Neue Kampagne verdeutlicht, wie unrealistisch Model-Maße sind

Size Zero- neben Plus Size-Models, das geht in Modestrecken oder auf Laufstegen eigentlich nie zusammen. Mit diesem Tabu bricht nun das „Plus Model Magazine“. Für die US-Zeitschrift posierte neben der fülligen Schönheit Katya Zharkova eine Dame, deren Proportionen durchaus modeltypisch sind. Die optischen Unterschiede sind gewaltig und bekommen durch statistische Daten zusätzliches Futter.

„Vor 20 Jahren wog das Durchschnittsmodel acht Prozent weniger als die Durchschnittsfrau. Heute sind es 23 Prozent weniger“, schreibt das „Plus Model Magazine“. Es hat sich einiges verändert in der Modewelt, was sich auch im Körperbewusstsein „normaler“ Frauen widerspiegelt.

Dünnsein ist in, das diktieren Modebranche und Hochglanzmagazine. Aus dem Grund sind offenbar auch sogenannte „Plus-Size-Models“ mitunter nicht wirklich mollig: Die Mehrheit der Plus-Size Models, die die Agenturen führten, hätten eine Kleidergröße zwischen 36 und 44. Aber „50 Prozent der Frauen tragen Größe 44 oder größer. Die meisten Filialen für Standardkleidung bieten nur bis zu den Größen 44 oder kleiner an“, heißt es weiter.

Den nackten Zahlen folgen nackte Tatsachen: In einer Fotostrecke für die Zeitschrift zeigen sich Plus-Size-Model Katya Zharkova und ein „normales“ Model im Evakostüm. Sicher, dass Zharkova neben ihrer prallen Weiblichkeit auch pure Lebensfreude ausstrahlt, ist auch Werk des Fotografen. Dennoch: Auf einem Foto, das beide Models nebeneinander in zärtlicher Umarmung zeigt, wirkt die dünne Frau erschreckend fragil.

Da verwundert es nicht, dass das Magazin anmerkt: Die meisten Laufsteg-Models erfüllten heutzutage laut Body Mass Index die physischen Kriterien für Magersucht. Dennoch: In ihrem Beruf gilt ihre Figur als normal. Und junge Mädchen, die ebenfalls von einer Karriere als Laufsteg-Model träumen, eifern ihren Vorbildern nach — oft mit fatalen Folgen.
Laut „Plus Model Magazine“-Chefredakteurin Madeline Figueroa-Jones ist es höchste Zeit, mit diesen falschen Figur-Vorstellungen Schluss zu machen: „An unseren Körpern ist nichts falsch. Jeden Tag werden wir mit Werbung zu Gewichtsverlust bombardiert, weil eine Multi-Milliarden-Dollarindustrie die Angst vor dem Dicksein ausnützt.“ Allerdings sei eben nicht jeder dazu bestimmt, dünn zu sein. „Unsere Körper sind schön.“ Und den sollte man auch zeigen dürfen und können — und zwar mit Unterstützung der Modeindustrie. „Wir wollen die gleichen Shopping- und Modemöglichkeiten wie schmalere Frauen“, so Figueroa-Jones.

Unter den Usern der Website des Magazins hat die Kampagne eine Kontroverse ausgelöst. Unter anderem ist von einem „augenöffnenden“ Bildbeweis die Rede. User „Mike“ spricht von Zharkova als „gesunde Frau mit einem realistischen Gewicht“. Allerdings bezieht auch die dünne Fraktion Stellung. So erklärt Userin „Lucy“, dass sie von ihrem BMI her gesehen zwar untergewichtig sei, aber ganz normal esse. Nur weil es ein paar Models gebe, die zu dünn seien, sollte man nicht alle als magersüchtig über einen Kamm scheren.

Quelle

So gut ich diese Kampagne finde, eins stört mich daran. Wenn sie schon von molligen Models reden, warum nehmen sie dann keine, sondern welche mit völlig normaler Figur? Damit sich jede Frau, die so aussieht, gleich mollig fühlt? Dieses Model ist nicht mollig, sie hat eine normale weibliche Figur mit den richtigen Proportionen und tollen Rundungen. Unter „mollig“ verstehe ich was anderes. Das gesteht sogar die Kampagne selbst zu:

Dünnsein ist in, das diktieren Modebranche und Hochglanzmagazine. Aus dem Grund sind offenbar auch sogenannte „Plus-Size-Models“ mitunter nicht wirklich mollig: Die Mehrheit der Plus-Size Models, die die Agenturen führten, hätten eine Kleidergröße zwischen 36 und 44.

Also wenn „mollig“ schon bei Größe 36 beginnt und bei 44 aufhört, dann haben die ein Definitionsproblem.

23 Kommentare zu “Neue Kampagne verdeutlicht, wie unrealistisch Model-Maße sind

  1. Deren Verstaendnis von Natuerlichkeit scheint dann beim Makeup (und/oder Photoshop) wohl auch wieder aufzuhoeren. Das Gesicht der Frau hat ja praktisch keine Textur. Oder wirkt das nur so auf mich?

    Haette mal noch interessant gefunden, deren Rechnungen nachzuvollziehen, da ich dazu noch paar Fragen gehabt haette. Aber na gut, muss man wohl mit leben 🙂

  2. „Wenn sie schon von molligen Models reden, warum nehmen sie dann keine, sondern welche mit völlig normaler Figur“

    Ehrlich gesagt stört mich dieser Satz auch, was bitte ist den für dich eine normale Figur? Wenn man sehr dick ist?!
    Also ich empfinde die Dame auf dem Bild eindeutig als Mollig, normal wäre wenn man einigermaßen schlank ist und man lediglich einpaar fettpölsterchen hier und da hat (z.B. Oberkörper wesentlich schmäler als Hüfte, dicker Hintern etc).

    Bei den normalen Modelagenturen ist man erst ab Größe 38 ein Plus Size Model, 36 ist bei denen in der Regel noch normal (zumindest für Fotomodels), ich habe eine Freundin die als Model arbeitet und sie hat Größe 36 und gehört definitiv nicht zu den Plus Size Models.

    • Ehrlich gesagt stört mich dieser Satz auch, was bitte ist den für dich eine normale Figur? Wenn man sehr dick ist?!

      Nein, und ich sehe auch nicht, woraus du diese Vermutung schließen willst. Von „sehr dick“ war hier nirgends die Rede.

      Also ich empfinde die Dame auf dem Bild eindeutig als Mollig, normal wäre wenn man einigermaßen schlank ist und man lediglich einpaar fettpölsterchen hier und da hat (z.B. Oberkörper wesentlich schmäler als Hüfte, dicker Hintern etc).

      Dann würden die Proportionen nicht mehr stimmen. Unnormal wäre das zwar auch noch lange nicht, aber ich finde es wesentlich attraktiver, wenn die Rundungen gleichmäßig verteilt sind, so dass am Ende das Gesamtbild passt. Aber über Geschmack lässt sich wohl trefflich streiten.

  3. Aha. Die einen gut machen, indem man andere schlecht macht. Die dünne Frau ist also „…erschreckend…“. Jeder fühlt sich besser, wenn er andere schlecht macht. Ist das der Sinn eures Artikels?
    Nicht jede dünne Frau hungert. Ich zum Beispiel habe einen gesunden Appetit, esse weit mehr als meine „normalen“ Kolleginnen, achte nicht krampfhaft auf gesunde Ernährung und Kalorien und bin trotzdem schlank. Ja, schlanker als der Durchschnitt und ja, ein BMI von ca. 18,5 (in meinem Alter ist ab 18 Normalbereich… es ist eben – oh mein Gott – an der unteren Grenze, hat sich aber nie nach unten hin bewegt). So, kann ich nun was dafür, dass ich nicht zunehme? Ist es jetzt was Böses, sich in seiner schlanken Figur wohlzufühlen, schön zu fühlen, weil schlank ja gleich mager ist?! Aber schlank ist doch nicht gleich mager! Das Model auf dem Bild ist auch nicht magersüchtig. Dünn ist doch nicht hässlich! Warum muss man andere als hässlich darstellen, um sich selbst schön zu fühlen?
    Alles hat je nach Betrachter etwas Schönes, jeder hat einen anderen Geschmack und für alles lässt sich ein Bewunderer finden. Das wäre ein sinnvollerer Artikel gewesen.

    • @ Mel

      Da hast du wohl was gänzlich mißverstanden und ich nehme an, dass du dich persönlich getroffen fühlst. Anders kann ich mir deine Reaktion nicht erklären.

      Als erstes betreibe ich den Blog allein. Es ist also „mein“ Artikel und nicht „unser“.

      Des weiteren sehe ich nicht, wo jemand schlecht gemacht wird und es wird auch nirgends behauptet, dass alle dünnen Menschen häßlich oder magersüchtig sind oder hungern. Da hast du wohl ein bisschen viel interpretiert.

      Dieser Artikel soll aufzeigen, dass genau das Gegenteil, das immer propagiert wird, nämlich dass Menschen, die nicht den üblichen Modelmaßen entsprechen, keine Models sein können bzw nicht schön sein können, oder keinen normalen Körper haben, mindestens genauso falsch ist. Es wird aufgezeigt, dass die Realität meistens anders aussieht als auf Laufstegen. Und dass das eben nicht automatisch weniger attraktiv ist.

    • @Mel

      Aha. Die einen gut machen, indem man andere schlecht macht. Die dünne Frau ist also „…erschreckend…“. Jeder fühlt sich besser, wenn er andere schlecht macht. Ist das der Sinn eures Artikels?

      Unsinn. Die Frau ist definitiv stark untergewichtig (sieht man an den Schultern), das ist kein leichtes Untergewicht (das ich auch für unproblematisch halte, vor allem, wenn es durch Ausdauersport bedingt ist).

      Nicht jede dünne Frau hungert. Ich zum Beispiel habe einen gesunden Appetit, esse weit mehr als meine „normalen“ Kolleginnen, achte nicht krampfhaft auf gesunde Ernährung und Kalorien und bin trotzdem schlank. Ja, schlanker als der Durchschnitt und ja, ein BMI von ca. 18,5

      Die abgebildete Frau hat aber im Gegensatz zu dir definitiv kein Normalgewicht.

      Das Model auf dem Bild ist auch nicht magersüchtig.

      Woher willst du das wissen? Magersucht ist eine psychische Erkrankung (auch wenn man ein Diagnosekriterium wie den BMI mal temporär überschreitet, gilt man nicht plötzlich als geheilt.)

  4. Ich vermute, dass Frauen im Rahmen der Intrasexuellen Konkurrenz sehr schlanke Models teilweise als schöner ansehen, weil sie bedürftiger sind und damit eine höhere Gefahr bestand, dass sie motiviert sind (unter steinzeitlichen Bedingungen) Männer wegschnappen (schön dann also im Sinne von „könnte für meinen Partner interessant sein) Das männliche Schönheitsideal geht weniger weit runter weil es eher Fruchtbarkeit berücksichtigen muss.

    Das würde erklären, warum Magermodels eher in Modeschauen für Frauenmode auftauchen als im Playboy und Frauen sich in eine Magersucht reinsteigern können.

    • Christian:

      Das würde erklären, warum Magermodels eher in Modeschauen für Frauenmode auftauchen als im Playboy und Frauen sich in eine Magersucht reinsteigern können.

      Nein, Evolutionspsychologie kann Essstörungen nicht erklären, weil die Ursachen für Esstörungen eher wenig mit „intrasexuellem Wettbewerb“ zu tun haben.

      Gibt’s eigentlich irgendein Thema, das psychologische Phänomene berührt _und_ vor dieser reduktionistischen Plattheit verschont bleibt?

      Info für Evo-Psych-Apologeten: Magersucht geht bei Mädchen nicht selten mit der Ablehnung der Geschlechterrolle einher. Mit Missbrauchs- und Gewalterfahrungen. Man kann nicht alles mit „intrasexuellem Wettbewerb“ und der Steinzeit erklären. *aufdietischplattebeiß*

  5. @ketcar

    „Nein, Evolutionspsychologie kann Essstörungen nicht erklären, weil die Ursachen für Esstörungen eher wenig mit „intrasexuellem Wettbewerb“ zu tun haben.“

    Es muss ja auch nicht um den heutigen intrasexuellen Wettbewerb gegangen sein, es reicht, wenn ein entsprechendes Denken in Form von Vorstellungen über die Gefährlichkeit anderer Frauen und damit auch Schönheit dieser verankert wurde.
    Es gibt Magersüchtige, die ihrer Vorstellung nach schön sein wollen. Es mag magersüchtige geben, die sich selbst zerstören wollen, aber das ändert ja nichts daran, dass einige einen falschen Sinn für Schönheit haben.
    VIele steigern sich eben in Diäten hinein, wollen noch etwas schlanker werden, finden fett hässlich. Die Pro Ana Bewegung beispielsweise scheint mir ein solcher Fall zu sein. Und ich denke schon, dass viele innerhalb dieser Bewegung bei anderen Frauen denken „Haha, die fette Kuh, ich bin viel schlanker“. Und aus so einem Gefühl besser zu sein, kann eben auch ein Gefühl von Wert stammen, dass vielleicht Leuten mit Mißbrauchserfahrung und Gewalterfahrungen angestrebt, wenn vielleicht auch nicht erreicht wird.

    „Man kann nicht alles mit „intrasexuellem Wettbewerb“ und der Steinzeit erklären. *aufdietischplattebeiß*“

    Natürlich nicht. Es gibt ja auch noch den intersexuellen Wettbewerb und schlichte natürliche Selektion 😉

    • Ach so ein Scheiß. In dieser Phase gehts in erster Linie um Selbstbestimmung und Selbstwert, dadurch dass sie extreme Opfer auf sich nehmen und auf Nahrung verzichten, sowie ihr Gewicht gegen alle, die sich einmischen, verteidigen.
      Der Selbstwert wird dabei weniger aus der Tatsache „so hübsch dünn zu sein“ gezogen, sondern vielmehr daraus, dass man selber ja viel stärker ist als alle anderen, die ja im Gegensatz zu einem selber essen müssen. Die meisten Magersüchtigen finden sich selbst abstoßend fett, weil sie ein gestörtes Selbstbild haben, andere sehen für sie meist normal aus, werden sogar als dünner wahrgenommen. Und bei Pro Ana kommt meist die pubertäre Fixierung auf ein bestimmtes Thema (vgl. Fangirl) dazu, auch der Wunsch sich mit anderen zusammenzutun, die einen im Gegensatz zu allen anderen verstehen.

      So, und jetzt hätte ich gerne eine evolutionspsychologische Erklärung für Depressionen und Tick-Störungen, danach erklärst du mir die Schizophrenie, gell? Das sind ja alles keine Krankheiten sondern sie sind evolutionär gewollt…

    • „ch so ein Scheiß. In dieser Phase gehts in erster Linie um Selbstbestimmung und Selbstwert, dadurch dass sie extreme Opfer auf sich nehmen und auf Nahrung verzichten, sowie ihr Gewicht gegen alle, die sich einmischen, verteidigen.“
      Was ich aus den Dokus raushöre ist immer noch etwas anderes: Die Kontrolle über das eigene Selbst, die Kontrolle über die eigenen, als problematisch wahrgenommenen Gefühle. Denn wenn man irgendwann „dünn“ genug ist, verschwinden die Gefühle und was übrig bleibt, ist der Hunger umgeben von Dämmrigkeit.

    • Ja, auch das mag in manchen Fällen zutreffen. Zumindest liegt nicht der Fokus auf intrasexueller Kokurrenz, sind wir uns da einig?

  6. „Auf einem Foto, das beide Models nebeneinander in zärtlicher Umarmung zeigt, wirkt die dünne Frau erschreckend fragil.“
    „Mager- versus Mollig-Model“ (Mager ist das Gegenteil von Fett, also ein Extrem. Mollig ist ein verharmlost geredetes Dick, also ein noch schwächerer Ausdruck, als das Gegenteil von Dick, nämlich Dünn. Für die eine Seite wird also ein Extrem, für die andere ein verharmloster Ausdruck von Körpermaßen gewählt. Nicht, dass das Model mehr als mollig wäre. Darum geht es nicht. Aber daraus geht klar hervor, welche „Partei“ der Artikel im Vergleich ergreift).

    Im gesamten Artikel wird ein klarer Vergleich zwischen beiden aufgezeigt und es geht klar hervor, was nun „gut“ und was „schlecht“ sein soll. Auf den nachbearbeiteten Bildern wirkt das dünne Model eher blass, ihre Haare sind fahl, nicht glänzend, ihr Gesicht ist nicht zu sehen und Abwendung symbolisiert in der Bildsprache Negatives. Das mollige Model strahlt Lebensfreude aus, die Bilder sind kontrastreich, sie blickt den Betrachter an, es gibt spannende Posen, sie lächelt, usw. usw. Es wird in der Bildsprache unterbewusst manipuliert, ich kenne mich damit aus, da ich aus der Branche komme.
    Es geht mir um eben diesen Vergleich, dick vs. dünn. DAS ist nicht nötig. Kann man sich als mollige Person nur gut fühlen, wenn man sich mit Dünnen vergleicht, die „erschreckend fragil“ im Vergleich wirken? Ist ein Vergleich nötig, um schön zu sein? Muss man andere negativ darstellen, damit widerum andere positiv wirken? Ja, der Artikel ist kein direkter Angriff, a la: „Dünne Models sind scheiße“. Aber er symbolisiert im Vergleich, was besser sein soll.
    Es geht mir um eben diesen Trend, dass immer öfter aufgezeigt wird, wie schlecht Magermodels sind und dass Mollig jetzt „in“ werden sollte und in den Vordergrund gerückt werden sollte. Es wird zwar so getan, als sei dieser Artikel eine Ausnahme – aber mal ehrlich, das ist er nicht. Das Internet und das Fernsehen strotzen vor Berichten von solchen Kampagnen und Magermodels werden ganz klar angeprangert. Jeder freut sich über solche Artikel über „normale“ Frauen. Auch hier heißt es, die Frau sei „normal“. Also ist dünn sein jetzt nicht mehr normal? Fragt man die Leute im Umfeld, sagt doch auch jeder, dass „normale“, molligere Frauen besser seien, als solche „Hungerhaken“. Vielleicht umfasst „normal“ ja ein größeres Spektrum, als einen Unterschied von 4 Kilo, denn z.B. ein BMI von 18-25 ist normal und solche Frauen sehen schon SEHR unterschiedlich aus. Dünn UND mollig können normal sein, je nach Körpergröße, usw.
    Das soll btw. nicht heißen, dass „wirkliche“ Magermodels gut seien. Wie du sagst, Magersucht ist eine schlimme Krankheit. Und eben das ist wieder ein Problem: Denn wer nicht 1, 2 Speckröllchen hat, wird besonders bei Models automatisch in die „kranke“ Sparte gedrängt.
    Wie gesagt, es ist die Tatsache, dass ein Vergleich aufgezogen werden muss, damit mollig gut wirkt. Wobei eine Sparte, ob bewusst oder unterbewusst, schlechter abschneidet. DAS wäre nicht nötig.
    Übrigens sehe ich gerade bis zum Bauch auch nicht anders aus, als das angeblich so magere Model. Ich wirke wohl auch zerbrechlich, fragil und abgemagert. Aber damit bin ich es nicht automatisch und das Model ist es auch nicht automatisch. Mein BMI mag gerade so normal sein, dennoch kann man da schon „mager“ wirken. Stimmt, ich weiß nicht, ob sie magersüchtig ist. Ich wollte damit eher sagen, sie ist nicht automatisch mager oder magersüchtig, nur weil sie gerade auf diesem Bild dünn und zerbrechlich wirkt. Bei diesem Vergleich würde das jeder dünne Mensch.

    Das mit dem „ihr“ im Bezug auf den Artikel war übrigens ein Versehen. Ich hatte den Kommentar ursprünglich unter den Originalartikel gepostet – das ging aber nicht, da ich weder Mitglied bei Facebook, Yahoo etc. bin. Dass das hier ein Blog ist, ist mir bewusst. Nachdem ich meinen Post abgeschickt hatte, war es aber zu spät, ich konnte ihn nicht mehr korrigieren… mir ist aber aufgefallen, dass dieser Teil jetzt nicht mehr stimmt xD Naja.

  7. @Mel
    Das ist ja eigentlich naheliegend, dass wenn das im „plus model mag“ veroeffentlicht wird, dann die „dickere“ Frau positiver dargestellt wird 🙂 Das ist recht eindeutig, was die sagen wollen, auch zB mit deren Rechungen
    „Vor 20 Jahren wog das Durchschnittsmodel acht Prozent weniger als die Durchschnittsfrau. Heute sind es 23 Prozent weniger“ sagen sie ja lediglich, dass der Unterschied zwischen Model und Durchschnittsfrau groesser geworden ist; dass auch die Durchschnittsfrau schwerer geworden sein duerfte in den letzten 20 Jahren lassen die unter den Tisch fallen. Vermutlich gibts auch mehr sehr uebergewichtige Personen, die auf den Mittelwert einen noch staerkeren Einfluss haben (geometrisch gesehen ist das arithmetische Mittel ja der Schwerpunkt (haha Wortspiel)). Die haetten die Mittelwerte halt mal einfach angeben koennen, aber dann haette der Unterschied wohl nicht dramatisch ausgesehen, daher werden die das weggelassen haben. Aber das nur am Rande..

    Der BMI ist ja auch nicht die optimale Metrik, der einzige Grund warum das so haeufig verwendet wird, ist, dass es sehr einfach zu bestimmen ist. Koerperfettanteil ist dagegen deutlich schwieriger. Fuer manche Leute, zB sehr muskuloese Menschen, sagt der BMI rein gar nichts aus. Und so genau darf man das auch nicht interpretieren, ich liege zB mit 0.249 „BMI-Punkten“ im Bereich Uebergewicht:D
    Persoenlich finde ich die beiden Frauen aber auch nicht so schoen, die eine koennt bisserl mehr haben und die andere etwas weniger. Naja, was solls..:)
    In manchen Blogs hatte ich auch schon gelesen, dass die Leute anscheinend alles was nicht uebergewichtig ist, als essgestoert und krank bezeichen (leicht uebertrieben ausgedrueckt). Und dick sein sei ja ganz normal und schoen und sie faenden das ganz toll usw. Deren Argumente hatte ich mal einer Psychologin erzaehlt, die hatte nur mit dem Kopf geschuettelt und meinte, das waeren genau die gleichen Rationalisierungen, die manche der stark uebegewichtigen Patienten auch braechten. Das heisst nun auch nicht, dass alle „dicken“ Leute krank waeren..

    • In manchen Blogs hatte ich auch schon gelesen, dass die Leute anscheinend alles was nicht uebergewichtig ist, als essgestoert und krank bezeichen

      Das gibt es im umgekehrten Fall nicht weniger. Alles, was ein paar Gramm Fett mehr hat als ein dünnes Model, ist dann gleich dick.
      Hier wurde ja auch unterstellt, ich fände „sehr dicke“ Menschen normalgewichtig…

  8. „Hier wurde ja auch unterstellt, ich fände „sehr dicke“ Menschen normalgewichtig…“
    Da hast du was falsch verstanden.

    • @ Haselnuss
      Tatsächlich? Ich glaube nicht.

      Wie soll das hier:

      was bitte ist den für dich eine normale Figur? Wenn man sehr dick ist?!

      denn sonst verstanden werden?

    • Onyx: „Wie soll das hier: (…) denn sonst verstanden werden?“
      Als Frage, was für dich noch normalgewichtig ist, wenn du eine mollige Frau als „normal(gewichtig)“ bezeichnest. Mit der Ergänzung, die Frau auf dem Bild sei eindeutig mollig – Caramel spricht nicht von dick – und nicht normal(gewichtig).

    • Als Frage, was für dich noch normalgewichtig ist,

      Und beantwortet sie auch gleich selbst: „sehr dick“. Steht doch da. Soll ich es noch farblich betonen?

    • Ich habe aber keinerlei Anlass zu dieser Vermutung gegeben. Keine Ahnung, wie er/sie darauf kommt.

  9. @ Dominik: Wie bereits geschrieben, geht es mir um den allgemeinen Trend solcher Artikel. Das Plus Model Mag ist da bei Weitem nicht das einzige.
    Dass der BMI nicht DER Richtwert ist, ist mir auch bewusst. Wie du bereits angesprochen hast, wird gerade Muskelmasse nicht richtig erfasst. Anhand des BMIs ließen sich nur leichter Beispiele bringen.

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