#Blogparade – Kampf dem #Herztod

Ende letzten Jares gab es auf dem Blog Alltag im Rettungsdienst einen Blogaufruf, wo darum gebeten wurde, etwas zum Thema zu schreiben.

Inzwischen sind bereits einige tolle und informative Artikel erschienen. Und ich möchte hiermit meinen Senf draufschmieren. Nicht weil ich Betroffene bin, oder breitgefächerte Erfahrungen aus dem Rettungsalltag beisteuern kann, sondern weil ich festgestellt habe, dass ein Aspekt zum Thema Herzinfakt in meinen Augen bisher viel zu kurz gekommen ist.

Der Herzinfarkt galt lange als reines Männerproblem. Und wenn wir „Herzinfarkt“ hören, denken wir immer noch zuerst an Brustschmerzen, Atemnot, Ausstrahlung in andere Körperbereiche und kalten Schweiß. Ja, das sind typische Symptome, bei denen sofort reagiert werden muß, sprich Notruf absetzen. Es gibt aber auch eine Reihe ernstzunehmende unspezifische Symptome, die Frauen häufiger betreffen.

„Übelkeit, Erbrechen, Atemnot und Schmerzen im Oberbauch
Ein Herzinfarkt kann sich auch alleine mit so genannten „unspezifischen Anzeichen“ bemerkbar machen, was bei Frauen etwas häufiger vorkommt als bei Männern. Zu unspezifischen Anzeichen zählen z. B.: Übelkeit, Atemnot, Schmerzen im Oberbauch und Erbrechen. Da solche Beschwerden auch bei anderen harmloseren Erkrankungen auftreten können, empfiehlt die Deutsche Herzstiftung immer dann den Notarzt zu rufen, wenn diese unspezifischen Beschwerden in zuvor noch nie erlebtem Ausmaß auftreten. Möglicherweise steckt dann ein Herzinfarkt dahinter.“

Auch „Rücken- oder Nackenschmerzen, Kiefer- und Halsschmerzen sowie Übelkeit und das Gefühl der Erschöpfung“ können bei Frauen Anzeichen eines Herzinfarkes sein.
Das für Männer typische Stechen in der Brust kommt bei Frauen also häufig gar nicht vor.

Wenn Symptome falsch gedeutet werden, bedeutet das, dass Menschen in Lebensgefahr kommen können. Wichtig und lebensrettend ist also, auch vermeintlich harmlose Symptome ernstzunehmen.
Wichtig sind natürlich auch die Risikofaktoren. Neben den bekannten Ursachen wie Bluthochdruck, Rauchen und Übergewicht ist auch die Pille bei Frauen ein Faktor, der einen Herzinfarkt begünstigen kann.

Der Herzinfarkt ist kein Männerproblem. Er gehört auch bei Frauen zu den häufigsten Todesursachen. Bei Frauen über 60 sogar häufiger als bei Männern. Also ist mein dringendes Anliegen, auch unspezifische oder untypische Symptome unbedingt ernst zu nehmen. Es könnte auch mal euer Leben retten.

3 Kommentare zu “#Blogparade – Kampf dem #Herztod

  1. Gut dass du auf sowas hinweist.
    Was ich im Zusammenhang mit Herzinfarkt auch noch wichtig finde ist, dass dieser nicht nur wie man allgemein annimmt alte Menschen treffen kann.
    Ein Bekannter von mir hatte mit 19 Jahren einen Herzinfarkt mit den eher unspezifischen Symptomen wie du sie hier beschreibst.

  2. Eine Freundin von mir hatte kürzlich einen Herzinfakt, sie ist Anfang 40. Bin auf der Suche nach Herzinfakten bei Frauen auf diesen Artikel gestoßen, sind einige Informationen dabei, die mir so nicht bewusst waren. Daher danke für den Artikel!

    • Immer gerne.

      Passend dazu:
      Neulich nahm ich an einer Kurz-Schulung zum Thema Notfallversorgung teil. Eine Auffrischung. Alle wußten im Großen und Ganzen gut Bescheid. Zum Thema Herzinfarkt kamen alle Antworten auch wie aus der Pistole geschossen. Und dann kam die Frage, was die Besonderheiten bei Frauen sind. Um mich rum zögerliches Gemurmel und unsicheres Getuschel. Und aus mir platzte es raus.

      Und dann gibt es Leute, die sich darüber wundern, warum ich aus „allem ein Geschlechterthema“ mache.
      Genau deswegen. Manche ernsten Problematiken sind einfach nicht präsent genug.

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