#Gewalt in der #Pflege

Ich gehe eine Wette ein.

Jeder Einzelne meiner werten Leserschaft hatte beim Lesen des Titels ein bestimmtes Bild vor Augen.
Schlecht versorgte Pflegebedürftige in erbarmungswürdigem Zustand. Unterernährt, übermüdet, einsam, in Exkrementen liegend, übersät mit Hämatomen, umgeben von überforderten, gestressten oder unmotivierten Pflegekräften, die sich einen Dreck um das Wohl der Leute sorgen. Die sie anschreien, gewaltsam Essen reinstopfen oder es ganz bleiben lassen, Toilettengänge verweigern, Intimsphäre mißachten oder sogar schlagen. Gefundenes Fressen für Team Wallraff & Co und immer für einen Aufreger und eine Schlagzeile gut, wie scheiße die Pflege in Deutschland ist.

Da gibt es aber auch die andere Seite, die Gewalt an Pflegekräften. Ein Tabuthema. Besonders in der Demenzbetreuung ist Gewalt an Pflegekräften ein tagtägliches Problem, mit dem man irgendwie umgehen muß, das aber nicht selten mit „naja die sind halt krank und wissen nicht was sie tun. Das muß man aushalten“ weggewischt wird. Und ich bin mir fast sicher, dass den meisten Außenstehenden in keinster Weise bewußt ist, mit welchen gewalttätigen Übergriffen Pflegekräfte täglich umgehen müssen.

Da wird beschimpft, bespuckt, Kleidung zerrissen, getreten, gebissen, geschlagen, Gegenstände geworfen.

Ich erlebe das fast täglich. Über das schimpfen und beleidigen hört man hinweg. Drecksau, Hure, Schwein, Idiot, Arschloch, Ich fick dich in den Arsch… das sind Dinge, die man oft hört. Man hört dran vorbei und arbeitet weiter. Aber es gibt auch die tätlichen Übergriffe. Einige Kolleginnen waren bereits längere Zeit krank geschrieben, weil sie ernsthafte Verletzungen bei der Pflege davon getragen haben.

-Gehstock an den Kopf geschlagen, dass es blutete
-mit voller Wucht auf den Unterarm geboxt: Fraktur
-Kassack zerrissen
-ins Gesicht gespuckt
-Arm blutig zerkratzt und gekniffen
-Rasierer aus der Hand geschlagen, Rasierer kaputt
-beim Essen anreichen ins Gesicht geschlagen
-bei der Intimpflege ins Schienbein getreten
-bei der Pflege im Bett ins Gesicht getreten
-Telefon aus der Hand geschlagen, Telefon kaputt
-Tür vor der Nase zugeknallt
-mit Wasserflasche geworfen, Glassplitter auf dem Boden
-bei der Pflege Handgelenk festgehalten und verdreht

Wie geht man damit um? Wenn ein dementer Mensch gewalttätig wird, geht man als erstes davon aus, dass das seine Art ist, seinen Unwillen zu zeigen, dass er gerade in diesem Moment diese Pflegemaßnahme nicht haben will. Das einfachste ist also, aus der Situation zu gehen, um der Person die Möglichkeit zu geben, sich zu beruhigen. Es ist gut möglich, dass sie wenige Minuten später sehr viel zugänglicher ist. Klappt aber nicht immer. Oder man geht zu zweit in die Pflege. Nicht, um denjenigen besser „überwältigen“ zu können, sondern schlicht zum eigenen Schutz. Geht erst recht nicht immer. Viele Gewaltausbrüche sind auch ein Zeichen von Angst oder Scham. Das ist aber nicht leicht zu erkennen, wenn keine verbale Kommunikation mehr möglich ist. Im Zweifelsfall ist es also am besten, denjenigen erstmal in Ruhe zu lassen. Wenn er dann mal einen Tag ungewaschen bleibt, ist das kein großes Drama. Wenn aber Wunden nicht versorgt werden können, Essen oder Flüssigkeit nicht gegeben werden kann, Injektionen oder andere Medikamente nicht verabreicht werden können, muß man genau abwägen, wie man sich verhält. Gerade bei Injektionen besteht dann eine große (Selbst-)Verletzungsgefahr.
Meistens sind das Situationen, die nicht akut auftreten, sondern sich über die Zeit hinweg steigern und man hat oft die Möglichkeit, psychiatrisch einzugreifen. Manchmal genügt es sogar, durch spezielle gezielte Betreuung die Situationen zu entschärfen. Aber manchmal kommt es eben doch akut, oder die psychiatrische medikamentöse Behandlung schlägt nicht an. Wenn gar nix mehr geht und die Situation zu eskalieren droht, hilft nur noch der Notruf.

Eine ehemalige Pflegeleitung hatte mal, nachdem das thematisiert wurde, den glorreichen Tipp auf Lager, dass man ja hier in der professionellen Demenzbetreuung sei, da müsse man damit rechnen und klarkommen.

Natürlich muß man irgendwie damit klarkommen. Aber man muß keine Gewalt hinnehmen und sich selbst oder andere Bewohner in Gefahr bringen. Auch von Demenzkranken nicht.

Es erfordert ein verdammt hohes Maß an Beobachtungsgabe, Geduld, Einfühlungsvermügen, Ruhe und pflegefachlicher Kompetenz, solche Situationen richtig einzuschätzen und zu bewältigen. Aber pflegen kann ja jeder und es braucht auch keine besondere Qualifikation. Oder so…
#zynoff

23 Kommentare zu “#Gewalt in der #Pflege

  1. Ehrlich geagt hatte ich eher so ein Bild vor Augen bei der Überschrift, aber das kommt wahrscheinlich daher, dass ich schon mal mit Pfleger_innen gesprochen habe. Auch bei Behinderten- und/oder Sucht-Betreuung ist so etwas nicht fremd.
    Man sollte wirklich Regelungen dafür finden. Der einzige Vorteil ist ja, dass es Arbeitsunfälle sind und zumindest gut und schnell versorgt werden. 😉
    Liebe Grüße
    Lotti

    • Der einzige Vorteil ist ja, dass es Arbeitsunfälle sind und zumindest gut und schnell versorgt werden

      Ja, schöne Theorie. 🙂
      Eine Kollegin hat das mal angesprochen und bekam als Antwort diesen Spruch besagter Pflegeleitung zu hören.

  2. Da erinnere ich mich gleich an den dementen Bewohner, der mir letztes Jahr mit so einer Wucht auf dem Brustbein geboxt hat, dass ich nach hinten getaumelt bin. Kurze Zeit später hat eine Kollegin was von ihm auf die Lippen gekriegt. Die Pflege mit dementen Personen ist natürlich mit einem Berufsrisiko verbunden, wenn man ständig potenzieller Gewalt ausgesetzt ist. Aber auch hier zeigt sich, wie wichtig die Fachkompetenz und die persönliche Voraussetzungen der Pflegekräfte ist. Etwas Phantasie kann da natürlich auch helfen, denn in dem Moment, wenn du mit einem dementen und desorientierten Bewohner kommunizierst, befindest du dich quasi in SEINER Welt. Es ist ein Irrglaube, zu denken, dass es alles Fähigkeiten sind, die jeder Mensch von grundauf beherrscht. Einige Eigenschaften hat man im Blut, andere muss man hingegen erstmal erlernen, also kann eben NICHT jeder pflegen. Das Problem ist natürlich auch nachwievor der Personalmangel, der nicht genug Zeit lässt für Geduld und Beobachtungen, und das genau das verursacht ebenfalls, dass die sonst schon so verwirrten Bewohner in Stress geraten und zuschlagen.

  3. Super Beitrag. Tatsächlich hatte ich zunächst Gewalt durch Pflegekräfte vor Augen. Man liest halt dauernd davon, da ist das Kopfkino wohl vorprogrammiert. Und bei uns gibt es tatsächlich eine Pflegekraft, die als Angehörige nie normal mit mir spricht, sondern andauernd schreit und Vorwürfe macht (weil ich angeblich Süßigkeiten gegeben habe, weil ich eine Wärmflasche gemacht habe, weil ich Kuchen gebacken habe …), das hat das Kopfkino wohl noch verstärkt.

    Diese Seite der Demenz habe ich zum Glück nie kennengelernt. „Nur“ Beschuldigungen als Diebin, Lügnerin, alles falsch gemacht etc. Was auch wehtut, aber natürlich harmloser ist. Ich kann auch die Sprüche der Art „naja, das Alter“ nicht mehr hören. Weil man weiß das ja und schlimm ist es dennoch. V. a. bei Vorkomnissen, wie Du sie beschreibst. Dass eure Vorgesetzte da so wenig Verständnis hat, ist sicher frustrierend.

    • Diese Vorgesetzte ist nicht mehr da. Die sitzt mittlerweile in einem großen Büro der Geschäftsstelle. Tja. 🙂

  4. Ich empfinde große Hochachtung vor allen, die diese extremen Herausforderungen in der Pflege Tag für Tag aushalten und irgendwie damit umgehen!
    Die „psychatrisch medikamentöse Behandlung“ ist vor diesem Hintergrund verständlich, sollte aber m.E. nicht vornehmlich „ruhig stellen“, sondern die Laune der Bewohner heben – das muss doch eigentlich möglich sein – ?

    • Es gibt auch hier, wie bei jeglicher medizinischer Behandlung das Problem, dass nicht immer jeder auf jede Behandlung gleich reagiert. Was bei dem einen super funktioniert, muß es beim nächsten noch lange nicht.

  5. Finde den Beitrag sehr interessant. Ich frage mich hierbei immer, wie sollen die Angehörigen damit umgehen? V.a. auch, wie sollen sie sich den Pflegekräften gegenüber verhalten, wenn ihnen das bekannt wird?

    • Die werden natürlich mit einbezogen und es werden Beratungsgespräche geführt, welche Möglichkeiten es da gibt. Für die ist das auch schwer, klar. Die meisten verhalten sich sehr verständnisvoll, wenden sich mit Fragen an die Pflegekräfte und sind da auch vertrauenvoll. Ist nicht immer so. Manche machen auch Vorwürfe, wie das denn sein kann, so war dieser Mensch doch früher nie, und warum machen wir denn nix dagegen, usw. Aber wenn man sie ruhig und sachlich über das Krankheitsbild aufklärt und welche Folgen zB eine medikamentöse Einstellung haben kann, beruhigt sich das meist schnell. Manche kommen damit auch gar nicht zurecht und kommen seltener zu Besuch. Sie überlassen uns komplett alle Entscheidungen und sind froh dass sich irgendjemand kümmert. Wie immer im Leben: Gibt nix was es nicht gibt.

  6. Wenn der Betrieb mit gewalttätigen Klient_innen rechnet, dann muss der Betrieb aber auch entsprechend Vorsorge tragen. Um die Klient_innen, aber auch das betreuende Personal zu schützen. Zum Beispiel für Schulungen in Deeskalation und in deinem Fall Validation Sorgen, das ermöglichen einer guten Biografiearbeit, damit man überhaupt auf ihre Aggressionen und Ängste eingehen kann und nicht zuletzt in der Einrichtung eine Atmosphäre schaffen, die den Klient_innen Ruhe und Vertrauen vermittelt. Außerdem muss der Raum dafür geschaffen werden, in dem Pflegekräfte ernst genommen werden, wenn sie über Angriffe (und auch Belästigungen) sprechen, ohne dabei abgefertigt oder ausgelacht zu werden. Sicher sind viele Angriffe in der Krankheit zu suchen, aber ich muss diese nicht hinnehmen. Dafür sind wir nicht da.
    Ich kann auch nur jedem empfehlen, der von Patient_innen angegriffen wird, geradewegs dendie Betriebsärztin aufzusuchen und diese zu melden. Arbeitgeber_innen haben mich in der Ausübung meines Berufes zu schützen.

    • Wenn der Betrieb mit gewalttätigen Klient_innen rechnet, dann muss der Betrieb aber auch entsprechend Vorsorge tragen. Um die Klient_innen, aber auch das betreuende Personal zu schützen. Zum Beispiel für Schulungen in Deeskalation und in deinem Fall Validation Sorgen, das ermöglichen einer guten Biografiearbeit, damit man überhaupt auf ihre Aggressionen und Ängste eingehen kann und nicht zuletzt in der Einrichtung eine Atmosphäre schaffen, die den Klient_innen Ruhe und Vertrauen vermittelt.

      Gibt es alles. Es gibt regelmäßig Schulungen und Fortbildungen, Beratungsabende für Angehörige von Demenzkranken, Ruhe-Oasen (Snoozleräume, bzw diverses Snoozlematerial), speziell geschulte Betreuungskräfte, die durch spezielle individuelle Beschäftigungsangebote Unruhephasen und Ängste vermeiden oder verringern können. Es lässt sich dadurch aber auch nicht jede gefährliche Situation vermeiden. Darum ist es wichtig, wie du sagst, Pflegekräfte nicht damit abzuspeisen, dass es halt ein gewisses Berufsrisiko gibt. Es gibt auch für die AG das Berufsrisiko dass theoretisch morgen jede Pflegekraft fristlos kündigen kann…

  7. Ist halt berufsrisiko. Wenn die Pflegekraft damit nicht umgehe kann, kann sie sich versetzen lassen. Ist eigentlich kein Problem. Warum wird hier wieder eins gemacht?

    Meine Frau wurde auch von einem Demenzkranken angegriffen, zwei, drei Tan Sao, und gut wars.

    Vielleicht einfach mal selber schauen, was man selbst tun kann, anstatt alles auf den AG abzuwälzen. Was soll dieser auch tun? Die kranken nach hause schicken? Wenn die Angehörigen ihn nicht pflegen können? Es ist euer job verdammt, kommt damit klar.

    • Ach der imion mal wieder. Welche Ehre.
      Zu deiner Äußerung gibt es nur eine Antwort: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten.

      Sonst bist du der größte Jammerer unter der Sonne, wenns darum geht, Männer als Opfer ausbeuterischer Frauen hinzustellen, weil Männer es ja sooooo viel schwerer im Leben haben als Frauen. Und wenn ein realistisches Problem thematisiert wird, von dem du offensichtlich genau NULL Ahnung hast, fällt dir nur „kommt halt damit klar“ ein. Aber logisch. Du gehörst halt zu der Sexistenfraktion, die Probleme nur dann sieht, wenn Männer Opfer und/oder Frauen Täter sind. Bei allem anderen ist man irgendwie immer selbst Schuld und soll halt selbst sehen, wie man klarkommt. Es ist fast witzig. Fast. Eigentlich ist es nur dumm. Störe einfach nicht weiter diejenigen, die wissen, wovon sie reden. Und tschüß.

    • Arbeitgeber_innen sind verpflichtet, berufsbedingte Gesundheitsrisiken ihrer Mitarbeiter_innen auf ein Minimum zu reduzieren (falls du dich mal gefragt hast, wofür es gesetzliche Unfallversicherung und Berufsgenossenschaften gibt). Man Stelle sich vor Polizist_innen und Bauarbeiter_innen müssten sich allein um Sicherheitsvorkehrungen kümmern.
      Und nein: es ist nicht unser Job, uns schlagen zu lassen.

    • Stell dir mal, alle Pfleger, die jeden Tag von Demenzkranken verprügelt werden, lassen sich versetzen…

      Stell dir mal vor, alle schlecht bezahlten Pfleger auf Stationen mit zu niedrigen Personalschlüssel, legen die Arbeit nieder…

      Stell dir mal vor… du würdest weiter als von der Tapete bis zur Wand denken…

    • „Ist halt berufsrisiko. Wenn die Pflegekraft damit nicht umgehe kann, kann sie sich versetzen lassen. Ist eigentlich kein Problem. Warum wird hier wieder eins gemacht?

      Meine Frau wurde auch von einem Demenzkranken angegriffen, zwei, drei Tan Sao, und gut wars.

      Vielleicht einfach mal selber schauen, was man selbst tun kann, anstatt alles auf den AG abzuwälzen. Was soll dieser auch tun?“

      Genau. Ich finde auch, Arbeiter sollten ab jetzt ungeschützt an Maschinen arbeiten. Oder ohne Helm auf dem Bau. Wenn sie sowas wollen, müssen sie es halt selbst mitbringen. Ist halt Berufsrisiko. Vielleicht einfach mal selber schauen, was man selbst tun kann, anstatt alles auf den AG abzuwälzen. Was soll immer diese Rumjammerei wegen Betriebsunfällen?

      Jetzt mal ehrlich: Selten habe ich bisher so einen Stuss gelesen. Ist dir dein Beitrag beim zweiten Lesen nicht selbst peinlich?

    • Genau. Ich finde auch, Arbeiter sollten ab jetzt ungeschützt an Maschinen arbeiten. Oder ohne Helm auf dem Bau. Wenn sie sowas wollen, müssen sie es halt selbst mitbringen. Ist halt Berufsrisiko.

      Autsch, was wäre das für eine Empörung. Zu Recht.

      Jetzt mal ehrlich: Selten habe ich bisher so einen Stuss gelesen.

      Och, ich schon. Auch zum Thema Pflege haben schon einige bewiesen, wie ahnungslos sie sind.

      Ist dir dein Beitrag beim zweiten Lesen nicht selbst peinlich?

      Wohl kaum. Das Thema ist ja nicht geschlechtspezifisch. Aber Leute wie imion denken ja nur von 12 bis Mittag. Sobald irgendein Problem auftaucht, was mehrheitlich Frauen betrifft (die meisten Pflegekräfte sind nun mal weiblich), setzt Schnappatmung ein. Machste nix. Sexisten halt.

    • Antifeminist, ist doch klar. Wenn es darum geht, zu thematisieren, warum Männer im Schnitt mehr verdienen, dann kommt sofort der Hinweis, dass Männer mehr in härteren Berufen arbeiten, deswegen soll ihnen nicht nur mehr Gehalt zustehen, sondern auch mehr Investitionen für Präventionen und medizinischen Behandlungen, um die sich die Männerrechtler so sehr bemühen. Nur für die Pflege gilt das nicht, einfach aus dem Grund, weil die meisten Beschäftigten Frauen sind, aus keinem anderen Grund. Wenn Frauen sich für diesen Knochenjob entscheiden, dann sollen sie doch bitte auch alle Nachteile – ohne Forderungen nach Verbesserungen – in Kauf nehmen. Die schlechte Bezahlung, die gesundheitlichen Risiken, den Stress wegen Personalmangel…

      Sorry, wenn ich das so sage, aber imion ist einfach ein misogynes Arschloch hoch 10! Sagen wir mal ein Mann arbeitet in einem sehr konfortablem Büro, wo er den Großteil seiner Arbeit an Kollegen weiterreicht, von seiner Assistentin mit Nackenmassagen und selbstgemachten Smoothies verwöhnt wird und er dafür monatlich einen üppigen Gehaltscheck plus Bonus kassiert, und eine Frau müsste 10 Stunden am Tag in einem Bergwerk arbeiten, ohne Schutzkleidung, Krankenversicherung und angemessener Bezahlung, SELBST IN DIESEM FALL würde Imion behaupten, dass es dem Mann schlechter geht als der Frau. So doof und sexistisch ist er!

    • Nur für die Pflege gilt das nicht, einfach aus dem Grund, weil die meisten Beschäftigten Frauen sind, aus keinem anderen Grund. Wenn Frauen sich für diesen Knochenjob entscheiden, dann sollen sie doch bitte auch alle Nachteile – ohne Forderungen nach Verbesserungen – in Kauf nehmen. Die schlechte Bezahlung, die gesundheitlichen Risiken, den Stress wegen Personalmangel…

      Richtig, das wurde zu einem ganz ähnlichen Thema schon mal diskutiert. Ist also keine Einzelerscheinung, sondern scheint einigen fest ins Hirn gemeißelt zu sein, dass Frauen, die in Berufen arbeiten, die mit gewissen Gesundheits- und anderen Risiken verbunden sind, gefälligst die Klappe zu halten haben. Weil, „selbst ausgesucht“, und so.

      Ich meine, dass viele Feministinnen trotz zahlreicher Hinweise zu dem Thema weniger laut sind, als sie es sein könnten und müßten und ihre Energien stattdessen in Bereiche investieren, die zwar nicht unwichtig, aber in meinen Augen im Vergleich weniger relevant sind, gefällt mir auch nicht. Das teilen sie ja mit vielen anderen. Aber wenigstens labern die nicht so eine unfassbare Scheiße über Pflege- und Care-Berufe.

    • „Wohl kaum. Das Thema ist ja nicht geschlechtspezifisch. Aber Leute wie imion denken ja nur von 12 bis Mittag. Sobald irgendein Problem auftaucht, was mehrheitlich Frauen betrifft (die meisten Pflegekräfte sind nun mal weiblich), setzt Schnappatmung ein. Machste nix. Sexisten halt.“

      Ja, der Witz ist halt, dass das Thema Arbeitsschutz jetzt absolut nichts mit Geschlechterthemen zu tun hat (das wollte ich ihm mit meinen Beispielen auch vor Augen führen). Nur imion versucht, eins draus zu machen. Warum auch immer.

      War er das nicht auch, der bei Miria vehement der Meinung war, sie als Sexarbeiterin würde Männer ausnehmen und benachteiligen?

    • Keine Ahnung. Ist mir auch egal. Ich denke, es ist deutlich genug geworden, dass er zum Thema hier (wie bei vielem anderen auch) keine Ahnung hat.

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