Warum blogge ich eigentlich?

Angeregt durch die Wolkenkuckucksbloggerin (an dieser Stelle von hier aus noch mal ein herzliches Welcome in der Blogwelt 🙂 ), die sich Gedanken darüber macht, woher die Unsicherheit, Blogartikel zu veröffentlichen, kommt, möchte ich zu der Frage, „warum eigentlich bloggen?“ nochmal ein paar Gedanken loswerden.

Die Frage, warum und worüber man eigentlich bloggen soll, ob mein Geschreibsel schlau oder interessant genug ist, um es der Öffentlichkeit zu präsentieren, wer das liest, oder ob überhaupt und ob sich der ganze Aufwand lohnt, habe ich mir anfangs auch gestellt. Aber ich habe gemerkt, dass diese Fragen uninteressant für mich sind. Denn bloggen macht einfach Spaß und es ist eine tolle Möglichkeit, seinen Gedanken den Raum zu geben, den man ihnen geben will. Dass andere das eventuell nicht gut finden, nehme ich dabei in Kauf, denn es interessiert mich nicht sonderlich. Dass man Gefahr läuft, schon mal Zielscheibe gelangweilter Trolle zu sein, eigentlich auch nicht, denn als Hausdame meines Blogs, wo natürlich auch meine Regeln gelten, nehme ich mir das Recht heraus, Leute, die ich hier nicht haben will, vor die virtuelle Tür zu setzen. Als Gastgeberin lasse ich mir schließlich auch nicht von jedem dahergelaufenen Idioten auf mein Sofa kacken, nur weil ihm die Musik, die bei mir läuft, nicht gefällt.

Die Frage, die ich mir schon mal stelle, und die mich manchmal zögern lassen, einen Artikel zu veröffentlichen, ist „ist das jetzt wirklich einen eigenen Blogpost wert?“. Kleinigkeiten des Alltags, der virtuellen Welt, Erlebnisse, Beobachtungen, die man manchmal macht, aktuelle Geschehnisse in der Öffentlichkeit.. all das kann einen zu so vielen Gedanken inspirieren. Und diese Gedanken müssen erstmal sortiert werden. Das kann aufwändig sein und weder Geduld, noch Zeit oder Lust sind bei mir unbegrenzt. Man hat schließlich auch ein Offline-Leben, und man lese und staune, auch einen Job, der mich blöderweise daran hindert, 24h/d hier rumzuhängen und meine Gedanken fliegen zu lassen.

Dass ich überwiegend zu feministischen Themen blogge, hat natürlich auch seinen Grund. Den ganzen versteckten, und auch offenen Sexismus, der einem aus vielen Ecken des Alltags und der virtuellen Welt entgegenspringt, kann man einfach oft nicht unkommentiert lassen. Das lässt für viele Meinungsgegner scheinbar oft nur den Schluß zu, dass ich nur eine sexfeindliche, männerhassende Femanze sein kann. Dabei sehe ich nur einfach nicht ein, zu jedem Müll meinen Mund zu halten. Dass das für manche das gleiche ist, ist nicht mein Problem.

Außerdem ist auch meine Stimme wichtig. 😎

Darum blogge ich, und werd es auch weiterhin tun.

13 Kommentare zu “Warum blogge ich eigentlich?

  1. Ich blogge unter meinem richtigen Namen, ist doch Quatsch sich zu verstecken. Aber was, wenn ein wahnsinniger Internettroll mich aufspürt? Also doch ein Pseudonym? Aber das ist doch feige! Und da capo.

    Ich weiß nicht, wer ihr das eingeredet hat. Ich finde es in Ordnung, anonym zu bloggen.

    Auf der anderen Seite finde ich ihre Unterstellung, „die Männer“ würden sie am Bloggen hindern, eine Unterstellung. Die plagt dasselbe Leid. Schließlich sagt meine Erfahrung, daß Männer selten aus sich herausgehen, und sich damit vor der Öffentlichkeit in acht nehmen. Die sind noch ängstlicher. „Feige“ würde ich so etwas nicht nennen. Ich schließe ja auch meine Wohnungstür ab. Und Stalkern muß man ja nicht entgegenkommen. Ich handhabe das übrigens genauso.

    Viel Spaß beim Bloggen, Euch beiden…

    • Danke gleichfalls.
      Aber warum bringst du deine Kritik bei mir und nicht bei ihr?

      Edit: Hast du ja doch. Eben erst gesehen. Sorry.

  2. @georgi:

    Ich weiß nicht, wer ihr das eingeredet hat. Ich finde es in Ordnung, anonym zu bloggen.

    Gerade als feministische Bloggerin, ist das keine schlechte Idee.

    Keine Ahnung, ob da mehrere Leute involviert sind, oder ob das wirklich nur auf eine Person (von der ich auch schon Drohungen erhalten habe) zurückzuführen ist, aber dass feministische Bloggerinnen mit Rufmord rechnen müssen, ist bekannt, denke ich. Die Mord- und Vergewaltigungsdrohungen sind zwar auch nicht lecker, aber auf einem Huren-Portal mit Klarnamen, Foto und Adresse zu erscheinen, oder fast eine Kündigung zu sehen, weil der Chef (natürlich gefakte) Lästereien in Verbindung mit dem Realnamen einer Untergebenen in Verbindung bringt usw. sind noch ein bisschen unleckerer…

    Auch nicht so toll sind Realnamen, die in ominösen Stasi-Listen auftauchen (wird regelmäßig im „gelben Forum“ gepostet), die bestimmt mal ihre Verwendung finden (_nach_ der Revolution versteht sich). Einfach nur krank.

    • „Keine Ahnung, ob da mehrere Leute involviert sind, oder ob das wirklich nur auf eine Person (von der ich auch schon Drohungen erhalten habe) zurückzuführen ist, aber dass feministische Bloggerinnen mit Rufmord rechnen müssen, ist bekannt, denke ich. Die Mord- und Vergewaltigungsdrohungen sind zwar auch nicht lecker, aber auf einem Huren-Portal mit Klarnamen, Foto und Adresse zu erscheinen, oder fast eine Kündigung zu sehen, weil der Chef (natürlich gefakte) Lästereien in Verbindung mit dem Realnamen einer Untergebenen in Verbindung bringt usw. sind noch ein bisschen unleckerer…“
      Mord- und Vergewaltigungsdrohungen bekommt jeder Blogger, der sich anstrengt.

      Das mit dem Rufmord hat die feministische Seite der Diskussion – nach allem was man so hört – ebenfalls gut drauf.

  3. Haselnuss:

    Verbindung bringt usw. sind noch ein bisschen unleckerer…“
    Mord- und Vergewaltigungsdrohungen bekommt jeder Blogger, der sich anstrengt.

    Das mit dem Rufmord hat die feministische Seite der Diskussion – nach allem was man so hört – ebenfalls gut drauf.

    Och – das klärst du am besten mit Eugen Maus von Manndat e.V:

    Absolute Zustimmung. Ich hänge mich ja nun wirklich ziemlich weit aus dem Fenster. Beleidigungen, Diskreditierungen, Verleumdungen, anonyme Verunglimpfungen usw. habe ich aber bislang ausschließlich durch – na? – unsere lieben Brüder erfahren!

    Quelle

    • Nett. Deine Argumentatrion funktioniert aber nur, wenn man Eugen Maus als Stellvertreter für die gesamte Männerbewegung sieht. Was ich nicht tue. (Ein Induktionsschluss auf einem Fall ist dann doch zu abenteurlich.)

    • Außerdem hat Eugen Maus ganze zwei Seiten in einer gewissen, feministischen „Expertise“ der Böll-Stiftung gewidmet bekommen. Ob diese den Straftatbestand der Verleumdung oder üblen Nachrede erfüllt, kann ich natürlich nicht beurteilen, würde Eugen Maus aber raten – obwohl er dieses Rates nicht bedarf – das juristisch auszuloten.

    • Und der Induktionsschluß, „Feministinnen sind aber auch so“ beruht auf welchen repräsentativen Erfahrungen? „Was man so hört“ ist kein Argument.

    • Ich habe die Aussage mit „Was man so hört“ klar als Hörensagen gekennzeichnet. Oder?

    • Deine Argumentatrion funktioniert aber nur, wenn man Eugen Maus als Stellvertreter für die gesamte Männerbewegung sieht. Was ich nicht tue.

      Naja…wenn nicht einmal Eugen Maus, der ob seiner Rolle in der deutschen Männerbewegung und seines öffentlichen Auftretens am ehesten Zielscheibe von Angriffen und Drohungen sein sollte (im Gegensatz zum Wald-und-Wiesen-Blogger), dein „nach allem was man so hört“ unterfüttern kann, wer denn dann?

      Es sollte doch zu denken geben, dass ein Maskulist sich keinen Zacken aus der Krone bricht, wenn er nicht in den öden „es sind doch irgendwie beide Seiten gleich doof“-Gesang mit einstimmt.

  4. Nicht aufgeben.
    Ich lese nämlich total gern deinen Blog & vor allem die Diskussion verfolge ich fast schon noch lieber- die sind so schön lustig….

    Alles Liebe weiterhin und lass dich von triefender Dummheit nicht entmutigen.

    • Danke für deine netten Worte. Natürlich lass ich mich nicht entmutigen, von der Dummheit anderer schon gar nicht. 🙂

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