Wie Antifeministen sich ihre eigene Wahrheit basteln

Es gab wieder mal antifeministische Realsatire bei Twitter zu bewundern.

Auf diesen Tweet hin

der nichts weiter aussagt als das was drinsteht, zaubern sich Antifeministen wieder mal ihre eigene Wahrheit zurecht. Über diverse Hinweise bekam ich einen Tweet von Trollchrissi, der eigentlich schon längst geblockt ist, zu sehen

Da wird also aus Unwissenheit/Gehässigkeit oder warum auch immer irgendwas behauptet. Keine Frage, sondern eine Behauptung.

Das allein ist in seiner Peinlichkeit eigentlich schon witzig genug. Aber auch andere Reaktionen haben das Ihrige dazu getan, um das Bild des Antifeminismus in seiner schönsten Form glänzen zu lassen.

Lukas Schoppe springt auf den Zug auf

Helge Thießen übersieht lieber gleich ganz die Falschaussage

und versucht sich an einer Rechtfertigung, die mehr über Chrissis Lesevermögen aussagt, als ihn lieb sein dürfte.

Zudem habe ich mitbekommen, dass Chrissi es am liebsten hätte, dass @ resolute Nuss mich auf diesen unsäglichen Quatsch hinweist, damit ich ihm Rede und Antwort stehe, weil „ihn eine Antwort schon interessiert“. Dieser hat sich aber anständigerweise zurückgehalten. Aber selbst wenn er es täte:

Einen Scheiß werd ich. Als ob ihn Details aus meinem Privatleben den Dreck unterm Fingernagel angehen, als ob es da um ehrliches Interesse (woran auch immer) ginge. Wer von vornherein ohne Kenntnisse und ohne vorher zu fragen, Lügen in seiner TL verbreitet, der hat doch kein Interesse an einer Antwort. Der will nur von leichtgläubigen Lemmingen bestätigt werden und sein ideologisches Weltbild festigen.

Eins zeigt es jedenfalls deutlich. Antifeministen sind derart simpel gestrickt, dass jede Andeutung, die Geld betrifft, sie aufscheucht wie gackernde Hühner und ihr Hirn im pawlowschen Reflex nur eine Schlußfolgerung zulässt: UNTERHALT!!!! WOHOOO



Dass es um tausend andere Dinge gehen könnte, darauf kommen sie gar nicht. Tja, Antifeministen und ihre scheuklappigen kleinen Weltbilder, die nur mit haltlosen Spekulationen aufrecht gehalten werden können. Eigentlich fast bedauernswert. Fast.

Und nachdem ich auf Twitter nun schon einiges dazu gesagt habe und die Lüge als solche aufgedeckt habe, was passiert? Eine Entschuldigung? Ein Einsehen? Irgendwas, das zeigt, dass man erkannt hat, sich wiedermal mächtig verrannt zu haben? Nix. Nur „runterkommen“ soll man mal. Logo, ist ja auch peinlich, bei so hanebüchenem Unsinn ertappt worden zu sein. Also besser nix mehr sagen, Tuch drüber, vergessen. Ja, so hätten sie es gern… ^^

Für mich zeigt das nur, dass keiner von denen Manns genug ist, einen Fehler einzugestehen. Erst Klappe aufreißen und dummes Zeug reden, und dann stillschweigen und hoffen dass keiner mehr drüber redet. Tja, Pech gehabt. 🙂

(Und wenn Trollchrissi bei jedem seiner lieblos hingefrickelten Artikel so recherchiert und schlußfolgert (also mit Halbwissen irgendwelche Mutmaßungen und Unterstellungen in die Welt setzen) wie in diesem Fall, wundert einen sein „Blogniveau“ natürlich auch nicht mehr. :p )

Jetzt könnte man ja auch sagen „naja hat halt jemand wieder Unsinn geredet. Was solls. Wozu drüber aufregen?“

Ich finde das aber so herrlich exemplarisch, wie Antifeministen vorgehen, welche Mittel ihnen recht sind, wie schnell Behauptungen als Fakt verkauft werden sollen. Man nimmt eine Aussage, erfindet was dazu und schon ist eine Lüge verbreitet. Und ich finde die Story viel zu schön und viel zu bezeichnend, um sie unkommentiert im Netz-Nirvana verschwinden zu lassen 🙂

Das ist alles so zum Fremdschämen absurd, das kann sich keiner ausdenken. Wäre Antifeminismus nicht schon per se ein Realsatire-Kino, ich könnte es nicht besser erfinden. ^^

antifeministische Widersprüche

Bekanntermaßen ist der Antifeminismus von sehr vielen Unlogiken und Widersprüchen durchsetzt, die mir schon seit langer Zeit immer wieder auffallen. Ich versuche das mal in einer kleinen Übersicht etwas thematisch aufzudröseln.
(Keine Garantie auf Vollständigkeit)

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Antifeministische Heuchelei: Austeilen und Einstecken

Manchmal stöbere ich aus reiner Langeweile in antifeministischen Blogs herum. Einfach aus Neugier, welcher Unsinn mal wieder verbreitet wird, welche profeministischen Äußerungen von welcher Person auch immer diesmal im Fadenkreuz des Bashens stehen, welches ad personam- Getrolle mal wieder verteilt wird und welche Strohmänner mal wieder abgefackelt werden. Und natürlich werde ich dabei selten enttäuscht.

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Eine Frage des Blickwinkels

Es gehört zu einem der größten Vorteilen als Mann, immer im Moment des Scheiterns die Schuld bei Frauen suchen zu können. Keine Karriere gemacht? Frauenquote war es schuld. Keine Frau/Familie abbekommen? Frauen haben zu hohe Ansprüche. Im Job kaputt malocht? Frauen fordern das so von Männern.

Ist auch völlig egal, ob diese Einschätzung von allen geteilt wird, Mann selbst glaubt das und bewältigt so nie wirklich zu 100 Prozent eigenes Scheitern. Wie bequem ist’s doch, andere dafür verantwortlich zu machen.

Bei Frauen ist’s vollkommen illusorisch. Jede Frau scheitert als Frau und nicht, weil sie Frau ist. Dieser Splitter ist so riesig im Maskulismus. Das ist unfassbar. Jede Kritik an Männern ist männerfeindlich. Jedes Scheitern von Männern ist männerfeindlich. Jede kritische Darstellung von Männern ist männerfeindlich.

Maskulismus ist Ausdruck hyperfragiler Maskulinität, die eben außer ihrer Geschlechtlichkeit, welche sie immer überbetont, nichts Identitätsstiftendes anbieten kann. Nichtmaskulistische Männer sind gefestigter. Die beziehen ihre Identität z.B. aus sinnlicher Beziehung zu Frauen oder z.B. durch Kinder. Maskulisten zeichnen sich durch die Abwesenheit dieser beiden Merkmale überwiegend aus.

Ihnen bleibt nichts als ihr Mannsein. Und daher nimmt ihr Mannsein auch so einen hohen Stellenwert ein. Es muss die die innere Leere füllen. Eigentlich traurig.

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Stop erstmal. Wenn du bis hierhin durchgehalten hast: Glückwunsch.

Jetzt sei einen Moment geduldig mit dir selbst und überlege, welche spontane Reaktion in dir beim Lesen hochkam.

Findest du, dass das ein zutiefst männerfeindlicher Text ist? Hattest du das Bedürfnis, deine Empörung über meine schlimme Männerfeindlichkeit in die Tasten zu hauen? Wolltest du diesen Text kopieren und ihn in irgendwelchen Antifemblogs deinen Brüdern im Geiste zum Fraß vorwerfen?

Bitte. Tu das ruhig. Aber sei dir im Klaren, dass dieser Text im Original in einem anderen Kommentarstrang erschienen ist, und zwar exakt so, nur mit umgekehrten Mann/Frau-Vorzeichen. Und in diesem Original wurde dieser Text keineswegs als frauenfeindlich bewertet. Von niemandem.

Und jetzt komme mir nach dieser Aufklärung bloß keiner mit der Ausrede an, dass obiger Text ja überhaupt nicht schlimm sei, und es daher auch am Originaltext nix zu kritisieren gäbe. Wenn ich daran denke, welche antifeministischen Hysterien mir schon für weit harmlosere Texte entgegengeflogen sind…

Es ist halt so. Den eigenen Splitter im Auge sieht man nicht, wenn man nur damit beschäftigt ist, auf andere zu zeigen. Anderen die Feindseligkeit vorzuwerfen, die man selbst zutiefst verinnerlicht hat, ist ein Problem so alt wie die Menschheit. Ein wenig mehr Reflexionsvermögen wäre angesagt.

eine Antifeministin beleidigt namenlos in der Hoffnung, es merkt keiner :)

Antifeministen sind ja immer wieder für ein Amüsement gut. Diesmal hat sich wieder die Figur „Anne Nühm“ ein Stelldichein gegeben.

Worum gehts? Sie hat einen Artikel verfasst, der zunächst mit nebulösen Andeutungen beginnt und keiner so recht ahnen kann, was das werden soll. Sie wolle keine Namen nennen oder irgendwas verlinken.

Im Laufenden Text wird allerdings ziemlich klar, dass sie mich meint, denn sie zitiert konkrete Beleidigungen, die sich auf mich beziehen von „von ihr geschätzten Kommentatoren“.

„Von von mir geschätzten Kommentatoren wurde ihr auf anderen Blogs das „intellektuelle Niveau einer Grundschülerin“ und Nervigkeit aufgrund „beiläufiger Selbstgefälligkeit und Einfältigkeit“ bescheinigt.“

Ersteres kam von Psycho David (Screen ist hier verlinkt), der ohne Beleidigungen bekanntermaßen eh nichts auf die Reihe bekommt, wenn ihm widersprochen wird, zweiteres von @sevens2 auf Margrets Blog in ihrem letzten Artikel.

Ihre anonyme Darstellung bar jeder Belegquellen hält sie für „fairer als mein hinterhältiges Vorgehen“. Was sie da konkret meint, lässt sich erst später erahnen, da sie einen Artikel anspricht, in dem ich sie verlinkt habe um zu zeigen wie sexistisch sie tickt, und in meiner „gewohnten Manier über sie herzog“. Was sie konkret zu beanstanden hat, lässt sie leider unklar. Dass ich sie verlinkt habe, damit sich jeder selbst ein Bild machen kann? Ich will mich ja nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber das ist nun wirklich ein Vielfaches fairer als haltlose Andeutungen ohne jeden Bezugspunkt, die keiner prüfen kann. Aber was solls. Sie spielt halt ein bisschen die Beleidigte.

Dabei geht sie sogar noch weiter und unterstellt den Lesern meines Blogs, dass diese sich den verlinkten Artikel und die Kommentare nicht durchgelesen hätten

„Da es sich bei meinem ursprünglichen Blogeintrag um eine umfangreiche Lektüre handelt, wird sich kaum einer ihrer Leser die Mühe gemacht haben, ihn im Detail nachzulesen, um festzustellen, dass ihre Äußerungen völlig unzutreffend sind.“

Ich werde gleich noch darauf eingehen, wie man hingegen das Kommentarverhalten ihrer Leserschaft werten kann…

Kommentatoren meines Artikels werden sogar konkret beleidigt, natürlich wieder ohne Namensnennung (Ziel ihres persönlichen Angriffs war übrigens die geschätzte Robin)

„Für ihren Blogeintrag wurde der Person selbstverständlich sofort von ihrer Entourage sekundiert. So schwafelte etwa eine Langzeitstudentin eines bedeutungslosen Faches, die selbst noch nie etwas auf die Reihe bekommen hat, aber sich einbildet, meine berufliche Kompetenz beuteilen zu können, etwas von Dunning-Kruger-Effekt (worüber ich ob dieser von ihr unbeabsichtigten Rückbezüglichkeit denn doch laut auflachen musste). Schon bei meinem alten Eintrag war sie dadurch aufgefallen, besonders infantil-irrationale Äußerungen zu machen.“

Was in solchen Texten ja irgendwie nie fehlen darf, ist die Betonung meiner angeblichen Bedeutungslosigkeit. Das machen ja viele gern.

„Nun ja, ich werde solchen Leuten mit ihrer völligen Unfähigkeit zu einer differenzierten Sichtweise sicherlich nicht die Genugtuung geben, mich über ihr unmaßgebliches Gewäsch zu ärgern.“

Natürlich. Immerhin war ich wohl wichtig genug, überhaupt Thema eines Artikels zu werden :). Auch wenn mein Name feige verschwiegen wurde.

Und sie selbst hält sich auch noch für so bedeutend, dass sie mir unterstellt, ich hätte den Artikel bewußt zeitlich so gewählt, dass sie nicht drauf antworten kann.

„Es spricht für sich und ist bezeichnend, eine Veröffentlichung zeitlich so zu wählen, dass ich gerade dann nicht angemessen reagieren kann“

Da mußte ich doch jetzt ob dieser zur Schau getragenen Peinlichkeit wirklich sehr lachen. Für wen hält die sich, dass sie sich einbildet, es würde mich interessieren, WANN sie irgendwelche Texte liest oder drauf antwortet? Bisschen mehr Understatement wäre vielleicht angemessen. Madame „Nühm“, auch wenn Sie es gern so hätten, Sie sind nicht der Nabel der Welt. 🙂

Aber jetzt noch etwas zum Text allgemein.
Das alles wäre nun tatsächlich eine kleine ignorierenswerte Nichtigkeit, die keines Blickes würdig ist, wenn man dahinter nicht eine nette Strategie sehen könnte. Einen derart unterkomplexen und lächerlichen Text über jemanden zu schreiben, weder dessen Namen zu nennen, noch irgendeinen konkreten Bezugspunkt oder Quellen zu nennen, sich in Beleidigungen auszulassen, in der Hoffnung, derjenige würde es nicht merken oder „keine Publicity bekommen“, wie sie es so schön formuliert.
Liebste „Anne“, das war ein Irrtum. Auf deine antifeministischen Freunde kann man sich immer verlassen. Die verlinken jeden Dreck. Auch deinen. 🙂

Mit dieser Strategie macht man es sich natürlich auch sehr leicht, weil man sich komplett gegen Kritik immunisiert. Man könnte zwar noch die Hoffnung haben, dass wenigstens ihre Kommentatoren mal nachfragen „Moment, worum gehts eignetlich?“. Aber das scheint dort auch niemand hinbekommen zu haben. Das scheinen Lemminge zu sein, die ihr aus der Hand fressen und alles schlucken, was einfach behauptet wird. Tenor: „ich weiß zwar nicht worum es geht, aber du wirst schon recht haben“

Feministisch-Maskulistische Zusammenarbeit: kann das gehen?

Da Margret mittlerweile in ihrem Blog die Kommentarfunktion leider (aber verständlicherweise) abgestellt hat, versuche ich mal die Diskussion zum Thema, wie sich Feminismus und Maskulismus annähern könnten, hier weiterzuführen. Resolute Nuss sagt dort folgendes:

Die 2. Möglichkeit ist noch schwieriger und wird euch beiden vielleicht noch weniger gefallen. Sie besteht darin, eine ein harmloses Ventil für die Frustration zu bieten welche sich bei vielen aufgestaut hat. Ich vermute der Grund warum manche Diskussionen immer wieder neu auf bestimmte Themen lenken ist, dass sie halt in den Fällen wo es tatsächlich relevant war nicht wirklich angehört wurden. Stattdessen wurde nur geblockt oder abgestempelt und die Meinung für wertlos befunden. Das führt dann auch zu dem inneren Druck der in den üblichen Feindseligkeiten ausartet. Man will es rauslassen, weiß aber nicht wo und wie mit dem eben genannten Ergebnis. Dabei schließe ich auch von mir selbst nur ich konnte mich eben auf andere Weise fangen. Ein Teil des Problems ist, dabei auch das die Fehler der eigenen Seite oft keine Beachtung finden. Wenn man einen Feminsten fragt: Warum hat Feminismus so einen schlechten Ruf? und wenn man einen Maskulisten fragt: Warum hat der Maskulismus so einen schlechten Ruf? Werden die Antworten mehr oder weniger in die andere Richtung zeigen. Deswegen wäre meine Idee ein Beitrag bei dem jeder der möchte halt beschreibt was das erste oder die ersten großen Ereignisse waren die zu dieser Feindseligkeit geführt haben war. Dabei sollte natürlich konkret erklärt werden und keiner mit Frauen/Männerhass ankommen. Gut möglich, dass es genauso wenig klappt wie die Versuche davor. Auf der andere Seite kann zumindest ich mir vorstellen solch ein Rückblick könnte helfen sich auf das zu besinnen was man eigentlich wollte und es könnte Verständnis für die Gegenseite wecken die bisher einfach fehlt. Deswegen kann dies auch nicht einfach eine Fraktion tun, da würde wieder das Gefühl fehlen gehört zu werden.

 

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Shitstorms und Shitstorms

Nochmal ein kurzer Gedanke zu Erzähmirnix. Diesmal zu ihrem Shitstorm-Artikel

Sie wurde massiv von einigen Feministinnen geshitstormt. Undifferenziert und völlig zu Unrecht. Aber sie zeigt hier wahre Größe, indem sie dazu auffordert, Shitstorms gegen Feministinnen bleiben zu lassen, weil Shitstorms einfach immer scheiße und nie ein Argument für irgendwas sind und man nie weiß, was sie beim betroffenen Menschen auslösen.

Und damit komme ich zum Schluss dieses Textes: Bitte hört auf, die Tugendfurien und sonstigen Beteiligten jetzt im Pulk zu stressen. Hört auf, alte Skandale auszugraben oder in der Gruppe über sie zu lästern. Ihr wisst nicht, wen ihr da wie stark trefft und wie es den Leuten tatsächlich zuhause hinter ihrem Bildschirm geht. Ich bin dankbar, dass ihr da seid, und dankbar, dass ihr Stellung bezogen habt gegen die heftigen Anschuldigungen (Edit: Und nochmal zur Klarstellung, dieses Gegenhalten gegen den Shitstorm hat mir enorm geholfen und war sehr wichtig!) , aber wenn es jetzt in die andere Richtung schlägt, dass plötzlich genausoviele Leute auf einzelne Shitstormerinnen einstürmen ist das keine Notwehr mehr, dann ist es Mobbing. Jeder hält sich für “den Guten”, denn keiner geht hin und sagt “Heute bin ich mal ein riesen Arschloch und zerstöre jemandes Leben auf Twitter”, es gibt immer Gründe. Aber keiner davon ist wirklich gut, um zu mobben.

Eine Haltung, die man nur unterstreichen kann. So weit, so gut. Interessant sind aber die Reaktionen darauf. Ihren Text finden die allermeisten toll und beglückwünschen sie zu ihrer Stärke, sind aber gleichzeitig davon überzeugt, dass Feministinnen natürlich selbst dran schuld sind, wenn sie geshitstormt werden. Weil, die shitstormen ja auch!!!

Ein paar Auszüge:

„Ich denke nicht, dass Leute wie die Tugendfurie … irgendwelchen Argumenten zugänglich sind. … Aber ob ihr weitere “Shitstorms” und “Harassment” überhaupt schaden können?“

„warum versuchst du berechtigte Shitstorms über ihr Verhalten zu unterbinden?“

„Tugendfurie hat sich aus freier Entscheidung die Bütt begeben. Sie kriegt Applaus oder Gemüse.“

„die Gegenwehr die sie gerade ernten, haben sie gewissenhaft und gründlich gesät.“

„Mag schon sein, dass auch sie darunter “leiden”, was ihnen dann selbst entgegenkommt. Auch ein Mörder oder Sexualverbrecher “leidet” darunter, dass er von anderen für einen Unmenschen gehalten wird.“

Heißt, der Kerngedanke des Artikels wurde nicht ansatzweise begriffen. Erzählmirnix streckt hier die Hand aus und sagt „lasst die Scheiße einfach bleiben!“. Und was passiert? Geheucheltes Lob. Geheuchelt deswegen, weil Betroffenheit wegen der Scheiße gg Erzählmirnix geäußert wird, aber die gleiche Scheiße gg andere betroffene Feministinnen offenbar nur mit der selbst Schuld-Keule quittiert werden kann. Ein Shitstorm und ein Shitstorm ist halt nicht das gleiche. Manchmal ist er scheiße und asozial und nicht zu verzeihen. Und manchmal auch einfach eine verständliche Reaktion,über die man sich nicht wundern muß. Oder so. Kommt halt nur auf die Person an, die es betrifft, gell?

Merkter was? Doppelmoral wohin man guckt. Ekelhaft.

Der Twitterfeminismus, die Antifeministen und ich. #notmyfeminism

Nachdem ich nun eine Zeit lang verfolgt habe, welche undifferenzierten Anfeindungen es der Bloggerin Erzählmirnix gegenüber gab und weiter gibt, sie als antifeministisch, homophob oder sogar rassistisch bezeichnet wurde und wird, wollte ich mal genauer wissen, wo eigentlich das Problem ist und sprach eine der Damen, die ihr so kritisch gegenüberstehen, daraufhin an. Was dann folgte, war nicht etwa eine Diskussion darüber, wie man die Comics verstehen kann und was konkret daran irgendwie -istisch, -phob, -shamend oder sonstwie schlimm ist. Nein, die einzige Antwort, die ich bekam, war eigentlich nur „lies halt die Liste“ (diese hier), und weiteres Nachfragen wurde von mehreren Leuten mit teils sehr billigen Angriffen quittiert. Noch mal sowas, und „ich bin raus“ (Keine Ahnung was das heißen sollte, wollte sie mich gleich ganz von Twitter rausschmeißen oder doch nur blocken? Wer weiß es schon?). Ob ich denn zu faul zum lesen sei. der ob ich schon unfallfrei mit Besteck essen könne. Naja. Kann man witzig finden. Muß man aber nicht.

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Warum Antifeminismus nichts mit Humanismus zu tun hat

Wenn sich Antifeministen damit brüsten, die besseren Menschen als Feministen zu sein (und das tun sie alle), kann ich nur müde den Kopf schütteln. Das hat im Wesentlichen seinen Grund darin, dass der Antifeminismus eine reine Trotz-und Bashing-Ideologie ohne eigene Inhalte ist, die einfach nur „dagegen“ ist, wie ja der Name schon sagt. Dass sich menschenfeindliche Gesinnungen wie Rassismus und Homofeindlichkeit dort auch zu Hause fühlen, ist auch weder Geheimnis, noch Seltenheit. Dennoch bilden sie sich ein, ein humanistisches Weltbild zu vertreten, in dem alle Menschen glücklich sind. Sie sind schließlich gegen das Böse, das ultimate evil, die Wurzel allen Übels schlechthin. Sie sind die wahren Kämpfer für eine bessere Welt, in der Frauen Frauen, und Männer Männer sein dürfen. Das macht sie einfach zu besseren Menschen. Und überhaupt. Blablub.

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Ehe für alle – Niederlage für Familienfeinde

Vorab:

Es gibt aber Menschen, die das anders sehen, man glaubt es kaum. Von fundamentalistischen Religiösen und Antifeministen hört man häufiger die Behauptung, dass Feminismus, Gender Mainstreaming und Homosexualität, sowie der liberale Umgang damit Familien zerstören, Ehen entwerten, Kinder „frühsexualisieren“ würde… etc.

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