Geburtstage können so cool sein

Ich mag eigentlich keine Geburtstage. Aber manchmal können solche Partys echt erhellend sein. Letztens wurde ich Zeuge folgender Situation.

Eine junge Frau und ein Mann, die sich offenbar noch nicht lange kennen oder dort gerade kennen lernen, stehen nicht weit von mir weg. Sie scheinen sich gut zu verstehen, unterhalten sich über Alltäglichkeiten, was sie gern machen und was sie sich wünschen, tauschen Telefonnummern aus, zeigen sich gegenseitig Fotos ihrer Hunde auf ihren Handys. Irgendwann wird er direkter, bietet ihr an, mit zu ihm nach Hause zu gehen. Sie lehnt das ab. Er scheint diese Entscheidung zunächst zu akzeptieren, aber ich merke, wie er seine Gesprächstaktik ändert.

Er redet plötzlich von anderen Frauen, die angeblich scharf auf ihn seien, sehr offensiv auf ihn zugehen, ihn mit Anrufen bombardieren, ständig SMS schicken. Am Anfang fand er das ja reizvoll, aber mittlerweile nerve ihn das, solche kaputten notgeilen Schlampen (ja, das war wirklich der Wortlaut) interessieren ihn nicht mehr, er hätte sich ja auch schon genug ausgetobt. Ihm gefalle so eine zurückhaltende Art wie von ihr (also seinem Gegenüber) viel besser.

Ich verdrehe innerlich die Augen. Dieses Gelaber ist sowas von durchschaubar. Er versucht sich so darzustellen, als hätte er noch genug andere Eisen im Feuer, damit sie checkt, was ihr da entgeht, und sich nicht mehr so ziert. Sie ist zwar im Moment der Favorit, weil sie irgendwie besser ist als diese „notgeilen Schlampen“, aber wenn sie nicht will, ist eben auch so eine notgeile Schlampe gut genug. Irgendwann wird aus dem Nein schon ein Ja. Das sagt er zwar nicht, aber genau das meint er.

Ich hoffe, dass sie sich davon nicht einlullen lässt.

Sie sagt dazu die ganze Zeit nicht viel, schaut nur nachdenklich vor sich hin, nippt an ihrer Cola. Es ist schwer einzuschätzen, was sie denkt, aber allein, dass sie ihn kaum noch anschaut und ihn nur reden lässt, lässt vermuten, dass das Interesse ihrerseits merklich nachgelassen hat.

Und was passiert? Sie schiebt ihr mittlerweile leeres Glas weg, und sagt dabei zum ihm: „Weißt du was? Dieses Gerede kannst du dir sparen. Deine anderen Frauengeschichten interessieren mich nicht. Überlege doch erstmal was du eigentlich willst. Mich nervt dieses „hinter mir sind alle Frauen her“-Gelaber.“ Sie deutet die Gänsefüßchen mit 2 Fingern in der Luft an und untermalt das ganze spöttisch mit übertriebener Gestik. Ich muß mich zusammenreißen um nicht loszulachen.

Sie wendet sich von ihm ab, stellt sich zu anderen Gästen dazu.
Er versucht sie noch zum bleiben zu überreden, aber sie geht.

Ich bin baff. Mit dieser Deutlichkeit hätte ich nicht gerechnet. Ich grinse in mich hinein.

Diese Frau ist mir ab sofort mega-sympathisch. Ich geselle mich mit zu den Leuten, wo sie steht und entnehme aus dem laufenden Gespräch, dass sie eine Cousine der Gastgeberin ist.

Als ich sie mal allein erwische, spreche ich sie auf das Gespräch an und entschuldige mich zunächst, dass ich gelauscht habe. Ich erkläre ihr, dass ich ihre Reaktion großartig fand und erkläre auch, warum. Sie grinst mich breit an und sagt „Am Anfang war der ganz ok, aber nachher ist er mir so auf die Eier gegangen mit seinem Geprotze von irgendwelchen anderen Weibern. Ich kann halt Typen nicht ausstehen, die immer erzählen wollen, was es für geile Hechte sind, hinter denen jede Frau her ist.“

Leider wohnt sie zwar nicht gerade um die Ecke, aber ich beschließe dennoch spontan, dass wir Freundinnen werden. Die ist einfach zu cool. 😀

50 Kommentare zu “Geburtstage können so cool sein

  1. Geile Aktion ^^ Leider ist es selten so deutlich, womit sich gewisse Männer ins Aus schießen!

    Das wollte ich schon viel länger erzählen, dann mach ich das einfach hier 😀 Ich war vor ein paar Wochen in der Disco und war gerade auf dem Weg von der Tanzfläche zur Bar, als mir ein Typ in den Weg sprang (wirklich sprang!) und sofort begann, in rasendem Tempo auf mich einzureden. Er wies dabei immer wieder auf seinen Kumpel an der Bar, an seiner Artikulation konnte ich außerdem feststellen, dass er noch nicht besonders dicht war.
    Ich hab noch nie so viel Schwachsinn, der wohl witzig gemeint sein sollte, in so kurzer Zeit gehört. Ich ließ ihn zwei Minuten ohne Punkt und Komma labern, aber schließlich wurde es mir zu langweilig: „Probierst du gerade Pick Up an mir aus?“ fragte ich ihn, als er gerade Luft holte.
    Die EINZIG richtige Antwort wäre jetzt gewesen: „Hä?“ (okay, „Was ist Pick Up?“ hätte ich auch gelten lassen) Er antwortete dagegen, dass er sowas niiiiieeee tun würde, bevor das maschinenpistolenartige Gelaber wieder von vorne los ging.

    Hab ihm dann gesagt, dass die Masche bei mir nicht zieht und bin dann gegangen ^^

    • Leider ist es selten so deutlich, womit sich gewisse Männer ins Aus schießen!

      Mir wurde mal gesagt, man müsse Männer immer ein bisschen provozieren, damit sie mit ihren wahren Gedanken rausrücken. Habe aber irgendwann gemerkt, dass das meist gar nicht nötig ist. Sie tun das eigentlich immer von allein. Man muß nur auf die Zwischentöne achten. Ist natürlich bei narzisstischen Selbstdarstellern wesentlich einfacher. Die hören sich ja eh am liebsten selber reden und es ist nur eine Frage der Zeit, bis du weißt, womit du es zu tun hast. Ätzend sind auch die Möchtegernpsychologen, die einen immer analysieren wollen. Die halten dir Vorträge über die Art, wie du sitzt, wie du deine Haare trägst, wie du deine Kaffeetasse hälst oder deine Jacke anziehst und meinen, genau über dich Bescheid zu wissen.

    • @Robin: das könnte einer der Assistenten in meiner Labor-Übung gewesen sein 😈 Der redet auch, als hätte er einen Duracell-Hasen im Hintern stecken. Allerdings will ich mir den nicht wirklich beim Flirten vorstellen *würg*

      Die halten dir Vorträge über die Art, wie du sitzt, wie du deine Haare trägst, wie du deine Kaffeetasse hälst oder deine Jacke anziehst und meinen, genau über dich Bescheid zu wissen.

      Das geht mir so richtig auf die Nüsse. Da könnte der Mensch noch so schön sein, wenn er mit sowas anfängt, kann ich ihn einfach nicht mehr ernst nehmen.

    • Der redet auch, als hätte er einen Duracell-Hasen im Hintern stecken.

      Rofl, so einen kannte ich auch mal. Geqasselt ohne Punkt und Komma und sich nachher gewundert, warum ich überhaupt nichts sage. 😀
      1. bin ich kaum zu Wort gekommen und 2. bin ich vor Langeweile fast eingeschlafen. Aber das merken solche Menschen nicht, wenn die einmal in Fahrt sind.

      Da könnte der Mensch noch so schön sein, wenn er mit sowas anfängt, kann ich ihn einfach nicht mehr ernst nehmen.

      Naja, wenn er damit anfängt, kann immer noch ein interessantes Gespräch draus werden. Man kann ja Gespräche im Optimalfall auch mal lenken. Aber wenn er nicht mehr damit aufhört, und aus jedem Wort und jeder kleinen Geste ein Examen macht, kann doch keine lockere Unterhaltung, geschweige denn ein Flirt zustande kommen.

    • „Aber das merken solche Menschen nicht, wenn die einmal in Fahrt sind.“
      Das spezielle an Pickup ist ja, dass genau das gefordert wird. – So viel zur Ehrenrettung.
      Jetzt will ich aber auch drauflegen: Wer Pickup betreibt, den Schwachsinn also glaubt, hat es eigentlich nicht anders verdient, als rüde abserviert zu werden.
      Schön, dass sich das Wissen um Pickup langsam rumspricht. Dann wirkt nicht einmal mehr ein Placebo-Effekt.

    • Das spezielle an Pickup ist ja, dass genau das gefordert wird.

      Was meinst du? Was wird gefordert?

      Jetzt will ich aber auch drauflegen: Wer Pickup betreibt, den Schwachsinn also glaubt, hat es eigentlich nicht anders verdient, als rüde abserviert zu werden.
      Schön, dass sich das Wissen um Pickup langsam rumspricht. Dann wirkt nicht einmal mehr ein Placebo-Effekt.

      d’Accord

    • „Was meinst du? Was wird gefordert?“
      Laut Pickup hast du als Frau erst einmal kein Investment in einen Mann, deshalb soll er die ersten Minuten 90 % der Zeit reden.
      siehe: *ttp://www.theattractionforums.com/general-discussion/6969-90-10-rule.html
      Männer werden also dazu aufgefordert Frauen zuzulabern.

      Btw.: Großartig, wie die Vermutung der Forumsuser, das wird die Attraction erhöhen, und euer Erleben, der Mann labert mich zu, auseinanderklaffen.

    • Laut Pickup hast du als Frau erst einmal kein Investment in einen Mann, deshalb soll er die ersten Minuten 90 % der Zeit reden.

      Welchen Sinn soll das haben? Selbst wenn er was interessantes erzählt, will ich auch mal was dazu sagen können, und nicht nur eine Frikadelle am Ohr kleben haben. Ganz zu schweigen, wenn es nur langweiliges Gelaber ist. Da ergreift man doch gleich die Flucht, oder langweilt sich eben.

      Großartig, wie die Vermutung der Forumsuser, das wird die Attraction erhöhen, und euer Erleben, der Mann labert mich zu, auseinanderklaffen.

      Ich hab schon immer gesagt, dass eigene Erfahrungswerte diesen Theorien gewaltig widersprechen.

    • „Welchen Sinn soll das haben?“
      Der Sinn besteht darin, dir zu zeigen, was er für ein toller Hecht ist. Indem er deine diversen Attraction Switches umlegt.

      „Selbst wenn er was interessantes erzählt, will ich auch mal was dazu sagen können, und nicht nur eine Frikadelle am Ohr kleben haben. Ganz zu schweigen, wenn es nur langweiliges Gelaber ist. Da ergreift man doch gleich die Flucht, oder langweilt sich eben.“
      Du hast ja noch 10 %. 😀
      Mal ganz ehrlich, mir ist es als Mann zu blöd 90 % der Zeit zu reden. Ich erwarte tatsächlich, dass sich die Frau etwa gleichwertig am Gespräch beteiligt. Für alles andere bin ich mir erstens zu Schade und ich interpretiere es zweitens als Desinteresse. Damit liege ich die meiste Zeit richtig, nur einige wenige, extrem schüchterne Frauen fallen so durch das Raster.

      „Ich hab schon immer gesagt, dass eigene Erfahrungswerte diesen Theorien gewaltig widersprechen.“
      Nicht nur deine Erfahrungswerte.

      Meine erste Erfahrung mit Pickupern überhaupt stammt aus Frankfurt. Ich saß mit einem Kumpel im Cafe und beobachtete, wie ein Mann versuchte, in der Fußgängerzone von Frankfurt Frauen zum Anhalten zu bringen – Attraction Switches wollten bedient werden. Es half sicherlich nicht, dass er sich die hübschesten raussuchte (groß, elegant gekleidet, schlank, attraktiv [Guten Geschmack hatte er.]), er jedoch durchschnittlich groß, aber kleiner als die Frauen, mittelmäßig attraktiv und in Jogginghose war sowie mit einem ziemlich hörbaren Assi-Akzent sprach. Er wurde verzweifelter und verzweifelter und bei der letzten Frau steigerte sich sein „Warte mal.“ zu „Warte!“ und schließlich zu „WARTE!!!“ (nicht aggressiv, nur verzweifelt). Die Reaktion der Dame war bezeichnend: Tasche fester greifen, zu Boden schauen, schnell weitergehen.
      Ich weiß bis heute nicht, ob ich das lustig oder traurig finden soll und wie Leid mir die Frauen tun sowie der Typ tut – er hat sich schließlich vor der gesamten Innenstadt, mehreren hundert Menschen, lächerlich gemacht.

    • Du hast ja noch 10 %

      Da muß ich dann wahrscheinlich noch froh und dankbar drüber sein.

      Mal ganz ehrlich, mir ist es als Mann zu blöd 90 % der Zeit zu reden. Ich erwarte tatsächlich, dass sich die Frau etwa gleichwertig am Gespräch beteiligt.

      Kann ich verstehen. Nur dazu ist es eben erstmal Voraussetzung, dass überhaupt eine gemeinsame Gesprächsbasis vorhanden ist. Wenn mir einer wie in Stephis Beispiel nur ein Ohr damit abkaut, was er doch für ein toller Typ ist, ist das ein ziemlicher Abturner und ich habe keinerlei Interesse an so einem Gespräch. Da kann er labern wie er will.

      Das gleiche in dem von mir beobachteten Gespräch. Erst haben die sich gut verstanden. Als es aber damit losging, dass er meinte, betonen zu müssen, noch irgendwelche anderen Frauen in petto zu haben, änderte sich das deutlich spürbar. Man konnte dabei zusehen, wie sie stiller wurde und ihr das Gesicht einschlief.

    • “Ich hab schon immer gesagt, dass eigene Erfahrungswerte diesen Theorien gewaltig widersprechen.”
      Nicht nur deine Erfahrungswerte.

      Davon bin ich übrigens auch überzeugt. Es ist ja nicht nur mein eigenes Erleben, wie ich mit Männern umgehe, wie sie mit mir umgehen und wie sie auf mich wirken, sondern auch das, was ich bei anderen beobachte. Menschen sind nun mal verschieden, und alle, die nicht in die präferierte Klischeeschublade passen, einfach als Randgruppe oder „vom Schnitt abweichend“ (und damit als unnormal) zu bezeichnen, ist schon sehr einfach gedacht.

      Anderes Beispiel: Die Gastgeberin dieser Geburtstagsparty war eine sehr gute lesbische Freundin von mir. Ausgesprochen hübsch, sowie auch der überwiegende Teil ihres Freundeskreis, den ich früher kennengelernt habe. Bei vielen würden die meisten auf Anhieb nicht auf die Idee kommen, dass sie lesbisch sind, weil sie einfach dem Klischee (derb, maskulin, frustriert, männerhassend, häßlich) nicht entsprechen. Sie haben heterosexuelle Männer und Frauen unter ihren Freunden und Kollegen. Ich merke absolut nichts davon, dass Männer dort irgendwie nicht willkommen wären.

    • @Haselnuss

      Richtig ist, dass im Pickup von vielen gesagt wird, dass die Fähigkeit, die ersten 10 Minuten zu überbrücken und dort das Gespräch mit einem hohen EIgenanteil bestreiten zu können, richtig ist. Ich halte das auch für zutreffend bei einem Cold-Approach, es kann dort sehr helfen, weil man für sie am Anfang natürlich erst einmal ein Fremder ist.

      Es ist aber natürlich nichts, was man machen muss.

      Zudem wird dort ja auch nicht vertreten, dass man 10 Minuten am Stück reden muss oder sie nicht zu Wort kommen lassen soll. Wenn sie einen hohen Anteil am Gespräch übernimmt ist das im Gegenteil ja ein IOI. Sie wird das nur nicht ohne weiteres tun, wenn sie nicht – zB wegen sehr guten Aussehens oder aus anderen Gründen – eh bereits deutliches Interesse hat.

      Und natürlich gibt es im Pickup auch Punkte wie Kalibrierung und das Einbeziehen von ihr gerade damit sie sich nicht totgelabert fühlt. Und natürlich gibt es auch was zur Auswahl dessen, was man sagt.

      Wenn sie sich die ersten 10 Minuten gut unterhalten fühlt, dann ist natürlich auch einiges gewonnen.

      Und natürlich kann man das schlecht machen und die Frau damit langweilen. Ich denke aber alle Frauen hier werden auch die Geschichte erzählen können, wo jemand kam sich vorstellte, unangenehme Stille eintrat und er dann wieder ging. und wahrscheinlich auch die Story, wo ein lustiger Typ rüber kam und echt lustig war und die ersten 10 Minuten wie im Flug vergingen.

    • @Christian:
      Deine Ausreden und Relativierungen überzeugen mich schon lange nicht mehr. Hinter dem Link erklären User es definitiv anders, als du es darstellst, insofern kannst du dir deine Ausreden auch sparen.

    • 1. der Link ist nicht die Pickup Bibel.

      2. Schauen wir uns den Link mal an:

      „Just dont get hung up too much with these „Models“ they will only make you confused. Like you’re now. Forget about them when you’re in the field.“

      „Calibrate.“

      Dann ein Link: auf eine Andere Diskussion und dort steht:

      „I understand the pace-and-lead mentality of illusionary input and the concept of 90-10, but really, how important is it to cut women off and keep talking when you’re GENUINELY interested in what they have to say? I, for one, like conversation and social vibing. I’ll even purposely forget about my routines and just talk about anything if I’m in that sort of mood and the energy is right.“

      „It’s as important as you make it.“

      „Can you sarge without these tools? Yes. It’s called natural style. Juggler teaches it. So does RSD. It’s the next big craze. And everyone loves how it sounds. No routines. Just open a conversation and vibe naturally. No worries that someone else will ask who lies more. No concerns that you’re not being yourself.
      Sounds like a magical land of candy and orgasms. Problem is…Mystery doesn’t teach natural. He teaches routines. Why? Because for the past five years, it’s been the most effective method of teaching delivery to his students.(…) We all enjoy a good conversation. And vibing is an important comfort tool. You certainly don’t want to rely on the cube forever. 90/10 and illusionary input are Attraction tools. Qualify your audience before vibing with them.

      Zurück zum Original Link von dir:

      „So, I do believe in the roughly 90-10 ratio. Your job as a seller is basically to say the key points that will catch her interest or the customers interest. Once you see they are interested in the product or you, they will start asking quesitons about the product or you such as name, if your a student etc which is her basically saying I like what I’m hearing, tell me more. Which then you can qualify her. If you qualify her right off the hop before shes interested, it won’t work well.“

    • Onyx: „Davon bin ich übrigens auch überzeugt. Es ist ja nicht nur mein eigenes Erleben, wie ich mit Männern umgehe, wie sie mit mir umgehen und wie sie auf mich wirken, sondern auch das, was ich bei anderen beobachte. Menschen sind nun mal verschieden, und alle, die nicht in die präferierte Klischeeschublade passen, einfach als Randgruppe oder “vom Schnitt abweichend” (und damit als unnormal) zu bezeichnen, ist schon sehr einfach gedacht.“
      Dank Youtube kannst du dir heutzutage auch anschauen, wie viele Pickuper, beispielsweise Devil PUA, einfach gnadenlos untergehen – wer das Video von Devil nicht kennt und es sich nicht ansehen will: an die Hindenburg-Katastrophe denken, so schlimm.

      Manche Aussagen lassen sich schon treffen:
      Frauen überlassen in den meisten Fällen dem Mann den ersten eindeutigen Schritt, laden ihn aber vorher mit Blicken etc. dazu ein, und zwar meisten ziemlich deutlich. Der „Skill“, den Mann haben sollte, ist also, das korrekt zu interpretieren. Die allermeisten Männern haben diesen „Skill“ auch mehr oder weniger ausgeprägt.

      Bei vielem Anderen hast du aber auch völlig recht. Manche Frauen sind so, andere anders. Frau und Mann (!) sollten dementsprechend selektieren.

    • Dank Youtube kannst du dir heutzutage auch anschauen, wie viele Pickuper, beispielsweise Devil PUA, einfach gnadenlos untergehen – wer das Video von Devil nicht kennt und es sich nicht ansehen will: an die Hindenburg-Katastrophe denken, so schlimm.

      Ich weiß jetzt nicht, welches du speziell meinst, es gibt ja mehrere. Die sind alle ziemlich unterirdisch, weil er vor der Kamera einfach unnatürlich und gestelzt rüberkommt. Es gibt da z.B. dieses, wo er mit ner Pulle Rotwein im Badezimmer hockt und besonders lässig sein will (war der das oder verwechsle ich das?). Mir diese Videos komplett anzuschauen, habe ich aber noch nie geschafft, weil da einfach zu viel dummes Zeug geredet wird.

      Frauen überlassen in den meisten Fällen dem Mann den ersten eindeutigen Schritt, laden ihn aber vorher mit Blicken etc. dazu ein, und zwar meisten ziemlich deutlich. Der “Skill”, den Mann haben sollte, ist also, das korrekt zu interpretieren. Die allermeisten Männern haben diesen “Skill” auch mehr oder weniger ausgeprägt.

      Das ist doch auch alles nicht schlimm und normal. Ich verstehe nicht, warum man daraus eine Wissenschaft und ein Drama machen muß. Wenn mir jemand rein optisch gefällt, schaue ich natürlich gern ein paar mal hin, auch ohne dass ich dabei sonstwelche Hintergedanken haben muß. Und wenn ich angesprochen werde, hängt es natürlich von der Art und Weise ab, wie das passiert, wie ich darauf reagiere. Aber ich denke mal, dass das bei 99% der Menschen genauso ist. Das schönste Aussehen nützt nix, wenn aus dem Mund nur Blech kommt.

    • „1. der Link ist nicht die Pickup Bibel.“
      Du aber? Er geht auf das „attraction forum“, also rede ihn nicht allzu klein.

      „2. Schauen wir uns den Link mal an:“
      Wie gesagt, da gibt es andere User und Pickup-Coaches, die das anders erklären. Also kann man Pickup genauso verstehen. (Dass du dich mal wieder anstellst, dumm stellst und eine Extrawurst brätst, ist klar.)

    • „Das ist doch auch alles nicht schlimm und normal. Ich verstehe nicht, warum man daraus eine Wissenschaft und ein Drama machen muß. Wenn mir jemand rein optisch gefällt, schaue ich natürlich gern ein paar mal hin, auch ohne dass ich dabei sonstwelche Hintergedanken haben muß.“
      a) Wenn du ein schüchterner Mann bist, dann kann durchaus ein Problem sein. Wenn du eine Frau bist, die sich für einen schüchternen Mann interessiert, und ich rede mal von großem Interesse, dann kann das durchaus ebenfalls frustrierend sein. Insofern wäre mein Rat an Frauen, ruhig häufiger den ersten Schritt zu machen, vor allem dann, wenn der Mann schüchtern wirkt. Hier ziehen allerdings viele Frauen eine klare Linie und sagen definitiv: „Nein!“. 40 Jahre Emanzipation hin oder her.

      b) Frauen können sich häufig darauf zurückziehen, dass ihre Signale nichts bedeuten müssen. Eine Frau kann einem Mann in der Disco auf den Füße stehen oder ihm, hoppala, in die Arme fallen, ohne dass es etwas bedeuten muss. Vielleicht ist sie schusselig, vielleicht hat sie aber auch tierisches Interesse (Ich habe extra eher deutliche Signale für weibliches Interesse gewählt.) Weibliche Signale sind über alle Signale betrachtet eher diffus und eher ungerichtet. Wenn ein Mann zu einer Frau geht, sich vor sie stellt und sie anspricht, dann ist das schon sehr deutlich und direkt. Männliche Signale sind eben z. Z. so. Dazu kommt, dass meine Erfahrung ist, dass Frauen für subtile Signale von Männern, also meinen Signalen, kaum einen „Riecher“ haben. Ich merke also, dass ich deutliche Signale geben muss, sonst interpretiert die Frau das als Desinteresse. Wer hier eine männliche Doppelbelastung sieht, hat durchaus recht.

      Ich erweitere diesen Punkt noch und greife deine Erfahrung auf: Du kannst mich z. B. absolut nur deshalb anschauen, weil du mich attraktiv findest, du willst aber trotzdem nichts mit mir anfangen. [Du hast also völlig Recht.] Oder ich interpretiere deine Blicke, die eigentlich meinem Nebenmann oder allgemein dem Raum gelten, falsch, indem ich sie für Interesse an mir halte, wenn dein Interesse eigentlich meinem Nebenmann (oder Nebenfrau) gilt oder du nur mal in die Runde schaust.
      Andererseits könnte hinter deinen Blicken auch ein echtes Interesse deinerseits stehen, mich kennenzulernen. Dein zweideutiger Blick wäre im Übrigen auch ein Signal, auf das ich reagieren würde, würdest du mir gefallen.
      Von außen sehen u. U. beide Möglichkeiten, Interesse oder eben kein Interesse, für mich gleich aus und ich will für Verständnis werben, wenn ein Mann, der schließlich ich sein könnte, sich irrt.
      Zudem hat es gewisse Effekte, wenn hauptsächlich ein Geschlecht anspricht. Effekte, die durchaus in die eine oder andere Belästigungsdebatte mit hineinspielen.

    • Wenn du ein schüchterner Mann bist, dann kann durchaus ein Problem sein. Wenn du eine Frau bist, die sich für einen schüchternen Mann interessiert, und ich rede mal von großem Interesse, dann kann das durchaus ebenfalls frustrierend sein.

      Das stimmt, aber das ist ja nun mal ein Problem, das die halbe Welt betrifft. Damit müssen Menschen zurechtkommen. Es ist auch für sehr schüchterne Frauen ein Problem, wenn sie sich einfach nicht trauen, auf einen Flirtversuch einzusteigen. Schüchternheit ist kein spezifisches Männerproblem.

      Insofern wäre mein Rat an Frauen, ruhig häufiger den ersten Schritt zu machen, vor allem dann, wenn der Mann schüchtern wirkt. Hier ziehen allerdings viele Frauen eine klare Linie und sagen definitiv: “Nein!”.

      Da hab ich auch andere Erfahrungen. Viele selbstbewußte Frauen sagen deutlich: Ich spreche den Mann an, der mir gefällt und nehme ihn auch mit nach Hause, wenn mir danach ist.

      Eine Frau kann einem Mann in der Disco auf den Füße stehen oder ihm, hoppala, in die Arme fallen,

      Sowas als Trick zu benutzen, um an jemanden ranzukommen, find ich albern. Man muß schon gut schauspielern können, damit das nicht auffällt. Sowas liegt mir gar nicht.

      Dazu kommt, dass meine Erfahrung ist, dass Frauen für subtile Signale von Männern, also meinen Signalen, kaum einen “Riecher” haben.

      Da geb ich dir recht, so geht es mir auch oft. Ich registriere das entweder gar nicht oder sehr spät oder wenn mich andere darauf aufmerksam machen. Ich bin eben in vielerlei Hinsicht kein Freund von Spielchen. Kommt natürlich auch auf das Signal an. Manche können schon sehr deutlich sein.

      Andererseits könnte hinter deinen Blicken auch ein echtes Interesse deinerseits stehen, mich kennenzulernen. Dein zweideutiger Blick wäre im Übrigen auch ein Signal, auf das ich reagieren würde, würdest du mir gefallen.

      Wenn du mir gefallen würdest und ich tatsächlich auf der Suche wäre, würde ich wahrscheinlich einen Weg suchen, in deine Nähe zu kommen, damit ein Gespräch in Gang kommen kann. Ich würde wahrscheinlich nicht eine halbe Stunde lang über 10 Meter hinweg immer nur hingucken, weggucken, hingucken, weggucken. Da ich selbst aber nicht weiß, ob ich dir auch gefalle, und oft auch zu schüchtern und einfach auch zu wenig auf Äußerlichkeiten fixiert bin, um offensiv jemanden anzubaggern, nur weil er gut aussieht, würde ich aber schon erstmal abwarten, ob du meine Blicke überhaupt erwiderst. Und wie du sie erwiderst. Und wie du dich überhaupt verhälst.
      Sollte ich nicht auf der Suche sein, und dich einfach nur wohlwollend als attraktiv einschätzen, würde ich ein paar mal rüberschauen, aber irgendwann wär es dann auch gut und ich würde keinerlei weitere Anstalten machen.

    • „Du aber?“

      Natürlich, wer sonst?

      „Er geht auf das “attraction forum”, also rede ihn nicht allzu klein.“

      Mache ich gar nicht. Es steht ja so ziemlich genau das dort, was ich auch gesagt habe. Ganz ausdrücklich sogar Kalibrieren.

      „Wie gesagt, da gibt es andere User und Pickup-Coaches, die das anders erklären. Also kann man Pickup genauso verstehen.“

      Da steht erst einmal in deinem Link das, was ich gesagt habe. In deinem Link. Dort steht hingegen nicht, dass man nicht Kalibirieren darf und sie totlabern soll.

      „(Dass du dich mal wieder anstellst, dumm stellst und eine Extrawurst brätst, ist klar.)“

      Schon lustig. Eher ein Eigentor.

    • Bzgl. PUA Devil: Ich kenne nur das eine Video von ihm. Er erschien dort bei neoparadise. Nach PUA+Devil+neoparadise zu suchen, reicht. Das Video mit dem Rotwein habe ich nicht gefunden.
      —————————
      Onyx: „Das stimmt, aber das ist ja nun mal ein Problem, das die halbe Welt betrifft. Damit müssen Menschen zurechtkommen. Es ist auch für sehr schüchterne Frauen ein Problem, wenn sie sich einfach nicht trauen, auf einen Flirtversuch einzusteigen. Schüchternheit ist kein spezifisches Männerproblem.“
      Erst einmal ist korrekt, dass das die halbe Menschheit betrifft. Allerdings wird von Männern durchaus erwartet, dass sie Frauen ansprechen, also den ersten direkten Schritt tun. Du scheinst das zum Beispiel auch zu erwarten. (s. U.)
      Meine Empfehlung ging ja vor allem an Frauen, die einen schüchternen Mann attraktiv finden.

      Onyx: „Da hab ich auch andere Erfahrungen. Viele selbstbewußte Frauen sagen deutlich: Ich spreche den Mann an, der mir gefällt und nehme ihn auch mit nach Hause, wenn mir danach ist.“
      Mir sind diese vielen selbstbewussten Frauen noch nicht über den Weg gelaufen, die Männer ansprechen. Es kommt durchaus mal vor, aber von einem Massenphänomen habe ich noch nichts mitbekommen. (Diese selbstbewussten Frauen reden aber vom Ansprechen. Ja?)

      Onyx: „Sowas als Trick zu benutzen, um an jemanden ranzukommen, find ich albern. Man muß schon gut schauspielern können, damit das nicht auffällt. Sowas liegt mir gar nicht.“
      a) Klar, es fällt auf.
      b) Ich habe als Beispiele deutliche Signale verwendet, die sich kaum noch zweideutig interpretieren lassen.
      c) Es kommt vor.

      „Da geb ich dir recht, so geht es mir auch oft. Ich registriere das entweder gar nicht oder sehr spät oder wenn mich andere darauf aufmerksam machen. Ich bin eben in vielerlei Hinsicht kein Freund von Spielchen. Kommt natürlich auch auf das Signal an. Manche können schon sehr deutlich sein.“
      Ich mag auch keine Spielchen, vielleicht sollten wir einen Club gründen. Nur heißt der Verzicht auf manche Spielchen nicht, dass alle aufgegeben werden können. Denn, wenn ich hingehe und sage: „Unter Umständen könnte ich mir vorstellen mit dir zu schlafen und je nachdem, wie gut du mir gefällst, auch mehr“, werde ich aller Wahrscheinlichkeit nach was für eine Reaktion ernten? (Zumindest bei Akademikerinnen.)

      Onyx: „Wenn du mir gefallen würdest und ich tatsächlich auf der Suche wäre, würde ich wahrscheinlich einen Weg suchen, in deine Nähe zu kommen, damit ein Gespräch in Gang kommen kann. Ich würde wahrscheinlich nicht eine halbe Stunde lang über 10 Meter hinweg immer nur hingucken, weggucken, hingucken, weggucken.“
      Du würdest mit anderen Worten ein diffuses Signal bevorzugen, das zweideutig ist und das ich fehlinterpretieren kann. Keine Angst, die meisten Frauen machen es genauso wie du. Sie schauen also auch nicht 10 Minuten lang hin und wieder weg und wieder hin, sondern bewegen sich dann in die Nähe des Mannes. Allerdings, das sind diffuse Signale, ich weiß ja nicht, ob du nicht den Platz wechselst, weil vielleicht an deinem vorherigen Platz jemand einen hat fahren lassen. So komisch das jetzt auch klingt.

      Onyx: „Da ich selbst aber nicht weiß, ob ich dir auch gefalle, und oft auch zu schüchtern und einfach auch zu wenig auf Äußerlichkeiten fixiert bin, um offensiv jemanden anzubaggern, nur weil er gut aussieht, würde ich aber schon erstmal abwarten, ob du meine Blicke überhaupt erwiderst. Und wie du sie erwiderst. Und wie du dich überhaupt verhälst.
      Sollte ich nicht auf der Suche sein, und dich einfach nur wohlwollend als attraktiv einschätzen, würde ich ein paar mal rüberschauen, aber irgendwann wär es dann auch gut und ich würde keinerlei weitere Anstalten machen.“
      Exakt. Du sendest mir ein paar eher diffuse Signale, wenn ich sie nicht sehe, habe ich als extrovertierter Mann Pech gehabt. Wäre ich allerdings schüchtern oder wäre blind gegenüber deinen Signalen, hätten wir bei beidseitger Anziehung ein Problem.
      Und wenn Männer deine Signale über mehrere Monate übersehen oder sich nicht trauen, dürfte sich bei dir Frustration einstellen.

      Onyx: „Nur weil er gut aussieht (…)“
      a) Tz. 🙂
      b) Ich rede bei Anziehung/gefallen nicht nur vom Aussehen, sondern vom ganzen Paket.
      c) Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand „zu wenig auf Äußerlichkeiten fixiert“ ist. Häufig habe ich dann festgestellt, dass solche Frauen regelrecht überrollt werden, wenn sie einen für sie attraktiven Mann sehen. (Dass sie quasi überrollt wurde von ihrem eigenen (sexuellen) Interesse, habe ich bei einer anderen Bloggerin erst vor Kurzem vermutet.) Das ist kein schönes Gefühl für die Frau(en). Da spielen Gefühle des Ausgeliefertseins, der Ohnmacht, des Kontrollverlusts etc. rein.

    • Allerdings wird von Männern durchaus erwartet, dass sie Frauen ansprechen, also den ersten direkten Schritt tun. Du scheinst das zum Beispiel auch zu erwarten.

      Nein, nicht unbedingt. Wenn ich erstmal abchecken will, ob von seiner Seite ebenfalls Interesse da ist, heißt das nicht, dass er mich zuerst ansprechen muß.

      Mir sind diese vielen selbstbewussten Frauen noch nicht über den Weg gelaufen, die Männer ansprechen. Es kommt durchaus mal vor, aber von einem Massenphänomen habe ich noch nichts mitbekommen.

      Von einem Massenphänomen war auch nie die Rede. Fakt ist aber, dass ich persönlich solche Frauen kenne, die da absolut nichts anbrennen lassen.

      Diese selbstbewussten Frauen reden aber vom Ansprechen. Ja?

      Sie reden davon, dass sie nicht warten, bis sie angesprochen werden, sondern selbst aktiv auf Männer zugehen.

      Nur heißt der Verzicht auf manche Spielchen nicht, dass alle aufgegeben werden können. Denn, wenn ich hingehe und sage: “Unter Umständen könnte ich mir vorstellen mit dir zu schlafen und je nachdem, wie gut du mir gefällst, auch mehr”, werde ich aller Wahrscheinlichkeit nach was für eine Reaktion ernten?

      Keine Ahnung. Kommt drauf an, wie sie drauf ist und wie du ihr gefällst. Und was hat das speziell mit Akademikerinnen zu tun?

      Du würdest mit anderen Worten ein diffuses Signal bevorzugen, das zweideutig ist und das ich fehlinterpretieren kann. Keine Angst, die meisten Frauen machen es genauso wie du. Sie schauen also auch nicht 10 Minuten lang hin und wieder weg und wieder hin, sondern bewegen sich dann in die Nähe des Mannes.

      Ach? Ich dachte, die warten alle passiv ab, bis ER sich bewegt und kichern bis dahin ein bisschen mit ihren Freundinnen herum?

      Allerdings, das sind diffuse Signale, ich weiß ja nicht, ob du nicht den Platz wechselst, weil vielleicht an deinem vorherigen Platz jemand einen hat fahren lassen. So komisch das jetzt auch klingt.

      Dann würde ich eher irgendwohin flüchten, wo ich frische Luft bekomme. Ob das nun zufällig da ist, wo du auch gerade stehst, weiß man nicht…
      Ja, mag sein, dass ich auch Signale sende, die für andere diffus sind. Aber das tun doch auch die meisten. Die wenigsten gehen doch einfach so auf fremde Menschen zu und sagen „hey, ich bin xy, du gefällst mir“. Auch Männer nicht. Der erste Kontakt findet immer über Blickaustausch statt. Und ob ein Blick nun gezielt oder zufällig bei dir landet, und ob du das fehlinterpretierst, das Risiko gehört eben zum Leben. Ich weiß aber auch, dass ich sehr direkt sein kann. Allerdings erst dann, wenn ich denjenigen schon etwas kenne und seine Reaktion einschätzen kann. Manche sind dann regelrecht schockiert. 😀

      Exakt. Du sendest mir ein paar eher diffuse Signale, wenn ich sie nicht sehe, habe ich als extrovertierter Mann Pech gehabt. Wäre ich allerdings schüchtern oder wäre blind gegenüber deinen Signalen, hätten wir bei beidseitger Anziehung ein Problem.

      Ja, so ist das Leben. Tausende Menschen erleben das jeden Tag. Wie lösen wir das Problem? Indem auch schüchterne Menschen endlich aktiv werden? Ich find das schwierig. Schüchternheit ist ein Charakterzug, der einen Menschen nicht schlechter macht. Schüchterne Menschen sollten nicht versuchen, extrovertiert zu werden, sondern vielmehr einfach zu ihrer Schüchternheit stehen. Diese Authentizität wirkt viel anziehender als antrainierte Coolness.

      Und wenn Männer deine Signale über mehrere Monate übersehen oder sich nicht trauen, dürfte sich bei dir Frustration einstellen.

      Ich weiß durchaus wie es ist, wenn das Interesse einseitig auf meiner Seite ist, weil ich mich nicht getraut habe, was zu sagen, und er nichts bemerkt hat, oder sehr zaghafte Signale nicht sehen wollte.

      Ich rede bei Anziehung/gefallen nicht nur vom Aussehen, sondern vom ganzen Paket.

      Das erste was man sieht, ist nun mal das Aussehen. Aber ich schrieb ja nicht ohne Grund, dass ich auch erst beobachte, wie du dich verhälst. Ob du eher zurückhaltend in einer Ecke stehst, oder mitten im Getümmel. Ob du Anstand und Manieren hast oder dich ständig am Sack kratzt und dein Bier in einem Zug runterkippst und dann genüßlich rülpst, dass die Scheiben beschlagen. Ob du mit Geldscheinen um dich wirfst und großkotzig lautstark von deinen Habseligkeiten berichtest. Oder dich durch die Gegend schnorrst. Wie du dich anderen Frauen gegenüber benimmst. Ob du freundlich und respektvoll zu ihnen bist oder ein Baggerhannes, der dumme Sprüche über ihre Brüste macht. Auf solche Dinge achte ich sehr wohl.

      Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand “zu wenig auf Äußerlichkeiten fixiert” ist.

      Ist wohl ne Definitionsfrage. Dein gutes Aussehen ist mir jedenfalls egal, sobald mir oben genannte Faktoren negativ auffallen.

      Häufig habe ich dann festgestellt, dass solche Frauen regelrecht überrollt werden, wenn sie einen für sie attraktiven Mann sehen.

      Hm, keine Ahnung, hab ich noch nie selbst erlebt und auch noch nie beobachtet.

    • Nein, nicht unbedingt. Wenn ich erstmal abchecken will, ob von seiner Seite ebenfalls Interesse da ist, heißt das nicht, dass er mich zuerst ansprechen muß.“
      Und wie checkst du ab, ob von seiner Seite Interesse da ist?

      „Von einem Massenphänomen war auch nie die Rede. Fakt ist aber, dass ich persönlich solche Frauen kenne, die da absolut nichts anbrennen lassen.“
      Ich kenne da auch das eine oder andere Exemplar, vor allem Amerikanerinnen, aber die meiste Zeit musste ich halt hingehen und ansprechen. (weiteres Beispiel dazu siehe unten)

      „Keine Ahnung. Kommt drauf an, wie sie drauf ist und wie du ihr gefällst. Und was hat das speziell mit Akademikerinnen zu tun?“
      Viele Akademikerinnen werden sich das verbitten, Arbeiterdamen sind da definitiv anders drauf.

      „Ach? Ich dachte, die warten alle passiv ab, bis ER sich bewegt und kichern bis dahin ein bisschen mit ihren Freundinnen herum?“
      Genau das tun Frauen doch, wenn sie nicht gerade ihre Köpfe über der neuesten Wendy zusammenstecken. 🙂
      Im Ernst, ich glaube nicht, dass ich Anlass gegeben habe, diese Position zu vertreten. Du kannst dir mal die 4 oder 5 Beispiele durchlesen, die ich gegeben habe.

      „Dann würde ich eher irgendwohin flüchten, wo ich frische Luft bekomme. Ob das nun zufällig da ist, wo du auch gerade stehst, weiß man nicht…“
      Genau mein Punkt.

      „Ja, mag sein, dass ich auch Signale sende, die für andere diffus sind. Aber das tun doch auch die meisten. Die wenigsten gehen doch einfach so auf fremde Menschen zu und sagen “hey, ich bin xy, du gefällst mir”. Auch Männer nicht.“
      Der Punkt ist, dass das Ansprechen ein direkteres Signal ist, als sich in die Nähe von jemandem zu manövrieren. Vielleicht überschätze ich die Empathiefähigkeiten vieler Frauen maßlos und die Fragen sich alle, warum ich mit ihnen rede. Allerdings hätte ich dann Probleme, die späteren Stunden zu erklären.

      „Der erste Kontakt findet immer über Blickaustausch statt. Und ob ein Blick nun gezielt oder zufällig bei dir landet, und ob du das fehlinterpretierst, das Risiko gehört eben zum Leben.“
      Ich beschwere mich nicht. Ich komme mit dem Signaldschungel gut zurecht. Ich beschäftige mich mit diesem Thema auf diese Weise erst, seit David mich darauf hingewiesen hat, dass es auch schüchterne Menschen gibt, die man eben nicht dazu bekommt – und bekommen sollte – Frauen anzusprechen, weil das ihrer Natur widerspricht. Und eine der Fragen, die ich hier in den Raum stelle und auf die ich aufmerksam machen will, ist, wie wir mit denen umgehen. Shit happens, die Welt ist kein Ponyhof etc., akzeptiere ich allerdings nicht als Antwort.

      „Ich weiß aber auch, dass ich sehr direkt sein kann. Allerdings erst dann, wenn ich denjenigen schon etwas kenne und seine Reaktion einschätzen kann. Manche sind dann regelrecht schockiert.“
      Ich rede halt vom ersten Kennenlernen, das in einer Bar oder bei einer Party stattfindet, bei der auch Freunde von Freunden zu Gast sind. Soziale Kreise sind definitv eine andere Baustelle, weil eben die soziale Distanz bereits stark reduziert ist.

      „Ja, so ist das Leben. Tausende Menschen erleben das jeden Tag. Wie lösen wir das Problem?“
      Ich habe den Vorschlag gemacht, dass sich Frauen bei einem schüchternen Mann ein Herz nehmen. 🙂

      „Indem auch schüchterne Menschen endlich aktiv werden? Ich find das schwierig. Schüchternheit ist ein Charakterzug, der einen Menschen nicht schlechter macht. Schüchterne Menschen sollten nicht versuchen, extrovertiert zu werden, sondern vielmehr einfach zu ihrer Schüchternheit stehen. Diese Authentizität wirkt viel anziehender als antrainierte Coolness.“
      Ich stimme zu, dass schüchterne Menschen komisch wirken, wenn sie versuchen zwanghaft extrovertiert zu sein. Aber einem Mann, von dem gewisse Schritte eben erwartet werden, dem eine spezifische Rolle zugewiesen wird, wird das nichts nützen. Die Amis haben da ein schönes Sprichwort: adding insult to injury. Der schüchterne Mann kann noch so zu seiner Schüchternheit stehen und tausend Authenzitäts-Punkte gewinnen, in einer Bar wird er ansprechen müssen, es sei denn, die Dame springt über ihren Schatten. Natürlich sollte auch sie nichts tun, was ihrer Natur komplett zuwiderläuft, aber das Frauen en gros arme verschüchterte Hascherln sind, glauben du und ich ja beide nicht.

      „Ich weiß durchaus wie es ist, wenn das Interesse einseitig auf meiner Seite ist, weil ich mich nicht getraut habe, was zu sagen, und er nichts bemerkt hat, oder sehr zaghafte Signale nicht sehen wollte.“
      Dann versuch doch mal die Perspektivenübernahme bei einem schüchternen Mann, dem das genauso geht, oder bei einem Mann, der die Signale nicht sieht.

      „Das erste was man sieht, ist nun mal das Aussehen. Aber ich schrieb ja nicht ohne Grund, dass ich auch erst beobachte, wie du dich verhälst. Ob du eher zurückhaltend in einer Ecke stehst, oder mitten im Getümmel. Ob du Anstand und Manieren hast oder dich ständig am Sack kratzt und dein Bier in einem Zug runterkippst und dann genüßlich rülpst, dass die Scheiben beschlagen. Ob du mit Geldscheinen um dich wirfst und großkotzig lautstark von deinen Habseligkeiten berichtest. Oder dich durch die Gegend schnorrst. Wie du dich anderen Frauen gegenüber benimmst. Ob du freundlich und respektvoll zu ihnen bist oder ein Baggerhannes, der dumme Sprüche über ihre Brüste macht. Auf solche Dinge achte ich sehr wohl.“
      Ich bezweifle nicht, dass du darauf achtest, darauf achtet IMHO jeder. Ich achte ebenfalls darauf(Beispiel siehe unten). Die Sache ist, was bevorzugst du. Ceteris paribus: bevorzugst du einen Mann, der offen auf dich zugeht oder einen, den du ansprechen musst?

      „Dein gutes Aussehen ist mir jedenfalls egal, sobald mir oben genannte Faktoren negativ auffallen.“
      Wenn die Frau meiner Wahl scheiße verhält, hat das durchaus auch bei mir Auswirkungen. Neulich haben 2 Frauen mich beim Tanzen in die Mitte genommen – ohne mich allerdings direkt anzusprechen ;); ja, das wirkte so komisch wie es klingt – und haben dann angefangen über andere herzuziehen. Da bin ich dann gegangen.

      „Hm, keine Ahnung, hab ich noch nie selbst erlebt und auch noch nie beobachtet.“
      Das ist einerseits schade, andererseits auch ein Glück.

    • Und wie checkst du ab, ob von seiner Seite Interesse da ist?

      Wie gesagt, erstmal über Blickaustausch. Aber ich bin da dem gleichen Risiko ausgesetzt wie du, wenn ich das fehlinterpretiere.

      Viele Akademikerinnen werden sich das verbitten, Arbeiterdamen sind da definitiv anders drauf.

      Kann ich nicht bestätigen. Dass ich kein Freund solcher Verallgemeinerungen bin, dürfte dir auch bekannt sein.

      Im Ernst, ich glaube nicht, dass ich Anlass gegeben habe, diese Position zu vertreten. Du kannst dir mal die 4 oder 5 Beispiele durchlesen, die ich gegeben habe.

      War auch nicht ganz ernst gemeint. Scheinst du ja auch verstanden zu haben, oder wie war der Smiley zu verstehen?

      Der Punkt ist, dass das Ansprechen ein direkteres Signal ist, als sich in die Nähe von jemandem zu manövrieren.

      Keine Frage, aber auch um jemanden anzusprechen, mußt du erstmal hingehen. Also Nähe suchen ist schon kein schlechter Schritt, um Kontakt herzustellen.

      ch beschwere mich nicht. Ich komme mit dem Signaldschungel gut zurecht. Ich beschäftige mich mit diesem Thema auf diese Weise erst, seit David mich darauf hingewiesen hat, dass es auch schüchterne Menschen gibt, die man eben nicht dazu bekommt – und bekommen sollte – Frauen anzusprechen, weil das ihrer Natur widerspricht. Und eine der Fragen, die ich hier in den Raum stelle und auf die ich aufmerksam machen will, ist, wie wir mit denen umgehen. Shit happens, die Welt ist kein Ponyhof etc., akzeptiere ich allerdings nicht als Antwort.

      Tut mir leid, eine andere Antwort habe ich nicht. Wüßte ich die ultimative Antwort, die jedem schüchternen Menschen hilft, würde ich schlaue Bücher schreiben und so mein Geld sehr viel bequemer und effizienter verdienen, als ich es jetzt tue.

      Ich rede halt vom ersten Kennenlernen, das in einer Bar oder bei einer Party stattfindet, bei der auch Freunde von Freunden zu Gast sind. Soziale Kreise sind definitv eine andere Baustelle, weil eben die soziale Distanz bereits stark reduziert ist.

      Studien sollen besagen, dass die meisten Beziehungen am Arbeitsplatz entstehen. Also ein sozialer Kreis, in dem man sich quasi zwangsläufig kennen lernt, weil man miteinander arbeitet. Wer natürlich da arbeitet, wo ein Geschlecht deutlich dominiert und kaum Auswahl besteht, hat da auch ein Problem.

      Ich habe den Vorschlag gemacht, dass sich Frauen bei einem schüchternen Mann ein Herz nehmen.

      Frauen nehmen sich bei den Männern ein Herz, die sie sympathisch und attraktiv finden. Und die natürlich auf dem Markt überhaupt sichtbar sind. Wer vor lauter Schüchternheit nur zu Hause sitzt, der kann kaum wahrgenommen werden (von den Möglichkeiten im Internet mal abgesehen). Und wer schüchtern ist und vor lauter Frust nur über die Schlechtigkeit von Frauen weint, die ihn nicht beachten oder nur sein Geld wollen oder ähnlicher Unsinn, hat natürlich auch wenig Erfolgsaussichten. Sowas mag niemand. Schüchternheit kann sehr attraktiv sein. Aber nur wenn sie nicht durch negative und abstoßende Verhaltensweisen überlagert wird.

      Der schüchterne Mann kann noch so zu seiner Schüchternheit stehen und tausend Authenzitäts-Punkte gewinnen, in einer Bar wird er ansprechen müssen, es sei denn, die Dame springt über ihren Schatten. Natürlich sollte auch sie nichts tun, was ihrer Natur komplett zuwiderläuft, aber das Frauen en gros arme verschüchterte Hascherln sind, glauben du und ich ja beide nicht.

      Nein, glaub ich auch nicht. Aber ich kann mich nur wiederholen. Frauen haben die gleichen Ängste zu überwinden wie Männer. Auch sie haben Angst vor einem Korb, Angst zurückgewiesen zu werden. Sehr selbstbewußte und sehr schüchterne Exemplare gibt es überall.

      Dann versuch doch mal die Perspektivenübernahme bei einem schüchternen Mann, dem das genauso geht, oder bei einem Mann, der die Signale nicht sieht.

      Ich kenne die Probleme schüchterner Menschen. Dass man als Frau häufiger angesprochen wird als als Mann, ist sicher richtig, macht es aber sicher auch nicht immer einfacher.

      Ich bezweifle nicht, dass du darauf achtest, darauf achtet IMHO jeder.

      Das glaube ich nicht. Es gibt viele Menschen, die verdammt oberflächlich sind. Jeder wird auf die Kriterien achten, die ihm wichtig sind, aber die sind sicher nicht bei jedem so komplex.

      Die Sache ist, was bevorzugst du. Ceteris paribus: bevorzugst du einen Mann, der offen auf dich zugeht oder einen, den du ansprechen musst?

      Kann ich so pauschal nicht sagen. Kommt auf den Mann an. Generell sind mir Menschen sympathischer, die sich etwas dezenter im Hintergrund halten, als die, die sich in den Mittelpunkt drängen. Narzissten und Selbstdarsteller, die großen Wind um sich machen, stoßen mich ziemlich ab.

    • „Wie gesagt, erstmal über Blickaustausch. Aber ich bin da dem gleichen Risiko ausgesetzt wie du, wenn ich das fehlinterpretiere.“
      Was für einem Risiko bist du ausgesetzt? Nicht-beantworte oder Abweisung oder etwas anderes? (Ja, ich will es wirklich genau wissen.)

      „Kann ich nicht bestätigen. Dass ich kein Freund solcher Verallgemeinerungen bin, dürfte dir auch bekannt sein.“
      Das sind halt meine Erfahrungen. Solltest du etwas Anderes verstanden haben, streich es und ersetze das durch diese Info.

      „War auch nicht ganz ernst gemeint. Scheinst du ja auch verstanden zu haben, oder wie war der Smiley zu verstehen?“
      Ich habe es ehrlich gesagt nicht verstanden. Ich habe dann noch einmal nachgefragt und die Antwort erhalten, die ich erwartet habe.
      Kommunikation besteht allerdings aus einer Reihe von Missverständnissen. Für schriftliche Kommunikation gilt das noch einmal stärker als für mündliche.

      „“Keine Frage, aber auch um jemanden anzusprechen, mußt du erstmal hingehen. Also Nähe suchen ist schon kein schlechter Schritt, um Kontakt herzustellen.“
      Ich habe nie gesagt, dass das „schlecht“ ist. Derjenige, der die Nähe nicht sieht oder zu schüchtern ist, hat halt Pech gehabt.

      Ich höre aus diesem Abschnitt auch die Vermutung heraus, dass ich eine Schuldfrage anstoßen will. Dazu kann ich nur sagen, Schuldfragen interessieren mich in der Regel nicht. Wenn du also vor einem meiner Beiträge sitzt und dir denkst: „Will der eine Schuldfrage aufwerfen?“, dann lautet die Antwort idR: Nein.

      „Tut mir leid, eine andere Antwort habe ich nicht. Wüßte ich die ultimative Antwort, die jedem schüchternen Menschen hilft, würde ich schlaue Bücher schreiben und so mein Geld sehr viel bequemer und effizienter verdienen, als ich es jetzt tue.“
      Das ist die Marktlücke, in die diese PUA-Coaches stoßen. Schreib was zusammen, verkauf dich als großer PUA-Ratgeber – wirklich Ahnung brauchst du nicht, je abgefahrener das Konzept und je weiter von der Praxis entfernt, desto besser – et voila: easy money. 😀

      „Frauen nehmen sich bei den Männern ein Herz, die sie sympathisch und attraktiv finden.“
      Das kann ich aus dutzenden Beispielen heraus nicht bestätigen. Wirklich nicht. Frauen suchen zwar die Nähe und geben mir die, bei dir inzwischen wohl berüchtigten, diffusen Signale, ich muss allerdings die meiste Zeit den ersten definitiven Schritt machen, der aus dem Ansprechen besteht.
      Lebst du im Süden/Norden/Westen/Osten der Republik? Das könnte es erklären.

      „(…) Und die natürlich auf dem Markt überhaupt sichtbar sind. Wer vor lauter Schüchternheit nur zu Hause sitzt, der kann kaum wahrgenommen werden (von den Möglichkeiten im Internet mal abgesehen).“
      Ja, Schüchternheit hat als Ausrede auch seine Grenzen.

      „Und wer schüchtern ist und vor lauter Frust nur über die Schlechtigkeit von Frauen weint, die ihn nicht beachten oder nur sein Geld wollen oder ähnlicher Unsinn, hat natürlich auch wenig Erfolgsaussichten.“
      Ich kannte während meines Studiums einen ziemlichen Frauenfeind, der nie ein Problem hatte, eine Freundin zu finden – indem er Frauen angesprochen hat. Natürlich haben sich viele Frauen von ihm ekelerregt abgewandt, aber das interessierte ihn wohl nicht. Insofern kann ich dieser Aussage in dieser Allgemeinheit nicht zustimmen.

      „Nein, glaub ich auch nicht. Aber ich kann mich nur wiederholen. Frauen haben die gleichen Ängste zu überwinden wie Männer. Auch sie haben Angst vor einem Korb, Angst zurückgewiesen zu werden. Sehr selbstbewußte und sehr schüchterne Exemplare gibt es überall.“
      Klar.

      „Ich kenne die Probleme schüchterner Menschen. Dass man als Frau häufiger angesprochen wird als als Mann, ist sicher richtig, macht es aber sicher auch nicht immer einfacher.“
      a) Ok, wir stimmen überein, Frauen werden häufiger angesprochen.
      b) Inwiefern nicht einfacher?

      „Das glaube ich nicht. Es gibt viele Menschen, die verdammt oberflächlich sind. Jeder wird auf die Kriterien achten, die ihm wichtig sind, aber die sind sicher nicht bei jedem so komplex.“
      Dann haben wir da unterschiedliche Meinungen. (Wobei ich mal von einem Mann gehört habe, der wohl nach dem Motto lebte: Loch ist Loch.)

      „Kann ich so pauschal nicht sagen. Kommt auf den Mann an. Generell sind mir Menschen sympathischer, die sich etwas dezenter im Hintergrund halten, als die, die sich in den Mittelpunkt drängen. Narzissten und Selbstdarsteller, die großen Wind um sich machen, stoßen mich ziemlich ab.“
      Jetzt interpretierst du die Frage aber ziemlich um.

    • Was für einem Risiko bist du ausgesetzt? Nicht-beantworte oder Abweisung oder etwas anderes? (Ja, ich will es wirklich genau wissen.)

      Dem gleichen wie jeder Mensch, der aktiv auf andere Menschen zugehen will und nicht einschätzen kann, wie das aufgenommen wird.

      Ich habe es ehrlich gesagt nicht verstanden. Ich habe dann noch einmal nachgefragt und die Antwort erhalten, die ich erwartet habe.

      Und was war das und was schließt du jetzt daraus? Sorry, kann dir grad nicht folgen.

      Ich höre aus diesem Abschnitt auch die Vermutung heraus, dass ich eine Schuldfrage anstoßen will.

      Welche Schuldfrage? Wer soll woran Schuld haben? Nein, an sowas hab ich überhaupt nicht gedacht.

      et voila: easy money

      Ja, das ist auch das einzige, was daran schlau ist. Es gehören weder Eier noch Ahnung dazu, ein bisschen in die steinzeitliche Mars-Venus-Schiene zu hauen und zu meinen, man hätte die Probleme der Menschheit damit gelöst. Der Mensch ist leider etwas komplexer, aber für manche ist das eben zu kompliziert, die brauchen einfache Weltbilder und einfache Erklärungen.

      Das kann ich aus dutzenden Beispielen heraus nicht bestätigen. Wirklich nicht. Frauen suchen zwar die Nähe und geben mir die, bei dir inzwischen wohl berüchtigten, diffusen Signale, ich muss allerdings die meiste Zeit den ersten definitiven Schritt machen, der aus dem Ansprechen besteht.

      Was meinst du mit „berüchtigte“ Signale? Ich finde nichts schlimmes daran und glaube, dass ohne solche Signale (Blickkontakt suchen, lächeln, vielleicht aus der Entfernung zuprosten, Nähe suchen etc) die meisten Bekanntschaften gar nicht erst entstehen würden, eben weil sie m.M.n. schon recht deutlich sind, aber eben auch unverfänglich genug, um bei nicht-Reaktion oder Ablehnung keinen größeren Schaden anzurichten. Also „Schaden“ im Sinne von für den Aktiven eventuell peinliche Korb-Szenen, die jeder mitbekommt. Würdest du jede Frau ansprechen, die dir gefällt, wenn sie dir nicht vorher schon Signale gegeben hätte, die du als positiv und einladend wertest?

      Lebst du im Süden/Norden/Westen/Osten der Republik? Das könnte es erklären.

      Den Zusammenhang verstehe ich nicht. Was hat meine Herkunft mit dieser Frage zu tun?

      Natürlich haben sich viele Frauen von ihm ekelerregt abgewandt, aber das interessierte ihn wohl nicht. Insofern kann ich dieser Aussage in dieser Allgemeinheit nicht zustimmen.

      Ich definiere Erfolg nicht daran, wie viele Freundinnen jemand hat. Schneller und häufiger Partnerwechsel mag auf den ersten Blick wie Erfolg aussehen, hat aber meistens Gründe, die eher für das Gegenteil sprechen. Ein Arbeitnehmer, der oft seine Jobs wechselt, hat auch keinen Erfolg im Berufsleben, sondern jeder Arbeitgeber fragt sich dann, was da schief läuft, dass er nirgends dauerhaft bleibt.

      a) Ok, wir stimmen überein, Frauen werden häufiger angesprochen.

      Ich führe keine Statistik darüber, aber ich bin ziemlich sicher, dass es so ist.

      b) Inwiefern nicht einfacher?

      Weil es eben nicht immer angenehm ist, wie man angesprochen wird. Da hab ich auch reichlich Erfahrung machen dürfen, das kannst du mir einfach mal glauben. Auch ohne irgendwelche diffusen Signale zu senden, passiert das häufig genug.

      Dann haben wir da unterschiedliche Meinungen.

      Soll vorkommen im Leben und ist kein Drama.

      Jetzt interpretierst du die Frage aber ziemlich um.

      Inwiefern?

    • „Und was war das und was schließt du jetzt daraus? Sorry, kann dir grad nicht folgen.“
      Ich habe mich vor 3 Posts gefragt, ob du meinst, die Position, dass alle Frauen kichernd in der Ecke stünden, sei meine Meinung. Vor 2 Posts hast du meinen Eindruck berichtigt.

      „Was meinst du mit “berüchtigte” Signale?“
      Berüchtigt sind die Signale, weil ich sie schon 6-, 7- oder 8-mal erwähnt habe.

      „Ich finde nichts schlimmes daran und glaube, dass ohne solche Signale (Blickkontakt suchen, lächeln, vielleicht aus der Entfernung zuprosten, Nähe suchen etc) die meisten Bekanntschaften gar nicht erst entstehen würden, eben weil sie m.M.n. schon recht deutlich sind, aber eben auch unverfänglich genug, um bei nicht-Reaktion oder Ablehnung keinen größeren Schaden anzurichten. Also “Schaden” im Sinne von für den Aktiven eventuell peinliche Korb-Szenen, die jeder mitbekommt.“
      Da sind wir beim Kern der Sache: Wer riskiert den Korb. Und dieses Risiko fällt in den meisten Fällen dem Mann zu. Nach meiner Erfahrung, der vieler Freunde, nach diversen OK-Cupid-Statistiken etc.

      „Würdest du jede Frau ansprechen, die dir gefällt, wenn sie dir nicht vorher schon Signale gegeben hätte, die du als positiv und einladend wertest?“
      Bin ich ein dummer kleiner PUA-Lackaffe, der Frauen für selten dämliche Automaten hält, die mit Schaltern im Kopf rumlaufen, die man korrekt drücken muss? Oder die sich von meinen Geschichten über Frauen, mein Geld etc. groß beeindrucken lassen? Oder wenn sie sich von Geschichten über mein Geld beeindrucken lassen, dass ich noch interessiert wäre?
      Außerdem finde ich die Belohnung, die Frauen mir direkt zukommen lassen, wenn ich sie nach Signalen anspreche, viel zu positiv (Freude).

      „Den Zusammenhang verstehe ich nicht. Was hat meine Herkunft mit dieser Frage zu tun?“
      Die Umgebung spielt definitiv eine Rolle bei kurzfristigeren Beziehungen und auch bei der Frage, wo Frauen einen Mann kennenlernen wollen. In Großstädten, in Städten mit hoher Fluktuation an Bewohnern, je konservativer, desto schwerer, im Osten ist es leichter etc.. Die Frage dreht sich also wenig darum, wo du wohnst, sondern wo du deine Erfahrungen sammelst. Wenn du die Frage allerdings nicht beantworten willst, lass es – no harm done.

      „Ich definiere Erfolg nicht daran, wie viele Freundinnen jemand hat. Schneller und häufiger Partnerwechsel mag auf den ersten Blick wie Erfolg aussehen, hat aber meistens Gründe, die eher für das Gegenteil sprechen. Ein Arbeitnehmer, der oft seine Jobs wechselt, hat auch keinen Erfolg im Berufsleben, sondern jeder Arbeitgeber fragt sich dann, was da schief läuft, dass er nirgends dauerhaft bleibt.“
      Der Punkt an der Geschichte war eher, dass er immer eine Freundin hatte und nie lange alleine war, einfach weil er Frauen angesprochen hat – da waren auch längere Beziehungen dabei. Zugegebenermaßen, ich habe nicht ewig studiert und kannte ihn (absichtlich) nur flüchtig, aber ich kannte zu meiner Studienzeit viele nettere Männer, die da erheblich größere Probleme hatten.

      „Ich führe keine Statistik darüber, aber ich bin ziemlich sicher, dass es so ist.“
      OKCupid führt einige sehr erhellende Statistiken, die zudem leicht verständlich sind. Wenn du einen Link willst, z. B. aus Interesse, sag Bescheid.

      „Weil es eben nicht immer angenehm ist, wie man angesprochen wird. Da hab ich auch reichlich Erfahrung machen dürfen, das kannst du mir einfach mal glauben. Auch ohne irgendwelche diffusen Signale zu senden, passiert das häufig genug.“
      Ich glaube dir grundsätzlich erst einmal immer. Wenn ich etwas genauer wissen will, frage ich nach.

      Männer sind weniger gut darin, solche Signale zu interpretieren, mangelnder Mut führt zu Alkohol als Krücke (beschränkt sich nicht auf Männer) etc. Dazu diese dummen Vorstellungen Frauen wären asexuelle Wesen, die erobert werden müssten, es wäre also egal, wie sie im Vorhinein den Mann betrachtet – in diese Schiene schlägt Pickup ja auch.

      „Soll vorkommen im Leben und ist kein Drama.“
      Definitiv. Solch einen Unterschied festzustellen ist aber IMO wichtig.

      „Inwiefern?“
      Die Ausgangsfrage war: Es gibt einen Mann. Wir nehmen an, er gefällt dir. Würdest du lieber angesprochen werden oder würdest du lieber ansprechen.

    • Da sind wir beim Kern der Sache: Wer riskiert den Korb. Und dieses Risiko fällt in den meisten Fällen dem Mann zu.

      Aber das Risiko ist ja zumindest etwas geringer, und die Chance auf Erfolg größer, wenn das Ansprechen nach entsprechenden Signalen erfolgt. Daher ja meine Frage an dich, ob du jede Frau einfach ansprechen würdest. Also ich würde das auch nicht tun.

      Bin ich ein dummer kleiner PUA-Lackaffe, der Frauen für selten dämliche Automaten hält, die mit Schaltern im Kopf rumlaufen, die man korrekt drücken muss? Oder die sich von meinen Geschichten über Frauen, mein Geld etc. groß beeindrucken lassen? Oder wenn sie sich von Geschichten über mein Geld beeindrucken lassen, dass ich noch interessiert wäre?

      Ich will es nicht hoffen. Aber ich grinse gerade breit.

      Außerdem finde ich die Belohnung, die Frauen mir direkt zukommen lassen, wenn ich sie nach Signalen anspreche, viel zu positiv (Freude).

      Na siehst du. Dann solltest du doch froh sein, dass es dir die Frauen mit ihren Signalen zumindest leichter machen, wenn sie schon nicht das erste Wort an dich richten. 😉

      Die Umgebung spielt definitiv eine Rolle bei kurzfristigeren Beziehungen und auch bei der Frage, wo Frauen einen Mann kennenlernen wollen. In Großstädten, in Städten mit hoher Fluktuation an Bewohnern, je konservativer, desto schwerer, im Osten ist es leichter etc.. Die Frage dreht sich also wenig darum, wo du wohnst, sondern wo du deine Erfahrungen sammelst. Wenn du die Frage allerdings nicht beantworten willst, lass es – no harm done.

      Ich habe keinen Grund, irgendwas zu verheimlichen, solange du nicht verlangst meine Adresse preiszugeben. Ich bin in einer ostdeutschen Großstadt aufgewachsen und lebe mittlerweile seit Langem in einer westdeutschen Großstadt.

      Der Punkt an der Geschichte war eher, dass er immer eine Freundin hatte und nie lange alleine war, einfach weil er Frauen angesprochen hat – da waren auch längere Beziehungen dabei.

      Klingt mir trotzdem nicht nach großen Gefühlen. Wenn jemand nicht allein sein kann, und von einer Beziehung in die nächste stolpert, klingt das auch nicht gesund. Naja, ich kenne den ja nicht.

      Zugegebenermaßen, ich habe nicht ewig studiert und kannte ihn (absichtlich) nur flüchtig, aber ich kannte zu meiner Studienzeit viele nettere Männer, die da erheblich größere Probleme hatten.

      Ja, weil sie wahrscheinlich wesentlich schüchterner waren. Natürlich haben die mehr Probleme. Aber das ist doch kein Appell an Männer, dass sie zu Arschlöchern mutieren sollen, damit sie Freundinnen finden. Der Scheiß wird in PUA-Kreisen schon genug verbreitet. Vielleicht war der Typ auch einfach ein guter Schauspieler, der Frauen immer solange was vorgemacht hat, bis er genug von ihnen hatte. Wenn sich normale Männer sowas als Vorbild nehmen, sind sie ganz schön gehirngewaschen.

      Ich glaube dir grundsätzlich erst einmal immer. Wenn ich etwas genauer wissen will, frage ich nach.

      Schön. Ich habe auch keinen Grund, Unsinn zu erzählen.

      Männer sind weniger gut darin, solche Signale zu interpretieren,

      Frauen können auch keine Gedanken lesen, greifen vielleicht weniger auf Alkohol zurück, als auf mehr oder weniger sinnvolle Ratschläge von Freundinnen. Wenn dann solche Exemplare dabei sind, die davon überzeugt sind dass es sich so gehört, dass der Mann zuerst herkommen soll, ist das eben genauso scheiße wie eine Alkoholfahne.

      es wäre also egal, wie sie im Vorhinein den Mann betrachtet – in diese Schiene schlägt Pickup ja auch.

      Ja, das ist nur eine von vielen Krönungen, die nur Kopfschütteln auslösen.

      Die Ausgangsfrage war: Es gibt einen Mann. Wir nehmen an, er gefällt dir. Würdest du lieber angesprochen werden oder würdest du lieber ansprechen.

      Und meine Antwort war, dass ich das nicht pauschal beantworten kann. Manchmal ergeben sich Kontakte auch so automatisch, locker und selbstverständlich, dass man im Nachhinein nicht mehr sagen kann, wer wen angesprochen hat. So war das bei einem meiner Ex-Freunde. Wir waren auf einer Party und irgendwann standen wir auf einmal nebeneinander und hatten zusammen Spaß. Wie es dazu gekommen ist, weiß ich nicht mehr. Ist ja auch schon eine Weile her.
      Fakt ist, dass es natürlich bequemer ist, wenn man sich ansprechen lässt, und um so schöner, wenn das ein Mensch auf nette Weise tut, der deinen Vorstellungen eines potentiellen Partners entspricht. Fakt ist aber auch, dass das oft nicht so vorkommt, wie man es gern hätte, und dass man, wenn man nicht gerade auf hemmungslose Draufgänger und Womanizer steht, sich schon selbst aktiv die Leute aussuchen muß, die eher in Frage kommen.

    • „Na siehst du. Dann solltest du doch froh sein, dass es dir die Frauen mit ihren Signalen zumindest leichter machen, wenn sie schon nicht das erste Wort an dich richten.“
      Die Signale sind a) keine Absicht b) hat es, wie gesagt, Folgen, wenn ein Geschlecht hauptsächlich die ersten Schritte macht. So erwächst daraus für Männer ein Ruf als „Räuber“.

      „Klingt mir trotzdem nicht nach großen Gefühlen. Wenn jemand nicht allein sein kann, und von einer Beziehung in die nächste stolpert, klingt das auch nicht gesund. Naja, ich kenne den ja nicht.“
      Sorry Onyx, du interpretierst da was rein, was da nicht steht.

      „Fakt ist, dass es natürlich bequemer ist, wenn man sich ansprechen lässt, und um so schöner, wenn das ein Mensch auf nette Weise tut, der deinen Vorstellungen eines potentiellen Partners entspricht. Fakt ist aber auch, dass das oft nicht so vorkommt, wie man es gern hätte, und dass man, wenn man nicht gerade auf hemmungslose Draufgänger und Womanizer steht, sich schon selbst aktiv die Leute aussuchen muß, die eher in Frage kommen.
      E-x-a-k-t. Wunderbar ausgedrückt.

    • Die Signale sind a) keine Absicht

      Woher willst du das wissen?

      Sorry Onyx, du interpretierst da was rein, was da nicht steht.

      Mag sein. Hast ja nicht viel zu ihm erzählt, also hab ich nur etwas weitergedacht.

      Interessiert mich noch, welche Interpretation du nun aus der Frage nach meiner Herkunft schlußfolgerst. Ich wüßte nicht, was man daraus schließen könnte, ohne zusätzliche soziale Faktoren, die du nicht kennst, z. B. die Erziehung oder überhaupt das soziale Umfeld, mit einzubeziehen.

    • „Woher willst du das wissen?“
      Ok, dann trennen wir hier in: a) bewusst eingesetzte Signale b) unterbewusste Signale. b) sendest du auch aus, wenn du kaum willst, weil Körpersprache sich kaum unterdrücken lässt.

      „Mag sein. Hast ja nicht viel zu ihm erzählt, also hab ich nur etwas weitergedacht.“
      Ist ja kein Vorwurf.

      „Interessiert mich noch, welche Interpretation du nun aus der Frage nach meiner Herkunft schlußfolgerst. Ich wüßte nicht, was man daraus schließen könnte, ohne zusätzliche soziale Faktoren, die du nicht kennst, z. B. die Erziehung oder überhaupt das soziale Umfeld, mit einzubeziehen.“
      Keine. Wie du schon sagst, zu wenig Infos.

    • Ok, dann trennen wir hier in: a) bewusst eingesetzte Signale b) unterbewusste Signale. b) sendest du auch aus, wenn du kaum willst, weil Körpersprache sich kaum unterdrücken lässt.

      Ok, und wie unterscheidest du das? Bei welchen Signalen würdest du denken, dass sie bewußt an dich gerichtet sind? Ich glaube, dass bei vielen Menschen bewußte und unbewußte Signale sehr verwischen. Bewußte Signale werden so eingesetzt, dass sie unbewußt wirken, und unbewußte werden antrainiert, um bewußt eingesetzt werden zu können. Je nach schauspielerischem Talent kann das überzeugend oder auch lächerlich sein. Das ist bei Männern auch nicht anders.

      Keine. Wie du schon sagst, zu wenig Infos.

      Es war aber deine Aussage. Nochmal der Verlauf in Kurzfassung:

      Die Ausgangssituation war die, dass nicht nur schüchterne Männer, sondern schüchterne Menschen allgemein ein Problem damit haben, andere Menschen anzusprechen.
      Ich: „Ja, so ist das Leben. Tausende Menschen erleben das jeden Tag. Wie lösen wir das Problem?“

      Du: „Ich habe den Vorschlag gemacht, dass sich Frauen bei einem schüchternen Mann ein Herz nehmen.“

      Ich: „Frauen nehmen sich bei den Männern ein Herz, die sie sympathisch und attraktiv finden. “

      Du: „Das kann ich aus dutzenden Beispielen heraus nicht bestätigen. Wirklich nicht. Frauen suchen zwar die Nähe und geben mir die, bei dir inzwischen wohl berüchtigten, diffusen Signale, ich muss allerdings die meiste Zeit den ersten definitiven Schritt machen, der aus dem Ansprechen besteht.
      Lebst du im Süden/Norden/Westen/Osten der Republik? Das könnte es erklären.

      Auf meine Nachfrage hast du dann noch nach Groß- und Kleinstädten unterschieden, aber mehr Details brauchtest du nicht. Also bin ich davon ausgegangen, dass dir die Infos genügen, um deine Erklärungen zu haben.

    • Und noch ergänzend ein Tipp, wie man PUAs in ihrer Sprache loswird:

      „Ich sende ganz bewußt keine IOIs, du bist nicht mein Typ. Mystery empfiehlt in einem solchem Fall einen schnellen Target-Wechsel, Styles klassische Abschiedsformel ist „War nett dich kennenzulernen“.

    • Zu viel Aufwand für einen Korb. Eine einfache Ansage des Desinteresses sollte auch ein PUA kapieren.

    • Mag sein, aber welchen Unterschied macht das? Hauptsache ist doch, dass die Botschaft ankommt.

    • Verzeih, warum sollte ich auf Leute Rücksicht nehmen, die mich ungefragt auf plumpste Weise anlabern, und ihnen dann auch noch die Ehre erweisen, in ihrer eigenen verdrehten Sprache zu antworten?

      Er bekam ne Abfuhr und ich bin gegangen. Reicht doch völlig.

    • @ Robin

      Jepp, ich sehe auch nicht ein, warum man den gleichen verschraubten Unsinn reden oder gar lügen muß. Deutliche Ansage und Feierabend. Ob er wirklich PU kennt oder nicht, wäre mir in dem Fall auch egal. Was wäre damit gewonnen? Wenn er es nicht kennt, guckt er nur blöd und kann nichts damit anfangen. Und wenn er es kennt, guckt er auch blöd und stempelt dich in seinem gekränkten Ego als gestörte LSDHL oder was auch immer ab. Was hast du davon?

    • Es geht nicht darum, dass du Rücksicht nimmst, sondern darum, dass du dann besser erkennen kannst, ob er wirklich Pickup-Kenntnisse hat, wenn dich das interessiert. Es ist ein „Ich kenne mich aus, es bringt nichts“

      Ansonsten kannst du deine Abfuhr natürlich so gestalten wie du möchtest.

    • @Robin

      „Zumal es eben NICHT nett war, ihn kennen zu lernen.“

      Das sollst ja auch nicht du sagen, sondern er. (Im Endeffekt sagt Style damit nur, dass man sich dann höflich und nicht mit einer Szene verabschieden soll)

    • Ach, so hast du das gemeint.

      Aber, äh, jetzt mal ohne Witz? Soll der Typ sich wirklich auf meine spöttische Nachfrage hin mit einem „War nett, dich kennengelernt zu haben“ verpissen? Dann hätte ich ihn noch zusätzlich auslachen müssen. Wie peinlich!

  2. Als ich damals während der Ausbildungszeit Tag für Tag mit dem Zug unterwegs war, bin ich einmal auf dem Nachhauseweg von einem Typen angeflirtet worden, der ebenfalls so ein Protz war. Allerdings ging es nicht darum, wieviele Frauen mit ihm ins Bett wollen, sondern darum, was für ein dickes Bankkonto er hat, dabei sah er kein bisschen so aus wie ein Mann, der wohlhabend ist. Er hat sich im Zug mir gegenüber gesetzt, und da er optisch mein Typ war und mich auf sehr sympathische Weise angesprochen hat, war ich seinen Avancen nicht abgeneigt. Das änderte sich aber, als der Typ anfing, „Eigenwerbung“ zu machen: Er hat mir minutenlang ein Kotelett ans Ohr gelabert, was für ein gutbezahlten Job er hat, was für ein Luxus-Lifestyle er pflegt und das er nur mit dem Zug unterwegs ist, weil sein Sportwagen in der Werkstatt ist. Und die Krönung von allem: Er leide ja so darunter, dass die Frauen, die er kennenlernt, nur hinter seinem Geld her sind. Ich habe das Gequatsche von diesem Hochstabler widerwillig ertragen und innerlich gebettelt, der der Zug so bald wie möglich an meinem Ziel ankommt.

    • Da kannst du ja noch froh sein, dass er dich nicht noch zu irgendwas einladen wollte. 😀

    • Ich hätte ihn ja vielleicht auch auflaufen lassen können, wenn er mich zum Essen eingeladen hätte, indem ich ihm gegenüber meinen Wusch geäußert hätte, in ein teures Nobelrestaurant gehen zu wollen 😉

    • Dann hättest du ihn aber in seinem traurigen Weltbild bestätigt. 😉
      Das muß du dann überspitzen, indem du wirklich sämtliche Klischees bedienst. Also noch einen Haufen Geschenke verlangst, einen teuren Urlaub und sonstige Aufwendungen, am besten auch noch gleich von deinem dringenden Heirats- und Kinderwunsch erzählst, bis du ihm erlaubst, dir auch nur 1 cm näher zu kommen. Wer ansatzweise Verstand und Menschenkenntnis hat, merkt dann ziemlich schnell, dass du ihn nur veräppelst.

  3. Onyx: „Die wenigsten gehen doch einfach so auf fremde Menschen zu und sagen “hey, ich bin xy, du gefällst mir”. “

    Ganz ähnlich ist mal ein Mann auf mich zu gekommen. „Hey, du bist mir aufgefallen“

    Ich halte das immer noch für den besten Anmachspruch aller Zeiten!

    • Ich finde simple Offenheit auch wesentlich angenehmer, als auswendig gelernte Baggersprüche. Selbst wenn direkt das Interesse am Sex (und nichts anderem) deutlich wird, finde ich das nicht schlimm (solange das einigermaßen stilvoll passiert). Da weiß man direkt, worum es geht und kann selbst entscheiden, ob man sich drauf einlässt. Richtig mies sind nur Schauspielereien, Vortäuschen von Interesse an der Person und Manipulation.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s