„Er ist zu alt, um noch mehr Kinder zu mißbrauchen“: Bewährung für 75jährigen Mehrfachtäter

Ein Reitlehrer aus Unna ist zu einer Bewährungsstrafe wegen sexueller Übergriffe verurteilt worden. In über 50 Fällen soll sich der heute 75-Jährige an einer damals zwölfjährigen Reitschülerin vergangen haben. Grund für die Bewährung: Von dem Mann seien wegen seines Alters keine weiteren Taten zu erwarten.

Sichtlich erleichtert verließ der 75-jährige Post-Pensionär und Reitlehrer das Landgericht Dortmund als freier Mann und machte sich auf den Heimweg in seine Wohnung auf einem Reiterhof in Unna, wo er – wie er zuvor der 31. Strafkammer gestanden hatte – über 50 Mal seine damals zwölfjährige Reitschülerin begrapscht und sexuell missbraucht hat.

Weitere 330 schwere sexuelle Übergriffe auf ein anderes Mädchen hatte ihm die Anklage zudem zur Last gelegt. Das Mädchen war gerade einmal zwölf Jahre jung, als es auf den Reiterhof im Süden von Unna kam.

Bereits nach zwei Wochen soll ihr der damals 64-jährige Reitlehrer in den Stallungen erstmals an die Brust gefasst haben. Dann immer und immer wieder, über und unter der Kleidung. Schlussendlich nahm er das Mädchen an einem Herbsttag mit in seine Wohnung über der Scheune und verging sich an ihr mit den Worten: „Dir scheint es ja zu gefallen.“

Bereits verurteilt
Was damals kaum jemand wusste: Der bereits mit 46 Jahren wegen seiner Erkrankungen („Herzbeschwerden, offene Beine“) früh pensionierte Postbeamte war schon 1994 wegen „fortgesetzten Missbrauchs von Kindern“ zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Sein erstes Opfer nach besagter Bewährung entzog sich 2001 den Übergriffen, indem es nicht mehr Reiten ging. Der Vater von zwei eigenen, mittlerweile erwachsenen Kindern, aber machte auch krank und körperlich eingeschränkt bis ins hohe Alter weiter, so die Anklage.

Ausgerechnet Heiligabend 2004 soll er sich in seiner Zwei-Zimmer-Wohnung über den Stallungen an einer 13-Jährigen vergangen haben. Der Frühpensionär verging sich selbst als knapp 70-Jähriger weiter an seiner Reitschülerin – viermal die Woche, insgesamt rund 320 Mal, so Staatsanwalt Dr. Philip Seel.

Die Reit-Schülerin soll über die Jahre geschwiegen haben, weil er ihr stets damit gedroht habe, ihren so sehr geliebten Pferden etwas anzutun. Die heute 21-jährige Frau, die sich 2008 erst ihren Eltern und später der Polizei anvertraut hat, sei heute psychisch nicht mehr in der Lage, vor Gericht auszusagen, betonte ihr Anwalt Ralph Reckmann: „Sie will das alles nicht mehr, sie ist psychisch erkrankt und steht in einer starken Abhängigkeit zu ihren Pferden.“

Hohe Tatfrequenz
So war für diese Taten kein Beweis zu führen, das Verfahren stellte der Vorsitzende Richter Ulf Pennig deshalb ein. Gestanden hat der gebürtige Ostpreuße mit neun Geschwistern indes die Übergriffe aus dem Jahre 2001, für die Staatsanwalt Dr. Seel allein schon wegen der „hohen Tatfrequenz“ und der einschlägigen Vorstrafe des Angeklagten zwei Jahren und sechs Monaten Haft forderte.

Die 31. Kammer wertete die Taten indes als „so ziemlich das Niederschwelligste an sexuellen Übergriffen“ und beließ es bei zwei Jahren, die sie ohne jedwede Auflage zur Bewährung aussetzte. Begründung: „Wegen des Alters und Zustandes des Angeklagten seien keine Taten mehr zu erwarten.“

Quelle

Ich kommentiere das jetzt mal nicht weiter, sondern lasse dieses weitere Ergebnis unserer ach so feministisch verseuchten Justiz mal so wirken…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s