Sexismus ist keine Überraschung, sondern Alltag

Die Debatte um Brüderle hat weitere Kreise gezogen, als ich es vermutet habe. Als gestern die ersten Artikel dazu erschienen sind, war ich nicht überrascht. Ich bin schließlich nicht von gestern. Ich weiß, dass Sexismus Alltag ist.
Ich war auch nicht über die typischen verharmlosenden Interpretationen überrascht, die üblicherweise darauf folgen. Die von „alles übertrieben“, „was hatte sie denn an?“, „war doch nur ein Kompliment“, „wer will denn nachts an einer Hotelbar über Politik reden?“, „warum erscheint der Artikel jetzt erst?“ bishin zur klaren Unterstellung der Falschbehauptung reichen.
Der Tenor ist der gleiche wie immer. Nicht der Vorfall selbst steht im Vordergrund. Im Vordergrund steht der Bote, der es überbringt. Nicht die Person, die die Übergriffigkeit begangen hat, kam an den Pranger, sondern die Person, die darüber redet. Die sich erdreistet, einen Politiker zu beschuldigen.

All das hat mich nicht überrascht.

Was mich aber erschreckt, ist, dass der darauffolgende Twitterstorm unzähliger Frauen, die unter dem Hashtag #Aufschrei ihre Erlebnisse im Sekundentakt mitgeteilt haben, mich auch nicht überrascht. „Sexismus ist Alltag“ ist keine Floskel, es ist die Realität. Ich war nicht überrascht über die vielen Tweets von übergriffigen Chefs, Dozenten, Fremden im Vorbeigehen, Nachbarn, Kommilitonen. Über die Tweets von anzüglichen Kommentaren zu Kleidung oder Figur. Über die Tweets von sexistischen Kommentaren über die Kompetenzen von Frauen.

Und ich dachte dabei an die Erlebnisse in meiner eigenen Vergangenheit, die bisher nur sehr wenige Menschen kennen, die aber nahtlos in diese Twitter-Timeline passen.

Was mich an dieser wie an jeder Sexismus-Debatte wütend macht, ist das hartnäckige Verschieben der Verantwortung. Dass der Fokus schnell vom Täter weg, hin zur belästigten Person gelangt. Wie sah sie aus, was hatte sie an, wie hat sie sich verhalten? Naja und wenn das Dekoletee etwas tiefer war und sie vielleicht sogar etwas gelächelt hat, dann… naja wir wissen alle, wie solche Sätze weitergehen.

Der Spiegelartikel von Annett Meiritz, der ein Verhältnis mit einem Mitglied der Piratenpartei angedichtet wurde, weil die beiden in einem Cafe zusammen gesehen wurden, hat einige Punkte betont, die ich nur unterstreichen kann.

Das ist es, was mich aufregt. Ich kenne viele männliche Journalisten, für die es selbstverständlich ist, sich mit einem Politiker zum Abendessen zu treffen. Bei den Piraten reicht es schon, wenn man sich in einem Café mit einem Informanten trifft, um eine Affäre angedichtet zu bekommen. Ich habe keine Lust, darüber nachzudenken, ob ich bei einem Gespräch mit einem Politiker lächle oder nicht, weil das als Flirtversuch missverstanden werden könnte. Oder darüber, ob ich besser im Hosenanzug als im Etuikleid zum Interview erscheinen soll. Grübeln männliche Journalisten darüber nach, wie oft sie lächeln, wenn sie – sagen wir – mit Ursula von der Leyen reden? Oder machen sie sich darüber Gedanken, ob sie zum Sexobjekt werden, wenn sie auf dem Parteitag ein besonders elegantes Sakko tragen? Nein? Prima! Genau das möchte ich auch.

Genau darum geht es in der Sexismus-Debatte. Nicht darum, dass Brüderle oder andere Männer – ob prominent und mächtig oder nicht – sich einfach nur daneben benehmen und sie dafür geächtet werden. Genau das werden sie nämlich nicht. Sie haben schließlich Macht und Geld und das werden die Frauen schon irgendwie toll finden. Nein, es geht um Frauen und ihr Aussehen und ihr Verhalten und ob man ihnen das irgendwie so auslegen könnte, dass sie die Übergriffigkeit ja eigentlich selbst gewollt hätten. Und wenn alle Stricke reißen, hat sie eben einfach gelogen.

Ich habe Übergriffigkeiten selbst erlebt. Ich wurde intim angetatscht. Von Fremden. Als Kind. Am hellen Tag. In der belebten Stadt. Keinen hat es interessiert. Ich wurde von einem widerlichen grinsenden alten Mann begrabscht. Ich wurde von Fremden einfach so gefragt, ob ich meinen Intimbereich rasieren würde.

Einzelfälle? Ja sicher. Seit gestern Nacht werden im Sekundentakt lauter Einzelfälle veröffentlicht. Ganz bestimmt. Wie blind muß man sein, um da keine Tendenz zu sehen?

Damals war ich noch sehr jung. Ich konnte nichts tun, außer weglaufen. Passiert mir das gleiche heute, schweige ich nicht. Ich schreie zurück. Und es macht mir kein schlechtes Gewissen. Denn ich weiß, dass ich keine Schuld habe. Ich bin nicht ohnmächtig. Ich bin kein Opfer. Ich bin nicht gestört. Ich lebe mein Leben und alles ist gut. Aber manchmal bin ich wütend. Wütend auf Menschen, die anderen Menschen ihre Erfahrungen absprechen und eine Mitschuld zuschieben wollen. Und ich bin stolz auf meine Wut. Denn diese Wut mußte erst wachsen und sie ermöglicht es mir, solchen Menschen die richtige Antwort zu geben: Fickt euch, ihr sexistischen Ignoranten! Ihr solltet besser dafür beten, dass ihr nie das gleiche erlebt, was ihr bei anderen Menschen so verharmlosend herunterspielt.

24 Kommentare zu “Sexismus ist keine Überraschung, sondern Alltag

  1. Der #Aufschrei in den Massenmedien:

    Spiegel:

    #Aufschrei auf Twitter: „Männer nehmen den alltäglichen Sexismus gar nicht wahr“
    Die Debatte über Rainer Brüderles Verhalten gegenüber einer Journalistin gab den Anstoß: Junge Frauen richteten zur Sexismus-Debatte bei Twitter das Hashtag #Aufschrei ein. Das löste eine Lawine von Tweets aus. Zu Recht, sagen die Erfinderinnen im Interview.

    Süddeutsche:

    „#aufschrei gegen Sexismus“
    Sexismus und herablassendes Verhalten gegenüber Frauen gibt es nicht nur bei den Piraten und in der FDP. Vor allem passiert es nicht nur Journalistinnen. Wie der ganz alltägliche Sexismus demütigt, beschreiben seit einigen Stunden Tausende Frauen auf Twitter. Und die Männer? Die schämen sich nicht nur heimlich.

    Tagesspiegel:

    „Sexismusdebatte im Netz“
    Der Hashtag #Aufschrei zeichnet ein gesellschaftliches Bild zwischen Alltagssexismus und Kommunikationsproblemen. Die Reaktionen zeigen vor allem eins: Sexismus ist größer als der Fall Brüderle. Die Aktion sorgt inzwischen sogar überregional für Resonanz. Eine Netz-Umschau.

    Zeit:

    „Belästigungsvorwürfe lösen #aufschrei aus“
    Vorwürfe gegen die Piraten und FDP-Spitzenkandidat Brüderle haben eine Debatte über sexuelle Belästigung ausgelöst. Frauen twittern Erfahrungen, mancher Mann schämt sich.

    N-TV:

    „#aufschrei im Netz“
    Ein forscher Blick auf den Busen hier, ein anzüglicher Spruch da. Sexuelle Anspielungen sind in der Gesellschaft alltäglich. Das zeigen Reaktionen auf den „Altherrenwitz“ von Rainer Brüderle. Wo hören Komplimente auf – wann wird eine Grenze überschritten? Jetzt schaltet sich auch Kanzlerin Merkel ein.

    FAZ:

    „Aufschrei und Scham“
    Es scheint nur einen Anlass gebraucht zu haben: Auf Twitter überstürzen sich Tweets über sexistische Äußerungen und Übergriffe.

    General-Anzeiger Bonn:

    „Ein #Aufschrei geht durchs Netz“
    Die Sexismus-Debatte in Deutschland wurde am Freitag auch intensiv in den sozialen Netzwerken geführt. Im Kurzmitteilungsdienst Twitter teilten unzählige Menschen unter dem Hashtag (Stichwort) #aufschrei ihre Erfahrungen mit alltäglichem Sexismus mit.

    Stuttgarter Zeitung:

    „Ein #Aufschrei geht durchs Netz“
    Der FDP-Spitzenpolitiker Rainer Brüderle soll einer „Stern“-Journalistin zu nahe getreten sein – und auf dem Kurznachrichtendienst Twitter formiert sich Empörung.

    Frankfurter Rundschau:

    „Aufschrei“ auf Twitter gegen Sexismus“
    Unter dem Hashtag #Aufschrei schreiben Menschen auf Twitter ihre persönliche Erfahrungen mit Sexismus im Alltag nieder.

    Berliner Morgenpost:

    „Ein #Aufschrei geht durch das Internet“
    Rainer Brüderles angebliche Zoten gegenüber einer Journalistin werden heftig in den sozialen Netzwerken geführt.

    Berliner Zeitung:

    „„Vom Dozenten begrabscht“
    Vom Dozenten begrabscht, von Jungs auf der Tanzfläche festgehalten, vom Chef mit schlüpfrigen Witzen zugetext – seit Donnerstagnacht berichten unzählige Frauen über ihre Erfahrungen mit Männern, die Grenzen überschritten.

    Bild:

    „Twitter-Nutzer prangern Sexismus im Alltag an“
    Im wahrsten Sinne des Wortes geht ein Aufschrei durch den beliebten Kurznachrichtendienst. Unter dem Hashtag #aufschrei berichten (vornehmlich weibliche) Twitter-Nutzer von sexuellen Übergriffen, die sie im Alltag erleben.

    RTL:

    „Sexismus-Debatte auf Twitter: Ein #aufschrei geht durchs Netz“
    Frauen twittern über alltäglichen Sexismus

    Der Vorwurf einer anzüglichen Annäherung des FDP-Fraktionschefs Rainer Brüderle an eine Journalistin hat in Deutschland eine Sexismus-Debatte in den sozialen Netzwerken entflammt. Vor allem Frauen berichten über alltägliche Beleidigungen, Diskriminierungen und Übergriffe und verschaffen sich somit Gehör. Ein Tabuthema findet seinen #aufschrei im Netz.

    WDR:

    „Ein #aufschrei in Sachen Sexismus“
    Laura Himmelreich hat mit ihrem Artikel über Rainer Brüderle im Stern eine Debatte ins Rollen gebracht, in der viel Zunder steckt: Wie viel Sexismus gibt es in unserer Gesellschaft? Mir als Mann fällt es schwer, diese Frage zu beantworten. Ich vermute aber: ganz schön viel. Ich bekomme das ja mit. Jeden Tag. Nur eben nicht als Opfer.

    Handelsblatt:

    „#Aufschrei gegen Alltagssexismus bei Twitter“
    Nachdem die Sexismus-Vorwürfe gegen Rainer Brüderle für Wirbel sorgten, haben zwei Twitter-Nutzerinnen unter dem Hashtag #Aufschrei eine gesellschaftliche Debatte zu Alltagssexismus angestoßen. Nicht alle finden das gut.

    Und das ist noch lange nicht alles…

  2. Pingback: Mädels, join the #Aufschrei! « robins urban life stories

  3. das verstehe ich so, dass du dich der Theorie der Deutungshoheit anschließt und die Schilderung des (unprivilegierten?) Opfers stets ohne Hinterfragung zu folgen ist und ein solches hinterfragen dann unabhängig vom Sachverhalt falsch bzw sexistisch ist. richtig?

    • Völlig belanglos, wie DU es verstehst. Da es erfahrungsgemäß egal ist, wie oft und wie ausführlich man dir seine Sicht erklärt, weil du grundsätzlich ALLES nur so drehst, wie es dir passt und du dein Weltbild trotz gegenteiliger Erklärungen ohnehin gern mit irrsinnigen Unterstellungen schmückst, lege ich keinen Wert darauf, mit dir weiter irgendwas diskutieren zu wollen. Weil es einfach nichts bringt. Wenn andere die Geduld haben, können sie das gern tun. Ich weiß mit meiner Zeit sinnvolleres anzufangen, als gegen Betonmauern zu reden oder – wie Robin es formuliert hat – einem Blinden Farben zu erklären.

    • Du meinst also, dass man die die Tweets nicht hinterfragen darf? Oder die Darstellung von Laura Himmelreich, die Christian mit „Schilderung des (unprivilegierten?) Opfers“ ja auch meinen könnte?

    • @Maren

      Ich finde dieser Teil geht sehr in die Richtung:

      „Nicht der Vorfall selbst steht im Vordergrund. Im Vordergrund steht der Bote, der es überbringt. Nicht die Person, die die Übergriffigkeit begangen hat, kam an den Pranger, sondern die Person, die darüber redet. Die sich erdreistet, einen Politiker zu beschuldigen.“

      Vorher regt sie sich über ein Hinterfragen auf. Für sie scheint festzustehen, dass er eine Übergriffigkeit begangen hat und man dies nicht hinterfragen kann. Alles hinterfragen ist ein an den Pranger stellen der Person, die die Übergriffigkeit begangen hat.

      Robin beispielsweise, um mal ein feministisches Gegenbeispiel zu bringen, schreibt dazu:
      http://robinsurbanlifestories.wordpress.com/2013/01/26/madels-join-the-aufschrei/

      Ich möchte überhaupt nicht darüber diskutieren, ob das Vorgehen der Journalistin so ganz astrein war, denn dass die Tatsache, dass dieser Artikel erst ein Jahr nach dem Vorfall erschienen ist und daher ein “Geschmäckle” hat, ist schon zur Genüge und erschöpfend breit getreten worden. Ich finde, beide Seiten haben gute Argumente,

      da wird deutlich, dass sie immerhin Zweifel zulässt. Mir wesentlich simpathischer.

      Onyx Version würde ich hingegen bei Deutungshoheit einordnen. Wer etwas gegen die Darstellung des Opfers sagt, der stellt es an den Pranger und das ist schlecht.

      Das genau ist doch Deutungshoheit.

      Sie würde sich damit ja auch in guter feministischer Gesellschaft befinden. Es ist dort eine weit verbreitete Theorie.

      Ich verstehe insofern nicht, worüber ihr euch aufregt .

      Es sei denn ihr findet es ehrenrührig, dass ich davon ausgehe, dass ihr diese feministische Theorie vertretet.

  4. Noch ein paar Beispiele aus aktuellen Online-Medien:

    Der Westen

    „Aufschrei“ in Deutschland – hitzige Debatte über Sexismus
    Die Vorwürfe gegen FDP-Politiker Rainer Brüderle haben auch im Netz eine Debatte über Sexismus ausgelöst. Seit Donnerstagnachmittag wird das Thema bei Twitter unter dem Hashtag #aufschrei in tausenden Einträgen diskutiert. Viele Frauen berichten dabei von persönlichen Erfahrungen mit sexueller Belästigung im Alltag.

    Hamburger Morgenpost

    Twitter-#Aufschrei gegen Sexismus im Alltag

    N-Joy

    Ein #Aufschrei geht durch Deutschland
    In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurde eine regelrechte Lawine im Netz, genauer gesagt auf Twitter losgetreten. Unter dem Hashtag „Aufschrei“ posten vorwiegend Frauen ihre negativen Erlebnisse und Erfahrungen in Bezug auf herablassende sexuelle Anspielungen oder gar Übergriffe.

    Vice

    #AUFSCHREI GEGEN DAS GRAPSCH-BRÜDERLE
    Ursprünglich ging es Laura Himmelreich und Annett Meiritz darum, ihr Schweigen zu brechen und von ihren sexistischen Erfahrungen mit Spitzenpolitikern zu berichten. Daraus entwickelte sich über Nacht eine große Debatte auf Twitter und in der Medienwelt.

    N24

    Ein #Aufschrei geht durch die Medien
    Deutschland diskutiert über Sexismus. Ein Bericht über eine vermeintliche Anmache durch FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hat eine heftige Debatte losgetreten. Besonders Männer reagieren empfindlich.

    Kölner Stadtanzeiger

    Twitter-Aufschrei gegen Sexismus
    Nach den Sexismus-Vorwürfen gegen FDP-Politiker Rainer Brüderle geht ein Aufschrei durch das Internet. Im sozialen Netzwerk Twitter entlädt sich seit der Nacht die Wut tausender Nutzer über Frauenfeindlichkeit im Alltag.

    Neue Osnabrücker Zeitung

    #Aufschrei bei Twitter: Nutzer stoßen Sexismus-Debatte an
    Osnabrück. Aufschrei heißt der Hashtag, der seit Donnerstagabend die Nutzer bei Twitter beschäftigt. Es geht um Sexismus im Alltag und Betroffene, vornehmliche Frauen, berichten über ihre Erfahrungen.

    Schwäbische

    #Aufschrei gegen Sexismus: Frauen wehren sich via Twitter
    Sexismus gegen Frauen – ein „Aufschrei“ geht durch Deutschland. Nachdem der Stern mit einem Bericht über angebliche Anzüglichkeiten Rainer Brüderles (FDP) gegenüber einer Journalistin die öffentliche Diskussion losgetreten hat, ist sie nun auch auf dem Microblogging-Dienst Twitter angekommen. Und wie: Seit Donnerstagabend tauschen dort Tausende Frauen ihre negativen Erfahrungen mit Männern aus. Auch beschweren sich einige Männer über sexistische Frauen. Ihre Tweets kennzeichnen sie alle mit der Ergänzung „#aufschrei“. Durch die Raute wird der Begriff zum Hashtag, Twitter fasst alle Beiträge mit gleichem Hashtag zusammen in einer Liste. Sucht man bei Twitter nach „Aufschrei“, erscheinen alle Beiträge.

    Express

    Twitter-#Aufschrei gegen Sexismus im Alltag
    Unter #Aufschrei lassen via Twitter Frauen ihren persönlichen Frust über alltägliche Sexismus ab.
    Der Bericht von „stern“-Autorin Laura Himmelreich über anzügige Anspielungen von FDP-Politiker Rainer Brüderle hat auf Twitter einen Sturm der Entrüstung über verbalen Sexismus und entsprechende Übergriffe ausgelöst!

    Neue Presse

    Sexismus-Debatte: #Aufschrei bei Twitter
    Die Sexismus-Debatte in Deutschland wurde am Freitag auch intensiv in den sozialen Netzwerken geführt. Im Kurzmitteilungsdienst Twitter teilten unzählige Menschen unter dem Hashtag (Stichwort) aufschrei ihre Erfahrungen mit alltäglichem Sexismus mit.

    Nordbayern

    Sexismus-Debatte: #aufschrei geht durchs Netz
    Der Sexismus-Vorwurf einer Stern-Journalistin gegen FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle hat eine Welle der Empörung und Betroffenheit im Internet losgetreten. Immer mehr Frauen trauen sich, eigene Erfahrungen über sexistische Begegnungen zu veröffentlichen. Auch bei Männern sorgen die Berichte größtenteils für Kopfschütteln.

  5. Neben den unzähligen Twittereinträgen gab und gibt es auch etliche Blogartikel, in denen Stellung zu dem Thema bezogen wurde. Das finde ich großartig und irgendwie auch logisch, da 140 Zeichen einfach oft nicht ausreichen, um dem Luft zu machen, was raus muß. Großartig ist natürlich nicht, dass diese Artikel nötig sind und so viele Frauen ihre Erfahrungen haben, aber dass nicht länger geschwiegen wird und es einfach deutlich wird, dass das Thema Sexismus nicht länger ignoriert werden kann, das ist großartig.

    Sammelmappe hat eine beachtliche Liste solcher Blogartikel zusammengetragen.
    Es kann zwar jeder selbst klicken, aber weil ich Vernetzung so wichtig finde, verlinke ich selbst auch ein paar.

    Geeky Sparkle – Sexismus, und wie ich zur Feministin wurde

    Frau Auge

    Happy Schnitzel – Besser spät als nie

    Themenriff – Danke Opa

    Little Jamie – Ohne Worte

    Frau Dingens – Ich habe keine Worte mehr

    Meetshaus

    Muttis Kopfkram – Zwischen Arschklaps und Aufschrei

    u.v.m.

    Wie man jetzt noch von „Einzelfällen“ reden kann, ist mir unverständlich.

    Ich denke auch, dass das nicht nur ein Strohfeuer ist, das morgen niemanden mehr interessiert. Sexismus wird auch morgen nicht verschwunden sein. Aber jetzt ist eine Welle in Gang gekommen, die es ermöglicht, all das anzuprangern, worüber man sich sonst nur still geärgert hat.

    • @ Stephan

      Was hälst du eigentlich von diesem Artikel:

      Ich finde, sie macht es sich an verschiedenen Stellen etwas zu einfach, kritisiert Strohmänner und widerspricht sich zum Teil auch selbst, bzw hält sich nicht an ihr eigenen Empfehlungen.

      Sie wirft vor, dass unterschiedliche Wahrnehmungen, was sexistisch ist, ignoriert werden. Genau das tut sie aber selbst, wenn sie viele der Twittereinträge als „kleinliches Pillepalle“ bezeichnet. Wenn eine Situation für die betroffene Person eine unangenehme Grenzverletzung war, dann ist das so hinzunehmen und nicht wegzureden. Ich habe mit Sicherheit auch schon über blöde sexistische Witze gelacht, die für andere vielleicht weit jenseits des guten Geschmacks sind. Aber deswegen maße ich mir noch lange nicht an, anderen ihre Wahrnehmung abzusprechen, die den Witz sexistisch finden.

      Sie wirft vor, dass Männer pauschal in Sippenhaft genommen werden, „dass es eine „Zumutung“ sei mit ihnen leben zu müssen“. Was für ein Unsinn. Mehr fällt mir dazu gar nicht ein. Klassischer Strohmann, für den ich nicht verantwortlich bin, und für den ich mich demnach auch nicht rechtfertige.

      Miteinander reden und Verantwortung übernehmen. Hübsch gesagt und toller Tipp. In der Theorie. Kann man eigentlich nur sagen, wenn man solche konkreten Situationen selbst gar nicht kennt. Wie soll man miteinander reden und Verantwortung übernehmen, wenn man von irgendeinem Idioten im Vorbeigehen belästigt wird? Wer will denn hier erzählen, dass man jederzeit geistesgegenwärtig reagieren kann? Grenzverletzende und sexistische Situationen kommen in den meisten Fällen sehr unerwartet und dauern nur wenige Augenblicke. In vielen Fällen überlegt die betroffene Person ja dank sexistischer Gehirnwäsche selbst sehr lange, warum sie sich denn eigentlich gerade so beschissen und gedemütigt fühlt, „weil ja eigentlich gar nichts passiert ist und ob man nicht irgendwie selber schuld war“. Die Verantwortung einer Grenzverletzung trägt der, der Grenzen verletzt, niemand sonst. Und fremde Personen anzüglich auf Ausmaß oder Form ihrer Geschlechtsmerkmale anzusprechen, gehört nun mal dazu. Soviel Kinderstube sollte man eigentlich haben, auch als Vertreter der „alten Schule mit konservativen Vorstellungen“.

      Der Vorwurf der Opferhaltung, weil Frauen sich ja immer wehren können. Das ist für mich eine ziemliche Ohrfeige für Betroffene, weil es an Realitätsferne kaum zu überbieten ist. Das wurde nun auch schon ausführlich und oft genug dargestellt. Betroffene können sich nicht jederzeit souverän wehren, dafür kann es dutzende Gründe geben.
      Wenn die betroffene Person körperlich weit unterlegen ist.
      Wenn die Situation und die belästigende Person so schnell vorbei ist, wie sie gekommen ist.
      Wenn ein Abhängigkeitsverhältnis besteht, was ausgenutzt wird.
      Wenn die betroffene Person Angst hat.
      Wenn der betroffenen Person nicht geglaubt wird, weil andere meinen, die Situation „kritisch hinterfragen zu müssen“ und irgendwelche Vermutungen anstellen, „wie es ja vielleicht auch gewesen sein könnte“…
      Ich bin weit weg davon, Frauen grundsätzlich als Opfer zu betrachten, aber die Aussage „warum wehrt ihr euch nicht einfach“ ist zynisch.

      Außerdem, ist die Aktion #Aufschrei nicht auch eine Form der Wehr? Und eine ziemlich bedeutsame und wirkungsvolle noch dazu, wenn man bedenkt, dass das seit 3 Tagen ein Riesen Thema in den Medien ist? Für mich stellt sich das so dar, dass der Fall Brüderle nur der letzte von vielen Tropfen war, der den nötigen Anstoß gegeben hat, bis endlich ein dicker Knoten geplatzt ist. Wie gestern Frau Schwarzer bei Jauch treffend sagte: „Der Fall Brüderle ist unwichtig. Interessant ist, was er ausgelöst hat.“

      Warum soll das jetzt also wieder falsch sein? Weil manche meinen, dass sich viele Betroffene zu sehr anstellen und unberechtigterweise einen auf Opfer machen? Das ist genau der Punkt, der zeigt, warum diese Debatte so dringend nötig ist.

      Für weitere Erläuterungen lege ich dir den Artikel von Robin nahe, die es ebenfalls sehr anschaulich erklärt hat.

    • „Genau das tut sie aber selbst, wenn sie viele der Twittereinträge als “kleinliches Pillepalle” bezeichnet.“

      Da hast du im Prinzip recht. Ich halte es aber dennoch für sinnvoll, eine Schwelle zu ziehen, die überschritten werden muss. Nicht so sehr, weil ich anderen ihre Wahrnehmung absprechen möchte, sondern eher aus pragmatischen Gründen. Ich finde, man sollte erstmal bei den größeren Problemen anfangen und sich dann zu den kleineren vorarbeiten, das ist meines Erachtens auch im feministischen Eigeninteresse. Die deutlich nachvollziehbaren Fälle haben außerhalb feministischer Kreise einfach mehr Überzeugungskraft. Deshalb könnte ein Verzicht darauf, jede Kleinlichkeit öffentlich zu beklagen, sinnvoll sein.

      Ich würde dir aber noch in anderer Hinsicht widersprechen. Es mag sein, dass Frau Meike nicht die volle Bandbreite dessen, was als sexistisch empfunden wird, anerkennt. Aber in dem Bereich, den sie anerkennt, sieht sie immerhin große Differenzen. Das ist durchaus konsistent mit ihrer Ansicht, dass unterhalb einer gewissen Schwelle kein Sexismus mehr vorliegt. Deine Ansicht dagegen birgt die Gefahr einer gewissen Gleichmacherei. Wenn unterschiedslos alles als Sexismus anerkannt wird, was noch so geringfügig ist, wirkt das eben so, als ob die Differenzen „komprimiert“ oder sogar „eingeebnet“ werden, da eben alles – das Winzige und das Riesige – dem gleichen Begriff zugeschlagen wird.

      Man könnte den Widerspruch, den du siehst, vielleicht so lösen: Man schafft zwei Begriffe, Sexismus und Mikrosexismus, und das “kleinliche Pillepalle” kommt dann eben in die zweite Schublade. Damit wäre dann vielleicht auch Frau Meike einverstanden.

      „Miteinander reden und Verantwortung übernehmen. Hübsch gesagt und toller Tipp. In der Theorie. “

      Da habe ich Frau Meike anders verstanden. Es ist zwar sicherlich nicht ohne weiteres möglich, den Übeltäter auf sein Fehlverhalten anzusprechen und dieses zu ausdiskutieren. Ich denke aber, sie meint hier die gesellschaftliche Diskussion, die ja in diesen Tagen eingesetzt hat. Hier muss man miteinander reden und sollte nicht in einseitige Schuldzuweisungen verfallen. Anders gesagt: Die „Berufsbaggerer“ und „Tussis“ sollen hier und jetzt mitreden. Ihre Meinung soll mitzählen. Und die feministischen Blogs sollten den Dialog nicht scheuen.

      „wenn man von irgendeinem Idioten im Vorbeigehen belästigt wird“

      Es gibt sicherlich solche Idioten. Aber nicht immer sind die Situationen so eindeutig. Manchmal sind es ja auch einfach Misserständnisse. Beim Flirten muss ja immer eine Person den Anfang machen, und da kann ein an sich „gutgemeinter“ Versuch bei der Gegenseite unangenehm rüberkommen. Und an diese Situationen hat Frau Meike wohl gedacht.

      „Artikel von Robin“

      Da hab ich doch schon kommentiert. 😉

    • Ich finde, man sollte erstmal bei den größeren Problemen anfangen und sich dann zu den kleineren vorarbeiten, das ist meines Erachtens auch im feministischen Eigeninteresse. Die deutlich nachvollziehbaren Fälle haben außerhalb feministischer Kreise einfach mehr Überzeugungskraft. Deshalb könnte ein Verzicht darauf, jede Kleinlichkeit öffentlich zu beklagen, sinnvoll sein.

      Und wer bestimmt, was größere Probleme oder „Kleinlichkeiten“ sind? Eben. Wir scheitern doch schon an der Diskussion, ob ein anzüglicher dämlicher Spruch über die Brüste einer Frau schon sexistisch ist. Wer soll irgendwelche Schwellen festlegen außer die betroffene Person selbst?

      Deine Ansicht dagegen birgt die Gefahr einer gewissen Gleichmacherei.

      Weil ich der Meinung bin, dass alle betroffenen Personen das Recht haben, in ihrer Wahrnehmung ihrer Erfahrungen gleichermaßen ernstgenommen zu werden. Jeder kann ja seine Meinung dazu haben, aber ich finde es vermessen, von seinem eigenen Mikrokosmos auszugehen und das auf den Rest der Welt zu übertragen, wenn man sexistische und übergriffige Situationen angeblich noch nie erlebt hat. „Also mir ist sowas noch nie passiert, deswegen kann das Problem ja gar nicht so groß sein“ ist irgendwie kein gutes Argument. Darauf könnte man theoretisch antworten: „Warum redest du dann überhaupt mit, wenn du es nie erlebt hast, darum gar nicht weißt, worum es überhaupt geht und auch nicht bereit bist, Dinge außerhalb deiner eigenen Welt überhaupt wahrzunehmen?“

      Es ist zwar sicherlich nicht ohne weiteres möglich, den Übeltäter auf sein Fehlverhalten anzusprechen und dieses zu ausdiskutieren. Ich denke aber, sie meint hier die gesellschaftliche Diskussion, die ja in diesen Tagen eingesetzt hat. Hier muss man miteinander reden und sollte nicht in einseitige Schuldzuweisungen verfallen.

      Ja, hat man ja jetzt im TV gesehen, wie toll das funktioniert… *iro/off*
      Man hätte es vorher wissen können, dass eine sachliche und faire Diskussion zum Thema Sexismus nicht funktioniert, wenn man Sexisten dazu einlädt, denen es ohnehin scheißegal ist, was eine Frau will und die besser wissen wollen, was Frauen wollen, als diese selbst. Blanker Hohn. Dass ein Moderator die größte Ahnung vom Thema hat, kann man nicht erwarten, aber man kann erwarten, dass er das Thema und seine Gäste ernst nimmt. Auch die, die anderer Meinung sind als er.

      Und die feministischen Blogs sollten den Dialog nicht scheuen.

      Wieso scheuen? Nicht jeder, der einen Dialog ablehnt, scheut irgendwas. Mancher hat auch schlicht keine Lust, sich mit sexistischen Betonköpfen auseinanderzusetzen, wenn man genau weiß, dass es nur ins Nirgendwo führt.

      Aber nicht immer sind die Situationen so eindeutig. Manchmal sind es ja auch einfach Misserständnisse. Beim Flirten muss ja immer eine Person den Anfang machen, und da kann ein an sich “gutgemeinter” Versuch bei der Gegenseite unangenehm rüberkommen. Und an diese Situationen hat Frau Meike wohl gedacht.

      Die Autoren der 60000 Tweets mit ihren eigenen Erfahrungen aber offenbar nicht. Und die wissen ja wohl eher, was sie erlebt haben, als Frau Meike.

  6. Es gibt meines Erachtens gleich mehrfache Hinweise darauf, dass Laura Himmelreich unehrlich ist.

    Da sind natürlich erstmal ihre Behauptungen, der Artikel wäre vor einem Jahr nicht relevant genug gewesen oder es wäre ihr darum gegangen, Brüderle als „aus der Zeit gefallen“ zu beschreiben. Es stimmt auch einfach nicht, dass Brüderle nicht an den Pranger gestellt worden wäre.

    Aber auch wenn man sich mal kritisch die Rhetorik Himmelreichs in ihrem Stern-Artikel ansieht, fällt auf, dass sie sehr oft mehrdeutige Formulierungen gebraucht, die einen bestimmten Verlauf nur suggerieren ohne ihn tatsächlich zu benennen. Die Geschichte wird in Andeutungen erzählt. Ein Beispiel von vielen: Die Sprecherin entschuldigt sich mit „Tut mir leid“ – der Leser denkt natürlich, sie entschuldigt sich für Brüderles (vermeintlichen) Ausfälle gegenüber Himmelreich. Aber genau das steht nicht im Artikel. Es könnte sich auch so zugetragen haben, dass Himmelreich die Interview-Versuche mit Brüderle nicht aufgeben und ihn weiter im Gespräch halten wollte. Die Sprecherin könnte sich also dafür entschuldigt haben, dass sie das Gespräch abbrechen muss. Auch wenn men sich die weiteren „Vorfälle“ genau ansieht, fällt auf, dass Himmelreich oft Andeutungen verwendet, wo sie eigentlich hätte deutlicher werden können. Z.B. wäre es ja auch entscheidend wichtig, in welchen Kontext und welcher Art und Weise der Handkuss erfolgte. So etwas muss keineswegs „übergriffig“ rüberkommen, zumal man ja auch angesichts des Alters Brüderles mit einem etwas konservativen Verhalten muss. (Ich erinnere nochmal an das „aus der Zeit gefallen“.) Wenn der Handkuss höflich und charmant gemeint war, als anerkennendes Verhalten der hübschen jungen Dame gegenüber – quasi nach „alter Schule“ –, kann man nicht unbedingt einen Anbaggerversuch oder gar sexuelle Belästigung daraus konstruieren. Ich glaube kaum, dass es bloße Nachlässigkeit war, dass Himmelreich bezüglich des Handkusses nur vage Andeutungen macht. Sie ist schließlich Profi und hat täglich mit Sprache zu tun. Und wenn Himmelreich von Brüderles Blick in ihren Auschnitt redet, ohne genau zu sagen, ob er ihn nun besonders lange anstiert oder eben nur eine Blick dahin wirft wie es jeder Mensch machen würde, dann finde ich das schon erstaunlich. Hat er denn nun auf unangenehm aufdringliche Weise auf ihren Busen geglotzt? Man weiß es nicht, denn Himmelreich sagt es nicht.

    Und ich bin mir relativ sicher, dass sich sich Frau Himmelreich Gedanken macht, welche Kleidung für ein bevorstehendes Interview passend ist. Die Möglichkeit, dass sie Brüderle bewusst hat „verwirren“ wollen, halte ich keineswegs für ausgeschlossen. Es geht hier auch gar nicht um die Frage, welche Kleidung eine Frau tragen darf, ohne dumm angemacht zu werden. Es geht hier _um die Glaubwürdigkeit_ von Frau Himmelreich. Es geht darum, ob man ihrer Darstellung wirklich trauen kann. Deshalb der Hinweis auf ihre Kleidung und den kampgnenartig zur rechten Zeit lancierten Artikel. Übrigens empfinde ich persönlich ein Dirndl ebenso „aus der Zeit gefallen“ wie die klassische Macho-Rolle. Wirkt auf mich wie Trachtenverein oder Volksmusikabend. Oder halt Saufen auf der Wiesn. Jedenfalls nicht gerade wie ein Merkmal besonderer Modernität. Es zeugt eher von einer konserativ-geschlechterstereotypen Einstellung. Bei Frau Himmelreich ist wohl alles irgendwie widersprüchlich.

    Die Tweets unter dem Hashtag #Aufschrei sind natürlich nochmal eine andere Geschichte, aber darauf angemessen differenziert einzugehen ist ja nun so gut wie unmöglich und wird ja auch hier im Blog-Artikel nicht geleistet. Aber natürlich muss da auch ein kritischer Blick möglich sein.

    Das Video von Anke Domscheit-Berg macht deutlich, wie schwierig das ganze Thema ist. Sie meint, Flirten am Arbeitsplatz sei nur in dem Maße möglich, dass auch die eigene Mutter dabei zuschauen könnte ohne rot zu werden. Ich glaube kaum, dass das ein realistischer Vorschlag ist.

  7. Korrektur: Da fehlt das Wort „rechnen“, so ist’s richtig:

    zumal man ja auch angesichts des Alters Brüderles mit einem etwas konservativen Verhalten rechnen muss.

    • Der Stern kriegt nach all den Jahren immer noch diese dumme Hitler-Tagebücher-Geschichte aufs Brot geschmiert. Ich denke, die prüfen ihre Journalisten schon so gut wie möglich auf Glaubwürdigkeit.

      Wenn Frau Himmelreich gelogen hätte, hätte sie sich wohl was spektakuläreres ausgedacht.

    • Sie hat nicht gelogen. Aber Sie benutzt den Sexismus als Aufhänger für eine Kampagne. Eigentlich sind Ihr die Opfer sexueller Belästigungen egal.

  8. Hat hier noch keiner kapiert, dass es eigentlich weder um den Stern geht, noch um die Journalistin, noch um die FDP, sondern um den alltäglichen Sexismus, der wirklich überall vorkommt, und den auch Frauen reichlich benutzen, wenn es ihren Zwecken dient.

    • Eigentlich ist längst klar, dass das Problem wesentlich komplexer und weitreichender ist als nur im Dunstkreis des Stern, der Piraten oder der FDP. „Unsereins“ sowieso, aber seit #Aufschrei nun auch ein paar Leuten mehr. Und das ist gut so.

  9. Pingback: Bin jetzt auch berühmt! :) | Gedankensalat...

  10. Genau so sehe ich das auch. Eigene Erfahrungen sind eigene Erfahrungen und nicht
    ob-und-wenn-und-aber-und-wie- Diskussionsstoff für Krethi- und Plethi-Rechthaber!

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