#EqualPayDay und „Frauenberufe“

Zum gestrigen Equal Pay Day sei auf einen großartigen Text von Aufrecht pflegen verwiesen, der es Wert ist, in Gänze zitiert zu werden, denn er weist auf ein Phänomen hin, das mich in seiner Unlogik immer wütend macht.

Equal Pay und die sogenannten Frauenberufe

Es ist wieder Equal Pay Day. Die Zeit im Jahr, in der wir Vorschläge diskutieren, wie die Lohnschieflage in Deutschland ausgeglichen werden kann.

Scherz! Natürlich werden wir wieder darüber diskutieren, OB es sich bei der allgemein bekannten Schieflage überhaupt um ein Problem handelt. Denn solange etwas gerechtfertigt werden kann, ist es keine Diskriminierung.

Ein Rechtfertigungsgrund für den Gender Pay Gap ist unter anderem die Berufswahl von Frauen. Denn würden Frauen sich nicht immer die falschen Berufe aussuchen, wäre die Lohngleichheit gar nicht so groß. Zu diesen Berufen gehören unter anderem soziale Berufe wie Pflegerin und Erzieherin. Und man wird nicht müde, in Equal-Pay-Diskussionen von genau diesen Berufen abzuraten. Und das trotz des derzeitigen Fachkräftemangels, der schon jetzt zu Problemen führt, einfach weil diese Berufe Tätigkeiten ausführen, die sowohl für den Einzelnen, als auch für die gesamte Gesellschaft notwendig und wichtig sind.

Und doch greifen in diesen Berufen die Angebot-Nachfrage-Mechanismen nicht. Was unter anderem auch damit zu tun hat, dass soziale Berufe meist in irgendeiner Form aus öffentlicher Hand bzw. dem Sozialsystem bezahlt werden und diese Ressourcen nicht unendlich sind. Das ist aber nicht der einzige Grund, schließlich gelten nicht alle Berufe im öffentlichen Dienst als schlecht bezahlt.

Ein weiterer Faktor ist, dass man die Tätigkeiten der Pflegerinnen und Erzieherinnen fachlich nicht als besonders anspruchsvoll bewertet. Erzieherinnen spielen und singen mit den Kindern, Pflegerinnen wischen Ärsche ab und geben Essen ein. Und Menschen, die nicht in diesen Berufen arbeiten, können sich offenbar kaum vorstellen, dass hinter einfachen Handgriffen komplexe theoretische Konzepte stecken, die dann aber auf eine einzelne Person mit individuellen Anforderungen angewandt und zugeschnitten werden müssen. Stattdessen glaubt man, dass diese Tätigkeiten irgendwie in der Natur von Frauen liegt und gebt ihnen den Stellenwert von Wohltaten: Nett, aber nicht notwendig.

Und dann ist da noch die weit verbreitete Vorstellung, dass es den Menschen in diesen Berufen nicht ums Geld ginge. Gerade der Pflege wird ja gerne eine ordentliche Portion Altruismus unterstellt, deren größter Lohn ein Lächeln und ein Dankeschön ihrer Patient*innen ist. Fast schon anerkennend verweist man immer wieder darauf, dass die Pflegenden (momentan) nicht mehr Lohn, sondern vor allem bessere Arbeitsbedingungen fordern. Anders sah es im Sommer 2015 aus, als flächendeckend Kitas bestreikt wurden – da verbreitete sich, neben der Wut über die Bedrängnis der Eltern, sehr schnell die Auffassung, dass Erzieherinnen eigentlich sogar überbezahlt wären.

In den Diskussionen über Equal Pay und Gender Pay Gap wird gerne und viel darüber gesprochen wie man Frauen in MINT-Berufe und Führungspositionen bringt. Was einerseits natürlich gut und richtig ist, aber andererseits auch das Bild der seichteren anspruchslosen Sozialberufen zementiert. Es braucht daher genauso Diskussionen darüber, wie Berufe in denen sehr viele Frauen tätig sind (und das sind übrigens nicht nur Sozialberufe) besser bezahlt werden, anstatt die niedrigen Löhne dort als gegeben hinzunehmen. Und dies wäre übrigens nicht nur ein Selbstzweck, schließlich geht es auch darum wie wir unser Zusammenleben gestalten wollen und wieviel uns die Unterstützung und Förderung der Schwächeren in unserer Gesellschaft ist.

(Jeder Satz darf als hervorgehoben betrachtet werden)

Unlogik deswegen, weil regelmäßig, wie im Text betont, immer wieder das „Argument“ vorgebracht wird, warum Frauen sich die „falschen“ Berufe aussuchen, in denen sie weniger verdienen, und man sich gleichzeitig darüber wundert, warum diese Berufe so unattraktiv sind, dass wir einen massiven Fachkräftemangel zu beklagen haben.

Mit anderen Worten. Wer Frauen (und natürlich auch Männern) einredet, soziale Berufe seien eine „falsche Wahl“, trägt Mitschuld daran, dass unser gesamtes Gesundheits- und Pflegesystem noch weiter den Bach runtergeht. Angesichts der Tatsache, dass das Problem jeden irgendwann treffen wird, geradezu idiotischer Selbstmord. Statt also aus reiner Unwissenheit Mythen darüber zu verbreiten, dass „falsche Berufswahl“ Schuld an ungerechter Entlohnung sei, lieber darüber informieren, was soziale Berufe im Kern ausmachen und dafür kämpfen, dass sie so bezahlt, und in Folge dessen so attraktiv für BewerberInnen werden, dass es möglich ist, sie fachgerecht und menschenwürdig ausüben zu können.

46 Kommentare zu “#EqualPayDay und „Frauenberufe“

  1. Guter Artikel und so wahr!Alles was weiblich ist wird abgewertet. Dabei ist es vermutlich das Wichtigste was es gibt. Eine Form von LIEBE nämlich! DIE Form von LIEBE nämlich, die mit Sex nichts zu tun hat. Aber auch gar nix! Deshalb für Männer uninteressant! Militär ist geiler, Bumbum, und SEX auch. Dn Rest delegiert mann an die doofen unterbezahlten Weiber. Die lieben das!

    • Ich bin verwirrt. Das Militär zahlt gut?
      Also laut Tabellen (TVöD Pflege) erhält ein Pfleger (m/w) nach dreijähriger Ausbildung P7.
      Ein Soldat mit A7 ist Oberfeldwebel und hat damit begrenzte Führungsverantwortung (Truppführer) für 7-12 Soldaten.
      Das klingt für mich vergleichbar.

  2. Oder man könnte den ganzen Bezug zum angeblichen Gender Pay Gap komplett ignorieren und die Mühe davon aussließlich für eine bessere Arbeitssituation in Pflegeberufen usw. verwenden. So kann man sich zum Beispiel auch völlig auf die Notwendigkeit dieser Berufe beziehen und entfernt in einem großen Ausmaß Angriffsfläche für Gegenargumente. Alleine schon dies zu einem Geschlechterthema zu machen verkompliziert die Sache unnötig und erschwert alles nur.

    Die Verbindung zum Gender Pay Gap ist praktisch nur überflüssiger Ballast. Der einzige Nutzen besteht (wenn überhaupt) darin, auf fragwürdige Weise eine Rechtfertigung für die Notwendigkeit von Feminismus zu sein. Falls man aber auf diese Aspekt verzichten kann gibt es keinen Grund da auch nur zu versuchen einen Zusammenhang herzustellen.

    • Mir ist schon klar, dass jemand, der vom Feminismus nichts hören will, auch diesen Zusammenhang nicht sehen will. Das hindert mich aber nicht daran, weiter darüber zu sprechen.

      Ein Problem auf den Tisch zu bringen, und gleichzeitig die Ursachen dafür außen vor zu lassen, wäre nur eine sehr oberflächliche Betrachtung und würde zu keiner konstruktiven Lösung führen.

      Wenn es einerseits gönnerhafte verbale Anerkennung regnet, aber auf der anderen Seite die Ablehnung so groß ist, dass soziale Berufe auf ein oder zwei konkrete unqualifizierte Tätigkeiten runtergebrochen werden und jungen Leuten davon abgeraten wird, weil die Bezahlung beschissen ist, und man dann am Ende ja selber Schuld ist, wenn man weniger verdient als in anderen, männerdominierten Berufen, dann öffnet das einen gewaltigen Logik-Graben.

      Warum ist denn immer am Boys Day die Empörung so groß, dass man ja die armen Jungs in schlecht bezahlte Frauenberufe „drängen“ will, wenns doch so tolle wichtige Berufe sind? „Ja, es muß gemacht werden, aber doch bitteschön von Frauen, unsere Jungs sind uns dafür zu schade!“, oder wie?

      Warum werden denn bessere Bezahlung und bessere Bedingungen gefordert? Eben weil wir uns nicht mit der Situation zufrieden geben. Weil wir wissen, dass Äußerungen von irgendwelchen Leuten, die keine Ahnung haben, doch einfach was anderes zu machen, hanebüchen dumm und kurzsichtig sind.

    • Du hast gerade keinen einzigen Grund genannt, warum man das zu einem Geschlechterthema machen sollte. Die Ursachen kann man ebenso leicht ohne diesen Zusammenhang zuziehen:

      „Wenn es einerseits gönnerhafte verbale Anerkennung regnet, aber auf der anderen Seite die Ablehnung so groß ist, dass soziale Berufe auf ein oder zwei konkrete unqualifizierte Tätigkeiten runtergebrochen werden und jungen Leuten davon abgeraten wird, weil die Bezahlung beschissen ist“

      Fertig! Auf den Rest kann man verzichten, es ist fast schon eine sich selbst erfüllende selbsterfüllende Prophezeiung die nur eintritt, wenn man auf den Gender Pay Gab Zug. springt.

      „Ein Problem auf den Tisch zu bringen, und gleichzeitig die Ursachen dafür außen vor zu lassen, wäre nur eine sehr oberflächliche Betrachtung und würde zu keiner konstruktiven Lösung führen.“

      Entweder ist dieser Teil falsch oder meine Behauptung verzichtet überhaupt nicht auf die Urschen nur auf überflüssigen Extraquatsch der überhaupt nicht hilft. Deine Forderungen kommen seltsamerweise komplett ohne Geschlechterbezug aus:

      „Warum werden denn bessere Bezahlung und bessere Bedingungen gefordert? Eben weil wir uns nicht mit der Situation zufrieden geben.“

      Wäre das erfüllen dieser Forderung keine „konstruktive“ Lösung? Sich einfach nur für Pflege einsetzen und vielleicht besondere Werbung dafür machen ohne „Boys“ oder „Girls“ davor zu stellen? Was wäre an dieser Alternative das Problem?

    • „Wenn es einerseits gönnerhafte verbale Anerkennung regnet, aber auf der anderen Seite die Ablehnung so groß ist, dass soziale Berufe auf ein oder zwei konkrete unqualifizierte Tätigkeiten runtergebrochen werden und jungen Leuten davon abgeraten wird, weil die Bezahlung beschissen ist“

      Fertig! Auf den Rest kann man verzichten,

      Den Teufel werd ich tun 🙂
      Es sind nämlich überwiegend die „Feminismuskritiker“, die sich (ob nun bewußt oder unbewußt) oft ahnungslos zeigen und diese Berufe abwerten. Das ist doch für mich plätscherndes Wasser auf meine feministischen Mühlen, du wirst verzeihen 🙂
      Bedank dich also bei den Leuten, die nicht müde werden, derartigen Unsinn zu verbreiten, dass man (oder Mann) sowas aus welchen Gründen auch immer besser nicht machen kann/soll/darf.

      Wäre das erfüllen dieser Forderung keine „konstruktive“ Lösung? Sich einfach nur für Pflege einsetzen und vielleicht besondere Werbung dafür machen ohne „Boys“ oder „Girls“ davor zu stellen? Was wäre an dieser Alternative das Problem?

      Sagte ich bereits. Solange es Menschen gibt, die allen Ernstes sagen, dass Mann bloß keinen sozialen Beruf ergreifen darf und Frauen für eine solche Wahl nur ein zynisches „selbst Schuld“, oder „warst wohl zu blöd was lukrtiveres zu lernen“ hören, ist eine Lösung noch lange nicht in Sicht.

    • Die Aussage sind vielleicht nicht immer, aber zumindest sehr häufig eine Folge der ganzen Gender Pay Gap Behauptung und würden seltener werden, wenn man auf diesen Teil verzichten würde. Du düngst die Pflanze die dich angeblich so sehr stört.

      „Sagte ich bereits. Solange es Menschen gibt, die allen Ernstes sagen, dass Mann bloß keinen sozialen Beruf ergreifen darf und Frauen für eine solche Wahl nur ein zynisches “selbst Schuld”, oder “warst wohl zu blöd was lukrtiveres zu lernen” hören, ist eine Lösung noch lange nicht in Sicht.“

      Wie ich eben beschrieben habe stehst du der Lösung fast schon aktiv im Weg. Der Pay Gap ist ganz sicher nicht die Ursache, sondern nur ein Sympthon des eigentlichen Problems. Jedes mal wenn dieser erwähnt wird lenkt er Leute in die Richtung über die du dich beschwerst und warum? Weil es für Feministen schick ist ihn zu erwähnen? Bis jetzt hast du mir keinen Vorteil genannt, warum es A Vorteilhaft ist daraus ein Geschlechterthema zu machen und B warum gerade der angebliche Lohnunterschied sich dafür anbietet.

      Umgekehrt entzieht man solchen Leuten den Nährboden, wenn man darauf verzichtet. Damit man auf „Frauen selber Schuld, wenn sie da rein gehen.“ antworten kann: „Es geht hier nicht um das Geschlecht, sondern um eine bessere Situation für alle Menschen in dem Bereich. Egal ob es nun Pfleger oder Gepflegte sind.“ Die Aussage davor funktioniert nur Ansatzweise, wenn es um die Bezahlung von Frauen geht. Streicht man den Aspekt fehlt jede Grundlage. Außerdem machen die sich dann zusätzlich zum Deppen, wenn sie diejenigen sind die das zu einem Geschlechterthema machen. Schließlich wird das normalerweise Feministen vorgeworfen.

    • Du verstehst glaube ich einen wesentlichen Kritikpunkt nicht.
      Wie im zitierten Artikel schon beschrieben, ist es einerseits toll, wenn Frauen zu mehr MINT-Berufen motiviert werden sollen, um die Gehaltsunterschiede zu verringern. Weil das ja schließlich mit der Hauptgrund für den Gender Pay Gap ist.
      (Wir erinnern uns, „falsche“ Berufswahl und so…)
      Was aber nichts daran ändert, dass es in den frauendominierten Bereichen weiterhin recht prekär zugeht. Es geht also nur darum, dass man endlich aufhört, diese Berufe auf netten kleinen Zuverdienst und altruistische Nächstenliebe zu reduzieren, sondern als qualifizierte und anspruchsvolle Tätigkeiten, die mindestens ebenso wertvoll wie MINT sind, anzuerkennen. Das funktioniert aber nicht, solange abwertende Mythen darüber verbreitet werden, dass man nebenbei ein bisschen mit Kindern und alten Menschen spielt, weil man sich über ein Dankeschön freut und es ja nicht aufs Geld ankommt. Diese Mythen sollen Männer weiterhin aktiv davon abhalten, sich für diese Berufe zu interessieren. Bei Frauen ist es ok, weil „die müssen ja keine Familien ernähren“. Diese extreme Abwertung finde ich höchst asozial.
      Es ist übrigens auch nicht besser, Männer in Frauenberufe anzulocken, um dann erst das finanzielle Ansehen zu erhöhen. Das würde nämlich den Gender Pay Gap nur noch mehr bestätigen, dass Berufe erst dann anerkannt und besser bezahlt werden, wenn sie von Männern ausgeübt werden. Nein, ERST muß die Attraktivität des Berufes steigen, auch wenn die Frauenquote bei 100% liegt.

    • „Du verstehst glaube ich einen wesentlichen Kritikpunkt nicht.
      Wie im zitierten Artikel schon beschrieben, ist es einerseits toll, wenn Frauen zu mehr MINT-Berufen motiviert werden sollen, um die Gehaltsunterschiede zu verringern. Weil das ja schließlich mit der Hauptgrund für den Gender Pay Gap ist.
      (Wir erinnern uns, “falsche” Berufswahl und so…)“

      Herzlichen Glückwunsch, du hast gerade den Punkt der dich bei anderen nervt, netter formuliert.

      „Was aber nichts daran ändert, dass es in den frauendominierten Bereichen weiterhin recht prekär zugeht. Es geht also nur darum, dass man endlich aufhört, diese Berufe auf netten kleinen Zuverdienst und altruistische Nächstenliebe zu reduzieren, sondern als qualifizierte und anspruchsvolle Tätigkeiten, die mindestens ebenso wertvoll wie MINT sind, anzuerkennen.“

      Und immer und immer wieder zu widerholen, dass es „Frauenberufe“ bzw. „frauendominiert“ ist hilft da inwiefern?

      „Diese Mythen sollen Männer weiterhin aktiv davon abhalten, sich für diese Berufe zu interessieren.“

      SOLLEN? Oo
      Meinst du die hat sich jemand gezielt dafür ausgedacht?

      „Es ist übrigens auch nicht besser, Männer in Frauenberufe anzulocken, um dann erst das finanzielle Ansehen zu erhöhen. Das würde nämlich den Gender Pay Gap nur noch mehr bestätigen, dass Berufe erst dann anerkannt und besser bezahlt werden, wenn sie von Männern ausgeübt werden. Nein, ERST muß die Attraktivität des Berufes steigen, auch wenn die Frauenquote bei 100% liegt.“

      Ich habe nichts gesagt was das auch nur andeutet. Im Gegenteil ich argumentiere die ganze Zeit weg von dem Männer/Frauending zu kommen, weil es der Lösung im Weg ist.

      Du hast mir weiterhin keinen Grund genannt warum mein Vorschlag schlechter ist bzw. warum die Methode die Feministen bisher verwendet haben (und weiter verwenden wollen) besser ist. Aber gut, wenn du willst fördere weiter das Wachstum des Pay Gap Strauchs und beschwere dich dann über die Früchte die er trägt.

    • „Du verstehst glaube ich einen wesentlichen Kritikpunkt nicht.
      Wie im zitierten Artikel schon beschrieben, ist es einerseits toll, wenn Frauen zu mehr MINT-Berufen motiviert werden sollen, um die Gehaltsunterschiede zu verringern. Weil das ja schließlich mit der Hauptgrund für den Gender Pay Gap ist.
      (Wir erinnern uns, “falsche” Berufswahl und so…)“

      Herzlichen Glückwunsch, du hast gerade den Punkt der dich bei anderen nervt, netter formuliert.

      Klär mich auf. Was nervt mich bei anderen?

      Und immer und immer wieder zu widerholen, dass es „Frauenberufe“ bzw. „frauendominiert“ ist hilft da inwiefern?

      Weil es nun mal überwiegend Frauen sind, die in Berufen arbeiten, die als „weniger Wert“ betrachtet werden.
      Unbeliebte „Männerberufe“ werden dabei auch gern aus der Schublade geholt und nach Frauenquote für Kanalarbeiter, Bergarbeiter oder Müllabfuhr gefragt. Übigens meistens von Männern, die selbst offenbar in bequemen Schreibtischsesseln viel Zeit haben, sich im Netz über ihre vielen Benachteiligungen auszulassen. Ich dagegen weiß aus erster Hand, wovon ich rede.

      „Diese Mythen sollen Männer weiterhin aktiv davon abhalten, sich für diese Berufe zu interessieren.“

      SOLLEN? Oo
      Meinst du die hat sich jemand gezielt dafür ausgedacht?

      Genau das ist doch die Behauptung. Warte mal den nächsten Boys Day ab (ist ja nicht mehr lange hin), dann wird genau dieses Gejammer, dass Jungen zu irgendwas, was ihnen gaaanz sicher schaden wird, „gezwungen“ werden sollen, wieder aus allen antifeministischen Kanälen fließen. Ist ja nicht neu.

    • „Klär mich auf. Was nervt mich bei anderen?“

      Zumindest klingt es nicht so als ob du begeistert davon bist, wenn andere von der “falsche” Berufswahl sprechen.

      „Weil es nun mal überwiegend Frauen sind, die in Berufen arbeiten, die als “weniger Wert” betrachtet werden.“

      Sind für die Männer in dem gleichen Zweig Bezahlung und Arbeitsbedingungen so viel besser?

      „Genau das ist doch die Behauptung. Warte mal den nächsten Boys Day ab (ist ja nicht mehr lange hin), dann wird genau dieses Gejammer“

      Das hat man sich dafür aber nicht ausgedacht. Es ist die Folge davon, wenn man MINT-Berufe als die bessere Wahl darstellt, dann ist die Alternative im Umkehrschluss natürlich schlechter. Das wird von Antifeministen dann nur weiter ins extreme ausgebaut.

    • Zumindest klingt es nicht so als ob du begeistert davon bist, wenn andere von der “falsche” Berufswahl sprechen.

      Stimmt. Es widerspricht ziemlich exakt dem, was ja immer vollmundig proapgiert wird, von wegen „toll und wichtig“. Und weiter?

      „Weil es nun mal überwiegend Frauen sind, die in Berufen arbeiten, die als “weniger Wert” betrachtet werden.“

      Sind für die Männer in dem gleichen Zweig Bezahlung und Arbeitsbedingungen so viel besser?

      Kann ich dir nicht genau sagen, von denen hört man ja auch nichts.

      Die lauten Stimmen eher kommen von denen, die eben dort nicht arbeiten. Die also weder von dem einen, noch dem anderen Bereich Ahnung haben.
      Aber vielleicht hilft dieser diese Diskussion, einen „fundierten Einblick“ zu bekommen… Von jemandem, der vermutlich in der Stahlindustrie arbeitet und genau zu wissen meint, dass Kindergärtnerinnen für ihr „Spielen mit Kindern“ völlig überbezahlt seien.
      Meine Antwort folgte übrigens auf dem Fuß und zog wie erwartet die üblichen antifeministischen Rechtfertigungsversuche nach sich.

      „Genau das ist doch die Behauptung. Warte mal den nächsten Boys Day ab (ist ja nicht mehr lange hin), dann wird genau dieses Gejammer“

      Das hat man sich dafür aber nicht ausgedacht. Es ist die Folge davon, wenn man MINT-Berufe als die bessere Wahl darstellt, dann ist die Alternative im Umkehrschluss natürlich schlechter. Das wird von Antifeministen dann nur weiter ins extreme ausgebaut.

      Und das macht es dann ok?

    • „Und weiter?“

      Nichts, du hast gerfragt, ich habe es beantwortet.

      „Kann ich dir nicht genau sagen, von denen hört man ja auch nichts.
      Die lauten Stimmen eher kommen von denen, die eben dort nicht arbeiten. Die also weder von dem einen, noch dem anderen Bereich Ahnung haben.“

      Um die geht es mir aber nicht, sondern schon um Pfleger, denn auch wenn sie in der Unterzahl sind gibt es trotzdem darunter Männer. Warum das ganze also zum Geschlechterthema machen, wenn die vermutlich ebenso betroffen davon sind? Warum muss es unbedingt als „Frauenproblem“ dargestellt werden, wenn dies nur Nachteile hat?

    • „Kann ich dir nicht genau sagen, von denen hört man ja auch nichts.
      Die lauten Stimmen eher kommen von denen, die eben dort nicht arbeiten. Die also weder von dem einen, noch dem anderen Bereich Ahnung haben.“

      Um die geht es mir aber nicht,

      Mir schon, weil ich es unerträglich anmaßend und arrogant finde, wenn Leute abschätzig über Dinge schwadronieren, von denen sie offensichtlich nicht die Spur einer Ahnung haben.

      sondern schon um Pfleger, denn auch wenn sie in der Unterzahl sind gibt es trotzdem darunter Männer.

      Eben. Und die werden massiv mit abgewertet und diffamiert, wenn ihnen eingeredet wird, dass sie das ja nicht machen können, weil sie keine Familie ernähren können und deswegen finden sie dann auch keine Frau und bla und blub. Was soll dieses Geschwätz?

      Warum das ganze also zum Geschlechterthema machen, wenn die vermutlich ebenso betroffen davon sind? Warum muss es unbedingt als „Frauenproblem“ dargestellt werden, wenn dies nur Nachteile hat?

      Es ist nicht explizit ein Frauenproblem. Es betrifft aber in der Mehrheit Frauen. Und darum wird es zu einem Geschlechterthema gemacht in einer Art und Weise, der man nur vehement widersprechen kann.
      Ich würde es sehr begrüßen, wenn sich die sogenannten ernstzunehmenden Männerrechtler da mal mit einklinken, und mit diesem „Männer können/sollen das nciht machen“-Theater in ihren Reihen mal aufräumen würden. Aber da ist das politische Interesse wohl nicht groß genug. Weil, es betrifft ja überwiegend Frauen. Ups.

    • „Und darum wird es zu einem Geschlechterthema gemacht in einer Art und Weise, der man nur vehement widersprechen kann.“

      Du machst da doch mit, wenn du es ebenfalls als Geschlechterthema darstellst. Oo

      Deine Antwort besteht eigentlich nur aus „Die sind aber schlimmer!“ (oder wie du es nennst: „Die aber auch!). Womit ich an sich kein Problem habe, so wie du es immer bei mir hast. Widerspreche dem auch überhaupt nicht, aber wenn Feministen aufhören würden das zu einem Geschlechterthema zu machen, dann wäre es für die Gegenseite schwieriger bzw. vom Nachteil dies selbst zu einem zu machen.

    • Ich bringe Argumente gegen eine völlig falsche Geschlechter-Sicht und du mokierst nur dass ich es zu einem Geschlechterthema mache, statt auf meine Argumente einzugehen? Ok…

    • Warum auch? Ich behaupte nicht das Gegenteil davon. Du argumentierst gegen Antifeministen usw. (derren Ansichten welche ich in der Hinsicht nicht teile) und erwartest nun was genau von mir? Soll ich es mal wieder besonders deutlich sagen? Vom mir aus kein Problem, die Aussagen die von ihnen gemacht werden sind Bullshit. Zufrieden oder was willst du noch von mir hören?

      Vielleicht kannst du mir nun endlich sagen, welche Vorteile es hat dies zu einem Geschlechterthema zu machen bzw. welche Nachteile es hat dies nicht zu tun? Wie gesagt, werden dadurch erst diese Bullshitaussagen die dich so sehr stören gefördert oder sind sogar die Grundlage dafür. Den einzigen Sinn den ich sehe ist um wieder sagen zu können: „Deswegen brauche wir Feminismus.“ Was halt meine Ansicht bestätigen würde, dass am Ende Feministen und Anitfeministen lieber Leute für ihre Seite anwerben als die Situation wirklich für irgendwenn zu verbessern.

    • Ich erwarte überhaupt nichts von dir. Ich wundere mich nur, worüber man sich aufregen kann. Du wirst mir die Überzeugung, dass das ein feministisches Thema ist, und immer war, sicher nicht nehmen, auch wenn du das natürlich anders sehen magst, was dein gutes Recht ist.
      Es ist kein Geschlechterthema. Das hieße ja, dass es ausschließlich nur um Frauen drehen würde. Das ist Unsinn.
      Hier mal ein interessanter Link dazu, wenn du dir die ernsthafte Frage stellst, was Pflege mit Feminismus zu tun hat.
      http://www.rechtsdepesche.de/fuenf-fakten-agnes-karll/

    • Der Satz „statt auf meine Argumente einzugehen?“ klingt durchaus als ob du etwas erwartest bzw. von mir willst.

      „Es ist kein Geschlechterthema.“

      Alleine schon die Überschrift vermittelt ein anderes Bild und der eigentlich Text vor den Kommentaren deutet ebenfalls stark in diese in diese Richtung.

      „Das hieße ja, dass es ausschließlich nur um Frauen drehen würde. Das ist Unsinn.“

      Seit wann denn das? Es reicht, wenn man sich mit großer Mehrheit nur auf ein Geschlecht bezieht statt auf Beide oder das andere. Außerdem willst du tatsächlich behaupter das GENDER-Paygab sei kein Geschlechterthema? Darauf scheinst du ja auch nicht verzichten zu wollen.

      „Hier mal ein interessanter Link dazu, wenn du dir die ernsthafte Frage stellst, was Pflege mit Feminismus zu tun hat.“

      Wenn man 100 Jahre zurück gehen muss um zu argumentieren, warum man etwas braucht, dann ist das oft eher schwach und dieser Fall scheint keine der Ausnahmen zu sein. Davon abgesehen war das noch eine ganz andere Art von Feminismus. Das erkennt man schon daran, dass Pflege die meisten Feministen Heute nicht intressiert. Derren Priorität liegt im Vergleich eher darin den Frauenanteil innerhalb der Top 1% zu erhöhen.

      „Du wirst mir die Überzeugung, dass das ein feministisches Thema ist, und immer war, sicher nicht nehmen, auch wenn du das natürlich anders sehen magst, was dein gutes Recht ist.“

      Klingt für mich irgendwie nach Religion. Bei dem Thema sogar mehr als es bei anderen, denn die Kirche hatte schließlich auch lange Zeit Einfluss auf die Pflege und hat es zum Teil immer noch.

    • Der Satz „statt auf meine Argumente einzugehen?“ klingt durchaus als ob du etwas erwartest bzw. von mir willst.

      Ich hatte gehofft dass da mehr kommt als „was hast du nur immer mit Feminismus?“

      Alleine schon die Überschrift vermittelt ein anderes Bild und der eigentlich Text vor den Kommentaren deutet ebenfalls stark in diese in diese Richtung.

      Der Begriff „Frauenberufe“ ist nicht ohne Grund in Anführungsstrichen gehalten.

      Seit wann denn das? Es reicht, wenn man sich mit großer Mehrheit nur auf ein Geschlecht bezieht statt auf Beide oder das andere.

      Hatte ich nicht betont, dass Männer in dieser Situation in gleichem Maß diskriminiert werden?

      Außerdem willst du tatsächlich behaupter das GENDER-Paygab sei kein Geschlechterthema? Darauf scheinst du ja auch nicht verzichten zu wollen.

      Doch, würde kann ich gern verzichten. Geht aber kaum, wenn man sich die Realität anschaut, die zeigt, dass Berufe, in denen Frauen überrepräsentiert sind, entweder noch nie angesehen waren oder im Laufe der Jahre, seit mehr Frauen dort beschäftigt sind, an Ansehen verloren haben.

      Wenn man 100 Jahre zurück gehen muss um zu argumentieren, warum man etwas braucht, dann ist das oft eher schwach und dieser Fall scheint keine der Ausnahmen zu sein.

      Also brauchen wir auch keinen Antifaschismus mehr weil Hitler schon 70 Jahre zurückliegt? Komisches Argument.

      Davon abgesehen war das noch eine ganz andere Art von Feminismus. Das erkennt man schon daran, dass Pflege die meisten Feministen Heute nicht intressiert. Derren Priorität liegt im Vergleich eher darin den Frauenanteil innerhalb der Top 1% zu erhöhen.

      Ein Grund mehr, das Thema nicht einschlafen zu lassen.

      Klingt für mich irgendwie nach Religion.

      Du magst es Religion nennen. Ich nenne es Überzeugung.

    • „Doch, würde kann ich gern verzichten. Geht aber kaum, wenn man sich die Realität anschaut“

      Warum? Was würde negatives passieren, wenn man es einfach tut? Den Teil einfach nicht erwähnen und über die Problematik geschlechtsneutral berichten und sich auf die Situation der Mitarbeiter und Versorgten beschränken.

      „Also brauchen wir auch keinen Antifaschismus mehr weil Hitler schon 70 Jahre zurückliegt? Komisches Argument.“

      Also ich hatte das Vergnügen mich mit „Antifaschisten“ zu unterhalten, die meinten die Ermordung von „Nazis“ sei zu jeder Zeit legitim und man müsse mit allen Mitteln dafür sorgen, dass sie sich nicht trauen ihre Ansichten zu äußern. Leute die sich allgemein gegen solche Methoden aussprechen, waren übrigends „Naziverteidiger“ und auf die Frage was mit diesen passieren sollte habe ich keine Antwort bekommen. Das erwähne ich nur vorweg, weil ich mit dem Begriff wohl was anderes verbinde als du.

      Aber wenn du damit Leute meinst die ein Problem mit den Ansichten und Methoden von Hitler haben meinst, dann ist das aus weiteren Gründen kein gutes Argument, weil gerade Hitler als Maßstab für schlechte Dinge gilt unabhänig davon ob diese nun schrecklich waren. So teilweise auch auf absurde Weise wie: Hitler, der Vegetarier, der Hundefreund usw. ihn zur Personifizierung des Bösen zu machen hindert Leute nicht nur daran darüber nachzudenken warum etwas wirklich richtig oder falsch ist, sondern fördert das genaue Gegenteil. Es bietet eine Rechtfertigung jegliche Moralische Grenzen hinter sich zu lassen, wenn man etwas bekämpft was nur „Böse“ genug ist bzw. was einfach nur nicht „Gut“ genug ist. So hat das schließlich auch bei „Die Welle“ (bzw. dem tatsächlichen Experiment auf dem dies basiert) funktioniert. Die Mehrheit musste man sicher nicht daran erinnern, dass Hitler schlecht war.

      „Ein Grund mehr, das Thema nicht einschlafen zu lassen.“

      Sicher, dass es nicht schon im Koma liegt (im Bezug auf Feministen)?

      „Du magst es Religion nennen. Ich nenne es Überzeugung.“

      Hat für mich etwas von dem Handwerker der als einziges Werkzeug den Hammer kennt.

    • Es geht also nur darum, dass man endlich aufhört, diese Berufe auf netten kleinen Zuverdienst und altruistische Nächstenliebe zu reduzieren, sondern als qualifizierte und anspruchsvolle Tätigkeiten, die mindestens ebenso wertvoll wie MINT sind, anzuerkennen.

      Ich habe dir in dem Beitrag unten gezeigt, dass genau die von dir geforderten Punkte quasi wortgleich von so gut wie allen Parteien mit Nachdruck vertreten werden. Was die Frage aufwirft, WO GENAU und VON WEM findet denn die ominöse allgegenwärtige Reduktion von Pflege auf einen netten kleinen Zuverdienst statt?
      Oder tl;dr: Citation missing.

      Das funktioniert aber nicht, solange abwertende Mythen darüber verbreitet werden

      Citation missing.

      weil man sich über ein Dankeschön freut und es ja nicht aufs Geld ankommt.

      Citation missing.

      Diese Mythen sollen Männer weiterhin aktiv davon abhalten, sich für diese Berufe zu interessieren.

      Citation missing.

      Bei Frauen ist es ok

      CITATION MISSING!

      Bitte um ein Beispiel, wo sich im Mainstream-Diskurs jemand hinstellt, solche Positionen vertritt und danach NICHT in der Luft zerrissen wird. Was du hier beschreibst, entspricht einfach nicht der Realität.
      Dein ganzer Beitrag ist in den wesentlichen Punkten im Passiv bzw unbestimmt geschrieben und bleibt damit so wunderbar vage, dass du dir gar keine Gedanken über einen lästigen Realitätsabgleich machen musst:
      „man soll aufhören […] und anerkennen“
      „Mythen werden verbreitet“
      „man freut sich über ein Dankeschön“
      „die Mythen [was denn sonst…] sollen Männer davon abhalten“

      Wenn du als Gedankenexperiment all diese Positionen einmal einem fiktiven Menschen zuschreibst, dann wird sofort ersichtlich wie absurd das ganze ist. Du entwirfst ein völlig realitätsfremdes Zerrbild eines hoffnungslos rückständigen Menschenfeindes. Und vor lauter Aufregung WIE SCHLECHT dieser von dir erfundene (!) Menschenfeind doch ist übersiehst du völlig, dass es ihn in der Realität gar nicht gibt. Andere gehen halt ins Kino und sehen sich einen Horrorfilm an wenn sie sich gruseln wollen, also wenns dir Spaß macht bitte.

      Mit einer konstruktiven Diskussion hat es halt nichts zu tun.

      https://dogncatcomic.wordpress.com/comic/eulogy/

    • WO GENAU und VON WEM findet denn die ominöse allgegenwärtige Reduktion von Pflege auf einen netten kleinen Zuverdienst statt?

      Aus deinen eigenen Reihen. Von Antifeministen. Du kannst dich natürlich blöd stellen und so tun, als hättest du noch niiie was davon gehört. Aber das ist ja nicht mein Problem.

      Du entwirfst ein völlig realitätsfremdes Zerrbild eines hoffnungslos rückständigen Menschenfeindes.

      Ach was wär das schön, wenn rückständige menschenverachtende Positionen aus dem Antifeminismus nur erfunden wären…

      Du willst ein reales Beispiel für die menschenverachtende Abwertung von Sozialberufen? Bitte sehr. Höchstselbst von der von Antifeministen hochverehrten Figur Madame Nühm

      Gabs dazu auch nur ein kritisches Wort?

      Und vor lauter Aufregung WIE SCHLECHT dieser von dir erfundene (!) Menschenfeind doch ist übersiehst du völlig, dass es ihn in der Realität gar nicht gibt.

      „Was ich nicht sehen will, gibts auch nicht“, gell?

      Mit einer konstruktiven Diskussion hat es halt nichts zu tun.

      Es steht dir frei, diesen unkonstruktiven Diskussionen hier fernzubleiben und dich auf geistig für mich unerreichbarer Ebene mit deinen Freunden mit eurem Lieblingsthema Feminismusbashing auszutauschen. Ich halte dich sicher nicht auf.

    • Aus deinen eigenen Reihen. Von Antifeministen. Du kannst dich natürlich blöd stellen und so tun, als hättest du noch niiie was davon gehört. Aber das ist ja nicht mein Problem.

      Ich übergehe mal den ad-personam Teil und antworte auf den Rest (hm, bleibt gar nicht so viel übrig…)

      Bitte die Frage genau lesen, da steht „allgegenwärtig“. Ein paar Aussagen aus der Antifeministen-Bubble reichen da nicht, auch wenn sie dich nerven.

      Wo sind die Leitartikel, die Talkshows, die Radiosendungen, die Politiker, die auf breiter Basis Pflege abwerten und kleinreden?

      Du willst ein reales Beispiel für die menschenverachtende Abwertung von Sozialberufen? Bitte sehr. Höchstselbst von der von Antifeministen hochverehrten Figur Madame Nühm
      Gabs dazu auch nur ein kritisches Wort?

      Mal sehen…

      1. Kommentar, tom174:

      Das“Altenpflege machen wohl wirklich nur Leute, die aufgrund mangelnder anderer Fähigkeiten keine anderen Berufsoptionen haben. “
      is schon.. nunja.
      […]
      Ich für meinen Teil habe eine extrem hohe Meinung von Pflegekräften.
      […]
      Dein Satz da kommt sehr abwertend rüber, das hat der Beruf nicht verdient.

      2. Kommentar, tom174

      Aber „Unfähigkeit“ zu unterstellen finde ich persönlich daneben.

      4. Kommentar, irenicus1605

      Achja, was die Unfähigkeit angeht, ist Altenpflege ein Job den geistig wirklcih nicht jeder auf die Reihe kriegt, und nicht umsonst gibt es Länder in denen Altenpfleger und Krankenschwestern 4jährige Studien sind

      5. Kommentar, ednong

      da klingt ja einiges recht hart von dir.

      Die restlichen kritischen Kommentare kannst du selber lesen.

      Ach ja, bei dem Artikel steht unten ein Nachtrag:

      Dieser Text sollte eigentlich dem Andenken der verstorbenen Nachbarin gewidmet sein.
      Ich hatte auch erfahren, dass sie in den letzten Jahren immer wieder demoblisiert oder medikamentös ruhiggestellt worden war.
      Unter diesem erschütternden Eindruck und in Trauer sind mir wohl einige Formulierungen unglücklich geraten.
      Ich bedauere meine Wortwahl, und ersetze „Torheit, Masochismus und Helfersyndrom“ durch „Uninformiertheit, Leidensfähigkeit und Altruismus“, und „perverse Lust“ durch „Mitgefühl“.
      Es tut mit leid, wenn sich jemand durch meine Worte beleidigt oder verletzt fühlt. Das war nicht meine Absicht, und ich bitte aufrichtig um Entschuldigung.
      Selbstverständlich zolle ich jedem, der seinen Beruf engagiert und fachgerecht ausübt, dafür Respekt und Anerkennung, auch wenn ich die Motivation dahinter nicht immer nachvollziehen kann.

      Voll der fiese Antifmeninisten-Sprech, immer nur am pöbeln! Total asozial! Mit denen kann man ja echt GAR NICHT vernünftig reden!

    • Ein paar Aussagen aus der Antifeministen-Bubble reichen da nicht,

      Ach so, die Antifem-Bubble ist so klein und unwichtig, die besteht nur aus ein paar ahnungslosen Hanseln, denen man eh nicht zuhören muß. Also auch dir nicht. Na wenn du das sagst… 🙂

      Voll der fiese Antifmeninisten-Sprech, immer nur am pöbeln! Total asozial! Mit denen kann man ja echt GAR NICHT vernünftig reden

      Tatsächlich mal ein wahrer Satz von dir. Glückwunsch.

    • Ach so, die Antifem-Bubble ist so klein und unwichtig, die besteht nur aus ein paar ahnungslosen Hanseln, denen man eh nicht zuhören muß. Also auch dir nicht. Na wenn du das sagst…

      Auf eine morbide Art fasziniert es mich wie du es schaffst dich hier zum Affen zu mbloßstellst. „Sachlich auf ad personam antworten“ funktioniert anscheinend gut, ich probiers noch einmal (aber dann hab ich genug)

      Ja, die Antifem-Bubble ist derzeit klein und unbedeutend. Bist du etwa anderer Meinung? Wo sind denn die Antifem-Themen in den Talkshows, in den Zeitungen, im Mainstream-Diskurs, im Fernsehen?

      Tatsächlich mal ein wahrer Satz von dir. Glückwunsch.

      Oh Danke! 🙂 Warte, ich versuchs nochmal:
      Ich finde ja, diese Antifems sind richtig gefährlich! Die wollen doch nur ihre Frauen hinter den Herd sperren und vergewaltigen. Hab ich im Fernsehen gesehen, echt übel. Die hatten da eine Sendung, wo sie vor dieser neue Gefahr gewarnt haben, brrr. War eine richtig gute Berichterstattung, lauter Wissenschaftler kamen da zu Wort die schon lange über Antifeminismus forschen. Sehr ausgewogen, sie haben sogar ein so ein Antifem-Exemplar zu Wort kommen lassen. Wie der schon ausgesehen hat, tätowiert und Nasenringe! Die sind sicher alle so!

    • Du bist hier nicht bei Trollchris oder auf irgendeiner anderen antifem-Trollseite. Also versuche wenigstens, dich um ein Mindestmaß an Niveau zu bemühen, sonst bist du raus.

  3. Bei „Frauen“ Berufen ist der Angebots- und Nachfrage Mechanismus deswegen kaputt, weil von einer Frau nicht erwartet wird, eine Familie ernähren zu können. Daher kann es sich eine Frau eher leisten, ihren Neigungen zu folgen, auch wenn dieser Beruf schlechter bezahlt wird.

    • Das ist keine rechtfertigung für eine schlechte Bezahlung von Berufen, die de facto mehr verdient haben.

    • Natürlich nicht. Deswegen schrieb Tom ja auch „der Angebots- Nachfrage Mechanismus ist kaputt, weil…“ und nicht „die Berufe werden schlecht bezahlt, weil“. Deine Antwort ist eine Erwiderung auf etwas was gar nicht da steht.

    • @Onyx:

      Du solltest dir mehr Gedanken machen über das, was tom174 gesagt hat. Denn das Problem ist ja, dass es haufenweise Menschen in Entscheidungsstellen gibt, die das genauso sehen.
      Bei einer Bekannten war es auch mal so, dass sie (wenn beim Chef das Geld knapp war) als letzte ihren Lohn bekommen hat, weil alle anderen Mitarbeiter Männer sind. Und sie bräuchte das nicht so dringend, da ja Zuhause noch ein Mann verdient.

      Dieses Klischee, dass eine Frau nur dazuverdient muss aus den Köpfen der Menschen!

    • Dieses Klischee, dass eine Frau nur dazuverdient muss aus den Köpfen der Menschen!

      Ich habe nie was anderes gesagt.

  4. Was ein Blödsinn – als ob Männer ihre Berufe ganz allein rein danach auswählen würden, ob sie damit eine Familie ernähren könnten. Als ob sie nicht auch genug andere Motive haben, wenn sie sich für einen Berufszweig entscheiden.

    Selbstverwirklichung zum Beispiel – was sich in verschiedenen Facetten zeigt.
    Unabhängigkeit.
    Selbstständigkeit.
    Veränderungen schaffen.
    Etwas Positives hinterlassen.

    etc…pp…

    Die Berufswahl rein auf die finanzielle Ebene (in Vorausplanung einer Finanzierung von Frau und Kinder) runterzubrechen, ist wenig sinnvoll.

    • Ganz alleine? Sicher nicht. Aber ein Hauptfaktor bei den meisten ganz sicher. Zu behaupten, es gäbe den gesellschaftlichen Druck auf Männer die Versorgerrolle einzunehmen nicht, ist, als würde man behaupten, es gäbe keinen auf Frauen, die Mutterrolle einzunehmen. Für mich persönlich war viel Geld verdienen können ein Hauptkriterium bei meiner Studienwahl. Der zweite Faktor waren meine Fähigkeiten. Mir geht nur ein wenig gegen den Strich, dass mangelnder Druck und seine Folgen als Nachteil angesehen werden.

  5. …dafür kämpfen, dass sie so bezahlt, und in Folge dessen so attraktiv für BewerberInnen werden, dass es möglich ist, sie fachgerecht und menschenwürdig ausüben zu können.

    Ich sehe nicht ganz, wo dein Problem liegt. Genau das was du hier schreibst ist die Position von quasi allen Parteien:
    SPD: „Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) plant, die Pflegeberufe attraktiver zu machen. Es geht um bessere Arbeitsbedingungen, mehr Geld und eine moderne Ausbildung. „Was Pflegefachkräfte und Pflegehilfskräfte täglich leisten, verdient höchste Anerkennung und Respekt“
    https://www.spd.de/aktuelles/detail/news/mehr-anerkennung-und-angemessene-loehne/12/05/2016/
    CDU: „Mehr Geld für gute Pflege.“ „Zusätzliches Personal.“
    https://www.cdu.de/politik-a-z/gesundheit-und-pflege
    Grüne: „Die Zahl pflegebedürftiger Menschen steigt weiter an. Die schon heute massiven Engpässe in der privaten und beruflichen Pflege werden sich zunehmend verschärfen. Das Thema Pflege nimmt in der Politik jedoch bislang nicht den Stellenwert ein, den es verdient.“
    „Wir wollen den Pflegeberuf besser bezahlen“
    „Ein junger und frischer Ausbildungsberuf muss entstehen, der es attraktiv macht, sich für eine Laufbahn im Pflegebereich zu entscheiden.“
    https://www.gruene.de/themen/soziale-gerechtigkeit/pflege.html
    Linke: „Gute Pflege braucht mehr Personal“
    „mehr Personal für Gesundheit und Pflege“
    https://www.die-linke.de/index.php?id=251&tx_ttnews%5Btt_news%5D=44596&tx_ttnews%5BbackPid%5D=35&no_cache=1
    https://www.die-linke.de/index.php?id=251&tx_ttnews%5Btt_news%5D=45779&tx_ttnews%5BbackPid%5D=35&no_cache=1

    Die genannten Parteien haben aktuell zusammen (Durchschnitt aus 11 Befragungen von 1.-18. März, https://de.wikipedia.org/wiki/Bundestagswahl_2017) an die 90% der Stimmen.

    Abwertung von sozialen und Pflegeberufen – Im Gegenteil, die Politik sich einig dass Pflege wichtig ist und dass in Zukunft mehr dafür getan werden muss.

    Schlechte Bezahlung – die Politik ist sich einig, dass es mehr Geld für Pflege- und Sozialberufe braucht.

    Attraktivität des Berufsbildes – die Politik ist sich einig…

    Ich würde was drum geben, wenn die Politik so wunderbar und einstimmig ein von mir als wichtig erachtetes Thema vertreten würden…

    • Wenn man sich blöd stellt (oder halt blöd ist, wer weiß das schon), kann ich es halt auch nicht ändern.

    • Eine weitere Möglichkeit, kognitiven Dissonanzen aus dem Weg zu gehen!

      Ich muss das mal in einer Liste festhalten, vielleicht kommt noch mehr 😉

      Bis jetzt haben wir:
      1) Ignorieren und einfach nicht drauf eingehen.
      2) Ad personam

      Aber wer weiß, vielleicht kommt ja noch eine Antwort zum Thema. Die Hoffnung stirbt zuletzt…

    • Antwort zm Thema? Bisher hast du lediglich behauptet, dass sich die Politik die Themen theoretisch auf die Fahnen geschrieben hat, und dass man die Antifeministen, die ohne jede Ahnung zu haben, abwertend rumplappern, nicht ernstnehmen muß. Großartig.

      Aber mach ruhig deine Liste. Scheinst ja auch genug Zeit zu haben.

    • Bisher hast du lediglich behauptet, dass sich die Politik die Themen theoretisch auf die Fahnen geschrieben hat

      Im Unterschied zu dir habe ich meine Behauptung belegt, wie du unschwer anhand der verlinkten Seiten (die Eckpunkte des Wahlprogramms der jeweiligen Parteien) nachprüfen kannst.
      Und ich kann ja verstehen dass es dich nervt wenn die Politik sich mit Themen die dir wichtig sind beschäftigt. Schrecklich. Mag ich mir gar nicht vorstellen so was.

      und dass man die Antifeministen, die ohne jede Ahnung zu haben, abwertend rumplappern, nicht ernstnehmen muß. Großartig.

      Bist du etwa anderer Ansicht? Das freut mich ja zu hören! Onyx, ich glaube wir werden doch noch Freunde 🙂

    • Du bist nur ein lästiger Klotz am Bein jeder Diskussion und bringst niemanden auch nur einen mm weiter. Tschüß.

  6. Vielleicht kann man ja in dieser hitzigen Debatte mit ein paar allgemeinen Hinweisen weiterkommen:

    „Mit einer heiseren Stimme kann man keine feinen Melodien singen.“
    (Sprichwort aus Neapel.)

    „Wer stets das letzte Wort behalten will, behält nichts als das letzte Wort.“
    (Sprichwort aus Palermo.)

    „Wer sich immer wieder selbst vorführt, muß nicht mehr von anderen Leuten vorgeführt zu werden.“
    (Spruch meines ehemaligen Deutschlehrers.)

    Davon abgesehen haben pingpong und Resolute Nuss viele wichtige Punkte genannt.

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