Toleranz von sexualisierter Übergriffigkeit in den Medien

Es wurde bereits mehrfach verbloggt und es wurden mehrfach Beschwerdemails online gestellt. Aber je mehr, desto besser, darum hindert mich das nicht daran, ebenfalls auf diese Frauenfeindlichkeit hinzuweisen. Eine Frauenfeindlichkeit, die einer breiten Öffentlichkeit zugänglich ist, in einem „witzigen“ Kontext dargestellt wird und die bloßgestellten Opfer dieser Übergriffigkeiten nur die Wahl haben, entweder als humorlos dargestellt zu werden, oder zwanghaft mitzulächeln.

Es geht um die jüngst veröffentlichte Doku neoParadise im ZDF mit den beiden Moderatoren Joko und Klaas, die sich auf der IFA tummeln und dort als Mutprobe getarnt eine Messehostess belästigt wird. (Etwa ab der 4. Minute)

Es kommen hier mehrere Faktoren zusammen, die indiskutabel und ekelhaft sind. Nicht nur die Übergriffigkeit selbst, auch der Kontext, in dem sie stattfindet und wie sie von den Akteuren selbst betrachtet wird.
Der eine fordert den anderen auf, eine Frau ohne deren Zustimmung intim zu begrapschen –> 1. Facepalm. Der tut so, als sei ihm das alles furchtbar unangenehm, tut es aber trotzdem, um eine Wette nicht zu verlieren –> 2. Extra-Facepalm. Der Frau ist diese Situation verständlicherweise sichtlich sehr unangenehm, muß aber auch noch freundlich bleiben und quittiert die Situation mit einem verkrampften und unsicheren Lächeln, obwohl man an ihrer Körpersprache (zurückzucken und wegdrehen) sehr deutlich erkennt, dass sie entweder am liebsten weglaufen oder dem Typ saftig eine knallen würde. Was jeder normale Mensch auch verstanden hätte. Und der anstiftende Akteur macht sich anschließend auch noch darüber lustig, „wie entwürdigt sich die Frau fühlen muß und sicher heute Abend unter der Dusche weint“ –> 3. Mega-Facepalm.

Das zeigt eins sehr deutlich. Die Grenzüberschreitung war durchaus bewußt, wurde aber nicht nur billigend in Kauf genommen, sondern aktiv unterstützt und herausgefordert und sich darüber lustig gemacht, wie sich die bloßgestelle Frau nachher fühlt. Sie wird stundenlang duschen und weinen. Weil man sich eben schmutzig und gedemütigt fühlt, wenn man belästigt wird. Kann mir jemand erklären, wie man so ein Thema auch noch ins Lächerliche ziehen kann, wenn man nicht völlig verblödet ist? Sowas funktioniert doch nur, wenn man die Rape Cultur, in der es ja kein Drama ist, Frauen zu belästigen, komplett inhaliert hat.

Wenigstens gab es bei Twitter eine erste Entschuldigung.

Mehr dazu u.a. bei Antje Schrupp, i heart digital life, derspringendepunkt, drop the thought, emmi, klirr.

Das ist nicht die erste Situation von akzeptierter, weil „witziger“ sexualisierter Grenzüberschreitung vor der Kamera. Ich erinnere mich an den Bundesvision Songkontest von 2009, wo der Radiomoderator von BigFM seiner Kollegin vor laufender Kamera, begleitet von einem selten dämlichen Spruch, mal eben an die Brust grabscht. Diese wiederum reagiert aber nicht eingeschüchtert und lächelt krampfig die Situation weg, sondern verpasst ihm kurzerhand ebenfalls vor der Kamera eine Ohrfeige, was ihm sichtlich peinlich ist.

Im Nachhinein äußerte der Grabscher gegenüber der Bild am Sonntag, der eigentliche Skandal sei nicht seine Grabscherei, sondern die Ohrfeige gewesen.

Ob solche Situationen gefaket sind oder nicht, spielt hier übrigens keine Rolle. Es geht nicht darum, ob es abgesprochen war, um Aufsehen zu erregen und Quoten zu erhöhen. Es geht um die Akzeptanz nichtakzeptablen Verhaltens und die Lächerlichmachung darüber. Es ist ja alles nur witzig und man soll sich mal nicht so anstellen, wenn Frauen nur mal eben angefasst werden.

NEIN, es ist NICHT witzig! Auch wenn es Menschen gibt, für die das neu sein mag, ein Frauenkörper ist keine öffentliche Ware, an der sich jeder mal vergreifen darf, nur weil ihm mal ein Scherz einfällt, der keiner ist.

21 Kommentare zu “Toleranz von sexualisierter Übergriffigkeit in den Medien

  1. Und der anstiftende Akteur macht sich anschließend auch noch darüber lustig, “wie entwürdigt sich die Frau fühlen muß und sicher heute Abend unter der Dusche weint” –> 3. Mega-Facepalm.

    Der macht sich nicht drüber lustig, dass diese Frau evtl abends weinen wird. Er macht sich allgemein über Vergewaltigungsopfer lustig, die tatsächlich nicht selten hinterher stundenlang duschen. Das ist auch der Grund, warum ich dieses Formular ausgefüllt habe:

    http://www.unternehmen.zdf.de/index.php?id=beschwerde1

  2. Pingback: Mädchenmannschaft » Blog Archive » Übergriffigkeit als ‘boys fun’ beim ZDF

  3. Über Joko und Klaas hab ich jetzt schon mehrmals was geschrieben, das spar ich mir einfach mal :/

    Der andere Vorfall ist zwar schon alt, aber ich finds immer noch super, wie die Frau reagiert hat. Mich würde sehr das Interview mit diesem Vollidioten aus der BamS interessieren, aber das gibts ja wohl leider nicht online.
    Die Äußerung zeugt ja nicht gerade von Reue. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr? (Sorry, den konnte ich mir nicht verkneifen ^^)

  4. Auch nicht besser: Die Rechtfertigung seitens des ZDF, „die Messehostess wurde nicht wirklich angefasst, die Berührungen seien nur angedeutet gewesen“

    Als ob „nur angedeutete Berührungen“ hier das einzige Problem wären. Das ZDF scheint die Tragweite nicht zu erkennen. Nämlich das hier vermittelte Bild, dass sexuelle Belästigung in Form von politisch unkorrekter Comedy durchaus legitim sei.

  5. Wenn man mich fragt, ist das nur die konsequente Folge der allerorten vorhandenen Nacktheit von Frauenkörpern, die eine andauernde Verfügbarkeit suggerieren. Es hat nichts mit Prüderie zu tun, das zu kritisieren. Man ist doch nicht automatisch Prüde, weil man es ablehnt, sich nackt zur Schau zu stellen. Die Konsequenzen einer Kultur, die den Eindruck erweckt, Frauen seien rund um die Uhr verfügbar, käuflich und willig, waren absehbar.

    Eine schallende Ohrfeige ist das mindeste was ein Grabscher verdient hat; alle fünf Finger sollten tagelang sichtbar bleiben!

    • Es wäre mir ehrlich shit-egal, ob ich dann prüde genannt werde. Solche Zuschreibungen sind doch uninteressant. Kommen eh nur von Leuten, die solche Vorfälle verharmlosen. Mit diesem Stempel könnte ich besser leben, als mit dem Gefühl, einem widerlichen Grabscher nicht gehörig auf die Griffel gekloppt zu haben.

  6. ZDF reagiert.

    „Gemeinsam noch sensibler sein“:
    ZDF nimmt Joko & Klaas in die Pflicht

    Das ZDF will Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf nach deren umstrittener Aktion bei „neoParadise“ genauer auf die Finger schauen. Es sei „ganz klar“, dass „wir zukünftig gemeinsam mit unseren Moderatoren noch sensibler auf vermeintlich kritische Inhalte achten werden, um zu verhindern, dass sich eine vergleichbarer Vorgang wiederholt“, zitiert der „Tagesspiegel“ ZDF-Sprecher Wolfgang Stumpf.
    Weiterhin Teil des Konzepts von „neoParadise“ soll aber sein, Grenzen auszuloten und damit zu provozieren. Aber die Provokation müsse im vertretbaren Rahmen bleiben.
    Ein schmaler Grat. In der „neoParadise“-Sendung vom 4. Oktober hatten sich Joko und Klaas, die gerade mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurden, mal wieder gegenseitig „ausgefallene Aufgaben“ aufgebrummt. So forderte Klaas seinen Kumpanen Joko heraus, einer IFA-Messe-Hostess an Busen und Po zu grapschen: „Fass ihr einmal an die Moppelklampen und zweimal an den Arsch. Viel Spaß!“
    Ob Joko wirklich Busen und Po berührte oder die Aktion nur andeutete, ist für den Zuschauer nicht zu erkennen gewesen. Eindeutig und mies war aber das Statement von Klaas: Der Hostess sei das so unangenehm gewesen. „Die stand da und hat sich richtig entwürdigt gefühlt. Die fährt jetzt gleich nach Hause, und dann wird die schön heulen unter der Dusche. Dann steht die sechs Stunden lang unter der Dusche“, lästerte Klaas.
    Weil auf Twitter und Facebook die Empörungswelle über den Vorfall immer größer wurde, reagierte Klaas Heufer-Umlauf am Montag und entschuldigte sich via Twitter – ohne wenn und aber („Wir haben einen Fehler gemacht“). Auch das ZDF meldete sich zu Wort: Die Szene sei mit Einverständnis der jungen Dame gesendet worden
    Wegen der zahlreichen Proteste hat das ZDF das Video von der Sendung vom 4. Oktober auf seinem ZDFneo-YouTube-Kanal gelöscht. An anderen Stellen kursiert es nach wie vor.

    Schade nur, dass es erst eine Flut an Beschwerden geben muß, bis das Problem erkannt wird.

    • @ Joachim,
      ob du es glaubst oder nicht, genau das ist mir auch aufgefallen. Ich hatte schon eine ähnliche Antwort in den Fingern und habe mir dann überlegt ob ich hier nicht „kritisch“ und „kritikwürdig“ verwechsle.

      Es sei “ganz klar”, dass “wir zukünftig gemeinsam mit unseren Moderatoren noch sensibler auf vermeintlich kritische Inhalte achten werden,

      Welche Inhalte meint er? Die von Joko & Klaas oder die Kritiken der Zuschauer? Richtig eindeutig ist diese Aussage in der Tat nicht.

  7. Pingback: Beschwerde über inszenierte sexuelle Belästigung | Quantenmeinung

  8. Dumm, pubertär, albern, idiotisch, was die beiden Schwachköpfe da veranstalteten. Aber auch harmlos. Interessanter als der eigentliche Vorfall ist, wie sich wer in welcher Weise nun profiliert. DAS ist aus soziologischer Sicht spannend. Dass auf den privaten und offensichtlich auch auf den öffentlich-rechtlichen Sendern Unterhaltung unter dem Motto „dümmer gehts nimmer“ angeboten wird, ist ja hinlänglich bekannt.

  9. „„Der eigentliche Skandal war ja ihre Ohrfeige, nicht mein Busengrapscher“, beschwerte sich der 31-jährige Blomberg in der „Bild am Sonntag“.“

    stimmt. denn männer sind es gewohnt, das frauen sich widerstandslos belästigen lassen.

    • „stimmt. denn männer sind es gewohnt, das frauen sich widerstandslos belästigen lassen.“

      Ist das ernst gemeint?

    • Auf manche Männer trifft das leider zu. Die schauen dann blöd aus der Wäsche, wenn mal eine die richtige Antwort gibt. Schau mal bei Hollaback! rein, da findest du ein paar Beispiele dafür.

  10. Kein Herz für Joko! Antisexistische Aktion in Jena

    Am Samstag den 20.Oktober rief ein Antisexistischer Zusammenschluss in Jena dazu auf eine in der Villa am Paradies geplante Ersti-Party mit Joko, bekannt aus der ZDF-Sendung „neoParadise“, kritisch zu begleiten. Anlass dieser Aktion war der sexuelle Übergriff Jokos in seiner Sendung vom 4. Oktober. Währenddessen machte sein Konterpart Klaas Vergewaltigungsanspielungen. Auch wenn Joko seinen Auftritt kurzfristig wegen angeblicher Krankheit absagte, nutzen wir die Gelegenheit um uns gegen die Verharmlosung sexueller Gewalt als Streich unreifer Jungen zu positionieren und ein Zeichen gegen den sexistischen Normalzustand in der Gesellschaft zu setzten. Die Villa gerät dabei nicht das erste Mal in die Kritik: während der EM wurde ein Spiel Deutschlands gegen die Niederlande auf rassistische Weise beworben (http://www.jenapolis.de/2012/06/stura-der-fsu-jena-entsetzt-ueber-rassismus-der-villa/). Zudem fällt die Villa immer wieder mit ihrer sexistischen Flyergestaltung und Werbung auf, in der beispielsweise Frauen die als „Bunnies“ verkleidet kommen, freien Eintritt versprochen wird.

    Um diese sexistischen Verhältnisse, wie sie sich konkret am Übergriff durch Joko zeigen, nicht stillschweigend hinzunehmen, versammelten wir uns am Samstagabend vor der Villa. Vor Ort verteilten wir Flyer an potentielle Partygäste und riefen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Vorfall auf. Des Weiteren wurde ein Redebeitrag verlesen, den wir im Folgenden dokumentieren möchten:

    „Die Szene, die am 4. Oktober beim ZDFNeo gesendet wurde, war nichts anderes als ein öffentlicher, sexueller Übergriff durch Joko und Klaas. Vor laufenden Kameras wurde hier die körperliche Integrität einer Frau verletzt, indem sie ungefragt angefasst wurde. Klaas kommentierte diesen Übergriff gegenüber der Messe-Hostess durch Joko mit den Worten:“ Gott, aber der war das auch so unangenehm. Die stand da wirklich und hat sich richtig entwürdigt gefühlt. Die fährt jetzt gleich nach Hause und dann wird die erst einmal schön heulen unter der Dusche, die steht dann sechs Stunden unter der Dusche.“ Bei diesem Ausspruch handelt es sich um eine Anspielung auf Vergewaltigungsopfer, die häufig direkt nach dem Übergriff das Verlangen haben zu duschen. An diesem Kommentar von Klaas wird deutlich, dass er weiß, dass seine Aufgabenstellung eine Aufforderung zu einem sexuellen Übergriff war. Gleichzeitig inszeniert er diesen als Witz und es wird deutlich, dass die beiden sexualisierte Gewalt lediglich als ein bürgerliches Tabu unter vielen betrachten, die es für Rebellen wie sie zu brechen gilt.
    Aber sexualisierte Gewalt ist kein Aufmischen bürgerlicher Normen, sondern reiht sich in die strukturelle Gewalt der Geschlechterhierarchie dieser Gesellschaft ein.
    Durch die Inszenierung des Übergriffs als Witz liegt die Definitionsmacht über die Situation bei Joko und Klaas und ihr gewaltförmiger Charakter wird verschleiert.
    Inzwischen wird auch viel darüber geschrieben, dass Joko und Klaas und auch das ZDF sich längst für den Vorfall entschuldigt hätten und die weitere Thematisierung nicht legitim wäre. Joko zeigt sich bereits vor dem Übergriff unangenehm berührt und entschuldigt sich danach in die Kamera. Klaas twittert nach den empörten Reaktionen in den Medien, sie hätten „lustigen Quatsch mit fahrlässigem, beleidigendem Schwachsinn verwechselt“. Diese Entschuldigungen klingen danach, als hätten die beiden im Eifer des Gefechts einen Fehler gemacht, der ihnen danach natürlich aufgefallen sei und jetzt Leid tue. Bereits in der Sendung sprechen die beiden jedoch darüber, dass Joko eine solche Handlung nicht zum ersten Mal gemacht hat, also bereits zuvor sexuell übergriffig geworden ist. Joko hat sich also nicht spontan zu der Tat hinreißen lassen, sondern muss als unreflektierter Wiederholungstäter verstanden werden. Klaas‘ Entschuldigung hingegen kann nur als Reaktion auf den Mediendruck und als Versuch seine Karriere zu retten, gewertet werden. Auch die beschwichtigenden Versuche des ZDF erscheinen als Farce, da der Sender durch das Unterlegen des Übergriffs mit Hupgeräuschen selbst aktiv dazu beigetragen hat, die Szene als Erniedrigung darzustellen.
    Die Reaktionen der Beteiligten zeigen, dass sie den Kern des Problems sexualisierter Gewalt nicht verstehen wollen. Denn der sexuelle Übergriff von Joko und Klaas ist kein Einzelfall und wir sind nicht nur hier, um Joko als Täter anzuprangern. Vielmehr ist der Vorfall bloßer Ausdruck gesamtgesellschaftlicher, sexistischer Verhältnisse, die es anzugreifen gilt.
    In dieser Gesellschaft ist sexualisierte Gewalt gerade kein Einzelphänomen, sondern alltägliche Praxis. Nur dass der Großteil dieser Übergriffe, die von abwertenden, sexualisierten Sprüchen bis hin zu Vergewaltigungen reichen, nicht thematisiert werden und unsichtbar bleiben. Denn in dieser Gesellschaft herrscht eine rape culture, welche die sexuelle Aggression von Männern als natürlich legitimiert und Frauen auf ihre potentielle Opferrolle vorbereitet, indem sie ihnen beibringt, sich möglichst unauffällig zu kleiden und zu verhalten. Im Falle eines Übergriffs wird so die Schuld leicht auf die scheinbar zu aufreizende Kleidung des Opfers geschoben und der Täter aus der Verantwortung genommen. Das wahre Ausmaß sexualisierter Gewalt in dieser Gesellschaft bleibt unsichtbar, weil Übergriffe in einer solchen Kultur nur schwer zur Anzeige gebracht werden können.
    Diese rape culture ist Teil der Geschlechterhierarchie dieser Gesellschaft. Schon bei der Geburt werden wir in die heterosexuelle Matrix eingeordnet und unsere Identität als Mann oder Frau festgelegt. Diese beiden Kategorien werden mit bestimmten Dualismen wie stark/schwach, rational/emotional und aktiv/passiv belegt. Eine solche Dualismenbildung führt zwangsweise zu einer Hierarchisierung. Aus diesem Grund leben wir nicht in einer gleichberechtigten Zweigeschlechtlichkeit, sondern in einer Geschlechterhierarchie, in der Frauen stets diejenigen Eigenschaften zugeschrieben bekommen, die nicht ins System passen. Im Kapitalismus ist dies in erster Linie die Passivität, die nicht in eine Gesellschaft passt, welche aktive, selbstdisziplinierte Menschen für ihr Aufrechterhalten benötigt.
    Im Beruf der Messe-Hostess institutionalisiert sich die passive Rolle, die Frauen zugeschrieben wird. Die Frau wird zum Objekt, welches durch Sexualisierung die Aufmerksamkeit der Kund_innen auf ein bestimmtes Produkt lenken soll. Als direkte Folge daraus müssen Hostessen wohl regelmäßig Übergriffe durch Kund_innen erdulden.
    Deshalb ist es auch keine Tat eines Einzelnen, die heute hier angeprangert wird. Sie ist gesellschaftliche Normalität innerhalb einer sexistischen Gesellschaft. Diese gilt es anzugreifen! Dennoch müssen wir auch ein Zeichen setzen gegen die Einzeltäter_innen, welche die Gewaltförmigkeit der Geschlechterhierarchie reproduzieren. Sexualisierte Gewalt ist kein fahrlässiger Schwachsinn, sondern die Verletzung körperlicher Selbstbestimmung! Aus diesem Grund lassen wir nicht zu, dass Joko in Ruhe seine Party feiert. Kein Raum den Sexist_innen! Kampf den sexistischen Verhältnissen!“

  11. Pingback: [Triggerwarnung] MTV: Sexual Harrassment ist kein Spaß! | A++ Ranting

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