Leben wir in einer Rape Culture?

Manchmal werden Fakten zu deutlich auf den Tisch gebracht, als dass man sie unter den Tisch (oder im Twitter-Wirrwarr) fallen lassen sollte. Dazu gehört u.a. die Aufzeichnung des Bayrischen Rundfunks Bayern 2, die umfassend die Zusammenhänge zwischen Vergewaltigungsmythen, der Entwicklung der Stellung der Frauen in der Gesellschaft, stereotypen Täter- und Opferprofilen und Initiativen wie #Aufschrei und Slutwalk erläutert.

Indizien für eine Rape Culture
Stell dich nicht so an!

Leben wir in einer „Rape Culture“? Was hat es mit dem Begriff auf sich? Ist es nur ein feministischer Kampfbegriff für den Wahnsinn, den Frauen täglich erleben? Oder ist es die treffende Bezeichnung für unsere Gesellschaft?

Im Sommer 2012 haben zwei Fotoball-Stars eine bewusstlose 16-Jährige wie eine lebendige Puppe von Party zu Party geschleppt und sie mehrfach vergewaltigt. Die Stationen dieser Nacht sind festgehalten auf Fotos, Twitter-Meldungen und SMS. Etliche Zeugen unternahmen nichts. Der Football-Tainer deckte die beiden jugendlichen Täter im Nachhinein. Und die Medien beklagten das zerstörte Leben der beiden Footballstars.

„Rape Culture“ nennen das Beobachter – und meinen damit eine Gesellschaft, die sexuelle Gewalt duldet, verharmlost oder befördert und die Verantwortung auf die Opfer verschiebt. In Deutschland taucht der Begriff „Rape Culture“ in den letzten Jahren zunehmend in feministischen Blogs. Massive Kritik an der Rape Culture übt seit 2011 die weltweite Slut-Walk-Bewegung, die gegen falsche Vorstellungen von sexueller Gewalt auf die Straße geht. Denn spätestens seit der deutschen Sexismusdebatte zu Beginn des Jahres 2013 wurde wieder klar: Schuldzuweisungen wie „Hättest Du doch die Bluse zugemacht!“ sind noch immer salonfähig.

Leben wir in einer „Rape Culture“?
Leben auch wir in einer „Rape Culture“? Was hat es mit dem Begriff auf sich? Ist es nur ein feministischer Kampfbegriff für den Wahnsinn, den Frauen täglich erleben? Oder ist es die treffende Bezeichnung für unsere Gesellschaft?

Der Zündfunk Generator spricht darüber mit Anne Wizorek und Julia Brilling, die im Netz anonym sexuelle Übergriffe sammeln, Birte Rohles von Terre des Femmes und Lorena Palasi vom Slut Walk München sowie der Filmwissenschaftlerin Andrea Kuhn und dem Historiker Hiram Kümper, der Vergewaltigungskulturen in der alteuropäischen Kulturgeschichte untersucht hat.

Zum Anhören der kompletten Sendung hier klicken

19 Kommentare zu “Leben wir in einer Rape Culture?

  1. „Leben wir in einer Rape Culture?“

    Nein.
    Daran ändern auch Einzelfälle nichts. Es gibt keine umfassende Duldung oder Verharmlosung von Vergewaltigungen.

    Man sehe sich nur als Gegenbeispiel den Prozess gegen Kachelmann an.

    • Die alltäglichen Belästigungen, die viele Frauen erleben, über die aber keiner wirklich redet, sind ein paar „Einzelfälle“ zu viel, um davon abzulenken und zu negieren.

    • Belästigungen sind keine Vergewaltigung. Und es belästigen auch nicht alle Männer, sogar die wenigsten. Und die wird sich nicht ansonsten gut geheissen, in Gegenteil die meisten Männer werden eine Frau gerne unterstützen, wenn sie belästigt wird.

      daraus eine Kultur der Vergewaltigung zu konstruieren ist nicht durch Fakten gedeckt

      sie wird schlicht aus Einzelfällen konstruiert ohne einen nähreren Nachweis der Kultur, die da hinter stecken soll. Gerade die Geschichte dieses Begriffs im Feminismus Nacht es zu einem Männer abwertenden Begriff, weil nur der Errichtung einer Rape cultur ja verbunden wird, das die als Instrument der Männer gegen die Frauen zur Einschüchterung eingesetzt wird, als Kampfmittel des Patriarchats. es ist in diese radikale Ideologie eingeordnet.

    • Niemand hat behauptet, dass alle Männer belästigen und vergewaltigen. Es wäre wirklich von Vorteil, wenn du dich mal auf das beschränken würdest, was geschrieben wird und nicht nach Gusto auf Strohmännern herumreitest, die du nur benutzt, damit du irgendeine Männerfeindlichkeit unterstellen kannst. Das ist ziemlich billig.

      Dass du Fakten nicht als solche anerkennst, wenn sie dir nicht gefallen, ist mir schon klar. Immerhin werden die häufigsten Vergewaltigungsmythen auseinandergenommen, die nach wie vor gesellschaftlicher Standard sind.

      Und auch wenn du es noch so oft wiederholst. Die Behauptung, dass es nur Einzelfälle seien, wird davon nicht wahr. Die Kriminalstatistik spricht da eine andere Sprache. Aus der polizeilichen Kriminalstatistik geht eine Zahl von >7500 angezeigten Vergewaltigungen und schweren sexuellen Nötigungen im Jahr 2012 hervor. Über 7500 Einzelfälle? Und wenn man sich die „Taten gegen die sexuelle Selbstbestimmung“ anschaut, kommen da noch ganz andere Zahlen. Laut Wiki waren das 2011 über 47000. Alles Einzelfälle, klar.
      Und das sind nur die angezeigten Taten. Dass nur ein kleiner Prozentsatz zur Anklage kommt, und noch weniger zur Verurteilung, ist ebenfalls kein Geheimnis.
      Von den mehreren zig-Tausenden von Tweets, wo Geschichten zum Vorschein kamen, über die noch nie jemals überhaupt gesprochen wurde, mal ganz zu schweigen.
      Alles Einzelfälle, ja klar… Mal ehrlich, wie blind kann man sein, hm?

      Noch mal in aller Deutlichkeit. Das einzige, was Männer wirklich abwertet, ist der ihm zugeschriebene Status des triebgesteuerten Tieres, das beim Anblick von ein bisschen nackter Haut ja nicht anders kann. DAS ist wirklich Männerfeindlich.

    • @onyx

      Eine hohe Zahl sagt nicht so viel aus, wenn man sie in das Verhältnis zur Einwohnerzahl setzt. 7.500 Taten bei 82.000.000 ist immer noch nur eine Tat je 11.000 Einwohner. Die Zahl pro Einwohner wird sogar noch höher, wenn man davon ausgeht, dass eine Frau, die in einer mißbrauchenden Beziehungen steht auch schnell mal auf viele Taten gegen sich kommen kann.

      Zumal sexuelle Nötigung auch bereits das gewaltsame sexuelle Anfassen wäre. Also natürlich auch schlimm, aber bei weitem keine Vergewaltigung.

      INteressant ist übrigens auch, warum häufig nicht verurteilt werden kann: Sie zeigt ihn wegen Vergewaltigung an, es kommt der Prozess, sie haben sich wieder versöhnt, sie verweigert die Aussage. Kein Beweismittel. Es muss ein Freispruch erfolgen.

      Die Aufklärungsrate an sich ist ja deutlich höher als bei Raub.

      WIe baust du denn diese Zahlen ein:

      Raubdelikte 48 021
      gefährliche und schwere Körperverletzung 139 091

      Das meiste davon gegen Männer würde ich vermuten.

      Leben wir da in einer Raubkulture? oder einer Körperverletzungskultur?

      Autodiebstahl: 41 057

      Unsere Kultur ist also darauf ausgerichtet, dass man den Diebstahl an Autos verharmlost. Offensichtlich hassen wir Autofahrer.

      Alles Einzelfälle? Wie blind kann man sein.

    • Einzelfälle. Ja, damit kann das Grundproblem kleingeredet werden. Statistik, damit argumentierten auch schon andere um Gewalttaten zu verniedlichen. Wieviele müssen es sein, dass es relevant in Bezug auf die Bevölkerung wird? 1 Millionen Vergewaltigungen?

  2. Ich könnte ja jetzt erwähnen, wie oft ich es erlebt habe, dass Betroffnen Mitschuld gegeben wird, wie oft sie sich für ihr Tun und ihr Handeln rechtfertigen müssen, wie oft ich in diesen Zusammenhang die Sätze gehört habe: Männer sind halt so oder ein Nein ist ein Ja(beides ebenfalls von Männern) Und nein, eine Betroffene wird nicht unglaubwürdiger, nur weil sie gerne und viel Sex hat, am besten noch mit verschiedenen Personen. Nicht etwa, weil sie Alokohol und/oder Drogen zu sich genommen hat und nicht, weil sie besonders „aufreizend“ gekleidet, sich verhalten hat. Nein, niemals nicht.

    Gibt es Rassimus?
    Nein.
    Daran ändern auch Einzelfälle nichts. Es gibt keine umfassende Duldung oder Verharmlosung von Rassimus. (Ironie ausschalt)

    So und jetzt kehren wir mal langsam in die Wirklichkeit zurück.

    Aber ich schätze, gewisse Leute wollen es einfach nicht hören.

    • Aber ich schätze, gewisse Leute wollen es einfach nicht hören.

      Sieht ganz so aus. Die o.g. Fakten, wie sie ja auch in der Sendung ausführlich erklärt wurden, darf man nicht ansprechen, sonst hasst man Männer. Isso. Ist ein ungeschriebenes Naturgesetz.
      Männern werden zwar ungestüme unkontrollierbare Triebe – und damit das Fehlen von Rationalität und Reflexionsfähigkeit – unterstellt, aber Männerhass wird Personen vorgeworfen, die genau diese Haltung kritisieren. *zonk*
      Eine ganz eigene Logik aus einer ganz eigenen Welt.

  3. Ich fand die Argumentation in der Sendung sehr gut! Ich kann nicht verstehen, wie man danach noch meinen kann, Vergewaltigungen wären Einzelfälle und nicht geduldet. Wenn die keusche Jungfrau von der wilden Mannesbestie im düsteren Park überfallen wird, dann mag es vielleicht angemessene Empörung geben, weil es so schön ins Stereotyp passt. Und selbst dann wird jemand fragen, warum sie nach dem Einbruch der Dunkelheit nicht zu Hause war….
    Das Victim Blaming, das Mitleid mit den Tätern, Vorschriften für Frauen, Mythen über Dunkel- , Verurteilungs-, und Falschanzeigezahlen. Dieser ganze Bockmist, der mit keinem anderen Verbrechen vergleichbar wäre… Das sind keine Einzelfälle, das hat System. Es wird nur verdammt wenig drüber geredet.
    Die Verweise auf Literatur und Film finde ich auch wichtig. Das dort dargestellte Frauenbild ist wunderbar geeignet, um eine rape coulture zu bekräftigen.
    Ich mag den Beitrag, ich mags nicht wenn Sachen verharmlost werden. Bringt schließlich höchstens den Tätern was.

  4. @ Onyx

    „Rape Culture“ ist ein Konzept, das im Radikalfeminismus der zweiten Welle der Frauenbewegung seinen ideengeschichtlichen Ursprung hat

    http://en.wikipedia.org/wiki/Rape_culture#Origins_and_usage

    und dann später in den (vulgär-)poststrukturalistischen Gender-Feminismus – der den klassischen Radikalfeminismus als Hauptströmung des Feminismus zur Zeit zunehmend ablöst – übernommen wurde.

    Der Radikalfeminismus war die einflussreichste und wirkmächtigste feministische Strömung der zweiten Welle der Frauenbewegung, (er drängte den liberalen und sozialistischen Feminismus leider weitgehend in den Hintergrund).
    Die Konstruktion des Bildes vom Mann als Gewalttäter, Unterdrücker und potentieller Vergewaltiger ist wesentlich vom klassischen Radikalfeminismus geprägt und verbreitet worden.

    (Siehe hierzu als Analyse und Kritik des Radikalfeminismus aus liberal-feministischer Perspektive das Buch der von mir geschätzten französischen liberalen Feministin Elisabeth Badinter „Die Wiederentdeckung der Gleichheit“.)

    Der englische Wikipedia-Artikel „Radical Feminism“ fasst das Paradigma des Radikalfeminismus folgendermaßen kurz zusammen:

    “Radical feminists assert that their society is a patriarchy in which the class of men are the oppressors of the class of women. Radical feminists seek to abolish patriarchy. Radical feminism posits the theory that, due to patriarchy, women have come to be viewed as the “other” to the male norm and as such have been systematically oppressed and marginalized. (…) They assert that men as a class benefit from the oppression of women.”

    http://en.wikipedia.org/wiki/Radical_feminism

    Dieses Interpretation des Geschlechterverhältnisses von Männern und Frauen als “verfeindeten Klassen”, bei der Männer als “allgemein privilegiert”, “Tätergeschlecht” oder “Unterdrücker” konstruiert werden und Frauen als “allgemein diskriminiert” und “Opfergeschlecht” lässt keinen Raum für Differenzierungen (oder gar für die Berücksichtigung männlicher Diskriminierungen und sozialer Problemlagen) und bildet auch den ideologischen Hintergrund des „Rape Culture“-Konzepts.

    Die Radikalfeministin Susan Brownmiller, auf die das „Rape Culture“-Konzept u.a. zurückgeht, formulierte hierzu:

    “Die Entdeckung des Mannes, dass seine Genitalien als Waffe dienen konnten, um Angst zu erzeugen, ist eine der wichtigsten Entdeckungen in prähistorischen Zeiten gewesen, neben der Benutzung von Feuer und der ersten groben Steinaxt. Von prähistorischen Zeiten bis heute, so glaube ich, hat Vergewaltigung eine kritische Funktion gehabt. Sie ist nicht mehr und nicht weniger als ein bewusster Prozess der Einschüchterung, durch den alle Männer alle Frauen in einem Zustand der Angst halten.“ (Susan Brownmiller, Against our Will, Harmondsworth, 1976, S.14 – 15)

    Der unzulässig verallgemeinerte Vorwurf an alle Männer ist also ideengeschichtlich eng mit dem „Rape Culture“-Konzept verbunden.

    Ein weiteres wesentliches Problem des “Rape Culture”-Konzepts ist, dass aufgrund dessen Einbindung in das Paradigma des Radikalfeminismus, der Blick auf weibliche Täter und männliche Opfer behindert wird.

    Eine um Objektivität bemühte, konsequente Erforschung, Prävention und Bekämpfung sexueller Gewalt sollte das gesamte Spektrum einbeziehen:

    1. Weibliche Oper sexueller Gewalt durch Männer
    2. Männliche Opfer sexueller Gewalt durch Frauen
    3. Männliche Opfer sexueller Gewalt durch Männer
    4. Weibliche Opfer sexueller Gewalt durch Frauen

    Da sich Forschung unter dem radikalfeministischen Paradigma meist auf die erste Variante beschränkt und Variante 2 und 4 sogar weitgehend oder vollständig geleugnet werden, kommt es notwendigerweise zu einem verzerrten Bild bei den Ergebnissen, das weibliche Täter und männliche Opfer nicht angemessen berücksichtigt.

    Das „Rape Culture“-Konzept behindert auch die Erforschung der Ursachen von Vergewaltigungsmythen, die m.E. wahrscheinlich oft mit dem sozialpsychologischen Phänomen des „Gerechte Welt“-Glaubens zusammenhängen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Gerechte-Welt-Glaube

    Um Vergewaltigungsmythen wirksam zu bekämpfen, braucht es eine ergebnisoffene Forschung zu den Ursachen, ohne das radikalfeministische Dogmen, (wie Brownmiller und andere radikale Feministinnen sie verbreiten) den Blick verstellen und die Forschung behindern.

    Das „Rape Culture“-Konzept trägt darüber hinaus auch zur Förderung bestimmter Vergewaltigungsmythen bei (z.B. „Männer können nicht von Frauen vergewaltigt werden“).
    Und es trägt dazu bei die Anerkennung der Realität von sexueller Gewalt von Frauen gegenüber Frauen sowie von durch Frauen begangenen sexuellen Missbrauch an Kindern zu behindern.

    Paradoxerweise ließe sich das radikalfeministische “Rape Culture”-Konzept, aufgrunddessen, dass es die Erfahrungen von Opfern sexueller Gewalt durch weibliche Täter leugnet und diesen Opfern Anerkennung und Unterstützung versagt, gemessen an den eigenen Maßstäben, selbst als stark “rape-culture”-lastig bezeichnen.

    Hier ein paar Texte mit Infos zum Thema “Frauen als Täterinnen bei sexueller Gewalt“:

    http://www.news.de/panorama/855088862/wenn-maenner-zum-sex-gezwungen-werden/1/

    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/1375521/

    http://ef-magazin.de/2008/08/09/527-medien-irrefuehrende-berichterstattung-im-deutschen-qualitaetsjournalismus

    Auch die Gründerin der Kontakt- und Informationsstelle gegen sexuellen Missbrauch „Zartbitter“, Ursula Enders hat zu Täterinnen inzwischen ein eigenes Kapitel in ihrem bekannten Buch zum Thema sexueller Mißbrauch. Dort heißt es u.a.:

    “Die neuere deutsche Forschung geht davon aus, dass 10 – 25 % der Delikte gegen die sexuelle Selbstbestimmung von Mädchen und Jungen von Täterinnen verübt werden (z.B. Wetzels 1997: 10 %, Raupp/Eggers 1993: 25 %.) In amerikanischen Untersuchungen lagen die Prozentwerte zum Teil noch höher. Risin und Koss (1987) stellen z.B. einen Anteil von 47 % Täterinnen fest. Da sie ihre eigenen Ergebnisse selbst bezweifelten, glichen sie die ihrer Untersuchung zugrundeliegende Definition der von Finkelhor (1979) verwendeten an. Dennoch sank der Anteil der Täterinnen nur auf 35 %.”

    (aus: “Zart war ich, bitter war´s. Handbuch gegen sexuellen Mißbrauch”, herausgegeben von Ursula Enders, 4. Auflage 2011, S. 106)

    Eines der wenigen klassischen Standardwerke zum Thema sexueller Mißbrauch, das auch ein Kapitel über weibliche Täter enthielt, ist das Buch von Karin Jäckel “Wer sind die Täter?” (S. 51 – 80) von 1996. Eine aktualisierte Neuauflage wäre wünschenswert.

    • Ja ich weiß, für dich ist auch immer alles gleich Radikalfeminismus. Auch wenn man sich mit Vergewaltigungsmythen beschäftigt, die nicht im Theoriehimmel irgendwelcher männerhassender Feministinnen entstanden sind, sondern bittere Realität sind, die sehr viele Frauen kennen.

      -.-

    • @ Onyx

      „Auch wenn man sich mit Vergewaltigungsmythen beschäftigt, die nicht im Theoriehimmel irgendwelcher männerhassender Feministinnen entstanden sind, sondern bittere Realität sind, die sehr viele Frauen kennen.“

      Ich habe nichts gegen die Beschäftigung mit Vergewaltigungsmythen gesagt.
      Ich habe mich für eine ernsthafte und ergebnisoffene wissenschaftliche Erforschung der Ursachen von Vergewaltigungsmythen ausgesprochen, was unter dem Paradigma des Radikalfeminismus nicht möglich ist, da das Ergebnis dort von Vornherein feststeht.
      (Außerdem sollten natürlich auch Vergewaltigungsmythen in Bezug auf Vergewaltigungen von Jungen und Männern durch Frauen einbezogen werden.)

    • Ich habe nirgendwo jemals behauptet, dass es keine männlichen Opfer sexueller Gewalt gibt. Die haben genauso unter diesen Mythen zu leiden. Aber die Ursache ist auch hier nicht irgendein ominöser übermächtiger Radikalfeminismus, sondern ein völlig falsches Männlichkeitsbild, das gesellschaftlich viel mehr durch Konservative und Biologisten geprägt wird, als vom Feminismus. Aber das will irgendwie niemand wissen, solange der Feminismus als Sündenbock herhalten kann.

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