In der Vergangenheit wühlen – je nach Geschlecht erlaubt oder nicht

Anne Wizorek hat in ihrem aktuellen Artikel ein paar Fragen zum Fall Lohfink gestellt. Eine greife ich mal raus.

Warum ist es nicht relevant, dass einer der Männer in der Vergangenheit durch ähnliche Taten aufgefallen sein soll?

Auf einem Antifem-Blog hat man eine glorreiche Antwort darauf gefunden:

„Wenn man zwei Absätze vorher postuliert, dass die Vergangenheit der Angeklagten Lohfink nicht relevant sein sollte, ist das eine äußerst merkwürdige Frage. Aber was bei Frauen auf gar keinen Fall sein darf, nämlich das Herumrühren im Vorleben, denn das ist ja „slut-shaming“, das geht bei Männern natürlich problemlos.“

Hat dabei wohl allerdings einen wichtigen Unterschied „übersehen“.

Während Lohfinks „schlimme Vergangenheit“ darin besteht, sich medienwirksam ins Rampenlicht zu stellen, damit aber niemandem geschadet hat (obwohl sie ja darum per se schon mal kein Opfer sein kann, darum mußmußmuß immer und immer wieder betont werden was das für ne Schlampe ist…), geht es bei dem jungen Mann darum, dass er bereits bei anderen Frauen übergriffiges Verhalten gezeigt haben soll. Ein winzig kleiner Unterschied, den man im Eifer des Gefechts schon mal vernachlässigen kann. Allerdings halte ich den Punkt ja für wesentlich relevanter. Aber was weiß ich schon.
Besagter Kommentator zieht eine künstliche Grenze zwischen den Geschlechtern („was bei Frauen nicht sein darf, geht bei Männern“), statt darauf zu achten, wie sich das Verhalten konkret unterscheidet.

Insofern ist Wizoreks Frage natürlich völlig berechtigt. Aber das darf man ja nicht sagen. Wenn das Gericht festgestellt hat, dass Lohfink schuldig ist, dürfen keine kritischen Fragen mehr gestellt werden, klar.

55 Kommentare zu “In der Vergangenheit wühlen – je nach Geschlecht erlaubt oder nicht

  1. In beiden Fällen ist die Frage nach der Vergangenheit nicht relevant – mit wem Frau Lohfink wann was getan haben soll und wann welche Filme veröffentlicht (freiwillig) hat ebensowenig mit dem Fall zu tun wie mit wem der Kläger wann was getan haben soll. Selbst wenn er in der Vergangenheit übergriffig/gewalttätig etc. gewesen wäre, läßt sich daraus nicht auf den Lohfink-Fall schließen; ebensowenig wie man aus dem Verhalten von Frau Lohfink in anderen Situationen auf das Verhalten in der Tatnacht schließen darf.

    • In beiden Fällen ist die Frage nach der Vergangenheit nicht relevant – mit wem Frau Lohfink wann was getan haben soll und wann welche Filme veröffentlicht (freiwillig) hat ebensowenig mit dem Fall zu tun

      witzig, dass diese Erkenntnis gerade jetzt kommt. Und ich wette, dass das weiterhin auch die meisten völlig ignorieren werden.

  2. Diese Erkenntnis habe ich schon immer gehabt.
    Es gibt kein „Rock zu kurz“. Für Frauen wie für Männer.
    Und in den Kreisen, die ich lese, habe ich auch nichts anderes gelesen. Mag sein, daß mal wieder irgendein Spinner irgendwas in den Kommentaren geschrieben hat, aber der ist dann ja wohl auch genauso irrelevant wie die „Männerpopulation auf 10% dezimieren“-Feministinnen, oder?

    • ganz offensichtlich nicht, nein.
      ich finds ja wirklich lustig, dass plötzlich Lohfinks Vergangenheit auf einmal so völlig unwichtig sein soll. ^^ Wenn ich Zeit und Lust hab, werd ich mal ein paar Zitate zusammnenstellen.

      Jede beschissene 3.klassige Kommentarspalte in jedem verfickten Artikel, der meint, sich auf sie stürzen zu müssen, beweist klar das Gegenteil.

  3. Ich liefere dir gerne zu jedem Lohfink-kritischen Artikel in den Medien vor der Urteilsverkündung zwei, die Lohfink als Opfer darstellen.
    .
    .
    Inwiefern ist Frau Wizorek eigentlich berechtigt, Fragen zur (angeblichen) Vergangenheit des/der Männer zu stellen, wenn diese Fragen (zu recht) zur Vergangenheit von Frau Lohfink nicht gestellt werden sollen?

    • nein darum gehts nicht. Es geht um die Doppelmoral, dass Lohfink monatelang aufgrund ihres Auftretens und ihrer Vergangenheit als Pornoschlampe geächtet wurde und immer noch wird. Und jetzt plötzlich, wo die Vergangenheit einer der Männer angesprochen wird, solls auf einmal niemals ein Thema gewesen sein?

      Ich lache später.

  4. Wenn Antifemis angeblich von sich aus so viel Mist reden, wieso greifst du dann so häufig auf Strohmänner und wilde Interpretationen zurück? Um nur ein Beispiel zu nennen:

    „Wenn das Gericht festgestellt hat, dass Lohfink schuldig ist, dürfen keine kritischen Fragen mehr gestellt werden, klar.“

    Das stand nirgendwo in dem Blogartikel (auf den du nicht verlinkt hast). Der Vorwurf ist eher, dass die ganzen Fragen bereits beantwortet sind. Die Überschrift allein bringt das schon spöttisch zum Ausdruck „Antworten, die Anne Wizorek nicht findet“. Was zumindest zum Teil stimmt, denn selbst wenn dir neben dieser Antwort andere nicht passen, bezweifel ich dass selbst du bei allen widersprechen kannst. Bei manchen würde ein Minimum an Aufwand reichen um an sie zu kommen. Im Bestenfall hat sich das Wizorek gespart, im schlimmsten hat sie es bewusst offengelassen um Ungerechtigkeiten größer darzustellen als diese sind (sofern überhaupt vorhanden, ähnlich wie es gerne beim Gender Pay Gap gemacht wird).

    Das für mich offensichtlichste Beispiel wäre die Sache mit den unterschiedlichen hohen Geldsummen. Jeder der sich mit so einem Fall nur ansatzweise beschäftigt sollte die Antwort kennen oder ohne jede Mühe herausfinden können. Wenn Feministen nur halb so kritisch mit den „eigenen“ Leuten wäre wie mit seinen Gegnern, dann würde man jetzt kritisch danach Fragen wieso Wizorek das nicht konnte. Dafür müsste man sich aber natürlich an seine eigenen Regeln halten und nicht nur darüber lästern, dass diese nicht von den Gegnern eingehalten werden.

    (Du kannst mir gerne wieso oft vorwerfen ich würde das irgendwie genauso tun, aber dann bitte mit eindeutigen Aussagen von MIR und ohne Interpretationen die unteranderem darauf beruhen wie ich angelich denke.)

    • Der Vorwurf ist eher, dass die ganzen Fragen bereits beantwortet sind.

      Aha. Vielleicht ist es mir ja entgangen. Aber warum ist denn die Vergangenheit des einen Mannes irrelevant, während auf Lohfinks Vergangenheit bis zum Erbrechen herumgetrampelt wird?

    • Wer macht das? Also beides zusammen. Ist die Person die den Blogartikel geschrieben hat eine von denen die das irgendwo in den Kommentarspalten oder sonst wo auf Lohfinksvergangenheit gezeigt hat? Oder hat sie zumindest diese Leute irgendwie verteidigt oder das Verhalten runtergespielt?

      Bin mir absolut sicher irgendwer hat das bestimmt getan, aber aus dem einem Blogbeitrag wird das nicht ersichtlich (außer ich habe was übersehen). Wenn dies aber an anderer Stelle der Fall ist, dann solltest du diese ebenfalls als Zitat einfügen.

      Ansonsten ist die einzige Verbindung die, dass du den Großteil aller Feminismusgegner (egal ob direkten oder indirekten) in die gleiche Schublade packst und wenn das legitim ist, dann ist es ebenfalls legitim wenn die das mit Feministen genauso tun.

    • Wie hätte es anders sein sollen. Du redest auch wieder nur in deiner typischen „die aber auch“-Rhetorik auf Meta-Ebene um den eigentlichen Punkt drumherum. Ich wiederhole für dich noch mal:

      „Während Lohfinks „schlimme Vergangenheit“ darin besteht, sich medienwirksam ins Rampenlicht zu stellen, damit aber niemandem geschadet hat (obwohl sie ja darum per se schon mal kein Opfer sein kann, darum mußmußmuß immer und immer wieder betont werden was das für ne Schlampe ist…), geht es bei dem jungen Mann darum, dass er bereits bei anderen Frauen übergriffiges Verhalten gezeigt haben soll.“

      Also noch mal die Frage konkret, in der Hoffnung, dass du dich mal zum Punkt äußerst: was legitimiert dazu, Lohfink ihre Vergangenheit, die einzig ihr eigenes Auftreten betrifft, zum Vorwurf zu machen, ihre Glaubwürdigkeit zu beschneiden und schuldverstärkend zu werten, während die Nachfrage nach früherem Verhalten eines der Typen, der nach Aussage einer Zeugin bereits sexuelle Übergriffe ihr gegenüber verübt haben soll, nicht legitim sein soll?

    • Du ignoriest nicht nur den „Die aber auch Teil sondern auch den gesamten restlichen Punkt den ich gemacht habe. Wer macht Lohfinks verhalten ihr zum Vorwurf? Ist es die gleiche Person die nun behauptet man dürfe dies nicht bei den Männern tun oder werden diese Leute von dieser in Schutz genommen? Wenn nein ist es nicht Doppelmoral.

      Wenn du meinst die Vergangenheit der Männer sei relevanter als die von Lohfink, weil ihr Verhalten dort mehr aussagt und schlimmer, dann ist das legitim. Aber es ist nicht automatisch Doppelmoral wenn jemand nicht zu diesen Schluss kommt. Gerade wenn er denkt die Vergangenheit sollte in Beiden Fällen rausgehalten werden.

      Was meine Ansicht angeht ist die Nachfrage was die Männer sich zu schulden kommen gelassen haben höchstens im Vergewaltigungsprozess legitim. Wenn das Gericht zum den Schluss kommt sie sind unschuldig sollte das beim nächsten Verfahren wegen Falschbeschuldigung keine Rolle spielen.

  5. Die Vergangenheit einer angeklagten Person ist wichtig für die Frage der Schuld. Egal ob Lohfink oder damals Kachelmann – immer muss die Vergangenheit beleuchtet werden.
    In diesem jetzigen Verfahren ist die Vergangenheit des einen Mannes unwichtig, da er nur ein Zeuge ist. Kein Gericht hat die Pflicht bei einzelnen Zeugen in der Vergangenheit rumzuwühlen.
    Bei der Verhandlung, in der es um den Film und die angebliche Vergewaltigung ging, wurde sicher auch die Vergangenheit der Angeklagten beleuchtet. Diese Verhandlung ist allerdings schon etwas her und war nicht so sehr medial aufbereitet.

  6. Nachdem es ja hier um meinen Artikel geht, werde ich vielleicht auch ein paar Takte dazu sagen dürfen.
    Zunächst: Ich stimme Miata zu in dem Punkt, dass weder die Vergangenheit von Lohfink noch die der zwei von ihr Beschuldigten von nirgendwelcher Relevanz ist. Natürlich sind in manchen Gerichtsverfahren die Leumunde der Beteiligten auch von Bedeutung, in dem aktuellen Verfahren sind sie aber einfach irrelevant.

    • Es geht nicht nur um den Leumund. Es ist üblich, in einem Verfahren auch zu fragen, inwieweit jemand ähnliches (eventuell eben strafrechtlich relevantes verhalten) Verhalten bereits zuvor gezeigt hat. Es war beispielsweise im Fall Heidi K. sehr relevant, dass sie bereits zuvor oft und häufig Lügengeschichten erzählt hat.

  7. Sorry, aus Versehen zu schnell abgeschickt, sollte ja noch weiter gehen…

    Des weiteren, das habe ich schon in meinem Artikel erwähnt, ging es in diesem Verfahren nicht darum, ob da eine Vergewaltigung stattgefunden hat. Das wurde längst entschieden, und zwar nicht aus Mangel an Beweisen, sondern es fand erwiesenermaßen keine Vergewaltigung statt, wie das andere Gericht entschieden hat. Auch wenn Euch das immer noch nicht passt. In diesem Verfahren ging es darum, zu entscheiden, ob Lohfink nachzuweisen ist, dass sie absichtlich ihre beiden Opfer (ja, das ist so, auch wenn Du das nicht gerne hörst) falschbeschuldigt hat. Und auch das hat das Gericht als erwiesen angesehen.

    Wenn es also schon gar nicht mehr darum ging, ob eine Vergewaltigung stattgefunden hat, warum sollte es dann relevant sein, ob die beiden Männer vorher schon mal übergriffig gewesen sein könnten? Was zudem m.W. auch nicht gerichtsfest festgestellt, sondern nur von Ex-Freundinnen behauptet wird. Es ging in dem Verfahren eben nicht mehr um das Verhalten der Männer, sondern um das Verhalten von Lohfink. Nur weil Ihr das Verhalten der Männer zum Thema machen wollt, muss es deswegen lange nicht das Thema des Gerichts sein.

    Die einzigen, die in der Debatte ständig behaupten, Lohfinks Vergangenheit hätte irgendwas mit dem Gerichtsverfahren zu tun, sind Feministinnen. Das was Ihr (Wizorek und anscheinend auch Du) nicht auseinanderhalten könnt oder wollt, ist die Debatte in der Gesellschaft und das Gerichtsverfahren. In der Öffentlichkeit wimmelte es nur so von unterirdischen Äußerungen gegen Lohfink, da gebe ich Dir vollkommen recht. In Kommentarspalten und selbst im Gerichtsgebäude, wo drei Idioten sie als Hure und Schlampe beschimpften. Das ist zu verurteilen, davon distanziere ich mich (problemlos), auf so ein Niveau würde ich mich niemals herab geben. Und selbstverständlich bin ich der Ansicht, dass auch eine Frau mit dem miesesten Leumund vergewaltigt werden kann, und diese Vergewaltigung auch verfolgt und bestraft gehört.

    Nur: Das hat mit dem Gerichtsverfahren als solchem wenig bis gar nichts zu tun. Frau Lohfink hat sich nicht aufgrund ihrer Vergangenheit unglaubwürdig gemacht – das hat m.W. im Gerichtssaal auch überhaupt keine Rolle gespielt -, sondern weil ihre Story signifikant nicht mit den Videobeweisen und mit ihrem kompletten Verhalten in der Sache zusammen passt. Sie behauptet eine Vergewaltigung, auf den Videos ist zu sehen, wie sie freiwillig mitmacht, sie tanzt, sie lacht, sie bestellt ne Pizza etc. Sie behauptet KO-Tropfen. Wie kann man mit KO-Tropfen ne Pizza bestellen? Als sie anfangs die Videos aus dem Netz bekommen will, sagt sie noch, der Sex sei einvernehmlich gewesen, behauptet aber erst später, es sei eine Vergewaltigung gewesen. Sie behauptet, sie sei am nächsten Tag zur Ärztin gegangen, die Verletzungen festgestellt habe, schleppt dann aber ein Attest an, das von einem Besuch erst zehn Tage später kündet, an dem auch keinerlei Verletzungen gefunden wurden. All das trägt nicht wirklich zur Glaubwürdigkeit bei.

    Ich behaupte, Lohfinks Vergangenheit war für die Entscheidung des Gerichts absolut nicht von Belang. Das der Richterin zu unterstellen, ist unfair.

    • Die einzigen, die in der Debatte ständig behaupten, Lohfinks Vergangenheit hätte irgendwas mit dem Gerichtsverfahren zu tun, sind Feministinnen. Das was Ihr (Wizorek und anscheinend auch Du) nicht auseinanderhalten könnt oder wollt, ist die Debatte in der Gesellschaft und das Gerichtsverfahren.

      Wie witzig. Zeig mir mal die Stelle in meinem Text, an der du meinst, das herauslesen zu können.
      Wo äußere ich mich zum Prozess? Wo unterstelle ich der Richterin irgendwas?

      Du meinst mir hier einen Vortrag halten zu müssen, zu Punkten, die in meinem Text keinerlei Relevanz haben. Ja, die ich noch nicht mal erwähne. Was du mir hier vorwirfst, ist ein hübsches Sammelsurium an haltlosen Unterstellungen. Naja gut, wenn ich sagen würde, dass mich das überrascht, wärs auch gelogen.

      Im Gegensatz zu deinen Unterstellungen beziehe ich mich ausschließlich auf die gesellschaftliche Wahrnehmung, wie sie in Mainstreammedien deutlich wurde. Von unzähligen anonymen Kommentatoren, Bloggern und Twitterern ganz zu schweigen.

      Ach ja, nur der Korrektheit halber:

      In der Öffentlichkeit wimmelte es nur so von unterirdischen Äußerungen gegen Lohfink, da gebe ich Dir vollkommen recht. In Kommentarspalten und selbst im Gerichtsgebäude, wo drei Idioten sie als Hure und Schlampe beschimpften. Das ist zu verurteilen, davon distanziere ich mich (problemlos), auf so ein Niveau würde ich mich niemals herab geben. Und selbstverständlich bin ich der Ansicht, dass auch eine Frau mit dem miesesten Leumund vergewaltigt werden kann, und diese Vergewaltigung auch verfolgt und bestraft gehört.

      Dann nehme ich das bezüglich deiner Person zurück. Ändert aber nichts am Gesamtproblem

    • @onyx:
      „Ja, die ich noch nicht mal erwähne. Was du mir hier vorwirfst, ist ein hübsches Sammelsurium an haltlosen Unterstellungen.“

      Merke dir das Gefühl und denke daran, dass es mir bei dir geschätzt je nach Diskussion zwischen 20% und 80% so geht. Wobei ich auch schon Fälle mit anderen hatte die gegen 100% gingen.

    • Zeig mir mal die Stelle in meinem Text, an der du meinst, das herauslesen zu können.
      Wo äußere ich mich zum Prozess? Wo unterstelle ich der Richterin irgendwas?

      Ganz einfach: Du verteidigst Wizorek. Und Wizorek äußert sich im wesentlichen zum Prozess und erst in zweiter Linie zur öffentlichen Debatte. Wizorek hat die Frage

      Warum ist es nicht relevant, dass einer der Männer in der Vergangenheit durch ähnliche Taten aufgefallen sein soll?

      ganz eindeutig mit Bezug auf den Prozess gestellt, nicht auf die öffentliche Debatte. Und Du bestätigst sie mit:

      Insofern ist Wizoreks Frage natürlich völlig berechtigt.

      Aber gut, in konzediere, dass es DIR im Gegensatz zu Wizorek NUR um die öffentliche Debatte geht. Dann darf ich jetzt auch davon ausgehen, dass Du an dem Urteil nichts auszusetzen hast?

      Wo ist denn bitte das hübsche Sammelsurium an Unterstellung Dir gegenüber?

      Meine gesellschaftliche Wahrnehmung ist vor allem die, dass in praktisch jedem feministischen Artikel zum Fall der Mythos genährt wird, Lohfink sei nur wegen der Vorverurteilung aufgrund ihres Vorlebens verurteilt worden. Wizorek haut auch in diese Kerbe. Ich zitiere mal:

      Anfang Juni schrieb ich bereits: „Das Vorgehen der Richterin und Staatsanwältin im Fall Gina-Lisa Lohfink zeigt, wie tief verwurzelt Vergewaltigungsmythen eben auch im Justizsystem selber sind.“

      Was soll denn das anderes heißen, als dass sie Richterin und Staatsanwältin unterstellt, diese würden aufgrund des Vorlebens von Lohfink nicht objektiv urteilen?

      Aber nein, DU unterstellst der Richterin natürlich nichts. Du verteidigst nur Wizorek in allen Punkten, die es tut. (Oder etwa doch nicht? Wenn ja, in welchen Punkten nicht?) Den Unterschied muss man erstmal rausarbeiten.

    • Oh Gott aranxo, jetzt wirds aber peinlich. In deinem Text hast du Wizorek mangelnde Lesefähigkeit oder mangelnde Logik oder so vorgeworfen, nicht? Nun bei dir scheint mir da auch einiges im Argen zu liegen. War mein Text wirklich so lang und kompliziert, dass du ihn inhaltlich nicht erfassen konntest?

      Ich habe einen, EINEN EINZIGEN Punkt bei ihr rausgegriffen, wie du hoffentlich noch leicht nachvollziehen können wirst. Zu all den anderen habe ich kein Wort gesagt. DEN EINEN PUNKT hab ich rausgenommen, weil er mir in Bezug auf dein besagtes Zitat besonders auffiel.
      Aber Wizorek bei irgendwas zuzustimmen ist bei dir ja gleichbedeutend mit dem Pakt mit dem Teufel, gell?

      Wo ist denn bitte das hübsche Sammelsurium an Unterstellung Dir gegenüber?

      Hab ich doch zitiert.

      „Die einzigen, die in der Debatte ständig behaupten, Lohfinks Vergangenheit hätte irgendwas mit dem Gerichtsverfahren zu tun, sind Feministinnen. Das was Ihr (Wizorek und anscheinend auch Du) nicht auseinanderhalten könnt oder wollt, ist die Debatte in der Gesellschaft und das Gerichtsverfahren.“

      „Ich behaupte, Lohfinks Vergangenheit war für die Entscheidung des Gerichts absolut nicht von Belang. Das der Richterin zu unterstellen, ist unfair.“

      „Auch wenn Euch das immer noch nicht passt. In diesem Verfahren ging es darum, zu entscheiden, ob Lohfink nachzuweisen ist, dass sie absichtlich ihre beiden Opfer (ja, das ist so, auch wenn Du das nicht gerne hörst) falschbeschuldigt hat.“

      Und auch in diesem Kommentar machst du gleich weiter, obwohl weiter oben klar das Gegenteil steht.

      Du verteidigst nur Wizorek in allen Punkten, die es tut

      Lügst du aus reiner Bösartigkeit oder wie war das mit dem Leseverständnis?

      (Oder etwa doch nicht? Wenn ja, in welchen Punkten nicht?) Den Unterschied muss man erstmal rausarbeiten.

      Wie gesagt, Leseverständnis, ne?

      Ein Tipp unter uns. Vielleicht solltest du dich besser darauf beschränken, dich auf Antifemblogs auszulassen. Deine Freunde dort werden dir solche Patzer sicher großzügig nachsehen. Ist weniger peinlich für dich.

    • Meine Güte, Onyx, wenn das so weiter geht, ist der Tag nicht fern, an dem Du uns vorwirfst, wird würden Dir unterstellen, jemals feministische Thesen vertreten zu haben.

      Aber gehen wir meine angeblichen Unterstellungen mal durch:

      „Die einzigen, die in der Debatte ständig behaupten, Lohfinks Vergangenheit hätte irgendwas mit dem Gerichtsverfahren zu tun, sind Feministinnen. Das was Ihr (Wizorek und anscheinend auch Du) nicht auseinanderhalten könnt oder wollt, ist die Debatte in der Gesellschaft und das Gerichtsverfahren.“

      Das steht „anscheinend“. D.h. ich stelle in Bezug auf Dich durchaus zur Disposition, was ich für Wizorek feststelle. Leseverständnis?

      „Ich behaupte, Lohfinks Vergangenheit war für die Entscheidung des Gerichts absolut nicht von Belang. Das der Richterin zu unterstellen, ist unfair.“

      Wo habe ich DIR da was unterstellt? Ich stelle nur allgemein fest, dass es unfair der Richterin gegenüber ist, ihr XYZ zu unterstellen. Ich behaupte nirgendwo, dass DU das konkret tust. (OK, doch, aber erst in dem Kommentar danach, der zählte da noch nicht, aber dazu später…) So war es auch gar nicht gemeint, sondern nur allgemein auf das Narrativ in einigen feministischen Artikeln bezogen, speziell natürlich auch Wizoreks. Leseverständnis?

      „Auch wenn Euch das immer noch nicht passt. In diesem Verfahren ging es darum, zu entscheiden, ob Lohfink nachzuweisen ist, dass sie absichtlich ihre beiden Opfer (ja, das ist so, auch wenn Du das nicht gerne hörst) falschbeschuldigt hat.“

      Da steht zweimal das Wörtchen „wenn“, was durchaus eine einschränkende Wirkung haben kann. Gilt eben nur für den Fall, „wenn“ das tatsächlich so ist. Leseverständnis?
      Aber gut, mal Butter bei die Fische!
      Akzeptierst Du, dass es keine Vergewaltigung gab, ja oder nein?
      Akzeptierst Du, dass das Wort „Opfer“ (einer Falschbeschuldigung) für die beiden Männer gerechtfertigt ist, ja oder nein?
      Wenn ja, dann will ich mal nichts gesagt haben. Dann akzeptiere ich auch, Dir was unterstellt zu haben.
      Wenn nein, dann habe ich Dir nur unterstellt, was Du tatsächlich auch so denkst, und dann ist es auch keine Unterstellung mehr. Und dann frage ich mich auch, warum Du Dich ob der angeblichen Unterstellung so aufregst.

      „Du verteidigst nur Wizorek in allen Punkten, die es tut“
      Lügst du aus reiner Bösartigkeit oder wie war das mit dem Leseverständnis?

      Meinetwegen, das nehm ich zurück und behaupte das Gegenteil: Du stimmst ihr nur in dem EINEN Punkt zu und in den anderen distanzierst Du Dich von ihr vehement! Auch wieder nicht richtig? Es ist aber auch schwierig…
      Auch hier wieder: Butter bei die Fische! In welchen Punkten bist Du mit ihr anderen Meinung? Wenn Du behauptest, ich würde lügen, wenn ich behaupte

      „Du verteidigst nur Wizorek in allen Punkten“

      dann muss es ja wohl irgendwo ne Differenz zwischen ihrer und Deiner Meinung geben. Oder wolltest Du einfach nur sagen, Du stimmst ihr zwar in allen Punkten zu, Du verteidigst sie nur nicht? Aaaaah ja. Das ist natürlich ein ganz, ganz wesentlicher Unterschied!

      Können wir jetzt bitte wieder über die Sache reden, anstatt diese dämlichen „Das-hab-ich-so-nicht-gesagt“-Spielchen zu spielen?

    • Das steht „anscheinend“. D.h. ich stelle in Bezug auf Dich durchaus zur Disposition, was ich für Wizorek feststelle.

      Wo habe ich DIR da was unterstellt?

      Da steht zweimal das Wörtchen „wenn“, was durchaus eine einschränkende Wirkung haben kann.

      Na, nun eiere mal nicht so windelweich um den Brei rum. Dein Kommentar war durchaus deutlich. Du sagtest, ich zitiere dich:

      Zeig mir mal die Stelle in meinem Text, an der du meinst, das herauslesen zu können.
      Wo äußere ich mich zum Prozess? Wo unterstelle ich der Richterin irgendwas?

      Ganz einfach: Du verteidigst Wizorek.

      Du hast also aus dem reinen Umstand, dass ich ihr in einem Punkt zugestimmt habe, gleich völlig abstruse Schlüsse gezogen.
      Was du jetzt machst, ist nur ein Versuch, zurückzurudern.

      Akzeptierst Du…

      Warum soll ich das Urteil nicht akzeptieren? Ich war genauso wenig dabei wie du. Wenn das Gericht es so entschieden hat, dann ist es eben so. Aber sind deswegen keine kritischen Fragen mehr erlaubt?
      Mich erinnert das gerade sehr an die Diskussion bei gleichheitunddifferenz, als sie zur Diskussion gestellt hat, dass das Vertrauen in die Justiz je nach Gusto sehr unterschiedlich ausfällt.

      Wenn Du behauptest, ich würde lügen, wenn ich behaupte
      „Du verteidigst nur Wizorek in allen Punkten“
      dann muss es ja wohl irgendwo ne Differenz zwischen ihrer und Deiner Meinung geben.

      Natürlich gibt es die. Ich sehe mich nur in keiner Verantwortung, das extra für dich aufzudröseln. Falls du vergessen haben solltest, worum es eigentlich geht, kann ich es dir gern noch mal zusammenfassen.

      Es wird in Lohfinks Vergangenheit herumstochert, was ihr Sexualleben und ihr Aussehen betrifft und damit wurde bereits im Vorfeld massive Verurteilung betrieben, lange bevor irgendein Urteil feststand.
      Dann wurde gefragt, wie sich einer der Männer früher verhalten hat, da es Aussagen gibt, dass es bereits Anzeigen wegen sexueller Belästigung gegen ihn gegeben haben soll. Es geht also um den Vergleich zwischen einer Person, die ihr Privatleben freizügig gestaltet und einer Person, die sich bereits in ähnlicher Weise (also strafbar) verhalten haben soll, wie es in der aktuellen Situation vorgeworfen wurde. Erkennst du den Unterschied in der Relevanz?

      „Das-hab-ich-so-nicht-gesagt“-Spielchen

      Das spielst eher du mit deinen Versuchen, deine eigenen Aussagen zu verdrehen.
      Ich berichtige dich ja nur ungern, aber ich sagte nirgends, dass ich etwas so nicht gesagt hätte, sondern du hast Behauptungen aufgestellt, die ich überhaupt nicht gesagt habe. Du kannst gern weiter versuchen zurückzurudern oder dich darüber lustig machen, um zu vertuschen, dass du mächtig vorschnell um dich geschlagen hast, aber deine Behauptungen stehen im Raum.

    • Das rumgeeiere ist ganz auf Deiner Seite. Immer wenn man was interpretiert, was Du sagst, kommt gleich der Vorwurf: „Unterstellung!!!“ Du wirst aber erst mal nicht konkret, was Du meinst, was Dir unterstellt worden ist, und verwahrst Dich dagegen, sondern es kommt einfach nur pauschal: „Unterstellung!!!“ Und wenn man genauer nachfragt, was denn nun die Unterstellung sein soll, dann erklärst Du mehr, was Du nicht meinst, und was Du nicht gesagt haben willst. Aber was genau Du meinst und vertrittst, das bliebt eher im unklaren. Damit willst Du nicht so wirklich rausrücken, weil man Dich ja festnageln könnte. Und das schlimmste von allem wär ja, mal einem bösen Masku recht geben zu müssen. (Ja, ja, ich weiß, Unterstellung!!!)

      Wenn ich dauernd rumjammern würde, Du würdest mir was unterstellen, könnte ich auch einiges aufsammeln (Ich ahme jetzt mal Deine Dünnhäutigkeit nach):
      – Deinen Blogtext könnte man durchaus so interpretieren, dass Du mir unterstellt hast, ich würde Lohfink für ne Schlampe halten, der man eh nicht glauben muss. Tue ich nicht. Nachdem ich das klargestellt habe, hast Du es ja auch zurück genommen.
      – Du unterstellst mir, ich würde aus reiner Bösartigkeit lügen. Tue ich nicht.
      – Du unterstellst mir jetzt, ich würde keine kritischen Fragen mehr zulassen wollen. Tue ich nicht. Kannst Du gerne machen. Jeder darf sich gerne als juristischer Laie outen, wie er lustig ist. Ach so, Entschuldigung, Unterstellung, es geht Dir ja nicht um das Verfahren, sondern nur um die gesellschaftliche Debatte.
      – Du unterstellst mir im Blogtext, ich hätte einen wichtigen Unterschied übersehen, nämlich dass das Vorleben der zwei Männer doch ganz anders zu bewerten sei, als das von Lohfink. Das habe ich nicht übersehen. In einem Vergewaltigungsverfahren wäre eine Vorverurteilung wegen sex. Nötigung, wenn es sie denn wenigstens gäbe und nicht nur irgendwelche Anschuldigungen, sicher interessanter als Lohfinks Partyleben. Nur, zum x-ten Mal, in DIESEM Verfahren gings nicht um die Vergewaltigung, sondern um die Falschbeschuldigung. Und deswegen ist das Vorleben der beiden Zeugen da halt nicht mehr interessant. Dafür, ob Lohfink bewusst falsch beschuldigt hat oder nicht, ist das so relevant wie der berühmte Sack Reis. Natürlich versuchte der Verteidiger von Lohfink, das Verfahren nachträglich zu einem Vergewaltigungsprozess unzufunktionieren, weil ihm das in die Strategie passt. Aber das Gericht hat da eben zurecht nicht mitgemacht.
      Aber wie gesagt, es geht Dir ja vorwiegend um die gesellschaftliche Debatte. Dazu mehr unten…

      Die Diskussion auf gleichheitunddifferenz ist komplett an mir vorbei gegangen, da kann ich jetzt nichts zu sagen.

      Ok, zur Kenntnis genommen, dass Du mit Wizorek in dem ein oder anderen Punkt nicht übereinstimmst. Ist auch nicht so wichtig.

      Es wird in Lohfinks Vergangenheit herumstochert, was ihr Sexualleben und ihr Aussehen betrifft und damit wurde bereits im Vorfeld massive Verurteilung betrieben, lange bevor irgendein Urteil feststand.
      Dann wurde gefragt, wie sich einer der Männer früher verhalten hat, da es Aussagen gibt, dass es bereits Anzeigen wegen sexueller Belästigung gegen ihn gegeben haben soll. Erkennst du den Unterschied in der Relevanz?

      Ganz einfach: Das wichtige Wörtchen ist hier: „haben soll“ im Gegensatz zu „hat“. Gab es irgendwelche Verurteilungen deswegen? Nein! Wenn es die gegeben hätte, dann wüssten wir das mit Sicherheit. Dann hätte das längst in den Artikeln zum Prozess und vor allem in diversen feministischen Kommentaren gestanden. Vorverurteilung nach dem Motto: „Einmal Vergewaltiger, immer Vergewaltiger“.

      Da das aber nicht so ist, ist das als genau dieselbe Rufschädigung zu werten, wegen derer Lohfink vor Gericht sitzt. Dann ist das nämlich auch nur genauso dummes Geraune wie das über Lohfinks Lotterleben, worüber sich alle das Maul zerreißen. Einfach mal wen ohne große Substanz mit Dreck bewerfen, irgendwas wird schon kleben bleiben. Auf der einen Seite: „Einmal Vergewaltiger, immer Vergewaltiger“, auf der anderen: „Einmal Schlampe, immer Schlampe“. Genaus dieselbe miese Methode. Erkennst Du die gleichwertige Irrelevanz?

    • „Wenn es also schon gar nicht mehr darum ging, ob eine Vergewaltigung stattgefunden hat, warum sollte es dann relevant sein, ob die beiden Männer vorher schon mal übergriffig gewesen sein könnten?“

      Es ging aber in diesem Verfahren sehr wohl darum, ob sexuell übergriffiges Verhalten stattgefunden hat, dass Frau Lohfink als Vergewaltigung interpretiert haben könnte – wider besseres Wissen, das ist das Stichwort. Insofern ist die Frage, ob einer der beiden bereits zuvor so ein Verhalten gezeigt hat, eben nicht irrelevant für den Prozess.

    • „Da das aber nicht so ist, ist das als genau dieselbe Rufschädigung zu werten, wegen derer Lohfink vor Gericht sitzt. Dann ist das nämlich auch nur genauso dummes Geraune wie das über Lohfinks Lotterleben, worüber sich alle das Maul zerreißen. Einfach mal wen ohne große Substanz mit Dreck bewerfen, irgendwas wird schon kleben bleiben. Auf der einen Seite: „Einmal Vergewaltiger, immer Vergewaltiger“, auf der anderen: „Einmal Schlampe, immer Schlampe“. Genaus dieselbe miese Methode. Erkennst Du die gleichwertige Irrelevanz?“

      Eine Straftat mit Promiskuität zu vergleichen, bzw. die Menge der Sexualkontakte eines möglichen Vergewaltigungsopfers vor Gericht zur Debatte zu stellen habe ich immer schon irgendwie schräg gefunden. Ist ja nicht so, dass eine „Schlampe“ bzw. ein „Schlamperich“ automatisch mit jedem ins Bett geht und auf alle möglichen Sexualpraktiken steht, die es gibt.
      Eine „gleichwertige Irrelevanz“ hätte man es nennen können, wenn sie schon mal wegen falscher Verdächtigung belangt worden wäre.

    • @ shark „Eine „gleichwertige Irrelevanz“ hätte man es nennen können, wenn sie schon mal wegen falscher Verdächtigung belangt worden wäre“

      Ja, oder zumindest in dieser Hinsicht beschuldigt wurde.

  8. Wenn ein/e Einbrecher/in bei einem Einbruch geschnappt wird und vor Gericht kommt, dann ist es schon relevant, ob er/sie vorher schon mal eingebrochen hat oder nicht.

    Analog dazu ist das bisherige Verhalten eines der Vergewaltigung angeklagten Menschen ebenfalls mit einzubeziehen, selbst wenn es mit dem aktuellen Fall nichts zu tun hat.
    So etwas nennt mensch „Leumund“.

    Es ist also durchaus wichtig, wie ein Mensch sich vor einer „Tat“ verhalten hat. M.M.n. gilt das in diesem Fall selbstverständlich auch für Frau Lohfink.

    Konkret bedeutet das für mich: hat Frau Lohfink in der Vergangenheit bereits andere Menschen falsch beschuldigt oder nicht, sprich: hat sie vorher schon einmal irgendwo „eingebrochen“ .. (ihr sogenanntes Vorleben ist ansonsten völlig irrelevant imho).

    Hat sie das nicht (und soweit ich weiß, hat sie nicht), ist ihr Leumund hinsichtlich des Vorwurfs der Falschbeschuldigung erstmal makellos.

    Im Gegensatz dazu hat der mutmaßliche Vergewaltiger vorher bereits „Einbrüche“ verübt, sein Leumund ist also nicht makellos.

    Das ist meiner Meinung nach der WESENTLICHE Unterschied.

    Das Gericht müßte seinen Leumund in Bezug auf Verhalten gegenüber Frauen also hier mit einbeziehen. So wie ich das verstehe, hat es das nicht.
    LG,
    Titanica

    • @ Titanica

      Es ist also durchaus wichtig, wie ein Mensch sich vor einer „Tat“ verhalten hat. M.M.n. gilt das in diesem Fall selbstverständlich auch für Frau Lohfink.

      Konkret bedeutet das für mich: hat Frau Lohfink in der Vergangenheit bereits andere Menschen falsch beschuldigt oder nicht

      Genau das ist ja der Punkt. Genau das war ja niemals Gegenstand bei der Betrachtung von Lohfinks Person. Es ging immer und ausschließlich um sie selbst und nicht um eventuell früher begangene Straftaten. Es ging um ihr freizügiges Auftreten, um ihr offensives Sexualleben, um ihr Aussehen, nichts anderes.

    • Das Gericht müßte seinen Leumund in Bezug auf Verhalten gegenüber Frauen also hier mit einbeziehen. So wie ich das verstehe, hat es das nicht.

      Hat es nicht, weil es nicht muss. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Es ging in diesem Verfahren nicht darum, herauszufinden, ob eine Vergewaltigung stattgefunden hat. Hat sie nicht. Das wurde vorher schon festgestellt. Selbst wenn der Zeuge vorher schon fünf Frauen vergewaltigt hätte und er deswegen auch verurteilt wäre, in diesem Fall hat er es nicht. Aber nicht mal das. M.W. gibt es allenfalls Beschuldigungen von Ex-Freundinnen, evtl. Anzeigen, aber keine Verurteilungen. Wenn doch, nennt Aktenzeichen!
      Aber selbst wenn es so wäre, soll das etwa heißen, so ein Typ könnte gar nicht falschbeschuldigt werden? Das wäre genau dieselbe Argumentation, die Ihr den Typen vorwerft, die Lohfink eh als Schlampe sehen, die gar nicht mehr vergewaltigt werden kann, weil sie ja sowieso immer freiwillig mitmacht.

  9. Ich bin gerade einigermaßen amüsiert über die Reaktionen auf den Text. Allerdings habe ich auch nicht viel anderes erwartet.

    Lohfinks bisheriges Leben und ihr Auftreten hat wie kaum was anderes die Diskussionen um sie dominiert. Jeder meinte darüber urteilen zu können, wie glaubwürdig „eine wie die“ sein kann. Kaum ein Text über sie ohne Begriffe wie „Busenwunder“, „Pornosternchen“, „blondiert“, „früher schon ähnliche Filme gedreht“ oder ähnliches. In den Kommentarspalten und auf Twitter gehts noch heftiger und hämischer zu bis weit unter der Gürtellinie. Das zu leugnen, grenzt schon an eine bemerkenswerte Realitätsverweigerung.

    Ein paar Kostproben?
    Sabine Rückert in der Zeit meinte am 02.07., dass „die Opfereigenschaften des Partygirls mehr als fragwürdig seien“
    Welche Eigenschaften das sein sollen, darüber lässt sie die Leserschaft leider im Unklaren.

    Antje Hildebrandt meinte am 01.06. in der Welt betonen zu müssen:
    „Lohfink, der Name steht für Skandale, die meisten selbst inszeniert. Die wasserstoffblonde Hessin hat mal vor acht Jahren Heidi Klums Casting-Zirkus „Germany’s Next Top Model“ aufgemischt. Widerborstig, schlagfertig – und immer unter die Gürtellinie. Bei den Zuschauern kam das gut an. Und seither versorgt sie den Boulevard zuverlässig mit immer neuen Schlagzeilen.

    Hier eine Affäre mit einem bekannten Fußballer, dort ein Nackt-Shooting mit dem Playboy. Dazwischen Auftritte als DJane oder Jobs als Gesicht der Erotik-Messe Venus.“

    Im gleichen Artikel fand sie, das Video sei „nichts Ungewöhnliches. Sie hat schon häufiger ähnliche Filme gedreht und im Internet vermarktet.“

    Außerdem war unheimlich wichtig und relevant, dass aus dem „schlagfertigen Anti-Model eine Lachnummer geworden [war], eine Frau, die keine Gelegenheit ausließ, um sich wieder in die Schlagzeilen zu lancieren, sei es mit einem Rosenkrieg mit ihrem Ex-Freund Marc Terenzi oder einer erfundenen Liebesaffäre mit der Sängerin Loona.“

    Der Hinweis, dass sie „ihre optischen Attribute immer als Waffe im Kampf um Aufmerksamkeit benutzt hat. Sie hat sich die Brüste vergrößern und die Lippen aufspritzen lassen.“ darf natürlich auch nicht fehlen.

    Weiter. In der BZ am 01.06. war es offenbar sehr wichtig zu betonen, dass Lohfink auf 20cm-Absätzen zum Gericht erschien. Und man zeigte sich überrascht, dass ein „Doppel-D-Sternchen überraschend hoch geschlossen“ daherkommt.

    Und auf deliberationdaily.de meint Stefan Pietsch gar, dass „Nacktauftritte, Schönheitsoperationen, Darstellungen in pornographischen Erzeugnissen bis hin zu einer erfundenen Liebesaffäre relevant in einem strafrechtlichen Verfahren seien“.

    Wer kann also allen Ernstes behaupten, dass Lohfinks bisheriges Leben und ihr Auftreten als so völlig irrelevant betrachtet wird?

    Und dann wagt es eine Feministin, eine Frage zu einem der Typen zu stellen. Wie hat der sich eigentlich in der Vergangenheit Frauen ggü benommen? Ups, da gabs auch schon Anzeigen, na sowas.

    Und jetzt auf einmal alle so:
    whut

    Plötzlich finden alle, dass Vergangenheit völlig irrelevant ist, die heute keinen mehr interessiert. Keiner will es gewesen sein, jeder findet das scheiße, keiner will was gewußt haben. Jeder so: Iiiich? Ich doch nicht!
    Stattdessen hagelt es wiedermal an den Haaren herbeigezogene Unterstellungen, die nichts mit meinen Aussagen zu tun haben.

    Ich finde das ziemlich lustig und verlogen zugleich.

    • So so alle verlogen. Nur immer noch kein Beispiel für jemanden der tatsächlich sowohl über Lohfinks Vergangenheit gelästert hat und jetzt fordert man sollte die von den Männern außer acht lassen (und das obwohl es sicherlich solche Leute gibt nur kennt die kaum einer egal ob nun Femi, Anti oder dazwischen). Was ist das für eine Logik? Guck mal da haben welche in der Vergangenheit gewühlt und jetzt sagen ganz andere Leute man soll das nicht machen, ganz klar ein Beweis für Verlogenheit! Weil einer sich einmal äußert und einmal nicht muss ganz klar Doppelmoral vorliegen? Nach dem Prinzip könnte man das praktisch jedem vorwerfen. So könnte ich dir z.B. vorwerfen, dass du der Meinung bist eine Falschbeschuldigungen ist völlig ausgeschlossen trotz deutlicher Anzeichen dafür. Begründung: Manche von #TeamGinaLisa denken ganz offensichtlich so und als ich dich nach einem Kommentar gefragt habe wolltest du mir keinen geben (und da hätte ich sogar noch den Vorteil, dass du es definitiv mitbekommen hast). Was ich nicht habe (auch wenn es mich nicht wundern würde, wenn du es so interpretiert hast), weil eine fehlende Aussage eben nicht gleichzusetzen ist mit einer Bestätiung dieser Ansicht. Wenn ich dich Heuchlerin nenne, dann nur weil tatsächlich Beweise vorhanden sind wie du über die gleiche Tat je nach Sympathien anders urteilst und nicht weil du zu etwas geschwiegen hast.

      (Übrigends aus welchen Film ist das? Habe zwar die Cornetto Trilogie gesehen, aber irgendwie kommt mir das nicht bekannt vor.)

    • Keine Ahnung was du mir sagen willst. Aus deinen wirren Gedanken werd ich nicht schlau. Beklagst dich nur darüber, dass ich nicht über deine Stöckchen springe und redest von Vorteilen wer was mitbekommen hat? Hä? Ist mir mittlerweile aber auch herzlich egal. Denk was du willst. Außer seltsamen Vorwürfen kommt von dir eh selten was.

    • Deine Doppelmoral Anschuldigung im Beitrag ergibt für mich abslout keinen Sinn. Gleichzeitig ist sie aber für dich offenbar so sehr berechtigt und gravierend, dass du sogar von Ekel sprichst. Nach dem aranxo (wie du es nennen würdest) hier über dein Stöckchen gesprungen ist, hast du ihm gegenüber diesen Vorwurf zurückgenommen, aber woher kam dieser nun überhaupt ursprünglich? Ich sehe in seinem Text keinen Hinweis dafür. Von meinen Standpunkt aus wirkt es leider nur so aus als ob du Leuten Verlogenheit vorwirfst gegen die du schlicht sowieso Vorurteile hast. Wenn meine Sichtweise und Vorwürfe falsch sind, was ist dann die tatsächliche Erklärung?

      Falls das für dich immer noch wirre Gedanken sind und/oder wieder ein Stöckchen ist über das du nicht springen willst, fein. Dann fehlt mir wohl die Fähigkeit dafür.

    • Plötzlich finden alle, dass Vergangenheit völlig irrelevant ist, die heute keinen mehr interessiert.

      Ich bitte Dich, zur Kenntnis zu nehmen dass meine Aussagen von oben nicht erst eine Erkenntnis von gestern ist. Ich habe schon vor 2 1/2 Monaten dasselbe geschrieben:

      In einem Punkt muss ich allerdings den Feministinnen beipflichten: Das bisherige Vorleben von Frau Lohfink mit Pornodrehs, Parties, diversen Liebhabern und sonstigem Lotterleben kann in keinem Punkt ein Argument dafür sein, ihr von vorneherein nicht zu glauben. Auch ein Halbwelt-Girl und Pornosternchen hat ein Recht darauf, eine Vergewaltigung anzuzeigen, wenn es denn eine war. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein.

      Im übrigen finde ich es schon interessant, dass Du vor allem Artikel von Frauen erwähnst, die angeblich oder tatsächlich (ich mag das jetzt nicht alles durchlesen, um das selbst zu beurteilen) slut-shaming betreiben. Stützt meine These, das slut-shaming im allgemeinen mehr von anderen Frauen kommt als von Männern.

      Außerdem zitierst Du Stefan Pietsch von deliberationdaily.de falsch. Da steht:

      Zu fragwürdiger Berühmtheit durch einen Auftritt bei der Girls-Sendung „Germanys Next Topmodel“ (GNTM) gelangt, fütterte sie danach die Bltzlichtgewittermedien mit Beziehungsgeschichten, Nacktauftritten und Schönheitsoperationen. Zu ihrem künstlerischen Repertoire zählten daneben Darstellungen in pornographischen Erzeugnissen bis hin zu einer erfundenen Liebesaffäre mit der Sängerin Loona. Dies ist relevant in einem strafrechtlichen Verfahren, wo die Glaubwürdigkeit von Zeugen oft das wichtigste Beweismittel ist.

      D.h. das „Dies ist relevant“ kann man auch so lesen, dass es sich nur auf den letzteren Punkt bezieht, die frei erfundene Liebesaffäre. Da muss ich Pitsch allerdings recht geben. Wenn man schon vorher damit aufgefallen ist, mit frei erfundenen Geschichten Publicity erhaschen zu wollen, warum nicht auch mit einer frei erfundenen Vergewaltigung. Dann ist das selbstverständlich relevant.

      Das widerspricht nicht meinem sonst geäußerten Standpunkt zu ihrer Vergangenheit. Wieviel, mit wem und unter welchen Umständen sie Sex hatte, ist nach wie vor uninteressant für ihre Glaubwürdigkeit.

    • Ich bitte Dich, zur Kenntnis zu nehmen dass meine Aussagen von oben nicht erst eine Erkenntnis von gestern ist

      Das habe ich zur Kenntnis genommen und daher den Vorwurf dir ggü bereits zurückgenommen. Auch übersehen?

      Im übrigen finde ich es schon interessant, dass Du vor allem Artikel von Frauen erwähnst, die angeblich oder tatsächlich (ich mag das jetzt nicht alles durchlesen, um das selbst zu beurteilen) slut-shaming betreiben. Stützt meine These, das slut-shaming im allgemeinen mehr von anderen Frauen kommt als von Männern.

      Relevanz tum Thema? Oder ist das nur ein Versuch, von der Tatsache abzulenken, wie in der ganzen Zeit mit Lohfink medial umgegangen wurde?

    • Das habe ich zur Kenntnis genommen und daher den Vorwurf dir ggü bereits zurückgenommen. Auch übersehen?

      Selbstverständlich habe ich das zur Kenntnis genommen. In dem Punkt muss ich Dir auch absolut Fairness bescheinigen. Mir gings nur darum, festzustellen, dass ich diesen Standpunkt nicht erst seit gestern vertrete. Bei mit ist das eben nicht „auf einmal“ und „plötzlich“ gewesen, so wie Du das in dem Kommentar mit dem GIF dargestellt hast. Aber vielleicht hast Du ja andere Leute gemeint. Ich will Dir ja nicht unterstellen, Du hättest mir fälschlicherweise was unterstellt. ^^

      Relevanz tum Thema?

      Insofern, dass man nicht immer nur feststellen kann, dass mit Lohfink in der Öffentlichkeit mies umgegangen „wird“, sondern auch mal drüber diskutieren, wer das denn tut. Einfach nur eine wabernde, nicht greifbare „(patriarchale) Gesellschaft“ ist da zu wenig. Wenn wir uns über Gewalt gegen Männer echauffieren, schmiert Ihr uns ja auch gerne aufs Brot, dass die Täter ja meistens Männer sind. Stimmt ja auch. Die Frage ist nur, inwiefern das dann in dem Fall relevant ist. Vielleicht könnten wir uns darauf einigen, dass ein Problem nicht deswegen weniger relevant ist, nur weil die Täter aus derselben Gruppe kommen?

    • Insofern, dass man nicht immer nur feststellen kann, dass mit Lohfink in der Öffentlichkeit mies umgegangen „wird“, sondern auch mal drüber diskutieren, wer das denn tut.

      Was soll das hier im Kontext für eine rolle spielen? Nur um darauf zu zeigen, dass sich auch Frauen scheiße verhalten? Danke, das wußte ich bereits vorher.

  10. Ich kann das Urteil nicht nachvollziehen. Selbst wenn Gina-Lisa freiwillig mit den Männern mitgegangen wäre, um sich mit einem Dreier zu vergnügen, so ändert es nichts daran, dass es, wie man im Video sieht, zu einer Situation kam, in der sie zu sexuellen Handlungen gezwungen wurde. Nicht nur, dass Gina-Lisa wiederholt „Hör auf!“ gesagt hat, sie hatte auch versucht, sich dagegen zu wehren, sich oral penetrieren zu lassen, und einer der beiden Typen hat trotzdem seinen Penis in ihren Mund geschoben. Jetzt sagen die Leute zwar: „Das war doch nur wegen der Kamera.“ Da frage ich mich allerdings: Spielt das eine Rolle? Wenn eine Frau sich weigert, bei irgendeiner sexuellen Handlungen mitzumachen, weil sie aus irgendwelchen Grpnden auch immer sich unwohl fühlt, muss sie sich doch nicht dafür rechtfertigen. Eine Vergewaltigung findet nicht nur dann statt, wenn eine Frau schon von Anfang an keinen Sex möchte, sondern es kann auch während des Sexaktes passieren, wenn eine Person etwas nicht mit sich machen möchte, die andere Person es aber ignoriert und bedenkenlos weitermacht. Und das ist genau das, was ich im Video gesehen habe. Dabei habe ich, wie ich zugeben muss, ebenfalls starke Zweifel an Lohfink gehabt, aufgrund ihre bisherigen Laufbahn.

  11. @aranxo
    „Hat es nicht, weil es nicht muss. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Es ging in diesem Verfahren nicht darum, herauszufinden, ob eine Vergewaltigung stattgefunden hat. Hat sie nicht. Das wurde vorher schon festgestellt.“

    Das habe ich wohl missverstanden … Oder ?
    Dann wurde wohl nochmals darüber entschieden, in wie weit und ob überhaupt Frau Lohfink hier Falschanschuldigungen gemacht hat. Um herauszufinden, ob Falschanschuldigungen vorliegen, muss doch wohl vorher festgestellt werden, was tatsächlich passiert ist …
    Also, zweite Gerichtsverhandlung (Berufung), Entscheidung: Frau Lohfink muss weniger zahlen … Tolle Berufung. Ging es in der Berufung nicht darum, ob die Anschuldigung der Falschaussage überhaupt zutrifft ? Welchen Sinn hätte sonst die Berufung ?
    Sorry, ich bin keine Anwältin, ich lasse hier mal meinen gesunden Menschenverstand sprechen. Und ja, ich weiß, dass unsere Gerichte diesem nicht immer folgen können/wollen/müssen.

    „Selbst wenn der Zeuge vorher schon fünf Frauen vergewaltigt hätte und er deswegen auch verurteilt wäre, in diesem Fall hat er es nicht. Aber nicht mal das. M.W. gibt es allenfalls Beschuldigungen von Ex-Freundinnen, evtl. Anzeigen, aber keine Verurteilungen. Wenn doch, nennt Aktenzeichen!

    Soweit ich weiß, gibt/gab es tatsächlich keine Verurteilung. Wenn doch, gebe ich die Aufforderung für „Aktenzeichen“ gerne weiter …
    Es gab/gibt aber wohl Beschuldigungen von mehreren Frauen.
    Das ist vergleichbar mit dem Fall Bill Cosby, wo sich, wohl ermutigt von der Anzeige einer Frau, mehrere andere Frauen ebenfalls gemeldet haben. Ob hier bereits Verurteilungen vorlagen, ist mir nicht bekannt, ist aber meines Erachtens für den „Leumund“ des Herrn Cosby auch nicht relevant. Dieser wird durch die Aussagen mehrerer (auch eine einzige würde reichen) Frauen dementsprechend „beschädigt“ und ist – entsprechend der Gleichartigkeit – durchaus relevant.

    „Aber selbst wenn es so wäre, soll das etwa heißen, so ein Typ könnte gar nicht falschbeschuldigt werden? Das wäre genau dieselbe Argumentation, die Ihr den Typen vorwerft, die Lohfink eh als Schlampe sehen, die gar nicht mehr vergewaltigt werden kann, weil sie ja sowieso immer freiwillig mitmacht.“

    Natürlich kann er falsch beschuldigt werden. Die Behauptung, er könne es nicht, habe ich nirgends aufgestellt. Es ging mir lediglich um den Unterschied zwischen ihrem Leumund und seinem. Ihrer ist nach wie vor intakt was Falschanschuldigungen betrifft. Seiner was Übergriffe gegenüber Frauen betrifft, nicht.

    Und da greift wieder das Beispiel mit dem Einbrecher.

    LG,
    Titanica

  12. @aranxo
    ´Tschuldigung, ich habe Deine Kommentare weiter oben vorher nicht gesehen …

    Du schreibst:
    „Des weiteren, das habe ich schon in meinem Artikel erwähnt, ging es in diesem Verfahren nicht darum, ob da eine Vergewaltigung stattgefunden hat. Das wurde längst entschieden, und zwar nicht aus Mangel an Beweisen, sondern es fand erwiesenermaßen keine Vergewaltigung statt, wie das andere Gericht entschieden hat. Auch wenn Euch das immer noch nicht passt. In diesem Verfahren ging es darum, zu entscheiden, ob Lohfink nachzuweisen ist, dass sie absichtlich ihre beiden Opfer (ja, das ist so, auch wenn Du das nicht gerne hörst) falschbeschuldigt hat. Und auch das hat das Gericht als erwiesen angesehen.“

    Euch ???
    Frau Lohfink konnte es wohl in der Berufung weniger nachgewiesen werden als im ersten Verfahren (24.000 zu 20.000 €) … Interessant.

    „Wenn es also schon gar nicht mehr darum ging, ob eine Vergewaltigung stattgefunden hat, warum sollte es dann relevant sein, ob die beiden Männer vorher schon mal übergriffig gewesen sein könnten?“

    Weil dann die Falschbeschuldigung eventuell keine ist ???

    „Was zudem m.W. auch nicht gerichtsfest festgestellt, sondern nur von Ex-Freundinnen behauptet wird. Es ging in dem Verfahren eben nicht mehr um das Verhalten der Männer, sondern um das Verhalten von Lohfink. Nur weil Ihr das Verhalten der Männer zum Thema machen wollt, muss es deswegen lange nicht das Thema des Gerichts sein.“

    Ihr ???
    Ob mir persönlich das Urteil wegen Vergewaltigung (also das Verhalten der Männer) nun gefällt oder nicht, ist egal. Ich war nicht dabei.
    Gerichte müssen aber unparteiisch sein und nur den Fakten nach urteilen. Da wir alle Menschen sind, geht das nicht immer. Das Gerichte da keine Ausnahme sind, haben wir in der Vergangenheit ja des öfteren gesehen (Beispiel: USA, gerade bei Sexualdelikten oder wenn Rassismus im Spiel ist). Da brauchen wir ja wohl nicht weiter darüber zu reden …

    Mein ursprünglicher Kommentar hat sich auf die Verhandlung zur Vergewaltigung bezogen. Hat hier eine solche stattgefunden, liegt auch keine Falschbeschuldigung vor. Ich hege Zweifel, dass hier richtig entschieden wurde, da der beschädigte Leumund einer der Männer nicht mit ins Kalkül gezogen wurde. Die Entscheidung wäre dann vielleicht anders ausgefallen – daher dann keine Falschbeschuldigung. As simple as that.

    Und das ist mit Vorverurteilung gemeint. Das ist doch eigentlich nicht schwer zu verstehen, oder ?

    LG, Titanica

    • Ich muss wohl doch mal die Fakten aufdröseln:
      Es gab m.W. drei Verfahren.
      1. Zunächst ein Verfahren gegen die beiden Männer wegen Vergewaltigung. Da wurden sie freigesprochen, und zwar nicht aus Mangel an Beweisen, sondern wegen erwiesener Unschuld. Ob es da auch eine Verhandlung gab, oder das Verfahren schon vorher eingestellt wurde, weiß ich nicht.
      2. Es gab Strafbefehlsverfahren gegen die beiden wegen Persönlichkeitsrechtsverletzung (sprich wegen des Filmens und weil sie die Filme ins Internet gestellt haben). Bei einem Strafbefehl gibt es normalerweise keine Verhandlung. Du kriegst einen Brief, in dem steht, dass Du verurteilt wirst. Kennt vielleicht der ein oder andere, wenn man im Auto geblitzt wurde, und das mehr als 20 km/h zuviel waren. Das kannst Du akzeptieren und zahlen, oder Du legst Widerspruch ein und dann gibts eben ne Verhandlung. In Fall der beiden hat Pardis F. den Strafbefehl akzeptiert und gezahlt. Sebastian C. hat ihn nicht akzeptiert. Da wirds wohl noch eine Verhandlung dazu geben.
      3. Es gab ein Strafbefehlsverfahren gegen G.-L. Lohfink wegen Falschbeschuldigung (m.W. offiziell „falscher Verdächtigung“). Dort hat sie einen Strafbefehl über 60 Tagessätze á 400 Euro bekommen. Den hat sie nicht akzeptiert und deswegen kam es jetzt zu der Verhandlung. Das nennt man wohl Widerspruchsverhandlung, das zählt nicht als Berufung, weil es ja überhaupt erst die erste Verhandlung in der Sache ist. Da ist sie jetzt verurteilt worden, und zwar zu 80 Tagessätzen á 250 Euro. Mit anderen Worten, die Strafe hat sich eigentlich (nach Tagessätzen) sogar erhöht. Nur weil das Gericht eingesehen hat, dass sie wohl doch nicht 400 Euro am Tag verdient und das nach unten korrigiert hat, war es dann in der Gesamtrechnung weniger. Dass sie nochmal 20 Tagessätze drauf gepackt haben, lässt sich aber auch einfach dadurch erklären, dass die Akzeptanz eines Strafbefehls ein Geständnis impliziert, und ein Geständnis wirkt sich immer strafmildernd aus. Das ist in dem Strafbefehl quasi eingepreist. Wenn man aber Widerspruch einlegt, fällt das Geständnis natürlich erstmal weg, und wenn man trotzdem verurteilt wird, fällt dann auch die strafmildernde Wirkung weg, sprich es wird teurer. Außer Du hast in der Verhandlung doch noch gestanden, oder es ergaben sich eben andere mildernde Umstände.

      Ich bin auch kein Jurist, aber ein bisschen über Grundsätze von Strafverfahren kenne ich mich schon aus.

      Ok, und jetzt zur Wertung und zur Anwort auf Deinen Kommentar.

      Weil dann die Falschbeschuldigung eventuell keine ist ???

      Selbst wenn da an den Beschuldigungen der Ex-Freundinnen irgendwas dran wäre (wohlgemerkt, mehr ist es nicht, es gibt offensichtlich keine vorherigen Verurteilungen durch Gerichte), inwiefern beweist das irgendwas, dass es doch eine Vergewaltigung gewesen sein soll? Das ist in meinen Augen genau dieselbe Vorverurteilung nach dem Motto: „Einmal Vergewaltiger, immer Vergewaltiger“, die Ihr bei Lohfink nach dem Motto „Einmal Schlampe, immer Schlampe“ (zurecht!) ablehnt.

      Mein ursprünglicher Kommentar hat sich auf die Verhandlung zur Vergewaltigung bezogen. Hat hier eine solche stattgefunden, liegt auch keine Falschbeschuldigung vor. Ich hege Zweifel, dass hier richtig entschieden wurde, da der beschädigte Leumund einer der Männer nicht mit ins Kalkül gezogen wurde. Die Entscheidung wäre dann vielleicht anders ausgefallen – daher dann keine Falschbeschuldigung.

      Wenn Du damit Verfahren 1 in meiner Liste meinst, dann weiß ich nicht, ob das da zur Sprache kam. Ich vermute schon. Dennoch, solange es da keine Verurteilung gab deswegen, ist das mehr oder weniger genauso unsubstanziiertes Gequatsche wie das Maul zerreißen über Lohfinks Lotterleben. Und selbst wenn da was dran wäre, ist das kein Beweis dafür, dass auch der aktuelle Fall eine Vergewaltigung gewesen sein muss. Es ist allenfalls eine Beschädigung der Glaubwürdigkeit der Zeugen. Aber, wie ich jetzt schon in einigen Kommentaren versucht habe zu erklären, in Verfahren 3 meiner Liste trägt das noch viel weniger zur Wahrheitsfindung bei.

  13. Das rumgeeiere ist ganz auf Deiner Seite. bla…

    Ach jeh, jetzt kommen wieder die typischen schwammigen Pauschalvorwürfe. Du kriegst auch echt nicht mehr mit, ab wann du dich nur noch um Kopf und Kragen redest, oder? ^^

    Naja, geschenkt, ich übergehe mal den ersten Teil, weil es sich nicht lohnt, auf diesen Quatsch einzugehen. Jeder kann ja selbst nachlesen, wie das Gespräch verlaufen ist.

    Ok, zur Kenntnis genommen, dass Du mit Wizorek in dem ein oder anderen Punkt nicht übereinstimmst. Ist auch nicht so wichtig.

    So so, jetzt ist nicht mehr wichtig, na gut… ^^

    Ganz einfach: Das wichtige Wörtchen ist hier: „haben soll“ im Gegensatz zu „hat“. Gab es irgendwelche Verurteilungen deswegen? Nein!

    Ob deswegen, weiß ich nicht. Aber ein unbeschriebenes Blatt scheint er nicht zu sein. Es haben sich Exfreundinnen zu Wort gemeldet die aussagten, dass dieser Pinto früher schon aggressiv war und sie zu Sex gezwungen habe.

    „Ihr Verteidiger hat zahlreiche Anträge gestellt, unter anderem will er eine junge Frau als Zeugin hören, die eine Beziehung mit dem mehrfach vorbestraften Sebastian C. hatte, einem der beiden jungen Männer aus dem Video. Er war VIP-Betreuer in einem Berliner Club, seine Ex-Freundin erzählt von Gewalt, Drogen und nicht einvernehmlichem Sex während ihrer Beziehung, Sebastian C. sei „ein Tier“ gewesen.“

    Etwas konkreter wird das „tierische“ hier beschrieben.
    „Dieser Mensch ist geistig nicht ganz richtig. Sexsüchtig. Ein Tier, was Frauen angeht. Der zwingt einen zu Dingen. Körperlich gewalttätig. Aggressiv. Wenn er wollte und ich nicht, musste ich durch“

    Eine andere soll ähnliches gesagt haben.
    „Und sie präsentieren eine bis dato unbekannte Zeugin: Elena H., eine 35-jährige Sekretärin. Sie behauptet, Castillo Pinto habe ihr vor zwölf Jahren K.-o.-Tropfen verabreicht und sie zu Hause missbraucht. Anzeige aber habe sie damals nicht erstattet, aus Angst, ihr glaube niemand.“

    Wenn jemand vorbestraft ist, gibt es da durchaus eine gewisse Relevanz. Auch Gerichte bewerten das Vorleben je nach konkretem Fall als relevant oder nicht, Stichwort Wiederholungstäter. Man kann also nicht sagen, dass es grundsätzlich eine „miese Methode“ sei, strafrechtlich relevantes Vorleben mit in ein Urteil einfließen zu lassen.

    Ob das alles hier zutrifft, weiß ich nicht. Aber die Frage zu stellen, finde ich wie gesagt absolut berechtigt.

    Mit „einmal Schlampe, immer Schlampe“ hat das übrigens nichts zu tun. Der Unterschied besteht darin, ob Straftaten vorliegen und andere dadurch geschädigt werden.

    • Ich rede mich ganz und gar nicht um Kopf und Kragen, das ist nur Deine…., nun ja, Wahrnehmung. Und auf den „Quatsch“ gehst Du meistens dann nicht ein, wenn Du ihn nicht widerlegen kannst und keine Angriffspunkte findest. Ich kenne Deinen Diskussionsstil ja inzwischen ganz gut. ^^
      Das nächste Mal, wenn Du wieder behauptest, ich würde Dir was unterstellen, tu ich das genauso als Quatsch ab. Oder sage, Du unterstellt mir nur, ich würde Dir was unterstellen. Dann wirst Du behaupten, ich würde Dir nur unterstellen, dass Du mir unterstellen würdest, dass ich Dir was unterstelle. Usw. usf. Das können wir bis ins Absurde weiter treiben, das interessiert hier die Leser aber nicht. Wie wärs, wenn Du das nächste Mal, wenn Du das Gefühl hast, ich würde Dir was unterstellen, sagen würdest: „Nö, so hab ich das nicht gesagt“, und gut is? Anstatt „Unterstellung!!!“ zu reklamieren, natürlich ohne zu sagen, worin die denn eigentlich besteht?

      So so, jetzt ist nicht mehr wichtig, na gut… ^^

      Was gibts denn da noch zu reden, nachdem Du nicht darstellen willst, in welchen Punkten Du mit Wizoreks Meinung differierst? Das ist auch das, was ich als nicht so wichtig empfinde. Schließlich wolltest Du doch nur über das Vorleben der beiden Männer diskutieren und warum das angeblich nicht berücksichtigt wurde.

      Wenn jemand vorbestraft ist, gibt es da durchaus eine gewisse Relevanz. Auch Gerichte bewerten das Vorleben je nach konkretem Fall als relevant oder nicht, Stichwort Wiederholungstäter. Man kann also nicht sagen, dass es grundsätzlich eine „miese Methode“ sei, strafrechtlich relevantes Vorleben mit in ein Urteil einfließen zu lassen.

      Ach, Du willst jetzt ja doch über den Prozess reden statt über die gesellschaftliche Debatte? Ich kann mich nur zum x-ten Mal wiederholen:

      In einem Vergewaltigungsverfahren wäre eine Vorverurteilung wegen sex. Nötigung, wenn es sie denn wenigstens gäbe und nicht nur irgendwelche Anschuldigungen, sicher interessanter als Lohfinks Partyleben.

      Die beiden sind schon freigesprochen wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung. Ich bin mir ziemlich sicher, das Gericht hat diese Vorwürfe berücksichtigt. Vorstrafen werden im übrigen immer berücksichtigt. Das steht immer in der Akte eines Angeklagten und ein Richter liest das auch. Das Gericht (oder die Staatsanwaltschaft) ist dennoch zu dem Ergebnis gekommen, dass die beiden Männer erwiesenermaßen unschuldig sind.

      In DIESEM Verfahren gings nicht um die Vergewaltigung, sondern um die Falschbeschuldigung. Und deswegen ist das Vorleben der beiden Zeugen da halt nicht mehr interessant. Dafür, ob Lohfink bewusst falsch beschuldigt hat oder nicht, ist das so relevant wie der berühmte Sack Reis. Natürlich versuchte der Verteidiger von Lohfink, das Verfahren nachträglich zu einem Vergewaltigungsprozess unzufunktionieren, weil ihm das in die Strategie passt. Aber das Gericht hat da eben zurecht nicht mitgemacht.

      Das Gericht hat ja sogar die eine Zeugin noch vernommen laut Deinem verlinkten promiflash.de-Artikel. Ich werte das als Freundlichkeit des Gerichts, oder auch als Sicherheitsmaßnahme, um keinen Grund für eine Revision zu liefern. Sollte es aber so sein, dass die Anwälte von Lohfink das in dem Vergewaltigungsverfahren verpennt haben und nun erst in dem Falschbeschuldigungsverfahren damit angekommen sind, dann musst Du das denen vorwerfen und nicht dem Gericht.

      Der Unterschied besteht darin, ob Straftaten vorliegen und andere dadurch geschädigt werden.

      Also: Das Gericht hat es berücksichtigt, indem es die Zeugin vernommen hat. Und das Gericht hat es dennoch als irrelevant befunden. Oder zumindest nicht ausreichend, um irgendwie am Tatbestand der Falschbeschuldigung zu rütteln.
      Nochmal. Es gibt Vorstrafen von Castillo Pinto, und es gibt Anschuldigungen wegen Übergriffen. Aber es gibt offensichtlich keine Vorstrafen wegen sexuellen Übergriffen. Und deswegen ist weder das eine noch das andere sonderlich relevant. Schon gar nicht in einem Prozess, in dem er nur Zeuge und nicht Angeklagter ist.

      Das Hauptbelastungsmaterial gegen Lohfink sind erstens die Videos, zweitens das Gutachten zum Thema KO-Tropfen und drittens ihre eigenen Aussagen, die hinten und vorne nicht mit den anderen Umständen zusammenpassen. Was der Zeuge Castillo Pinto (das Opfer!) zu der Sache zu sagen hatte, war eher zweitrangig und deswegen auch seine Glaubwürdigkeit, selbst wenn die unterirdisch sein sollte.

      Dass der Typ weder ein Engel noch ein Waisenknabe, sondern ein Unsympath und Arschloch ist, schon alleine, weil er diese Filme gemacht und ins Internet gestellt hat, streite ich auch gar nicht ab. Das macht ihn aber noch lange nicht zum Vergewaltiger.

      Worauf willst Du eigentlich hinaus? Da wird jemand einer Tat bezichtigt. Es gibt ein Video von der „Tat“, auf dem aber von der „Tat“ weit und breit nichts zu sehen ist, sondern eher das Gegenteil. Und jetzt soll der dennoch verurteilt werden, weil er früher eventuell gerüchteweise nach Hörensagen mal was ähnliches angestellt haben soll? Weil (oh, wie außergewöhnlich!) zwei Exfreundinnen schlecht über ihn reden, ohne dass das zu was gerichtsfestem geführt hat? Ist es das, worauf Du hinaus willst? Ehrlich?

      Dass eine zwielichtige, schlecht beleumundete Figur mit miesem Ruf und zweifelhaftem Vorleben durchaus genauso Opfer werden kann, das verteidigt Ihr im Fall von Lohfink doch vehement. Zurecht! Aber für Castillo Pinto soll das nicht gelten? Das ist genau die Doppelmoral, die ich mit meinen Satz:

      Aber was bei Frauen auf gar keinen Fall sein darf, nämlich das Herumrühren im Vorleben, denn das ist ja „slut-shaming“, das geht bei Männern natürlich problemlos.

      gemeint habe.

      Das ist das, was Du übersehen hast, oder (Achtung, Unterstellungsgefahr!) übersehen wolltest: Es ging in meinem Satz gar nicht darum, inwiefern das Vorleben einen Einfluss auf den möglichen Täter-Status hat (worauf Du die ganze Zeit rumreitest), sondern inwiefern das Vorleben einen Einfluss auf den möglichen Opfer-Status hat. Und deswegen ist das sehr wohl miteinander vergleichbar, und deswegen gibt es da sehr wohl eine Doppelmoral auf (mindestens) Wizoreks Seite.

      Andererseits, kein Wunder, wenn man sich als Feministin Männer als Opfer eh nicht vorstellen kann…

    • Ich rede mich ganz und gar nicht um Kopf und Kragen,

      oh doch. Du aalst dich vom 100. ins 1000. Dein Palaver um das Wörtchen „wenn“, um deine Aussage hinterher zu verwässern, war schon sehr peinlich. Du bist halt jetzt nur beleidigt, weil ich dir nicht stramm Rede und Antwort stehe, nachdem du endlich gecheckt hast, dass ich mich nur auf eine einzige Aussage von Wizorek bezogen habe.

      Und auf den „Quatsch“ gehst Du meistens dann nicht ein, wenn Du ihn nicht widerlegen kannst

      dein Quatsch ist längst widerlegt. Hast ja sogar selbst nachher kleinlaut zugegeben, dass dein Vorwurf daneben war.
      „Wo habe ich DIR da was unterstellt? Ich stelle nur allgemein fest, dass es unfair der Richterin gegenüber ist, ihr XYZ zu unterstellen. Ich behaupte nirgendwo, dass DU das konkret tust. (OK, doch

      Das nächste Mal, wenn Du wieder behauptest, ich würde Dir was unterstellen, tu ich das genauso als Quatsch ab.

      das steht dir völlig frei. Ist halt nur peinlich, wenn so klar sichtbar ist, dass du Unsinn redest.

      Das können wir bis ins Absurde weiter treiben, das interessiert hier die Leser aber nicht

      Es ist längst absurd. Du kannst dagegen auch einfach aufhören, Unsinn zu behaupten. Damit erreichst du nämlich letztlich nur, dass du deine Kommentare hier künftig für die Tonne schreibst. Ich lasse Blödsinn über mich auf meinem Blog nämlich ungern unwidersprochen, und irgendwann ist es mir dann auch zu dumm.
      Uh, ich hörs schon, „Buuuuh Zensur!!!“

      Wie wärs, wenn Du das nächste Mal, wenn Du das Gefühl hast, ich würde Dir was unterstellen, sagen würdest: „Nö, so hab ich das nicht gesagt“, und gut is?

      Interessant. Auch wenn du es schon wieder vergessen hast, habe ich gleich zu Anfang klargestellt, dass du Dinge behauptest, die ich nie gesagt habe. Das hat dir offenbar so gut gefallen, dass du darauf mit:
      Zitat: „Können wir jetzt bitte wieder über die Sache reden, anstatt diese dämlichen „Das-hab-ich-so-nicht-gesagt“-Spielchen zu spielen?“ reagiert hast.
      Du weißt selber nicht so richtig was du sagst, kann das sein?
      Verwegener Gedanke, aber es wäre auch nicht ganz blöd gewesen, erstmal genau zu lesen, oder wenn es schon angeblich so unklar war, erstmal nachzufragen, statt reflexartig hier mit deinem „duhastWizorekinallenPunktenverteidigt!!!“-Gebrüll einzufallen.
      Aber du meinst mir meine Diskussionskultur vorhalten zu müssen. Nee is klar…

      Anstatt „Unterstellung!!!“ zu reklamieren, natürlich ohne zu sagen, worin die denn eigentlich besteht?

      Also wenn du das jetzt immer noch nicht kapiert hast, kann ich dir auch nicht helfen. Ich bin keine Sonderschullehrerin.

      Was gibts denn da noch zu reden

      frage ich mich bei dir schon längst

      Ach, Du willst jetzt ja doch über den Prozess reden statt über die gesellschaftliche Debatte?

      nein, meine Aussage war allgemein gehalten, und nicht auf den speziellen Prozess bezogen.
      Allerdings hattest du ja zur gesellschaftlichen Debatte hattest du auch nicht wirklich was beizutragen. Ok, du hast immerhin eingeräumt, dass die insgesamt Kacke ist. Aber dir schien es wichtiger zu sein, zu betonen, dass Frauen was böses geschrieben haben.

      Worauf willst Du eigentlich hinaus? Da wird jemand einer Tat bezichtigt. Es gibt ein Video von der „Tat“, auf dem aber von der „Tat“ weit und breit nichts zu sehen ist, sondern eher das Gegenteil. Und jetzt soll der dennoch verurteilt werden, weil er früher eventuell gerüchteweise nach Hörensagen mal was ähnliches angestellt haben soll? Weil (oh, wie außergewöhnlich!) zwei Exfreundinnen schlecht über ihn reden, ohne dass das zu was gerichtsfestem geführt hat? Ist es das, worauf Du hinaus willst? Ehrlich?

      Keine Ahnung aus welchem Finger du dir das jetzt wieder gesogen hast. Deine Phantasie ist bemerkenswert.

      Das ist genau die Doppelmoral, die ich mit meinen Satz:

      Aber was bei Frauen auf gar keinen Fall sein darf, nämlich das Herumrühren im Vorleben, denn das ist ja „slut-shaming“, das geht bei Männern natürlich problemlos.

      gemeint habe.

      Dazu habe ich auch was gesagt. Das ist ein künstlicher Graben den du da aufschaufelst. Das hat mit Geschlechtern nichts zu tun. Wären die Vorzeichen vertauscht, würde ich das gleiche sagen, auch wenn du das natürlich nicht glauben wirst.
      Weswegen das hier auch:

      Andererseits, kein Wunder, wenn man sich als Feministin Männer als Opfer eh nicht vorstellen kann…

      sollte das auf mich bezogen sein, eine wirklich widerliche und dreckige Lüge ist.

  14. @ aranxo
    Sehr interessante „Aufdröselung“ …Ich gehe jetzt mal davon aus, dass das alles so stimmt, bin heute google-faul … 🙂

    „1. Zunächst ein Verfahren gegen die beiden Männer wegen Vergewaltigung. Da wurden sie freigesprochen, und zwar nicht aus Mangel an Beweisen, sondern wegen erwiesener Unschuld. Ob es da auch eine Verhandlung gab, oder das Verfahren schon vorher eingestellt wurde, weiß ich nicht.“

    Hier setzt doch bereits die Vorverurteilung ein, die die ominösen „Ihr“ hier anprangern. Wie konnte es denn zu einem Freispruch aus „Mangel an Beweisen“ kommen ? Wenn schon die Aussage einer Frau allein offensichtlich nicht genügt, dann sollte es doch der Film.

    „2. Es gab Strafbefehlsverfahren gegen die beiden wegen Persönlichkeitsrechtsverletzung (sprich wegen des Filmens und weil sie die Filme ins Internet gestellt haben). Bei einem Strafbefehl gibt es normalerweise keine Verhandlung. Du kriegst einen Brief, in dem steht, dass Du verurteilt wirst. Kennt vielleicht der ein oder andere, wenn man im Auto geblitzt wurde, und das mehr als 20 km/h zuviel waren. Das kannst Du akzeptieren und zahlen, oder Du legst Widerspruch ein und dann gibts eben ne Verhandlung. In Fall der beiden hat Pardis F. den Strafbefehl akzeptiert und gezahlt. Sebastian C. hat ihn nicht akzeptiert. Da wirds wohl noch eine Verhandlung dazu geben.“

    Klingt logisch.

    „3. Es gab ein Strafbefehlsverfahren gegen G.-L. Lohfink wegen Falschbeschuldigung (m.W. offiziell „falscher Verdächtigung“). Dort hat sie einen Strafbefehl über 60 Tagessätze á 400 Euro bekommen. Den hat sie nicht akzeptiert und deswegen kam es jetzt zu der Verhandlung. Das nennt man wohl Widerspruchsverhandlung, das zählt nicht als Berufung, weil es ja überhaupt erst die erste Verhandlung in der Sache ist. Da ist sie jetzt verurteilt worden, und zwar zu 80 Tagessätzen á 250 Euro. Mit anderen Worten, die Strafe hat sich eigentlich (nach Tagessätzen) sogar erhöht. Nur weil das Gericht eingesehen hat, dass sie wohl doch nicht 400 Euro am Tag verdient und das nach unten korrigiert hat, war es dann in der Gesamtrechnung weniger. Dass sie nochmal 20 Tagessätze drauf gepackt haben, lässt sich aber auch einfach dadurch erklären, dass die Akzeptanz eines Strafbefehls ein Geständnis impliziert, und ein Geständnis wirkt sich immer strafmildernd aus. Das ist in dem Strafbefehl quasi eingepreist. Wenn man aber Widerspruch einlegt, fällt das Geständnis natürlich erstmal weg, und wenn man trotzdem verurteilt wird, fällt dann auch die strafmildernde Wirkung weg, sprich es wird teurer. Außer Du hast in der Verhandlung doch noch gestanden, oder es ergaben sich eben andere mildernde Umstände.“

    Auch das klingt logisch.

    So. Und nun drösel ich mal …
    Das Urteil ist also gefallen (erste Verhandlung) Allerdings ist es schon auffällig, dass beide Männer trotz des Films „aus Mangel an Beweisen“ freigesprochen werden. Welchen Mangel sieht das Gericht hier ? Zwei Männer, eine Frau mit zweifelhaftem Ruf. Wie ich bereits sagte, ist es für JEDEN Menschen schwer, das auszublenden.

    Ich sage nicht, dass das Gericht voreingenommen war. Es wäre allerdings nicht das erste Mal. Um das zu erkennen, muss jemand kein(e) Feminist(in) sein. Das sehen wir jeden Tag.

    Und darum geht es hier. Um Vorverurteilung. Um Gegensätze, die keine sein sollten: Frau = schuldig, bis das Gegenteil bewiesen wird – Mann = unschuldig, solange nicht das Gegenteil bewiesen wird.

    Dieses Missverhältnis begegnet uns so oft, dass es scheinbar den meisten gar nicht mehr auffällt.

    Es melden sich später andere Frauen, dass einer der Männer bereits vorher dementsprechend „aufgefallen“ ist. Egal, es gibt ja keine Verurteilungen.

    Eine Vorverurteilung gleich der an Frau Lohfink sehe ich daher hier überhaupt nicht. Beide Männer waren ja wohl vorher nicht für „Übergriffe“ bekannt.

    Deshalb ist es – so wie Du hier meinst – auch nicht das Gleiche („Das ist in meinen Augen genau dieselbe Vorverurteilung nach dem Motto: „Einmal Vergewaltiger, immer Vergewaltiger“, die Ihr bei Lohfink nach dem Motto „Einmal Schlampe, immer Schlampe“ (zurecht!) ablehnt“).

    Das finde ich übrigens sehr kaltschnäuzig. Eine Schlampe zu sein, schadet eigentlich immer nur der Schlampe selbst. Ein Vergewaltiger zu sein, na, da spar ich mir jeden weiteren Kommentar.
    Männer, die vergewaltigen und damit durchkommen, sind ja dafür bekannt, dass sie dann damit aufhören …

    „Und selbst wenn da was dran wäre, ist das kein Beweis dafür, dass auch der aktuelle Fall eine Vergewaltigung gewesen sein muss.“

    Da stimme ich Dir zu.

    Aber zu glauben, dass ein Mann, der bereits früher übergriffig war, plötzlich zum Unschuldslamm mutiert, halte ich für naiv.

    LG,
    Titanica

  15. Dein Palaver um das Wörtchen „wenn“, um deine Aussage hinterher zu verwässern, war schon sehr peinlich.

    Wenn was peinlich ist, dann Dein ständiges Von-Oben-Herab-Dozieren, was ich angeblich nicht kapiert hätte, was Du mir angeblich schon alles an Widersprüchen nachgewiesen und wo Du mich widerlegt haben willst. Sieht aus wie das Rumstolzieren der Taube auf dem Schachbrett, nachdem sie alle Figuren umgeworfen, aufs Brett gekackt und den Sieg für sich reklamiert hat.

    „Wo habe ich DIR da was unterstellt? Ich stelle nur allgemein fest, dass es unfair der Richterin gegenüber ist, ihr XYZ zu unterstellen. Ich behaupte nirgendwo, dass DU das konkret tust. (OK, doch„

    Du hast natürlich wieder das wichtige weggeschnitten, nämlich den Punkt, dass Du mir die Unterstellung vorgeworfen hast, noch bevor ich sie später tatsächlich gemacht habe. Gehört aber auch zu Deinem Diskussionsstil: unsauber zitieren, damit es so aussieht, wie es Dir in den Kram passt. Aber zum Glück kann das ja jeder nachlesen.
    Und wenn man Dir den kleinen Finger reicht, tust Du so, als hätte man Dir die ganze Hand angeboten.

    Interessant. Auch wenn du es schon wieder vergessen hast, habe ich gleich zu Anfang klargestellt, dass du Dinge behauptest, die ich nie gesagt habe.

    Klarstellen, dass man Dinge nicht wie behauptet gesagt hat, und jemanden Unterstellung vorwerfen sind schon deutlich zwei paar Stiefel. Und welche Dinge ich Dir überhaupt „unterstellt“ haben soll, hast Du in dem ersten Kommentar, in dem Du mir das vorgeworfen hast, eben gar nicht genannt.

    Also wenn du das jetzt immer noch nicht kapiert hast, kann ich dir auch nicht helfen. Ich bin keine Sonderschullehrerin.

    Dann benimm Dich eben auch nicht wie eine.

    Und jetzt sag ich auch endgültig nichts mehr zu den Stilfragen.

    Keine Ahnung aus welchem Finger du dir das jetzt wieder gesogen hast. Deine Phantasie ist bemerkenswert.

    Und wieder sagt Du nur, was Du nicht meinst. Aber nicht, worauf Du wirklich hinaus willst. Dass es völlig ok geht, wenn man Typen mit einer zwielichtigen Vergangenheit durchaus noch ne weitere zwielichtige Angelegenheit anhängt, ohne dass sie sich wehren dürfen, ganz egal, ob die neue Sache wirklich passiert ist oder nicht? Dass Lohfink schon alleine deshalb unschuldig sein soll, weil solche Typen gar keine Opfer (von Falschbeschuldigung) sein können?
    Sag doch mal, ich frag ja nur!
    Wenn es das auch nicht ist, wozu soll es dann gut sein, auf deren Vergangenheit rumzureiten? Welches Ergebnis soll das haben?

    Das hat mit Geschlechtern nichts zu tun. Wären die Vorzeichen vertauscht, würde ich das gleiche sagen, auch wenn du das natürlich nicht glauben wirst.

    Das glaub ich Dir schon, nur eben nicht Wizorek. Schließlich hab ich den Artikel ja auch über sie geschrieben, nicht über Dich.

    „Andererseits, kein Wunder, wenn man sich als Feministin Männer als Opfer eh nicht vorstellen kann…“ sollte das auf mich bezogen sein, eine wirklich widerliche und dreckige Lüge ist.

    Nein, das ist eine polemische Überspitzung, und auch mehr auf Wizorek bezogen. Es ist allerdings auch eine reale Erfahrung von Männern, dass das viele Feministinnen einfach nicht können. Bezeichnend dafür ist ja das legendäre Zitat von Hillary Clinton:

    Frauen sind Hauptopfer im Krieg. Frauen verlieren ihre Gatten, ihre Väter, ihre Söhne im Kampf.

    • Sieht aus wie das Rumstolzieren der Taube auf dem Schachbrett, nachdem sie alle Figuren umgeworfen, aufs Brett gekackt und den Sieg für sich reklamiert hat.

      So viel dann mal zu deinem „Stil“…

      Aber zum Glück kann das ja jeder nachlesen.

      Ganz genau. Und damit das auch jeder übersichtlich verfolgen kann, zitiere ich mal die einzelnen Aussagen chronologisch:

      Dein Einstieg (27.8.):
      „Die einzigen, die in der Debatte ständig behaupten, Lohfinks Vergangenheit hätte irgendwas mit dem Gerichtsverfahren zu tun, sind Feministinnen. Das was Ihr (Wizorek und anscheinend auch Du) nicht auseinanderhalten könnt oder wollt, ist die Debatte in der Gesellschaft und das Gerichtsverfahren.“

      Darauf meine Nachfrage (27.8.):
      „Wie witzig. Zeig mir mal die Stelle in meinem Text, an der du meinst, das herauslesen zu können.
      Wo äußere ich mich zum Prozess? Wo unterstelle ich der Richterin irgendwas?“

      Darauf wieder du (28.8.):
      „Ganz einfach: Du verteidigst Wizorek.“, mit einem ersten Einräumen einer deiner vorschnellen Behauptungen:
      „Aber gut, in konzediere, dass es DIR im Gegensatz zu Wizorek NUR um die öffentliche Debatte geht“

      aber im gleichen Kommentar weiter die nächste falsche Behauptung:
      „Aber nein, DU unterstellst der Richterin natürlich nichts. Du verteidigst nur Wizorek in allen Punkten“

      sowie die Frage:
      „Wo ist denn bitte das hübsche Sammelsurium an Unterstellung Dir gegenüber?“

      und meine Antwortzitate darauf (28.8.):
      „Die einzigen, die in der Debatte ständig behaupten, Lohfinks Vergangenheit hätte irgendwas mit dem Gerichtsverfahren zu tun, sind Feministinnen. Das was Ihr (Wizorek und anscheinend auch Du) nicht auseinanderhalten könnt oder wollt, ist die Debatte in der Gesellschaft und das Gerichtsverfahren.“

      „Ich behaupte, Lohfinks Vergangenheit war für die Entscheidung des Gerichts absolut nicht von Belang. Das der Richterin zu unterstellen, ist unfair.“

      „Auch wenn Euch das immer noch nicht passt. In diesem Verfahren ging es darum, zu entscheiden, ob Lohfink nachzuweisen ist, dass sie absichtlich ihre beiden Opfer (ja, das ist so, auch wenn Du das nicht gerne hörst) falschbeschuldigt hat.“

      auf meine Frage ob du lügst oder nur nicht lesen kannst, bezüglich dieser nachgewiesen falschen Behauptung „Du verteidigst nur Wizorek in allen Punkten“ räumst du in deinem nächsten Kommentar (28.8.) auch da deine Falschaussage ein:
      „Meinetwegen, das nehm ich zurück und behaupte das Gegenteil: Du stimmst ihr nur in dem EINEN Punkt zu“

      Dann versuchst du im gleichen Kommentar, deine vorigen Behauptungen zu verwässern und fängst an, Wortspielchen zu spielen:
      „Das steht „anscheinend““
      „Da steht zweimal das Wörtchen „wenn“, was durchaus eine einschränkende Wirkung haben kann.“

      Dann beginnt dein Fragespiel:
      „Aber gut, mal Butter bei die Fische!
      Akzeptierst Du, dass es keine Vergewaltigung gab, ja oder nein?
      Akzeptierst Du, dass das Wort „Opfer“ (einer Falschbeschuldigung) für die beiden Männer gerechtfertigt ist, ja oder nein?“
      Wenn ja, dann will ich mal nichts gesagt haben. Dann akzeptiere ich auch, Dir was unterstellt zu haben.

      und
      „In welchen Punkten bist Du mit ihr anderen Meinung? Wenn Du behauptest, ich würde lügen, wenn ich behaupte
      „Du verteidigst nur Wizorek in allen Punkten“
      dann muss es ja wohl irgendwo ne Differenz zwischen ihrer und Deiner Meinung geben. Oder wolltest Du einfach nur sagen, Du stimmst ihr zwar in allen Punkten zu, Du verteidigst sie nur nicht? Aaaaah ja. Das ist natürlich ein ganz, ganz wesentlicher Unterschied!“

      und deine Frage:
      „Können wir jetzt bitte wieder über die Sache reden, anstatt diese dämlichen „Das-hab-ich-so-nicht-gesagt“-Spielchen zu spielen?“

      meine Antwort darauf (28.8.):
      „Warum soll ich das Urteil nicht akzeptieren? Ich war genauso wenig dabei wie du. Wenn das Gericht es so entschieden hat, dann ist es eben so. Aber sind deswegen keine kritischen Fragen mehr erlaubt?“

      Erster Teil des Fragespiels also bejaht. Deine Ankündigung aber „Wenn ja, dann will ich mal nichts gesagt haben. Dann akzeptiere ich auch, Dir was unterstellt zu haben“ hast du nicht eingehalten, sondern beharrst weiter darauf, dass ich dir fälschlicherweise Unterstellungen … ähm.. unterstelle.
      (Irgendwie muß ich grad selber lachen, so bescheuert ist das eigentlich. Aber du wolltest es ja so.)

      Zweite Antwort auf dein Fragespiel:
      „Natürlich gibt es die. Ich sehe mich nur in keiner Verantwortung, das extra für dich aufzudröseln. „

      Dann wirfst du mir (29.8.), statt deiner Ankündigung entsprechend zu erkennen, dass es sich bei dir nur um Unterstellungen handelt, wieder nur vor, und unkonkret zu sein, was anhand der Zitate oben leicht als Falschaussage nachzuweisen ist.
      „Du wirst aber erst mal nicht konkret, was Du meinst, was Dir unterstellt worden ist, und verwahrst Dich dagegen, sondern es kommt einfach nur pauschal: „Unterstellung!!!““

      Siehe meine konkreten Antwortzitate an dich vom 28.8.

      Und dann redest du nur noch wirres Zeug (30.8.). Du reitest weiter darauf rum, dass du mir ja nichts unterstellt hättest, was klar widerlegt ist, siehe oben. Und lustigerweise willst du mir dann noch empfehlen, statt festzustellen, dass du unwahre Behauptungen aufstellst, mit „Nö, so hab ich das nicht gesagt“ zu reagieren, erneut gepaart mit der Falschaussage, ich hätte nicht konkret benannt, worin deine Unterstellungen bestehen.

      „Wie wärs, wenn Du das nächste Mal, wenn Du das Gefühl hast, ich würde Dir was unterstellen, sagen würdest: „Nö, so hab ich das nicht gesagt“, und gut is? Anstatt „Unterstellung!!!“ zu reklamieren, natürlich ohne zu sagen, worin die denn eigentlich besteht?“

      „Lustigerweise“ deshalb, weil du dich selbst noch kurz davor, siehe Zitat 28.8. darüber echauffierst, ich würde „dämliche „Das-hab-ich-so-nicht-gesagt“-Spielchen“ spielen.

      Und schon kommt die nächste Unterstellung:

      „Worauf willst Du eigentlich hinaus? Da wird jemand einer Tat bezichtigt. Es gibt ein Video von der „Tat“, auf dem aber von der „Tat“ weit und breit nichts zu sehen ist, sondern eher das Gegenteil. Und jetzt soll der dennoch verurteilt werden, weil er früher eventuell gerüchteweise nach Hörensagen mal was ähnliches angestellt haben soll? Weil (oh, wie außergewöhnlich!) zwei Exfreundinnen schlecht über ihn reden, ohne dass das zu was gerichtsfestem geführt hat? Ist es das, worauf Du hinaus willst? Ehrlich?“

      Und auf meine Frage, woher du sowas nimmst, weil mir nicht klar ist, wie du darauf kommst, kommt auch nur der Vorwurf, ich wäre unkonkret.

      Ja in der Tat, man kann alles deutlich nachlesen. Deine Behauptungen sind mit Zitaten belegt, meine Antworten darauf ebenso. Du fragst aber dennoch ständig, was die Unterstellungen sein sollen, obwohl du sie sogar fast alle selbst schon eingeräumt hast.

      Die Punkte lauteten (NOCHMAL in Kürze zusammengefasst, oben alles schon zitiert):

      1. Ich würde Prozess und öffentliche Debatte vermischen. (1. Kommentar) – eingeräumt
      „Aber gut, in konzediere, dass es DIR im Gegensatz zu Wizorek NUR um die öffentliche Debatte geht“

      2. Ich hätte Wizorek in allen Punkten zugestimmt (2. Kommentar) – eingeräumt
      „Ok, zur Kenntnis genommen, dass Du mit Wizorek in dem ein oder anderen Punkt nicht übereinstimmst.“
      „Meinetwegen, das nehm ich zurück und behaupte das Gegenteil: Du stimmst ihr nur in dem EINEN Punkt zu“

      3. Es würde mir nur nicht gefallen, dass Lohfink verurteilt wurde (2. Kommentar) – nicht eingeräumt.

      4. Ich hätte der Richterin Voreingenommenheit unterstellt (1. Kommentar) – ok das war kein direkter Vorwurf an mich, aber ein indirekter

      Wenn du schon Zugeständnisse machst, vorschnell reagiert zu haben, warum behauptest du dann immer noch, es wäre nichts konkretes gesagt worden? Bisschen unlogisch.

      Mag ja sein, dass du die Übersicht im Kommentargewusel verloren hast. Darum war ich so nett, und habs dir fein säuberlich sortiert.

      Und jetzt sag ich auch endgültig nichts mehr zu den Stilfragen.

      Das wäre besser. Du kennst doch das Ding mit dem Glashaus, oder?

      Und wieder sagt Du nur, was Du nicht meinst. Aber nicht, worauf Du wirklich hinaus willst. Dass es völlig ok geht, wenn man Typen mit einer zwielichtigen Vergangenheit durchaus noch ne weitere zwielichtige Angelegenheit anhängt, ohne dass sie sich wehren dürfen, ganz egal, ob die neue Sache wirklich passiert ist oder nicht? Dass Lohfink schon alleine deshalb unschuldig sein soll, weil solche Typen gar keine Opfer (von Falschbeschuldigung) sein können?
      Sag doch mal, ich frag ja nur!
      Wenn es das auch nicht ist, wozu soll es dann gut sein, auf deren Vergangenheit rumzureiten? Welches Ergebnis soll das haben?

      Ich habe festgestellt, dass Wizoreks Frage berechtigt ist. Ich habe beschrieben, wo ich einen Unterschied in der Bewertung der beiden Personen Pinto und Lohfink sehe. Nicht mehr und nicht wengier.
      Ich habe kein Wort davon gesagt, dass der Typ verknackt gehört, oder dass er, weil er ja schon mal scheiße gebaut hat, jetzt auf jeden Fall wieder scheiße gebaut hat, sondern allgemein darauf hingewiesen, dass vorangegangene Straftaten für einen laufenden Prozess relevant sein können, weil du sagtest dass „einmal Vergewaltiger, immer Vergewaltiger“ der gleiche Mist sei wie „einmal Schlampe, immer Schlampe“. Was so einfach nicht stimmt. Gleichzeitig habe ich betont, dass das nicht auf den konkreten Lohfink-Fall zutreffen muß.

      Das glaub ich Dir schon, nur eben nicht Wizorek. Schließlich hab ich den Artikel ja auch über sie geschrieben, nicht über Dich.

      „Andererseits, kein Wunder, wenn man sich als Feministin Männer als Opfer eh nicht vorstellen kann…“ sollte das auf mich bezogen sein, eine wirklich widerliche und dreckige Lüge ist.

      Nein, das ist eine polemische Überspitzung, und auch mehr auf Wizorek bezogen.

      Ok dann nehme ich das zurück.

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