Birgit Kelle als Vorbild für Feministinnen?

Das jedenfalls behauptet Christine vom Femokratie-Blog. Gut, der Blog selbst steht nicht gerade für ernstzunehmende Literatur, aber dieser Artikel über Birgit Kelle hat noch mal den Vogel an Lächerlichkeit abgeschossen. Dort ist ein kleines Video verlinkt, in dem Frau Kelle selbst ein Stelldichein gibt. Sowohl der Artikel selbst als auch Frau Kelle glänzen durch Einseitigkeit und Strohmannargumentation.

Zunächst zum Statement im Artikel:

Birgit Kelle verkörpert alles, was Feministinnen fordern: sie hat vier Kinder, ist berufstätig, führt auch noch einen Verein – was wollen Feministinnen eigentlich mehr? Nun – ein Manko ist mir dann doch eingefallen: sie hat einen Mann und der kann ja zwangsläufig nur ein Frauenunterdrücker sein.

Damit steht die Aussage im Raum, dass keine Feministin verheiratet sein darf, weil ja alle Männer angeblich Unterdrücker sind. Argument, anywhere?
Eins hat sie ja de facto nicht, was ich persönlich fordere. Ein Problembewußtsein, das darüber hinausgeht, dass man sich als sexy gekleidete Frau ja nicht wundern dürfe, wenn man beläs.. äh, angemacht wird. Ihr polemisches „Bluse zu“-Pamphlet hat sie als ernstzunehmende Diskutantin ins Aus geschossen.

Eine Sache sticht aber hervor: Birgit Kelle sieht verdammt gut aus und da erinnerte ich mich an das Zitat von Bukowski:

“Feminismus existiert nur, um hässliche Frauen in die Gesellschaft zu integrieren.”
Charles Bukowski (1920-1994)

Wenn ich genau so billig argumentieren würde wie die Artikelschreiberin, würde ich mit Freuden ein paar Bilder von Feministinnen und Antifeministinnen posten, die diesen ganzen Quatsch endgültig ad absurdum führen.

Jetzt verstehe ich natürlich auch, warum Oliver Flesch in dem Video vorkommt: Schöne Frauen ziehen ihn nun mal magisch an

Da bin ich aber heilfroh, dass ich nicht in der Nähe dieses **** (Selbstzensur) leben muß.

Ok, lassen wir den antifeministischen Kinderkram mal beiseite und wenden uns ernsthafter Argumentation zu. Was Frau Kelle da im Video sagt, ist allerdings auch nur ein Sammelsurium an uninteressanten Strohmännern, die seit der #Aufschrei-Debatte durch alle Medien geistern und eigentlich längst aufgeräumt wurden. Natürlich nur für die, es auch interessiert. Ok, es ist eigentlich klar, dass ein Statement von knapp 3 Minuten das ganze Thema Feminismus nur sehr oberflächlich betrachten kann.
Da beklagt sie sich darüber, dass ihr Frauen vorschreiben, wie sie zu leben hat und sie als Heimchen am Herd bezeichnen.

„Das sei der wahre Sexismus“

klagt sie.

Aha. Wahrer Sexismus ist es also nur, wenn sie sich von Frauen angegriffen fühlt. Alles andere zählt wohl nicht.
Sie sei es leid, dass sie sich dafür entschuldigen muß, weil sie lieber Familienarbeit leisten will als Karriere zu machen. Warum rechtfertigt sie sich dann? Warum macht sie nicht einfach ihr Ding, sondern schreibt Bücher wie scheiße sie alles findet, was Feministinnen böses machen? Eva Hermann-Syndrom?

„Männer sind besser als ihr Ruf. Mein Vater ist kein Patriarch, mein Bruder kein Sexist und mein Mann nicht der Feind in meinem Bett“

Gähn. Wieder mal von der eigenen kleinen Welt auf die Allgemeinheit schließen. „Mir gehts gut, ich habe keine Probleme also muß es bei allen anderen auch so sein“. Scheuklappen Deluxe.
Woher kommt eigentlich die Aussage, dass Männer einen schlechten Ruf hätten? Manche sind scheiße, ja. Wer fühlt sich davon so angesprochen, dass er meint, das würde für alle gelten?

„Sexismus lauert neuerdings überall“

Nicht neuerdings. Es war schon immer so. Aber neuerdings schweigen Frauen eben nicht mehr. Pech für Frau Kelle, die dem gegenüber blind zu sein scheint. Oder vielleicht auch Glück für sie, weil sie keine Erfahrungen in dieser Hinsicht machen mußte.

„Aber wenn David Beckham in Unterwäsche an der Bushaltestelle klebt, schauen wir auch gern hin“

Wow wie originell. Diesmal muß nicht der arme George Clooney herhalten, sondern David Beckham. Wird dieses dumme Argument je aussterben? Ich fürchte nein. Dafür ist es einfach zu praktisch, diesen hysterischen Feministinnen mal eben zu unterstellen, sie ließen sich ja gern belästigen, wenn es nur ein sexy Typ ist. Problemverständnis = NULL.

„Dieser Gleichheitswahn ist kein Glücksversprechen sondern Horrer. So viele Frauen denken und leben wie ich und sind glücklich“

Na dann, Amen. Wer kann dieser Brillianz schon widersprechen…? -.-

42 Kommentare zu “Birgit Kelle als Vorbild für Feministinnen?

  1. „Wenn ich genau so billig argumentieren würde wie die Artikelschreiberin, würde ich mit Freuden ein paar Bilder von Feministinnen und Antifeministinnen posten, die diesen ganzen Quatsch endgültig ad absurdum führen.“

    Mach das doch 🙂 Und vergiss die Männer nicht, die ich vor kurzem in einem anderen Strang erwähnt habe…

    • @ Stephi

      Nee, das finde ich doof – aus den von mir kürzlich bereits erwähnten Gründen.

      Des Weiteren bezweifle ich auch, dass bei diesen Dingen überhaupt signifikante Korrelationen bestehen.

    • Ja, so sehe ich das auch. Ich finde die ständigen antifeministischen Versuche, Feminismus und mangelnde Attraktivität in einen zwingenden Zusammenhang zu setzen, einfach unendlich peinlich. Sie sind nichts weiter als ein Zeichen mangelnder Argumente.
      Das gelegentliche Jucken in den Fingern, dieses durch dem antifeministischen Weltbild widersprechende Bilder auch zu belegen (ist problemlos möglich), ist da, aber ich habe keine Lust, auf das gleiche niedrige Niveau zu gehen, auch wenn ich mir möglicherweise eine zynische Spitze dazu nicht immer verkneifen kann.

    • Poah ist der Flesch abgewrackt!!

      Hast du was anderes erwartet?

      Was macht der da eigentlich?

      Wie man sieht, nicht viel. Nur bisschen blöd rumsitzen und noch blöder rumgucken. Und damit sind seine Kompetenzen, die nötig sind, um mal von einer Kamera eingefangen zu werden, vermutlich hinreichend ausgeschöpft. :mrgreen:

    • DAS ist Oliver Flesch? Boah, das Bild auf seiner Seite stammt ja irgendwie auch aus dem vorletzten Jahrhundert, oder?

      Er soll doch bitte mal mit der Kelle drüber diskutieren, warum es für ihn unbedingt nötig ist, seine Sexpartnerinnen im Bett „Fotze“ nennen zu dürfen. Das würde ich mir doch glatt ansehen.

    • Und was ist das übrigens für eine verdrehte Weltsicht? „Frauen wollen ja gar keine Karriere, meine Familie ist mir wichtiger!!“ – sprach die berühmte, erfolgreiche Autorin. Äh, yay.

  2. Eins hat sie ja de facto nicht, was ich persönlich fordere. Ein Problembewußtsein, das darüber hinausgeht, dass man sich als sexy gekleidete Frau ja nicht wundern dürfe, wenn man beläs.. äh, angemacht wird. Ihr polemisches “Bluse zu”-Pamphlet hat sie als ernstzunehmende Diskutantin ins Aus geschossen.

    „sexy“ kommt von Sex. Warum dürfen Frauen ihre sexuellen Reize betonen, dann aber hysterisch #Aufschrei kreischen, wenn man als Mann sexuell wird? Weibliche Sexualität ist nach Belieben erlaubt (siehe Schlampenmärsche), männliche Sexualität wird bestraft. Genau diese Doppelmoral wird von Kelle angeprangert, und das mit Recht.

    Sie sei es leid, dass sie sich dafür entschuldigen muß, weil sie lieber Familienarbeit leisten will als Karriere zu machen. Warum rechtfertigt sie sich dann? Warum macht sie nicht einfach ihr Ding, sondern schreibt Bücher wie scheiße sie alles findet, was Feministinnen böses machen? Eva Hermann-Syndrom?

    Das ist witzig. Eva Herman kritisierte den Feminismus und wurde dafür vernichtet, vor kurzem musste Sie Privatinsolvenz anmelden.

    Frau Kelle nimmt einen Druck auf Frauen wahr, der sie dazu nötigt ihre Kinder in Fremdbetreuung zu geben. Das Betreuungsgeld wird als „Herdprämie“ niedergemacht. Hausfrauen gelten unemanzipierte „Heimchen am Herd“. Wie die Mutter und Hausfrau gerade im Feminismus niedergemacht wird, wurde von Frau Jäckel ausführlich in „Die Frau an seiner Seite“ beschrieben.

    Gähn. Wieder mal von der eigenen kleinen Welt auf die Allgemeinheit schließen.

    Wenn Du persönliche Beispiele und eigene Erfahrungen anführst ist das ebenfalls zum Gähnen und unerlaubte Schlüsse auf die Allgemeinheit aus deiner kleinen Welt („Ein Mann hat mich angespro… belästigt, also leben wir in einer Gesellschaft, in der Anmachen durch Männer ein Problem darstellt“).

    Im Übrigen, was genau gibt es an dem Ausspruch zu kritisieren, das macht nur Sinn, wenn Du der Meinung wie Alice Schwarzer wärst, dass … der Vater, der Bruder, der Sohn, der Mann der Feind der Frau wäre. Wenn Du nicht dieser Meinung bist, gibt es auch nichts an der Aussage, dass man mit seinen männlichen Familienmitgliedern kein Problem hat, zu kritisieren.

    Wow wie originell. Diesmal muß nicht der arme George Clooney herhalten, sondern David Beckham. Wird dieses dumme Argument je aussterben? Ich fürchte nein. Dafür ist es einfach zu praktisch, diesen hysterischen Feministinnen mal eben zu unterstellen, sie ließen sich ja gern belästigen, wenn es nur ein sexy Typ ist. Problemverständnis = NULL.

    Das Argument wird deshalb nicht aussterben, weil es zutrifft. Und deswegen kannst Du es auch nicht widerlegen (obiger Absatz enthält kein inhaltliches Argument) Und genau das sagen ja auch Feministinnen: Sexuelle Belästigung ist das, was frau als sexuelle Belästigung empfindet. Das bedeutet, dass ein und derselbe Anmachspruch mal sexuelle Belästigung ist, dann wieder willkommene Avance, je nachdem wie frau es gerade aufnimmt und das hängt auch stark davon ab, wer der Sender ist, ob er attraktiv ist oder eben nicht. Clooney und Beckham haben mehr Erfolg bei Frauen, Preisfrage: Weil sie tatsächlich besser flirten können oder nur weil weil sie eben Clooney und Beckham sind?

    „Sie können auch ein Dirndl ausfüllen.“ Was genau ist an dem Satz auszusetzen, in einer Gesellschaft, in der sich tausende von Frauen unters Messer legen, um genau dieses Kriterium zu erreichen, eben weil sie attraktiv auf Männer wirken wollen? Warum sollte man als Mann das nicht kommentieren dürfen und warum ist das erwachsenen Frauen mit einer erwachsenen Sexualität nicht zuzumuten. Wenn dieser Satz so schlimm ist, dann haben Frauen im harten Geschäftsleben nun wirklich nichts verloren und sollten an den Herd zurückkehren.

    • Warum dürfen Frauen ihre sexuellen Reize betonen, dann aber hysterisch #Aufschrei kreischen, wenn man als Mann sexuell wird?

      Erstens stellt es keine Hysterie dar, wenn man ein Problem benennt und zur Diskussion auf den Tisch bringt. Zweitens ist es keine automatische Einladung für eine sexuelle Interaktion, wenn man irgendeinen Reiz wahrnimmt. (man kommt sich ja echt langsam blöd vor, dieses Grundschulwissen immer wieder beim Urschleim ausgehend erklären zu müssen)

      Weibliche Sexualität ist nach Belieben erlaubt (siehe Schlampenmärsche), männliche Sexualität wird bestraft.

      Hast du verstanden, worum es bei den Slutwalks geht? Mir scheint, nicht. Kleiner Tipp: Siehe obige Antwort.

      Das ist witzig. Eva Herman kritisierte den Feminismus und wurde dafür vernichtet, vor kurzem musste Sie Privatinsolvenz anmelden.

      Madame Hermann hat sich selbst vernichtet. Sie hätte einfach ein bisschen mehr nachdenken sollen.

      Wie die Mutter und Hausfrau gerade im Feminismus niedergemacht wird, wurde von Frau Jäckel ausführlich in “Die Frau an seiner Seite” beschrieben.

      Hausfrauen und Mütter werden von Antifeministen gern als faule Unterhaltsnutten, Parasiten und Abzockschlampen niedergemacht. Warum sieht Frau Kelle das nicht, sondern stellt den bösen Feminismus als Sündenbock hin? Weil sie eben einseitig ist.

      Wenn Du persönliche Beispiele und eigene Erfahrungen anführst ist das ebenfalls zum Gähnen und unerlaubte Schlüsse auf die Allgemeinheit aus deiner kleinen Welt (“Ein Mann hat mich angespro… belästigt, also leben wir in einer Gesellschaft, in der Anmachen durch Männer ein Problem darstellt”).

      Aha. „Ebenfalls“. Du stimmst mir also zu? Gut.

      Aber.
      Wo habe ich das so gesagt, wie du es behauptest?
      Was du mir hier in den Mund zu legen versuchst, ist nichts als ein Strohmann. Du fehlinterpretierst (bewußt?) die Tatsache, dass nicht Anmachen generell, aber Belästigungen durchaus ein Problem darstellen.
      Was Frau Kelle tut, ist genau das gleiche, wie das, was du mir hier unterstellst. Sie behauptet einfach, dass der Feminismus Männer grundsätzlich als Feind betrachtet. Das ist und bleibt einfach nur großer dummer Unsinn.

      Wenn Du nicht dieser Meinung bist, gibt es auch nichts an der Aussage, dass man mit seinen männlichen Familienmitgliedern kein Problem hat, zu kritisieren.

      Seufz. Warum fühle ich mich bei manchen Kommentaren immer wie eine Sonderschullehrerin?
      Ich kritisiere doch nicht die Aussage, was Frau Kelle für ein Verhältnis zu ihren männlichen Familienmitgliedern hat. Gehts noch? Ich kritisiere die Schlüsse, die sie zieht. Die zeigen nämlich, dass sie nicht weiter als bis vor ihre Haustür denkt. Ist das echt so schwer zu verstehen?

      Das Argument wird deshalb nicht aussterben, weil es zutrifft.

      Ähm, nö. Auch Beckham und Clooney dürfen niemanden belästigen.

      “Sie können auch ein Dirndl ausfüllen.” Was genau ist an dem Satz auszusetzen, in einer Gesellschaft, in der sich tausende von Frauen unters Messer legen, um genau dieses Kriterium zu erreichen, eben weil sie attraktiv auf Männer wirken wollen?

      Woher genau kennst du die Intention tausender Frauen, sich für kosmetische Operationen zu entscheiden?

      Wenn dieser Satz so schlimm ist, dann haben Frauen im harten Geschäftsleben nun wirklich nichts verloren und sollten an den Herd zurückkehren.

      Ach so einfach ist das? Potzblitz! Sich schweigend zurückziehen und das Problem ist weg? Das könnte dir so passen. Frauen lassen sich nicht mehr alles gefallen. Sie schweigen nicht mehr. Die Zeiten sind vorbei. Face it.

    • Ich habe hier den Eindruck, hier verwechseln einige Onxy mit einer kaputten Schallplatte, die sich dauernd wiederholen soll, nur weil gewisse Blitzbirnen sich partout weigern, mal etwas zu verstehen.

      Vielleicht solltest du einfach ab und an erwähnen, dass du keine gesprungene Schallplatte bist – nur zur Sicherheit 😉

    • „Weibliche Sexualität ist nach Belieben erlaubt (siehe Schlampenmärsche), männliche Sexualität wird bestraft.“

      Natürlich, deswegen werden Männer, die sich und Hörner abstoßen, auch wesentlich mehr toleriert als Frauen, die sich ebenfalls sexuell austoben. Schon klar, Opa…

    • @ Stephi

      Ein Schlüssel der jedes Schloss aufbekommt ist ein sehr guter Schlüssel.

      Ein Schloss, das von jedem X beliebigem Schlüssel aufgeschlossen werden kann, ist einfach nur ein schlechtes Schloss.

    • Ja, diese bekannte Metapher ist in Bezug auf männliche und weibliche Sexualität besonders bei misogyn verblendeten Doppelmoralisten sehr beliebt. Und ich finde es immer toll, wenn sich Menschen auf so billige Art selbst vorführen. Das spielt Feministinnen so schön in die Hände. 🙂

    • Ein Anspitzer, der viele Bleistifte anspitzt, ist ein guter Anspitzer.
      Ein Bleistift, der in vielen Anspitzern gesteckt hat …

      Geht auch andersrum. Ansonsten stimme ich onyx mit ihrem Kommentar voll zu.

    • Du bist ein (editiert. Bitte keine Beleidigungen. Mod). Ein sexuell aktiver Mann gilt als Playboy, das gleiche bei einer Frau macht sie zur Schlampe. Die beste Strafe für dich ist, dass Du dir dein Leben lang den Arsch für eine Heilige aufreißt, für sie schuftest, und die dir nur alle paar Monate mal den Zutritt zu ihren heiligen Gemächern gewährt. Und wo du dann ein schlechtes Gewissen hast.

    • die Tatsache, dass nicht Anmachen generell, aber Belästigungen durchaus ein Problem darstellen.

      Bitte definiere:
      1. erlaubte Anmache
      2. unerlaubte Belästigung

      Dann können wir weiter diskutieren.

      Weißte, Bushido hat selbst mit dem Spruch „Hey, Geile Titten!!!“ Erfolg. Ich denke dies wirst Du als Belästigung werten, entgegen mancher deiner Geschlechtsgenossinnen.

      Also, wo muss der Staat eingreifen, wo muss er die Sprachpolizei spielen, und unerwünschte Äußerungen von Männern bestrafen?

    • Was gibt es da zu definieren? Es dürfte doch wohl einleuchten, dass abfällige Bemerkungen zu primären und sekundären Geschlechtsmerkmalen, oder abfällige sexualisierte Bemerkungen allgemein nicht als erwünschte Anmache zu bezeichnen sind.

      Und womit Bushido Erfolge hat, ist nun wirklich kein Maßstab. Wer sich daran orientiert, hat ein ernsthaftes Problem.

    • Der Spruch „Sie können aber auch ein Dirndl ausfüllen“ wird zwar nicht in der Hal of Fame der Anmachsprüche landen ist aber nicht abfällig sondern anerkennend gemeint.

      Du nimmst dir das Recht raus, bestimmtes Verhalten als Belästigung zu titulieren, und das riecht für mich nach Willkür. Ich hätte gerne eine konkrete Definition über die sich diskutieren lässt. Und genauso wie Frauen ihre betonen dürfen, denke ich, dass Männer sexuell konnotierte Sprüche bringen dürfen.

    • Sich über die Geschlechtsmerkmale fremder Personen auszulassen, hat nichts mit Anerkennung zu tun.

      Und ja, natürlich nehme ich mir das Recht heraus, selbst zu bestimmen, was ich als belästigend empfinde. Wem soll ich das denn sonst überlassen? Dem Gesetzgeber? Der hat da seine eigene Logik, wenn er z.B. meint, dass „ein Griff an den Hintern keine sexuelle Belästigung darstellt, weil der Hintern kein Geschlechtsteil ist“. Mein Statement zu diesem Fall gibt es hier.
      Und nein, nur weil Frauen einen tiefen Ausschnitt tragen, gibt das Männern nicht das Recht, sie verbal oder tätlich zu belästigen. Oder gibst du auch Vergewaltigern Recht, die sich wegen sexy Kleidung „provoziert“ gefühlt haben?
      Es wäre wirklich schön, wenn das endlich mal verstanden würde.

    • Sich über die Geschlechtsmerkmale fremder Personen auszulassen, hat nichts mit Anerkennung zu tun.

      Viele Frauen genießen es, sexuell attraktiv auf Männer zu wirken, deshalb verbringen sie viel Zeit damit, sich zurecht zu machen und gerne hören sie auch Komplimente. Als mir mal eine sagte, dass ich einen „schnuckligen Arsch“ hätte, habe ich mich gefreut. Willst Du jetzt behaupten, ich sei ein Opfer sexueller Belästigung geworden? Deine Welt gilt nicht für andere.

      Und ja, natürlich nehme ich mir das Recht heraus, selbst zu bestimmen, was ich als belästigend empfinde. Wem soll ich das denn sonst überlassen? Dem Gesetzgeber?

      Wenn es rechtliche Konsequenzen hat, selbstverständlich, alles andere wäre Willkür, nicht mit dem Rechtsstaat zu vereinbaren. Und da der Vorwurf der sexuellen Belästigung enorme Folgen haben kann, zum Beispiel Jobverlust, ist es absolut inakzeptabel, dass das eingebildete Opfer selbst bestimmt, was als sexuelle Belästigung zu zählen hat. Das muss nach objektiven Kriterien an der Handlung festgelegt werden, und nicht, pardon, allein am „Gefühl“ einer blöden hysterischen Kuh.

      Und nein, nur weil Frauen einen tiefen Ausschnitt tragen, gibt das Männern nicht das Recht, sie verbal oder tätlich zu belästigen.

      Siehste, genau das meine ich. Ich rede von Komplimenten, die selbstverständlich auch sexuell konnotiert sein können, so wie Frauen auch ihre sexuelllen Reize präsentieren. Und Du nennst das gleich „tätlich werden“. Wenn das eine nicht abkann, gilt ganz einfach: Mach doch die Bluse zu.

      dass “ein Griff an den Hintern keine sexuelle Belästigung darstellt, weil der Hintern kein Geschlechtsteil ist”.

      Das ist natürlich inakzeptabel.

      Oder gibst du auch Vergewaltigern Recht, die sich wegen sexy Kleidung “provoziert” gefühlt haben?

      Nein. Im Übrigen ist das ein Schlag ins Gesicht jeden Vergewaltigungsopfers, denn ein sexuelles Kompliment ist keine Vergewaltigung.

      Es wäre wirklich schön, wenn das endlich mal verstanden würde.

      Ich versuche zu verstehen, und habe dazu auch Fragen gestellt. Das „Gefühl“ eines (eingebildeten) Opfers kann man nicht gelten lassen, da dann ein und dieselbe Handlung, z.B. ein Kompliment, mal „Belästigung“ darstellt, dann wieder nicht, je nachdem wie attraktiv der Typ ist oder welche Laune die Angesprochene grad hat, was Willkür bedeutet.

      Deine Weigerung, „Belästigung“ nicht zu definieren, spricht Bände. Also nochmal: Wie ist „sexuelle Belästigung“ definiert, unabhängig von den Gefühlen der Adressatin.

    • deshalb verbringen sie viel Zeit damit, sich zurecht zu machen und gerne hören sie auch Komplimente.

      Thema verfehlt.

      Deine Welt gilt nicht für andere.

      Deine auch nicht. Nur weil du gerne Bemerkungen über deinen Hintern hörst, kannst du das nicht auf alle Frauen übertragen und so tun, als wären das alles nur harmlose Komplimente.

      Das muss nach objektiven Kriterien an der Handlung festgelegt werden,

      Die Kriterien zur sexuellen Belästigung sind recht objektiv, nur eben nicht ausreichend, wenn irgendein Widerling ungestraft fremde Ärsche angrabschen darf.

      und nicht, pardon, allein am “Gefühl” einer blöden hysterischen Kuh.

      Erst recht nicht nach Gutdünken jedes widerlichen Grabschers, der seine Klappe oder seine Griffel nicht bei sich halten kann.
      Lies dir mal durch, was sich Robin anhören muß. Aber vermutlich ist sie auch nur so eine „blöde hysterische Kuh“, die bloß die „netten Komplimente“ nicht zu schätzen weiß…

      Ich rede von Komplimenten

      Ich weiß. Deswegen Thema verfehlt.

      Wenn das eine nicht abkann, gilt ganz einfach: Mach doch die Bluse zu.

      Eben nicht. Vielleicht ist es dir oder Kelle nicht bekannt, aber statistisch werden weit mehr Frauen belästigt und mies angemacht, die völlig normale Alltagskleidung tragen und keineswegs irgendwie aufgerüscht sind. Was sollen die deiner Meinung nach machen? Burka? Oder gleich zu Hause bleiben?

      Das ist natürlich inakzeptabel.

      Ach, aber „geiler Arsch“ soll dagegen ein nettes Kompliment sein? Du legst seltsame Maßstäbe an.

      Im Übrigen ist das ein Schlag ins Gesicht jeden Vergewaltigungsopfers, denn ein sexuelles Kompliment ist keine Vergewaltigung.

      Wieder Thema verfehlt. Der einzige, der hier Opfer sexueller Belästigung verhöhnt, bist du. Mit dem unsäglichen „sind doch nur Komplimente“-Geblubber zeigst du, dass du keinerlei Empathie besitzt und schiebst ihnen obendrein – hach wie originell – gleich die übliche Mitschuld zu. Weil sie ja Titten haben und sich nicht in Sack und Asche hüllen. Brauchen sie sich nicht zu wundern, die „blöden hysterischen Kühe“…

      Ich versuche zu verstehen

      Offensichtlich tust du es nicht.

      Deine Weigerung, “Belästigung” nicht zu definieren, spricht Bände.

      Deine Vorliebe, Belästigung in Anführungszeichen zu setzen, ebenfalls. Im übrigen weigere ich mich keineswegs. Du hättest die Definition nur leicht selbst suchen können.

      Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sagt folgendes:

      Eine sexuelle Belästigung ist eine Benachteiligung in Bezug auf § 2 Abs. 1 Nr. 1 bis 4, wenn ein unerwünschtes, sexuell bestimmtes Verhalten, wozu auch unerwünschte sexuelle Handlungen und Aufforderungen zu diesen, sexuell bestimmte körperliche Berührungen, Bemerkungen sexuellen Inhalts sowie unerwünschtes Zeigen und sichtbares Anbringen von pornographischen Darstellungen gehören, bezweckt oder bewirkt, dass die Würde der betreffenden Person verletzt wird, insbesondere wenn ein von Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen oder Beleidigungen gekennzeichnetes Umfeld geschaffen wird.

    • „…statistisch werden weit mehr Frauen belästigt und mies angemacht, die völlig normale Alltagskleidung tragen und keineswegs irgendwie aufgerüscht sind.“

      Das ist ja das, was mich auch ärgert: Frauen, die begrabscht und/oder blöd angemacht werden, wird grundsätzlich unterstellt, sich zu freizügig bgekleidet und das Verhalten des Mannes provoziert zu haben. Naja, man kann sich das mit den Burkas nochmal überlegen…. (*ironie-off*)

    • Eine sexuelle Belästigung ist eine Benachteiligung in Bezug auf § 2 Abs. 1 Nr. 1 bis 4, wenn ein unerwünschtes, sexuell bestimmtes Verhalten

      Also, wenn ich von einer Frau, die ihre sexuellen Reize betont ( = sexuelle Handlung), nicht sexuell erregt werden will ( = unerwünscht), da ich mich auf die Arbeit konzentrieren will, dann kann ich klagen?

    • Ich würde sagen, solange die Dame nicht oben oder unten ohne herumläuft oder vor deinen Augen masturbiert, wird man von dir erwarten können, dass du auch den Anblick eines Dekoltees professionell erträgst und dezent dran vorbeischaust, ohne dass deine Arbeitsleistung darunter leidet. Wenn sie dich dagegen mit sexuellen Anzüglichkeiten beleidigt oder gegen deinen Willen handgreiflich wird, dann kannst du sie verklagen, ja.

    • Du billigst also Frauen typisch weiblich sexuelles Verhalten zu, Männern aber willst Du es verbieten?

    • Ja sicher. Ich will der halben Menschheit ihre Sexualität verbieten. Hab ja sonst keine Ziele im Leben. Pass auf, ich komm auch bei dir noch mit der Schere vorbei!

      Ich kann das echt nicht mehr ernst nehmen.

    • „Zweitens ist es keine automatische Einladung für eine sexuelle Interaktion, wenn man irgendeinen Reiz wahrnimmt.“

      Für DICH vielleicht nicht. Für andere hingegen vielleicht schon.

      Deine moralischen Räume sind genau das: Deine. Behalte sie für Dich. Dann gehst du auch niemanden auf die Nerven. Easy.

    • Wow. Was für eine bestechende Argumentation. Wenn du mir sagst, dass ich still sein soll, bin ich das natürlich sofort! :mrgreen:

      Das ist das Lustige an „Diskussionen“ mit Leuten wie dir.

      Wem gehe ich denn auf die Nerven? Dir? Gut! Einen besseren Ansporn, genau so weiterzumachen, gibts doch gar nicht. Jenen Leuten richtig fett auf die Eier zu gehen, die mir das Wort verbieten wollen, ist doch ein wirklich lohnenswertes Ziel, findest du nicht? *zuckersüß lächel*

      Troll.

    • @m: Ernsthaft? Die Leute, die andere durch ihre moralischen Räume belästigen sind im Recht? Jaaah, klar. Zwischen Reiz und Handlung liegen beim Menschen eine ganze menge Kontrollzentren. Tipp zur Verwendung gefällig? BENUTZEN!

      Wieso sollte das Recht zu belästigen wertvoller sein, als das Recht, nicht belästigt zu werden. Die eigene Freiheit reicht bis an die Freiheit der anderen, dann endet sie. Ganz einfache Sache.

      @onyx: „Jenen Leuten richtig fett auf die Eier zu gehen, die mir das Wort verbieten wollen, ist doch ein wirklich lohnenswertes Ziel.“
      Lass ich mir auf ein T-Shirt drucken. (Eins mit tiefem Ausschnitt, weil ich das mag und für mich, nicht für andere anziehe ;-))

    • @onyx: “Jenen Leuten richtig fett auf die Eier zu gehen, die mir das Wort verbieten wollen, ist doch ein wirklich lohnenswertes Ziel.”
      Lass ich mir auf ein T-Shirt drucken. (Eins mit tiefem Ausschnitt, weil ich das mag und für mich, nicht für andere anziehe 😉 )

      Aber bitte nur mit copyright! Soviel Eitelkeit muß sein :mrgreen:

    • kleines-Kind-im-Süßware/Spielzeugladen-Syndrom, was mir gefällt, das grabsch ich an, bei sehr kleinen Kinder mag man das noch durchgehen lassen, Erwachsene sollten gelernt haben das sich so etwas nicht gehört.
      Und auch nach unserem Recht und Gesetz verboten ist.

    • Eva Hermans antifeministisches Pamphlet hat sich grandios verkauft, erst ihr nächstes Werk wurde ihr durch ihre blödsinnige Äußerung zur NS-Zeit zum Verhängnis. Und ganz ehrlich, das sage ich so als Arbeiterkind: Wer nach einer jahrelangen gut bezahlten Anstellung bei den ÖR und mindestens zwei Bestsellern jetzt nur ein paar Jahre später Insolvenz anmelden muss, hat sich definitiv verspekuliert. Vielleicht hätte sie mal das tun sollen, was sie Müttern einkommensschwacher Familien rät: Einfach mal ein bisschen Verzicht üben, dann klappt es auch mit dem Hausfrauendasein.
      Ach, und da war natürlich noch ihr saudummes Statement zu der Love-Parade-Katastrophe. Das hat ihrer Reputation auch nicht gerade gut getan. Sie sollte auswandern und zur Tea Party gehen, dort wird sie sicher mit offenen Armen empfangen, aber in Deutschland ist so eine wirre Meinung doch etwas weniger gern gesehen.

    • Ach, und da war natürlich noch ihr saudummes Statement zu der Love-Parade-Katastrophe.

      Ja, da hat sich ihre „christliche Nächstenliebe“ noch mal in ihrer ganzen Pracht gezeigt, in dem sie „nur erleichtert aufatmen konnte, dass höhere Mächte dem schamlosen Treiben endlich ein Ende gesetzt haben“
      Wer sich den ganzen religiös verblendeten und moralisch abstrafenden Vortrag antun will, der für alle Opfer und deren Hinterbliebenen einfach nur eine unverschämte Ohrfeige ist, bitte sehr.

      Also, man kann mir erzählen was man will. Hermann ist sicher die Letzte, die sich über irgendeine unfaire Behandlung echauffieren sollte. Erst soll sie mal in den Spiegel schauen.

    • Ich hab´s mir allen Ernstes angetan, währenddessen schämte ich mich spontan ein Mensch zu sein und das Gesicht ballte sich immer mehr zur Faust

      Die Religion der Liebe mal wieder in Höchstform, wie man sieht…

  3. *virtueller Daumen hoch* Danke für den Artikel und dass du dir immer noch die Zeit nimmst, dem kleinen bockigen in der hinteren Bank alles zu erklären, obwohl er in der Pause trotzdem wieder sein Pausenbrot nach Mitschülern wirft.

    Und die Logik dahinter, dass man schwach ist, wenn man sagt, was einem nicht passt, sehe ich nun wirklich nicht. Schwäche wäre, das alles auf sich sitzen lassen.
    bei so viel Unverstand fällt mir nichts mehr ein außer Flüchen, deshalb lass ich es lieber.

  4. Ach man, dieses Geblubber über angebliche Komplimente geht mir so auf den Trichter, ich kanns langsam echt nicht mehr hören. Sich über meine Genitalien und geschlechtsbedingten körperlichen Attribute zu unterhalten, darüber Bewertungen abzugeben, mich ungefragt und ohne irgendeine Kommuinkation anzufassen, mir noch ausführlich zu erläutern, was man alles so mit mir machen will und mir zu erzählen, dass man dank mir noch einen Ständer habe oder irgendwelche Klischees auszuleben- empfinde ich (hysterische Kuh) halt eben nicht als Kompliment.

    Als ich vor 2 Wochen meinen üblichen Arbeitsweg gegangen bin, begegnete ich wie üblich einen älteren Herren, den ich grüße, er grüßt zurück, ein nettes Lächeln und gut ist. Am Freitag dann sprach er mich an, ich also Kopfhörer abgesetzt(man ist ja höflich, auch als hysterische Kuh).

    Da sagte er mir, dass er sich jeden Morgen freue, mich zu sehen, weil er meine langen Haare so hübsch findet und er meint, mein Hut sei so schick und stünde mir so gut. Eine hübsche Frau am Morgen, vertreibt Kummer und Sorgen.

    Etwas Ähnliches, nur eben ohne das mit den Haaren, sagte mir ein paar Tage vorher eine Frau, die ihr Kind in den Kindergarten gegenüber brachte. Da meinte sie zu mir, dass sie meinen Hut total schön findet, richtig schick und ich wirklich sehr elegant sei, so wie ich kleidete, so mit den schwarzen Mantel und den Schuhen und so. Sie meinte sogar, dass sie, jetzt, wo sie wisse, auch andere Menschen trügen Hüte und weil sie mich immer damit gesehen hatte, solle sie ihren auch mal wieder aufsetzen.

    Ich wurde sogar mal schon auf dem Amt und an der Bushaltestelle oder direkt auf Straße wegen meines Hutes angesprochen(hätte nie gedacht, dass der so gut ankommt, aber ich liebe ihn einfach) und mir wurde gesagt, wie toll der Hut aussehe und wie gut er mir stehen würde.

    DAS waren Komplimente, das waren einfach nur ein paar nette Worte über mein Äußeres, einfach nur nett sein und was was Nettes zu seinen Mitmenschen sagen. Das ist legitim und tut auch einfach mal gut zu hören.

    Aber wie gesagt, hätte er/sie mich einfach angefasst oder angefangen, über diverse Gliedmaßen und Körperteile zu reden, hätte ich ganz anders reagiert. Das wäre nicht so gut angekommen.

    Wer das mag, kann das gerne tun. Ist ja seine Sache. Aber das auf andere zu übertragen und die maßlose Arroganz zu besitzen, anderen Menschen ihr Empfinden und ihre Wahrnehmung abzusprechen, geht einfach nicht und ist halt einfach scheiße.

    So, das Fussel hat gesprochen

  5. Was ich besonders zynisch finde: Gilt eine Frau als sexy und attraktiv, dann wird ihr im Falle eine Belästigung die Schuld dafür zugeschoben und das Verhalten des Übergriffigen entschuldigt und bagatelisiert, gilt sie aber als unscheinbar oder sogar ujnansehnlich, dann wird ihr gar nicht erst geglaubt, denn wer würde denn schon SIE belästigen wollen? oder ihr wird allen Ernstes noch geraten, sich doch geschmeichelt zu fühlen – also manchmal… -.-

  6. Es ist doch ganz einfach. Wenn man mit Fremden redet, bestehen gewissen Höflichekeitsformen. Das ist ganz nomal. Dazu gehört z.B. in den meisten Situationen das Siezen. Der gleichen Etikette ist auch das Flirten und Komplimentieren unterworfen. „Geile Titten“ ist unhöflich und daher kein Kompliment (so wie ein Hundehaufen in einer Box kein Geschenk ist). „Mir gefallen deine Haare/Bluse/Schmuck/Pediküre“ ist ein Kompliment, weil es dem Höflichkeitsrahmen entspricht. Aus dem Rahmen fallen primäre und sekundäre Geschlechtsteile und typischerweise sexualisierte Körperteile (z.B. Po, aber ja auch kulturell unterschiedlich). Was damit zusammenhängt ist sehr viel persönlicher und sollte Fremden gegenüber nicht geäußert werden (auch nicht allen Bekannten gegenüber, sowas hängt dann von der individuellen Beziehung ab). Es sind keine Komplimente!

    Sexuelle Belästigung beinhaltet etwas sexuelles (wie der Name sagt). Ein sexuelles Kompliment kann also als Belästigung empfunden werden und sollte deshalb nicht ausgesprochen werden. Jedem, der Komplimente machen (und nicht belästigen und bedrängen) will, sollte es wichtiger sein, dass der Gegenüber sich wohl fühlt, als dann man ausgedrückt hat, wie gut der Busen geformt ist. Den Komplimente sollen erfreuen. Das ist ihr Sinn. Sie sollen nicht bedrängen und verängstigen!

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