Männlichkeit, die attraktiv macht

Das Märchen, Frauen würden allesamt nur auf dominante Machos stehen, hört und liest man ja an jeder Ecke. Wahrer wird es dadurch natürlich nicht. Die Erklärung dazu: „Männlichkeit“ mache eben an. Da gehen die Fehlschlüsse aber schon los. Was ist denn diese berühmte Männlichkeit? Mir scheint, dieser Punkt wird generell viel zu einseitig gesehen.
Halten wir uns daher mal nicht an den althergebrachten Klischees und Schubladen auf, die kennt jeder und die sind zum gähnen öde, so dass ich die hier nicht noch mal weiter ausführe.
Interessanter finde ich die Betrachtung, was abseits dieser ausgetretenen Pfade Männer attraktiv macht.

Maren hat es bereits ähnlich angedeutet.
Männer sind attraktiv, wenn sie sich selbst mit einem ironischen Zwinkern betrachten können, und „betonte Männlichkeit“ nicht allzu ernst nehmen. Wenn sie Klischees aufbrechen und entspannt darüber stehen. Nichts wirkt abstoßender als ein Mann, der ständig damit prollt, wie männlich er ist. Nicht nur verbal, auch nonverbal stößt das ab.

Männer sind attraktiv, wenn sie herzlich lachen können. Nein, ein griesgrämig schauender Grummelgreis ist nicht anziehend, ehrlich nicht. Freundliche offene Gesichter schaffen Vertrauen und Sympathie, das lernt schon jeder Säugling.

Männer sind attraktiv, wenn sie nicht krampfhaft versuchen, ein geheimnisvolles Mysterium aus sich zu machen, in dem Glauben, dass sie das interessant macht. Es ist eher lächerlich, wenn sie das aus rein taktischen Gründen tun. Und ob das der Fall ist, merkt man recht schnell.

Männer sind attraktiv, wenn sie nicht nur sich selbst am liebsten reden hören, sondern auch anderen Menschen zuhören und sich ehrlich für sie interessieren. Was nicht heißt, dass ein Verhör stattfinden soll, sondern ein Dialog, und kein einseitiges Frage-Antwort-Spiel.

Männer sind attraktiv, wenn sie Fehler eingestehen können. Nobody is perfect. Nicht mal Männer. Ist halt so. Face it.

Männer sind attraktiv, wenn sie etwas Besonderes an sich haben, sich darauf aber nichts einbilden. Bekanntermaßen sind es ja die kleinen vermeintlichen Makel, die einen Menschen interessant machen. Es gibt aber nichts schlimmeres als gelackte Schönlinge, die wissen, dass sie gut aussehen.

Männer sind attraktiv, wenn sie noch andere Lebensinhalte haben als ihre Genitalien. Dazu muß man nicht viel erklären oder?

Und natürlich spielt auch körperliche Attraktivität eine Rolle. Vielleicht nicht die größte, aber das Aussehen eines Mannes als unwichtig zu erklären, ist sehr weltfremd. Ein paar Muskeln (nicht zuviel) und eine tiefe Stimme können sehr attraktiv sein, reißen aber eben auch nichts raus, wenn der Rest nur aus Dummheit und Arroganz besteht.

10 Kommentare zu “Männlichkeit, die attraktiv macht

  1. Fortsetzung…

    Es gibt aber nichts schlimmeres als gelackte Schönlinge, die wissen, dass sie gut aussehen.

    Edit: bzw abgefuckte Typen, die MEINEN, dass sie gut aussehen. Allgemein finde ich Männer, die nichts besonderes darstellen oder nicht mehr zu bieten haben als eine große Klappe, sich aber für ein Geschenk Gottes halten, nervig, langweilig oder einfach ätzend, aber sicher nicht attraktiv.

    Desweiteren sind Männer attraktiv, die Verantwortung für sich selbst übernehmen. Schuld für Mißerfolge, Mißstände oder sonstige Probleme nur bei anderen zu suchen, ist nicht männlich und weinerliches Getue über die Schlechtigkeit der Welt schlägt jede Frau in die Flucht.

    Männer sind attraktiv, wenn sie ihre Grenzen und Kompetenzen realistisch einschätzen und nicht den Helden spielen. Wenn Männer glauben, das Bier vor ihnen stammt aus Miraculix‘ Zauberküche und verleiht ihnen mit jedem Schluck mehr Kräfte, mehr Hirnzellen und mehr Schönheit, sollten die Comics besser beiseite legen und sich mal mit der Realität befassen. Es ist keine Schande, zu sagen „das kann ich nicht“.

    • Ich kann mich dem voll und ganz anschließen.
      Wobei ich sage, dass für mich ganz klar das Äußere am wichtigsten ist, weil es das Erste ist, was ich sehe. Wenn mir ein Mann optisch überhaupt nicht gefällt, werde ich nie feststellen, ob er einen guten Charakter hat, bzw. wird er bei mir keine Chance auf eine Beziehung haben, die über die platonische Freundschaft hinausgeht. Auch wenn mir das Maskulisten noch so wenig glauben wollen. Nicht dass ich was das Optische betrifft übermäßig anspruchsvoll bin (anspruchsvoller als viele Frauen, die ich kenne, aber schon *fg*), aber es gibt einige Dinge, die für mich die sexuelle Anziehungskraft eines Mannes ausschließen. Dazu gehört z.B. auch, wenn das (optische) Alter die 35 überschreitet.

      Und was ich, wenn ich einen Mann näher kennenlern(t)e, auch als absolut abturnend empfinde, ist, wie du schon sagst, wenn er sich selber gerne reden hört und andere nicht zu Wort kommen lässt. Ein Wichtigtuer eben. Meistens hat diese Spezies einen riesigen Freundeskreis, in dem aber jede (freundschaftliche) Beziehung oberflächlich bleibt, in dem sie sich als „Anführer“ aufspielen. Und was mich auch sehr nervt, sind heiß-kalte Gefühlsduschen – also quasi das, was einem PUAs raten 😈 Diese Verhaltensweisen finde ich bei Männern und Frauen gleichermaßen abstoßend, und mit so jemandem würde ich nicht mal platonisch befreundet sein wollen.

    • Wobei ich sage, dass für mich ganz klar das Äußere am wichtigsten ist, weil es das Erste ist, was ich sehe. Wenn mir ein Mann optisch überhaupt nicht gefällt, werde ich nie feststellen, ob er einen guten Charakter hat, bzw. wird er bei mir keine Chance auf eine Beziehung haben, die über die platonische Freundschaft hinausgeht.

      Wichtig ist die Optik natürlich. Aber sie büßt einiges ein, bzw wird komplett unwichtig, wenn sich der Rest als beziehunbgsuntauglich herausstellt.

      aber es gibt einige Dinge, die für mich die sexuelle Anziehungskraft eines Mannes ausschließen. Dazu gehört z.B. auch, wenn das (optische) Alter die 35 überschreitet.

      Kommt drauf an. Eine gewisse Reife muß schon vorhanden sein. Aber das hat ja mit Äußerlichkeiten auch wieder nur bedingt was zu tun. Manche, die mit großen Schritten auf die 50 zugehen, verhalten sich kindischer als ein Mittzwanziger. Vermutlich greift dann die Midlifecrisis an und damit der zwanghafte Wunsch, allen zu beweisen, wie vital und jugendlich man noch ist.

      Meistens hat diese Spezies einen riesigen Freundeskreis, in dem aber jede (freundschaftliche) Beziehung oberflächlich bleibt, in dem sie sich als “Anführer” aufspielen.

      Von solchen Leuten halte ich mich prinzipiell fern, oder hänge mich zumindest nicht auch noch dran. Weil sie schlicht peinlich sind. Ich brauche keinen Anführer. Noch peinlicher sind übrigens auch oft die Anhänger solcher Leute. Die hinterlassen eine Schleimspur und kriechen auf Knien herum, damit sie auch in den Hintern passen. Attraktiv ist sowas auch nicht.

    • Wichtig ist die Optik natürlich. Aber sie büßt einiges ein, bzw wird komplett unwichtig, wenn sich der Rest als beziehunbgsuntauglich herausstellt.

      Ja, stimmt. Für mich muss da einfach beides stimmen. Sowohl der Charakter, als auch das Aussehen. Status hilft jedenfalls einen Dreck *fg*

      @Alter: Das bezog sich auf mein eigenes Alter. Ich finde es einfach am besten, wenn der Partner sich ungefähr im gleichen Alter befindet (+- 4-6 Jahre). Da sind die Erwartungen, die man ans Leben hat, nicht so unterschiedlich (im besten Fall), und es sieht optisch auch einfach besser aus, als wenn so ein ach-so-junggebliebener Mittvierziger sich mit einer Zwanzigjährigen brüstet.

    • Edit: was natürlich nicht heißt, dass sich auch Paare mit einem großen Altersunterschied verlieben können und zusammenpassen. Aber ich glaube, dass das eher seltener der Fall ist. Häufig nützt einer den anderen irgendwie aus … (zumindest habe ich den Eindruck gewonnen)

    • Es sieht auch besser aus, als wenn sich eine Mittvierzigerin einen knackigen 25jährigen an die Seite holt. Aber das ist ja auch ohnehin verpönt, während das andere als völlig normal gilt. Werd ich auch nie verstehen. Es ist doch bekannt, dass gerade die sexuelle Attraktivität von jüngeren Männern und reiferen Frauen am ehesten zusammenpasst. Mit Liebe hat zwar auch selten was zu tun, aber das gilt für junge Frauen und ältere Männer ja genauso.

    • „Es sieht auch besser aus, als wenn sich eine Mittvierzigerin einen knackigen 25jährigen an die Seite holt. Aber das ist ja auch ohnehin verpönt, während das andere als völlig normal gilt.“

      Leider wahr, denn wenn eine Frau mit einem Mann eine Beziehung eingeht, der, sagen wir mal, etwa 10 Jahren jünger ist als sie, redet man sofort von einem ‚Toyboy‘. Von einem ‚Toygirl‘ oder ‚Sugar Daddy‘ redet man erst dann, wenn der Mann um Jahrzehnte älter ist als seine Freundin.

      „Es ist doch bekannt, dass gerade die sexuelle Attraktivität von jüngeren Männern und reiferen Frauen am ehesten zusammenpasst“

      Man sagt ja, dass Frauen in den Vierzigern ihre sexuell beste Phase haben, und Männer in den Zwanzigern.

      „Mit Liebe hat zwar auch selten was zu tun, aber das gilt für junge Frauen und ältere Männer ja genauso.“

      Wieso glaubst du, dass das so selten ist?

    • Wieso glaubst du, dass das so selten ist?

      Weil die Lebenswelten einfach oft zu verschieden sind, wenn eine zu große Altersspanne zwischen den beiden liegt. Ich denke eher, es sind oft Zweckgemeinschaften. Natürlich kann auch Liebe im Spiel sein, warum denn nicht. Gerade mit zunehmendem Alter werden Altersunterschiede ja immer irrelevanter. Als ich 15 war, war für mich alles >20 uninteressant und alles >30 schon halb tot. Diese Grenzen haben sich natürlich mittlerweile etwas verschoben ;). Aber 10 Jahre Unterschied ist für mich immer noch die Schmerzgrenze. Auch, weil ich mal eine Beziehung mit einem älteren Mann hatte, und nein danke, kein Bedarf mehr. Es müßte schon ein Mega-Typ sein, der mich ausnahmslos mit allem überzeugt, was mir wichtig ist, damit ich da noch mal eine Ausnahme mache.

  2. Natürlich ist das Äußere das einem die erste Meinung über eine Person machen läßt. Doch dies wird zweitrangig beim zweiten bzw dritten treffen. Mal abgesehen davon, sieht man oft eine echte Traumfrau mit einem Partner, der überhaupt nicht das perfekte Äußere hat. Woran mag das wohl liegen? Naja ich sag mal so gepflegt sollte man auf jeden Fall sein. Auch sollte man was für seine Figur tun. Man sollte nur nicht eingebildet und selbst verliebt sein. Denn es gibt nichts schlimmeres was die Frauen mehr hassen wie eingebildete selbsternannte Top Model die den ganzen Tag vorm Spiegel stehen und sich selbst bewundern.

    • Mal abgesehen davon, sieht man oft eine echte Traumfrau mit einem Partner, der überhaupt nicht das perfekte Äußere hat.

      Solche Konstellationen sieht man auf beiden Seiten. Und sie sagen gar nichts aus, außer dass Schönheit erstens immer im Auge des Betrachters liegt, und zweitens, dass das Aussehen zwar immer eine Rolle spielt, aber letztlich hinter anderen Faktoren ansteht, wenn es um tiefere Gefühle und dauerhafte Partnerschaften geht.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s