Brief an einen Tumor

Ok, du kleiner Wichser. Hier sind ein paar klare Worte an dich.

Hast es also geschafft, dich im Körper meines Vaters einzunisten. Den Mann, der für mich wie kein anderer Mensch auf der Welt ein Vorbild ist. Der mir den Weg in das Leben gezeigt hat. Der mir beigebracht hat, welche Werte im Leben von Bedeutung sind. Der immer für mich da ist. Der stur wie ein anatolischer Dorfesel ist, wenn er sich was in den Kopf gesetzt hat.

Und genau das wird ihm jetzt helfen.

Eins sag ich dir, du Arschloch. Dad wird nicht einfach so aufgeben und dir das Feld überlassen, darauf kannst du dich verlassen. Trotz seiner mittlerweile über 70 ist er robust und fit und er weiß, mit wem er es zu tun hat. Er wird sich nicht einfach hinlegen und dir den Sieg gönnen. Er wird seine Therapie machen und dich zerstören. Er ist stärker als du heimstückisches Miststück, der du dich wahrscheinlich jahrelang unsichtbar gemacht hast, damit du bloß nicht zu früh entdeckt wirst, du feiges Aas.

Er hat sein Leben lang hart gearbeitet, gekämpft und ist mit vielen Steinen im Weg fertig geworden. Und jetzt kommst du daher und willst ihn fertig machen? Vergiss es!

Ich habe Bekannte und Kollegen, die genauso hinterfotzig von deinen Freunden heimgesucht worden sind. Die auch nicht aufgegeben haben. Die auch gekämpft, und letztlich gewonnen haben. Die die dreckigen kleinen Zellen deiner Scheiß Freunde vernichtet haben. Und das gleiche wird dir auch passieren.

Vielleicht verliert Dad seine Haare. Vielleicht wird es ihm sehr schlecht gehen und er wird erschöpft sein. Aber er wird es schaffen, dich zu besiegen.

Dad wird sein Immunsystem stabilisieren. Du nicht. Er wird die Therapie überstehen. Du nicht. Er wird wieder gesund. Du wirst krepieren. Und niemand wird dir auch nur eine Träne nachweinen.

Ich spucke auf dich, du Mörder. Verpiss dich!

6 Kommentare zu “Brief an einen Tumor

    • Danke. Naja was heißt konkret. Therapie hat begonnen. Er schlägt sich bis jetzt ganz wacker. Was bleibt ihm auch übrig? Sich gehen zu lassen und Schwäche zu zeigen war noch nie seine Art. Gott sei Dank ist er ansonsten rundrum gesund.

  1. Pingback: Ich wußte es! YAY! | Gedankensalat...

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