Julien Blanc – Linksammlung

Zu Julien Blanc ist schon viel geschrieben, gebloggt und getwittert worden. Unter den Hashtags #takedownjulienblanc, #taketownrsd und #takedownrsdnation kann man verfolgen, wie sich schon seit Tagen Widerstand gegen den Mann erhebt, der sich teuer dafür bezahlen lässt, in Seminaren anderen Männern sexuelle Gewalt an Frauen nahezulegen.
Kurz zur Erläuterung: RSD (= Real Social Dynamics) ist die Firma, für die er und andere arbeiten und es sich zum Ziel gemacht haben, ihre Pick up-Weisheiten an den Mann zu bringen. Das allein ist schon fragwürdig genug. Aber wie das geschieht, geht über etliche Grenzen hinaus.

Viel zu sagen gibt es zu diesem Mann eigentlich nicht mehr, außer, dass er ein widerliches, sexistisches, rassistisches, gewaltverherrlichendes und kriminelles Arschloch ist, der stolz darauf ist, eine Frau gegen ihren Willen gefickt zu haben:

Das Video ist nicht mehr verfügbar. Urheberrecht. Aber als es noch verfügbar war, da prahlte dort ein junger bärtiger Mann vor einem Publikum anderer junger Männer damit, dass er eine Frau penetriert habe, die das gar nicht wollte. Sie hatten am Abend zuvor Sex gehabt, am nächsten Morgen wollte er weitermachen, sie wollte nicht – aber das sei ihm egal gewesen, erzählt er stolz.
Etwas spät ist der US-Firma Real Social Dynamics, für die der junge Mann arbeitet, klar geworden, dass da jemand per Video eine Vergewaltigung gesteht.

Anbaggern oder vergewaltigen?

Mir fehlen die Worte, die meiner Abscheu darüber gerecht werden, daher empfehle ich nur der Übersicht halber ein paar Links, in denen schon alles gesagt wurde, was es dazu zu sagen gibt

Wohin mit dem Hass?:

In einem mittlerweile nicht mehr erreichbaren Video brüstete sich dieser abgefuckte Uppicker damit, eine Frau erst ins Bett bekommen und dann am nächsten Morgen gegen ihren Willen noch einmal zum Sex gezwungen zu haben. Knapp gesagt: Er hat die Frau, die ihm am Abend auf den Leim ging, die aber am nächsten Morgen anscheinend wieder klar im Kopf war, vergewaltigt.

Würde es sich bei Julien Blanc um ein einzelnes Arschloch handeln, das sich als Pick Up Artist eine goldene Nase verdient, könnte man ihn nun einfach einbuchten und die Sache wäre erledigt. Diese Scheiße hat aber leider Methode und ist laut der Website von RSD (die hier mit Sicherheit nicht verlinkt wird) ein mittlerweile weltweites Geschäft.

Mit sexistischer Gewalt Geld machen:

Es geht dabei um einen Mann, der weltweit anderen Männern in teuren Seminaren beibringt, wie sie Frauen anmachen – zum Beispiel durch Würgen. Er verbreitet Tipps, wie sich weiße Männer in Japan ohne Konsequenzen extrem übergriffig verhalten können und benutzt Grafiken von Organisationen, die Gewalt gegen Frauen* bekämpfen, als Checkliste, um “sie zum Bleiben zu bringen”. Das sind nur einige der Grässlichkeiten, die dieser Typ und seine Kollegen von der Firma “Real Social Dynamics” (RSD) verbreiten. Dafür zahlen die Besucher dieser Veranstaltungen bis zu 3000 Dollar. Um street harassment und Vergewaltigungskultur zu lernen.

„Würgt Frauen auf der ganzen Welt!“:

Aber seine Methode hat nichts mit schönen Worten oder platten Sprüchen à la „Du hast so schöne Augen“ zu tun, nein, die Methode des Herrn Blanc ist schlicht: frauenfeindlich, diskriminierend, zutiefst rassistisch. „In Tokio kannst du als weißer Mann machen, was du willst“, sagt Blanc zum Beispiel.

Er braucht keine Bühne, sondern einen Therapeuten:

Julien Blancs These: Frauen wollen das. Sie wollen vergewaltigt werden.

Vergewaltigungscoach: Einreiseverbot für den Frauenwürger:

Aus Australien ist Julien Blanc schon hinausgeworfen worden. Das australische Inneministerium setzte ihn auf die Liste unwerwünschter Personen und entzog im das Visum. Der sogenannte Pick Up Artist zeigt Männern in seinen Seminaren und Bootcamps wie man Frauen aufreißt, notfalls mit Gewalt.

Sexuelle Gewalt als Geschäftsmodell:

„In Tokio kannst du als weißer Mann machen, was du willst. Ruf einfach Pokémon oder Pikachu und greif sie dir.“ So schildert Julien Blanc seinen Besuch in Japan. Blanc ist ein selbsternannter „Pickup-Artist“, der anderen Männern beibringen will, wie sie Frauen ins Bett bekommen. In einem Video, das im Internet kursiert, erzählt Blanc, mit welchen Methoden er dieses Ziel verfolgt: „Ich lief durch die Straßen und zog ihre Köpfe an meinen Schwanz.“ Eine weitere Szene zeigt, dass Blanc es ernst meint: In Tokio führte er seine vermeintlichen Anbagger-Tricks tatsächlich auf der Straße und in Clubs vor.

Dutzende Männer, die ebenfalls in dem Video zu sehen sind, lauschen Blancs Erzählungen gebannt. Manche lachen. Sie haben an einem der Seminare teilgenommen, die Blanc als „Bootcamp“ anpreist. Nach einer verbalen Einstimmung sollen die Teilnehmer seine Methoden selbst erproben – an Frauen „in freier Wildbahn“.
Dass dabei auch Gewalt angewendet werden darf, offenbaren Videos, die Blanc selbst mit dem Hashtag #ChokingGirlsAroundTheWorld („Mädchen Würgen auf der ganzen Welt“) in sozialen Medien verbreitet.

Wer ist Julien Blanc?:

Der Inhalt dieser Videos ist, anders kann man es nicht sagen, schlicht und einfach zum Kotzen. Übergriffiges Verhalten und Manipulation werden als Strategien gelehrt, um Frauen zu Sex rumzukriegen beziehungsweise sie einfach nur so zum Spaß auf der Straße und in Bars zu belästigen. Grenzverletzung als Methode, als Mittel zum Zweck des erfolgreichen Abschleppens, bei dem die Würde der betroffenen Frauen nicht einmal ignoriert wird, sondern diese lediglich als Beute angesehen werden, die es zu erobern gilt. Falls noch irgendjemand einen Beweis dafür bräuchte, dass Rape Culture munter und wohlauf ist: Hier ist er.

Julien Blanc schleicht sich ein – und niemand stellt sich dagegen?:

Pickup-Artistst sind keine Künstler, sondern Männer, die an die Grenze des gerade noch Erträglichen gehen – und manche gehen weit darüber hinaus. Sie alle nennen sich leider „Dating-Coaches“ oder „Dating-Berater“ – und diffamieren damit die ganze Branche der Berater, die bei der seriösen Partnersuche assistieren.

Salonfähiger Sexismus:

Dass die Debatte um sexualisierte Gewalt sich nun endlich dem Thema »Pick Up Artist« zuwendet, ist der großen feministischen Social-Media-Szene weltweit zu verdanken, die auf die frauenverachtenden Seminare von Firmen wie »RSD« hinweist. Die Techniken, die die sogenannten Pick Up Artists – das Wort Artist, also Künstler ist in diesem Zusammenhang Hohn – in diesen Seminaren vermitteln, hat nichts mit harmlosen Flirttipps zu tun, die verunsicherten Jünglingen bei der Brautschau helfen sollen.

Vielmehr führen diese Seminare dazu, sexualisierte Gewalt an Frauen noch salonfähiger zu machen, als sie sowieso schon ist.

Seminar in Sexismus:

„In Tokio kannst du als weißer Mann machen, was du willst. Ruf einfach Pokémon, Pikachu oder sowas, und greif sie dir“, das ist einer der Ratschläge, die Julien Blanc in seinen Seminaren Männern gibt, die meinen, ohne seine Hilfe keine Frau anbaggern zu können: Wenn man eine japanische Frau mit lauten „Pikachu“-Rufen ablenke, könne man sie einfach am Schopf packen und ihr Gesicht zwischen die eigenen Beine drücken, wie zum Oralverkehr. „Ich lief durch die Straßen und zog ihre Köpfe zu meinem Schwanz.“

Sexualisierte Gewalt ist kein Werbeprodukt:

Die Firma RSD (“Real Social Dynamics”) ist eigenen Angaben nach die größte Dating-Beratung der Welt. Ihre “Flirt-Methoden” beinhalten physische und psychische Gewalt an Frauen

Indiskutables Angebot:

Terre des Femmes hat Wowereit in einem Schreiben aufgefordert, gegen die Veranstaltung in Berlin rechtlich vorzugehen. In dem auch Bootcamp genannten Seminar soll Männern von sogenannten Pick-up-Artists, von Profiaufreißern, beigebracht werden, wie sie Frauen leicht rumkriegen – auf mitunter äußerst brutale Weise. Da werden Frauen gewürgt, bis sie sich „ergeben“. Anderen wird der Kopf gewaltsam in den männlichen Schoß gedrückt.

#takedownjulienblanc:

Ein weißer Mann befindet sich in einer japanischen Disco und scheint nach etwas zu suchen. Auf den ersten Blick ist er weder auffällig, noch besonders. Doch plötzlich überschlagen sich die Ereignisse. Der Mann packt eine Japanerin am Kopf und zieht sie in Richtung seines Schrittes. Was wie eine Szene aus einem schlechten (Erotik-)Film klingt, ist in Wirklichkeit so passiert. Und noch viel schlimmer ist die Tatsache, dass dieser Mann diese “Technik” anderen Männern beibringt. Ein Aufruf zu sexuellen Übergriffen.

Petition gegen die „Bootcamps“

Und ein paar Tweets dazu von mir aus den letzten Tagen

Und ja, ich stehe zu jedem Wort.

Fuck you, Julien Blanc! fuck you

92 Kommentare zu “Julien Blanc – Linksammlung

  1. Sollte eine Tages eine von häuslicher bzw. sexueller Gewalt traumatisierte Frau mit einem Gewehr im Schlepptau einer seiner Seminare stürmen und diesem Widerling eine Kugel in den Kopf jagen, würde mich das gar nicht wundern. Der Typ ist ja gemeingefährlich und zutiefst frauenfeindlich, nebenbei betreibt auch noch Fat-Shaming und Rassismus. Allein schon, wenn man sich seine Selfies im Internert anguckt, sieht man diese Bösartigkeit, dieses Perverse in seinen Augen blitzen.

    Vielleicht sollte sich mal eine kleine Horde von Frauen im Internet formieren, ihn auflauern und ordentlich verdreschen, am besten noch mit dem Kampfruf „Pikachu!!!“

    Dieser Blanc ist wirklich eine arme Wurst: Er kann weder Liebe nehmen noch Liebe geben, also hat er im Grunde gar nichts! „Das Coole daran, meine Freundin zu sein, ist die Erkenntnis, dass dich niemals jemand wirklich lieben wird.“ Dich auch nicht, Julien…

    • “Das Coole daran, meine Freundin zu sein, ist die Erkenntnis, dass dich niemals jemand wirklich lieben wird.”

      Oh wow! Diese Perle ist mir ja noch gar nicht aufgefallen. Das ist… wirklich beeindruckend in seiner Selbstentlarvung. Aus welchem Link ist das?

    • Mir geht grade eine Liedzeile der Ärzte nicht aus dem Kopf. Nein, nicht das Schweine-Lied. Sondern das mit der Haue.

      „Immer, ja wirklich immer, haben Typen wie du was auf die Fresse verdient…“

      In der Tat, seine Mutter muß verdammt stolz auf ihren kleinen Liebling sein. *zynoff

    • „5. Meine Lieblingsstellung beim Sex ist die, in der ich komme und sie nicht.“

      Oh wie schön. Dabei haben wir doch alle gelernt, dass Pick Up nur dazu da ist, Frauen zu befriedigen. So liest man doch immer wieder, wenn mal Kritik geäußert wird.

    • @ onyx Ja, aber soviel zum Thema „PUs wollen Frauen befriedigen“.

      @ Stephi Danke für den Link oben. Er behauptet also ernsthaft, sein Vater wäre gerade gestorben oder seine Schwester vergewaltigt worden, um bei Mädels zu landen? Der Typ ist krank bis in die Zehenspitzen.

    • @ Margret

      Er behauptet also ernsthaft, sein Vater wäre gerade gestorben oder seine Schwester vergewaltigt worden, um bei Mädels zu landen?

      Das passt du den Theorien, die Christian hier auch verbreitet hat.
      „Erzähle irgendwelche Geschichten, um dich interessant zu machen. Obs stimmt oder nicht, ist scheißegal. Hauptsache die Weiber bewundern dich dafür“
      Hier:

      Zitat Christian 17.10.2011 22.18 Uhr

      Ich habe zB eine schöne Geschichte, wie ich meine Schwester vor einem Exfreund von ihr rette, der das Ende der Beziehung nicht verkraftet hat. Sie ist so passiert, sie hat die passenden Inhalte, sie läßt mich gut darstehen. Es ist gut sich solche Geschichten bewußt zu machen und sie bei einer passenden Gelegenheit zu erzählen.
      Natürlich kann man sich auch eine ausdenken.

      Also sich entweder als tollen Hecht zurechtlügen, oder so tun, als hätte man einen schweren Schicksalsschlag erlitten, um Mitleid zu bekommen. Wo ist da der Unterschied?

    • Ja, Du hast recht, das ist mir damals auch aufgefallen und fand ich mies. Wobei der Zweck die Mittel nicht unbedingt heiligt, aber schon ein wenig adelt. Ein Beispiel: Mein Mann hat mir damals erzählt, er wäre 5 Jahre jünger als er ist (was man ihm auch abnahm). Ich war ja „erst“ 18 und er kam sich anfangs doof vor, sein wahres Alter zu sagen (nicht dramatisch älter, aber eben ein paar Jahre), weil er Angst hatte, ich dreh mich dann gleich wieder um und gehe. Das war aber eine Lüge aus Schüchternheit und ernsthaftem Interesse heraus, die ich ihm nachsehe.

      Ich finde, es macht einen großen Unterschied, ob ich aus Unsicherheit und Schüchternheit lüge oder aus kalter Berechnung heraus meine Persönlichkeit verstelle und gute Absichten vortäusche, die ich nicht habe.

  2. Auf facebook gibt es auch noch den Screenshot von zwei Tweets von ihm. In einem beschreibt er, wie man zuerst so tut, als wäre die „Intimität“ / die Berührungen nicht sexuell gemeint (die Wahrnehmung der Frau wird also in Frage gestellt, sie soll sich „nicht so anstellen“). Anschließend soll man die Frau vergewaltigen, indem man darauf besteht, die Einwilligung bzw. das Nicht-Wehren (in bzw. gegen die ja angeblich nicht sexuell gemeinten Berührungen) wäre Einwilligung in Sex.

    Im zweiten brüstet er sich damit, dass er Männern beibringen wird, wie man fehlendes Einverständnis „erschüttert“ bzw. bricht. „Zahlt mich und vergewaltigt sie alle“.

    • Das ist ein klarer Vergewaltigungsaufruf. Wieso läuft der eigentlich noch frei rum?

      Ein Gutes hat die Geschichte. Jetzt kapieren immer mehr Leute, was diese PU-Szene für Widerlinge heranzüchtet. Viele Feministinnen kritisieren das schon seit Jahren. Jetzt wird es endlich weltweit publik.

    • „Das ist ein klarer Vergewaltigungsaufruf. Wieso läuft der eigentlich noch frei rum?“

      Das frage ich mich auch. Dieses Arschloch gehört verklagt, bestraft und aus dem Verkehr gezogen. Das sollte in unserer westlichen, angeblich feminizentrischen Gesellschaft doch eigentlich kein Problem darstellen, oder?

    • „Jetzt kapieren immer mehr Leute, was diese PU-Szene für Widerlinge heranzüchtet.“

      Wird nur etwas schwierig, wenn es da draußen so viele Typen ihre Theorien verbreiten, dass Julien Blanc eine nachvollziehbare Rache an den 40-jährigen Feminismus ist, die Frauen angeblich dazu aufgestachelt haben, Männer wie Scheiße zu behandelt.

      Ob es wirklich die PU-Szene ist, die so einen wie Blanc heranzüchtet, davon bin ich nicht 100%ig überzeugt, aber wenn diverse PU-Jünger wie Christian das Verhalten Blancs verharmlosend darstellen, ist das schon sehr bezeichnend….

  3. Hat eigentlich irgendein anderer Guru der Szene mal Stellung dazu bezogen? (Und ich meine nicht Christians typisch wachsweiches „ist schon doof, aber eigentlich auch wieder nicht. Weil, funktioniert halt“-Geseier, das kann man ja nicht ernstnehmen…)

    • Es funktioniert ja auch nur insofern, als es anscheinend Männer gibt, die dem +++, also dem netten Herrn jede Menge Geld dafür zahlen, dass sie seine Weisheiten zu hören bekommen. Und es funktioniert als Mittel, um privaten Frust an unbeteiligten Frauen abzulassen. Dass es als Anbaggermethode funktioniert, ist doch sehr unwahrscheinlich. Höchstens in dem Sinne wie oben. Man erzählt unerfahrenen, unsicheren Frauen was vom Pferd und von „nicht sexuell gemeinten“ Berührungen, Kuscheln etc. bis sie sich doof vorkommen, sich da „anzustellen“ und dann sagt man „Ätschibätschi, Du hast mich deinen Rücken streicheln lassen, jetzt pack ich doch und Du musst mir poppen. Hast ja selbst eingewilligt, als ich dich anfassen durfte“.

    • „“ist schon doof, aber eigentlich auch wieder nicht. Weil, funktioniert halt”-Geseier“

      Was da drüben natürlich wieder abgestritten wird. Man stelle sich mal vor, du hättest dich auf ähnliche Weise kritisch mit den männerhassenden „Macker-Go-Home“-Feministinnen auseinander gesetzt… meine Güte. Aber du hast dich über diese Radikalfeministinnen wütend geäußert, hast ihr Verhaltenh beim Namen genannt („abartig“) und dich bei Twitter mit ihnen gestritten. Diese Eier wird Christian niemals haben 😉

    • @ Stephi

      Was da drüben natürlich wieder abgestritten wird.

      Was außerdem generell abgestritten wird, ist die Tatsache, dass die sehr direkte oder subtile Frauenabwertung feste Grundlage der PU-Ideologie ist, die man auf jeder verfickten PU-Webseite herauslesen kann. Nicht jeder ist so blöd wie Blanc, das auf diese Weise kundzutun, aber der „fick sie wann und wie du willst, behandle sie scheiße und sie wird dich lieben“-Geist steckt da überall drin.

    • @Onyx

      Ich finde es schon irgendwie arm, dass man(n) überhaupt so ein komisches Aufreiß-System brauchst, um Frauen kennenzulernen. Als wären wie Frauen Androiden, für die es diese eine Benutzeranleitung gibt, um die richtige Knöpfe zu bedienen. Da passt der Spruch: Wer’s nötig hat.

      Unter anderem finde ich deren Theorien dämlich, dass Männer nur die richtigen Pick-Up-Tricks braucht, um dem anderen Geschlecht gegenüber Status vorzutäuschen und sich somit begehrenswerter zu machen, währrend es den Frauen wohl nicht möglich ist, ihre eigene Attraktivität aufrecht zu erhalten. Denn sie werden ja älter und älter, und dann, tja, Pech gehabt, dann müssen die reiferen Frauen damit klarkommen, dass alle Männer was Frischeres haben wollen.

      Pick-Up bringt Männern also bei, mit gefälschten Status und aufgesetzten Selbstbewusstsein (Alpha-Getue) echte Jugend und echte Schönheit zu erbeuten. Überhaupt ist PU nichts weiter als eine „Tausche Status/Macht gegen Schönheit/Fruchtbarkeit“-Konstruktion, es hat nichts echtes, nicht romantisches, nichts tiefgründiges. Ich hätte nie Interesse an einem Mann, der seine „Schminktipps“ bei PU-Coaches einholt.

    • Das ist die eine Seite, die schon kritikwürdig genug ist. Hier haben wir es aber mit jemandem zu tun, der eindeutig den Bereich der Strafbarkeit betreten hat. Und ich frage mich, wie man angesichts dessen diese ach so „effektiven“ Methoden immer noch verteidigen kann. Das hat weder was mit „Persönlichkeitsentwicklung“ oder „lernen, wie man auf Frauen attraktiver wird“ oder sowas zu tun. Das ist menschenverachtende kriminelle Scheiße. Und.nichts.anderes. Der Typ gehört nicht in teuer bezahlte Seminare, sondern in den Bau.

    • „Unter anderem finde ich deren Theorien dämlich, dass Männer nur die richtigen Pick-Up-Tricks braucht, um dem anderen Geschlecht gegenüber Status vorzutäuschen und sich somit begehrenswerter zu machen […].
      Pick-Up bringt Männern also bei, mit gefälschten Status und aufgesetzten Selbstbewusstsein (Alpha-Getue) echte Jugend und echte Schönheit zu erbeuten.“
      Jetzt mal abgesehen von Blanc, willst du damit sagen, dass Pick-Up generell schlecht ist, weil Männer damit Status und Selbstbewusstsein „vortäuschen“? Und das ist nach deiner Ansicht nach verwerflich, weil Frauen getäuscht werden, die „echte Jugend und echte Schönheit“ mitbringen? Die verkaufen sich also quasi unter Wert und damit ist das ganze eine Art von Betrug, habe ich das richtig verstanden? Bitte korrigiere mich falls nicht.
      Falls doch, könnte ich dann nicht mit der selben Argumentation Schminke und Schminktipps verurteilen? Ich meine, Schminke ist ja offensichtlich dazu da, jemanden schöner aussehen zu lassen als er es normalerweise ist. Also werden damit quasi Männer betrogen, die wiederum auf „gefälschte“ Schönheit hereinfallen und sich damit unter Wert verkaufen.

    • @ Vinzenz
      Völlig richtig. Sofern etwas hingezaubert werden soll, was eigentlich gar nicht da ist, nur um Männer zu beeindrucken, ist das ziemlich bescheuert. Silikontitten, künstliche Nägel, ein Make up, bei dem man das Gesicht kaum noch sieht. Wer sich davon beeindrucken lässt, wer darauf steht, nun ja, der will es halt so haben. Der darf sich dann auch nicht beschweren. Allerdings mögen das die wenigsten. Genauso wie die wenigsten Frauen aufgeplusterte Möchtegerns haben wollen.
      Allerdings übersiehst auch du die Kleinigkeit, dass keine Frau mit Make up Männer abwerten will. PU aber beschwört mit seinen Strategien genau das. Weil behauptet wird, dass Frauen es toll finden würden, wie Scheiße behandelt zu werden. Auf dieser Grundlage basiert die Lüge des PU, Frauen glücklich machen zu wollen. So legitimiert es Arschlochverhalten. Schlau. Aber leider auch sehr durchschaubar.

    • @onyx: „Sofern etwas hingezaubert werden soll, was eigentlich gar nicht da ist, nur um Männer zu beeindrucken, ist das ziemlich bescheuert.“
      Natürlich kannst du es für bescheuert halten. Die Frage war aber vielmehr, ob es generell verwerflich, unmoralisch oder betrügerisch ist, sich mit Tricks besser aussehen zu lassen bzw. darzustellen als man eigentlich ist?
      Bei Stephi klang das nach einem ja, schließlich nannte sie es eine „Täuschung“, also Betrug.
      Was ist deine Antwort: Ja, nein oder es hängt von der Intensität ab*?

      „Allerdings übersiehst auch du die Kleinigkeit, dass keine Frau mit Make up Männer abwerten will.“
      Das ist ja andersrum auch nicht zwangsläufig der Fall. Wenn ich, wie Stephi schreibt, „gefälschten Status und aufgesetzte[s] Selbstbewusstsein“ einsetze, werte ich damit auch niemanden ab. Ich täusche mehr Status und Selbstbewusstsein vor, als ich eigentlich habe, werte also lediglich mich selbst auf.

      * In deinem Beitrag hast du natürlich bewusst ein extremes Beispiel gewählt, um es dramatischer klingen zu lassen, aber man kann es genau so gut ein paar Nummern kleiner machen mit Push-up, lackierten Nägel und einem dezenten Make up. Dann klingt es plötzlich völlig normal, hat aber immernoch einen nicht vernachlässigbaren Effekt.

    • Die Frage war aber vielmehr, ob es generell verwerflich, unmoralisch oder betrügerisch ist, sich mit Tricks besser aussehen zu lassen bzw. darzustellen als man eigentlich ist?

      Nein, die Frage ist eher, was PUAs glauben, und was einen wirklich besser dastehen lässt und was nicht. Das ist meistens nicht das gleiche 🙂

      Natürlich kann man sich mit verlogenem Gerede interessant dastehen lassen (war ja auch Christians Top-Tipp 😀 ). Problem: Die Wahrheit kommt immer irgendwann raus. Und dann steht der tolle Alpha auf einmal als Lügner und Aufschneider da. Doof, oder? Naja ok, da es einem PUA ja meist eh nur um den Fick geht, ist dem das vermutlich auch egal, wie er danach dasteht. Aber Lügner ist Lügner.

      Was ist dagegen ein bisschen Farbe im Gesicht, die man sich ohnehin jeden Tag wieder abwischt? Das gaukelt keinen anderen Menschen vor. Von daher finde ich den Vergleich schon arg abwegig.

    • „Nein, die Frage ist eher, was PUAs glauben, und was einen wirklich besser dastehen lässt und was nicht.“
      Nun, ich habe eine andere Frage gestellt. Aber du musst darauf natürlich keine Antwort geben, wenn du nicht willst. Es hätte mich nur interessiert.
      Was PUAs glauben und wie effektiv das nun in der Wirklichkeit ist, kann ich schlecht beurteilen.
      Deine Unterscheidung kann ich nicht nachvollziehen. Wenn der Push-up fällt, sieht auch jeder, dass das in Wirklichkeit keine D-Körbchen sind. Im Grunde ist dieses Kleidungsstück genauso eine Lüge, da es größere Brüste vortäuscht. Das gauckelt vielleicht nicht einen völlig anderen Menschen vor, aber doch eine bestimmte Eigenschaft. Das gleiche gilt in gewisser Form für high heels, die ihren Träger größer wirken lassen, und am Ende auch Schminke. Denn wenn deine Haut in Wirklichkeit so gut aussehen würde, bräuchtest du diese logischerweise nicht.
      Vergleiche das mal damit, ein selbstsicheres Auftreten einzuüben oder sich in einem gewissen Rahmen erfolgreicher oder bedeutender darstehen zu lassen.

    • Vergleiche das mal damit, ein selbstsicheres Auftreten einzuüben oder sich in einem gewissen Rahmen erfolgreicher oder bedeutender darstehen zu lassen.

      Hab ich doch. Dass High Heels einen Menschen größer aussehen lassen, dass Push Ups die Möpse anheben und Make Up mehr Farbe ins Gesicht zaubert, das sieht jeder, das sagst du ja selbst. Die Klamotten zieht man wieder aus und die Schminke schminkt man sich wieder ab, und damit isses gut. Man ist damit kein Lügner und kein anderer Mensch.
      Sich aber mittels Lügengeschichten als interessanteren/erfolgreicheren/selbstbewußteren Menschen darzustellen, sieht man nicht gleich. Wenn man das Lügengebäude aufrecht halten will um sein tolles Bild nicht zu zerstören, muß man weiter lügen. Das ist ne andere Hausnummer. Das ist mies.
      Das sind 2 Paar Stiefel, die du hier hinstellst.

    • „Man ist damit kein Lügner und kein anderer Mensch.“
      In einem gewissen Grad schon, schließlich sieht man aus wie ein größerer Mensch mit schönerer Haut und größeren Brüsten. Ich finde, das ist keine binäre Frage von anders oder nicht anders, sondern eine der Intensität, also wie viel anders.

      „Sich aber mittels Lügengeschichten als interessanteren/erfolgreicheren/selbstbewußteren Menschen darzustellen, sieht man nicht gleich.“
      Wie viel von den Brüsten Natur ist und wie viel Push Up, sieht man auch nicht gleich, sondern erst nachher.

      „Wenn man das Lügengebäude aufrecht halten will um sein tolles Bild nicht zu zerstören, muß man weiter lügen.“
      Du vergleichst die Dinge in unterschiedlicher Intensität. Man muss ja nicht behaupten, man sei ein saudischer Prinz oder Lorenzo von Matterhorn. Es geht auch ein paar Nummern kleiner und ohne direkt zu lügen. Nehmen wir ein Beispiel. Was ist, wenn ich mir das etwas noblere Auto eines Bekannten leihe, um damit eine Dame zu beeindrucken? Ich hab ja nie behauptet, es gehöre mir. Am Ende des Tages sieht sie halt, dass ich im Alltag auch nur einen Polo fahre.
      Ok, das Beispiel ist ein wenig komisch und ich hab keine Ahnung, ob das irgendwas mit PUA zu tun hat. Ich kenne mich da ehrlich gesagt auch gar nicht aus. Mein Punkt ist, dass es ein natürliches Interesse von Menschen ist, sich so gut wie möglich darzustellen. Und in einem gewissen Rahmen kann man dabei nachhelfen, unabhängig vom Geschlecht. Also kann es durchaus auch für Männer legitime Tipps geben, die man in Seminaren zeigen kann. Das ist nicht automatisch unethisch.

    • @ Vinzenz

      Mein Punkt ist, dass es ein natürliches Interesse von Menschen ist, sich so gut wie möglich darzustellen

      Natürlich ist es das. Es wird aber ganz konkret für legitim erklärt, dass man dabei auch lügen kann. Mich verwundert das ja nicht. PU arbeitet nun mal mit unehrlichen Methoden.

      Also kann es durchaus auch für Männer legitime Tipps geben, die man in Seminaren zeigen kann.

      Solche Seminare sind nur ein unseriöser Köder, mit dem gefrustete, von Frauen und vom Leben enttäuschte Männer angelockt und abgezockt werden. Das ist durchaus unethisch. Alles, was man an Tipps lernen kann, ob nun legitim oder nicht, kriegt man überall gratis. Und für special Needs wäre eh eine richtige individuelle Therapie geeigneter als irgendwelche mit 100 Leuten besetzte Seminare, die aus Männern Täter machen, indem sie davon labern, auf welche Lügengeschichten und auf welche Übergriffigkeiten Frauen angeblich so abfahren.

    • „Christians typisch wachsweiches “ist schon doof, aber eigentlich auch wieder nicht. Weil, funktioniert halt”-Geseier“
      Wie ich dort schon geschrieben habe, glaube ich, dass es sich hier um ein Missverständnis handelt. Die Feststellung, dass etwas funktioniert, enthält nicht automatisch eine Wertung darüber, ob das gut oder böse ist. Und in diesem Fall denke ich, dass die Ablehnung damit keineswegs relativiert werden soll. Das würde auch erklären, warum der letzte Teil des Absatzes nochmal besagt, dass dies “die Übergriffigkeit [dennoch] nicht rechtfertigt”.

    • @ Vinzenz

      Die Feststellung, dass etwas funktioniert, enthält nicht automatisch eine Wertung darüber, ob das gut oder böse ist.

      Es gehört schon ein merkwürdiges Welt- und Menschenbild dazu, kriminelles Verhalten damit zu honorieren, indem man behauptet, dass es funktionieren würde. Der Aufruf, Frauen zu vergewaltigen, deren Kopf in den Schritt zu drücken, generell in jeglicher Weise ihren Willen brechen zu wollen, (such dir einfach einen beliebigen Blancs Tweet dazu aus…) was genau soll dabei „funktionieren“? Das impliziert nach *offizieller* PU-Logik, dass solche Verhaltensweisen geeignet dazu wären, attraktiver auf Frauen zu wirken. Srsly? Das sind doch nur hilflose Versuche, eine Ideologie zu rechtfertigen, die auf frauenverachtenden Grundlagen basiert. Oder heißt „funktionieren“ in Wahrheit nicht eher doch nur, öffentlich vor anderen Typen als geiler Hecht dazustehen, wenn man damit prahlt, sich Frauen gegenüber so richtig scheiße zu benehmen, und sich um jeden Preis einfach jeden Fick mitzunehmen den man will, wenn es sein muß, auch mit Gewalt? Na aber sowas, wie kommt man dann nur auf die Idee, dass an PU irgendwas frauenfeindliches dran sein könnte…?

    • „Es gehört schon ein merkwürdiges Welt- und Menschenbild dazu, kriminelles Verhalten damit zu honorieren, indem man behauptet, dass es funktionieren würde.“
      Nein. Wenn ich sage, dass Putins Annexion der Krim erfolgreich war, heisst das weder, dass ich das für gut oder gerechtfertigt halte, noch offenbart es ein „merkwürdiges Weltbild“. Es ist lediglich eine Darstellung der Faktenlage*.

      „Das sind doch nur hilflose Versuche, eine Ideologie zu rechtfertigen, die auf frauenverachtenden Grundlagen basiert.“
      Ich rechtfertige gar nichts, sondern weise auf die Möglichkeit hin, dass du Christian falsch verstanden haben könntest.

      * Welche zugegebenermaßen auch falsch sein kann. Aber um Julians Erfolgsquote geht es dabei nicht.

    • Ich rechtfertige gar nichts, sondern weise auf die Möglichkeit hin, dass du Christian falsch verstanden haben könntest.

      Das glaube ich nicht. Ich kenne dieses Gerede schon länger. Und es ist immer der gleiche Scheiß.

  4. Boah, ist das widerlich O.o
    Es ist ja das Eine, dass er das so denkt und so – aber dass da echt Männer hingehen und ihn dafür bezahlen, dass er ihnen Vergewaltigungstipps beibringt…

    Na ja, er war früher ja unbeliebt – das hat sicht geändert, die Leute mögen ihn jetzt einfach nicht mehr bloß nicht – jetzt hassen sie ihn. Immerhin.

  5. Frauen möchten überlistet und körperlich sowie mental beherrscht werden, behauptet Pick Up Artist

    “Sie ist jung, sie ist besoffenen, sie mag dich. Sie wird dir nicht widerstehen… Zumindest nicht so sehr […] Habe keine Angst davor, sie körperlich zu zwingen, alles zu tun oder ihr zu sagen, dass sie die Fresse halten soll.”

    Ein weiterer Schritt wäre es, nicht mehr von Pick Up Artists zu sprechen. Das ist keine Kunst, sondern Nötigung, die auf der irrigen Vorstellung beruht, dass alle Frauen erobert werden wollen und eigentlich “Ja, nimm mich” meinen, wenn sie “Nein” sagen.

  6. Es wird immer wieder gefragt, warum er noch er noch frei rumläuft. Ich kenne nun die US-amerikanische Gesetzgebung nicht so genau, aber tatsächlich ist es so, dass seine Tweets zwar Aufrufe zur Vergewaltigung enthalten, aber eben nicht an eine konkrete Person gerichtet sind und auch nicht ein ganz bestimmtes Opfer im Sinn habend. Es ist extrem schwer, ihn da zu fassen.

    Denkbar wäre der Straftatbestand der Volksverhetzung nach §130 Abs. 1 StgB:

    Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,
    1. gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auffordert oder
    2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,
    wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

    Relevant wäre allerdings sein Vergewaltigungsgeständnis über youtube, dem müsste die Polizei in Deutschland auch ohne Anzeige durch das Opfer nachgehen.

    • @ Margret

      Relevant wäre allerdings sein Vergewaltigungsgeständnis über youtube, dem müsste die Polizei in Deutschland auch ohne Anzeige durch das Opfer nachgehen.

      Mehreren Berichten zufolge ist das Video wohl seitens RSD gelöscht worden. Obwohl ich mir ziemlich sicher bin, dass das noch irgendwo existieren muß. Das Netz vergisst bekanntlich nichts. Hier wäre eine gründliche Recherche sicher lohnenswert.

    • Ja, die Amis haben ein etwas seltsames Verständnis von Meinungsfreiheit, das weit über die Definition im deutschen Recht hinaus geht*. Dadurch sind ja beispielsweise auch diese „God hates fags“-Demos legitimiert oder Hetze gegen Personen, die man hierzulande wohl als Aufruf zum Mord verstehen würde. Möglich, dass sich dieser Wichser dadurch im rechtlich einwandfreien Rahmen bewegt, jedenfalls in den USA.

      *Das natürlich nur, wenn es genehm ist. Hört man stattdessen Metal und trägt schwarzen Nagellack zur Schule, ist plötzlich nicht mehr viel mit Meinungsfreiheit.

  7. Mir fiel übrigens zu diesem Thema eine Geschichte meiner Oma ein. Die war Telefonistin in einem Dorf, damals etwas unter 20 und irgendwann lernte sie einen „Sommerfrischler“ kennen, also einen Feriengast, der aber auch, entfernt, ihr Chef war, weil irgendein höheres Tier bei der Post. Er besuchte sie öfter und auch ihre Familie. Alles ganz freundschaftlich und er war ja auch katholisch und so. Irgendwann lud er sie in die „große Stadt“ ein, er würde ihr alles zeigen, bei ihm wäre sie „sicher“. Sie war neugierig und holte sich das Okay ihrer Eltern, das erfolgte,weil er ja so nett und so katholisch und außerdem verheiratet war. Naja, der langen Rede kurzer Sinn, er zeigte ihr die Stadt und zum Abschluss wollte er dann Sex. Begründung: Ein anständiges Mädchen würde sich nicht von einem Bekannten die Stadt zeigen lassen. Da sie also kein anständiges Mädchen wäre, müsse sie jetzt auch mit ihm schlafen.
    Das erinnert doch fatal an die Julien Blanc-Methode: Harmlos tun und wenn das Mädchen drauf einsteigt, weil ja alles angeblich ganz harmlos ist, Sex als „Folge“ des Verhaltens des Mädchens / der Frau einfordern. Mit anderen Worten: Genau diese Arschlöcher gab es schon immer (von wegen vom Feminismus hervorgebracht). Neu ist nur, dass die versuchen, die Sch*** in Seminaren zu verkaufen.

  8. Wenn man Pick-Up auf ein einzelnes Arschloch reduzieren kann, kann man dann auch Feminismus auf Valerie Solanas reduzieren?

    Oder ist das was anderes?

    • Na endlich. Ich hab mich schon gefragt, wann der erste mal wieder mit diesem Hinkefuß ankommt. Glückwunsch.

      Es scheint wirklich unglaublich schwer zu sein, ein Thema zu diskutieren und dabei das „a-a-a-ber die doch auch“-Feminismus-Abarbeitungs-Derailing zu unterlassen.

    • Du willst dich also ausdrücklich nicht an denselben Maßstäben messen lassen, die Du an andere anlegst?

      Ist es in Ordnung, eine Frau anzusprechen? Ist es in Ordnung, 100 Frauen anzusprechen?

    • Ich war schon besorgt darüber, dass es tatsächlich so lange ausgehalten wurde, um mit der ewig alten Leier anzukommen.

      Unterschied – Solana steht nicht für den Feminismus, sondern war eine geistig verwirrte Frau, die geistig verwirrten Müll von sich gegeben hat.

      Blanc steht sicher nicht für jeden PUA – aber er zeigt sehr deutlich und sehr drastisch, dass es im Grunde bei vielen Pick Ups um Manipulation, Trickserei, Kontrolle und Selbstdarstellung geht – und nicht, wie so gerne dargestellt wird, Frauen glücklich zu machen. Zum es nicht „die Frauen“ gibt und keine „Frauenwelt“ – es gibt Menschen und die sind alle einzigartig und verschieden. Frauen sprechen keine andere Sprache, die man(n) erlernen muss.

    • Das Problem bei PU ist generell die Manipulation, die dahintersteht. Die Unehrlichkeit, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Und zwar die Unehrlichkeit und Manipulation im ganz konkreten zwischenmenschlichen Kontakt. PU gibt Handlungsanweisungen. Keine feministische Theorie gibt konkrete Anweisungen, wie man möglichst schnell möglichst viele Männer verarschen kann, das kann man nicht einmal Solanas vorwerfen.

      PU aber ist ein Programm mit solch ganz konkreten Handlungsanweisungen. Wie manipuliere ich Frauen, wie belüge ich sie, wie verstelle ich mich geschickt, welche Mittel sind recht, um sie ins Bett zu bekommen. Und das ist zum Brechen und vergiftet zwischenmenschliche Beziehungen viel mehr als jede radikale feministische Theorie das je könnte. Worauf soll man sich denn noch verlassen, wenn es augenscheinlich Arschlöcher gibt, die einem Julien Blanc hinterherrennen und von ihm lernen, vom Tod naher Verwandter zu erzählen, um Mitleid und damit Aufmerksamkeit zu erzielen. Die lernen, wie man jungen Mädchen erst erzählt, man wolle sie doch nur ganz freundschaftlich anfassen und das Einverständnis dann als Druckmittel benutzen, um Sex zu erzwingen. Wie man seine Persönlichkeit verstellt, der Frau das Blaue vom Himmel verspricht und sie in Wahrheit nur als Trophäe an die eigene Facebook-Pinnwand hängen will. Mädchen oder Frauen, die einmal auf so etwas hereingefallen sind, denkst Du denn, die glauben dem Nächsten noch ein Wort? Selbst wenn es bei dem dann stimmen würde, wenn er es ernst meint?

    • Tja Margret, deine Ausführungen lassen mein Argument leider unangetastet. Sowohl Pick-Up als auch Feminismus verfügen über ein weites Spektrum; wenn man Pick-Up auf eine einzelne Schule reduziert, kann man das auch mit Feminismus machen.

      Zumal Valerie nicht die einzige Vertreterin eines faschistoiden Männerhasses ist; und wenn sie nur eine Geisteskranke war, warum kennt dann jede Feministin ihr Werk und hat es vermutlich mit Lust gelesen? Warum geriet es dann nicht in Vergessenheit.

      Keine feministische Theorie gibt konkrete Anweisungen, wie man möglichst schnell möglichst viele Männer verarschen kann, das kann man nicht einmal Solanas vorwerfen.

      Kein Verführungskünstler erklärt, dass man Frauen ausrotten müsse, und dass dies eine „Entseuchung“ darstelle (Mary Daily mit original Fascho-Sprech). Das kann man noch nicht mal Julien vorwerfen. Auch hat er sich meines Wissens noch nie gesagt, dass bei einer Brustamputation „Männerfreude“ aufkommen würde, wie es bspw. Alice Schwarzer zu einer Penisamputation gesagt hat. Wo bleibt der Shitstorm gegen diese Person? Achso, die trägt ja das Bundesverdienstkreuz.

      Und das ist zum Brechen und vergiftet zwischenmenschliche Beziehungen viel mehr als jede radikale feministische Theorie das je könnte.

      Eigentor, aus diesem Satz geht die Aussage hervor, dass Feminismus nicht gerade gedeihlich ist für eine Gemeinsamkeit der Geschlecht, was dir vermutlich entgangen ist.

      Im Übrigen: Du zeichnest hier ein Bild von Pick-Up, und tust so, als sei dies die einzige Schule, womit Du unter Beweis stellst, dass Du meine Analogie zum Feminismus nicht verstanden hast.

      Der nach eigenen Angaben erfolgreichste Verführungskünstler Deutschlands Maximilian Pütz lehrt nicht etwa, wie Du unterstellst, zu „lügen“ und zu manipulieren sondern das exakte Gegenteil: Nämlich Ehrlichkeit und Authentizität. Max führt ein polygames Leben, er ist nicht sexuell treu, dies sagt er aber auch jeder, mit der er anbandelt. Manche Frauen gehen dann, andere bleiben.

      Den wenigsten Männern geht es darum, Frauen zu manipulieren, um sie ins Bett zu kriegen. Ginge es allein um Sex, kann man auch zu einer Sexarbeiterin gehen oder einen ONS klar machen, was übrigens einfacher ist, als viele glauben. Denn – entgegen aller Geschlechterstereotype – gibt es genauso Frauen wie Männer, die zwar Lust auf Sex haben, aber auf das ganze „Beziehungsgedöhns“ gut verzichten können. Eine Frau hingegen so zu manipulieren, dass sie mit einem ins Bett geht, obwohl sie das eigentlich gar nicht will, ist im Vergleich zu den beiden oben genannten Alternativen Knochenarbeit.

      Den wenigsten Männern, die ein Seminar buchen, geht es darum, zum Superaufreißer zu werden. Sie wollen lediglich eine Grundkompetenz erwerben, um zu einem erfüllten Liebes- und Sexualleben zu finden; und für die eine Partnerbörse dazu der falsche Weg ist.

      Was ich interessant finde, ist die Haltung von Feministinnen, die einerseits erklären „Das ist nicht mein Feminismus“ andererseits pauschal Pick-Up als Übel abtun, daran kein gutes Haar lassen und unfähig sind anzuerkennen, dass es legitime Varianten von Pick-Up gibt. Meine Vermutung hierzu ist, dass Feministinnen nicht damit klarkommen, dass hier der Mann aus einer selbstbewussten Position heraus handelt. Es gibt einen Satz, wonach ein Mann zehn Frauen ansprechen muss, um einmal ein „Ja“ zu hören. Frauen befinden sich hier in der Position, dass sie wählen können, insbesondere auch ablehnen. Ein Verführungskünstler genießt dasselbe Privileg, er kann unter vielen Frauen wählen, er ist kein bloßer Bittsteller, sondern kann Frauen mit toxischer Persönlichkeit aussortieren; wird er schlecht von seiner Freundin behandelt, hält er nicht in einer unglücklichen Beziehung aus, weil er Angst hat, keine andere abzubekommen; er macht Schluss und zieht am Wochenende los, um eine neue Beziehung klarzumachen.

      Diese männliche Souveränität ist es, die Feministinnen ein Dorn im Auge ist.

    • @ Norbert

      und wenn sie nur eine Geisteskranke war, warum kennt dann jede Feministin ihr Werk und hat es vermutlich mit Lust gelesen?

      *facepalm

      Das kann man noch nicht mal Julien vorwerfen.

      Man kann Julien so einiges vorwerfen. Sieh dir seine Tweets an. Und andere Leute bezahlen 4stellige Summen dafür, sich das anzuhören. Also zockt er mit seinem Frauenhass auch noch Leute ab.

      Der nach eigenen Angaben erfolgreichste Verführungskünstler Deutschlands Maximilian Pütz

      rofl, ja das passt zu diesen Egomanen 😀

      lehrt nicht etwa, wie Du unterstellst, zu “lügen” und zu manipulieren

      Nein, er lehrt, dass man das Nein einer Frau ignorieren kann.

      Meine Vermutung hierzu ist, dass Feministinnen nicht damit klarkommen, dass hier der Mann aus einer selbstbewussten Position heraus handelt.

      Lol, du kannst ja richtig witzig sein 🙂 Blanc und selbstbewußte Position? Wenn PUAs so selbstbewußte Menschen sind, warum haben sie es dann nötig, Frauen abzuwerten? Ein wirklich selbstbewußter Mensch tut das nicht. Er kann andere Menschen respektieren, ohne sie kleinzumachen um sich selbst damit zu erhöhen.

      Diese männliche Souveränität ist es, die Feministinnen ein Dorn im Auge ist

      Es ist weniger Souveränität als ein Armutszeugnis, das diese selbsternannten Verführer sich ausstellen. Ihre Grundhaltung ist Frauenverachtung, nicht Verführung. Die sogenannten Coaches bringen anderen Männern bei, sich übergriffig zu verhalten. Wie weit das gehen kann, hat Blanc ja eindrucksvoll bewiesen.

      Welcher dieser Leute strahlt denn Souveränität aus? Pütz? Dieser Heuchler? Lies das mal Und du willst erzählen, der würde Authentizität und Ehrlichkeit lehren? Der rutscht doch liebend gern auf seiner eigenen Schleimspur aus, wenn es ihm nützt.

      Oder dieser „Devil“? Lol, allein die Namen, die sich geben. Huuu ein Teufel…! 😀 Er wirkt vor der Kamera wie ein Kindergartenbub, der seine Aufsätze brav auswendig gelernt hat.
      Hier, noch was zum lesen. 🙂

      Oder gar dieser Blanc? Der zu Straftaten aufruft?

      DAS soll Souveränität sein? 😀

      Ok, mal ernsthaft. Millionen Menschen sind sehr schüchtern, trauen sich nicht, andere anzusprechen, wünschen sich eine Partnerschaft und leiden darunter und was weiß ich. Es gibt 1000 seriöse Möglichkeiten, daran zu arbeiten und das zu ändern. Dass nun ausgerechnet eine von Grund auf manipulative und unehrliche Ideologie wie PU die Heilslehre sein soll, die alle Menschen glücklich macht, glauben auch nur Leute, die ein zutiefst sexistisches Verständnis vom „Glück“ der Geschlechter haben. PU ist doch letztlich nichts anderes als das Aufwärmen uralter Binsenweisheiten – je nach Guru sehr übel sexistisch aufgemotzt, damit die von Frauen enttäuschten Männer auch drauf reinfallen und ihr Geld für sinnlose Seminare ausgeben – und mit Pseudogeheimsprache, die wissenschaftlich klingen soll, garniert. Das ist nicht seriöser als irgendeine mittelalterliche Dorfsekte.

    • Also, den Beitrag von Maren finde ich echt klasse. Wie sie die seltsamen Theorien des Herrn Pütz‘ sarkastisch auseinander nimmt… echt genial xD

      Es gibt zwar Pick-Up-Artist wie zum Beispiel der Pütz, die zwar bei weitem nicht so krass sind wie das, was Blanc predigt. Aber auch sie verbreiten Ansichten, da rollen sich bei mir als Frau die Fußnägel hoch.

      Pütz behauptet zum Beispiel in dem von Maren zitierten Beitrag, dass Männer Frauen aufopferungsvoll lieben und alles für sie tun, wähhrend Frauen nicht einmal einen Bruchteil davon zurückgeben wollen.

      Und in einem anderen PU-Blog (keine Ahnung, wo das nochmal war) werden Frauen als so emotional gesteuertes Wesen darsgestellt, und dass es sich für den Mann deshalb nicht lohnt, bei einem Streit sachlich zu argumentieren.

      Letztes hat sogar ganz großkotzig der damalige Freund meiner Schwester behauptet. Er war davon überzeugt, dass Männer in einem Beziehungskonflikt lösungsorientiert sind und logisch argumentieren, währrend Frauen viel zu zänkisch werden und alles in den falschen Hals bekommen würden.

      Dann habe ich von meiner Schwester erfahren, dass ihr damaliger Freund seine Streiteren mit patzigen Verhalten, emotionaler Erpressung, mangelnder Selbstreflektion und Klugscheisserei geführt hat (Daran ist die Beziehung übrigens gescheitert).

      Viele Männer bilden ja auf ihre angeblich ach so logisches und rationales Verhalten viel ein. Und darauf baut PU offenbar auch auf, indem sie ihre Geschlechtsgenossen in ihrer Arroganz bestätigen und meinen, man(n) könnte dann mit richtiger Handhabung Frauen um den Finger wickeln, wenn man(n) nur weiß, wie sie alle ticken.

    • Es gibt zwar Pick-Up-Artist wie zum Beispiel der Pütz, die zwar bei weitem nicht so krass sind wie das, was Blanc predigt.

      Natürlich nicht. Der tritt im deutschen TV auf und wäre schön blöd, sich so darzustellen.

      Pütz behauptet zum Beispiel in dem von Maren zitierten Beitrag, dass Männer Frauen aufopferungsvoll lieben und alles für sie tun, wähhrend Frauen nicht einmal einen Bruchteil davon zurückgeben wollen.

      Und daran ist nur der Feminismus schuld!!drölf *aufstampf

      Und in einem anderen PU-Blog (keine Ahnung, wo das nochmal war) werden Frauen als so emotional gesteuertes Wesen darsgestellt, und dass es sich für den Mann deshalb nicht lohnt, bei einem Streit sachlich zu argumentieren.

      Vom Niveau her könnte das gut von Venus küsst Amor oder naturalnumbersgame stammen. Das sind auch zwei sehr typische Vertreter, die aus ihrem „Frauen sind nur zum Ficken gut“- Habitus keinen großen Hehl machen. Aber auch so ziemlich jeder andere PU-Blog hat diese Weisheiten auf Lager.
      Von ersterem stammt zB unter anderem die glorreiche Aussage „Frauen nimmt man nicht ernst, sondern durch“
      Und letzterer findet „verkopfte Frauen“ (also solche, die sich nicht jeden Scheiß erzählen lassen, sondern selber denken) ätzend, „weil die nicht so entspannt mit Sex umgehen können“

      Ich habe nicht so viele Hände, wie ich Facepalms machen möchte…

    • Stimmt, das war dieser Venus-Küsst-Amor-Typ, der vor drei Jahren unter dem Namen „Treasure“ in deinem Blog gepostet. Ich hatte ihn damals mit seinem Blogeintrag „Die Wahrheit über Frauen“ konfrontiert und ihm zu verstehen gegeben, wie lächerlich ich seine Einstellung finde. Der hatte ja auch behauptet, dass Frauen im Gegensatz zu Männer kein Wert auf Treue und Loyalität legen, und dass sie ab ihren 30. Lebensjahr nur noch für Beta-Männer bumsbar sind.

      Pick-Up stinkt 🙂

    • @ Stephi
      Wußte ich doch gleich dass mir das bekannt vorkam, konnte es aber nicht mehr so genau verpacken 🙂
      Naja, der lustige Kerl hat sich ja hier auch nur ein eher kurzes und wenig rühmliches Stelldichein gegeben.

      Der hatte ja auch behauptet, dass Frauen im Gegensatz zu Männer kein Wert auf Treue und Loyalität legen,

      Genau, und 2 Atemüge davor (oder danach, egal) rumgetönt, er hätte gerade 5 Fickhäschen gleichzeitig. 😀

      und dass sie ab ihren 30. Lebensjahr nur noch für Beta-Männer bumsbar sind.

      Was auch nur seine absolute Unkenntnis bewiesen hat. Weiß der denn nicht, dass Frauen ab 30 erstmal richtig sexuell aktiv und attraktiv werden? Nee weiß er natürlich nicht, wenn er (aus Angst, bei Vergleichen schlecht abzuschneiden) nur auf unerfahrene Mädchen abzielt, wie sein Freund Krauser.

      Also mit Logik hatte der es echt nicht so

    • Ich würde dir ja prinzipiell rechtgeben, wenn nicht gerade Pütz so ein ausnehmend schlechtes Beispiel wäre. Sein perfekter Verführer zusammen mit A. Hoffmann war nun auch kein Glanzstück respektvollen Umgangs mit Frauen. Und er ist der Meinung, man könne das „Nein“ einer Frau auch getrost mal ignoriereren.
      Du kannst mir aber gerne einen PUA nenne, der Frauen nicht als manipulierbares Ding nach dem Prinzip „Hier drücken und dann passiert das“ betrachtet.

      Übrigens habe ich Solanas mitnichten „mit Freude“ sondern mit einem andauernden Kopfschütteln gelesen.

      „Ein Verführungskünstler genießt dasselbe Privileg, er kann unter vielen Frauen wählen, er ist kein bloßer Bittsteller, sondern kann Frauen mit toxischer Persönlichkeit aussortieren; wird er schlecht von seiner Freundin behandelt, hält er nicht in einer unglücklichen Beziehung aus, weil er Angst hat, keine andere abzubekommen; er macht Schluss und zieht am Wochenende los, um eine neue Beziehung klarzumachen.“

      Sehr amüsant. Genau deswegen empfehlen viele PUAs ja nun auch, einfach wahllos viele Frauen anzusprechen, oder? Dass das Konzept funktioniert, konnte noch keiner beweisen (naja, es funktioniert natürlich insofern als Männer Geld für die Seminare zu zahlen bereit sind v. a. wenn von so tollen Effekten die Rede ist). Meiner persönlichen Beobachtung in freier Wildnahn nach ist der einzige Effekt der ganzen Sache, der dann als „Wahnsinnserfolg“ gilt, dass diejenigen sich überhaupt mal trauen eine Frau anzusprechen und dann klappt es vielleicht auch das ein oder andere Mal. Hätte es aber ohne PU auch. PU hat da einfach ein Element aus der klassischen Verhaltenstherapie mit Konfrontationstherapie herausgepickt und verkauft das als ganz dolle neue Weisheit. Dabei hätte ein Verhaltenstherapeut das gratis mindestens so gut hinbekommen. Was stört, ist schlicht das dabei vermittelte Frauenbild „hier drücken, dann kommt X raus“.

      Mary Daly (!) bezog sich da übrigens auf Sally Miller Gearhart und die ist SF-Autorin. Wenn das gilt, kann ich Arne Hoffmanns Romane (Dämonenprinz und Sklavenmädchen) auch als Aufforderung zur völligen Unterjochung
      von Frauen lesen. Wobei Du natürlich einwenden kannst, dass Gearhart dies in einem Essay und nicht direkt in einem literarischen Werk beschrieben hat.

    • @ Margret

      Sehr amüsant. Genau deswegen empfehlen viele PUAs ja nun auch, einfach wahllos viele Frauen anzusprechen, oder? Dass das Konzept funktioniert, konnte noch keiner beweisen

      Aber Margret, überzeugen dich etwa die ganzen Erfahrungsberichte nicht, in denen nur von angeblichen Erfolgen, nie aber von Mißerfolgen berichtet wird? Überzeugen dich etwa die konstruierten Dialoge nicht, mit denen sie angeblich bei Frauen gelandet sind, oder als Beispiel, wie es gaaanz sicher funktionieren würde? Überzeugen dich etwa die spekulativen küchenpsychologischen Spielertricks nicht, mit denen so ein Typ so besonders menschenkennerisch und einfühlsam rüberkommen will? Man kann sich da so einiges im Netz anlesen und ich staune daher über die Naivität der Männer, dass es dafür teure Seminare braucht.

    • Hier scheint ein massives Problem vorzuliegen, mein zentrales Argument zu verstehen.

      @Onyx:

      Nein, er lehrt, dass man das Nein einer Frau ignorieren kann.

      Kannst Du diesen Rufmord auch belegen?

      Lol, du kannst ja richtig witzig sein 🙂 Blanc und selbstbewußte
      Position? Wenn PUAs so selbstbewußte Menschen sind, warum haben sie es dann nötig, Frauen abzuwerten? Ein wirklich selbstbewußter Mensch tut das nicht.

      Ich übernehm das mal leicht abgewandelt:

      … Lol, witzig. Feminismus steht für Gleichberechtigung? Wenn es Feministinnen tatsächlich um Gleichberechtigung geht, warum haben sie es dann nötig von einem Holocaust an Männern zu träumen…?

      Es gibt 1000 seriöse Möglichkeiten, daran zu arbeiten und das zu ändern.

      Führ das mal bitte genauer aus. Wie sieht feministisch korrektes Pick-Up aus, ist es erlaubt, eine Frau auf der Straße anzusprechen, wenn sie einem gefällt, oder ist das bereits Belästigung?

    • Hier scheint ein massives Problem vorzuliegen, mein zentrales Argument zu verstehen.

      Nö. Es ist ziemlich leicht ersichtlich, was du hier versuchst 🙂

      Kannst Du diesen Rufmord auch belegen?

      Ich muß keinen Rufmord belegen, weil ich keinen Rufmord betreibe. Es ist nämlich eine wahre Aussage.
      Das hat er selbst gesagt, in der berühmten ZDFlogin-Sendung. Natürlich gewaltig rumgeeiert, aber die Aussage stand so im Raum und er hat sie letztlich bestätigt. Sinngemäß: „Das erste Nein ist keine absolute Aussage und wenn du hartnäckig genug bleibst, dann wird sich das Nein in ein Ja verwandeln“. Das ist ein Aufruf zur Belästigung. Weil die Möglichkeit, dass ein Nein endgültig und nicht grundlos ausgesprochen wurde, völlig außer Acht gelassen wird. Er tut so, als würden Frauen alle nur Spielchen spielen und shittesten was das Zeug hält, oder wären nur schüchtern und unsicher und hoffen insgeheim nur drauf, dass er nicht lang fragt, sondern macht. Aber auf die Idee dass sie wirklich NICHT WOLLEN, kommt er nicht.

      Lol, witzig. Feminismus steht für Gleichberechtigung? Wenn es Feministinnen tatsächlich um Gleichberechtigung geht, warum haben sie es dann nötig von einem Holocaust an Männern zu träumen…?

      *facepalm

    • Nö. Es ist ziemlich leicht ersichtlich, was du hier versuchst

      Okay, letzter Versuch. Ich sprach davon, dass PUAs selbstbewusst bzw. souverän sind, und Du kommst mir mit Blanc, von dem ich mich bereits in aller Deutlichkeit distanziert habe, indem ich ihn als „Arschloch“ bezeichnete. Analog zu der Tatsachenfeststellung, dass es sowohl in Pick-Up als auch im Feminismus ein breites Spektrum gibt, lieferte ich dir das Beispiel mit Feminismus-Gleichberechtigung –> Solanas (oder Daly).

      Mit anderen Worten: Ihr macht mit Pick-Up das, was ihr für Feminismus keinesfalls akzeptiert. Du und die anderen hier kapieren das vielleicht nicht – andere schon.

      Insofern kannst Du deinen Facepalm vor dem Spiegel machen.

      Ich muß keinen Rufmord belegen, weil ich keinen Rufmord betreibe. Es ist nämlich eine wahre Aussage.
      Das hat er selbst gesagt, in der berühmten ZDFlogin-Sendung. Natürlich gewaltig rumgeeiert, aber die Aussage stand so im Raum und er hat sie letztlich bestätigt. Sinngemäß: “Das erste Nein ist keine absolute Aussage und wenn du hartnäckig genug bleibst, dann wird sich das Nein in ein Ja verwandeln”. Das ist ein Aufruf zur Belästigung.

      Zwischen der Aussage: „Man muss ein „Nein“ nicht akzeptieren“ und „Man kann ein Nein in ein Ja umwandeln“ liegen Welten, insofern bleibt es bei Rufmord.

      Weil die Möglichkeit, dass ein Nein endgültig und nicht grundlos ausgesprochen wurde, völlig außer Acht gelassen wird.

      Und Du lässt die Möglichkeit außer Acht, dass ein „Nein“ nicht unbedingt „Wir kommen niemals zusammen, Lebe-Wohl-Nein“ bedeutet, sondern nur „Ich bin noch nicht soweit-Nein“. Wenn ich mich z.B. in den Schritt einer Frau vortaste, und sie zieht meine Hand zurück, ist das ebenfalls ein „Nein“, aber eine Stunde später oder auch beim nächsten Date kann es genau der richtige Moment sein, den nächsten Schritt zu gehen.

      Er tut so, als würden Frauen alle nur Spielchen spielen und shittesten was das Zeug hält, oder wären nur schüchtern und unsicher und hoffen insgeheim nur drauf, dass er nicht lang fragt, sondern macht. Aber auf die Idee dass sie wirklich NICHT WOLLEN, kommt er nicht.

      Falsch, wenn eine Frau wirklich nicht will in dem Sinne, dass eine Beziehung von vornherein ausgeschlossen ist, dann kommuniziert sie das auch und das wird dann auch akzeptiert. Jeder Mann, der Pick-Up betreibt, sammelt deutlich mehr Körbe ein als dass er ein „Ja“ hört (im Gegensatz zu manchen Versprechen, dass man „jede“ mit dieser oder jener Methode rumkriegen könnte). Wir haben also nicht nur eine „Idee“ davon, sondern erleben es ganz alltäglich.

      Nach eurer Vorstellung muss man auf jedes „Nein“ mit sofortigen Abbruch des Flirts reagieren und Lebe-Wohl sagen. Das ist nicht die Realität, die Realität ist dass eine Beziehung sich entwickelt und es jeweils den richtigen Moment für den nächsten Schritt wie z.B. einen Kuss gibt. Da Männer keine Telepathen sind müssen sie das Risiko eingehen, einen Schritt zu gehen, für den es vielleicht noch zu früh ist.

      Und hier noch der Link zur genannten Sendung (~ 1 Stunde):

    • Okay, letzter Versuch

      Versprochen?

      Ich sprach davon, dass PUAs selbstbewusst bzw. souverän sind, und Du kommst mir mit Blanc,

      Entschuldige bitte, dass ich auf meinem Blog zu meinen Themen diskutiere, und nicht so wie du es gern hättest. *stirnpatsch. Mein Fehler.

      Zwischen der Aussage: “Man muss ein “Nein” nicht akzeptieren” und “Man kann ein Nein in ein Ja umwandeln” liegen Welten

      Nö, so große Welten liegen da nicht. Beides sagt aus, dass das Nein einer Frau zu wenig wert ist, um es ernstzunehmen.

      wenn eine Frau wirklich nicht will in dem Sinne, dass eine Beziehung von vornherein ausgeschlossen ist, dann kommuniziert sie das auch und das wird dann auch akzeptiert.

      Ein Nein ist eine ziemlich deutliche Kommunikation. Aber das wird ja nicht akzeptiert. Insofern sind das nur wertlose Lippenbekenntnisse. Wie deutlich muß die Kommunikation denn noch werden? Muß sie dir erst eine knallen und dich wütend gegen die nächste Wand schubsen?
      Brauchst nicht drauf zu antworten, es war ja schließlich dein letzter Versuch…

    • @ Norbert
      „Jeder Mann, der Pick-Up betreibt, sammelt deutlich mehr Körbe ein als dass er ein “Ja” hört (im Gegensatz zu manchen Versprechen, dass man “jede” mit dieser oder jener Methode rumkriegen könnte).“

      Interessant, vorher hast Du noch gesagt, ein PUA könne, wie eine Frau, zwischen vielen Angeboten wählen. Nun muss er doch, wie jeder und jede, sehr viele Ansprechen, bis es mal klappt.

      Auf meinen Vorwurf, dass PickUp Frauen wie Dinge behandelt, bist Du gar nicht eingegangen. Da gibt es eine Betriebsanleitung wie „Frauen“ funktionieren, sie werden kategorisiert von 1 bis 10. Wenn es nicht funktioniert, hat sich der Betreffende entweder nicht genau genug an die Betriebsanleitung gehalten oder das Ding Frau ist kaputt (funktioniert nicht richtig) und muss entsprechend abgewertet werden.

      Und die Aussage, ein Nein könne in ein Ja umgewandelt werden, heißt exakt das, was Onyx sagt: „Man muss ein Nein nicht akzeptieren (denn es kann ja in ein Ja umgewandelt werden)“.

  9. Blanc wird auf CNN auseinandergenommen.

    Kleinlaut entschuldigt er sich und spricht von „üblem Humor“

    Hach ja, sexuelle Gewalt ist ja auch so ein witziges Thema. Was haben wir alle gelacht…

    Zugute halten muß man sicher, dass er sich den Fragen stellt. Aber was soll er jetzt auch anderes sagen? „Ich hab alles so gemeint, ich bin halt scheiße“, oder wie? Heuchler. Der hat doch nur Schiss, dass keiner mehr in seine Seminare kommt. Vermutlich lag ihm RSD im Kreuz und hat ihm gesagt, er müsse Schadensbegrenzung betreiben und Reue zeigen. Einfach erzählen, was alle hören wollen. PU-Masche halt. Wers glaubt…

    • Ich sag doch „war ja alles nur Spaß und nicht ernst gemeint“. Das kennen wir doch nun wirklich zur Genüge. Vergewaltigungsdrohungen waren ja dann auch immer nur Spaß und nicht ernst gemeint.

    • Ich nehme ihm kein Wort ab. So verlogen wie die ganze PU-Szene agiert, wäre es reichlich naiv, zu glauben, dass seine Krokodilstränen echt sind.

  10. Nein, ich auch nicht, aber das ist eben „der“ ultimative Fluchtweg, wenn’s eng wird. Und wie der Link von Stephi oben so schön zeigt, hat er ja gar kein Problem mit extremsten Lügen.

    • @ Margret
      Eben. Warum sollte man ihm also seine angebliche Reue glauben, nachdem er entlarvt wurde?

      Hut ab übrigens, dass du soviel Geduld auf der Trollwiese hast.

    • @ onyx Momentan ärgere ich mich drüber, da soviel Zeit zu investieren. Statt mit meinem Mann (bestimmt ein lila Pudel …) einen Film zu gucken, schlage ich mich dort bis tiefnachts mit den ohnehin Unbelehrbaren herum,muss mir von leszek Faulheit vorwerfen lassen und starte am nächsten Tag müde in den Tag mit Arbeit und Kindern.

      Auf jeden Fall finde ich es doch sehr interessant, dass dort „weibliche“ bzw. „mädchenhafte“ Verhaltensweisen, die ja sonst angeblich so wunderbar sind, nun plötzlich ganz furchtbar sind, sogar Folge von „Missbrauch“ (wenn Jungen sie ausführen). Und ganz plötzlich kann geschlechtssspezifisches Verhalten dann doch anerzogen sein. Aha.

      Aber immerhin weiß ich jetzt, dass ich meine Söhne missbrauche, wenn ich sie Lillifee gucken lasse oder den rosa Pulli anziehen lasse (der Große steht da voll drauf, auch auf den Tinkerbellkram). Ob das Mädel von Rosa und Feen auch missbraucht wird, wurde nicht ganz klar. Wie gut, dass Maskulisten „weibliches“ Verhalten nicht abwerten.

    • Danke! Ich hätte ja ehrlich mehr Herumgeeiere um die Frage nach dem Wert von „mädchenhaftem“ Verhalten erwartet. Dass sich dort tatsächlich die Vertreter der ganz konservativen Positionen so offen tummeln, hätte ich nicht so eingeschätzt. Die vermutete ich dann doch eher auf wgvdl.

      Bist Du bei Christian drüben eigentlich gar nicht mehr aktiv?

    • Nein. Ist für mich reine Zeitverschwendung. Da kann ich gleich im gelben Forum posten. Wär genauso sinnvoll.

    • „…muss mir von leszek Faulheit vorwerfen lassen…“

      Wie kommt er denn bitteschön auf den Trichter?

    • @ Stephi Ich hätte mich nicht ausreichend mit mit den unterschiedlichen maskulistischen / männerrechtlichen Theorien beschäftigt (O-Ton „Du bist zu faul“).

      Dabei ging es mir in der Diskussion ursprünglich um die konkreten Aussagen von Maskulisten / Männerrechtlern in Diskussionen und Beiträgen (wie dem von Pütz).

    • Das finde ich witzig. Es scheint auf wenig Verständnis zu stoßen, dass man auch noch andere Lebensinhalte hat, als sich mit Maskulismus/Antifeminismus zu beschäftigen. Natürlich kann das schräg auf jemanden wirken, der auf einem Blog zu Hause ist, der sich zu 90% mit dem Feindbild beschäftigt, wo täglich ein mehr oder weniger gehaltvoller Artikel erscheint. Aber anderen Faulheit vorwerfen, die das nicht tun, weil sie auch noch ein offline-Leben haben, finde ich wirklich lustig 😀

    • Ich kopiere zur Ermöglichung einer besseren Nachvollziehbarkeit und Beurteilung die entsprechenden Passagen aus Margrets und meiner Kommunikation auf „Alles Evolution“ einfach mal hier rein:

      Christian schrieb:

      “DEN maskulismus gibt es noch weniger als DEN Feminismus.”

      Ich antwortete darauf:

      Richtig.
      Ein Problem mit Margrets aktuellen Kritiken am Maskulismus ist m.E. dass zu wenig klar wird an wen sie eigentlich adressiert sind.
      Ich versuche Kritik am Feminismus immer strömungsspezifisch zu formulieren und Kritik an bestimmten konkreten Meinungen eben personen- oder gruppenbezogen im Hinblick auf die Leute, die dies nachweislich vertreten.

      Allerdings weiß ich bisher nicht genau, welche von Margrets Kritiken sich denn nun auf die von mir präferierte Maskulismus-Variante beziehen sollen.

      Margret antwortete darauf:

      @ Leszek

      Das ist recht schwierig, weil es in eurem Fall bisher fast keine Theoriebildung stattgefunden hat und sehr viele Männerrechtler und Maskulisten ihre Ansichten z. B. schlicht in den Kommentarbereichen diverser Medien niederschreiben.

      Ich antwortete darauf:

      Sagen wir lieber, du warst bisher zu faul dich zu informieren, was die zentralen Schriften der Männerrechtsbewegung sind und hast deshalb keinen ausreichenden Überblick, richtig? 🙂

      Das waren die Passagen, um die es geht.

      Da Margret ja meinem Eindruck nach Wert darauf legt, dass Feminismuskritiker ihre Kritik fundiert begründen und einigermaßen korrekt adressieren anstatt undifferenziert mit Beschuldigungen um sich zu werfen, schien es mir eben angemessen, das von Margret als Maskulismuskritikerin auch zu erwarten.

    • Da Margret ja meinem Eindruck nach Wert darauf legt, dass Feminismuskritiker ihre Kritik fundiert begründen und einigermaßen korrekt adressieren anstatt undifferenziert mit Beschuldigungen um sich zu werfen, schien es mir eben angemessen, das von Margret als Maskulismuskritikerin auch zu erwarten.

      Und wenn das nicht so passiert, wie du dir das wünschst, erscheint es dir angemessen, persönlich zu werden?

    • @ Margret

      „Und wenn das nicht so passiert, wie du dir das wünschst, erscheint es dir angemessen, persönlich zu werden?“

      Nein.
      Aber wenn jemand auf sehr undifferenzierte Weise den Maskulismus aus feministischer Perspektive kritisiert, obwohl die gleiche Person undifferenzierte Feminismuskritik nicht so gerne mag, dann erlaube ich mir eventuell mal eine nicht böse gemeinte ironische Formulierung.

    • @ Leszek
      Das kann Margret sicher besser für sich beurteilen, wie sie das wertet. Dass wir alle humorlos sind, wenn wir Bemerkungen auf der persönlichen Ebene nicht lustig finden, haben wir ja inzwischen alle kapiert.

    • „Da Margret ja meinem Eindruck nach Wert darauf legt, dass Feminismuskritiker ihre Kritik fundiert begründen und einigermaßen korrekt adressieren anstatt undifferenziert mit Beschuldigungen um sich zu werfen, schien es mir eben angemessen, das von Margret als Maskulismuskritikerin auch zu erwarten.“

      Darum geht es mir nicht in erster Linie. Ich würde nur gerne einmal irgendeine Form von roter Linie erkennen können. Derzeit habe ich den Eindruck, die einen Männerrechtler sagen „links“, andere sagen „rechts“, wieder andere sagen „geradeaus“ und nicht allzu selten kommt es, wie z. B. bei Herrn Pütz und sehr häufig bei Väterrechtlern (Sorge-und Umgangsrechtfragen), vor, dass sich widersprechende Dinge gefordert werden, also das Äquivalent zu „linksrechtsgeradeaus“. Mir ging es von Anfang an nicht um in erster Linie um die Theorie, sondern vielmehr um praktische Forderungen. Wobei ich die meisten von Arne Hoffmanns Büchern gelesen habe. Warren Farrels Texte kenne ich teilweise. Wen würdest Du denn noch als „Theoretiker“ im Männerrechtsbereich sehen? Herrn Amendt?

    • @ Leszek Du schreibst doch sonst sehr lange Beiträge zu verschiedenen Theorien. Ich bin absolut lernfähig und lernwillig, klär mich auf, um welche Theorien es dir geht.

      Beziehst Du dich auf historische Theoretiker wie Ernest Belfort Bax? Auf Reventlow? Auf Nietzsche? Oder doch auf moderne Theoretiker? Welche Strömungen siehst Du? Von wem werden diese prominent vertreten? Wo?

  11. Und schon ergießen sich die ersten Krokodilstränen über den armen Julien

    „Wie Julien Blanc zum meistgehassten Mann gemacht wurde“

    „Gemacht wurde“? Entschuldigung, das hat er ganz allein geschafft…

    Julien Blanc ist untergetaucht und gebrandmarkt überall. Gegen ihn wird demonstriert, frühere Partner haben die Zusammenarbeit mit RSD beendet, dem Flirtlehrer-Netzwerk, zu dem auch Blanc gehört. Der öffentliche Druck war zu groß

    Ach der Arme 😦

    er kann nirgendwo mehr auftreten

    Hoffentlich

    Was jetzt passiere, habe Julien Blanc nicht verdient

    Zum Herzerbarmen.

    Der Manipulator als Opfer von Manipulation?

    Täter-Opfer-Umkehr? Ist ja mal ganz was neues…

    Blanc ist ohnmächtig. Wer soll ihm glauben, dass er nicht wirklich so ist, wie er sich öffentlich gab und wie das Video ihn präsentiert?

    Gute Frage.

    In Australien mussten die Dating-Schüler nun einen Spießrutenlauf über sich ergehen lassen, den „Walk of shame“ passieren.

    Wem haben sie das zu verdanken?

    Ich schließe die allgemeine Trauerrunde mit einem Tweet von Robin

    • „Es gibt aber auch eine ganz andere Sicht: „Feministischer Bullshit, der von den Massenmedien aus dem Kontext gerissen wurde“, kommentiert ein Deutscher in einer Petition FÜR Julien Blanc. 3000 Stimmen hat sie gesammelt. Weltweit. Die Stimmen werden nicht gehört.“

      Und das verkauft uns Herr Weiand als objektive andere Stimmen, die „nicht gehört“ werden? Ja, das hört sich sehr überzeugend an.

      Die Tweets, die ich weiter oben verlinkt hatte, mit klarer Anweisung zur Vergewaltigung erwähnt er lieber gar nicht … Wie kommt eine Zeitung darauf, so etwas abzudrucken? Wirkt so, als wäre der Artikel ganz rasch zusammengeschustert worden.

  12. Auch Jennifer Li, Initiatorin des Hashtags #takedownjulienblanc, findet Blancs Entschuldigung auf CNN, „dass er nur einen üblen Humor habe“, nicht glaubwürdig.

    „Es ist schwer zu glauben, dass alles ein Witz gewesen sein soll. Die Menschen zahlen ihm keine 3000 Dollar für eine Comedy-Show“, sagt sie. Das Geld fließe, weil Männer wissen wollen, wie man Frauen „aufreiße“, so Li. Auch den Hinweis, dass er die Frau auf dem Bild nicht tatsächlich gewürgt habe, lässt sie nicht gelten: „Es ist egal, ob er diese Frauen kennt oder nicht. Die Leute, die ihm folgen und die Bilder sehen, wissen das ja nicht.“

    Quelle

    Wo sie Recht hat…

    Ach ja, auch nix neues:

    Li selbst wird inzwischen in sozialen Netzwerken mit Beleidigungen angegriffen. Während einer Radiosendung der britischen BBC, berichtet sie, sei sie zudem aus dem Live-Programm geschmissen worden – weil sie die Beleidigungen zitiert habe, die gegen sie geäußert wurden.

  13. Anwalt erstattet Anzeige gegen RSD und deren Seminare wegen Anstiftung zur sexuellen Nötigung.

    Der Frankfurter Rechtsanwalt Mark Geis hat Strafanzeige gegen die Organisatoren sogenannter „Aufreiß-Seminare“ gestellt. Er reagiert damit auf einen am Donnerstagabend eilig getroffenen Beschluss der Stadtverordneten, die sich damit gegen die sogenannten Bootcamps des amerikanischen Unternehmens Real Social Dynamics wendeten. In den Seminaren, darin sind sich die Fraktionen im Römer einig, würden in „menschenverachtender Weise sexuelle Gewalt, Übergriffe und Nötigung gegenüber Frauen propagiert und im öffentlichen Raum trainiert“,

    „Die Gesellschaft darf nicht hilflos dastehen und zuschauen“, deshalb habe er die Strafanzeige gestellt, sagt Geis. Der Beschluss des Stadtparlaments könne nicht alles sein, was eine Gesellschaft gegen solche Seminare und gegen die dahinterstehende Geschäftsidee unternimmt. Er fühle sich als Bürger dieser Stadt und als Staatsbürger verantwortlich, gegen den Aufruf zur sexuellen Gewalt gegen Frauen mit allen gebotenen Mitteln vorzugehen.

    • Wow, cooler Typ! Ich sag ja immer, von wegen Geschlechterkampf. Als würden da Frauen gegen Männer kämpfen. In Wahrheit ist es doch mehr eine Sache der persönlichen Überzeugungen als des Geschlechts.
      Aus radikaler maskulistischer Sicht ist er wahrscheinlich der klassische „white knight“ aber aus deren Sicht ist so und so jeder Mann, der nicht 1 zu 1 deren Überzeugungen teilt, wahlweise ein lila Pudel oder ein white knight.

      Warum hat eigentlich der Juristinnenbund bisher nicht reagiert? Oder hat er und ich habe es nicht mitbekommen?

    • Ob das ein cooler Typ ist, weiß ich nicht. Aber offenbar ist es ein ganz normaler Mann, der Recht von Unrecht unterscheiden kann.

    • Weiß ich nicht, ich finde es schon bemerkenswert und positiv außergewöhnlich (also in diesem Sinne nicht „normal“ sondern eben außergewöhnlich couragiert und engagiert), wenn jemand als einer von wenigen wirklich aktiv wird und sich die Zeit für eine gut begründete Strafanzeige nimmt. Er wird kaum dafür bezahlt werden.

    • Es ist schade und bemerkenswert, dass couragiertes Verhalten so außergewöhnlich ist. Ein Symptom einer kranken Gesellschaft.

  14. Pingback: PUA Julien Blanc gibt wieder Seminare | Gedankensalat...

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