Aufklärung mit Michael Schmidt Salomon

Für alle Kreationisten, die die Evolution leugnen und an einen personalen Schöpfergott glauben, habe ich einen kleinen Monolog aus der Sendung „Nachtcafe – Sinnsucher und Heilsversprecher“ sinngemäß mitgeschrieben.

„Nehmen wir mal an, dass es einen Gott gibt, der diese Welt erschaffen hat. Dann muss man sich doch fragen, warum er sich so schrecklich dumm dabei angestellt hat. Er hat über Jahrmillionen Dinosaurier leben lassen, die er erst mühsam erschaffen hat. Dann hat er vor 65 Mio Jahren einen Riesen Asteroiden erschaffen, den er auf die Erde geworfen hat, was zur Folge hatte, dass die Dinosaurier wieder aussterben, so dass ein paar rattengroße Säugetiere überleben, aus denen dann Homo Sapiens entstanden sind.

Sie glauben an eine Person, die mit Ihnen spricht, der Schöpfer des riesigen Universums. Und Sie verkaufen diese Anmaßung, die schon ein Stück Größenwahn enthält, auch noch als Demut. Diese Vorstellung ist, wenn man sie mal kritisch überprüft, sehr sehr seltsam.

Sie glauben an einen Gott, der ein Musterbeispiel für menschliche Unzulänglichkeiten ist. Wenn er uns wirklich gewollt hat, hat er sich verdammt blöd angestellt. Wenn er mit uns kommunizieren will, hat er einen verdammt schlechten PR-Berater. Was hat er denn getan? Er tritt nicht in der UNO auf als flammender Dornbusch. Er schreibt nicht in den Himmel, liebe Leute, glaubt an mich und alles wird gut. Was macht er? Er lässt einen Teil von sich selber in einer entlegenen Region in Israel hinrichten und denkt sich, die Leute werden schon das Richtige draus ziehen. Das ist doch verrückt. Es klingt nur für uns nicht verrückt, weil wir in einer Kultur aufgewachsen sind, in der diese Geschichte über Jahrhunderte erzählt worden ist. Und deswegen klingt die Geschichte von Scientology verrückt, weil sie neu ist. Aber wenn man beide Geschichten mal nüchtern von außen vergleicht, sind sie beide höchst seltsam. Und ich glaube, wenn jemand neu mit der Bibelgeschichte ankäme in einer Kultur, wo das nicht normal ist, würde er in die Psychiatrie kommen. Hierzulande kommt man ins Nachtcafe, auch nicht schlecht 😉

Wenn Sie sich anschauen, was in der Natur an Schrecklichem entstanden ist, dann muss man sich fragen, welchen Geisteszustand muss dieser Schöpfer haben? Er hat transsexuelle Skorpionsfliegen erschaffen, oder Bettwanzen, die sich gegenseitig vergewaltigen, Schimpansen, die Ausrottungskriege führen. In der Natur gibt es so viel Pleiten, Pech und Pannen, so dass man, wenn man ein bisschen Ahnung hat von der Natur, nicht mehr an einen intelligenten Designer glauben kann.

Leute Ihres Schlages glauben doch, dass Homosexualität unnatürlich sei. Dabei wissen wir mittlerweile von fast jeder Spezies, dass es dort Homosexualität gibt. Und Ihre Kirche vertritt die Position, dass das unnatürlich sei.
Sie gehen von einem allwissenden, allgütigen und alliebenden Schöpfergott aus. Und der hat einen hochgradig perverse Natur geschaffen. Und gleichzeitig unterstellen Sie ihm eine absolut prüde Sexualmoral.“

Michael Schmidt Salomon

Solche und ähnliche Auftritte sind der Grund, warum ich den Humanisten, Atheisten, Autor und Philosophen so abfeiere. 🙂

„Verletzung von religiösen Gefühlen“

Einen sehr schönen Text, der es Wert ist, als Blogpost verewigt zu werden, hat Schlecky Silberstein geschrieben. Ich könnte ihn in Gänze zitieren, also lest ihn einfach.

Die benannten Fakten sind alle nicht neu, sondern längst belegt, werden aber immer wieder mit einer beeindruckend hartnäckigen Ignoranz und schmollendem Beleidigt sein gewürdigt.

Viel muß man dazu auch nicht mehr ergänzen, nur 2 oder 3 kleine Anmerkungen von mir, denn die „Gegenargumente“, wenn mal welche kommen, sind ja auch immer die gleichen.

„Wir sind nun mal ein christlich geprägtes Land und unsere Werte stammen aus dem Christentum“

Unsere Werte (Demokratie, Humanismus, Menschenrechte, Gleichberechtigung) sind kein Produkt des Christentums, sondern mußten hart gegen die Kirchen erkämpft werden. Bis auf Weißrussland ist der einzige europäische Staat, der bis heute die europäische Menschenrechtskonvention nicht unterzeichnet hat, der Vatikan. Wie sich die Kirche trotzdem anmaßen kann, dass sie mit ihren „Werten“ unsere Gesellschaft geprägt hat, kann man nur mit Größenwahn und Verlogenheit erklären.

„Aber die Kirchen tun doch so viel Gutes“

Wenn überhaupt, tun Menschen Gutes, und nicht Kirchen. Und wer Menschen unterstellt, ihr gutes Handeln beruhe nicht etwa auf einer normalen menschlichen Empathie, sondern nur auf einer Konfession und damit auf der Hoffnung auf ein Ticket ins Paradies, der tut mir ernsthaft leid für sein Menschenbild.

Im Namen der Kirchen wird gutes getan, das stimmt wohl. Aber keineswegs ist auch überall tatsächlich Kirche drin, wo Kirche draufsteht. Vor allem, wenn es um Finanzen geht. Bischofsgehälter und konfessionelle Wohlfahrtsverbände Caritas und Diakonie seien nur als Beispiele genannt.

„Das Nazi-Regime war auch atheistisch“

ROFL. Klassische Geschichtsverfälschung ersten Ranges (mal ganz abgesehen von dem armseligen Argumentationsmuster). Die unheilige Kooperation zwischen der katholischen Kirche und Hitler ist hinreichend belegt und hat dazu geführt, dass die Kirchen bis heute Einfluß in Politik und Wirtschaft haben und der Staat heute noch milliardenschwere Kirchensubventionen leistet, die JEDER (auch jeder Anders- und Nicht-Gläubige mit seinen Steuerzahlungen mitträgt. Man informiere sich im Falle des Zweifels über das „Reichskonkordat„.

All das wird aber nicht gern gehört, sondern wie gesagt eher schmollend ignoriert. Weil, religiöse Gefühle und so. Offenbar sind die mehr Wert als Fakten. Nun ja…

#mitRechtenreden

Tja nun, wo soll ich anfangen?

Dass man mit den Rechten reden soll, heißt es überall. Vor Kurzem kam ich in das zweifelhafte Vergnügen, anfangs ohne es zu wissen. Besagte Person, um die es geht, hatte ich mir vorher nicht näher angeschaut, nicht ihr Profil, nicht ihre bisherigen Tweets. Es gab nur eine Aussage, der ich größtenteils zugestimmt habe. Und dann begann das Abenteuer 🙂

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Homophobe Hetze „zum Schutz der Kinder“ kommt nicht gut an. Schülerverbände fordern Aufklärung

Aus christlich-konservativer Ecke wird seit Anbeginn versucht, den Bildungsplan in Schulen zur „sexuellen Vielfalt“ zu verhindern. Dieser sieht vor, „der Vielfalt sexueller und geschlechtlicher Identitäten gerecht zu werden“, um aufzuklären, Diskriminierungen vorzubeugen und zu verhindern.

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