen, dannach von ihrem Sozialgedöns sprechen und ihr vorwerfen sollen, dass sie etwas „noch nie erklären“ konnte.
      Danach hätte ich ihr vorwerfen sollen, dass sie mal lesen sollte was in der Studie steht (von Carin Perilloux und wer war da noch beteilligt? Warum sollten gerade die auch blabla und sexgedöns vertreten?).

    • Das sehe ich ein.

      Schön. Dann wäre das ja geklärt. Hast du sonst noch was inhaltliches beizutragen?

    • @Onyx

      Mir erscheint, dass evolutionäre Partnerwahlstrategien und Attraktivität nach der Studie die besten Indikatoren für die Überschätzung sind. Zudem ist ein Zusammenhang mit Testosteron anzunehmen, denn schöne Frauen erhöhen bei Männern üblicherweise den Testosteronspiegel und dieser wiederum das Selbstvertrauen, was dazu beitragen könnte, das die Männer sich gerade bei deutlicheren Unterschieden in der Attraktivität als dennoch interessant ansahen. Damit scheint mir die Fehlwahrnehmung der Männer nach bestimmten Kriterien differenziert und spezifisch auf bestimmte Umstände ausgerichtet zu sein.
      Was eben gut zu der bereits angesprochenen biologischen Grundlage passt oder nicht?

    • @Christian

      DIe Grundlage ergeben sich aus der Sexual Strategies Theory [Link] Hattest du bisher noch nicht im Studium? Verwunderlich…

      Mal davon abgesehen, dass deine Herablassung dich selbst disqualifiziert:
      Natürlich hatte ich das schon im Studium, darum schrieb ich ja auch Das dieses Sexgedöns nur eine von vielen evolutionstheoretischen Annahmen ist, vergisst du immer wieder zu sagen.

      Klar, aber das lag ja nicht am Selbstvertrauen.

      Nein, es lag nicht am Selbstvertrauen. Sondern an der SelbstÜBERSCHÄTZUNG. Wirf nicht dauernd Sachen in einen Topf, die miteinander nix zu tun haben.
      Wer schnellen Sex wollte, hat die Zeichen des Gegenübers öfter falsch gedeutet, selbst und gerade wenn diese Desinteresse/Ablehnung bedeutet hätten. Das hat nichts mit Selbstvertrauen zu tun, sondern ist eine Wahrnehmungsverzerrung.

      Nur weil für dich Dominanz, Selbstvertrauen und Selbsteinschätzung das Gleiche zu sein scheinen, ist dem noch lange nicht so. Das ist deine ganz persönliche Wahrnehmungsverzerrung mein Guter.

    • @Khaos:Kind

      „Natürlich hatte ich das schon im Studium“

      Ihr hattest Sexual Strategies Theory im Studium? Erstaunlich. Wie wurde es denn aufgenommen?
      Und du siehst keinen Zusammenhang zu der Studie?

      „Wer schnellen Sex wollte, hat die Zeichen des Gegenübers öfter falsch gedeutet, selbst und gerade wenn diese Desinteresse/Ablehnung bedeutet hätten. Das hat nichts mit Selbstvertrauen zu tun, sondern ist eine Wahrnehmungsverzerrung.“

      Genau. Eine, die evolutionstechnisch sehr einfach zu erklären ist. Denn wenn er denkt, dass sie evtl doch Interesse hat, dann hat er eher eine Chance auf Fortpflanzung als wenn er dies nicht denkt.
      Bei ihr hingegen ist eine CHance auf Fortpflanzung nach der Sexual Strategies Theory weniger wichtig als eine Chance auf qualitativ hochwertige Fortpflanzung (also entweder gute Gene oder Versorgung), weswegen sie eher skeptisch sein sollte.

      Genau das ist nach der Sexual Strategies Theory zu erwarten. Weswegen die Autorin ja auch oben die zwei Möglichkeiten anspricht.

    • Doch, können sie durchaus sein. Selbstvertrauen ist sexy.

      Kommt drauf an. Ein gesundes Selbstvertrauen steht im Gegensatz zu allen möglichen Komplexen, die zu einer feindseligen, verbitterten Haltung führen können. Aber ein „Ich kriege jede, die ich will“-„Selbstbewusstsein“ (das ich nicht mehr als solches bezeichnen würde, sondern eher als Narzissmus) ist unsexy. Da kannst du sagen, was du willst.

    • @syzygy

      Denkt man. Aber es ist erstaunlich, wie oft Narzissten sexy wirken.
      Ich kenne einen absoluten Narzissten, der bei Frauen gerade deswegen absolut ankommt. Weil er nach außen absolutes Selbstvertrauen hat. Insbesondere seine „wenn es bei dir zu lange dauert, dann nehme ich mir eben eine andere, mich wollen genug“ Einstellung bringt ihn da erheblich weiter. Natürlich recht gemischt, er stößt viele Frauen damit vor den Kopf.

      Aber das er das tut dringt wegen seines Narzissmus eben gar nicht zu ihm durch. Bei der nächsten ist er wieder voller Selbstbewußtsein.

    • Aber es ist erstaunlich, wie oft Narzissten sexy wirken.
      Ich kenne einen absoluten Narzissten, …

      Na Bravo. Das Argument des Jahrhunderts.

    • Du verwechselst da was. Du glaubst, es sei sein Narzissmus, der ihn weiterbringt. Ich glaube, er spricht einfach nur genügend Frauen an. Natürlich gibt es genügend Menschen, die unglaublich leicht beeindruckt sind (sieht man ja auch an manchen Männern, die immer wieder an ausbeuterische Frauen geraten, nicht wahr?). Wenn man lange genug sucht und, wie du sogar selbst sagst, sich aus Abfuhren nichts macht, erwischt man eben die eine oder andere Dumme. Auch ein blindes Huhn findet bekanntlicherweise mal ein Korn.

    • @Syzygy

      Nein, es ist nicht nur die Ansprechrate. Da bin ich mir recht sicher. Sein Selbstbild erlaubt einfach keine Zweifel und er hat daher eine hohe Gelassenheit (nach außen), die auf viele Frauen wirkt.
      Aber da wären wir bei den „Arschlochtheorien“, Alphamannverhalten, der Wirkung von Abweisung auf (gerade schöne) Frauen als Zeichen von „Non-Neediness“ und als Zeichen hohen Status, der Wirkung von Negs etc.
      Ein weites Thema.

    • Was mich mal interessieren würde: wie kommst du überhaupt darauf, dass es sein Verhalten ist, das ihm die vielen Frauen verschafft? War er denn irgendwann mal anders (obwohl er sich genauso gekleidet hat, sein Körper genauso trainiert war, er in dieselben Schuppen gegangen ist, denselben Beruf ausgeübt hat, etc.), und hat trotzdem, dass er ebenso viele Frauen angesprochen hat, wie jetzt, viel weniger abgeschleppt? Oder hat er einen Zwillingsbruder, der ebenso viele Frauen anspricht (und sich ähnlich kleidet, ähnlich gut oder schlecht aussieht, et cetera), aber total „needy“ rüberkommt (also auf gut Deutsch ein normaler Typ ist, der sich nicht gebärdet, wie ein eitler Gockel), und deshalb keine abschleppt?

    • @Syzygy

      „Was mich mal interessieren würde: wie kommst du überhaupt darauf, dass es sein Verhalten ist, das ihm die vielen Frauen verschafft? War er denn irgendwann mal anders (obwohl er sich genauso gekleidet hat, sein Körper genauso trainiert war, er in dieselben Schuppen gegangen ist, denselben Beruf ausgeübt hat, etc.), und hat trotzdem, dass er ebenso viele Frauen angesprochen hat, wie jetzt, viel weniger abgeschleppt?“

      Nein, natürlich nicht. Aber vergleichbar gekleidete, mit vergleichbarem Körper, im selben Schuppen mit demselben Beruf mit vergleichbaren Trainingsgrad mit ähnlichen Ansprechverhalten.

      Warum schließt du es aus?

    • Nein, natürlich nicht. Aber vergleichbar gekleidete, mit vergleichbarem Körper, im selben Schuppen mit demselben Beruf mit vergleichbaren Trainingsgrad mit ähnlichen Ansprechverhalten.

      Und die hast du alle beobachtet?

      Warum schließt du es aus?

      Ich schließe es nicht aus, dass es Frauen gibt, die auf einen solchen Charakter abfahren. Ich schließe nur aus, dass es eine Mehrheit ist. Warum ich das ausschließe? Weil eine Minderheit mit solchen Männern eine Beziehung führt.

    • @Syzygy

      Ja, bei solchen Extremfällen geht eine Beziehung selten gut. Das würde ich auch so sehen.
      Im Pickup würde man sagen, dass es zuviel Attraction und zu wenig Comfort ist.
      Aber Elemente von Alphamannverhalten sehe ich viele in guten Beziehungen, um so hübscher die Frau um so eher sieht man da auch ein entsprechendes Verhalten auf der Gegenseite. Dabei meine ich damit durchaus positives Alphamannverhalten und nicht den Klischeemacho.

    • „Elemente von Alphamannverhalten“ sieht man viel häufiger in schlechten Beziehungen, bzw in Beziehungen, die diese Bezeichnung gar nicht verdienen. In Abhängigkeitsverhältnissen, wo es keine Begegnung auf Augenhöhe gibt, wo einer den anderen bevormundet, kleinredet oder auf sonstige Art Respekt fehlen lässt.

    • Aber das er das tut dringt wegen seines Narzissmus eben gar nicht zu ihm durch. Bei der nächsten ist er wieder voller Selbstbewußtsein.

      Siegfried – äääh – Christian, bei dir dringt durch deinen Panzer so ziemlich alles auch nicht durch.

    • @Lucia

      Sehe ich anders. Und mir scheint die Verfasserin der Studie würde eher meinen Auffassungen zustimmen.
      Was meinst du eigentlich dringt bei dir durch? Würdest du dich als offen für deiner Meinung nicht entsprechende Auffassungen ansehen?

    • @christian

      Meinungen an sich sind m. E. n. sowieso nicht mehr offen, weil sie ja schon gefiltert sind. Ich bin aber für kulturelle Konstrukte offen, einerseits können sie meine Meinung ergänzen oder eben nicht – andererseits kann ich sie zur Reflexion meiner Meinung gebrauchen. Bspw. Patriarchat vs. Matriarchat; pseudo demokratischer Kapitalismus vs. Anarchie; Indigene vs. westliche Kulturen etc.

      Dass ich für die einseitigen männlich dominierten Kulturen nichts übrig habe, dürftest du wissen. Und bilogistische Kreuzigung à la deiner Meinung ist für mich genauso NUR Schrott wie Maskulismus.

    • @Lucia

      „Und bilogistische Kreuzigung à la deiner Meinung ist für mich genauso NUR Schrott wie Maskulismus.“

      Welchen biologischen Anteil würdest du denn zugestehen und wie wirkt es sich aus? Oder lehnst du jede biologische Begründung für menschliches Verhalten bzw. für Geschlechterunterschiede ab und gehst von einem Blank Slate aus?

    • @Onyx

      Ich habe jetzt noch einmal eine längere Antwort nachgeschoben, aber meiner Meinung nach hatte ich meine Ansicht erläutert. Es stehen eher von eurer Seite aus ein paar Antworten aus.

      Ist dir im übrigen Lucias Vorstellung von dem Zusammenspiel von Biologie und Soziologie klar? Mir nicht, gerade da sie ja an anderer Stelle ein Interesse an Evolutionstheorie und Biologie angegeben hat. Daher finde ich die Nachfrage durchaus angebracht.

    • @christian:

      Dass dir meine Vorstellung von dem Zusammenspiel von Biologie und Soziologie nicht klar ist, wundert mich bei dem abgrundtiefen Sprung in deiner Schallplatte nicht, zumal der gleich am Anfang der Platte ist.
      *“bio-kreuz-kack“ knack „bio-kreuz-kack“ knack knack knack* Wer hat Ohropax? rofl

      Solltest du erwarten, dass ich dir jetzt meine Vorstellung erkläre, muss ich dich enttäuschen, denn erstens steht die auf meinen Blogs und zweitens wäre es für mich Zeitverschwendung, weil für mich deine hochwissenschaftlichen Dichtungen wie schon gesagt Müll sind, aber vor allem bist du mir dafür nicht wichtig genug.

  2. Ich muss sagen, die obige Widergabe der Sudie bzw. deren Interpretation ist sehr kauderwelschig:

    „Männer wiederum, die interessiert an schnellem Sex waren, überschätzten oft ihre Anziehungskraft auf die Frau. Je attraktiver der Mann die Frau fand, desto eher war er überzeugt davon, bei ihr einen guten Eindruck hinterlassen zu haben.“

    1. Was ist mit einem Mann der eine Frau attraktiv findet, aber nicht „an schnellem Sex“ interessiert ist? Ist dessen Wahrnehmung über das Interesse der Frau auch fehlerhaft?

    2. Wie wird „schneller Sex dort definiert“ und abgerenzt von – ja was eigentlich? Langsamer Sex? Eheversprechen?

    3. Was ist die Ursache dieser Fehlinterpretation? Sendet die Frau eindeutig negative Signale aus, aber der (sexgeile) Mann erkennt das nicht (Nein wird als Ja verstanden). Oder sendet die Frau aus Höflichkeit auch beim unattraktiven Partner missverständliche signale aus? Oder…?

    4. Wofür war es bei dem Test wichtig, wie attraktiv sich die Person selbst einschätzt? Es ist ein Unterschied zu Fragen „hattest du das Gefühl, dass die konkrete Person X Dich gerade toll fand?“ oder „findest Du, dass Du generell toll bist?“.

    5. Es gibt gerade aus dem amerikanischen Raum sehr viele Studien, die zu dem Ergebnis kommen, dass Personen die „frühen Sex“ oder „schnellen Sex“ oder „vorehelichen Sex“ haben (möchten) irgendwie die „schlechtere“ Menschen sind. Da muss man oft zweimal hinschauen.

  3. Da Christian es wieder vorzieht, in seinem Artikel auf mich zu verweisen, tue ich das jetzt auch.

    Interessant auch die Auslegung der Studie bei Onyx: Im wesentlichen ein „Da seht ihr mal wie Männer sich überschätzen“. Ich habe dort ebenfalls auf die Sexual Strategies Theorie verwiesen, es kam aber eher nicht an.

    Es ändert ja nichts am Gesamtergebnis. Und das lautet nun mal so. Wobei ich diese triumphierend klingende ätschi-bätschi-Formulierung, die Christian verwendet („da seht ihr mal“), natürlich nicht geschrieben habe, das ist nur seine Interpretation. Ich habe lediglich darauf hingewiesen. dass das kein überraschendes Ergebnis ist. Womöglich keine schmeichelnde Erkenntnis, also muß nach rechtfertigenden Ursachen gesucht werden. Aber an den Tatsachen ändert es nun mal nichts: Sich selbst überschätzende Männer wirken auf Frauen eben weniger anziehend als jene mit einer realistischen Selbsteinschätzung.

    • @onyx

      „Aber an den Tatsachen ändert es nun mal nichts: Sich selbst überschätzende Männer wirken auf Frauen eben weniger anziehend als jene mit einer realistischen Selbsteinschätzung.“

      Diese Aussage ist – bezogen auf die vorgestellte Studie – gerade falsch. Denn eine solche Aussage impliziert, dass Männer gerade WEGEN ihrer fehlerhaften Selbstüberschätzung (= Selbstüberschätzung) von Frauen abgelehnt werden.

      Aber woran wurde denn in der Studie denn´überhaupt festgestellt, ob es sich um einen Mann mit „Selbstüberschätzung“ oder „realistischer Einschätzung“ handelte? Allein anhand der tatsächlichen Zustimmung/Ablehnung von Frauen. Wenn Ablehnung oder Zustimmung von Frauen aber der MASSSTAB für den Grad der Selbstüberschätzung ist kann sie nicht gleichzeitig kausale FOLGE von Selbstüberschätzung sein.

      Weiterhin wird nach der Studie einem Mann eine realistische Selbsteinschätzung testiert, der sich als unattraktiv einschätzt und damit dann richtig liegt. Eine daraus nun resultierende Steigerung der Anziehungskraft ist nicht ersichtlich.

    • Diese Aussage ist – bezogen auf die vorgestellte Studie – gerade falsch. Denn eine solche Aussage impliziert, dass Männer gerade WEGEN ihrer fehlerhaften Selbstüberschätzung (= Selbstüberschätzung) von Frauen abgelehnt werden.

      Die umgekehrte Aussage wäre deiner Meinung nach also richtiger? Also dass sich weniger anziehende Männer selbst überschätzen? An der Gesamtaussage ändert das allerdings auch nichts.

      Weiterhin wird nach der Studie einem Mann eine realistische Selbsteinschätzung testiert, der sich als unattraktiv einschätzt und damit dann richtig liegt.

      Nein, die Aussage war: Männer, die tatsächlich anziehend wirkten, neigten nicht zur Selbstüberschätzung. Daraus kann man doch nicht schließen, dass diese Männer sich für unattraktiv hielten. Daraus kann man lediglich schließen, dass sie sich selbst nicht für anziehender hielten, als sie es tatsächlich waren.

    • @onyx

      „Die umgekehrte Aussage wäre deiner Meinung nach also richtiger?“

      Habe ich das etwa gesagt? Nein habe ich nicht, denn auch die umgekehrte Aussage wäre falsch.

      Du scheinst die Zielrichtung der Studie falsch verstanden hast. Es ging darum, ob (bestimmte) Männer mit ihrer Selbsteinschätzung richtig liegen, also das Interesse der Frau erkennen können. Es ging NICHT darum, ob Frauen diese Fähigkeit selbst nochmal attraktiv finden. Die Studie trifft daher keine Aussage dazu, dass die Fähigkeit die eigene Attraktivität richtig einzuschätzen diese Attraktivität selbst steigert.

      Ich mache das mal an einem Beispiel deutlich:

      Mann A ist bei dem Versuch der Meinung, dass Frau F kein Interesse an ihm hat und liegt mit dieser Einschätzung richtig. Mann B ist „auf schnellen Sex aus“ und denkt, dass F ihn total attraktiv findet. Er liegt damit falsch, denn Frau F hat auch an B kein Interesse.

      Kannst Du daraus z.B. als Ergebnis formulieren, dass Männer mit Selbstüberschätzung bei Frauen schlechter ankommen?

  4. Noch ein kleiner Nachtrag. Du sagst:

    „Nein, die Aussage war: Männer, die tatsächlich anziehend wirkten, neigten nicht zur Selbstüberschätzung.“

    Die Frage ist nur, was hier Ursache ist und was Wirkung und ob man diese einfach vertauschen kann.

    Bsp:

    Testergebnis: „Attraktive Männer neigen nicht zur Selbstüberschätzung“
    These : „Männer die nicht zur Selbstüberschätzung neigen sind attraktiv“

    Testergebnis und These sind von ihrer Aussage trotz sprachlicher Ähnlichkeit nicht identisch. Aus der Richtigkeit des Testergebnisses folgt nicht zwingend, dass die These auch richtig ist.

    Ich mache das mal deutlicher:

    Testergebnis: Reiche und mächtige Männer wirken auf Frauen fast immer attraktiv.
    These: Attraktive Männer sind fast immer reich und mächtig.

    oder

    Testergebnis: Alle Hunde sind sterbliche Wesen.
    These: Sterbliche Wesen sind alles Hunde

    • Mann A ist bei dem Versuch der Meinung, dass Frau F kein Interesse an ihm hat und liegt mit dieser Einschätzung richtig. Mann B ist „auf schnellen Sex aus“ und denkt, dass F ihn total attraktiv findet. Er liegt damit falsch, denn Frau F hat auch an B kein Interesse.

      Kannst Du daraus z.B. als Ergebnis formulieren, dass Männer mit Selbstüberschätzung bei Frauen schlechter ankommen?

      Man kann zumindest daraus schließen, dass sie nicht besser ankommen. Was ja meiner Aussage nicht widerspricht. Es schwächt sie nur dahingehend ab, dass beide nicht gut ankommen. Daraus lässt sich aber nicht auf das Ergebnis schließen, das beim Test rausgekommen ist.

      Wenn man jetzt noch die 3. Variante dazubringt – Mann C ist nicht auf schnellen Sex aus, hält sich für normal attraktiv, und liegt damit richtig, Frau F hat Interesse – schließt sich auch der Kreis zum Testergebnis.

      Die Frage ist nur, was hier Ursache ist und was Wirkung und ob man diese einfach vertauschen kann.

      Was denkst du denn, was Ursache und Wirkung ist, und welche These würdest du aufstellen?

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