Ein Festival des Neusprech – die Schuldebatte

Unter diesem lesenswerten Beitrag fehlt der Like-Button. Daher erlaube ich mir kurzerhand, ihn zu rebloggen

der zaunfink

„Wir halten Homosexualität ebenso für Teufelswerk wie Frauen in Männerberufen. Wir wünschen uns die sexistische Geschlechterordnung der 50er Jahre zurück. Wir möchten, dass alle Kinder und Jugendlichen lernen, dass homo-, bi-, trans- und intersexuelle Menschen krank und minderwertig sind. Wir finden, dass Eltern ihren Kindern Aufklärung und Bildung vorenthalten dürfen. Wir wollen Schwule und Lesben wieder zur Unsichtbarkeit verdammen. Das Leid der betroffenen Kinder und Jugendlichen geht uns am Arsch vorbei.“

Das sagen die Menschen, die derzeit gegen die Bildungs-Reformen in verschiedenen Bundesländern mobilisieren. Nein, Unsinn, das sagen sie natürlich nicht. Das denken sie nur.

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87 Kommentare zu “Ein Festival des Neusprech – die Schuldebatte

  1. Aha, in der Petition gegen den Bildungsplan der Baden-Württemberger steht also, dass Jugendliche, die schwul, lesbisch oder transsexuell sind nicht deswegen mehr Selbstmord begehen oder mehr zu Drogen greifen, weil sie diskriminiert und gemobbt werden, sondern weil sie schwul, lesbisch oder transesexuell sind…

    Darf ich bitte im Strahl kotzen!

    Natürlich bringen sich vermehrt LGBT-Jugendliche um, weil sie diskrminiert und gemobbt werden. Das sieht man unter anderem am Fall von Jamey Rodemeyer in den USA, der für seine offene Bisexualität so lange im Internet schikaniert und fertig gemacht wurde, bis er sich erhängt hat.

    Oder ein Fall hier in Deutschland, wo ein 13-jähriger Junge ein Bild von sich im sozialen Netzwerk entdeckt hat, dass so retuschiert wurde, als habe er Sex mit einem anderem Mann. Der Junge war von dem Anblich so geschockt, dass er zum Fenster gestürmt und in den Tod gesprungen ist.

    Oder ein anderes Beispiel habe ich auch leider an meiner kleinen Schwester, die demnächst 16 wird, gesehen: Ich habe sie vor etwa zwei Jahren gefragt, ob sie auch Justin Bieber toll findet, worauf sie sagte, dass sie ihn scheiße findet. Als ich sie fragte, wieso, sagte sie nur „Weil er schwul ist“.

    Das ist doch furchtbar! Allein für einen homosexuellen Jungen mitzubekommen, wie sich seine Klassenkameraden sich gegenseitig als „schwul“ beschimpfen, ist doch schon eine Qual für ihn. Ich fühle mich schon angegriffen, wenn eine Person über eine andere, geltungssüchtige Person behauptet, dass dieser ADS hat, und ich als Betroffene weiß, dass das Eine nichts mit dem Anderen zu tun hat.

    Wie mich dieser homophobe Scheiß ankotzt… -.-

    • @ Stephi

      „Natürlich bringen sich vermehrt LGBT-Jugendliche um, weil sie diskrminiert und gemobbt werden“

      Einfachste Frage:

      Gilt das auch wenn es Männer sind?

    • @ Gerd
      Aber Gerd, wo denkst du hin? Wie immer und überall im Feminismus wird selbstverständlich auch hier die allgemeine Meinung vertreten, dass Männer eigentlich schon froh und dankbar sein sollten, dass sie überhaupt ein Recht auf Leben haben. Wenn die gemobbt werden, sind sie grundsätzlich selbst schuld. Weiß doch nun wirklich jeder.

      Kopf –> Tischplatte

      -.-

    • Lieber Gerd, weißt du überhaupt, wofür das Kürzel LGBT steht? Es steht für „Lesbian, Gay, Bisexual und Trans“. „Gay“ bedeutet ja in der deutschen Übersetzung „schwul“. Und schwul sind ja bekanntlich die Bezeichnung für Männer, wenn sie homosexuell sind.

      Aber natürlich habe ich Männer nicht mizgemeint, das G habe ich im LGBT nur deswegen dringelassen, weil vier Buchstaben schöner aussehen als drei. Aber danke, dass du nachfragst…

    • @Onyx:

      Also stimmts Du zu, dass die im Vergleich zu Frauen erhöhte Suizidrate bei Männern auf gesellschaftliche Benachteiligung zurückzuführen ist?

    • Nein, warum sollte ich dem zustimmen? Warum sollte ich schwarz sagen, nur weil ich nicht weiß sage?

      Aber das werden Schwarz-weiß-Denker halt nie verstehen.

    • @knok

      „Also stimmts Du zu, dass die im Vergleich zu Frauen erhöhte Suizidrate bei Männern auf gesellschaftliche Benachteiligung zurückzuführen ist?“

      Ich würde dir ja gerne Argumente bieten, die deine Thesen wiederlegen, aber ich tue es nicht. Warum? Weil wir hier über die Benachteiligung homosexueller Menschen sprechen, also bitte sei so vernünftig und lenk nicht vom Thema ab.

  2. Herzlichen Dank für’s Rebloggen. Da hat sich das Weglassen des „Like“-Buttons ja gelohnt. 🙂 Ich habe im Gegenzug einen deiner Artikel verlinkt.

    Zu Stephi: Die Instrumentalisierung von Homophobie-Opfern zur Rechtfertigung weiterer Homophobie ist ja leider nur ein ganz besonders zynisches Detail. An Unbehagen, Dummheit, Angst oder Unsicherheit mit dem Thema Homosexualität habe ich mich ja mittlerweile leider schon gewöhnt. Aber mir scheint, dass sich neuerdings eine neue Art von Aggression und verbaler Gewaltbereitschaft breitmacht, die ich noch vor einigen Jahren nicht kannte. Das und die komplett fehlende Empathie, die sich da offenbart, finde ich genau so erschreckend wie du.

    • Herzlichen Dank für’s Rebloggen. Da hat sich das Weglassen des “Like”-Buttons ja gelohnt. 🙂 Ich habe im Gegenzug einen deiner Artikel verlinkt.

      Vielen Dank. Das Rebloggen war aber keine Aufforderung zu einer Gegenleistung 😉

    • Ach Gottchen Agens…
      Wer sich als offizieller Bündnispartner von homofeindlichen Veranstaltungen anpreist, den kann ich nicht mehr ernstnehmen.

    • Und wieder die höchst praktische Taktik, jemanden als „böse“ hinzustellen und so zu tun, als sei das genug, um dessen Argumente zu widerlegen…

    • Hm? Wen bezeichne ich als böse? Ist jetzt wieder mal keine Kritik daran erlaubt, wenn jemand homophobe Veranstaltungen unterstützt?

    • Wieso sollte eine derartige Kritik nicht erlaubt sein?

      Für höchst fragwürdig halte ich aber deine Reaktion auf knoks Kommentar, dass du einen Strohmann verprügelst. Seinen Hinweis darauf, dass die Kritik tatsächlich in eine ganz andere Richtung zielt, bügelst du sinngemäß ab mit „der Kritiker ist homophob, also sind seine Argumente irrelevant“.
      Unabhängig davon, dass ich Gerhardt Amendt keineswegs als homophob einschätzen würde, wird eine sinnvolle Diskussion bewusst verhindert, wenn man Menschen, die Auffassungen vertreten, welche man selbst nicht teilt oder sogar für verabscheuungswürdig hält, pauschal abspricht, diskussionsfähige Sachargumente vorbringen zu können. Das ist nicht mehr als eine billige Immunisierungsstrategie.

    • Gerade dieser Artikel von herrn Amendt,auf den ich weiter unten unabhängig von deinem Beitrag verwiesen haben, strotzt nur so von genau jener mühsam verdeckten Homophobie und Frauenfeindlichkeit, die der Zaunfink in seinem Artikel kritisiert.

    • Ein paar Glanzstücke aus Herrn Amendts Artikel gefällig, der sich nur wissenschaftlich gibt und in Wahrheit höchst subjektiv mit Anschuldigungen und Unterstellungen um sich wirft?

      „Weil keine Gesellschaft offenen Auges das zulassen wird, was Tuider, Kentler und Apologeten des Pädophilen klar ist“

      „Sie bringen es stets hinterrücks ins Spiel. So wird – zum Beispiel – bei Prof. Tuider über die erste Menstruation geredet, auch die von lesbischen Frauen und plötzlich ist die Rede vom Gruppensex. Wie es zu dieser eigentümlichen Verknüpfung kommt, ist nicht nachvollziehbar. Was hier verknüpft wird, folgt dem geheimen höchst verquere Wunsch der Verfasser.“

      „In der Sexualpädagogik weisen sie auch auf ideologischen Entwürfen einer freien Gesellschaft, zumeist aber weisen sie auf ungelöste psychosexuelle Konflikte ihrer Erfinder hin“

      Im Prinzip sind das kaum verdeckte Beleidgungen und heftige Unterstellungen.

      Braucht jemand noch Beipiele für die darin enthaltene Homophobie? Bitteschön.

      „Statt ihre Konflikte selber zu lösen, sollen stattdessen die anderen sich verändern, damit die eigene Verstörtheit nicht mehr störend erlebt werden muss. Das ist nicht nur magisches Denken, sondern ein Indiz preisgegebener Selbstverantwortung.“

      und

      „Zur augenblicklichen Situation wird hier die These vertreten, dass die Sexualpädagogik der Vielfalt die Praktiken von sexuellen Subkulturen in den Vordergrund rücken möchte. Minoritäres, Ausgefallenes und abartige Praktiken sollen öffentlich werden, damit daraus Toleranz zeitlich verzögert entstehen möge. “

      „Heterosexuelle kennen diesen Wunsch nach öffentlicher Anerkennung ihrer Sexualpraktiken nicht. Sie tun, was ihnen gefällt und unterlassen, was ihnen missfällt. Auch leiten sie ihre Identität nicht daraus ab, denn die gründet auf mehr als der Art des Sexualverkehrs. Gleichwertigkeit sich zertifizieren zu lassen, deutet wohl auf mangelnde Selbstgewissheit von sexuellen Subkulturen hin.“

      „Den Minderheiten wäre zu empfehlen, ihre Sexualität als Privates abzuschirmen und Identität nicht aus einer sexuellen Besonderheit herzuleiten. Zu ihrem eigenen Schutz sollten sie die Trennung von Privatem und Öffentlichem wiederherstellen.“

      Letztere beiden Zitate sind besonders perfide, da sie selbst erst herstellen, was sie gleichzeitig vorwerfen: Die Reduktion homosexueller Partnerschaften auf das rein Sexuelle.

      Kentler, der bereits von Frau Schmelcher herangezogen wurde, darf dabei natürlich nicht fehlen

      „Die Sexualpädagogik eines Helmut Kentlers hingegen war nicht nur von den homosexuell-pädophilen Zügen des Autors geprägt, sondern sie versuchte darüber hinaus eine sexualpädagogische Nähe zu Jugendlichen herzustellen, die von jener Distanz aufhebenden „Annäherung“ geprägt war, wie sie in den 90iger Jahren von Rüdiger Lautmann beschrieben und im Film von Christoph Röhl über die „Auserwählten“ der Odenwaldschule nachgespielt wurde.“.

      Und überhaupt, diese „liberale Öffentlichkeit“. Man weiß ja, wohin das führt:
      „So wurde die Odenwaldschule letzlich zum Waterloo der liberalen Öffentlichkeit, die sich ihrer Verantwortung gegenüber den eignen Kindern entzog, weil sie es vorzog, sich von seriell arbeitenden Kinderverderbern als der Krone der Reformpädagogik betören zu lassen.“

      Und dann dies hier

      „Aus diesem Grund geht es ihnen nicht um die psycho-sexuelle Entwicklung der Kinder. Die ist ihnen nur Mittel zum Zweck. Sie werden mit „Sexstellungen“ überflutet, damit sie sich daran früh daran gewöhnen und später nichts dagegen einzuwenden haben. “

      Wo genau werden Kinder denn mit Sexstellungen zugeflutet? Im Unterricht? Siehe Bilder unten …

      Die Quelle muss ich nun leider wohl angeben http://agensev.de/content/ein-geschlechtergerechter-puff-f%C3%BCr-unsere-kleinen.

      Im Ausgleich dazu noch die Empfehlung für einen wirklich guten und absolut lesenwerten Artikel im Internet. Schade, dass diese Richtigstellung von einem Blogger kommen muss und keiner der Redakteure der etablierten tageszeitungen und Magazine auf die Idee kam, das nachzurecherchieren:

      http://www.alexandervonbeyme.net/2014/10/16/unter-dem-deckmantel-des-journalismus/

  3. Onyx, geht es dir eigentlich aktuell auch so wie mir? Ich komme mir tatsächlich oft vor wie im falschen Film. Aus derselben Ecke, aus DERSELBEN Ecke, aus der uns immer wieder Sexfeindlichkeit, Lustfeindlichkeit, Verklemmtheit, Frigidität vorgeworfen wird, wenn wir es mal wagen, übersexualisierte Werbung zu kritisieren oder bestimmte Auswüchse bei Pornos, hört man nun ein Zeter und Mordio-Geschrei über „Sexualisierung“ von Jugendlichen, falsche Vermittlung von Werten, Umpolung und Gehirnwäsche von Jugendlichen (wo es doch soziale Prägung von sexueller Identität und Geschlecht angeblich gar nicht gibt) und man sorgt sich darum, was eine solche Konfrontation mit Sexualität mit den zarten Seelen von Kindern und Jugendlichen anstelle. Agens als Verein ist bei „Demo für alle“ dabei, Herr Hoffmann, der selbst pornografische Bücher geschrieben hat und sowohl auf seinem Blig wie auch in der jungen Freiheit jegliche Einschränkung von Pornografie verurteilt und beschreibt, wie wenig sich Pornografie auf das Verhalten junger Menschen auswirke, verlinkt Artikel von der FAZ, die sich gegen den Bildungsplan richten und einen Artikel von Prof. Amendt mit dem netten Titel „ein geschlechtergerechter Puff für unsere Kleinen“.

    Zum Vergleich: http://www.freiewelt.net/pornos-spiegel-titelstory-widerlegt-alice-schwarzer-10029251/

    Ja, was denn nun? Ehrlich, versteh eine(r) diese Männerbewegung. Widerspruch um Widerspruch und anscheinend fällt es keinem der Aktivisten dort auch nur im Ansatz auf …

    • @ Margret
      Ja es ist schon erstaunlich, wie moralisch auf einmal die gleichen daherkommen, die sonst bei jeglicher Kritik an der gesellschaftlichen Übersexualisierung mit der langweiligen und argumentlosen Sexfeindlichkeitskeule kommen. Es scheint viel schlimmer zu sein, Jugendliche kontrolliert an sexuelle Themen heranzuführen, als sie sich komplett selbst zu überlassen. Dass sich schon 10jährige die übelsten Pornos anschauen können, ist weniger bedenklich, als Aufklärungsarbeit im Unterricht.

      Das kapiere, wer will…

    • @ Margret
      Deswegen gehe ich übrigens auch davon aus, dass es den wenigsten überhaupt um die Inhalte geht, sondern einfach nur darum, irgendwie dagegen zu sein. Kommt ja schließlich von Feministinnen, da muß man schon aus Prinzip dagegen wettern. Da kannst du argumentieren, wie du willst.

    • @Margret

      Du hast den Nagel auf dem Kopf getroffen! Hast du schon mal überlegt, einen eigenen Blog aufzumachen? Ich finde deine Art zu argumentieren wirklich gut 🙂

    • Danke Stephi, das freut mich sehr! Überlegt, ja, habe ich das schon öfter mal. Es scheitert aber derzeit an zwei Dingen:

      1. Zeitmangel. So ein Blog will ja gepflegt sein. Das regelmäßige Einstellen von Artikeln, okay, das würd ich hinbekommen. Aber die extremst aufwendige Pflege des Kommentarbereichs, die würde ich derzeit nicht packen.

      2. Ich habe Kinder. Und irgendwie habe ich gar keine Lust, von irgendwelchen unglaublich freundlichen Zeitgenossen die Nachricht zu erhalten „Wir wissen, wo Du wohnst und nehmen uns demnächst deine Kinder vor, Schlampe.“ Wenn ich so nachdenke, was ich schon alles gelesen habe und was schon alles stattgefunden hat an Drohungen gegenüber feministischen Blogger/innen/en, dann habe ich dazu einfach keinen Nerv. Auch wenn das Kneifen ist und ich mir deshalb ziemlich feige vorkomme, meine Kinder dürfen da niemals im Leben mit reingezogen werden.

    • @ Margret

      „Herr Hoffmann, der selbst pornografische Bücher geschrieben hat (…) verlinkt Artikel von der FAZ, die sich gegen den Bildungsplan richten und einen Artikel von Prof. Amendt mit dem netten Titel “ein geschlechtergerechter Puff für unsere Kleinen”.

      Er verlinkt auch auf gegenteilige Artikel:

      http://genderama.blogspot.de/2014/10/schmelcher-artikel-stark-in-der-kritik.html

      Genderama hat u.a. den Anspruch ein journalistisches Medium zur allgemeinen Information über feminismuskritische und männerrechtsrelevante Themen zu sein.
      Verlinkte Texte dort geben nicht zwangsläufig die Meinung des Blogbetreibers wieder.

    • Genau, und deswegen ist auch der Beitrag zu Schmelchers unsauber recherchiertem Artikel mit ellenlangen Zitaten versehen und einem begeisterten “
      Hier findet man den vollständigen Artikel. Er ist in Gänze lesenswert“.

      Und die gut recherchierte Kritik daran wird dann in ein paar dürren Worten abgehandelt.

    • Das eine betrifft Erwachsene, das andere Kinder. Nur weil man sexualfeindliche und zugleich männerfeindliche feministische Thesen, wie sich beides etwa – um nur ein Beispiel zu nennen – im Prinzip der „Definitionsmacht“ findet, ablehnt, heißt das noch lange nicht, dass man mit sexuellen Übergriffen auf Kinder einverstanden ist. Der Widerspruch liegt beim Feminismus: Da wird bereits, wie im jünngsten Skandalvideo dokumentiert, selbst ein freundliches „God bless you“ als sexuelle Belästigung gewertet, gegen die man vorgehen müsse. Wenn hingegen Kinder genötigt werden – und es handelt sich um Nötigung, die eine erwachsene Feministin sich niemals bieten lassen würde – ist es aufeinmal in Ordnung. Das würde ich gerne erleben, wie eine Feministin darauf reagieren würde, wenn sie eine Anmache erleben würde, in der es urplötzlich um ihre Masturbationsgewohnheiten geht und die Frage, ob sie Analsex mag… Da wäre kein #Aufschrei mehr genug.

    • Nachtrag: Nach einigen überspannten feministischen Definitionen liegt eine Vergewaltigung bereits dann vor, wenn das Gefühl der Frau ihr dieses sagt.

      Die Kinder befinden sich in einer Situation, der sie sich nicht entziehen können, und wie aus einem Beitrag, den ich hier bei Onyx in einem vorhergehenden Artikel verlinkt habe, deutlich hervorgeht, fühlen sich die Kinder unangenehm berührt durch eine übergriffige „Sextante“.

      Nach feministischer Definition liegt hier also Vergewaltigung vor.

    • Zweiter Nachtrag:

      Der Chef spricht gegenüber einer Angestellten über Anal- Gruppen- und Oralsex.

      In Ordnung? Kein Grund, Kritik zu üben? Wegen Machtverhältnis und so?

    • @ knox

      Du willst das alles wirklich glauben, hm?

      Das eine betrifft Erwachsene, das andere Kinder.

      Reichlich naiv gedacht. Natürlich sind Pornos eigentlich nur für Erwachsene gedacht. Und du glaubst, deswegen werden sie auch nur von Erwachsenen konsumiert? Der eigentliche Mißbrauch der Kinder liegt in der völlig unreflektiert oversexten Gesellschaft und nirgendwo sonst. Kinder laufen auf ihrem Schulweg täglich an Werbeplakaten vorbei, auf denen suggeriert wird, dass es zu einer Brille, einem Bier, einem wasweißich noch dicke Titten dazu gibt. Auf dem Schulhof hören sie, wie ein Klassenkamerad „blöde Schwuchtel“ genannt wird oder einem Mädchen gesagt wird, dass die Schlampe wohl drauf steht, wenn es ihr in den Arsch besorgt wird. Und im TV sehen sie, wie alte Männer darüber debattieren, wie schlimm es ist, wenn Frauen sich nicht für die klassische Kinderzeugung und klassische Familie entscheiden. Und das finden alle irgendwie normal.

      Dann kommen Fragen auf. Und die Jugendlichen bekommen die Möglichkeit, sie zu stellen, und altergerechte Antworten zu bekommen.

      Und dann kommen die plötzlich so besorgten Moralapostel und empören sich, wenn das im Unterricht thematisiert werden soll, bzw kann? Eine Heuchelei ist das sondergleichen.

      Wenn hingegen Kinder genötigt werden – und es handelt sich um Nötigung,

      Nein. Ich merke schon, du hast nicht wirklich Ahnung.

      Vielleicht bemühst du dich einfach noch mal, Tuiders Interview zu lesen, aus dem für einen lesen könnenden Menschen klar hervorgeht, dass sich die Aufklärungsinhalte nach den Interessen der Jugendlichen richten, und nicht umgekehrt.

      Ab welchem Alter sollte man überhaupt beginnen, Kinder mit Themen wie Sex und Homosexualität zu konfrontieren?

      Elisabeth Tuider: Als Soziologin muss ich Ihnen sagen, dass Kinder ja in dieser Welt leben: Conchita Wurst gewinnt den Eurovision-Song-Contest, Berlin hat einen schwulen Bürgermeister und die Sängerin Cher hat einen transsexuellen Sohn. Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt existiert, sie ist auch im Leben von Kindern und Jugendlichen präsent. Die Sexualpädagogik konfrontiert Kinder und Jugendliche in diesem Sinne nicht, sondern Sexualpädagogik ermöglicht es, über Themen, die in ihrem Leben und in ihrem Alltag präsent sind, zu sprechen.

      In Ihrem Buch gibt es zum Teil sehr detailreiche Aufgabenstellungen, in denen es um Analverkehr, Sexspielzeuge und die Einrichtung eines Bordells geht. Was soll die Auseinandersetzung auf dieser Ebene bringen?

      Tuider: Sexualpädagogik möchte einen Raum schaffen, in dem unterschiedliche Fragen, Unsicherheiten und auch Ängste, die Sexualität, Beziehung und Liebe betreffen, von den Jugendlichen gestellt und besprochen werden können. Dabei geht man von den jeweiligen Themen der Jugendlichen aus. Wenn es keine Themen wie „sexuelle Praktiken“ oder „Analverkehr“ in der Gruppe gibt, ist eine solche Inhalte aufgreifende Übung schlicht nicht anwendbar. Unser Buch ist kein Lehrplan. Jede der 70 vorgeschlagenen Methoden muss der jeweiligen Jugendgruppe angepasst werden.

      Wollen sich 12- oder 13-Jährige so detailreich mit dem Thema auseinandersetzen? In dem Alter beginnt das Interesse an Sexualität erst zaghaft.

      Tuider: Gerade die sexualpädagogische Praxis zeigt, dass einige Kinder und Jugendliche Fragen zu Themen wie sexuelle Praktiken, Sexspielzeug oder BDSM (zum Beispiel Sadomasochismus und Fesseln) haben. Studien zufolge haben bei unter 14-Jährigen 70 Prozent der Jungen und 30 Prozent der Mädchen schon Pornografie kennengelernt. Solche Erfahrungen werfen bei den Jugendlichen Fragen auf. Manche Jugendliche bringen solche Themen nicht mit und, wie gesagt, werden dann entsprechende Aufgabenstellungen nicht angewendet.

      Verwirrt und verstört die Thematisierung aller denkbaren Sexualpraktiken Jugendliche nicht eher?

      Tuider: Vielfalt, auch sexuelle Diversität findet sich in allen Lebensbereichen: in Politik, Medien, Kunst. Sie ist, wie gesagt, im Alltag von Jugendlichen präsent und wird nicht erst von der Sexualpädagogik zu denJugendlichen gebracht. Gerade die sexualpädagogische Praxis zeigt, dass sexualpädagogisch Tätige oftmals die ersten Personen sind, mit denen sich Jugendliche trauen, ihre Fragen und Irritationen zu besprechen.

      Wenn ich Jugendlichen beibringe, dass alles „normal“ ist, wächst dann nicht die Gefahr, dass sie bei den ersten sexuellen Kontakten auch glauben, für alles offen sein zu müssen?

      Tuider: Sexualpädagogik zielt auf die Auseinandersetzung mit und die Positionierung in der Verschiedenartigkeit gegenwärtiger Lebens-, Liebes- und Sexualitätsentwürfe. Dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit den eigenen Grenzen sowie mit den Grenzen der anderen. Sexualpädagogik zielt auf die Selbstbestimmung eines jeden Menschen. Nach wie vor ist heute gerade nicht „alles normal“. Diskriminierung von Transsexuellen, also Menschen, die nicht in das Mann-Frau-Schema passen, oder von Homosexuellen sind nicht passé. Der Sexualpädagogik geht es darum, Jugendlichen, die in ihren Liebes- und Lebensweisen nicht der gesellschaftlichen Dominanzkultur entsprechen, Anerkennung und Unterstützung zu geben. Und allen Menschen die Kompetenz zu geben, anderes anzuerkennen, auch wenn es nicht den eigenen Vorstellungen entspricht.

      Quelle

      Die Kinder befinden sich in einer Situation, der sie sich nicht entziehen können

      Auch falsch, wie ebenfalls aus dem Interview zu entnehmen ist. Natürlich muß das alles von erfahrenen Pädagogen auch so umgesetzt werden, wie es gedacht ist. Die Grundidee ist sehr begrüßenswert. Hier unreflektiert von Nötigung oder Mißbrauch oder gar Vergewaltigung zu reden, ist mehr als grenzwertig und ein höhnischer Schlag ins Gesicht wirklich Betroffener.

    • @Onyx – ich stimme zu, dass es prinzipiell eine gute Sache ist, wenn Jugendliche die Möglichkeit haben, Antworten auf sexuelle Fragen und Probleme zu erhalten.

      Ich bezweifle jedoch, dass es sinnvoll ist, dies in der von Tuider u.a. beabsichtigten Form durchzuführen. Eine angemessene Berücksichtigung der individuellen Interessen und Probleme wird in Gruppenarbeit oder gar im Klassenverband kaum möglich sein, vielmehr dürfte es in diesem Rahmen unvermeidlich sein, dass viele Jugendlichen hierbei gegen ihren Willen mit bestimmten Sachen konfrontiert werden. Und ich gehe davon aus, dass genau dies auch beabsichtigt ist, egal was die Befürworter behaupten. Ziel ist offensichtlich, eine allgemeine Kultur der sexuellen Vielfalt zu promoten. Unabhängig davon, wie man zu diesem Ziel steht, ist meiner Meinung nach eine systematische Beeinflussung von Jugendlichen in diesem Sinne nicht zu rechtfertigen.

  4. a) Kein Kind / Jugendlicher wird dort gefragt, ob es / er Analsex mag oder welche Art der Masturbation es bevorzugt. Was für ein Unsinn. Ich vermute, Du hast das Buch, um das es geht (und das gar nicht die wesentliche Grundlage des Bildungsplans ist) überhaupt nicht gelesen. Es handelt sich größenteils um sehr allgemein gehaltene Übungen, keinesfalls müssen Jugendliche irgendwelche Details ihres Sexlebens preisgeben. Woher bitte hast du deine Informationen?

    b) Ist das betreffende Buch, wie gesagt, gar nicht der Hauptbestandteil des Bildungsplans, in erster Linie geht es um die Akzeptanz einer Vielfalt von Lebensformen. Das aber gerät in der aktuellen Diskussion völlig in Vergessenheit. Ich behaupte, ganz bewusst in Vergessenheit, weil von Bildungsplangegnern in einer völlig hysterischen Art und Weise Tuiders (et al.) , nicht gerade brandneues Buch herangezogen wird, die Aussagen und Übungen dort verdreht dargestellt werden, um mehr Akzeptanz für die eigene homophobe und sexistische Weltanschauung zu erreichen.

    c) Ob ein Plakat oder Postkarten oder Werbung in Magazinen wie z. B. diese hier (unten) für Erwachsene gemacht sind, ist unerheblich. Das ist alles öffentlich zugänglich und hängt teils groß am Straßenrand rum. Youporn-Filmchen und Co. können mit der einfachen Frage „Are you over 18? Yes / No“ angesehen werden . Da schreit aber keiner von euch „Frühsexualisierung“, im Gegenteil, ich höre immer wieder, das wäre völlig harmlos und wir sollen uns doch bitteschön nicht so aufregen und überhaupt, Zensur und so.

    d) Die Teilnahme ist freiwillig.

    e) „Nachtrag: Nach einigen überspannten feministischen Definitionen liegt eine Vergewaltigung bereits dann vor, wenn das Gefühl der Frau ihr dieses sagt.“

    Das betrifft sexuelle Begegnungen. Wenn die betreffende Lehrperson die Kinder berühren würde zu Demonstrationszwecken, wäre das natürlich höchst bedenklich. Das ist aber an keiner Stelle geplant.

  5. P. S. Das Bild oben stammt von „ichkaufdasnicht“. http://ichkaufdasnicht.tumblr.com/page/2

    Und noch eine nette Auswahl an Bildern, zusammengetragen von der muschimieze. Nein, ich weiß schon, das führt natürlich alles keinesfalls zu „Frühsexualisierung“. Nur der Bildungsplan, was sonst … ansonsten können Kinder aber gerne mit Sex zugeschüttet werden, so lange ihnen nur im Unterricht keiner was davon erzählt …
    So etwas nennt man Doppelmoral.

  6. Nunja, adrian, sie sind sexualisiert und öffentlich zugänglich. Wie wir von deinen Gesinnungsgenossen derzeit lernen, führt die Beschäftigung mit sexuellen Inhalten, und sei es auch kontrolliert und pädagogisch korrekt, automatisch zu einer schädlichen „Frühsexualisierung“ und ist vergleichbar mit sexuellem Missbrauch.

    • „Wie wir von deinen Gesinnungsgenossen derzeit lernen“

      Was für Gesinnungsgenossen? Ich bin grundsätzlich für den Bildunsgplan und pro Sex, was selbstredend sexualiserte Bilder, Magazine und Medien einschließt.

    • @ Margret
      Hier muß ich Adrian zumindest ein Stück weit verteidigen. Im Gegensatz zu vielen Antifeministen, die der Doppelmoral frönen, sexualisierte Medien nicht kritikwürdig zu finden, aber den Bildungsplan als weiteren Schritt der „Genderideologen“ in Richtung „Zerstörung von Familien“, „Heterophobie“ und ähnlichen Unsinn oder ihn gar als „Kindesmißbrauch“ bezeichnen, ist er in der Tat wenigstens so konsequent liberal, einfach alles ok zu finden. Das kann ich auch nicht teilen, es ist aber zumindest weniger verlogen und heuchlerisch als das homophobe Geheule des Großteils der antifeministischen BP-Gegner.

    • Ich weiß, onyx. ich finde seine Argumentation da auch in sich konsistent, ebenso wie die der Kelle-Fraktion, die sexuelle Inhalte schlicht generell ablehnt (wie gesagt, eine recht schlichte Denkweise, aber wenigstens logisch und konsequent). Mir ging es mehr darum, mit wem adrian sich normalerweise gerne umgibt. Wenn Du bei erzählmirnix die Kommentare liest, wird dir teilweise ganz anders, auf christians evolutionsblog so und so.

    • Die Kelle-Fraktion logisch und konsequent?
      Schaun wir mal:

      -antifeministisch
      -erzkonservativ
      -homophob
      -christlich-fundamentalistisch
      -kuschelt mit der AfD

      Hast recht, passt alles.

  7. Nunja, adrian z. B. jenen, die sich so gerne auf Christians Blog herumtreiben, also Männerrechtlern / Maskulisten und Antifeministen. Im Prinzip geht es mich wenig an, mit wem Du auf dem virtuellen Schulhof (sprich Internet) abhängst, ich gebe dir nur den dezenten Hinweis, dass ein guter Teil von denen dich (wie alle Homosexuellen) liebend gerne in die allerhinterste Bank verbannen würde oder Schlimmeres, wenn es denn erlaubt wäre und sie dich nicht aktuell bräuchten. Aber, wie gesagt, im Grunde ist es dein Problem und deine eigene Verantwortung, mit welchen, nunja „Freunden“ Du dich so umgibst.

    • Aber ja doch, ja. Du meinst die Herren, die euch, ich zitiere einen „Ex­zep­ti­o­na­lis­mus-Fimmel“ unterstellen oder fragen „Könnt Ihr armen Würmer überhaupt noch in Ruhe schlafen, Euch ohne Panzerwagen auf die Straße trauen …“? Aber zugegeben, die Äußerungen von einigen Kommentatoren bei erzählmirnix waren extremer …

    • „Aber ja doch, ja. Du meinst die Herren, die euch, ich zitiere einen “Ex­zep­ti­o­na­lis­mus-Fimmel” unterstellen“

      Davon habe ich nichts gelesen. Wo kann ich das finden?

    • Da kann ich weiterhelfen
      Aus dem „Coming out“-Strang des Biologistenblogs
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      Verlinkt wird dieser Unsinn nicht.

    • @ Onyx
      Jo mei, wenn ich all das ernst nehmen würde. Man muss auch nicht alles auf die Goldwaage legen und sich eine wenig dickere Haut zulegen.

    • Von ernstnehmen hat auch keiner was gesagt. Ich nehme ja auch deinen Sandkastentratsch mit Tom, in dem ihr ab und zu über mich lästert, nicht ernst, sondern amüsiere mich über euren Eifer, mich total blöd zu finden.

    • Onyx, das ist ein Blog. Mit unterschiedlichen Menschen und Meinungen. Ich kann nicht durch die Welt gehen und glauben, dass jeder Homosexualitat akzeptiert. Das ist eine Illusion.

    • Und? Ich wüßte nicht, dass das jemand hier so behauptet hätte.
      Ich nehme dir nur nicht ab, dass du nicht checkst, welche Rolle du da einnimmst. Du bist doch da nicht der Vorzeige-Quotenschwule, den man deswegen willkommen heißt, weil man ja total tolerant ist.
      Du hast einfach ab und zu deine 5 Minuten, in denen du deiner Abneigung gegen Frauen freien Lauf lässt und sowas ist natürlich immer sehr beliebt. Da hast du Narrenfreiheit, weil das ja totaaal witzig ist. Christian traut sich ja bekanntermaßen ohnehin kaum einen Pieps zu machen, er könnte ja für homophob oder einen zensurwütigen Pudel gehalten werden, und das könnte sich wiederum negativ auf die Zugriffszahlen auswirken (Draaama!). Und wenn dir dann einer der Trolle einen homophoben Spruch reindrückt, bringst du einfach einen deiner beliebten Frauensinddoof-Beiträge und schon haben dich alle wieder lieb.
      Wärst du ein frauenverstehender Klischeeschwuler, könntest du diesen Bonus vergessen.
      Vielen deiner Beiträge stimme ich inhaltlich völlig zu, aber manchmal tickst du gegenüber Frauen regelrecht aus. Das hat nix mit homo oder hetero zu tun, das ist einfach Arschlochverhalten, das ich bei jedem anderen genauso scheiße finden würde.

    • Feministinnen auch nicht.

      Aber dir ist es wohl wichtiger, deine Frauenabneigung austoben zu können. Dann bist du ja auf der Trollwiese bestens aufgehoben. Es sei dir gegönnt. Dann kannst du ja jetzt wieder zurück zum petzen gehen und dir von denen, die dich für deine Homosexualität beleidigen, deine Portion „hehe, hast es der wieder voll gegeben, bravo!“-Leckerlis abholen.

    • Fein. Dann belegst du gleich meine Aussagen über diesen Blog. Entsprechende Antworten lassen ja nicht lange auf sich warten. Finde ich ganz reizend von dir, vielen Dank. 🙂

      Noch witziger ist allerdings, wie ahnungslos Christian dir Honig um die Eier schmiert, obwohl du bei deinem Tratsch mit Tom über ihn haargenau das gleiche sagst wie ich
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      😀

    • Ach, ganz so ahnungslos ist Christian nicht. Adrian hatte sich im Evo-Blog bereits persönlich bei ihm bedankt, dass er in seinem Blog so viel Umsinn schreiben darf wie er will, ohne dass er auch nur einmal Kritik dafür einstecken musste. Wie gesagt, Narrenfreiheit hat der „gute“ Adrian dort, deswegen frage ich mich, was er eigentlich noch hier will.

    • @ Stephi
      „Wie gesagt, Narrenfreiheit hat der “gute” Adrian dort“

      Nein, hab ich nicht. Evo-Chris ist nur sehr großzügig. Zu allen. Glaubst Du wirklich, er hätte Angst vor mir, oder traut sich nicht, mich zu ermahnen, weil ich homo bin? Weil meine Macht so groß ist? Die schwule Mafia?

    • @ adrian Die Sache ist die, dass tatsächlich ein nicht unerheblicher Teil in der Männerrechler-/ Maskulistenszene bzw. Antifeministenszene (so ganz klar ist das nicht zu trennen) nicht nur sexistisch sondern auch homophob ist (Zusammenhänge, die der zaunfink ja auch schön beschreibt). Du hast das selbst mal zugegeben, als Du sinngemäß schriebst, dass Du lieber zu einem feministischen als zu einem maskulistischen Stammtisch gehen würdest. Und die Bildungsplandebatte bringt das wieder ganz wunderbar zutage. Wie gesagt, Du argumentierst wenigstens konsistent, wenn du sowohl sexualisierte Werbeinhalte wie auch das (höchst wenig sexualisierte) Arbeitspapier zum Bildungsplan gutheißt. Ein guter Teil deiner Kumpels aber tut das nicht und reagiert auf eine Art und Weise panisch, wenn es mal um Homosexualität geht, dass man sich nur an den Kopf greifen kann (das läuft dann gerne unter dem Stichwort „Minderheiten-Überbetonung“). Aber, wie gesagt, es ist letzten Endes dein Problem, mit wem Du auf dem virtuellen Schulhof so abhängst. Nur musst Du nicht glauben, dass Du von der Mehrzahl dort akzeptiert wirst, weil oder auch nur obwohl Du schwul bist. Die brauchen dich (nein, wir haben ja EIGENTLICH nix gegen Schwule, der adrian darf doch auch bei uns mitmachen, also zumindest manchmal) und die finden es nett, wenn Du ab und an frauenfeindlichen Käse schreibst. Das hat aus Außensicht oft was sehr Bemühtes, in Richtung „darf ich mitspielen, wenn ich ab und an dumme Witzchen über Frauen mache und sage, dass ich die auch ganz doof finde?“. Aber bitte, es sei dir unbenommen. Mein großer Sohn steht übrigens unter anderem ziemlich auf „Mädelskram“ (rosa und Ponys und Bibi Blocksberg …) und sagt manchmal vor seinem Kinderkumpels dann auch plötzlich doofe Sachen über Mädchen und „Mädelssachen“, nur damit er mitmachen darf und „cool“ ist (und das, obwohl er X Freundinnen hat und das Zeugs selber mag), man darf sich das so vorstellen „Haha, Mädels sind ja sooooooooo dumm und peinlich, die stehen ja auf die dooooooofen Glitzerfillys, guckt mal die Julia mit dem doooooofen lila Pony Haha, Julia ist dooooooooof (nur guckt bitte keiner in meinen Rucksack, denn da hab ich selbst zwei drin)“. Wenn ich deine „lustigen Sprüche“ so lese, fühle ich mich oft daran erinnert. Nunja … das war mein Wort zum Montag.

    • Margret
      „Die Sache ist die, dass tatsächlich ein nicht unerheblicher Teil in der Männerrechler-/ Maskulistenszene bzw. Antifeministenszene (so ganz klar ist das nicht zu trennen) nicht nur sexistisch sondern auch homophob ist“

      Weiß ich.

      „dass Du lieber zu einem feministischen als zu einem maskulistischen Stammtisch gehen würdest.“

      Würde ich jetzt relativieren. Bei einem feministischen hätte ich in jedem Fall weniger Sorge, als Homo akzeptiert zu werden.

      „Aber, wie gesagt, es ist letzten Endes dein Problem, mit wem Du auf dem virtuellen Schulhof so abhängst“

      Korrekt.

      „und sagt manchmal vor seinem Kinderkumpels dann auch plötzlich doofe Sachen über Mädchen und “Mädelssachen”, nur damit er mitmachen darf und “cool” ist“

      Ach so, Du glaubst also ich will mich bei Hetero-Männern einschleimen. Mit welchem Ziel?

    • Stephi, naja,die Antwort ist in dem Fall doch einfach ;-). Bei Christian schreiben kaum mehr weibliche Wesen und Männer auch nur mehr ein bestimmter Schlag, folglich hat er niemanden mehr, den er mit seinen Aussagen ärgern könnte. Darum muss er das ab und an wonanders loswerden …

    • Rofl…. als ob mich das ärgern würde 😀

      Aber es erklärt natürlich auch, warum so unglaublich viel Bullshit über mich erzählt wird. Die Wahrheit ist viel zu langweilig um hämischen Beifall zu heischeln, also muß etwas ausgeschmückt werden. Und das betrifft mehrere der Platzhirsche, die sich auf der Trollwiese austoben, abgesehen natürlich vom Haus“herr“ selbst.

    • @Adrian

      Christian hat weniger Angst vor dir, oder Angst davor, als homophob abgestempelt zu werden. Er hat im Allgemeinen nur Bammel davor, dass er den Großteil seiner verehrten Leserschaft vergraulen könnte, wenn er kritischer mit ihnen und ihren fragwürdigen Meinungen umgeht und diese offen formuliert. Das zählt also nicht nur für dich.

      @Margret

      Da könntest du Recht haben 😉 Dafür, dass Adrian Frauen nicht ausstehen kann, ist er ganz schön fixiert auf das weibliche Geschlecht – und wenn es nur penetrant darum, sie schlecht zu machen^^

    • Er nimmt es sehr großzügig in Kauf, dass das Niveau des Blogs dank seiner fleißigen Fanbase, die ihm auf der Nase herumtanzt und komplett das Kommando übernommen hat, vom Niveau des gelben Sumpfes nur noch marginal entfernt ist. Wenn überhaupt. Beleidigungen und Verleumndungen ggü Feministen/innen haben dort ihren festen Platz gefunden.

    • Da bist du aber falsch informiert, Schätzchen. Im Gegensatz zu Christian hab ich noch nie jemanden gesperrt. 🙂
      Und Kommentare lösche ich nur, wenn mir das Niveau zu blöd wird. Etwas, worauf Christian ja bekanntlich keinerlei Wert legt.
      Allerdings weiß ich auch nicht, warum ich das vor dir rechtfertigen sollte. Mein Haus, meine Regeln. Deal with it.

    • Da muss ich dich korregieren, Adrian: Ich war nie dafür, dass Evo-Chris deine Kommentare löscht, oder dich sogar als Schreiber komplett sperrt. Ich stelle nur fest, dass er es versäumt hat, dir auf den Kopf zuzusagen, dass du dich sehr oft wie ein misogynes, selbstgerechtes Arschloch benimmst. Oder dich zu fragen, ob du dir mit deinen ganzen Lästereien über Fragen nicht langsam selbst auf die Eier gehst. Das meine ich mit „Narrenfreiheit“. Du wärst dort drüben nämlich viel zurückhaltender und gehemmter mit deinen Äußerungen, würde Christian dir klar zu verstehen geben, dass ihm deine Kommentare missfallen. Ich sehe dich sonst nirgendswo so dermaßen über Frauen ausscheißen wie auf Christians Trollwiese. Und deswegen sieht sein Blog nunmal so ein aus wie er ist, wenn der Hausherr durch seine Passivität und seiner subtilen Arschkriecherei seinen Komentarbereich zermüllen lässt.

    • @ onyx Naja, die Gemäßigten haben ja auch keine Lust mehr auf den Evolutions-Blog wie man in letzter Zeit mehrfach lesen konnte und ziehen sich zurück.Insofern bin ich mir ziemlich sicher, dass der Blog bzw. dessen Kommentarbereich in Kürze wgvdl in grün, nein in blau sein wird.

    • „Ach so, Du glaubst also ich will mich bei Hetero-Männern einschleimen. Mit welchem Ziel?“

      Akzeptiert und gemocht werden von denen, die dich wegen einem Wesensmerkmal nicht mögen bzw. verachten? Ist zumindest mein Eindruck. Kann natürlich falsch sein.

      Einschleimen trifft es aber nicht. Es ist normales menschliches Verhalten bis zu einem gewissen Grad. Auch das burschikose Mädchen experimentiert im Teeniealter gegen ihre eigentlichen Interessen oft mit Nagellack und Schminke und kauft sich Klamotten, die ihr nicht gefallen, damit sie dazugehört und akzeptiert wird von denen, die sie normalerweise auslachen (was kein angenehmes Gefühl ist). Was mich stört, ist das Lästern über andere, damit die, bei denen ich ankommen will, mich besser finden. Und das praktizierst Du, soweit ich das beurteilen kann. Was sollen deine doofen Sprüche über Frauen denn sonst bezwecken? Im Rose Mc Gowan-Artikel brüstest Du dich damit, dass Du keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen machen würdest. Liest man dich bei Christian, machst Du aber ganz deutlich welche. Du verhältst dich dort ziemlich anders als auf anderen Blogs. Das fällt auf.

    • @ Margret
      „Im Rose Mc Gowan-Artikel brüstest Du dich damit, dass Du keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen machen würdest.“

      Nein, das tue ich nicht. Ich bin für Gleichheit vor dem Gesetz, für individuelle Freiheit und Streben nach Glück. Aber ich mache Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Weil sie unterschiedlich sind. Im Schnitt.

      „Du verhältst dich dort ziemlich anders als auf anderen Blogs.“

      Granted. Ich habe mir bereits vorgenommen, meinen Ton in dieser Hinsicht zu mäßigen. Bin schließlich kein Teenager mehr 🙂

    • @ Onyx: Oh, okay.Er hat es aber auf seinem Blog zumindest behauptet, soweit ich mich erinnere. Er könnte also noch hier schreiben?

    • @ Margret
      Könnte er, theoretisch. Und wenn ich Wert auf eine Konversation mit ihm legen und er sich mal eines weniger hinterfotzigen Diskussionsstils befleißigen würde, würde ich ihn auch freischalten. Da er das nicht tut, … *schulterzuck*… bleibt er eben draußen. Aus Gründen.

      Ich sag ja, es viel Unsinn geredet.

    • @Adrian

      Wirst du nicht.

      @Margret und Onyx

      Ist es in Chrisatians Blog mittlerweile schlimmer geworden? Ich habe schon seit ein paar Monaten keinen Fuß mehr in diese Müllkippe gesetzt.

    • „@ Stephi
      Ich glaube nicht, dass Du mir das vorschreiben kannst“

      Keine Sorge, das habe ich nicht vor.

    • @ Stephi Jep. Dort hat mittlerweile die wgvdl-Front Einzug gehalten, weswegen es jetzt auch schon einigen linkenMännerrechtlern reicht.

      @ adrian Im Schnitt hat recht wenig Bedeutung für die Einzelperson. Und Priming scheint doch ein recht starker Faktor zu sein.

  8. @ onyx Da ich gerade deine aktullen Tweets lese, schreibst Du was zu der „Emma-Sache“? Fände ich interessant, da mich persönlich die selbstgerechte Attitüde diverser Frauenrechtlerinnen zu dem Thema nervt. Natürlich kann und soll man Emma und Alice Schwarzer kritisieren wenn man anderer Meinung ist, aber was einige der Damen aus dem Missy-Umfeld so anstellen, finde ich persönlich erbärmlich. Es fällt unter Nachtreten. Gerade Stephanie Lohhaus Zeit-Artikel war da ein trauriger Höhepunkt, nein, vielmehr Tiefpunkt von Unsachlichkeit und persönlicher Beleidigtheit.

    • @ Margret
      Freut mich, dass du Interesse daran hast. Muß ich mir überlegen. Aber ich glaube, dafür lese ich Emma viel zu sporadisch, um mir da einen größeren Überblick verschaffen zu können. Ich lese hier und da mal einen Artikel, wenn ich zufällig darüber stolpere und finde ihn entweder gut oder eben nicht. Mir fällt nur gerade auf, wie wenig Emma bei Kritik differenziert und ähnlich wie die Mädchenmannschaft sehr empfindlich reagiert und einfach alles in die Shitstorm-Schublade schiebt. Der letzte, doch sehr trotzig und beleidigt wirkende Artikel zeigt es einmal mehr. Dabei gibt es verdammt viele verdammt gute Inhalte. Schade nur, wenn man nicht sagen darf, wenn man was nicht gut findet.

    • Ähm, nein, eher nicht.. Es gibt auch dort lesenswerte Artikel, aber im Großen und Ganzen ist das alles so auf eine arrgonate Art und Weise abgehoben, so bemüht „Wir grenzen uns ab, denn wir allein wissen, wie es läuft“. Ich kann damit wenig anfangen.

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