„Was wär das geil, wenn man unbequeme Männer einfach mit einer Falschbeschuldigung beseitigen könnte“

Die antifeministische Blogwelt dreht wieder mal durch. Wer war diesmal daran schuld? Margarete Stokowski, die in ihrer Spiegelkolumne eine Antwort auf das Kachelmann-Interview der Taz gegeben hat.

Aber von vorn. Was ist passiert?

Kachelmann stellte in seinem Taz-Interview eine abenteuerliche Behauptung auf, nämlich, dass eine „Falschbeschudigung ein perfektes Verbrechen sei, um einen Mann aus dem Weg zu räumen, ohne selbst ein Risiko einzugehen.“

Darauf kann man nun auf diverse Arten reagieren.

Man kann es machen wie Margret, die in ihrem Blog diese Aussage schon gut auseinandergenommen hat.

Man kann es ignorieren, gut finden, den Kopf schütteln und sich fragen, welche Drogen Kachelmann genommen hat.

Oder man kann es machen wie Margarete Stokowski, die diese Aussage für bare Münze genommen, und schlicht logisch und folgerichtig weitergesponnen hat, um zu sehen, wo solche Gedankenverrenkungen hinführen können. Und sie kam zu der provokanten Frage: „Wenn es so wäre: Was hindert uns?“

Aua, da war was los! Sie würde „Straftaten begrüßen“, und sie sogar „empfehlen“, hieß es in mehreren Reaktionen.

Wie man darauf kommt, ist mir völlig schleierhaft, wenn man versteht, worauf Stokowski ihren Text bezieht. Sonst wird doch immer soviel Wert auf Kontext gelegt, in dem man eine Aussage, so bescheuert sie auch sein mag, sehen muß. Warum klappt das hier nicht? Es wird nur gelesen: „Was wär das geil, wenn man unbequeme Männer einfach mit einer Falschbeschuldigung beseitigen könnte“. Und natürlich kann das ja nur mega ernst gemeint sein und ist damit wieder ein krasser Beweis für … was auch immer.

Auf die Idee, dass Stokowski Kachelnmanns irrwitzige Behauptung durch konsequentes Weiterdenken völlig ad absurdum führt, kommt keiner?

Na sowas.

112 Kommentare zu “„Was wär das geil, wenn man unbequeme Männer einfach mit einer Falschbeschuldigung beseitigen könnte“

  1. Pingback: Rape Culture gegen rechts! « man tau

  2. Was ein Schwachsinn – de Vorwurf der Falschbeschuldigung steht quasi automatisch im Raum, sobald es um sexualisierte Gewalt geht – wenn sich dem möglichen Opfer partout keine Mitschuld anlasten lässt. Es sei denn, der Täter könnte der asoziale Hartz4er mit dem Alkoholproblem oder einer von diesen verdammten kriminellen Flüchtlingen sein.

    Dabei werden eher wenige falsche Beschuldigungen wegen Rachsucht gemacht – aber das passt natürlich nicht ins Bild der bösartigen Frauen, die aus purer Gemeinheit und Spaß an der Freude unschuldige Männer durch ein bloßes Fingerschnippen in den Knast bringen.

    Schon klar.

  3. Ähm… der Spruch zieht noch, nachdem wir einen amerikanische Präsidenten haben, der nicht nur §Unmengen von teils gut dokumentierten Anzeigen wegen sexueller Belästigung hat sondern sogar eine wegen Verge**ltigung von einer damals 13 Jährigen? Quelle dafür: https://www.documentcloud.org/documents/3130729-DOE-V-TRUMP.html

    Da kann mir keiner mehr erzählen, dass das IRGENDWIE die Karriere behindert oder „aus dem Weg räumt“. Diese orangefarbene Rotzblase ist Präsident.

  4. Ich habe eher das Gefühl, dass die antifeministische Szene z.Z. hyperventiliert. Letztes Jahr wurde das Sexualstrafrecht verschärft (Stichwort „nein heißt nein“), der Prozess um Frau Lohfink führte zu kontroversen Diskussionen. Die feministische Seite sah in Frau Lohfink eine zu unrecht der Falschbeschuldigung angeklagte Frau, die antifeministische Seite wollte endlich eine mutmassliche Falschbeschulderin bestraft sehen. Und das auch noch medial öffentlichkeitswiksam.

    Komisch, dass Herr Kachelmann meiner Meinung nach auf ein mal sehr zurückhaltend argumentiert. Was mich besonders verwundert, ist, dass Herr Kachelmann Herrn Diekmann, um den es in diesem Interview mit der taz geht, kumpelhaft in Schutz nimmt. Ausgerechnet Herr Kachelmann, der durch die Bild-Zeitung medial besonders durch den Schmutz gezogen wurde, hält die Flamme klein. Einerseits ist die Zeitung, die Herr Diekmann noch herausgibt, bekannt dafür, dass sie Persönlickeitsrechte gern mit Füßen tritt. Nur wenn’s den Herausgeber trifft, liest man von der mutmasslichen Belästigung nichts. Ist es die männliche Solidarität des Herrn Kachelmann, die die gesellschaftliche Stellung des Herrn Diekmanns in den Hintergrund treten lässt?

    Warum haben Männer mehr Angst vor einer Falschbeschuldigung als vor dem Vorwurf der Steuerhinterziehung? Eine vermeintliche oder tatsächliche Steuerhinterziehung kann ich diskret bereinigen. Eine Falschbeschuldigung könnte das soziale Aus bedeuten. Das beste Beispiel ist Herr Arnold. Aber bei Ihm haben auch noch andere eine Mitverantwortung zu tragen (z.B. Land Hessen, das ihn trotz Rehabilitierung nicht wieder als Lehrer einstellte). Vergewaltigung ist eine gesellschaftlich geächte Straftat gegen die körperliche Selbstbestimmung eines Menschen. Ist es die unterschwellige Angst mancher Männer davor, dass Frauen über eine vermeintliche „Superwaffe“ verfügen, die einen Mann den sozialen Tod beschert? Es soll sogar Scheidungsratgeber geben, die einer Frau raten, einen angeblichen sexuellen Missbrauch der Kinder anzuzeigen, damit sie sämtliche Vorteile aus der Scheidung ziehen kann. Weil diese „Ratgeber“ angeblich von Feministinnen geschrieben worden sind, stellen die Maskulisten eben die „bösen“ Feministinnen unter Generalverdacht, Männer in den Schmutz mit Falschanzeigen zu ziehen. Dessen ungeachtet manchen sich solche Autorinnen/Autoren selbst strafbar, wenn sie dazu aufrufen, andere Menschen fälschlich einer Straftat zu bezichtigen.

    Die Falschanzeigenquote für das gesamte Bundesgebiet liegt bei 3 Prozent. Siegt da nicht die Irrationalität gegenüber der Rationalität?

    Zu Frau Stokowski: Sie ist, was ich bisher darüber lesen konnte, in antifeministischen Kreisen nicht sehr beliebt. Liegt es an ihrem kontorversen Ansichten? Die Kommentare unter ihren Artikeln lassen den Schluss zu, dass einige Männer ziemlich angepiekst reagieren. Getroffene Hund bellen bekanntlich.

    • Zu Frau Stokowski: Sie ist, was ich bisher darüber lesen konnte, in antifeministischen Kreisen nicht sehr beliebt. Liegt es an ihrem kontorversen Ansichten?

      Das liegt daran, dass sie Feministin ist. Allein bei dem Wort drehen die ja durch.

    • „Komisch, dass Herr Kachelmann meiner Meinung nach auf ein mal sehr zurückhaltend argumentiert. Was mich besonders verwundert, ist, dass Herr Kachelmann Herrn Diekmann, um den es in diesem Interview mit der taz geht, kumpelhaft in Schutz nimmt. Ausgerechnet Herr Kachelmann, der durch die Bild-Zeitung medial besonders durch den Schmutz gezogen wurde, hält die Flamme klein.“

      Komisch finde ich das gar nicht: Wenn jemand eine falsche Beschuldigung selbst erfahren hat, ist es sehr naheliegend, danach besonders skeptisch gegenüber solchen Vorwürfen zu sein. Und Herr Kachelmann hegt anscheinend keine Rachegelüste, die ihn im konkreten Fall zu einer anderen Haltung bewegen würden.

      „Die Falschanzeigenquote für das gesamte Bundesgebiet liegt bei 3 Prozent.“

      Die Falschanzeigenquote ist ebenso unbekannt wie die tatsächliche Gesamtzahl aller Taten und die Quoten der zu Unrecht Verurteilten sowie der freigesprochenen Täter. Die berühmten wenigen Prozent umfassen wohl die *verurteilten* Falschbeschuldigungen. Aber wie viele Falschbeschuldigungsfälle sich unter den Freisprüchen, Verfahrenseinstellungen aus Mangel an Beweisen oder eben auch Verurteilungen in Strafverfahren wegen Vergewaltigung befinden, kann natürlich niemand verlässlich angeben.
      Die Quote von 3 Prozent folgt also nur aus der beliebten feministischen Umkehrung der strafprozesslichen Unschuldsvermutung: Jede Beschuldigung (der Vergewaltigung) gilt als zutreffend, wenn sie nicht erwiesenermaßen falsch ist. Zwar muss ein Freispruch nicht auf tatsächliche Unschuld des Angeklagten zurückgehen, aber mit einer schlichten Umkehr der Beweislast kommt man sicherlich nicht zu in irgendeiner Weise aussagekräftigeren Ergebnissen. (Die Strafjustiz selbst hat übrigens weder die Aufgabe noch den Anspruch, möglichst präzise die tatsächliche Anzahl von Straftaten zu bestimmen.)

    • Die Falschanzeigenquote ist ebenso unbekannt wie die tatsächliche Gesamtzahl aller Taten und die Quoten der zu Unrecht Verurteilten sowie der freigesprochenen Täter. Die berühmten wenigen Prozent umfassen wohl die *verurteilten* Falschbeschuldigungen. Aber wie viele Falschbeschuldigungsfälle sich unter den Freisprüchen, Verfahrenseinstellungen aus Mangel an Beweisen oder eben auch Verurteilungen in Strafverfahren wegen Vergewaltigung befinden, kann natürlich niemand verlässlich angeben.

      Ist das die berühmte und sonst so verhöhnte und angezweifelte Dunkelziffer, die jetzt eine Rolle spielt?

  5. Irgendwie bezweifel ich stark, dass du den Satz
    „Was wär das geil, wenn man unbequeme Frauen einfach mit einer Vergewaltigung beseitigen könnte“ genauso behandeln würde wie du es hier mit diesen tust.
    Oder willst du mir tatsächlich sagen mit dem entsprechenden Kontext wäre es für dich in Ordnung, wenn jemand einen Beitrag im Spiegel darüber schreibt, dass es gar nicht so einfach ist eine Frau zu vergewaltigen?

    „Auf die Idee, dass Stokowski Kachelnmanns irrwitzige Behauptung durch konsequentes Weiterdenken völlig ad absurdum führt, kommt keiner?“
    Genauso könnte man behaupten Kachelmanns Aussage sei einfach nur überspitzt und von daher es völlig überflüssig es ad absurdum zu führen. Mal davon abgesehen, dass wenn seine anderen Aussagen so meint er tatsächlich etwas paranoid ist.

    Zu guter letzt hätte Margarete Stokowski spätestens am Schluss darauf hinweisen sollen, dass eine Falschbeschuldigung nicht nur wegen der fragwürdigen Durchführbarkeit niemals ein legitimes Mittel ist. Sie tut genau das Gegenteil davon. „Es wäre kein so großes Opfer, wenn man die dadurch loswerden könnte. Hätte, wäre, könnte, wenn: Es geht nicht.“ lässt es in der Tat erscheinen als ob die praktische Umsetzung tatsächlich das einzige Problem ist. Es gibt genug Menschen die meinen, dass der Zweck die Mittel heiligt und nach der Aussage würde ich Margarete Stokowski ebenfalls dazu zählen.

    • Irgendwie bezweifel ich stark,

      Viel Spaß beim Zweifeln

      Genauso könnte man behaupten Kachelmanns Aussage sei einfach nur überspitzt und von daher es völlig überflüssig es ad absurdum zu führen. Mal davon abgesehen, dass wenn seine anderen Aussagen so meint er tatsächlich etwas paranoid ist.

      Es IST paranoid. Und genau darauf baut Stokowski ihren Text auf und nimmt die Paranoia grandios auf die Schippe. Aber Antifeministen nehmen ihn wörtlich und tun so, als hätte sie zum Mord aufgerufen. Ist nicht weniger paranoid.

      „Es wäre kein so großes Opfer, wenn man die dadurch loswerden könnte. Hätte, wäre, könnte, wenn: Es geht nicht.“ lässt es in der Tat erscheinen als ob die praktische Umsetzung tatsächlich das einzige Problem ist. Es gibt genug Menschen die meinen, dass der Zweck die Mittel heiligt und nach der Aussage würde ich Margarete Stokowski ebenfalls dazu zählen.

      Das kannst du gern glauben.

    • „Viel Spaß beim Zweifeln“

      Den habe ich nicht, obwohl ich es jetzt sogar noch eher glaube.

      „Es IST paranoid. Und genau darauf baut Stokowski ihren Text auf und nimmt die Paranoia grandios auf die Schippe.“

      So grandios wie „Kill all men!“. Wahrlich die beste Form feministischen Humors.

      „Das kannst du gern glauben.“

      Dazu habe ich auch genug Anlass. Gerade weil sie sich am Ende so gezielt Beispiele raussucht und eben der letzte Satz der keinen anderen Schluss zu lässt solange es keinen anderen Punkt gibt der ihn widerlegt.

    • Den habe ich nicht, obwohl ich es jetzt sogar noch eher glaube.

      Wie gesagt, viel Spaß dabei. Deine Ablenkungs-Argumentationsschiene motiviert mich nicht, näher drauf einzugehen.

      So grandios wie „Kill all men!“. Wahrlich die beste Form feministischen Humors.

      OMG. Wenn du sowas nötig hast, bedaure ich dich aufrichtig.

      Dazu habe ich auch genug Anlass. Gerade weil sie sich am Ende so gezielt Beispiele raussucht und eben der letzte Satz der keinen anderen Schluss zu lässt solange es keinen anderen Punkt gibt der ihn widerlegt.

      Nur wenn man den Inhalt nicht versteht.

    • „Wie gesagt, viel Spaß dabei.“

      Wie gesagt, habe ich nicht.

      „OMG. Wenn du sowas nötig hast, bedaure ich dich aufrichtig.“

      Was nötig?

      „Nur wenn man den Inhalt nicht versteht.“

      Schon klar so wie Antis alles negativ interpretieren, interpretierst du es bei Feministen fast grundsätzlich positiv.

    • Wie gesagt, habe ich nicht.

      Das tut mir sehr leid.

      Was nötig?

      Eine so billige „Argumentation“ wie „killallmen“ zu benutzen.

      Schon klar so wie Antis alles negativ interpretieren, interpretierst du es bei Feministen fast grundsätzlich positiv.

      Genau so und nicht anders. Immer und ausnahmslos. Du hast mich komplett durchschaut.

    • „Das tut mir sehr leid.“

      Tut es nicht.

      „Eine so billige “Argumentation” wie “killallmen” zu benutzen.“

      Sie passt nun mal und es ist scheinbar die einzige Grenze die du bei feministischen Humor kennst.

      „Genau so und nicht anders. Immer und ausnahmslos. Du hast mich komplett durchschaut.“

      Ich habe das Wort „fast“ bewusst da hin gesetzt. Von mir aus kannst du es auch durch überwiegend positiv ersetzen, wenn es dir nicht genug ist. In jedem Fall hat bei dir die Fraktionzugehörigkeit einen deutlich Einfluss darauf wie gut oder schlecht du eine Aussage oder Aktion bewertest.

    • Das wird sie sehr freuen und mich macht das jetzt total betroffen.

      Und es wäre jetzt nett, wenn du zu einem anderen Niveau zurückfinden könntest. Wenn du einen auf Adrian machen und anfangen willst nur noch sinnlos rumzutrollen, verliere ich endgültig die Lust an einem Gespräch mit dir.

    • „Und es wäre jetzt nett, wenn du zu einem anderen Niveau zurückfinden könntest.“

      Wenn du auf meine Aussagen nicht eingehen möchtest fein, aber komme nicht als erstes mit „Viel Spaß beim Zweifeln“ oder „Das kannst du gern glauben.“ an und erzähle mir dann ich würde trollen. Und wenn wir schon mal dabei sind, spare es dir Bedauern auszusprechen, wenn du eigentlich Herablassung meinst.

    • Wenn du auf meine Aussagen nicht eingehen möchtest fein, aber komme nicht als erstes mit „Viel Spaß beim Zweifeln“ oder „Das kannst du gern glauben.“ an und erzähle mir dann ich würde trollen.

      Wenn du es nötig hast, lächerliche antifeministische Diskussionsstrategien wie „killallmen“ auszufahren, kann ich nichts dafür. Aber dann wundere dich halt auch nicht, wenn ich das nicht ernstnehme.

      wenn du eigentlich Herablassung meinst

      Oh wow. Ok. Dann weiß ich ja Bescheid. Du kannst in meinen Kopf sehen. Schönen Abend noch und komm mal runter. Vielleicht gehts dir morgen besser.

    • @ resolute Nuss
      Ich habe stellenweise auch unnötig übertrieben reagiert. Entschuldigung. Aber du bist mir heute krass auf die Eierstöcke gegangen. Normalerweise kommen wir besser aus. Wäre schön, wenn sich das wieder normalisiert.

    • „Wenn du es nötig hast, lächerliche antifeministische Diskussionsstrategien wie “killallmen” auszufahren, kann ich nichts dafür. Aber dann wundere dich halt auch nicht, wenn ich das nicht ernstnehme.“

      Feministen haben nun mal diesen Satz ebenfalls mit „Humor“ gerechtfertigt, egal ob dir das gefällt oder nicht. Nur weil Antifeministen das besonders gerne darauf zurückgreifen wird es dadurch als Bezugspunkt nicht weniger legitim.
      Außerdem kam der Vergleich erst nach der eben beschriebenen Reaktion von dir und kann somit keine Rechtfertigung dafür sein.

      „Oh wow. Ok. Dann weiß ich ja Bescheid. Du kannst in meinen Kopf sehen.“

      Nee, aber wenn jemand von Mitleid, Bedauern usw. redet, weil ihm eine Aussage nicht passt, dann meist nur weil es „höflicher“ klingt als das was tatsächlich gemeint ist. Insbesondere, wenn das alles ist oder der Rest überhaupt nicht dazu passt.

      „komm mal runter.“
      Jetzt kannst du auf einmal in meinen Kopf sehen? 😉

    • Feministen haben nun mal diesen Satz ebenfalls mit „Humor“ gerechtfertigt, egal ob dir das gefällt oder nicht. Nur weil Antifeministen das besonders gerne darauf zurückgreifen wird es dadurch als Bezugspunkt nicht weniger legitim.

      In Bezug auf mich schon, weil ich damit nichts zu tun habe. Fehlt eigentlich nur noch Solanas, dann haben wir alles beisammen. Wenn ich auf der gleichen billigen Schiene antworten würde, könnte ich mit Vilar ankommen, die ja auch alle für eine geniale Satire halten und total witzig finden. Mach ich aber nicht, weil es unsinnig ist, für den eindeutig ironischen Text von Stokowski so weit auszuholen. Wenn sie selbst einräumt, alles haarklein genauso ernstgemeint zu haben, wie sie von Antifeministen interpretiert wird, nehme ich das zurück. Bis dahin bin ich felsenfest überzeugt, dass sie Kachelmann für seine Behauptung auf bissige Weise den Spiegel vorhält. Weil es einfach so offensichtlich und over the top übertrieben ist.

      Nee, aber wenn jemand von Mitleid, Bedauern usw. redet, weil ihm eine Aussage nicht passt, dann meist nur weil es „höflicher“ klingt als das was tatsächlich gemeint ist.

      Ich verhalte mich selten so, wie es „meist“ erwartet wird.

    • „In Bezug auf mich schon, weil ich damit nichts zu tun habe.“

      Eben gerade darum! Hättest du dich daran beteiligt wäre der Vergleich überflüssig gewesen. Wenn du meinen würdest „Killallmen“ wäre nur Satire, dann hätte ein Hinweis darauf auch nichts geändert. Von mir aus kannst du es auch mit Solanas, Vilar oder sonst wen austauschen der meint Humor würde es besser machen, obwohl es eigentlich kaum einen Unterschied macht.

      „für den eindeutig ironischen Text von Stokowski so weit auszuholen.“

      So ironisch ist er aber nun mal der Text leider nicht. Wäre er das tatsächlich gewesen hätte sie um es deutlich zu machen ein „Opfer“ gewählt was es offensichtlich nicht verdient hat. Einen Nachbarn der die Zeitung klaut, einen Kellern der ständig fehlerhafte Rechnungen ausstellt usw. , wen hat sie aber stattdessen gewählt? Die AfD, eine Gruppe die als Verkörperung von Hass gesehen wird und gegen die deswegen viele jetzt schon gerne mit unmoralischen Mitteln vorgehen würden. Dann noch der letzte Satz, welcher es nochmal unterstreicht, statt es aufzuklären. Es gibt keinen Abschnitt der belegt, dass sie nicht zumindest in abgeschwächter Form so denkt. Nur die Ansicht von anderen, sie würde es schon nicht so meinen. Da ist es doch nicht unverständlich, wenn manche darin z.B. Männerfeindlichkeit erkennen (ob nun Antifeministen oder nicht).

    • So ironisch ist er aber nun mal der Text leider nicht. Wäre er das tatsächlich gewesen hätte sie um es deutlich zu machen ein „Opfer“ gewählt was es offensichtlich nicht verdient hat.

      Was heißt denn „nicht verdient“? Wenn jemand falsche Aussagen macht, noch dazu jemand, der es ja sogar aus eigener Erfahrung besser weiß (oder ist Dinkel etwa nicht verurteilt worden? Na also, also verbreitet er doch wider besseren Wissens mit seinem „kein Risiko, keine Strafen“ schlichte Lügen), darf und muß das sogar berichtigt werden.

      Es gibt keinen Abschnitt der belegt, dass sie nicht zumindest in abgeschwächter Form so denkt. Nur die Ansicht von anderen, sie würde es schon nicht so meinen. Da ist es doch nicht unverständlich, wenn manche darin z.B. Männerfeindlichkeit erkennen (ob nun Antifeministen oder nicht).

      Wenn man nicht in der Lage ist, totale Überspitzung als solche zu erkennen, weils der eigenen Feindbildpflege dient, mag das stimmen. Aber eben nur dann.

    • „Was heißt denn “nicht verdient”? Wenn jemand falsche Aussagen macht, noch dazu jemand, der es ja sogar aus eigener Erfahrung besser weiß (oder ist Dinkel etwa nicht verurteilt worden?“

      Verstehe den Teil überhaupt nicht und im Bezug auf meine Ursprüngliche Aussage verwirrt es mich noch mehr. Es ist keine Satire mehr, wenn man sagt gegen die AfD wäre dies nur ein geringer Preis. Denn viele sind tatsächlich der Meinung gegen diese wäre „besondere“ Mittel legitim.

      „Na also, also verbreitet er doch wider besseren Wissens mit seinem “kein Risiko, keine Strafen” schlichte Lügen), darf und muß das sogar berichtigt werden.“

      Das war aber weder Bericht noch richtige Satire, weil es eine Richtung einschlägt die sehr nahe an der Realität ist.

      „Wenn man nicht in der Lage ist, totale Überspitzung als solche zu erkennen, weils der eigenen Feindbildpflege dient, mag das stimmen. Aber eben nur dann.“

      Es ist wie gesagt keine totale Überspitzung, sonst wären die Ziele dafür auch überspitzt gewesen. Du wiederholst immer wieder deine Interpretation lieferst aber keine Grundlage dafür, dass sie in Wirklichkeit völlig anders denkt.

      Es gab da irgendeinen PUA der irgendwas heftiges zu Vergewaltigunsgesetzen geschrieben hat und meinte dies wäre offensichtliche Satire gewesen das schien aber keine ausreichende Rechtfertigung zu sein. Nun haben wir einen ähnlichen Fall auf der anderen Seite nur sogar ohne eine solche Klarstellung und es ist plötzlich aktzeptabel.

    • Verstehe den Teil überhaupt nicht und im Bezug auf meine Ursprüngliche Aussage verwirrt es mich noch mehr.

      Was meinst du denn mit „nicht verdient“? Meinst du, weil er Opfer einer Falschbeschldigung ist und die Dame dafür verurteilt wurde? Das ist doch gerade der beste Beweis dafür dass er mit seiner Behauptung, dass Falschbeschuldigung risiko- und straffrei sei, gelogen hat. Darum gehts doch die ganze Zeit. Ich könnte das verstehen (auch wenn es dann natürlich immer noch nicht wahr wäre), wenn Dinkel nicht verurteilt worden wäre. Aber aus seiner Position heraus diese Lüge zu verbreiten, ist schon entweder sehr dumm oder sehr dreist. (Übrigens genau wie seine Aussage, dass die größte Gefahr für vergewaltigte Frauen Falschbeschuldigerinnen seien. Kein Wort davon, dass vielleicht die Täter selbst das größte Problem sind.) Und diese Dummheit/Dreistigkeit nimmt Stokowski halt auseinander.
      Oder meinst du, weil er ein Opfer ist, hat er sich gegen jegliche Kritik immunisiert?

      Das war aber weder Bericht noch richtige Satire, weil es eine Richtung einschlägt die sehr nahe an der Realität ist.

      Welche Realität? Es ist keine Realität, dass Frauen, die jemanden fälschlich einer Vergewaltigung bezichtigen, dies völlig risikolos tun können. Nicht mal, wenn sie die Wahrheit sagen, ist das der Fall. Allein die geringe Verurteilungsquote ist doch Beweis genug dafür. In Dubio pro Reo, der Täter wird freigesprochen, weils nicht genug Beweise gibt. Und schon steht sie als Lügnerin da, obwohl sie keine ist.

      Es ist wie gesagt keine totale Überspitzung, sonst wären die Ziele dafür auch überspitzt gewesen.

      Sind sie ja auch. Hälst du es etwa für ein realistisches Ziel, die AfD mit Falschbeschuldigungen auszurotten?

      Du wiederholst immer wieder deine Interpretation lieferst aber keine Grundlage dafür, dass sie in Wirklichkeit völlig anders denkt.

      Weil die Überspitzung offensichtlich ist. Weil kein normaler Mensch ernstnimmt, wenn in einer Spiegelkolumne „zu Straftaten aufgerufen wird“, wie ja zT sogar interpretiert wurde. Wie naiv sind die Leute denn, die ihr das unterstellen?
      Du kannst das ja anders sehen. Für mich ist es klar.

    • „Was meinst du denn mit “nicht verdient”? Meinst du, weil er Opfer einer Falschbeschldigung ist und die Dame dafür verurteilt wurde?“

      „Welche Realität? Es ist keine Realität, dass Frauen, die jemanden fälschlich einer Vergewaltigung bezichtigen, dies völlig risikolos tun können.“

      Du hast mich in beiden Abschnitten falsch verstanden. Ich meine es ist Realität, dass Menschen bereit sind zu unmoralischen Mittel zugreifen um scheinbar moralische Ziele zu verfolgen. Ein gutes Beispiel dafür ist eben die Bekämpfung der AfD.

      Hätte sie im Text für eine „nützliche“ Falschbeschuldigung eine Bagatelle genommen (also jemanden der es offensichtlich nicht verdient hat), wäre das für mich eine klare Überspitzung genommen. Es wird aber ein Ziel gewählt bei dem ohne jeden Zweifel viele Genugtuung verspüren würden. Damit wird die Aussage deutlich ernsthafter.

      „Weil die Überspitzung offensichtlich ist. Weil kein normaler Mensch ernstnimmt, wenn in einer Spiegelkolumne “zu Straftaten aufgerufen wird”, wie ja zT sogar interpretiert wurde.“

      Demnach ist die „Vergewaltigungssatire“ von einem PUA nur verwerflicher, weil sie auf seinem eigenen Block erscheint und nicht direkt im Spiegel? Für mich ist der „Humor“ von Margarete Stokowskis Artikel, „Killallmen“ und dem PUA ziemlich der gleiche. In allen 3 Fällen wird zu dem auch jweils argumentiert es sei natürlich nicht Ernst gemeint.

    • Das ist doch gerade der beste Beweis dafür dass er mit seiner Behauptung, dass Falschbeschuldigung risiko- und straffrei sei, gelogen hat. Darum gehts doch die ganze Zeit. Ich könnte das verstehen (auch wenn es dann natürlich immer noch nicht wahr wäre), wenn Dinkel nicht verurteilt worden wäre.

      Dinkel ist in einem Zivilprozess zu schlappen 7000 Euro Schadensersatz verurteilt worden, (noch) nicht wegen Falschbeschuldigung. 7000 Euro sind im Vergleich zu ein paar Jahren Knast, die Kachelmann gedroht haben, ein schlichter Witz. Abgesehen davon hat Dinkel durch den Verkauf ihrer Geschichte an die Presse im Vorfeld wahrscheinlich schon mehr verdient als diese 7000 Euro.

      Und schließlich hätte sie diese Verurteilung durchaus vermeiden können, wenn sie sich nicht mit massiver krimineller Energie die angeblichen Verletzungen selbst zugefügt hätte, und Kachelmann (mehr als) diese Summe gebraucht hätte, um dies durch seinen eigenen Gutachter zu widerlegen. Wenn sie das nicht getan hätte, hätte Kachelmann keinen zusätzlichen Gutachter gebraucht und es gäbe damit auch keine Grundlage, dieses Geld einzufordern. Dieses „Risiko“ hat sie sich also ganz und gar selbst eingebrockt.

      Wenn Dich jemand verleumdet, und Du brauchst einen Gutachter, um das zu widerlegen, willst Du doch sicher auch das Geld von demjenigen wiederhaben, oder? Das ist nur recht und billig.

    • Das finde ich jetzt einen interessanten Punkt. Bist du tatsächlich der Meinung, wenn Falschbeschuldigung so einfach/risikolos wäre, wie Kachelmann behauptet, würden massenhaft Frauen Männer falschbeschuldigen, um sie aus dem Weg zu räumen? Männer, die ihnen im Weg sind, oder Männer, deren Ansichten sie Scheiße finden? Dass es mit Risiko verbunden ist, ist der einzige Grund, dass sie es nicht tun?

      Dann wäre die Paranoia mancher Männer ja doch berechtigt, vor allem wenn man die Bestrebungen sieht, Beschuldigungen der Vergewaltigung und sexuellen Belästigung (und damit auch Falschbeschuldigungen) zu vereinfachen (z.B. an amerikanischen Unis, oder das neue Sexualstrafrecht).

    • Das finde ich jetzt einen interessanten Punkt. Bist du tatsächlich der Meinung, wenn Falschbeschuldigung so einfach/risikolos wäre, wie Kachelmann behauptet, würden massenhaft Frauen Männer falschbeschuldigen, um sie aus dem Weg zu räumen? Männer, die ihnen im Weg sind, oder Männer, deren Ansichten sie Scheiße finden? Dass es mit Risiko verbunden ist, ist der einzige Grund, dass sie es nicht tun?

      Eben nicht! Davon rede ich doch die ganze Zeit. Das ist nur das, was Stokowski unterstellt wird, aber dass sie Kachelmanns „Logik“ so dermaßen offensichtlich gnadenlos überzeichnet, wird ja hartnäckig geleugnet und behauptet, dass es genau das ist, was sie wirklich will.

  6. Das, was Stokowski macht, sind Falschbeschuldigungswitze. Das ist dasselbe in grün wie Vergewaltigungswitze. Für die Betroffenen alles andere als lustig. Und für die, die auch nur ansatzweise Empathie gegenüber den Opfern haben, auch nicht.

    Es trieft geradezu aus Stokowskis Text, wie sehr sie bedauert, dass es ihrer Ansicht nach nicht funktioniert, was sie gerne hätte. Moralische Bedenken, dass das ganze vielleicht an sich verwerflich wäre? Keine Spur davon.

    Um das Gedankenspiel von Resolute Nuss mal weiter zu spinnen: Was würdest Du denn sagen, würde ein Mann in einem Artikel darüber räsonieren, wie schön es wäre, wenn man unliebsame Frauen einfach per Vergewaltigung aus dem Öffentlichen Leben entfernen könnte, doch ach, es geht nicht, weil die sich dummerweise ab und zu wehren und man dafür ja auch in den Knast kommen kann? Ohne jede Spur von ethischen Bedenken, dass dieses Vorgehen an sich vielleicht verwerflich sein könnte?

    Und selbstverständlich hat Kachelmann recht, dass eine Falschbeschuldigung relativ risikolos ist. Pro Jahr gibt es in Deutschland ca. 700 Verurteilungen wegen Vergewaltigung. Wenn Kachelmanns Zahlen stimmen, dass nach seriösen Schätzungen 50-80% aller Vergewaltigungsanzeigen Falschbeschuldigungen sind (und ich halte das für sehr realistisch), müsste es genausoviele (bei 50%) wie bis zu 4 mal so viele (bei 80%) Verurteilungen wegen Falschbeschuldigungen geben. Die Zahlen erreichen aber nicht mal ansatzweise die 700 pro Jahr. Die einzigen prominenten Verurteilungen, von denen man in den letzten Jahren hören konnte, waren die von Heidi Külzer und von Gina-Lisa Lohfink.

    Frauen werden in Deutschland fast nur dann wegen Falschbeschuldigungen verurteilt, wenn sie selbst gestanden haben. Die beiden prominenten Beispiele bilden nur deswegen eine Ausnahme, weil es massive andere Beweise für die Falschbeschuldigung gab. Mit anderen Worten: Die Chancen, damit durch zu kommen, sind extrem groß, weil es meistens keine Gegenbeweise gibt und man dann nur nicht gestehen darf, das alles erfunden zu haben.

    • Es trieft geradezu aus Stokowskis Text, wie sehr sie bedauert, dass es ihrer Ansicht nach nicht funktioniert, was sie gerne hätte. Moralische Bedenken, dass das ganze vielleicht an sich verwerflich wäre? Keine Spur davon.

      Sicher. Alles total ernst gemeint. Sie will unbedingt gern „risikolos“ falschbeschuldigen können. Ganz sicher.

      Um das Gedankenspiel von Resolute Nuss mal weiter zu spinnen: Was würdest Du denn sagen, würde ein Mann in einem Artikel darüber räsonieren, wie schön es wäre, wenn man unliebsame Frauen einfach per Vergewaltigung aus dem Öffentlichen Leben entfernen könnte, doch ach, es geht nicht, weil die sich dummerweise ab und zu wehren und man dafür ja auch in den Knast kommen kann? Ohne jede Spur von ethischen Bedenken, dass dieses Vorgehen an sich vielleicht verwerflich sein könnte?

      Das ist schon deswegen unsinnig, weil Stokowski nicht aus dem Nichts heraus irgendwas erfunden, sondern eine unwahre Behauptung in die Absurdität hinein persifliert hat. Das hast du nur nicht verstanden.

      Und selbstverständlich hat Kachelmann recht, dass eine Falschbeschuldigung relativ risikolos ist.

      Klar. Keine Frau gerät auch nur ansatzweise in Gefahr geächtet zu werden, wenn sie jemanden einer Vergewaltigung beschuldigt. Niemand brüllt sofort „Lügnerin!“. Sicher. Alles easy. Ein Spaziergang, so ein Prozess.

      Frauen werden in Deutschland fast nur dann wegen Falschbeschuldigungen verurteilt, wenn sie selbst gestanden haben. Die beiden prominenten Beispiele bilden nur deswegen eine Ausnahme, weil es massive andere Beweise für die Falschbeschuldigung gab. Mit anderen Worten: Die Chancen, damit durch zu kommen, sind extrem groß, weil es meistens keine Gegenbeweise gibt und man dann nur nicht gestehen darf, das alles erfunden zu haben.

      Wie bei Vergewaltigungen. Ups. Scheiß Rechtssystem.

    • Sicher. Alles total ernst gemeint. Sie will unbedingt gern „risikolos“ falschbeschuldigen können. Ganz sicher.

      Wie gesagt, wenn das wirklich ein Scherz sein soll, dann ist es ein ganz mieser, nämlich einer auf Kosten von Opfern wie Kachelmann. Ich denke allerdings, sie tut nur sehr oberflächlich so, als ob sie es lustig auf die Schippe nimmt. In Wirklichkeit wäre es ihr ganz recht, wenn es funktionieren würde mit den Falschbeschuldigungen, und sie hätte auch nicht die geringsten Skrupel dabei. Das nenne ich moralisch verkommen. Wie meistens, wenn der Zweck die Mittel heiligt.

      Und gleichzeitig kehrt sie unter den Teppich, dass es sehr wohl funktioniert mit den Falschbeschuldigungen. Was sie sehr wohl wissen müsste. Kachelmann flog sofort aus der ARD und bekam von denen nach dem Freispruch noch nicht einmal eine Entschuldigung. Horst Arnold hat es erst fünf Jahre seines Lebens und dann das Leben selbst gekostet. Und auch er hat nach dem Freispruch seine Lehrerstelle nicht zurück bekommen.

      Oder nehmen wir Dominique Strauss-Kahn. Der hatte Chance, Präsident der Europäischen Kommision zu werden und hat stattdessen seinen Posten als Direktor vom IWF verloren. Die Anschuldigungen waren aber so dünn, dass es zu keiner Verurteilung kam.

      In allen drei Fällen gab es Anschuldigungen letzlich ohne Substanz. Trotzdem war die Karriere dieser Männer zerstört, im Fall Arnold noch viel mehr.

      Sorry, aber Stokowski steht moralisch auf einer Stufe mit jemanden, der „satirisch“ und „augenzwinkernd“ darüber lamentiert, dass Flüchtlingsheime anzünden dummerweise verboten ist und leider auch nicht funktioniert, weil die Flüchtlinge ja trotzdem kommen. Den würdest Du doch sicher als rechten Hetzer bezeichnen. Was ist dann Stokowski? Genau…

      Keine Frau gerät auch nur ansatzweise in Gefahr geächtet zu werden, wenn sie jemanden einer Vergewaltigung beschuldigt. Niemand brüllt sofort „Lügnerin!“. Sicher. Alles easy. Ein Spaziergang, so ein Prozess.

      Wenn man nicht als Lügnerin bezeichnet werden will, sollte man halt nicht irgendwelchen Scheiß erfinden. Es ist ja auch nicht so, dass die Frauen in jedem Fall als Lügnerin bezichtigt werden. Ein nicht unerheblicher Prozentsatz von Männern gesteht ja. Dann gibts eine Reihe Männer, die substanzlos bezichtigt werden. Die erheben den Vorwurf der Lüge ja zurecht. Und dann gibts noch die, die es waren, die aber trotzdem alles abstreiten. Auch wenn es menschlich verständlich ist – wer will schon 5 Jahre in den Bau – sind das die Arschlöcher.

      Wie bei Vergewaltigungen. Ups. Scheiß Rechtssystem.

      Nein, nicht wie bei Vergewaltigungen. Bei Vergewaltigungen kommt es durchaus zu Verurteilungen, wenn Aussage gegen Aussage steht und sonst kaum Indizien vorhanden sind. Es kommt nur darauf an, ob der Richter mehr der Frau oder dem Mann glaubt. Aber wenn der Richter dem Mann glaubt, heißt das noch lange nicht, dass die Frau eine Anklage wegen Falschbeschuldigung befürchten muss. Dass ein Mann behauptet, er wurde falschbeschuldigt, reicht grundsätzlich nicht aus für eine Verurteilung der Frau.

    • Das oder ähnliches sagst Du immer, wenn Du nichts entgegenzusetzen hast.

      Stokowski versucht natürlich, das feministische Nonsens-Narrativ aufrechtzuerhalten, dass Frauen ja ach so NIIEEE geglaubt würde. Das ist völliger Bullshit, wenn man sich den Kachelmann-Prozess anschaut. Da waren alle nur so drauf versessen, ihn verknacken zu können, Polizei, Justiz und natürlich auch die Presse. Dummerweise hat sich Dinkel immer mehr in Widersprüche verstrickt, und ihr konnte nachgewiesen werden, dass sie sich die Verletzungen selbst beigebracht hat. Nur deshalb und weil Kachelmann die entsprechenden Gutachter bezahlen konnte, wurde er freigesprochen. Er musste quasi freigesprochen werden, fast schon gegen den Willen des Gerichts. Ein normaler Mann hätte sich diese Gutachten nicht leisten können und wäre ein Justizirrtumsopfer geworden. Von wegen, Kachelmann ist selbst ein Gegenbeispiel. Ist er nicht.

      Ich sags mal so: Dass es nicht mehr Falschbeschuldigungen gibt, liegt nicht daran, dass es nicht funktionieren würde, sondern daran, dass die meisten Frauen im Gegensatz zu Stokowski noch Anstand und Gewissen im Leib haben. Sie sagt ja selbst, dass die die nötige kriminelle Energie ihren Schwestern von der radikalfeministischen Front durchaus zutraut.

      Was Stokowski lustigerweise auch sagt, ist, dass es angesichts des politischen Gewinns durchaus vertretbar wäre, sich von B. Höcke mal am Arsch betatschen zu lassen. Ist das nicht das gute, alte „Hab Dich mal nicht so, Mädchen, ist doch alles nicht so schlimm.“-Argument?

    • Das oder ähnliches sagst Du immer, wenn Du nichts entgegenzusetzen hast.

      Du mußt es ja wissen. Glaub schön weiter an dein Feindbild. Mit Argumenten kommt man da eh nicht weiter. Perlen vor die Säue.

    • Aranxo hat hier drei sachliche Beiträge geschrieben, in denen er einige m.M.n. nachvollziehbare Argumente bringt sowie durchaus vernünftige Fragen stellt. Wenn diese Antwort alles ist was von dir darauf kommt, dann erzeugt das ein gewisses Bild. Und dieses Bild lässt dich nicht gut aussehen.

    • Es gibt keine Äußerungen außer Zustimmung und Feminismusbashing, die Antifeministen bei anderen Menschen akzeptieren. Da Gespräche erfahrungsgemäß nichts bringen und die sich schnell wieder beleidigt zurückziehen, um bei ihren Freunden weiterzulästern, völlig egal wie ich mich äußere und welche Argumente ich habe, warum soll ich mir die Mühe machen? Und entschuldige, das Bild, was Antifeministen sich von mir zusammenphantasieren, ist allein deren Problem und sagt weit mehr über sie aus als über mich.

    • Es gibt keine Äußerungen außer Zustimmung und Feminismusbashing, die Antifeministen bei anderen Menschen akzeptieren.

      Eine starke These. Ich bin gespannt auf deine Argumente hierzu 😉
      Eventuell liegt hier aber auch ein Missverständnis vor: Es wäre denkbar, dass es in der Diskussion nicht darum geht „Äußerungen bei anderen Menschen zu akzeptieren“. Es wäre denkbar, dass der Zweck der Diskussion die Diskussion an sich ist. In diesem Fall wäre die angebliche Tatsache „dass Antifeministen [seit wann spielt diese Schublade ein Rolle?] außer Zustimmung keine Äußerung bei anderen Menschen akzeptieren“ bedeutungslos. Weil der Zweck nicht darin besteht „Äußerungen zu akzeptieren“ (willst du die Leute dazu zwingen?), sondern Argumente auszutauschen.

      Da Gespräche erfahrungsgemäß nichts bringen und die sich schnell wieder beleidigt zurückziehen, um bei ihren Freunden weiterzulästern, völlig egal wie ich mich äußere und welche Argumente ich habe, warum soll ich mir die Mühe machen?

      Aranxo hat drei ausführliche Beiträge mit sachlichen Argumenten und m.M.n. gut nachvollziehbarer Argumentation geschrieben. Auf den ersten hast du mit überzeichneter Ironie („Sicher. Alles total ernst gemeint. Sie will unbedingt gern „risikolos“ falschbeschuldigen können. Ganz sicher.“), persönlichem Angriff („Das hast du nur nicht verstanden.“) und einem unpassenden Vergleich („Wie bei Vergewaltigungen. Ups. Scheiß Rechtssystem.“) geantwortet. Aranxo hat daraufhin einen weiteren ausführlichen sachlichen (!) Beitrag geschrieben, in dem er über die m.M.n. unangebrachte Spitze deiner Ironie hinwegsieht, und auf den Inhalt antwortet.
      Deine Antwort darauf ist: „OMG. Was für ein wirres Gerede. Ich lass das einfach mal kommentarlos wirken.“
      Auch nach diesem Beitrag schreibt aranxo einen weiteren, indem er sachlich (!!) argumentiert und verschiedene Beispielfälle und Fakten aus der Vergangenheit darlegt.
      Deine Antwort: „Du mußt es ja wissen. Glaub schön weiter an dein Feindbild. Mit Argumenten kommt man da eh nicht weiter. Perlen vor die Säue.“

      Angesichts dieses Gesprächsverlaufs fragt man sich doch, wie es dazu kommt dass Diskussionen lt. dir „erfahrungsgemäß nichts bringen“. Liegt bestimmt, dass die Diskussionspartner dir einfach nicht zuhören und lieber lästern statt konstruktiv zu diskutieren…

    • einem unpassenden Vergleich („Wie bei Vergewaltigungen. Ups. Scheiß Rechtssystem.“) geantwortet.

      Einen Vergleich von Vergewaltigungen mit Falschbeschuldigungen nennst du „unpassend“, und einen Vergleich von Stokowski mit rumzündelnden Nazis und der Diffamierung als Hetzerin nennst du „sachlich“? Und wunderst dich, dass ich darauf nicht weiter eingehe? Ok…

    • Der Vergleich von Vergewaltigung mit Falschbeschuldigung IST unpassend. Und zwar in vielerlei Hinsicht, völlig unpassend.
      Aber gut dass du klargestellt hast, dass Vergewaltigung und Falschbeschuldigung für dich irgendwie dasselbe sind (!!!). (Nur zur Sicherheit, obwohl eigentlich selbstverständlich: Ich sehe das NICHT so.)

      Jemanden der hetzt als Hetzer zu bezeichnen ist keine Diffamierung, sondern angemessen. Eine Diffamierung wäre es, wenn es nicht stimmen würde.

    • @pingpong
      Ich hab mich früher auch einmal auf den Diskussionstil von onyx eingelassen. Das hat wirklich nichts gebracht.

      Einen Vergleich von Vergewaltigungen mit Falschbeschuldigungen nennst du „unpassend“, und einen Vergleich von Stokowski mit rumzündelnden Nazis und der Diffamierung als Hetzerin nennst du „sachlich“? Und wunderst dich, dass ich darauf nicht weiter eingehe? Ok…

      Du hast mich falsch zitiert. Ich habe Stokowski nicht mit rumzündenden Nazis verglichen, sondern mit denen, die diese verbal verteidigen. Bzw. diejenigen, die (hypothetisch) Straftaten nur deswegen ablehnen, weil sie strategisch nichts bringen, nicht weil sie an sich verwerflich sind. Das ist genau dasselbe, was Stokowski macht.
      Wenn Du also die einen als Hetzer bezeichnen würdest, müsstest Du akzeptieren, dass ich Stokowsi mit derselben Begründung auch so nenne.

      So und jetzt darfst Du gerne mal erklären, was daran unsachlich sein soll. Oder ist das wirklich so schlicht: Da böse Nazis, hier tolle Feministin, da ist doch klar was schlimmer ist?

      Und wenn man das schon vergleichen wollte, dann ist, vorausgesetzt, im Heim war noch kein Mensch drin, eine Falschbeschuldigung sicher schlimmer als ein Asylbewerberheimbrand. Du kennst Dich doch in linken Argumentationsschienen aus, also müsstest Du wissen, dass Gewalt gegen Sachen tolerierbar(er) ist als Gewalt gegen Menschen (zumindest für Linke). Wenn man also das Leben eines unschuldigen Menschen zerstört, ist das sicher schlimmer, als ein paar 100.000 Euro Steuergeld abzufackeln.

  7. Die Männer (und patriarchalen Frauen) glauben allen Ernstes an eine Riesenzahl von Falschbeschuldigungen. Diesen Stuss ad absurdum zu führen geht auch nicht, ohne eine maskulines Grölen auszulösen. Auch wird jedem Richter blind alles geglaubt. Richterinnen und Staatsanwältinnen sind ja auch patriarchal abgerichtet, sonst hätten sie in der Männerjustiz ja gar nie Fuss fassen können.

    Ich sehe, dass sich die meisten Männer meilenweit von der Möglichkeit einer Vergewaltigung distanzieren. Fact ist, dass diese Männer ja gar nicht wissen von was sie genau sprechen. Eine Vergewaltigung passiert meistens in Nahbereich und nicht mit einem Messer am hals im Gebüsch. (Das auch, aber vergleichsweise seltener)

    Vergewaltigungen und massiver psychischer Druck und Einschüchterungen werden dazu verwendet, um sich an Frauen (der Ex, der Freundin, der Frau,) zu rächen, oder ihr ein für alle Mal klar zu machen, WER hier der Mann im Haus ist. Es geht zuerst und vor allem darum, den Willen und die Selbstbestimmung der Frau über ihren Körper zu brechen.

    Somit passieren mehr Vergewaltigungen überall und ständig, ohne dass Männer überhaupt einsehen WOLLEN, dass vermutlich auch sie……. ab- und zu-…….Druck ausüben oder mit „Liebesentzug, (wahlweise Fremdgehen,/ wahlweise ständige Demütigungen,/ blöde Bemerkungen, / Geld entziehen,/ Liebesentzug,/ psychischen Druck ausüben und zermürben. Die körperliche Vergewaltigung, (resp. die Resignation der Frau, dh. das angeblich einvernehmliche Nachgeben) ist dann nur noch das Finale.

    Somit vergewaltigen mehr Männer als nicht. Sie (und die Justiz) SEHEn es halt nur nicht so eng. Zuhältermentalität nenne ich das. Meistens trifft es vokalem bei den maskulistischen Jaulern und Jammerern VOLL ins Schwarze!

    • Und schon haben wir eine (Massen-)Falschbeschuldigung: „Somit vergewaltigen mehr Männer als nicht.“
      Verstehe ich das richtig? Mehr als 50% aller Männer (in Deutschland?) sind Ihrer Meinung nach Vergewaltiger?

      Und etwas vorher: „Druck ausüben … wahlweise Fremdgehen“. Ich habe ehrlich noch nie von einem Mann gehört, dass er glaubt, seine Frau durch Fremdgehen ins Bett zu bekommen….

    • @onyx:
      Du beschwerst dich darüber, dass Chris sich nicht darum kümmert was für einen Schwachsinn Leute bei ihm posten und dann schaltest du hier bewusst und kommentarlos so einen Kommentar frei? WTF!? Oo

      Ist das wieder irgendein verdrehter Test, bei dem ein Kommentar von dort genommen wurde und ins gegenteilverdreht wurde um etwas zu beweisen?

      Oder willst du mir tatsächlich erzählen, dass die Aussage „Somit Vergewaltigen mehr Männer als nicht.“ nichts männerfeindliches hat?

    • Du beschwerst dich darüber, dass Chris sich nicht darum kümmert was für einen Schwachsinn Leute bei ihm posten und dann schaltest du hier bewusst und kommentarlos so einen Kommentar frei? WTF!? Oo

      Hier mußte ich wirklich lachen. 😀

    • nein. Über deinen Zwang, überall ein „Du aber auch!!!drölf“ reininterpretieren zu müssen, ohne Verhältnismäßigkeiten zu sehen. Bitte. Danke. Gerne.

    • Nee, es ist ein DU aber auch. 😉

      Du meckerst über all die Mistkommentare bei Chris und dann schaltest du aktiv so einen frei?

      Biggoterie, Doppelmoral, Heuchelei, DU! 😉

      Der Kommentar an sich wäre mir im Bezug auf dich völlig egal gewesen, wenn du nicht selbst Chris genau deswegen kritisiert hättest.

      Aber das verstehst du wohl nicht, deswegen hattest dich auch so überrascht als ich dort crumar und Co kritisiert habe. Ich bemühe mich sehr darum, dass meine Moral nicht fraktionsabhängig ist und wenn die dir wieder Mist vorwerfen und ich es mitbekomme, werde ich das denen erneut genauso vorwerfen wie Heute dir.

    • Du meckerst über all die Mistkommentare bei Chris und dann schaltest du aktiv so einen frei?

      „ALL DIE MISTKOMMENTARE“ vs „SO EINEN“

      Siehst du den Unterschied? Nein? Tut mir leid. Aber schön wenn du sonst keine Sorgen hast.

    • Es geht um die Lächerlichkeit, sich über die Freischaltung eines einzigen Kommentars zu echauffieren, während 80% Idiotenkommentare auf Idiotenblogs keine Relevanz zu haben scheinen. Wo ist denn jetzt der Ruf der Meinungsfreiheit, der dann sonst immer erschallt?
      Aber vielleicht liegt das auch am Gesamtniveau der Blogs. Bei mir stören dich nicht genehme Komentare, woanders offenbar nicht, weil sie dort Standard sind. Von daher danke für das doch sehr versteckte Lob 🙂

    • „Es geht um die Lächerlichkeit, sich über die Freischaltung eines einzigen Kommentars zu echauffieren, während 80% Idiotenkommentare auf Idiotenblogs keine Relevanz zu haben scheinen.“

      Der Unterschied ist, Chris begutachtet nicht jeden Kommentar. Er lässt jeden schreiben und meint jeder ist für was er sagt selbst verantwortlich. Du hingegen schaltest jeden Kommentar persönlich frei um das „Niveau“ zu bestimmen. Aus meiner Sicht ist beides völlig legitim. Nun kritisirst du ihn, weil er entsprechend überhaupt nicht filtert, segnest dann einen solchen Kommentar aber ab (wenn Chris nun deine Blogführung kritisieren würde und dann ähnlich handelt würde ich das auch Heuchelei nennen). Wie viele Idotenkommentare sind bei dir erlaubt? Hat jeder Schreiber eine bestimmte Zahl? Gibt es eine Verjährung oder woran machst du das insgesamt fest?

      So wie es jetzt ist, scheint es als ob du der Meinung warst dein Blog könnte einen Hauch Männerhass vertragen. Entsprechend hast du diese Nachricht völlig unkommentiert offengelegt.

      Zum Vergleich, weißt du noch als ich mir erlaubt habe einmal ausfallend zu werden, weil man mir absoluten Mist unterstellt hat? Da kam direkt die Antwort, dass du soetwas hier nicht möchtest (das ist keine Kritik an der Aktion an sich mit geht es lediglich um das zweierlei Maß).

      „Wo ist denn jetzt der Ruf der Meinungsfreiheit, der dann sonst immer erschallt?“

      Meinungsfreiheit ist nicht das Thema. Wie ich bereits sagte stört mich nicht, dass du den Kommentare in der Form freigeschaltet hast. Nur hast du scheinbar ein Problem damit, wenn Antifemis soetwas schreiben, während es dich bei einer Femi wie es aussieht nicht besonders stört.

    • So wie es jetzt ist, scheint es als ob du der Meinung warst dein Blog könnte einen Hauch Männerhass vertragen. Entsprechend hast du diese Nachricht völlig unkommentiert offengelegt.

      Interessante Interpretation. Ich lasse immer mal wieder Nachrichten unkommentiert stehen. Auch Schwachsinn von Antifeministen zählt mal dazu. Ich wüßte nicht, dass ich dazu verpflichtet wäre, auf alles zu antworten.
      Im übrigen gab es hier schon weit mehr Frauenhass von Antifeministen, den ich freigeschaltet habe als umgekehrt. Kann natürlich auch daran liegen, dass mehr frauenhassende Antifeministen kommentieren als männerhassende Feministinnen.

      Zum Vergleich, weißt du noch als ich mir erlaubt habe einmal ausfallend zu werden, weil man mir absoluten Mist unterstellt hat? Da kam direkt die Antwort, dass du soetwas hier nicht möchtest

      Ach so. Weil ich dich mal ermahnt habe, willst du dass ich jeden ermahne, dessen Beiträge dir nicht gefallen?

      Meinungsfreiheit ist nicht das Thema.

      Darf ich dezent daran erinnern, wessen Blog und wessen Thema das hier ist? 🙂
      Christian ist auch nicht das Thema, sondern Margarete Stokowski, und trotzdem hälst du es für nötig, mir offtopic Vorträge über ihn zu halten. Die Frage nach der Meinungsfreiheit finde ich da jetzt im direkten Vergleich weit spannender, wenn wir schon vom eigentlichen Thema längst weg sind.

      Nur hast du scheinbar ein Problem damit, wenn Antifemis soetwas schreiben,

      Keineswegs. Jeder hat das Recht, seinen Blog auf Gossenniveau vergammeln zu lassen. Mit Kritik daran muß er dann eben auch leben.

    • „Interessante Interpretation. Ich lasse immer mal wieder Nachrichten unkommentiert stehen. Auch Schwachsinn von Antifeministen zählt mal dazu. Ich wüßte nicht, dass ich dazu verpflichtet wäre, auf alles zu antworten.“

      Heißt das es gibt andere Kommentare von Feministen die du hier wegen ihrem Männerhass oder unnötiger Feindseeligkeit gegenüber Antis konfrontiert hast? Oder ist dein Beitrag im Bezug auf“Killallmen“ alles in der Hinsicht was man erwarten kann?

      „Ach so. Weil ich dich mal ermahnt habe, willst du dass ich jeden ermahne, dessen Beiträge dir nicht gefallen?“

      Nee, aber mein Eindruck ist nun mal, dass du Ermahnung mehr nach Sympathie erteilst als nach Verhalten. Würde mich freuen wenn ich mich in der Hinsicht irre, aber im Augenblick sehe ich leider keine Anzeichen dafür.

      „Keineswegs. Jeder hat das Recht, seinen Blog auf Gossenniveau vergammeln zu lassen. Mit Kritik daran muß er dann eben auch leben.“

      Ja und ich kritisiere eben deine Kritik, wenn Aspekte davon hier ebenfalls auftauchen. 😉

      Um Christian geht es mir in dem Sinne auch nicht, er ist nur ein Bestandteil für die Begründung meiner Kritik. Der Bezug zum ursprünglichen Thema liegt darin, dass du eben meiner Meinung nach den Text von Margarte wohlwollend interpretierst und nicht dem tatsächlichen Inhalt entsprechend. Ähnlich verhält es sich bei diesem Kommentar über denn du immer noch kein schlechts Wort verloren hast.

      „Die Frage nach der Meinungsfreiheit finde ich da jetzt im direkten Vergleich weit spannender, wenn wir schon vom eigentlichen Thema längst weg sind.“

      Im Bezug auf was? Kommentare die Männer/Frauenhass enthalten? Kann man gerne alles freischalten solange es nicht ins Kriminelle geht. Wenn man Dinge verbieten will weil sie „Hass“ enthalten, dann kann im Grunde gleich alles was einem nicht in den Kramm passt verbieten.

    • Heißt das es gibt andere Kommentare von Feministen die du hier wegen ihrem Männerhass oder unnötiger Feindseeligkeit gegenüber Antis konfrontiert hast? Oder ist dein Beitrag im Bezug auf“Killallmen“ alles in der Hinsicht was man erwarten kann?

      Erwarten kann man gar nichts. Ich erfülle hier nämlich keine bezahlte Auftragsarbeit, sondern das ist eine reine Freizeitbeschäftigung nach Lust und Zeit. Demnach mache ich nur was ich will, und nicht, was man erwartet. Und ja, sicher habe ich schon oft Position bezogen, wenn Feministinnen in meinen Augen zu weit gegangen sind.

      Nee, aber mein Eindruck ist nun mal, dass du Ermahnung mehr nach Sympathie erteilst als nach Verhalten. Würde mich freuen wenn ich mich in der Hinsicht irre, aber im Augenblick sehe ich leider keine Anzeichen dafür.

      Du irrst dich.

      Ja und ich kritisiere eben deine Kritik, wenn Aspekte davon hier ebenfalls auftauchen. 😉

      Darfst du gerne tun. Und ich darf es lächerlich finden, wenn du dich an einem einzigen Kommentar aufhälst, dem ich deinem Gusto nach nicht die gewünschte Kritik entgegen bringe. Das meine ich mit Verhältnismäßigkeit.

      Um Christian geht es mir in dem Sinne auch nicht, er ist nur ein Bestandteil für die Begründung meiner Kritik. Der Bezug zum ursprünglichen Thema liegt darin, dass du eben meiner Meinung nach den Text von Margarte wohlwollend interpretierst und nicht dem tatsächlichen Inhalt entsprechend.

      Der „tatsächliche“ Inhalt, den du meinst ist halt auch nur deine Interpretation. Ich habe nun schon gefühlt 500x betont, dass die Übertreibung ziemlich offensichtlich ist.

      Im Bezug auf was? Kommentare die Männer/Frauenhass enthalten? Kann man gerne alles freischalten solange es nicht ins Kriminelle geht. Wenn man Dinge verbieten will weil sie „Hass“ enthalten, dann kann im Grunde gleich alles was einem nicht in den Kramm passt verbieten.

      Ich rede nicht vom verbieten, sondern von der Verhältnismäßigkeit der Bewertung. Man kann eine scheißegal-Haltung haben, wenn ein ganzer Blog aus Feindseligkeit besteht und bei jeder Kritik „Meinungfreiheit“ schreien. Und man kann sich drüber aufregen, weil man einen Kommentar mal scheiße findet. Auch das hat was mit Bigotterie zu tun.

    • „Erwarten kann man gar nichts. Ich erfülle hier nämlich keine bezahlte Auftragsarbeit, sondern das ist eine reine Freizeitbeschäftigung nach Lust und Zeit. Demnach mache ich nur was ich will, und nicht, was man erwartet.“

      Diese Art von erwartet meine ich nicht. Sondern im Sinne von ob „Killallmen“ die Grenze ist und alles darunter mehr oder weniger legitim für dich?

      „Und ja, sicher habe ich schon oft Position bezogen, wenn Feministinnen in meinen Augen zu weit gegangen sind.“

      Wirst du mir wieder sagen, dass du über dieses Stöckhen nicht springst, wenn ich nach Beispielen dafür frage?

      „Darfst du gerne tun. Und ich darf es lächerlich finden, wenn du dich an einem einzigen Kommentar aufhälst, dem ich deinem Gusto nach nicht die gewünschte Kritik entgegen bringe. Das meine ich mit Verhältnismäßigkeit.“

      Du hast ihm noch gar nichts entgegen gebracht. Mehrmaliges hin und her trotzdem ist immer noch unklar ob du daran überhaupt etwas kritikwürdig findest oder ob du ihn sogar irgendwie befürwortest. Vielleicht ist er aber für dich auch nur eine eindeutige Übertreibung wie die von Margarete und nimmt ebenfalls etwas was ich nicht sehe „grandios auf die Schippe“.

      „Ich rede nicht vom verbieten, sondern von der Verhältnismäßigkeit der Bewertung. Man kann eine scheißegal-Haltung haben, wenn ein ganzer Blog aus Feindseligkeit besteht und bei jeder Kritik “Meinungfreiheit” schreien. Und man kann sich drüber aufregen, weil man einen Kommentar mal scheiße findet. Auch das hat was mit Bigotterie zu tun.“

      Und damit bringst du es wieder von Meinungsfreiheit weg. Wie gesagt stört mich der Kommentar nicht. Der entscheide Punkt ist, du hättest hier die Möglichkeit gehabt zu zeigen, dass du ein Problem mit solchen Aussagen hast egal von welcher Seite sie kommen, aber dich dagegen entschieden hast. Und wenn es dir nur um Verhältnismäßigkeit geht, wo liegt dann die Linie ab der du dich genötigt fühlen würdest zumindest was dagegen zusagen? Oder ist alles in Ordnung solange du behaupten kannst auf „dem Blog“ ist es immer noch schlimmer als hier?

    • Diese Art von erwartet meine ich nicht. Sondern im Sinne von ob „Killallmen“ die Grenze ist und alles darunter mehr oder weniger legitim für dich?

      Die Grenze liegt bei Hetze. Da darunter aber jeder was anderes versteht, wirst du mit dieser Antwort sicher auch nicht zufrieden sein.

      Wirst du mir wieder sagen, dass du über dieses Stöckhen nicht springst, wenn ich nach Beispielen dafür frage?

      Nein, ich dachte nur, dass das mittlerweile mal bekannt wäre.
      https://onyxgedankensalat.wordpress.com/2015/10/21/der-twitterfeminismus-die-antifeministen-und-ich-notmyfeminism/

      https://onyxgedankensalat.wordpress.com/2014/04/05/macker-und-misandry/

      https://onyxgedankensalat.wordpress.com/2015/05/21/notmyfeminism-fatshaming/

      Das sind erstmal ein paar Beispiele. Hat natürlich einigen Betonköpfen auch nicht gereicht und sie haben fröhlich weitergehetzt, weil meine Position wohl nicht antifeministisch genug ist. Pech gehabt.
      Und in diesem Zusammenhang ist in einer Diskussion mal ein Kommentar aufgetaucht, der gut beobachtet war. Sinngemäß: Um als Feministin akzeptiert zu werden, mußt du dich in jeder verdammten Diskussion von jedem feministischen Scheiß distanzieren, der jemals irgendwo, irgendwann von irgendjemandem gesagt wurde, und dich am besten ganz vom Feminismus lossagen. Dann erst sind sie zufrieden. Als Antifeminist reicht es, wenn man sich ein „du blöde Fotze“ verkneift, um als „sachlicher und geschätzter Feminismuskritiker“ akzeptiert zu werden. Und nicht mal das ist immer nötig. Antifeministische Hetze, Lügen und Beleidigungen werden ja neuerdings gern mit „war halt blöd formuliert“ entschuldigt. Das ist für mich auf der „dumme Argumente, die keine sind“-Liste ziemlich weit oben, gleich nach „du bist doch unterfickt und häßlich“.

      Du hast ihm noch gar nichts entgegen gebracht. Mehrmaliges hin und her trotzdem ist immer noch unklar ob du daran überhaupt etwas kritikwürdig findest oder ob du ihn sogar irgendwie befürwortest. Vielleicht ist er aber für dich auch nur eine eindeutige Übertreibung wie die von Margarete und nimmt ebenfalls etwas was ich nicht sehe „grandios auf die Schippe“.

      Frag sie doch selbst. Und frag auch Stokowski selbst, wie sie es gemeint hat.

      Und damit bringst du es wieder von Meinungsfreiheit weg. Wie gesagt stört mich der Kommentar nicht. Der entscheide Punkt ist, du hättest hier die Möglichkeit gehabt zu zeigen, dass du ein Problem mit solchen Aussagen hast egal von welcher Seite sie kommen, aber dich dagegen entschieden hast.

      Ich brauche solche Möglichkeiten nicht. Ich tu das wenn ich es will, nicht wenn andere das wollen.

      Und wenn es dir nur um Verhältnismäßigkeit geht, wo liegt dann die Linie ab der du dich genötigt fühlen würdest zumindest was dagegen zusagen?

      Wenn es sich auffällig wiederholen würde und mein Blog als Propagandaplattform mißbraucht würde. Und da Antifeministen das nun mal häufiger tun als Feministinnen, schreite ich da eben öfter ein. Logisch eigentlich.

    • „Um als Feministin akzeptiert zu werden, mußt du dich in jeder verdammten Diskussion von jedem feministischen Scheiß distanzieren, der jemals irgendwo, irgendwann von irgendjemandem gesagt wurde, und dich am besten ganz vom Feminismus lossagen.“

      Einerseits kann ich das verstehen andererseits gibt es genug Feministen die es scheinbar Leid sind sich von solchen Dingen zu distanzieren, aber gleichzeitig kein Problem dabei haben endlos zu wiederholen, dass Feminismus nicht männerfeindlich ist und immer und immer wieder auf die ursprüngliche Definition zu zeigen. Was halt bedeutungslos ist, wenn man sich nicht entsprechend verhält.

      „Frag sie doch selbst. Und frag auch Stokowski selbst, wie sie es gemeint hat.“

      Der Abschnitt:
      Und damit bringst du es wieder von Meinungsfreiheit weg. Wie gesagt stört mich der Kommentar nicht. Der entscheide Punkt ist, du hättest hier die Möglichkeit gehabt zu zeigen, dass du ein Problem mit solchen Aussagen hast egal von welcher Seite sie kommen, aber dich dagegen entschieden hast.

      bezieht sich auf den Kommentar von yvonne52 zu dem du immer noch nichts direkt gesagt hast.

      „Ich brauche solche Möglichkeiten nicht. Ich tu das wenn ich es will, nicht wenn andere das wollen.“

      Meine Aussage widerspricht dem auch nicht. In Kurzform sage ich: Die Möglichkeit war da und du hast dich entschieden sie nicht zu nutzen. 😉

      „Und da Antifeministen das nun mal häufiger tun als Feministinnen, schreite ich da eben öfter ein. Logisch eigentlich.“

      Das ist sehr subjektiv. Die meisten Feministischen Blogs auf denen ich war hätten nicht mal 1% (also auch jene Kommentare die recht zurückhaltend waren) von dem was ich alles bei dir geschrieben habe freigeschaltet. Erschreckenderweise sogar bei Leuten die ich als eher gemäßigt angesehen habe.

    • Einerseits kann ich das verstehen andererseits gibt es genug Feministen die es scheinbar Leid sind sich von solchen Dingen zu distanzieren, aber gleichzeitig kein Problem dabei haben endlos zu wiederholen, dass Feminismus nicht männerfeindlich ist und immer und immer wieder auf die ursprüngliche Definition zu zeigen. Was halt bedeutungslos ist, wenn man sich nicht entsprechend verhält.

      Das kann ich genauso gut umdrehen, wie du es so gern machst. All die Beschwörungen von Antifeministen, dass es nur um Gerechtigkeit und wirkliche Gleichberechtigung ginge, verpuffen in einem verlogenen Nichts, wenn gleichzeitig permanent über andere gehetzt wird, die ihnen nicht treudoof in allem beipflichten.

      Der Abschnitt:
      Und damit bringst du es wieder von Meinungsfreiheit weg. Wie gesagt stört mich der Kommentar nicht. Der entscheide Punkt ist, du hättest hier die Möglichkeit gehabt zu zeigen, dass du ein Problem mit solchen Aussagen hast egal von welcher Seite sie kommen, aber dich dagegen entschieden hast.

      bezieht sich auf den Kommentar von yvonne52 zu dem du immer noch nichts direkt gesagt hast.

      Muß ich auch nicht.

      Das ist sehr subjektiv. Die meisten Feministischen Blogs auf denen ich war hätten nicht mal 1% (also auch jene Kommentare die recht zurückhaltend waren) von dem was ich alles bei dir geschrieben habe freigeschaltet.

      Und? Macht mich das jetzt besonder gut, oder die anderen besonders böse? Was willst du damit sagen?
      Wobei ich es verständlich finde, dass andere genauso wenig Lust auf ständige „Ihr doch auch!“-Rhetorik haben wie ich.

    • „Das kann ich genauso gut umdrehen, wie du es so gern machst. All die Beschwörungen von Antifeministen, dass es nur um Gerechtigkeit und wirkliche Gleichberechtigung ginge, verpuffen in einem verlogenen Nichts, wenn gleichzeitig permanent über andere gehetzt wird, die ihnen nicht treudoof in allem beipflichten.“

      Ja und da wäre mir auch lieber würden sie eher nach dem Handeln als es nur zu predigen.

      „Muß ich auch nicht.“

      Natürlich nicht, wäre aber vielleicht ganz nett gewesen. ^^

      „Und? Macht mich das jetzt besonder gut, oder die anderen besonders böse? Was willst du damit sagen?“

      Ich beziehe mich bei diesen Teil nur auf deine vorherige Aussage, nicht mehr und nicht weniger.

      „Wobei ich es verständlich finde, dass andere genauso wenig Lust auf ständige “Ihr doch auch!”-Rhetorik haben wie ich.“

      Nur ist das nicht die einzige Sorte Kommentar die nicht freigeschaltet wird. Es muss lediglich Widerspruch sein, alle anderen Aspekte spielen kaum bis keine Rolle.

      Und die wie du sie nennst „“Ihr doch auch!“-Rethorik“ kommt daher, dass du nun mal Feministen für besser hälst als Antifeministen oder nicht?

    • Und die wie du sie nennst „“Ihr doch auch!“-Rethorik“ kommt daher, dass du nun mal Feministen für besser hälst als Antifeministen oder nicht?

      Ist ja auch so. Vielleicht nicht bei jedem einzelnen Menschen, aber in einer sehr deutlichen Tendenz. Darum ist deine für dich daraus folgende Rhetorik ein simpler Fehlschluß.
      Antifeminismus ist nichts als eine pubertär-trotzige, doppelmoralistische, hämische, verbrämte und verblendete Hassideologie. Ohne Inhalte, ohne Ziele, ohne Sinn. Nur aggressiv dagegen. Das ist im Feminismus ein bisschen anders.

    • „Nur aggressiv dagegen. Das ist im Feminismus ein bisschen anders.“

      Ja ein bisschen und weil es nicht viel mehr ist, kann man auch so leicht die „“Ihr doch auch!“-Rethorik“ anwenden. Deswegen funktioniert das auch nicht bei mir, selbst wenn ich mich als Antifeminist bezeichnen würde. ^^

    • Werte Yvonne,

      wenn das deine Definition von Vergewaltigung ist, widersprichst du bestimmt auch entschieden der Darstellung des Familienministeriums zur häuslichen Gewalt

      https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/gleichstellung/frauen-vor-gewalt-schuetzen/haeusliche-gewalt/80642

      Schließlich ist physischer Druck wie angedrohter Liebes- oder Sexentzug oder gar drohender Entzug der Kinder in der Statistik gar nicht berücksichtigt. Auch ein möglicher finanzieller Ruin wird garantiert nie von Frauen als Druckmittel eingesetzt. *Ironie off*.

      Und noch ein wenig Mansplaining gratis dazu: Die Zahl der Taschendiebstähle taugt nicht zur Erklärung der Fälle von bewaffneten Raubüberfällen.

      Back to Topic: Mein Eindruck beim Lesen des Artikels von Frau Stokowski war auch eher unironisch. Das lag vor allem daran, dass sie ihre Gedankenspiele an zwei Figuren festgemacht hat, denen Frau Stokowski (wie viele andere, mich eingeschlossen) mit Sicherheit die Pest an den Hals wünscht. Damit kann schon der Eindruck entstehen, dass sie ei solches Vorgehen als probates Mittel der politischen Auseinandersetzung ansieht.

      Und sie irrt sich: Die „Geheimwaffe“ wird vor allem deshalb nicht eingesetzt, weil so gut wie alle Frauen für so etwas viel zu anständig sind.

  8. Was ich besondres interessant finde (und dazu auch noch was schreibe), ist, dass dieselben Menschen, die z. B. im Fall Gina-Lisa einerseits eine weit höhere Strafe fordern, andererseits aber geringe Strafen bei Veröffentlichung privater Sextapes oder Nacktbilder wohlwollend abnicken. Dabei bedeutet so eine Veröffentlichung für eine Frau vielfach genau das: den „sozialen Tod“.

    • Was ich besondres interessant finde (und dazu auch noch was schreibe), ist, dass dieselben Menschen, die z. B. im Fall Gina-Lisa einerseits eine weit höhere Strafe fordern, andererseits aber geringe Strafen bei Veröffentlichung privater Sextapes oder Nacktbilder wohlwollend abnicken. Dabei bedeutet so eine Veröffentlichung für eine Frau vielfach genau das: den „sozialen Tod“.

      Solche Aussage habe ich bisher nicht gehört, aber wenn du dich damit beschäftigen willst dann wirf auch mal einen Blick auf den Fall Hulk Hogan. Ich habe davon nicht so viel mitbekommen, aber es sollte eine Erwähung wert sein, wenn die folgende Darstellung auch nur einigermaßen der Wahrheit entspricht:

    • Edit: ich glaube kaum, dass das etwas mit Männern vs Frauen zu tun hat, sondern vielmehr mit Hollywoodstars vs C-Promis.

    • @sharkathotep:
      Sicher hat Hulk Hogan den Höhepunkt seiner Karriere weit hinter sich, aber deswegen ist er nicht gleich ein C-Promi. Alleine schon, weil Wrestling in den USA um ein vielfaches mehr Leute erreicht als es bei uns wohl je möglich ist.

      In den Medien (und dazu gehören eben auch „Nachrichten“) gilt weiterhin, dass etwas weniger schlimm ist, wenn es Männern anstatt Frauen passiert. Das betrifft sogar zum großen Teil jene die darauf hinweisen. Mich intressiert es z.B. absolut nicht (auf moralische Weise), wenn in irgendeiner Serie ein Mann schrecklich zu leiden hat. Mich nervt nur, wenn es Frauen passiert plötzlich welche meinen dies ginge viel zu weit.

    • Also wenn jemand mal in einer Reality-TV-Show landet, dann ist er meiner Meinung nach ein C-Promi. https://de.wikipedia.org/wiki/Hogan_Knows_Best Seine Wrestling-Zeiten sind lange vorbei. Jennifer Lawrences Berühmtheit hatte er jedenfalls nie. Aber ist ja auch egal.

      Wie gesagt, das Sextape hat ja auch eine Frau involviert. Und nach der kräht kein Hahn. Schlicht weil sie nicht oder kaum berühmt ist.

  9. In welcher Paralllelwelt lebst Du denn?

    Richterinnen und Staatsanwältinnen sind ja auch patriarchal abgerichtet

    Lustige Verschwörungstheorie. Oder, ach so, patriarchal ist, wenn nicht alles nach dem Kopf der Frauen läuft? Stimmt, dann hast Du recht.

    Somit passieren mehr Vergewaltigungen überall und ständig, ohne dass Männer überhaupt einsehen WOLLEN, dass vermutlich auch sie……. ab- und zu-…….Druck ausüben oder mit „Liebesentzug, (wahlweise Fremdgehen,/ wahlweise ständige Demütigungen,/ blöde Bemerkungen, / Geld entziehen,/ Liebesentzug,/ psychischen Druck ausüben und zermürben. Die körperliche Vergewaltigung, (resp. die Resignation der Frau, dh. das angeblich einvernehmliche Nachgeben) ist dann nur noch das Finale.

    Du zeichnest hier in schönsten Farben das Bild vom armen Hascherl, das sich nicht wehren kann, aber auch nicht abhauen kann und noch nicht mal in der Lage ist, ihren eigenen Willen zu artikulieren. Und Deine Definition von Vergewaltigung ist die, dass sie eigentlich nicht wollte, er davon aber gar nichts mitkriegt, weil sie trotzdem mitmacht. Aus welchen Gründen auch immer sie mitgemacht hat, ohne wirklich zu wollen. Aber er solls bitte erahnen.

    Mei-Oh-Mei. Demnächst ist es noch eine Vergewaltigung, wenn sie eigentlich keine Lust hat, es aber trotzdem macht, um den nächsten Brilli von ihm geschenkt zu bekommen. In meiner Sprache ist das allerdings Prostitution.

    Genau das, was wir pösen Maskus immer predigen, dass Feminismus Frauen von jeglicher Selbstverantwortung freisprechen will und sie damit auf die Stufe von Kindern stellt, dafür gibts Du grade ein prima Beispiel ab.

    Aber nochmal zurück zu Deinem Beispiel. Beziehung bedeutet Kompromisse eingehen. Dein Partner ist nicht nur dazu da, Deine Bedürfnisse zu stillen, sondern Du auch, seine Bedürfnisse zu stillen. Wenn die Bedürfnisse in Sachen Quantität von Sex weit auseinander gehen, gibt es ein Problem. Das ist ganz genderneutral gemeint, es gibt ja auch genug Frauen, die darüber jammern, dass ihr Kerl viel zu wenig Lust auf Sex hat. Wenn es also immer nur nach demjenigen geht, der weniger Lust hat, und der andere zu kurz kommt, dann wird der andere sich den fehlenden Sex über kurz oder lang auch woanders suchen. Das ist vielleicht nicht schön, aber so ist das Leben. Wenn also Frau ab und zu mitmacht, um zu verhindern, dass er fremdgeht, dann ist das keine Vergewaltigung, sondern ein Deal, wahlweise auch ein Kompromiss. Sie bekommt ja auch was dafür, nämlich, dass er sich des Fremdgehens enthält oder zumindest die Wahrscheinlichkeit geringer ist.

    Und glaub mir, andersrum gibt es das genauso, dass Männer halt mehr mitmachen, als sie eigentlich Lust haben, damit ihre Frau sich nicht mit nem anderen einlässt. Wir jammern nur nicht rum und bezeichnen das als Vergewaltigung.

  10. Natürlich sind Falschbeschuldigungen nicht so einfach und risikolos, wie Herr Kachelmann das behauptet; da er das selber weiß, ist das offenbar eine ironische Überspitzung.
    Heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass sie so riskant oder schwierig sind, dass sie praktisch unmöglich sind und nicht vorkommen.

    Aber das mit der der AfD was reinwürgen, ist natürlich eine gute Idee – ich melde mich freiwillig als das Vergewaltigungs“opfer“ von Frau Petry.

    • Natürlich sind Falschbeschuldigungen nicht so einfach und risikolos, wie Herr Kachelmann das behauptet; da er das selber weiß, ist das offenbar eine ironische Überspitzung.

      Aha. Da wird also eine Überspitzung gesehen, und in der Antwort darauf nicht? Interessant.

      Heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass sie so riskant oder schwierig sind, dass sie praktisch unmöglich sind und nicht vorkommen.

      Wüßte nicht, wo Stokowski das behauptet hätte. Der Schlußsatz „es geht nicht“ bezieht sich kaum auf Falschbeschuldigungen an sich, sondern auf Kachelmanns Aussage, dass es ja ach so einfach und risikolos wäre.

  11. zu ersteren: ich wüsste nicht, wo ich behauptet hätte, dass ich in Stokowskis Antwort _keine_ Überspitzung sehe (kann ja sein, dass andere das anders sehen, aber was haben die mit mir zu tun?). Aber, wo wie gerade beim Thema sind, haben Sie den Eindruck, dass Frau Stokowski bei Herrn Kachelmann eine ironische Überspitzung sieht? Falls ja, halten Sie es für besonders sinnvoll, überspitzte Ironie mit noch überspitzerer Ironie zu überironisieren?

    zu zweiteren: „Es gibt für Leute, die mit Missbrauchs- oder Belästigungsvorwürfen konfrontiert wurden, Schlupflöcher von der Größe des Weißen Hauses.“ Auch wenn ich davon die Überspitzung (Weißes Haus) abziehe, verstehe ich das so, dass lt. Stokowski selbst tatsächliche Vergewaltiger (und Belästiger) kaum mit Konsequenzen rechnen müssten, umso weniger die zu Unrecht beschuldigten.

    Solche Sprüche ermutigen Vergewaltigungsopfer ja auch nicht gerade, zur Polizei zu gehen, oder?

    • zu ersteren: ich wüsste nicht, wo ich behauptet hätte, dass ich in Stokowskis Antwort _keine_ Überspitzung sehe (kann ja sein, dass andere das anders sehen, aber was haben die mit mir zu tun?).

      Denkst du denn, dass Stokowski bewußt übertrieben hat, oder denkst du auch, dass sie es genau so ernst gemeint hat, wie alle behaupten?

      Aber, wo wie gerade beim Thema sind, haben Sie den Eindruck, dass Frau Stokowski bei Herrn Kachelmann eine ironische Überspitzung sieht? Falls ja, halten Sie es für besonders sinnvoll, überspitzte Ironie mit noch überspitzerer Ironie zu überironisieren?

      Warum denn nicht? Um die Absurdität einer Aussage zu verdeutlichen, ist das doch ein legitimes Mittel. Und sehr wirksam, wie man sieht.

      zu zweiteren: „Es gibt für Leute, die mit Missbrauchs- oder Belästigungsvorwürfen konfrontiert wurden, Schlupflöcher von der Größe des Weißen Hauses.“ Auch wenn ich davon die Überspitzung (Weißes Haus) abziehe, verstehe ich das so, dass lt. Stokowski selbst tatsächliche Vergewaltiger (und Belästiger) kaum mit Konsequenzen rechnen müssten, umso weniger die zu Unrecht beschuldigten.

      Solche Sprüche ermutigen Vergewaltigungsopfer ja auch nicht gerade, zur Polizei zu gehen, oder?

      Es ist die Realität, die Vergewaltigungsopfer entmutigt, zur Polizei zu gehen. Es ist die Realität, dass ihnen nicht geglaubt wird, dass ihnen eine (Mit-) Schuld gegeben wird, es ist der Spießrutenlauf, der sie erwartet, und es ist letztlich auch die geringe Verurteilungsquote, die sie daran hintert.
      Eine ironische Überspitzung der Realität trägt daran keine Schuld.

  12. Ich kann zum Thema Vergewaltigung ein sehr empfehlenswertes Buch von Mithu M. Sanyal empfehlen: Vergewaltigung: Aspekte eines Verbrechens. Sie beschreibt darin die wesentlichen Aspekte zum Thema und – die Betonung liegt auf „und“ – dass auch Männer Opfer einer Vergewaltigung werden können, selbst von einer Frau als Täterin. HIer der Link http://www.edition-nautilus.de/programm/Flugschriften/buch-978-3-96054-023-6.html

    Mal so nebenbei: In antifeministischen Kreisen wird gern das Stereotyp der angeblich hässlichen, unsympathischen Femninistin kolportiert. Bei Frau Sanyal sollten die Antifeministen vielleicht einmal ihre Augen überprüfen lassen😉

  13. Ich habe schon den Eindruck, dass Frau Stokowski übertreibt. Ich bin mir aber unsicher, ob sie selbst Kachelmanns Aussage für eine Übertreibung hält.

    Welche „niedrige Aufklärungsquote“ denn? Die Aufklärungsquote der Fälle von sexueller Nötigung/Vergewaltigung, die aufgeklärt werden, lag letztens noch bei rund 4/5. Nicht so toll wie bei Mord und Totschlag, aber immerhin deutlich besser als bei Eigentumsdelikten; gegen das „Spießrutenlaufen“ wird sehr viel unternommen, indem man die Identität des Opfers anonymisiert. Also hat man als Opfer eher gute Chancen.

    Und wenn ironische Überspitzung nichts ausmacht, dann macht Kachelmanns Äußerung auch nichts aus, und die Diskussion ist rein akademisch.
    Aber von der Tendenz her ermutigt Kachelmann die Opfer, und Stokowski entmutigt sie.

    • Ich habe schon den Eindruck, dass Frau Stokowski übertreibt. Ich bin mir aber unsicher, ob sie selbst Kachelmanns Aussage für eine Übertreibung hält.

      Kann gut möglich sein. Welchen Unterschied würde das machen?

      Welche „niedrige Aufklärungsquote“ denn?

      Ich schrieb Verurteilungsquote. Ein Freispruch aus Mangel an Beweisen ist keine Aufklärung, sondern das genaue Gegenteil davon.

      Und wenn ironische Überspitzung nichts ausmacht, dann macht Kachelmanns Äußerung auch nichts aus, und die Diskussion ist rein akademisch.
      Aber von der Tendenz her ermutigt Kachelmann die Opfer, und Stokowski entmutigt sie

      Wenn überhaupt, ermutigt Kachelmann mit seiner Behauptung höchstens zu mehr Falschbeschuldigungen. Und das ist um so perfider, weil es natürlich männer- und frauenfeindlich ist.

  14. Den Unterschied, den es machen würde, ob Frau Stokowski ironische Überspitzung bei anderen Leuten erkennt oder nicht, ist der, dass sie im einen Fall die Ansichten anderer Leute richtig wiedergeben kann, und im anderen nicht.

    Wie hoch ist denn die Verurteilungsquote und wie hoch müsste die denn sein? Die Verurteilungsquote bei nicht angezeigten Straftaten ist logischerweise Null.

    Kachelmann ermutigt zu Falschbeschuldigungen? Doch höchstens die, die keine Ironie erkennen können. Und die werden wohl daran scheitern, dass sie ihn beim Wort nehmen.

    • Den Unterschied, den es machen würde, ob Frau Stokowski ironische Überspitzung bei anderen Leuten erkennt oder nicht, ist der, dass sie im einen Fall die Ansichten anderer Leute richtig wiedergeben kann, und im anderen nicht.

      Naja, das haben ja viele bei Stokowski auch nicht hinbekommen. Und das nur, weil sie eine falsche Behauptung aufgegriffen und so weit weitergesponnen hat, dass eigentlich auch dem letzten Idioten auffallen müßte, wie absurd die Behauptung war.

      Wie hoch ist denn die Verurteilungsquote und wie hoch müsste die denn sein? Die Verurteilungsquote bei nicht angezeigten Straftaten ist logischerweise Null.

      Die Verurteilungsquote bei den angezeigten Straftaten liegt mW bei ca 8%. Bei den angezeigten, wohlbemerkt. Wenn man jetzt noch die Fälle dazurechnet, die nie angezeigt wurden, kann man sich ausrechnen, wie viele Straftäter überhaupt verurteilt werden. Erschreckend wenig.
      Gibt doch da diese berühmte Grafik

      Kachelmann ermutigt zu Falschbeschuldigungen? Doch höchstens die, die keine Ironie erkennen können.

      Genau diese Erkenntnis war der Sinn meiner Aussage. Wenn also behauptet wird, dass Stokowski irgendjemanden an einer Anzeige hindert, oder wie ja einige sogar behaupten, sie würde „hetzen“ (wogegen, bleibt unklar, aber mir ist auch meine Zeit zu schade, mich weiter mit diesem Quatsch zu beschäftigen), dann doch nur, weil Überspitzung nicht erkannt wurde.

    • „Die Verurteilungsquote bei den angezeigten Straftaten liegt mW bei ca 8%. Bei den angezeigten, wohlbemerkt. Wenn man jetzt noch die Fälle dazurechnet, die nie angezeigt wurden, kann man sich ausrechnen, wie viele Straftäter überhaupt verurteilt werden. Erschreckend wenig.
      Gibt doch da diese berühmte Grafik“

      Wie alle Dunkelziffern kann man auch die Zahl von Straftaten, die nie angezeigt wurden, nicht zuverlässig angeben. Die berühmte Grafik lässt ferner noch weitere Fragen offen: Warum belegen die Falschbeschuldigungen zwar einen gemeinsamen Block mit Vergewaltigungen (was sie nicht sind), nicht aber mit den Anzeigen (was sie sind)? Dann würde die Grafik zumindest zur oben genannten 3%-Quote passen.
      Wieso zudem stellt sie zwar eine horrende Dunkelziffer an Vergewaltigungen, aber keine Dunkelfälle von (also nicht erwiesene) Falschbeschuldigungen dar?

    • Wie alle Dunkelziffern kann man auch die Zahl von Straftaten, die nie angezeigt wurden, nicht zuverlässig angeben. Die berühmte Grafik lässt ferner noch weitere Fragen offen: Warum belegen die Falschbeschuldigungen zwar einen gemeinsamen Block mit Vergewaltigungen (was sie nicht sind), nicht aber mit den Anzeigen (was sie sind)? Dann würde die Grafik zumindest zur oben genannten 3%-Quote passen.
      Wieso zudem stellt sie zwar eine horrende Dunkelziffer an Vergewaltigungen, aber keine Dunkelfälle von (also nicht erwiesene) Falschbeschuldigungen dar?

      Die Antwort ginst du dir selbst:
      „Wie alle Dunkelziffern kann man auch die Zahl von Straftaten, die nie angezeigt wurden, nicht zuverlässig angeben.“
      Das gleiche gilt für Falschbeschuldigungen. Offizielle Statistiken sprechen von 3-9%. Antifeministen erzählen was von 50-80%, manche sogar von „fast 100%“. Nun ja, jeder kann für sich selbst entscheiden, wem er eher glaubt.

    • „Die Antwort ginst du dir selbst:
      „Wie alle Dunkelziffern kann man auch die Zahl von Straftaten, die nie angezeigt wurden, nicht zuverlässig angeben.“

      … und deshalb gibt man sie an, aber eben nur für die Vergewaltigungen, weil die Zahlen dann beeindruckender sind?

      Was wir wissen: von allen angezeigten Vergewaltigungen erfolgen in 8% der Fälle eine Verurteilung wegen Vergewaltigung und in 3% der Fälle eine Verurteilung wegen Falschbeschuldigung. Was in den anderen 89% der Fälle passiert ist, wissen wir nicht. Vielleicht waren das alles Vergewaltigungen, die nicht verurteilt werden, weil wir in einer rape culture leben. Vielleicht waren das alles Falschbeschuldigungen, die nicht verurteilt werden, weil Richter nicht glauben, dass Frauen sowas schlimmes tun können. Wahrscheinlich waren viele weder noch.

  15. Diejenigen, die die Überspitzung bei Kachelmann nicht erkennen können, werden die Überspitzung bei Stokowski vermutlich auch nicht erkennen können, insofern ist Stokowskis Überspitzung wenig zielführend, die Überspitzung bei Kachelmann als Überspitzung zu entlarven.
    Was die Graphik angeht: gibt es Erkenntnisse, wie diese 8% zustandekommen? Es gibt mWn auch Fälle, wo z.B. der oder die mutmaßlichen Täter zwar ermittelt, aber nicht gefasst werden, und es daher leider zu keinem Prozess kommt.
    Soll heißen, 8% aller angezeigter Fälle sind nicht 8% aller Strafprozesse, sondern mehr.
    Ist Ihnen eigentlich mal die Idee gekommen, dass es nicht die Strafverfolgungsbehörden oder „die“ Gesellschaft sind, sondern die Vergewaltiger, die die Aufklärung behindern? Insbesondere, indem sie ihre Opfer davon abhalten, Anzeige zu erstatten?

    • Diejenigen, die die Überspitzung bei Kachelmann nicht erkennen können, werden die Überspitzung bei Stokowski vermutlich auch nicht erkennen können, insofern ist Stokowskis Überspitzung wenig zielführend, die Überspitzung bei Kachelmann als Überspitzung zu entlarven.

      Natürlich ist sie zielführend, denn sie hat doch erst so richtig vor Augen geführt, wohin diese Denke führt, wenn man sie konsequent weiterdenkt.

      Ist Ihnen eigentlich mal die Idee gekommen, dass es nicht die Strafverfolgungsbehörden oder „die“ Gesellschaft sind, sondern die Vergewaltiger, die die Aufklärung behindern? Insbesondere, indem sie ihre Opfer davon abhalten, Anzeige zu erstatten?

      Natürlich. Das Problem sind in erster Linie immer Täter, und nicht Falschbeschuldigerinnen, wie Kachelmann ja auch behauptet. Und?

  16. Die Leute, die erkennen, dass Kachelmann bewusst übertreibt, erkennen auch, warum er übertreibt und wieso Falschbeschuldigungen in Wirklichkeit nicht so einfach sind. Die Leute, die nicht erkennen, dass Kachelmann übertreibt, werden vermutlich auch nicht erkennen können, dass Stokowski übertreibt. D.h., die eine Gruppe braucht von Stokowski nicht belehrt zu werden, und die andere versteht sie nicht.

    „Und?“ Das Problem sind in erster Linie die Täter, und nicht die Strafverfolgungsbehörden oder die Gesellschaft; insofern ist es wenig hilfreich, pauschal über die Strafverfolgungsbehörden zu schimpfen oder „die“ Gesellschaft, und so schlaue Bilder wie Spießrutenlaufen zu verwenden.

    • Ich weiß nicht, ob das Bild des Spießrutenlaufes schlau ist oder nicht. Finde ich jetzt auch eher nebensächlich. Fakt ist, dass sie existieren. Und das mit so einer zynischen Bemerkung abzutun, finde ich recht unangemessen.

      D.h., die eine Gruppe braucht von Stokowski nicht belehrt zu werden, und die andere versteht sie nicht.

      Und darum ist es falsch, Kachelmanns Falschbehauptungen aufzugreifen und zu thematisieren? Finde ich nicht.

  17. „Spießrutenlaufen“ ist insofern irreführend, als dass die Opfer in Vergewaltigungsprozessen anonymisiert werden. Sprich, der Name taucht nicht in den Nachrichten auf, das Bild wird nicht veröffentlicht, andere Details, anhand derer man sie identifizieren kann, bleiben unter Verschluss, außer, wenn sie das anders wünschen. Pressekodex und so.

    Ansonsten ist es nicht „falsch“ Kachelmanns Behauptungen zu thematisieren, habe ich auch nicht behauptet. Da ich diese Behauptungen als sehr offensichtliche, und daher auch sehr wahrscheinlich so beabsichtigte, Übertreibung wahrnehme, halte ich die Aussage: „Was Kachelmann da sagt, stimmt nicht!“ für – sorry – unnötig. Natürlich, ist ja übertrieben. Danke, Frau Stokowski, aber so schlau bin ich selber.

    Wenn Stokowski jetzt in Wahrheit denkt, dass das keine Übertreibung sein soll, oder will, dass ihre Leserschaft das denkt, nun, dann bin ich andrer Ansicht.

    Soll nicht heißen, dass es überflüssig ist, sich mit dem Thema zu beschäftigen, aber es gibt andere Gründe, warum es nicht so einfach oder risikolos ist, Höcke auf diese Weise auf den Verkehr zu ziehen, die sie irgendwie unterschlägt:
    – man müsste als Opfer tatsächlich mal Sex mit Höcke haben
    – ohne Zeugen in Hörweite
    – sofern behauptet, müssen die Verletzungen schon echt sein
    – sofern behauptet, müsste Höcke eine Pistole besitzen, die er dem Opfer an den Kopf gehalten haben könnte
    – sofern behauptet, müsste man KO-Tropfen oder dergleichen im Blut haben*
    – man müsste Kontakt mit AfDlern haben
    – man müsste mit Höcke schlafen!!!
    – wenn man Pech hat, muss man Höckes Gutachter bezahlen
    – wenn man viel Pech hat, wird man wegen Vortäuschung einer Straftat angeklagt
    – wenn man richtig viel Pech hat, wird man sogar wegen Vortäuschung einer Straftat verurteilt, und Höcke kann das als „infamen Angriff durch von linksgrün versifften Gutmenschen gleichgeschaltete Verschwörer“ oder so darstellen
    – und wenn wir alle Pech haben, verliert Höcke wegen der Vorwürfe seinen Posten und wird durch wen viel schlimmeres ersetzt
    – mit dem dann wieder jemand schlafen muss!!!

    *Die kann man sich auch selber verabreichen, aber dann steht die Frage im Raum, wenn man unter Drogen stand, woher weiß man, dass man die von Höcke bekam?

    • „Spießrutenlaufen“ ist insofern irreführend, als dass die Opfer in Vergewaltigungsprozessen anonymisiert werden. Sprich, der Name taucht nicht in den Nachrichten auf, das Bild wird nicht veröffentlicht, andere Details, anhand derer man sie identifizieren kann, bleiben unter Verschluss, außer, wenn sie das anders wünschen. Pressekodex und so.

      Der Spießrutenlauf findet nicht nur in der Öffentlichkeit statt, wenn der Name bekannt wird. Der ganze Prozess selbst ist ein Spießrutenlauf.

      Da ich diese Behauptungen als sehr offensichtliche, und daher auch sehr wahrscheinlich so beabsichtigte, Übertreibung wahrnehme, halte ich die Aussage: „Was Kachelmann da sagt, stimmt nicht!“ für – sorry – unnötig.

      Es gibt genug, die an solche Behauptungen genau so und sehr fest glauben. Darum ist das keineswegs unnötig.

  18. Dass ein Strafprozess für die Nebenklage kein „Spaß“ ist, will ich nicht bestreiten. Ich unterstelle aber, dass die Leute, die bei der Strafverfolgung und bei Gericht arbeiten, professionell und sachlich genug sind, um da kein „Spießrutenlauf“ zu machen. Und vor sensationsgeiler Presse und Öffentlichkeit kann man sich tatsächlich schützen lassen. Bzw., wenn diese Professionalität fehlt, hat man als Nebenklägerin auch Möglichkeiten, sich zu wehren. Um den nächsten Einwand vorwegzunehmen, auch das kann sehr an die Nerven gehen, aber wie wollen Sie das anders lösen?

    Zum anderen, ja, es gibt bestimmt irgendwo Leute, die Kachelmanns Aussage genau SO glauben, ohne da irgendwelche Überzeichnung wahrzunehmen. Meinen Sie, davon liest irgendwer Frau Stokowski, oder wenn, versteht ihre Ironie, und wenn auch das, glaubt ihr?

    • Natürlich gibt es die und natürlich haben die Stokowski gelesen, nur ihre Ironie hat niemand erkannt. Was glaubst du, woher sonst die Angriffe gegen sie kommen? Lies dir nur hier zB aranxos Kommentare dazu durch. Der Arme ist ja fast an seiner Empörungs-Schnappatmung erstickt.

  19. In Ihrer Ansicht, dass solche Falschbeschuldigungen eben nicht einfach und risikolos sind, hätte ich jetzt gedacht. Denken Sie das nicht?

    Ok, dann nehme ich die Behauptung zurück.

  20. Wenn Sie keine Bestätigung brauchten, was haben Sie dann daraus gelernt? Ich brauchte keine Bestätigung, dass Kachelmann übertreibt, weil mir das schon von der Formulierung her klar ist, weil mir außerdem klar ist, welche Vorgeschichte dahinter steckt (wenn Charlie Hebdo über Islamisten schreibt, kann man sich ja auch denken, wie’s gemeint ist), und außerdem, weil mir verschiedene Probleme bei Falschbeschuldigungen einfallen, die Stokowski gar nicht nennt.

    Nebenbei, es hätte sogar verschiedene Möglichkeiten gewesen, Kachelmann zu widerlegen, wenn man das denn für erforderlich hält:
    – es ist einfach, aber nicht risikolos: die Nebenklägerin im Kachelmannprozess musste (iirc) 7.000 € zahlen
    – es ist risiko_arm_, aber nicht einfach; irgendeine muss in den sauren Apfel beißen (einmal von Gauland angefasst zu werden, reicht noch nicht, dessen Karriere zu zerstören, was Kachelmann nicht mal behauptet hat)
    – Risiko und Schwierigkeit sind zwar nicht unüberwindlich, aber die allermeisten Frauen tun das aus ethischen Gründen nicht

    • Wenn Sie keine Bestätigung brauchten, was haben Sie dann daraus gelernt?

      Weniger auf meine Person bezogen, sondern mehr aus der Reaktion anderer. Wobei das auch vorhersehbar war, da hast du Recht. Dass Kachelmann aber bei bestimmten Leuten über jegliche Kritik erhaben zu sein scheint, aber eine nachvollziehbare Reaktion darauf einen Empörungssturm auslöst, war dennoch ein interessanter Lerneffekt, der durchaus eine Bestätigung war.

      Ich brauchte keine Bestätigung, dass Kachelmann übertreibt, weil mir das schon von der Formulierung her klar ist, weil mir außerdem klar ist, welche Vorgeschichte dahinter steckt (wenn Charlie Hebdo über Islamisten schreibt, kann man sich ja auch denken, wie’s gemeint ist),

      Schlechter Vergleich. Charlie Hebdo ist ein offizielles Satireblatt, ähnlich wie die Titanic. Dass Kachelmann ein Satiriker sein soll, ist mir bisher nicht aufgefallen. Das ist Stokowski auch nicht, aber sie hat ja auch nur drauf reagiert.

      Nebenbei, es hätte sogar verschiedene Möglichkeiten gewesen, Kachelmann zu widerlegen, wenn man das denn für erforderlich hält:
      – es ist einfach, aber nicht risikolos: die Nebenklägerin im Kachelmannprozess musste (iirc) 7.000 € zahlen
      – es ist risiko_arm_, aber nicht einfach; irgendeine muss in den sauren Apfel beißen (einmal von Gauland angefasst zu werden, reicht noch nicht, dessen Karriere zu zerstören, was Kachelmann nicht mal behauptet hat)
      – Risiko und Schwierigkeit sind zwar nicht unüberwindlich, aber die allermeisten Frauen tun das aus ethischen Gründen nicht

      Das wäre eine andere Möglichkeit gewesen. Aber wie gesagt, auf hanebüchenen Unsinn ist provokante Ironie manchmal einfach die bessere Medizin. Und sie hat ja gewirkt.
      Du hast übrigens eine Antwort vergessen: Die meisten Frauen tun es nicht nur aus ethischen Motiven nicht, sondern in erster Linie schlicht weil sie wissen, dass es nicht mal dann „einfach und risikolos“ ist, wenn sie die Wahrheit sagen. Warum dann also einen noch extremeren Spießrutenlauf in Kauf nehmen?

      (PS, warum siezt du mich eigentlich?)

    • @mycroft
      Wie ich oben bereits ausführlich erläutert habe, hat sich Dinkel die 7000 Euro Schadensersatz komplett selbst eingebrockt, weil sie Beweise fingiert hat, indem sie sich selbst verletzt hat. Weshalb Kachelmann sich genötigt sah, ein Gegengutachten zu beauftragen. Hätte sie das unterlassen, wäre sie auch nicht in Gefahr geraten, den Schadensersatz an Kachelmann zahlen zu müssen. Insofern kann man das nicht als Beweis für ein Schadensrisiko als Nebenklägerin hernehmen.

  21. Bei kontroverseren Themen ist Siezen halte ich Siezen für ein geeignetes Mittel, Gelassenheit zu bewahren (meine eigene und andere), ist nicht persönlich gemeint. 🙂

    Aber ok, der Umgang mit Kachelmann und Stokowski ist in der Tat lehrreich. Kein Widerspruch.

    Kachelmann ist kein „offizieller“ Satiriker. Andrerseits braucht man dafür auch keine Genehmigung.

    Wenn man nur deshalb keine Straftat vortäuscht, weil man Angst hat, dass niemand etwas glaubt, was _in diesen Fall_ tatsächlich eine Lüge ist, und diese Angst fühlt sich wie Spießrutenlaufen an, dann erfüllt dieses Spießrutenlaufen doch einen Zweck, oder?

    @aranxo: wenn sie sich mehr Mühe gegeben hätte, wäre das vllt. nicht nachgewiesen worden, und Kachelmann wäre auf den Gutachterkosten sitzen geblieben. Oder wenn Kachelmann Angestellter wäre, den der Arbeitgeber freigestellt hätte, hätte er sich das Gutachten vllt. gar nicht leisten können. Entweder ist die Lehre, sich richtige Wunden zuzufügen, oder die Lehre, es bei Angestellten mit weniger Geld auf der hohen Kante zu versuchen.

    • Wenn man nur deshalb keine Straftat vortäuscht, weil man Angst hat, dass niemand etwas glaubt, was _in diesen Fall_ tatsächlich eine Lüge ist, und diese Angst fühlt sich wie Spießrutenlaufen an, dann erfüllt dieses Spießrutenlaufen doch einen Zweck, oder?

      Du meinst, das Spießrutenlaufen ist ein legitimes Mittel für potentielle Falschbeschuldigungen, und wenn dabei links und rechts all die liegen bleiben, die das ungerechtfertigt durchmachen müssen, sind das halt Kollateralschäden, die man in Kauf nehmen kann?

  22. Ich bin gegen „Spießrutenlaufen“; ich bin für normale juristische Ermittlungen, ich bin für Opferschutz und noch ein paar Dinge mehr, die in einem Rechtsstaat Standard sein sollten. Es sollte eigentlich gar kein „Spießrutenlaufen“ geben.

    Aber selbst wenn, wäre dieses „Spießrutenlaufen“ nichts, was belegen könnte, dass Falschbeschuldigungen sehr schwierig oder riskant wären. (Sorry, wenn das so nicht rüberkam, ich war wohl zu zynisch…)

    Echte Vergewaltigungsopfer haben Angst
    – dass ihnen niemand glaubt, oder nicht alle
    – dass sie mit Victim-Blaming konfrontiert werden,
    – dass sie über ein traumatisches Ereignis aussagen müssen und dieses nochmals durchleben
    Auch ohne „Spießrutenlaufen“ ist das sicher kein Spaziergang,

    aber:
    falsche Vergewaltigungsopfer haben Angst
    – dass man sie erwischt
    – dass sie mit Non-Victim-Blaming konfrontiert werden, obwohl sie nicht erwischt wurden
    – dass sie über ein Ereignis aussagen müssen, das niemals stattfand, daher nicht im Geringsten traumatisch ist, und dass sie dabei erwischt werden

    Tja, die schlimmste Angst, die einem Nicht-Opfer droht, ist im Grunde die, erwischt zu werden. So richtig schlimm kommt mir das nicht vor.

  23. Es ist vollkommen legal, jeden x beliebigen unschuldigen Mann, 10-20 Jahre in ein Zimmer mit Mördern einzusperren.

    WEIL MÄNNER KEINERLEI MENSCHENRECHTE HABEN !!!!!!

    • Interessantes Statement 🙂
      Du bist ein Mann, nehme ich an? Und du „HAST KEINERLEI MENSCHENRECHTE!!!!!“ ?
      Wie hast du es dann geschafft, bis heute zu überleben und diesen äußerst .. ähm.. gehaltvollen Kommentar abzugeben?
      Hm. Lass mal überlegen…

      (PS. Manche machen es mir schon verdammt schwer, sie ernstzunehmen. Vermutlich macht mich das aber schon wieder zur bösen Männerhasserin. Tja. Life sucks.)

  24. Hach ja, ich wünschte.

    Ich wünschte ich würde in einer Gesellschaft leben, in der in einem Leitmedium ein Artikel erscheint, in welchem solche Passagen ständen:

    „Was wäre das geil, wenn man Frauen einfach so bumsen könnte… Das ist ein großes Versprechen, aber es geht nicht.“

    Und in welcher sowas nicht die Ausnahme sondern die Regel wäre was den Umgang mit Frauen betrifft.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s