Sex in der Werbung

Was denkt mann, wenn man solche Bilder sieht?




Witzig? Sexy? Harmlos? Ihr versteht die ganze Aufregung um Sexismus in der Werbung nicht, in der Frauen als sexualisierte Deko-Objekte erscheinen, die nichts mit dem zu beworbenen Produkt zu tun haben?

Wie ist es dann hiermit?

Auch noch witzig, sexy und harmlos?
Offenbar nicht, denn von allen Seiten empört man sich über die Schamlosigkeit und der Übersexualisierung. „Das gehört sich doch nicht!“, „Mir wird der Sex massiv aufgedrängt“, sagt der Kolumnist der Berliner Zeitung Gunnar Schupelius. „Guck doch nicht hin“, möchte man sagen. Oder „stell dich nicht so an“, oder „warum bist du so prüde?“. Nicht? Warum nicht? Weil Sex nichts in der Öffentlichkeit zu suchen hat? Warum regt sich dann keiner über Werbung wie obige auf?

Ist es nicht eher so, dass Schupelius sich nur von aktiver weiblicher Sexualität bedrängt fühlt? Oder fühlt er sich genauso bedrängt, wenn er an obigen Bildern vorbeigeht? Ich vermute nicht. Aha.

Mir scheint, als gehe wiedermal der doppelmoralisierende Zeigefinger um, der sich immer dann erhebt, wenn es um aktive weibliche Sexualität geht, um Frauen mit eigenen Bedürfnissen. Frauen, die aktiv Lust einfordern, stellen einfach eine zu große Gefahr dar. Solange sie als hübsche Dekoration nackt von Plakaten lächeln, ist alles gut, da muß man sich nicht aufregen, das ist halt sexy. Das wollen die Leute doch sehen! Aber weibliche Lust ansprechen? Himmel Hilf!
Ein paar Antworten von Twitter verlinkt dieser Artikel

Besonders perfide wird es natürlich, wenn man mit dem Kinder-Argument um die Ecke kommt. Man will Kinder ja nur schützen. Die sollen nicht belästigt werden. Wer wollte da ernsthaft widersprechen? Aber dass sie auf dem Schulweg an Puffwerbung vorbeigehen, von allen Seiten Sprüche hören, dass Mädchen „Nutte“, und Jungs „schwule Sau“ genannt werden, jederzeit mit allen möglichen und unmöglichen Sexualisierungen und Sexismen konfrontiert werden, die vielleicht weniger holzhammermäßig sind, sich aber dafür subtiler und damit dauerhafter in Köpfen manifestieren? Das stört natürlich weniger.
Sex in der Werbung ist ok. Aber nur solange das Dogma, dass männliche Sexualität angesprochen werden soll, und Frauen dazu als stumme willenlose Deko dienen, nicht angekratzt wird. Diese Doppelmoral kotzt mich an.

102 Kommentare zu “Sex in der Werbung

    • Merci 🙂
      Mich widert es einfach wirklich an, so heuchlerisch moralisch herumzuwimmern, und gleichzeitig Sexismuskritik in der Werbung als lächerlich und übertrieben zu bezeichnen.

  1. *Aber nur solange das Dogma, dass männliche Sexualität angesprochen werden soll, und Frauen dazu als stumme willenlose Deko dienen, nicht angekratzt wird.*

    Ganz genau! Männliche Sexualität ist ok, weibliche ist irgendwie unanständig -.-

    • Ganz genau! Männliche Sexualität ist ok, weibliche ist irgendwie unanständig

      Und bei Kritik daran wird dann wieder so herumphantasiert, dass man männliche Sexualität abschaffen wolle, und Sex generell scheiße fände. Oder so.

    • Ganz genau! Männliche Sexualität ist ok, weibliche ist irgendwie unanständig

      Genau das Gegenteil trifft zu: Die männliche, nicht die weibliche Sexualität wird dämonisiert, vergleiche einfach mal #aufschrei. Selbst männliches Gucken wird bereits als Belästigung, als übergriffig fantasiert.

    • Genau das Gegenteil trifft zu: Die männliche, nicht die weibliche Sexualität wird dämonisiert

      Sicher doch 😀
      Deswegen hyperventiliert Schopelius auch so angesichts eines Sextoys, das Frauen Lust bringen soll. Weil weibliche Sexualität so gar nicht pfui ist.

    • Er hätte sich genauso daran gestört, wenn es sich um ein Männersexspielzeug gehandelt hätte. Er hat also kein Problem mit der weiblichen Sexualität, sondern will generell kein Sex in der Werbung im öffentlichen Raum.

    • Reine Spekulation deinerseits. Hat er sich schon mal über irgendeine Form von sexualisierter Werbung empört? Zeig mal.

      Ich kann dir hingegen zeigen, dass Schopelius so gar kein Problem mit sexistischer und sexualisierter Werbung hat, wenn es um objektifizierte Frauen geht. Da beklagt er auf einmal die „Zensur der Freiheit“
      http://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/zensur-von-werbung-mit-frauen

      Und er beteiligt sich auch nicht am „Kreuzzug gegen sogenannte sexistische Werbung“:
      http://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/warum-bedient-sich-werbung-so-grober-sprache

      Also erzähl keinen Scheiß. Schopelius ist ein Doppelmoralist vor dem Herrn. Wenn ihm die Freiheit der Werbung so wichtig ist, wie er behauptet, soll er hier einfach mal den Ball flach halten und sich nicht beim Anblick eines harmlosen Sexspielzeuges plötzlich wie ein verbohrter Sittenwächter aufführen. Dass Kinder überall nackte Titten sehen, wo seines plötzlichen Sinnenswandels zufolge keinerlei Sexualität hingehört (in der Öffentlichkeit), scheint ihm ja sonst auch egal zu sein.

    • @uepsilonniks
      *Genau das Gegenteil trifft zu: Die männliche, nicht die weibliche Sexualität wird dämonisiert, vergleiche einfach mal #aufschrei. Selbst männliches Gucken wird bereits als Belästigung, als übergriffig fantasiert.*

      Nun, wenn die männliche Sexualität sooooo dämonisiert wird, wie kommt es dann, dass selbst fucking Burgerwerbung an ebendiese appelliert?
      Oft denke ich mir, dass ist wie bei Menschen, die in einer Umgebung aufwuchsen, wo sie alles durften und nie irgendjemand mal gesagt hat: „Das und das ist nicht ok für mich“. NATÜRLICH fühlen die sich dann superduper eingeschränkt, wenn sie mal gesagt bekommen, dass sie etwas nicht tun können wonach sie sich vielleicht grade fühlen, weil jemand anders sich damit unwohl fühlt.
      Das heißt natürlich nicht, dass Männer alles erlaubt ist, es ist nur einfach so, dass die Bedürfnisse von Männern sehr lange das Maß aller Dinge waren, weil Frauen einfach nicht so relevant waren im großen Ganzen.

    • Reine Spekulation deinerseits. Hat er sich schon mal über irgendeine Form von sexualisierter Werbung empört? Zeig mal.

      Muss ich nicht, denn Du vergleichst Äpfel mit Birnen, Du setzt zwei unterschiedliche Dinge gleich, auf der einen Seite Sexspielzeug auf der anderen Seite halbnackte Mädels. Aranxo und Man in the Middle haben das ausführlich analysiert.

    • Und ich habe gegenargumentiert, warum sie falsch liegen. Du hingegen hast gar nichts argumentiert, sondern nur spekuliert, Schupelius könnte doch auch was gegen Männersexspielzeuge haben. Belege hast du freilich keine.
      Und du hast ebenso behauptet: „Er hat also kein Problem mit der weiblichen Sexualität, sondern will generell kein Sex in der Werbung im öffentlichen Raum.“
      Was einfach gelogen ist, wenn er mit sexualisierter Werbung und Sexanzeigen in Zeitungen kein Problem hat. Er hat dafür aber ein Problem mit Aufklärungskampagnen zur HIV-Prävention. Hast du dafür auch eine Rechtfertigung parat?

    • @marenleinchen

      Nun, wenn die männliche Sexualität sooooo dämonisiert wird, wie kommt es dann, dass selbst fucking Burgerwerbung an ebendiese appelliert?

      Es handelt sich um die Darstellung weiblicher Sexualität; hier passiert nichts anderes, als was Frauen auch ansonsten gerne in der Öffentlichkeit machen, nämliche ihre sexuellen Reize zu präsentieren. Nehmen wir die jüngere Hotpants-Geschichte: Frauen, schon Teenager ist es erlaubt, sich so heiß geben, wie sie es wünschen; Aufforderungen, sich weniger reizvoll zu geben, werden empört zurückgewiesen, stattdessen wird die männliche Sexualität angeklagt, die auf die weibliche reagiert – hier in der Seitenleiste rechts werden ja bereits „anzügliche“ Blicke bereits als sexuelle Belästigung gewertet. Frauen dürfen sich sexy geben wie wollen, Männern allerdings ist es verboten, darauf zu reagieren, da steht man ganz schnell unter Anklage, übergriffig zu sein. Wir leben nicht in einer Gesellschaft, in welcher die männliche Sexualität etwas Wunderbares, Lebensspendendes darstellt, wo sich eine Frau geschmeichelt fühlen kann, in ihren Fokus zu geraten. Stattdessen #Aufschrei, Rape-Culture und Konsens-Prinzip, was eine totalitäre Kontrolle und Bändigung der männlichen Sexualität darstellt, die stets im Verdacht steht, gewalttätig zu sein. Feministinnen denken beim Stichwort Sex nicht an das Kama Sutra, sondern an Vergewaltigung, wie es mal ein Männerrechtler ausdrückte, und Recht hat er.

    • OMFG, geht das wieder los…
      Stell mal deinen Jammerton über die ach so verpönte und dämonisierte männliche Sexualität, die ja so wahnsinnig unterdrückt wird, wenn man kontextlos sexualisierte Werbedarstellungen kritisiert, sowie deine traurigen Phantasien bezüglich Feministinnen und Sex, langsam ab. Es nervt mittlerweile sehr, wenn ständig so ein zusammenhangloser Stuss gelabert wird und dann noch erwartet wird, dass man immer wieder bei Null anfängt, die einfachsten Dinge zu erklären. Ich habe besseres zu tun.

    • „Nehmen wir die jüngere Hotpants-Geschichte: Frauen, schon Teenager ist es erlaubt, sich so heiß geben, wie sie es wünschen; Aufforderungen, sich weniger reizvoll zu geben, werden empört zurückgewiesen, stattdessen wird die männliche Sexualität angeklagt, die auf die weibliche reagiert – hier in der Seitenleiste rechts werden ja bereits “anzügliche” Blicke bereits als sexuelle “

      Das ist dein Problem – und auch ein gesamtgesellschaftliches. Weibliche Nacktheit, auch wenn sie ganz normal rüberkommt, wird sofort sexuell aufgeladen. Am Wochenende am See ist mir das auch wieder aufgefallen. Der See hat einen FKK-Bereich. neben mir im Wasser eine Gruppe junger Männer im Boot, die plötzlich aufkreischten „Og guck mal, Nackte, og guck mal, lass uns gleich rüberfahren, vielleicht gibt’s da auch geile Weiber.“ „Och nee, da sind ja viele dicke Typen, nee, lass mal“. Die Assoziation „Frau ist nackt / Frau hat wenig an ist gleich sexy“ geschieht im Kopf desjenigen, der sich das anschaut und geht absolut nicht zwingend von dem Angeschauten / der Angeschauten aus. Dabei muss Nacktheit absolut nicht so gemeint sein. Die FKKler wollten ziemlich sicher nicht sexuell erregen, sondern einfach nackt sein.

    • Nachtrag: Im Prinzip ist dieses sofortige Assozieren von Nacktheit mit Sexualität Symptom einer immer noch sehr prüden Gesellschaft.

    • @ Margret

      Im Prinzip ist dieses sofortige Assozieren von Nacktheit mit Sexualität Symptom einer immer noch sehr prüden Gesellschaft.

      Es kommt auf das Wie an. Wenn eindeutig sexuell anzügliche Blicke, Mimik oder Körperhaltungen (die noch nicht mal mit Nacktheit verbunden sein müssen), dann noch gepaart mit „lustigen“ zweideutigen Werbebotschaften, auf einem 3 Meter großen Plakat prangt, kann das sehr wohl als sexuell geladen verstanden werden. Kurze Hosen bei Schulmädchen dagegen dafür verantwortlich zu machen, dass sich Jungs nicht mehr konzentrieren können und sie in ihrer Sexualität eingeschränkt werden, weil sie nicht mehr „natürlich“ drauf reagieren dürfen, finde ich hochgradig lächerlich. Insofern ist der Vergleich hier eher eine Apfel-Birnen-Geschichte.

    • Klar kann Nacktheit sexuell assoziert sein, bei den obigen Werbungen ist es ja so. Aber sie muss es eben nicht. Und warum ne kurze Hose im Sommer oder auch ein kurzer Rock oder kein BH etc. immer so wahrgenommen wird, verstehe ich nicht.

    • z. B. hasse ich BHs und im Sommer schon gleich 3x. Und es gab und gibt immer wieder mal welche, die das als sexuelle Einladung verstehen, obwohl mir einfach nur zu warm ist. Und ich vermute bei den kurzen Hosen bei vielen der Mädels dasselbe. Wobei ich offen zugebe, dass ich meine Tochter auch nicht bauchfrei und mit Hotpants in die Schule gehen lassen würde. Die Buben aber auch nicht mit muscle Shirt oder oben ohne oder so. Mich störte bei dem Verbot vor allen Dingen, dass es wieder mal nur um Mädchen ging. Entweder so ein Verbot betrifft alle oder eben gar niemanden.

  2. Nun ja, der eine regt sich über dies auf, die andere regt sich über das auf. Und jeder hätte halt gerne verboten, was ihm nicht in den Kram passt. Jeder darf das auch in entsprechenden Artikeln äußern. Das nennt man Pluralismus oder offene Gesellschaft.

    Mich stört das beides nicht. Das, was am meisten Unfrieden in der Gesellschaft stiftet, ist der Versuch, das eigene Moralempfinden den anderen aufdrücken zu wollen. Ich finde, wir sollten da einfach mal ein wenig entspannter miteinander umgehen.

    Ich kann da nicht wirklich eine Doppelmoral erkennen. Eher wo ganz anders. Auf der einen Seite sollen sich Frauen anziehen bzw. ausziehen dürfen, wie auch immer sie wollen, Stichwort #hotpantsverbot, und wehe ein Kerl glotzt zu viel oder pfeift sogar. Wenn aber Frauen sich völlig selbstbestimmt ausziehen, um sich fotografieren zu lassen und damit Geld zu verdienen, dann ist das auf einmal gar nicht recht. Dann dienen sie angeblich als „stumme willenlose Deko“. Hast Du sie gefragt, ob sie sich so sehen?

    • Ich kann da nicht wirklich eine Doppelmoral erkennen.

      Das überrascht mich nicht

      Wenn aber Frauen sich völlig selbstbestimmt ausziehen…

      Ja, das kennen wir schon. Sexuelle Selbstbestimmung von Frauen wird erst dann interessant, wenn sie dem Vergnügen anderer dient.

    • „Nun ja, der eine regt sich über dies auf, die andere regt sich über das auf. Und jeder hätte halt gerne verboten, was ihm nicht in den Kram passt. Jeder darf das auch in entsprechenden Artikeln äußern. Das nennt man Pluralismus oder offene Gesellschaft.

      Mich stört das beides nicht. “

      Doch, wenn Frauen wie Onyx schreiben, dass ihnen bestimmte Werbungen nicht gefallen, stört dich das offenbar enorm.

    • Mein „Mich stört das beides nicht.“ bezog sich auf die verschiedenen Werbeformen. Die mit nackten Frauen stört mich nicht und die mit dem Dildo auch nicht.

      Tatsächlich stört mich schon die Doppelmoral, unter welchen Umständen leichtbekleidete Frauen mal super, weil „empowert“ sind, und wann anders sexualisierte, objektifizierte, „stumme willenlose Deko“.

    • Tatsächlich stört mich schon die Doppelmoral, unter welchen Umständen leichtbekleidete Frauen mal super, weil “empowert” sind, und wann anders sexualisierte, objektifizierte, “stumme willenlose Deko”.

      Immer noch nicht verstanden?
      Wo ist es denn Doppelmoral, Werbung mit nackten Frauen zu kritisieren, wenn die Nacktheit in keinem Zusammenhang zur Werbung selbst steht, und dagegen Nackheit nicht zu kritisieren, wenn sie eindeutig kontextbezogen dargestellt wird? Was ist daran schwer zu verstehen?

  3. Sexuelle Selbstbestimmung von Frauen wird erst dann interessant, wenn sie dem Vergnügen anderer dient.

    Wie gesagt, ich hab damit kein Problem. Ich finde sexuelle Selbstbestimmung von Frauen heute selbstverständlich. Und zwar völlig unabhängig von meinem Vergnügen. Insofern ist auch die Dildo-Werbung ganz ok.
    Die Frage ist nur, ob Du auch die sexuelle Selbstbestimmung von Männern akzeptierst.

    • Das bezweifle ich. Zur sexuellen Selbstbestimmung von Männern gehört, dass sie gerne halbnackte und nackte Frauen anschauen. Dein Beitrag klingt jetzt nicht so, dass Du das vollständig respektierst.

      Man könnte auch noch weiter gehen: Zur sexuellen Selbstbestimmung von Männern gehören auch Pornographie und Prostitution. Solange die Frauen, die daran beteiligt sind, das freiwillig tun und dabei auch gutes Geld verdienen, sollte das doch kein Problem sein.

      Dürfen Deiner Ansicht nach Männer selbst entscheiden, was für sie selbst zu ihrer sexuellen Selbstbestimmung gehört? Oder hast Du da so Deine eigene Definition?

    • Hast du immer noch nicht kapiert, dass es nicht um mich geht, sondern darum, mit welch unterschiedlichen Maßstäben Schopelius argumentiert? Ich weiß, es ist ein wenig komplex für schlichte antifeministische Hirne, aber ich habs schon mal erklärt. Wenn irgendwelche Produkte nur mit Nacktheit beworben werden, die nichts mit dem Produkt zu tun hat, nennt man das Sexualisierung. Dagegen hat Schopelius nichts. Aber ein Erotikshop, der für ein Sexspielzeug wirbt, das ist der Untergang des anständigen Abendlandes und muß verboten werden. DAS ist das Thema, nicht irgendwelche substanzlosen Spekulationen zu meiner Person.

    • „Zur sexuellen Selbstbestimmung von Männern gehört, dass sie gerne halbnackte und nackte Frauen anschauen.“

      Fändest du es dann genauso okay, wenn sagen wir mal auf dem Whiskeyplakat ein komplett nackter Kerl, seinen Knackarsch mit Whiskey übergießt?

      Ich kenne massenweise Männer, die sich damals über die Kare-Werbung schon ordentlich aufgeregt haben und die war harmloser.

    • @onyx

      Wenn irgendwelche Produkte nur mit Nacktheit beworben werden, die nichts mit dem Produkt zu tun hat, nennt man das Sexualisierung.

      Wer nennt das so? Du? Der Feminismus (welcher auch immer)? Und selbst wenn wir uns darauf einigen könnten, dass man es so nennt, wer sagt denn, dass das was schlimmes ist?
      Also gut, Du wolltest über Schupelius diskutieren. Ok, er ist vielleicht ein wenig knöchern, spießig, konservativ. Ich versuche trotzdem mal, Dir seine Denke zu erklären, wie ich es verstehe. Der Unterschied zwischen der Werbung mit nackten Mädchen und für einen Dildo ist der, dass eine halbnackte Frau nicht unbedingt etwas mit Sexualität zu tun haben muss, sondern mehr ein ästhetischer Blickfang ist, so wie das Adrian in seinem Beitrag geschrieben hat. Ein Dildo weist dagegen sehr eindeutig auf den Sexualakt hin. Deswegen ist die Vermutung von uepsilonniks, Schupelius hätte sich wohl auch an der Abbildung eines Masturbators für Männer gestört, durchaus plausibel. Der Sexualakt als solches ist eben nun mal noch deutlich mehr tabuisiert als bloß nackte Haut. DAS ist der wesentliche Unterschied. Und insofern ist es eben keine Doppelmoral.

      @Margret
      Die Kare-Werbung geht mir gepflegt an meinem Knackarsch vorbei. Wann versteht ihr Frauen endlich mal, dass wir Männer im allgemeinen ganz und gar nichts dagegen haben, als Sexobjekt betrachtet zu werden? Wir sehen uns da nicht „objektifiziert“. Ganz im Gegenteil finden wir es super, wenn uns eine Frau „scharf“ findet, selbst wenn wir von der Frau überhaupt nichts wollen. Und ich gehe davon aus, dass es den meisten Frauen umgekehrt mit Männern ganz genauso geht.

      Wir haben kein Problem damit, wenn ihr uns auf unseren Schwanz reduziert. Wir haben allerdings ein Problem damit, wenn ihr uns auf unseren Geldbeutel reduziert. Wir können es absolut nicht leiden, wenn wir von Frauen als wandelnder Geldspender betrachtet werden. Und wir können es erst recht nicht leiden, wenn Frauen meinen, sie hätten ein Recht auf einen Zugriff auf unsere Finanzen, am besten noch ohne Gegenleistung. Das pisst uns ungefähr so an, wie wenn man Euch einfach ungefragt an die Titten langt. D.h. manchmal, unter ganz bestimmten Umständen, ist das ok. Aber das wollen wir gefälligst selbst entscheiden.

      So, und jetzt schau Dir mal an, wie Männer in der Werbung dargestellt werden! Da gibt es nach meinem Eindruck im wesentlichen drei Typen:
      1. Sexobjekte, wie in der Kare-Werbung
      2. Tumbe Volldeppen, die immer alles falsch machen bzw. sich idiotisch anstellen
      3. Reiche, statushohe Traumtypen a la Clooney, die teilweise gerne die entsprechenden nackten Mädels um sich scharen.
      Dreimal darfst Du raten, mit welchem Typ ich am wenigsten Probleme hab. Kleiner Tipp: Die beiden letzten sind es nicht.

    • Der Unterschied zwischen der Werbung mit nackten Mädchen und für einen Dildo ist der, dass eine halbnackte Frau nicht unbedingt etwas mit Sexualität zu tun haben muss,

      Wenn du dir solche Bilder mal anschaust, wirst du kaum leugnen können, dass diese eindeutig einen sexuellen Trigger hervorrufen sollen. Oder was sollen nackte Ärsche, Titten, High Heels, Schlafzimmerblicke und lasziv geöffnete Münder mit feuchtglänzenden Lippen sonst bewirken? Wie naiv bist du denn?

      Der Sexualakt als solches ist eben nun mal noch deutlich mehr tabuisiert als bloß nackte Haut.

      Warum empört er sich dann nicht über Puffwerbung oder über die Sexanzeigen in der Zeitung, für die er schreibt? Die dürfte es weit häufiger geben als Dildowerbung. Warum lässt er sich lieber über HIV-Präventionsmaßnahmen und Kondomwerbung aus und bezeichnet sie als Zumutung?

      Und insofern ist es eben keine Doppelmoral.

      Doch.

    • ‚Oder was sollen nackte Ärsche, Titten, High Heels, Schlafzimmerblicke und lasziv geöffnete Münder mit feuchtglänzenden Lippen sonst bewirken? “

      Was ist denn schlimm dran?

    • Für dich gilt das gleiche:
      Es nervt mittlerweile sehr, wenn ständig so ein zusammenhangloser Stuss gelabert wird und dann noch erwartet wird, dass man immer wieder bei Null anfängt, die einfachsten Dinge zu erklären. Ich habe besseres zu tun.

    • Kaum. Dein lustiger kleiner Artikel mir zu Ehren beweist klar das Gegenteil. Ich werde dir natürlich nicht die Freude machen, mich ausführlicher damit zu beschäftigen, oder dir gar einen extra Antwortartikel dazu widmen, so wie du es ja heimlich hoffst. Dafür ist er echt zu uninteressant.

      Und jetzt habe die Ehre.

    • „Wann versteht ihr Frauen endlich mal, dass wir Männer im allgemeinen ganz und gar nichts dagegen haben, als Sexobjekt betrachtet zu werden?“

      Genau. Ich erinnere mich noch bestens daran, als in der damaligen Zeitschrift „Literaturen“ mal ein unerigierter Schwanz als Schwarz-weiß-Foto abgebildet wurde und daraufhin eine Flut von Zuschriften empörter Männer erfolgte. Es passiert nur einfach sehr selten, dass Männer als Sexobjekte für ein Produkt werben oder allgemein klar so dargestellt werden. Passiert es aber doch einmal, ist üblicherweise das Geschrei riesig.

    • Ergänzend noch die „nackte Männer“ Ausstellung und die Aufregung darum (siehe unten). Du machst dir die Welt auch wie sie dir gefällt. Tatsache ist aber: Wird mal ein nackter Mann irgendwo abgebildet, gibt es einen Riesenaufstand. Danach kann man die Uhr stellen.

    • Oder was sollen nackte Ärsche, Titten, High Heels, Schlafzimmerblicke und lasziv geöffnete Münder mit feuchtglänzenden Lippen sonst bewirken? Wie naiv bist du denn?

      Was das bewirken soll? Ich weiß ja jetzt nicht, was Du Dir in Deinen feuchten Träumen so vorstellst. Aber ich als Mann habe beim Anblick solcher Plakate noch nie einen Ständer bekommen. Es wäre wirklich schön, wenn ihr endlich mal aufhören würdet, Männer als tumbe, notgeile Affenhirne darzustellen, die quasi wie Automaten auf solche Bilder reagieren. So sind wir nicht. Wir sind durchaus in der Lage, solche Bilder zu verarbeiten, ohne jetzt gleich über die nächstbeste Frau herfallen zu wollen. So etwas wirkt auf uns ganz nett und anregend, mehr aber auch nicht.

      Warum empört er sich dann nicht über Puffwerbung oder über die Sexanzeigen in der Zeitung, für die er schreibt?

      Weil das zahlende Anzeigenkunden sind? Und die pinkelt man nun mal nicht an, wenn man Journalist ist. Die Frage ist, ob er die Dildo-Werbung immer noch kritisieren würde, wenn sie bei ihm in der BZ wäre. Wahrscheinlich nicht. Aber auch das wäre keine Doppelmoral, denn es geht ihm darum, dass es ihm im öffentlichen Raum auf riesen Plakatwänden aufgedrängt wird. Eine Zeitung mit Anzeigen muss man nicht kaufen, und selbst wenn, kann man die Anzeigen auch gut übersehen.

      Puffwerbung auf solch großen Plakaten hab ich noch nie gesehen. Meistens sind das kleine dezente, und manchmal noch nicht mal ne nackte Frau drauf. Und selbst wenn, auch nicht schlimmer als auf jeder x-beliebigen Dessous-Werbung. Wenn man nicht weiß, worum es geht, könnte es auch Werbung für irgendeinen Club sein. Nach Deiner Logik dürftest Du da auch nichts gegen die Abbildung von nackten Frauen haben, schließlich stehen die da im Gegensatz zu Burgern und Autoreifen durchaus in Verbindung mit dem „Produkt“.

      Doch.

      Das virtuelle Fußaufstampfen war nicht zu überhören. ^^

    • Es wäre wirklich schön, wenn ihr endlich mal aufhören würdet, Männer als tumbe, notgeile Affenhirne darzustellen,

      Solange euer Diskussionsverhalten überwiegend daraus besteht, dass ihr über Menschen, die Alltagssexismus kritisieren, und nicht eurer Meinung sind, permanent Lügen und die lächerlichsten Spekulationen über deren Sexualleben verbreitet, um euch selber besser zu fühlen, müßt ihr schon damit leben, auch danach bewertet zu werden. Die typische Pick up-Scheiße, die ihr ja so toll findet, tut dann ihr übriges dazu, Männer als genau das darzustellen: als ständig notgeile Volltrottel, deren einziger Lebensinhalt Sex zu sein scheint.

    • „Wir haben allerdings ein Problem damit, wenn ihr uns auf unseren Geldbeutel reduziert. Wir können es absolut nicht leiden, wenn wir von Frauen als wandelnder Geldspender betrachtet werden. Und wir können es erst recht nicht leiden, wenn Frauen meinen, sie hätten ein Recht auf einen Zugriff auf unsere Finanzen, am besten noch ohne Gegenleistung.“

      Das ist übrigens auch so ein blödes Vorurteil. Wo ist denn das der Fall? Bei Frauen, die wegen den Kindern daheim bleiben? Himmel, die arbeiten hart dafür! Die bringen massig Gegenleistung! Rechne bitte mal gegen, wieviel der Mann für eine entsprechende Kinderfrau zahlen müsste!!!

      Und ansonsten nenn mir doch bitte Frauen, die denken, dass sie kostenlos Anrecht auf das Geld des Mannes hätten.

    • @onyx

      Solange euer Diskussionsverhalten überwiegend daraus besteht, dass ihr über Menschen, die Alltagssexismus kritisieren, und nicht eurer Meinung sind, permanent Lügen und die lächerlichsten Spekulationen über deren Sexualleben verbreitet

      Wer bitte ist „ihr“? Ich wüsste nicht, dass ich Lügen oder Spekulationen über Dein Sexualleben verbreitet habe. Und auch nicht über eine andere Feministin. Allerdings, mit Verlaub, scheint es durchaus einen gewissen Einfluss auf das Männerbild einer Feministin zu haben, ob sie Lesbe oder hetero ist.

      ständig notgeile Volltrottel

      Und Du bist sicher, dass Du keine Männerhasserin bist?

      Im übrigen ist mir da auch eine gewisse Doppelmoral aufgefallen. Ihr beschwert Euch doch immer wieder, dass das „Patriarchat“ angeblich die Männer als das Normale, den Standard des Menschseins betrachtet, während die Frauen nur als die Abweichung davon gesehen würden. Dummerweise macht ihr aber genau dasselbe, zumindest im Bereich von Partnerschaft und Sex. Da wird weibliches Verhalten als nicht nur das normale, sondern auch das moralischere von Euch bewertet. Und männliches Sexualverhalten als das abweichende, eklige, perverse, irgendwie falsche.

    • Wer bitte ist “ihr”?

      Diejenigen unter euch, die es nicht lassen können, sich mit wilden Phantasien über das Sexualleben anderer Leute auszulassen.

      Ich wüsste nicht, dass ich Lügen oder Spekulationen über Dein Sexualleben verbreitet habe.

      Ich wüßte auch nicht, dass ich Männer jemals als notgeile Affenhirne bezeichnet hätte. Dennoch lässt du es dir auch nicht nehmen, mich mit „Ihr“ anzusprechen und mich in Sippenhaft zu nehmen. Ich darf dich zitieren?
      „Es wäre wirklich schön, wenn ihr endlich mal aufhören würdet, Männer als tumbe, notgeile Affenhirne darzustellen,“
      Bestimmte Ideologien, wie PU nun mal eine ist, schaffen es ganz allein, Männern dieses Image zu verpassen.

      Ich halte dir also nur den Spiegel vor. Wenn dir dieses Spiegelbild nicht gefällt, solltest du vielleicht mal deine Argumentationsweise reflektieren.

      Und Du bist sicher, dass Du keine Männerhasserin bist?

      Natürlich. Dass du nicht lesen kannst, oder aus anderen Gründen nicht gecheckt hast, dass ich hier gerade nicht von Männern an sich, sondern nur von PUppern gesprochen habe, dafür kann ich nichts. Und dass dir als PU-Fan entsprechende Kritik nicht gefällt und du sie sofort mit Männerhass assoziierst, ist zwar nichts neues, aber dennoch eher schräger Phantasie geschuldet als realistischer Wahrnehmung.

    • @ aranxo Woher stammt eigentlich deine extrem schablonenhafte Vorstellung von „männlicher“ und „weiblicher“ Sexualität?

    • @Margret:
      Woran willst Du denn bitteschön festmachen, ich hätte eine „extrem schablonenhafte“ Vorstellung von männlicher und weiblicher Sexualität?

      Aber wenn Du die Reduzierung von Männern auf ihren Geldbeutel meinst: Nein, natürlich meine ich nicht Frauen, die wegen den Kindern daheim bleiben. Wie käm ich denn dazu, wo wir Maskus doch angeblich so auf traditionelle Rollenmodelle stehen? (Nein, tu ich nicht…) Ich würde nie in Frage stellen, dass Kindererziehung einen Haufen Arbeit macht und wenn man sich die Aufgaben teilt, muss man auch das vorhandene Einkommen dafür teilen. Ist doch selbstverständlich.

      Nein, ich meine was anderes. Neulich saß ich in der Kneipe und schräg gegenüber saß eine Frau mit dem T-Shirt-Aufdruck: „Was will ich mit nem Pferd? Ein echter Prinz kommt mit einem 911er!“ Ein wunderbares Beispiel für weibliche Hypergamie, also auf deutsch: Anspruchsdenken. Viele finden das sicher lustig. Ich kann sowas nicht mehr lustig finden. Stellt Euch vor, ein Kerl würde ein T-Shirt tragen mit der Aufschrift: „Elfengleiches Wesen? Eine richtige Prinzessin hat mindestens C-Cup!“ Lustig, gell? Ungefähr so lustig wie das T-Shirt der Frau mit dem 911er.

      Der Unterschied ist nur, über das erste T-Shirt regt sich heute kein Schwein auf. Beim zweiten gäbs natürlich wieder den Riesenaufstand.

      Und ansonsten nenn mir doch bitte Frauen, die denken, dass sie kostenlos Anrecht auf das Geld des Mannes hätten.

      Findest Du unter dem Hashtag #giveyourmoneytowomen reichlich.

      Tatsache ist aber: Wird mal ein nackter Mann irgendwo abgebildet, gibt es einen Riesenaufstand. Danach kann man die Uhr stellen.

      Tja, Prüde gibts auch bei Männern. Leider, aber mich juckt das nicht und ich kann auch nichts für konservative Trottel. Aber mal ehrlich, ich habe von solchen angeblichen Riesenaufständen bisher nichts mitgekriegt, allerdings jede Menge Riesenaufstände im Fall der obigen Plakate, aktuell grade wieder mal im Schwarzwald-Städchen Triberg. Nein, ich will das nicht verteidigen. Ja, ich finde es auch ziemlich geschmacklos und aus der Zeit gefallen.

      @onyx

      Diejenigen unter euch, die es nicht lassen können, sich mit wilden Phantasien über das Sexualleben anderer Leute auszulassen.

      Ich enthalte mich dessen im allgemeinen. Aber da geben sich beide Seiten ja nicht viel. Von den Femis der Proll-Fraktion wird über uns ja genauso gern spekuliert, dass wir keine abkriegen würden oder nen zu kleinen Schwanz hätten.

      Ich wüßte auch nicht, dass ich Männer jemals als notgeile Affenhirne bezeichnet hätte.

      Du lenkst ab. Auf die genaue Formulierung kommt es da nicht an. Sondern das, was Du über Männer denkst und was Du dementsprechend wie darstellst.

      Bestimmte Ideologien, wie PU nun mal eine ist, schaffen es ganz allein, Männern dieses Image zu verpassen.

      Um hier mal den Godwin auszupacken: Es gab in unserer Geschichte schon mal eine Volksgruppe, die angeblich selber dran schuld war, dass man sie nicht mag. Ich will nur sagen, das ist ein richtig besch…eidenes Argument.

      Dass du nicht lesen kannst, oder aus anderen Gründen nicht gecheckt hast, dass ich hier gerade nicht von Männern an sich, sondern nur von PUppern gesprochen habe

      Ach so, Du bist nicht männerfeindlich, weil Du nur die Untergruppe der Pick-Upper

      als ständig notgeile Volltrottel, deren einziger Lebensinhalt Sex zu sein scheint.

      bezeichnet hast. Na, dann will ich mal nichts gesagt haben. Puh, und ich dachte schon, ich wäre frauenfeindlich, wenn ich die Untergruppe der Feministinnen als hysterische Furien betrachte. Da bin ich ja beruhigt.

      Nebenbei bemerkt, Sex als Lebensinhalt ist aus evolutionsbiologischer Sicht jetzt nicht so ganz verkehrt.

    • Woran willst Du denn bitteschön festmachen, ich hätte eine “extrem schablonenhafte” Vorstellung von männlicher und weiblicher Sexualität?

      Ganz einfach. Weil du anderen (also mir zB) originellerweise unterstellst, ich würde „weibliche“ Sexualität als irgendwas heiliges betrachten, und „männliche“ als das fundamental evil unserer Gesellschaft. Deine Worte: „Da wird weibliches Verhalten als nicht nur das normale, sondern auch das moralischere von Euch bewertet. Und männliches Sexualverhalten als das abweichende, eklige, perverse, irgendwie falsche.“
      Das heißt ja, dass du recht enggefasste Vorstellungen darüber haben mußt, und diese gleichzeitig auch noch mir überstülpst.

      „Ich wüßte auch nicht, dass ich Männer jemals als notgeile Affenhirne bezeichnet hätte.“

      Du lenkst ab.

      Bitte? Ich beziehe mich haargenau auf deine absurde Behauptung.

      Auf die genaue Formulierung kommt es da nicht an. Sondern das, was Du über Männer denkst und was Du dementsprechend wie darstellst.

      Und du weißt natürlich ganz genau, was ich über „die Männer“ denke. Du siehst mich hochamüsiert 😀

      Um hier mal den Godwin auszupacken:

      Na, wer lenkt hier ab?

      Ach so, Du bist nicht männerfeindlich, weil Du nur die Untergruppe der Pick-Upper
      als ständig notgeile Volltrottel, deren einziger Lebensinhalt Sex zu sein scheint.
      bezeichnet hast.

      Genau. Du hast es begriffen. Glückwunsch.

      Puh, und ich dachte schon, ich wäre frauenfeindlich, wenn ich die Untergruppe der Feministinnen als hysterische Furien betrachte.

      Das ist dein Problem.

      Nebenbei bemerkt, Sex als Lebensinhalt

      Als EINZIGER Lebensinhalt. Ich sagte ja bereits, du kannst nicht lesen. Scheint sich zu bestätigen.

    • @ aranxo Beispielsweise aus solchen Passagen:

      „Das bezweifle ich. Zur sexuellen Selbstbestimmung von Männern gehört, dass sie gerne halbnackte und nackte Frauen anschauen. “

      „Wir haben kein Problem damit, wenn ihr uns auf unseren Schwanz reduziert. Wir haben allerdings ein Problem damit, wenn ihr uns auf unseren Geldbeutel reduziert. Wir können es absolut nicht leiden, wenn wir von Frauen als wandelnder Geldspender betrachtet werden. Und wir können es erst recht nicht leiden, wenn Frauen meinen, sie hätten ein Recht auf einen Zugriff auf unsere Finanzen, am besten noch ohne Gegenleistung. Das pisst uns ungefähr so an, wie wenn man Euch einfach ungefragt an die Titten langt. D.h. manchmal, unter ganz bestimmten Umständen, ist das ok. Aber das wollen wir gefälligst selbst entscheiden.“

      „Da wird weibliches Verhalten als nicht nur das normale, sondern auch das moralischere von Euch bewertet. Und männliches Sexualverhalten als das abweichende, eklige, perverse, irgendwie falsche.“

      Was verstehst Du denn unter „weiblichem“ bzw. „männlichem“ Verhalten im sexuellen Kontext? Gerade das dritte Zitat lässt darauf schließen, dass Du da eine sehr schematische Vorstellung vertrittst und keine variantenreiche. Anscheinend läuft für dich weibliche Sexualität sehr stark unter dem Kontext „Geld“ und männliche unter, gemein gesagt, „Boah, Titten“ (Zitat 1). Das lässt auch deine Antwort oben vermuten. Und das ist doch ziemlich Klischee.
      Die Frau mit dem Shirt scheint auch eine schematische Vorstellung von männlicher und weiblicher Sexualität zu vertreten. Oder aber sie spielt mit dem Klischee. Und solche T-Shirts wie Du sie beschreibst, gibt es ja übrigens was Frauen betrifft. Ich persönlich finde beide nervig und unlustig. Weil sie eben diese klischeehafte Vorstellung von Männlichkeit und Weiblichkeit (und nicht nur männlicher und weiblicher Sexualität) verstärkt.

    • @onyx

      “Da wird weibliches Verhalten als nicht nur das normale, sondern auch das moralischere von Euch bewertet. Und männliches Sexualverhalten als das abweichende, eklige, perverse, irgendwie falsche.”
      Das heißt ja, dass du recht enggefasste Vorstellungen darüber haben mußt, und diese gleichzeitig auch noch mir überstülpst.

      Ich habe diese Vorstellungen nicht. Ich finde an männlichem Sexualverhalten überhaupt nichts falsches. Ich sehe nur, dass es von vielen Feministinnen genauso verbreitet wird. Wenn Du Dir den Schuh schon nicht anziehen willst, dann schau mal bei den EMMAs und den Störenfriedas vorbei, da findest Du reichlich Material.
      Was Du von männlichem Sexualverhalten hältst, hast Du allerdings bereits hinreichend mit Deinen Artikeln über PickUp bewiesen. Oder durch Zitate wie:

      Oder was sollen nackte Ärsche, Titten, High Heels, Schlafzimmerblicke und lasziv geöffnete Münder mit feuchtglänzenden Lippen sonst bewirken? Wie naiv bist du denn?

      und

      ständig notgeile Volltrottel

      Da trieft aus jedem Satz, dass Du Männer für triebgesteuerte Wesen hältst, die diesen zudem nicht im Zaum halten können. Auch wenn Du die Formulierung

      tumbe, notgeile Affenhirne

      weit von Dir weist, weil die ja was gaaaanz anderes ist als

      ständig notgeile Volltrottel

      Also mit anderen Worten: Männliches Sexualverhalten ist in Deinen Augen vollkommen super – aber nur, wenn es Deinen Moralvorstellungen entspricht.

      Als EINZIGER Lebensinhalt. Ich sagte ja bereits, du kannst nicht lesen. Scheint sich zu bestätigen.

      Auch als EINZIGER Lebensinhalt ist Sex aus evolutionsbiologischer Sicht nicht verkehrt. Zumindest für Männer. Das ist aus evolutionsbiologischer Sicht schlicht unser Auftrag.

      @margret

      Zur sexuellen Selbstbestimmung von Männern gehört, dass sie gerne halbnackte und nackte Frauen anschauen.

      Was ist denn daran „schablonenhaft“? Gut, es mag Männer geben, die das nicht interessiert. Und viele Frauen schauen sich auch gerne nackte Männer an. So what? Aber ja, es gehört tatsächlich zur sexuellen Selbstbestimmung von Männern, sich gerne halbnackte und nackte Frauen anzuschauen. Es ist keiner dazu verpflichtet, aber wir lassen uns das auch nicht von verklemmten Moraltanten madig machen.

      Was verstehst Du denn unter “weiblichem” bzw. “männlichem” Verhalten im sexuellen Kontext?

      Ich stelle mal vier Thesen auf:
      1. Männer sind insgesamt mehr an Sex interessiert als Frauen.
      Wäre es anders, gäbe es keine Prostitution. Ich habe schon öfters von Frauen gehört, dass sie Freundinnen haben, die Sex mehr so als notwendiges Übel oder „gehört halt dazu“ in der Partnerschaft betrachten. Es mag Männer geben, denen es auch so geht, aber der Anteil dürfte weitaus kleiner sein. Ja, es gibt auch Frauen, die darüber klagen, dass ihr Kerl keine Lust mehr auf Sex hat. (…mit ihnen, was er vielleicht nicht so deutlich sagt)
      2. Männer sind mehr an unverbindlichem Sex interessiert.
      Frauen machen das natürlich auch, aber in weit geringerem Maße. Frauen finden Sex nur des Sex habens willen zwar manchmal ok, aber im Grunde wollen sie auch Verbundenheit dabei spüren. Während auf Online-Dating-Seiten, die in Richtung Casual Sex gehen, die Männer weit in der Überzahl sind, sind Frauen auf Dating-Seiten, die in Richtung Beziehung gehen, meistens in grob derselben Anzahl vertreten. Und auf diesen Seiten findet sich in mindestens jeden dritten Frauen-Profil eine Art „AGB“, dass sie nicht an ONS und Affären interessiert sind. Warum wohl? Weil die Männer, die an ONS und Affären interessiert sind, sich auch auf diesen Seiten anmelden und entsprechende Anfragen an die Frauen stellen.
      3. Männer wollen mehr Abwechslung beim Sex.
      Abwechslung kann eine Frau alleine einem Mann natürlich nur sehr begrenzt bieten. Dazu gehört eben auch manchmal, dass die Frau wechselt und nicht nur die Praktiken.
      Trotzdem stelle ich die These auf, dass Männer treuer sind als Frauen. Wenn wir Lust auf Sex mit einer anderen Frau haben, dann machen wir das eben, aber wir verlassen deswegen nicht gleich die angestammte Beziehung. Weil wir ein ausgeprägteres Loyalitätsdenken haben. Wenn Frauen Lust auf einen anderen Kerl haben, verlieben sie sich gleich, und schießen den Alten ab. Und das halten sie dann auch noch für moralischer und sauberer, weil ja damit die Monogamie-Doktrin gewahrt bleibt. Ist nur so eine Lebenserfahrung von mir. Oder wie es ein Kommentator bei Christian mal ausgedrückt hat: Männer sind parallel polygam und Frauen seriell polygam.
      4. Frauen – und Feministinnen im besonderen – versuchen, diese m.E. deutlich erkennbaren unterschiedlichen Verhaltensweisen auf Seiten der Männer als unmoralisch zu brandmarken.

      Die Frau mit dem Shirt scheint auch eine schematische Vorstellung von männlicher und weiblicher Sexualität zu vertreten. Oder aber sie spielt mit dem Klischee. Und solche T-Shirts wie Du sie beschreibst, gibt es ja übrigens was Frauen betrifft. Ich persönlich finde beide nervig und unlustig.

      Na, dann sind wir uns ja einig.

    • Ich habe diese Vorstellungen nicht. Ich finde an männlichem Sexualverhalten überhaupt nichts falsches.

      Ich auch nicht. Das unterstellst du mir nur, weil du offenbar nicht über deinen Tellerrand hinausschauen kannst.

      Wenn Du Dir den Schuh schon nicht anziehen willst, dann schau mal bei den EMMAs und den Störenfriedas vorbei,

      Warum sollte ich?

      Was Du von männlichem Sexualverhalten hältst, hast Du allerdings bereits hinreichend mit Deinen Artikeln über PickUp bewiesen.

      Nee hab ich nicht. Ich kritisiere nämlich keine Männer oder deren Sexualität, sondern PUAs.

      Da trieft aus jedem Satz, dass Du Männer für triebgesteuerte Wesen hältst,

      Nee, tut es nicht.

      Auch als EINZIGER Lebensinhalt ist Sex aus evolutionsbiologischer Sicht nicht verkehrt. Zumindest für Männer

      Et Voila. Damit hast du bewiesen, dass eher du derjenige bist, der männliche Sexualität in einem SEHR engen Rahmen sieht.

      Du kannst in meine Aussagen natürlich so viel reininterpretieren wie du willst und deine Unterstellungen pflegen, wie so viele andere aus deinen Reihen. Du wirst aber keinen Beleg dafür finden, dass ich Männer im Allgemeinen irgendwo in ihrer Sexualität abwerte. Im Gegenteil habe ich schon oft betont, dass ich aggressives, übergriffiges und triebgesteuertes Verhalten keineswegs für besonders „männlich“ halte.

      Wenn du zwischen Männern und PUAs nicht unterscheiden kannst, ist das nicht mein Problem.

    • Warum sollte ich? [bei EMMA oder Störenfriedas vorbeischauen]

      Weil da die Männerfeindlichkeit und die Abwertung männlicher Sexualität zu finden ist, die es ja angeblich nirgendwo im Feminismus gibt.

      Et Voila. Damit hast du bewiesen, dass eher du derjenige bist, der männliche Sexualität in einem SEHR engen Rahmen sieht.

      Du wirfst mir immer vor, ich könnte nicht richtig lesen, dabei kannst Du es selbst nicht. Wenn ich schreibe:

      Auch als EINZIGER Lebensinhalt ist Sex aus evolutionsbiologischer Sicht nicht verkehrt. Zumindest für Männer

      dann überliest Du geflissentlich die wichtige Einschränkung „aus evolutionsbiologischer Sicht“. Das ist aber nur ein Aspekt. Wenn man kulturelle Aspekte hinzunimmt, ist Sex als einziger Lebensinhalt selbstverständlich nicht ganz so klug.

    • Abwertung männlicher Sexualität zu finden ist, die es ja angeblich nirgendwo im Feminismus gibt.

      schnarch

    • Wie jetzt, Frauen haben selber auch sexuelle Bedürfnisse???

      Das scheint einfach unglaublich überfordernd auf schlichte Gemüter zu wirken.

      Interessant ist ja vor allem ein Punkt. Ein Erotikshop wirbt für seine ein Produkt, ohne dafür nacktes Fleisch präsentieren zu müssen. Ein Produkt, das für manche nicht mal auf den ersten Blick als das erkannt wird, was es ist. Von „Kopfhörern“ las man schon, oder „Salatbesteck“. Diese Werbung könnte noch ganz anders gestaltet werden, damit sie deutlicher und einprägsamer wird. Darauf hat man aber verzichtet, sondern einfach nur das Produkt in den Vordergrund gestellt. Sie wurde also quasi sogar noch „entsexualisiert“. Natürlich polarisiert sie dennoch, da von „multiplen Orgasmen“ zu lesen ist. Wenn dann Kinder fragen, was das denn ist, mag das den einen oder anderen peinlich berühren. Peinlicher als blanke Brüste, die kontextlos Bier, Radiosender oder Teppiche dekorieren sollen, ist es aber keineswegs. Was sagen solche „besorgten Eltern“ denn, wenn Kinder fragen, wofür da geworben wird und warum die Brüste da auf dem Plakat sind? Kommen die da auch ins Stottern?

    • Wie jetzt, Frauen haben selber auch sexuelle Bedürfnisse???

      Ich würde dir raten, hin und wieder ganz normale Männerzeitschriften wie Playboy. Mens Health, GQ oder FHM zu lesen. Dort erscheinen regelmäßig Artikel, wie man als Mann seine Gespielin zu höchsten Wonnen verhilft, schließlich soll es nicht nur ihm Spaß machen. Egal, ob man sie nun oral verwöhnt oder sich auf die Suche nach diesem mysteriösen G-Punkt macht, stets steht hierbei ihre Lust im Vordergrund.

    • @uepsilonniks
      Um das noch zu ergänzen: Wenn, selten genug, in einer Frauenzeitschrift ein Artikel mit Sextipps für Girls erscheint, wo es darum geht, wie man dem männlichen Partner der Leserin höchste Lust verschafft, von welcher Seite kommt dann der Aufschrei? Es darf ja schließlich nicht sein, dass eine Frau sich dazu herablassen muss, auch mal dem Kerl Lust zu verschaffen. Das ist doch unter der Würde einer emanzipierten Frau.

    • „Um das noch zu ergänzen: Wenn, selten genug, in einer Frauenzeitschrift ein Artikel mit Sextipps für Girls erscheint, wo es darum geht, wie man dem männlichen Partner der Leserin höchste Lust verschafft, von welcher Seite kommt dann der Aufschrei? Es darf ja schließlich nicht sein, dass eine Frau sich dazu herablassen muss, auch mal dem Kerl Lust zu verschaffen. Das ist doch unter der Würde einer emanzipierten Frau.“

      Häh? Die sind doch voll davon, egal ob „InStyle“ und Konsorten, die sogar „Freundin“ oder der ganze Promiklatsch für junge Frauen. Wo hast du denn geguckt? In der Bunten? Und Lou Pagets „Die perfekte Liebhaberin“ hat sich nebenbei wesentlich besser verkauft als „Der perfekte Liebhaber“.

    • „Um das noch zu ergänzen: Wenn, selten genug, in einer Frauenzeitschrift ein Artikel mit Sextipps für Girls erscheint, wo es darum geht, wie man dem männlichen Partner der Leserin höchste Lust verschafft, von welcher Seite kommt dann der Aufschrei? Es darf ja schließlich nicht sein, dass eine Frau sich dazu herablassen muss, auch mal dem Kerl Lust zu verschaffen. Das ist doch unter der Würde einer emanzipierten Frau.“

      Der Aufschrei kommt, wenn es im Bravo ist. Im BRAVO. Einer Zeitschrift für 12- bis höchstens 16-Jährige. Sorry, aber in dem Alter finde ich nicht, dass die Mädchen (und Jungen) schon von einer Mädchen-(bzw. Jungen-)Zeitschrift an die Kunst der Verführung und des Lust-Verschaffens herangeführt werden müssen.
      Und in Frauenzeitschriften kommen selten Sextipps vor? Echt? Ich fürchte, du kennst nur die „Emma“ und meinst, alle anderen Frauenzeitschriften seien genauso strukturiert.

    • @ Shark Nee, ich vermute eher, er hat beim Arzt in „die Bunte“ und „die Gala“ geguckt.

  4. Spaß beiseite – ich finde solche übersexualisierte Werbung einfach nur noch langweilig – sind die Macher so unkreativ, dass ihnen nicht was Neues einfällt, außer nackte Titten und Degradierung von Menschen als Dekorationsobjekt, ohne Bezug zum Produkt?

    Ich hab schon so viele tolle Werbungen gesehen(es geht also auch anders)und so viele bescheuerte, wo ich mich am Ende frage: Ging es hier jetzt um ein Bordell/Telefonsex oder ein/e (hier beliebiges Produkt einsetzen)?

    Ich frage mich, wie wohl die Produktion von Werbungen oft aussieht:

    „Es geht um Produkt X – jemand eine Idee?“



    „Nehmen wir doch einfach ein paar nackte Frauenbrüste/Hintern! Das geht immer!“

    Sind die echt so unkreativ, dass denen sonst nix einfällt?

    • Beispiel Sport 2000: Die hatten vor einer Weile Werbung für Skistiefelfitting. Botschaft sollte sein, dass sie so bequem sind, dass man sie nicht mehr ausziehen will. Also haben sie ein nacktes Paar fotografiert. Aber natürlich zuerst als Vorzeigebild nur die Frau in der klassischen Auf-dem-Bauch-Knie-gewinkelt-Pose. Also sehr langweilig und mit lassivem Blick. -.-
      Nach reichlich Empörung haben sie dann das Hauptwerbebild auf eins umgestellt, wo beide drauf waren und fröhlich schauten. Das war immerhin eine Verbesserung, allerdings können die Läden einzeln sich trotzdem ein Plakat
      aussuchen….

      Worauf ich hinaus will: Ich hab erst nach einer ganzen Weile bemerkt, was die Werbebotschaft war (nicht mehr ausziehen wollen) und dass die Leute nicht grundlos nackt waren. So sehr ist man das inzwischen gewoht.
      Viel netter wären die Skistiefel in ungewöhnlichen Situationen gewesen. Ein Paar vorm Traualtar, kniehend mit den Stiefeln, Mensch im Schaumbad mit rausragenden Stiefeln (da hamse sogar ihre Nacktheit, wennse die brauchen), einfach etwas, dass man auch bei kleinem, schuhzentrierten Bildausschnitt erkennt. Das wäre witzig und einprägsam gewesen. Statt dessen haben sie die Nackten rausgeholt, was allen, die es nicht stört wegen Übersättigung wurscht ist und zusätzlich noch genügend Leute (mich zum Beispiel) zwei mal überlegen lässt, ob sie nicht eine Marke ohne solche Faulheitspatzer kaufen.
      Es ist also auch aus Marketingsicht besser sich mit was kreativem zu zeigen, statt zum 100. Mal nackte Frauen abzubilden.

      Bei Solariumswerbung finde ich Nacktheit ok, aber gemischte wäre ganz nett. Eines das ich kenne hat so ein Paar, das sich gegenseitig zensiert. Spannend ist das immer noch nicht, aber streifenfreie Bräune ist halt ne ernste Angelegenheit. Immerhin ist das Produkt wirklich braune Haut und nicht Vodka oder ne Waschmaschine.

  5. Was denkt mann, wenn man solche Bilder sieht?

    1) Hmm. Hamburger? Nö lieber Pizza.
    2) Unfair. Ich kann die Kerle nicht mit suggestivem Getränkedosenhalten ködern.
    3) Der Selbstbräuner rechts sieht fake aus.
    4) Sie hat hübsche Haare.
    5) Nettes Design. Und eine gut gemachte Werbung mit der kurzen Irritation während man überlegt was das ist, und dem Aha-Effekt wenn man den Text liest.

  6. Das war doch mit der Kare-Werbung mit nem nackten Männerhintern drauf vor circa 15 genau dasselbe. Plötzlich gab es einen Riesenaufstand wegen etwas, was bei Frauen schon ewig usus war. Ich denke, Maren oben hat es auf den Punkt gebracht – es ist die Haltung von verwöhnten Kindern (aber nur ICH darf das doch). Geht es einen selbst an, ist es mit der angeblich so „entspannten“ Haltung plötzlich ganz schnell vorbei. Ich habe dieselbe Erfahrung auch mit Frauenwitzen gemacht. Die sind ja so witzig und bitte, ist doch nur Spaß und man soll mal entspannen. Erzählt man dann zum Ausgleich ein paar Männerwitze, werden die Gesichter derselben Herren plötzlich immer sauertöpfischer und es ist vorbei mit lustig.

  7. MMn ist der Vergleich mit Sex in der Werbung falsch, denn hier wird ja keine nackte Person (müßte hier ein Mann sein) gezeigt, die ein bestimmtes Produkt attraktiver machen soll.

    Auch wenn telepathische Diagnosen immer riskant sind, meine Erklärung für die Aufwallung von Schupelius ist folgende: Diese Werbung verletzt eines der letzten großen Tabus, Masturbation. Macht zwar jeder mehr oder weniger, und alle wissen, daß es alle machen, aber man wird auf keinen Fall darüber reden oder sogar damit angeben. Selbstbefriedigung negiert ja gerade die sexuelle Attraktion durch eine andere Person. Schupelius hätte sich vermutlich genauso über großformatige Werbung für künstliche Vaginas oder Sexroboter aufgeregt.

    • @ mitm
      Schupelius hat offenbar immer genau dann ein Problem mit Sexualität in der Werbung, wenn sie Menschen auffordert bzw ermutigt, selbst aktiv zu sein. Selbst dann, wenn damit gezielt zur Vorsicht und zum Schutz aufgerufen wird. So verurteilt er nicht nur Werbung für Spielzeuge, sondern auch Aufklärungskampagnen zur HIV-Prävention (die er auch nur als „Sex-Werbung“ interpretiert und als „Zumutung“ bezeichnet). Kondomwerbung und den Rat, bei zu schneller Ejakulation einen Arzt zu konsultieren findet er ebenfalls zu „alltagssexualisierend“.
      Angesichts dieser Verbohrtheit muß man sich schon fragen, wo das eigentliche Problem von Schupelius liegt, wenn er eine Alltagssexualisierung beklagt, wo es in Wahrheit um Aufklärung und Selbstbestimmung geht, und das am liebsten verbieten und zensieren will („Gröhe, nimm die Plakate ab!“), aber gleichzeitig Zensur beklagt, wo sexistische und sexualisierende Werbung kritisiert wird, die Frauen schlicht als Eye-Catcher-Deko darstellt. Das erinnert doch sehr stark eher an das unsägliche „Demo für Alle außer die, die nicht das klassische Hetero-Familienmodell leben (wollen)“-Klientel, welches es auch nicht ertragen kann, dass Kinder in der Schule etwas über sexuelle Aufklärung erfahren sollen.

      Schupelius hätte sich vermutlich genauso über großformatige Werbung für künstliche Vaginas oder Sexroboter aufgeregt.

      Spekulation. Da er aber keine Sexualisierung und damit wenig Grund zur Aufregung sieht, wenn nackte Frauen in aufreizenden Posen zu sehen sind, warum sollte er sich über Vaginas aufregen?

    • Um ehrlich zu sein, ich lebe nicht in Berlin, lese nicht die BZ (man kann nicht alles lesen), verfolge bzw. kenne Herrn Schupelius nicht und interessiere mich nicht für ihn und habe den Artikel nur isoliert als solchen betrachtet.

      „man sich schon fragen, wo das eigentliche Problem von Schupelius liegt,“

      Genau das habe ich mich gefragt, mit den obigen Randbedingungen. Verbunden mit der weiteren Frage, warum großformatige Werbung für einen Masturbationsapparat so ungewöhnlich ist, obwohl die Teile millionenfach verkauft werden und sicher ordentliche Profite damit gemacht werden.

      Nun ist Werbung für Masturbationsgeräte zugleich Werbung für das Prinzip Selbstbefriedigung. Das eigentlich Interessante an dieser Werbung ist in meinen Augen diese implizite Werbung für Masturbation. Und wenn sogar multiple Orgasmen versprochen werden, wäre das sogar besser als normaler GV. Damit wird aber die klassische Paarbeziehung direkt infrage gestellt (die MGTOWs lassen grüßen), weil man besseren Sex auch ohne Partner haben kann. Das kann in konservativen und katholischen Kreisen nur blankes Entsetzen hervorrufen. Deswegen müßte solche Werbung logischerweise von diesen Kreisen abgelehnt werden, Schupelius gehört vermutlich dazu, das ist aber zweitrangig.

      Interessant ist, daß wir mit dieser Werbung bzw. deren Ablehnung völlig andere Dinge assoziieren. Als Mann verbinde ich die Ablehnung dieser Werbung vor allem damit, daß unsere Gesellschaften alles mögliche unternahmen und tw. immer noch unternehmen, um Jungen an Masturbation zu hindern, angefangen bei Gruselgeschichten über zerebrale Nebenwirkungen bis hin zur Genitalverstümmelung. Es ist mMn auch kein Zufall, daß fast alle Gesellschaften männliche pubertäre Sexualität unterdrücken, denn andernfalls haben die Jungs lieber Spaß mit sich selber anstatt zu heiraten und Nachwuchs zu produzieren.

      Bei Mädchen ist es heute eher umgekehrt. Weil viele in der Pubertät nicht wissen, wie sie überhaupt einen ersten Orgasmus hinbekommen, wird ihnen Selbstbefriedigung fast schon offiziell nahegelegt. Vermutlich deswegen hast Du bei dieser Reklame positive Assoziationen wie „wo es in Wahrheit um Aufklärung und Selbstbestimmung geht„. Als nicht genitalverstümmelter Junge braucht man keine solche Aufklärung und schon gar keinen Vibrator, um herauszufinden, wie man einen Orgasmus bekommt. Das lernt man extrem schnell ganz alleine. Gibt es überhaupt Vibratoren für Männer? Wäre irgendwie herausgeworfenes Geld. Vermutlich gibt es das trotzdem, weil es alles gibt, aber auf einen für Männer kommen wahrscheinlich 1000 für Frauen. Jedenfalls würde ich einen Vibrator nie mit den Begriffen Aufklärung und Selbstbestimmung verbinden. Eher mit den Begriffen Scherzartikel oder Luxusproblem.

      „… warum sollte er sich über Vaginas aufregen?“

      Weil das auch implizite Werbung für Masturbation wäre, in diesem Fall von Männern, was die Heiratswilligkeit von Männern reduziert, weil sie auch ohne Frau Sex haben.

      PS: was war denn diese heiß diskutierte Kare-Werbung? Ich verpasse immer die spannendsten Sachen, scheint mir. ,-)

    • @ mitm

      “… warum sollte er sich über Vaginas aufregen?”

      Weil das auch implizite Werbung für Masturbation wäre, in diesem Fall von Männern,

      Das sind Brüste und Hintern doch auch. Sollte Schupelius in solchen konservativen Kreisen zu Hause sein, dass man Masturbation und Sexualität in jeglicher Form aus der Öffentlichkeit verbannen will, sollte man schon eine gewisse Konsequenz erwarten dürfen.

    • „[implizite Werbung für Masturbation] sind Brüste und [weibliche] Hintern doch auch.“

      Bei mir nicht. Das sind erotisch besonders anziehende weibliche Körperteile, die die Männer darin bestärken, Frauen sexuell attraktiv zu finden, die also letztlich Heterosex propagieren.

      Masturbation ist das genaue Gegenteil. Mit Masturbation lernst du, daß du keinen Sexpartner brauchst und daß es alleine viel einfacher und effektiver geht. Ich würde sogar die These wagen, daß eine Hauptursache für die heutige hohe Singlequote die private Enttabuisierung der Masturbation ist. [Am Rande: Ich frage mich gerade, wieso ich hier absolute Trivialitäten erzähle, von denen ich unterstelle, daß sie jeder weiß. Vielleicht haben wir da wieder so einen Punkt, wo Männer und Frauen in verschiedenen Welten leben.]
      Wenn man es zu wild treibt, dann kann angeblich so darauf konditioniert werden, daß man mit üblichem Heterosex nicht mehr zum Orgasmus kommt (betrifft Männer und Frauen).

    • [Am Rande: Ich frage mich gerade, wieso ich hier absolute Trivialitäten erzähle,

      Ich ehrlich gesagt auch, und ich verstehe auch dein Argument gerade nicht. Was willst du sagen? Dass Vibratorwerbung Partnerschaften zerstört, weil es zum partnerlosen Sex ermutigt, während aufreizende nackte Frauen zum partnerschaftlichen Sex animieren? Ist ein bisschen weit hergeholt, meinst du nicht? Ist ja nicht so, dass Sexspielzeuge in Partnerschaften keinen Gebrauch finden, oder dass Männer beim Anblick oder beim Gedanken an bestimmte weibliche Körperteile nicht onanieren würden.

    • „Das eigentlich Interessante an dieser Werbung ist in meinen Augen diese implizite Werbung für Masturbation.“

      Ja, und genau da liegt meiner Meinung nach das Problem: Sexualität gilt nur dann als „richtig“, wenn sie heterosexuell erfolgt. Da haben dann weder Masturbation noch Homosexualität etwas verloren. Genau deshalb wird das Darstellen homosexueller Partnerschaften ja auch als „Sexualisierung der Gesellschaft“ bezeichnet währenf heteroseulle Partbnerschaften diese assoziation nicht wachrufen.

      ich würde Schupelius Aufregung ein wenig besser nachvollziehen können, wenn es sich um ein e sehr realistische Darstellung gehandelt hätte (gibt es ja auch). aber das Ding sieht eher aus wie ein Ufo.

    • „Weil viele in der Pubertät nicht wissen, wie sie überhaupt einen ersten Orgasmus hinbekommen, wird ihnen Selbstbefriedigung fast schon offiziell nahegelegt.“

      Wo siehst du das? Also die Tatsache, dass jungen Frauen in unserer Gesellschaft Selbstbefriedigung mehr nahegelegt wird als Männern? In konservativen Gesellschaften dagegen (die Du ja auch ansprichst) ist beides stark tabuisiert, bis hin zum Abschneiden der Klitoris bei Mädchen, das auch dem Zweck der Verhinderung weiblicher Masturbation dient.

      „Gibt es überhaupt Vibratoren für Männer? “

      Jo. Nennen sich „Masturbatoren“ oder „Taschenmuschis“.

      „Wäre irgendwie herausgeworfenes Geld.“

      Warum?

      Die Kare-Werbung war ein großformatiger Männerhintern, der für Sofas warb. Ist schon was um die 15 Jahre her und war damals ein ziemlicher Aufreger.

      Ein anderes Beispiel wäre die Riesenaufregung um die Ausstellung „nackte Männer“ in Wien. Bzw. um ein Plakat, das drei nackte Fußballer zeigt. Es musste dann an „entscheidender Stelle“ überklebt werden. Interessant in diesem Zusammenhang auch die Aussage der Direktorin des Linzer Museums, das sich gegen die Werbung mit nackten Männern entschieden hatte „Wir wollen männliche Körper nicht genauso verfügbar machen, wie es weibliche oft sind“.

      http://www.noz.de/deutschland-welt/kultur/artikel/230393/penis-plakate-uberklebt-schau-uber-nackte-manner-sorgt-fur-aufregung-in-wien#gallery&0&0&230393

    • @Margret: Penis und die weibliche Brust sind mal wieder Äpfel und Birnen. Der Penis unterliegt genau wie die Vulva einem weitaus größeren Schamtabu. Solange man diese eigentlich einfache Regel befolgt, kann man Männer nach Belieben mit nackten Waschbrettbauch als Sexobjekte darstellen, ohne dass das groß stört.

    • @onyx „Was willst du sagen? Dass Vibratorwerbung Partnerschaften zerstört, weil es zum partnerlosen Sex ermutigt, ..“

      Weniger existierende Partnerschaften zerstört, sondern gar keine entstehen läßt. Ich muß gestehen, daß ich kein Experte für die Ursachen unserer hohen Singlequote bin, aber eine hohe Bereitschaft zur Selbstbefriedigung dürfte sich positiv auf eine Entscheidung, lieber Single zu bleiben, auswirken.

      „Ist ein bisschen weit hergeholt, meinst du nicht?“

      Ich finde das naheliegend, daß Männer durch den Anblick nackter Frauen zu Heterosex motiviert werden. Ich sag doch, wir leben in verschiedenen Welten 😉 Ob das umgekehrt bei Frauen und nackten Männern ähnlich funktioniert, wage ich nicht zu beurteilen.

      @Margret: „Wo siehst du … dass jungen Frauen in unserer Gesellschaft Selbstbefriedigung mehr nahegelegt wird als Männern?“

      Ich kenne nur wenige aktuelle Aufklärungsbücher bzw. -Webseiten, aber da schien mir immer ein Hauptthema zu sein, daß viele Mädchen in der Pubertät Probleme haben, einen Orgasmus zu bekommen, und daß ihnen deswegen dazu geraten wird, erst mal alleine die erogenen Zonen auszuprobieren. Jungs haben eher Probleme mit vorzeitigem Erguß oder sie bekommen eingebleut, auf die armen Mädels tempomäßig Rücksicht zu nehmen oder sie ganz in Ruhe zu lassen (anderfalls Aufschrei).

      „Jo. Nennen sich „Masturbatoren“ oder „Taschenmuschis“.“

      Wieso kennt Ihr Frauen Euch mit sowas besser aus als ich???

      „“Wäre irgendwie herausgeworfenes Geld.“ – Warum?“

      Weil es umsonst und einfacher auch ohne geht. Sofern man nicht die Gerätetechnik als künstlerlisch wertvoll und sozusagen als Lifestyle ansieht 😉

      „Riesenaufregung um die Ausstellung „nackte Männer“ in Wien.“

      Du meine Güte. Haben die nicht an etlichen Stellen Marmorstatuen herumstehen, wo man männliche Genitalien sogar in 3D bewundern kann? Ist ja eigentlich nur gerecht, wenn die (Hetero-) Frauen auch mal was zum Kucken haben. Oder waren die Tüpen so häßlich, daß man lieber nicht hinsah?

      „Direktorin des Linzer Museums … Wir wollen männliche Körper nicht genauso verfügbar machen, …“

      Die Dame hat keine Ahnung und trickst mit Begriffen herum. Der männliche Körper als solcher ist laut Grundgesetz in Zweifels- und Verteidigungsfalle als Kanonenfutter verfügbar. In welchem Sinn werden männliche Körper (welcher Männer?) durch Nackbilder für wen (lüsterne Frauen?) verfügbar? das ist mir ein Rätsel.

    • @ mitm

      eine hohe Bereitschaft zur Selbstbefriedigung dürfte sich positiv auf eine Entscheidung, lieber Single zu bleiben, auswirken.

      Ich bezweifle, dass Selbstbefriedigung hier ein bedeutender Entscheidungsfaktor ist. Daher halte ich die Befürchtung der Werbung fürs Singledasein für stark dramatisiert

      “Direktorin des Linzer Museums … Wir wollen männliche Körper nicht genauso verfügbar machen, …”

      Die Dame hat keine Ahnung und trickst mit Begriffen herum. Der männliche Körper als solcher ist laut Grundgesetz in Zweifels- und Verteidigungsfalle als Kanonenfutter verfügbar.

      Du bist gerade derjenige, der trickst. Netter Versuch der Ablenkung. Die Dame bezog sie schließlich nur auf die sexuelle Verfügbarkeit. Kein Grund, auszuweichen.

      In welchem Sinn werden männliche Körper (welcher Männer?) durch Nackbilder für wen (lüsterne Frauen?) verfügbar? das ist mir ein Rätsel.

      Das solltest du die Direktorin des Museums fragen. Und dabei noch die Frage stellen, wie sie es findet, dass sich bei einer ähnlichen Ausstellung mit nackten Frauen niemand um deren Verfügbarkeit Gedanken gemacht hat.

    • „Penis und die weibliche Brust sind mal wieder Äpfel und Birnen. Der Penis unterliegt genau wie die Vulva einem weitaus größeren Schamtabu. Solange man diese eigentlich einfache Regel befolgt, kann man Männer nach Belieben mit nackten Waschbrettbauch als Sexobjekte darstellen, ohne dass das groß stört.“

      Schon klar. Plötzlich sind nackter männlicher Oberkörper und nackter weiblicher Oberkörper genau dasselbe. Aber wenn dann jemand fordert, dass auch Frauen einfach ganz normal oben ohne rumlaufen dürfen (topless equality), ohne dass das als sexuelle Aufforderung oder Belästigung verstanden wird, kommt so sicher wie das Amen in der Kirche: „Aber das ist doch was gaaaaaanz anderes. Die weibliche Brust ist doch ein Geschlechtsmerkmal wie der Penis oder die Vulva. Klar muss das verhüllt werden. Oder diejenige muss sich eben nicht wundern.“

      Was jetzt nun? Weibliche Brust gleich männlicher Brust oder oben ohne bei Frauen gleich unten ohne bei Männern? Das ist wieder so ein typisch antifeministisches „Ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt … Und behaupte mal das eine und mal das andere, wie es grade passt.“

      Übrigens hast Du selbst juristisch Unrecht. Ein unerigierter Penis gilt, ebenso wie die einfache Darstellung der weiblichen Brust, als nicht pornografisch. Dazu gibt es etliche Urteile. Pornografisch wäre erst die Darstellung einer Erektion oder einer geöffneten Vulva. Und damit ist das Plakat der Ausstellung „nackte Männer“ bestens vergleichbar mit obigen Bildern. Nein, warte, nicht ganz: Es ist sogar harmloser, weil die dargestellten Männer keine explizit erotischen Posen einnehmen – ganz im Gegensatz zu den Damen oben.

    • @ Margret

      Schon klar. Plötzlich sind nackter männlicher Oberkörper und nackter weiblicher Oberkörper genau dasselbe. Aber wenn dann jemand fordert, dass auch Frauen einfach ganz normal oben ohne rumlaufen dürfen (topless equality), ohne dass das als sexuelle Aufforderung oder Belästigung verstanden wird, kommt so sicher wie das Amen in der Kirche: “Aber das ist doch was gaaaaaanz anderes. Die weibliche Brust ist doch ein Geschlechtsmerkmal wie der Penis oder die Vulva. Klar muss das verhüllt werden. Oder diejenige muss sich eben nicht wundern.”

      Was jetzt nun? Weibliche Brust gleich männlicher Brust oder oben ohne bei Frauen gleich unten ohne bei Männern? Das ist wieder so ein typisch antifeministisches “Ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt … Und behaupte mal das eine und mal das andere, wie es grade passt.”

      So ist es. Nackte Körper in aufreizender Pose sind kein Problem, da wird keine Sexualisierung gesehen. Aber Schulmädchen in kurzen Hosen, bei denen man 2 cm zu viel Haut sieht, das sind dann plötzlich zu viele sexuelle Reize. Manche haben ganz offensichtlich ein gewaltiges Problem mit Sexualität… m(
      Witzig auch, daneben zuzuschauen, wie sich Adrian und die üblichen antifeministischen Kommentartrolle lieber Gedanken um meine Sexualität machen, statt sich um sich selbst und ihre langweiligen Diskussionen zu kümmern. Naja, Prioritäten und so… 😀

    • „Weniger existierende Partnerschaften zerstört, sondern gar keine entstehen läßt.“

      Ähm, Frauen, die in Beziehungen sind, masturbieren häufiger. Legt nahe, dass Frauen, die Sexspielzeug kaufen, öfter bereits in einer Beziehung sind.

  8. Rein aus Interesse: Wofür wird mit Bild 3 geworben, und war die Vodka-Werbung in dieser Form Teil einer Plakat- oder TV-Kampagne?

    • @ hugor
      Keine Ahnung. Wenn das zu uneindeutig ist, können diese Beispiele problemlos durch andere ersetzt werden. Gibt ja mehr als genug davon. Sie dienen nur beispielhaft des Vergleichs, was bei manchen Menschen so als ok durchgeht und die schnell „Zensur!“ brüllen wenn es von anderen Kritik daran gibt, und was sie selbst gern verbieten wollen.

    • Naja, ich halte es schon für etwas unglücklich, wenn man für seine These, Frauen würden als sexualisierte Deko-Objekte verwendet, die nichts mit dem zu beworbenen Produkt zu tun haben, ein Beispielfoto bringt, bei dem man nicht einmal erkennt, ob es sich überhaupt um Werbung handelt (geschweige denn, dass ein Zusammenhang mit dem beworbenen Produkt fehlt) und ein weiteres, das vermutlich nie für allgemeine Plakat- oder TV-Werbung verwendet wurde und bei dem im Übrigen das Produkt in direktem Zusammenhang mit der abgebildeten Frau steht (ohne Scherz, der Marketing-Gag des Herstellers ist, dass er seinen Edel-Wodka vor Abfüllung über die nackten Körper der betreffenden Models rinnen lässt).

      Aber gut, niemand wird ernsthaft bestreiten, dass in der Werbung Frauenkörper gern und oft als produktfremder Blickfang verwendet werden. Inwieweit bzw. ab wann das tatsächlich eine unangemessene Sexualisierung ist, da halte ich allerdings durchaus eine Reihe von Ansichten für vertretbar.

      Deswegen kann ich mich auch deinem Vorwurf der Doppelmoral nicht anschließen. Ich kenne Schupelius nicht, kann durchaus sein, dass er ein Doppelmoralist ist. Aus den beiden zitierten Artikeln geht das aber nicht hervor. Wenn er, wie du suggerierst, geschrieben hätte, nackte Brüste finde er gut, Vibratorwerbung aber müsse verboten werden, sähe das anders aus. Hat er aber nicht.
      Er vertritt lediglich einerseits die Ansicht, großflächige Werbung für Sextoys im öffentlichen Raum sei sittlich fragwürdig, andererseits wendet er sich gegen das Verbot von „sexistischer, diskriminierender und frauenfeindlicher Außenwerbung“, weil der Inhalt dieses Verbotes völlig unklar sei und damit subjektiver und willkürlicher Auslegung offenstehe, zudem solle seitens der Politik ein bestimmtes Frauenbild vorgeschrieben werden.
      Beides sehe ich genauso, trotzdem befürworte ich weder für ein generelles Verbot der Werbung für Sextoys noch bin ich Fan von Werbung mit leichtbekleideten Frauen – im Gegenteil, ich finde die auch blöd. Dass Schupelius diesbezüglich anders denkt, kann ich seinen Artikeln nicht entnehmen

    • @ Hugor
      Dann such dir halt andere aus, wenn diese dir nicht deutlich genug sind. Hier, oder hier gibts genügend Auswahl.

      Schupelius macht es natürlich geschickt, indem er sich einfach blöd stellt und scheinheilig fragt, wie Frauen denn sonst aussehen sollen, wenn nicht hübsch und dekorativ. Ich halte ihn aber nicht für so blöd, er wird schon genau verstehen, wie es gemeint ist. Er bemüht das Beispiel einer Wäschewerbung und fragt, wie man die Models sonst zeigen solle, wenn nicht in Wäsche. Dass kontextlos sexualisierte Werbung sehr viel häufiger auftritt, und es so ziemlich nichts gibt, was nicht schon mal in irgendeiner Form sexualisiert wurde, ignoriert er der Einfachheit halber. Das ist ihm einfach keine Kritik wert. Er behauptet lediglich, dass er sich an „schlechter Werbung ohne Niveau und Stil, und unappetitlichen und obszönen Sprüchen“ störe. Was er damit genau meint, lässt er unklar. Ein Vibrator und multiple Orgasmen und Kondome scheinen jedenfalls dazuzugehören. Ob die Burgerwerbung mit dem „blow your Mind“-Slogan für ihn auch dazugeört? Oder die Radiowerbung mit dem netzbestrumpften Hintern, der „was hartes“ braucht? Kritik an dieser Art Werbung betrachtet er aber offenbar als nicht zulässige Zensur.

    • @Onyx – „Er behauptet lediglich, dass er sich an “schlechter Werbung ohne Niveau und Stil, und unappetitlichen und obszönen Sprüchen” störe. Was er damit genau meint, lässt er unklar.“

      Mag sein. Aber wenn du so tust, als wüsstest du, was er denkt und meint, und darauf deine gesamte Argumentation aufbaust, ist das nicht wirklich tragfähig.

    • Mag sein. Aber wenn du so tust, als wüsstest du, was er denkt und meint, und darauf deine gesamte Argumentation aufbaust, ist das nicht wirklich tragfähig.

      Das geb ich dann gerne an diejenigen weiter, die immer so genau wissen, was ich so denke und meine und alles mögliche in meine Aussagen reininterpretieren 🙂

  9. Onyx, noch eine Frage: Bist du grundsätzlich dagegen, dass Werbung mit produktfremden Blickfängen/Aufhängern o.ä. arbeitet, oder nur, soweit es um Frauen geht?
    Falls Ersteres, müsste dann nicht auch Werbung mit Kindern, Tieren, Prominenten, Sehenswürdigkeiten etc. pp. verboten werden, so dass Werbung praktisch zur reinen Produktinformation wird (was ich persönlich gut finden würde, aber vermutlich nicht sehr effektiv wäre)?
    Falls Letzteres, was rechtfertigt aus deiner Sicht die Sonderbehandlung?

    • Onyx, noch eine Frage: Bist du grundsätzlich dagegen, dass Werbung mit produktfremden Blickfängen/Aufhängern o.ä. arbeitet, oder nur, soweit es um Frauen geht?

      Ich spreche und sprach nie von etwas anderem als kontextlos sexualisierter und sexistischer Werbung, siehe meine Verlinkungen. Weder sprach ich je nur von Frauen (dass die um ein vielfaches häufiger vorkommen, ist ja nicht meine Schuld), noch stören mich nackte Frauen in Bereichen, wo auch Haut und Sex eine Rolle spielen (Kondome, Dessous etc), sofern diese nicht deutlich herabsetzend und diskriminierend ist (zB Werbung für Flatratepuffs). Ich weiß nicht, aus welchen Phantasien all diese Unterstellungen immer kommen, dass ich (nur) nackte Frauen generell verboten sehen wolle. Das kommt in aller Regel nur von Leuten, die mir lieber Unsinnigkeiten unterstellen wollen, statt sich mit meiner tatsächlichen Haltung auseinanderzusetzen.

    • Onyx, du weichst aus.
      Ich verstehe deinen Standpunkt, so, dass du es generell ablehnst, wenn Werbung von weiblichem Sex-Appeal Gebrauch macht, obwohl das in keinem Bezug zum Produkt steht. Wenn dies in diskriminierender Weise geschieht, ist das abzulehnen, da gebe ich dir völlig recht. In den meisten Fällen ist aber m.E. keineswegs eine Benachteiligung oder Entwürdigung der Frauen zu erkennen. Dein Standpunkt ist also offensichtlich, dass bereits die Instrumentalisierung weiblicher sinnlicher Attraktivität an sich unzulässig ist. Warum aber soll das schlimmer sein als sonstige produktfremde Instrumentalisierungen?

    • Dein Standpunkt ist also offensichtlich, dass bereits die Instrumentalisierung weiblicher sinnlicher Attraktivität an sich unzulässig ist.

      Nein, ist er nicht. Ich habe meinen Standpunkt doch gerade erklärt.

      Warum aber soll das schlimmer sein als sonstige produktfremde Instrumentalisierungen?

      Weil Tiere, Kinder und Sehenswürdigkeiten eher selten mit rein sexuellen Reizen instrumentalisiert werden?

    • Also sind für dich produktfremde Instrumentalisierungen an sich kein Problem? Dann bleibt doch aber wirklich nur übrig, dass du generell gegen die Darstellung weiblicher körperlicher Attraktivität bist, sofern kein konkretes Erfordernis hierfür erkennbar ist.
      Diese Meinung bleibt dir selbstverständlich unbenommen, aber mit dieser Ansicht dürftest du zu einer recht kleinen Minderheit gehören – und zwar auch unter den Frauen.

    • Wir können uns jetzt noch weiter bis zum Sanktnimmerleinstag nur darum drehen, welche Formen der Darstellung weiblicher Nacktheit ich akzeptabel finde und welche nicht, und vom 100. ins 1000. kommen. Schau dir einfach die verlinkten Beispiele an, wenn du es konkret wissen willst. Ich denke, ich habe meinen Standpunkt deutlich genug gemacht und ausreichend begründet. Und ich denke auch nicht dass ich damit allein dastehe.

    • @ Hugor Worum es den meisten Feministinnen, und so verstehe ich das, auch Onyx geht, ist die Gleichsetzung von Frauen mit käuflichen Produkten (extremst bei der Burgerwerbung). Dazu muss die Frau noch nicht einmal nackt sein. Bei Kindern fällt mir zumindest ad hoc keine Werbung ein, die sie mit dem Produkt gleichsetzt (bei Tieren sieht das, auch juristisch, leider anders aus). Bei obigen Werbungen ist das aber der Fall.

      Und ja, das stört sehr viele Frauen.

    • @ Margret

      Worum es den meisten Feministinnen, und so verstehe ich das, auch Onyx geht, ist die Gleichsetzung von Frauen mit käuflichen Produkten

      Nein, noch nicht mal das. Wenn man es so weit fassen würde, wäre tatsächlich jeglicher personifizierte Werbeträger zu kritisieren. Nein, es geht mir um die gezielt sexualisierte Darstellung, die aus einer sonst langweiligen Werbung eine Verkaufsveranstaltung für Prostituierte macht. Besonders auffällig ist das, wenn daneben entsprechende Werbeslogans implizieren, dass es sich um ein Supergünstiges Sonderangebot handle, und die Person daneben so durch betont sexuelle Reize in den Vordergrund rückt, dass offenbar bewußt mit dem Zweifel des Betrachters gespielt wird, ob das Produkt oder die Person zu verkaufen sei.

    • „Wenn man es so weit fassen würde, wäre tatsächlich jeglicher personifizierte Werbeträger zu kritisieren.“

      Nein, denn es kommt ja auf die transportierte Botschaft an. Ein Kind steht oft für Familienglück, Tiere für Erlebnisse in der Natur … vergleichst Du damit aber die obige Hamburgerwerbung, wird klar, dass hier die plumpe Assoziation „Produkt gleich dunkle Frau“ geweckt wird.

    • Nein, denn es kommt ja auf die transportierte Botschaft an.

      Ich schrieb ja, dass ich das auf die Botschaft der sexuell verfügbaren Frau beziehe.
      An einer normal gekleideten Frau, die ohne sexuelle Anspielungen auf ihre Verfügbarkeit einen PC, Möbel oder eine Restaurantkette anpreist, habe ich nichts auszusetzen.

  10. Die Aufregung um die Werbung für die Ausstellung „nackte Männer“ in Wien finde ich übrigens ein wirklich interessantes Thema. Sie führte, wie gesagt, dazu, dass die Werbungen überklebt werden mussten.

    Und auch diese beobachtung hier ist eine Überlegung wert

    „„Es gibt eine andere Werbung in der Stadt, die für eine Ausstellung von Gustav Klimt wirbt. Die Frau ist dort nur mit einem Halsschmuck bekleidet und darüber regt sich niemand auf“, ärgerte sich der Leiter des Leopold Museums, Tobias Natter. “

    Meiner Ansicht nach hat das sehr viel damit zu tun, dass Männer eben mitnichten als Sexobjekte gesehen werden wollen. Sie wollen eben gerade nicht so behandelt werden, wie Frauen in der Gesellschaft in dieser Hinsicht oft behandelt werden. Das wäre, ja, Doppelmoral.

    Ein Comic hat das unlängst ganz gut in Bilder gefasst

  11. Hier ist noch der Comic.

    Einige Männer begründen dies ja damit, dass sie nicht homosexuell seien und bestätigen damit genau das: Sie haben keine Lust, von Menschen, auf die sie persönlich nicht stehen, als Sexobjekt gesehen zu werden. Dies aber werfen sie Frauen dann wieder vor (George Clooney-Argumentation).

    • @ Margret
      Ja ein sehr guter Comic, der es auf den Punkt bringt. Ist mir auf Twitter auch schon aufgefallen.
      Es gibt auch ein Sprichwort, das sinngemäß so ähnlich sagt, Homophobie ist nur die Angst davor, dass dich jemand genauso behandelt, wie du Frauen behandelst.

    • Der Comic transportiert die Botschaft, dass der Typ in der Mitte ein Fehlverhalten zeigt. Daraus folgt, dass es nichts aber auch gar nichts daran auszusetzen gibt, wenn man(n einer Frau auf den Hintern) guckt. Es sei denn, man legt eine Doppelmoral an, wonach ein und dasselbe Verhalten mal Ok ist (bei Schwulen), mal nicht (bei Heteromännern).

    • Der Comic transportiert die Botschaft, dass der Typ in der Mitte ein Fehlverhalten zeigt

      Nein. Der Comic zeigt die Doppelmoral des Typen in der Mitte. Er findet es zwar ok, einer fremden Frau auf den Hintern zu starren, tut es aber ein fremder Mann bei ihm, ist es eine unerhörte Belästigung. Dass es verboten sei, auf andere Hintern zu gucken, wird nicht impliziert. Nur der Mitte-Typ findet es erst dann scheiße, wenn er selbst Zielobjekt, und nicht Jäger ist.

  12. Es ist übrigens interessant, dass niemand zu Schupelius‘ Haltung, Aufklärungskampagnen zur HIV-Prävention verbieten zu wollen, Stellung nimmt, aber dafür viel Verständnis dafür gezeigt wird, dass sexistische und sexualisierte Werbung doch kein Problem seien, und lieber von mir eine Stellungnahme erwartet wird, welche Werbung ich akzeptabel finde und welche nicht. Typische Fokusverschiebung, wenn unangenehme Kritik im Raum steht.

  13. Ich hab mal von einen Test gehört oder einer Umfrage, ich weiß es nicht mehr genau, da wurde getestet/gefragt, wie es mit Flirten/Anmachen – bzw Belästigungen unter den Geschlechtern aussieht. Da wurden dann Testpersonen losgeschickt und über die Reaktionen der ausgetesteten Personen wurde gesprochen. Die wurden dann anderen Leuten gezeigt oder mit den angesprochenen direkt ausgewertet. So ein Mist, ich weiß nicht mehr genau, wie genau die das gemacht hatten -.-

    Egal

    Sehr viele Männer fanden die ablehnenden Reaktionen der Frauen unverständlich – aber waren empört über identische Sprüche von Gleichgeschlechtlichen. Da wurde sogar teilweise mit Gewalt gedroht, wenn der das nochmal wagen würde etc, wie der darauf komme, dass man was von dem wolle … (Ja und wie kommen die darauf, dass Frauen immer angemacht werden wollen?)

    Dass aber die angequatschten Frauen abweisend waren und abgeblockt haben, das konnten sich viele nicht erklären O.o – aber selber angemacht werden von anderen Männern!!! Das ist natürlich the Ultiamtiv Evil

    • @ fussel ich finde es ja auch immer wieder geil, wie das Ablehnen der eigenen Anmache als „fiese Zicke“ gewertet wird, wenn aber eine Frau zu oft drauf eingeht, ist die klarerweise eine „Schlampe“. Du kannst es also eh nur falsch machen und hast die tolle Wahl zwischen „frigider Zicke“ und „Scheiß-Schlampe“.

    • @ Margret
      Jepp. Was lernen wir daraus? Gib einen feuchten Furz darauf, wenn fremde Kasper per Ferndiagnose meinen, dein Verhältnis zur Sexualität kommentieren zu müssen. Sie scheinen nur zu projezieren und haben offenbar nichts sinnvolles zu tun 🙂

  14. „Hat Gunnar Schupelius recht?
    Nein 62.44% (1,162 votes)
    Ja 37.56% (699 votes)“

    Die Mehrheit scheint seine Meinung nicht zu teilen. Das Kinderargument ist bei solchen Themen natürlich immer dabei. Würde man eine Statistik darüber führen, welche Argumente am häufigsten gebracht werden, wenn eine größere Menge sich empört, dann Wäre das Kinderargument ziemlich sicher auf Platz 1. Deswegen glaube ich auch nicht, dass an einem Schulweg Puffwerbung unkommentiert bleibt. Außer sie ist relativ schwer zu erkennen und bietet gleichzeitig keinen Ansatzpunkt für Kinder Fragen zu stellen.

    Was die oberen Plakate angeht ist die Erklärung warum sich darüber weniger aufregen als bei dem untersten relativ einfach. Menschen legen die Regeln was akzeptabel ist und was nicht hauptsächlich nach dem aus wie wir aus dem Alltag kennen. Es spielt also keine Rolle was künstlerisch als pornografisch gilt. Man könnte es Strandmoral oder Schwimmbadmoral nennen. Solange nichts enthüllt wird was man auch dort sehen könnte bleiben die meisten Leute entspannt. Deswegen geht eine unbedeckte Brust manchen Leuten schon zu weit und ich bezweifle deswegen auch, dass es keine Proteste beim vorletzten Plakat gab. Auf der anderen Seite wäre es sicherlich sehr vielen (mindestens) unangenehm, wenn jemand das Vibratording am Strand neben sich liegen hat.

    Um die Frage: „Was denkt mann, wenn man solche Bilder sieht?“ aus meiner Sicht zu beantworten.

    Bild 1: Anspielung auf James Bond Goldfinger
    Bild 2: Die Werbung gefällt mir einfach nicht.
    Bild 3: Werbung für Solarium oder für Urlaubsreisen? (Da scheint ja ziemlich viel weggeschnitten zu sein)
    Bild 4: Über diese Werbung werden sich bestimmt viele aufregen, wenn sie wirklich einfach so draußen hängt.

    Bild 5: Da werden sich viele drüber aufregen, weil sie ihre Kinder (noch?) nicht darüber aufklären wollen (aus dem gleichen Grund aber auch Leute die gar keine jungen Kinder haben).

    Das wären meine 1. und wohl auch letzten Gedanken, weil ich wahrscheinlich nach einem kurzen Blick mich nicht mehr damit beschäftigen würde.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s