„Er ist zu alt, um noch mehr Kinder zu mißbrauchen“: Bewährung für 75jährigen Mehrfachtäter

Ein Reitlehrer aus Unna ist zu einer Bewährungsstrafe wegen sexueller Übergriffe verurteilt worden. In über 50 Fällen soll sich der heute 75-Jährige an einer damals zwölfjährigen Reitschülerin vergangen haben. Grund für die Bewährung: Von dem Mann seien wegen seines Alters keine weiteren Taten zu erwarten.

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Bewährungsstrafe für 340fachen Kindesmißbrauch – weil er gestand

Geständnis für ein mildes Urteil: Ein Mann aus dem Landkreis Peine hat seine noch minderjährige Stieftochter 340 Mal missbraucht. Seine Strafe: Zwei Jahre auf Bewährung und 10.000 Euro für das Mädchen.

Für den 340-fachen sexuellen Missbrauch seiner Stieftochter hat das Braunschweiger Landgericht einen Mann aus dem Landkreis Peine zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Außerdem muss der Angeklagte 10.000 Euro an das zu Beginn der Tatserie neun Jahre alte Mädchen zahlen. Der 41-Jährige nahm das Urteil am Dienstag an. Um das minderjährige Opfer zu schützen, fand ein Teil des Prozesses unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Gleich zu Verhandlungsbeginn hatte der Beschuldigte ein Geständnis abgelegt. Ein Auslöser für die Übergriffe war wohl die Alkoholabhängigkeit des Angeklagten. Er ging in eine stationäre Therapie und ist inzwischen von der Trunksucht geheilt. Zusammen mit dem Geständnis habe er damit die Grundlage für das äußerst milde Urteil geschaffen.

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Kinderschänder kommt mit Bewährung davon und bekommt weiter Besuchsrecht – weil er gestand

Deal mit Gericht: Kinderschänder kommt frei

Freundin seiner Tochter missbraucht

Im Namen des Volkes sollen deutsche Gerichte Urteile fällen. Für Kopfschütteln und Empörung bei vielen Menschen sorgt dagegen jetzt dieses Urteil aus Dresden: Dort wurde ein Kinderschänder freigelassen, der eine Vierjährige missbrauchte und Kinderpornobilder besaß. Der Mann wurde lediglich zu einer Bewährungsstrafe von 22 Monaten verurteilt. Sein Anwalt hatte mit der Richterin und Staatsanwältin einen Deal ausmachen können.

Andreas S. verging sich beim Spielen an der vierjährigen Freundin seiner Tochter. Ins Gefängnis kommt er für sein Verbrechen nicht. „Während des Spiels kam es dazu, dass der Angeklagte dem Kind die Augen verbunden hat und dann im Spiel seinen Penis in den Mund des Kindes eingeführt hat“, erläutert Lorenz Haase von der Dresdner Staatsanwaltschaft die Tat.

Als die Tat herauskam und Andreas S. in Untersuchungshaft landete, gestand er schnell. Und für dieses Geständnis handelte der Anwalt bei der Justiz Strafnachlass aus. Jetzt kam er auf Bewährung frei. Haase verteidigt diese Entscheidung des Gerichts. „Aufgrund des Geständnisses brauchen die Kinder nicht geladen werden, dass blieb Ihnen erspart, von daher ist das Gericht von einem minderschweren Fall ausgegangen“, so Haase.

‚Weißer Ring‘ kritisiert Vorgehen

Im Strafgesetz sind diese ‚Rechtsgespräche‘ genannten Deals erst seit kurzem zugelassen. Dass auch Kinderschänder davon profitieren, ist für viele Menschen schwer zu verstehen. Auch die Opferschutzorganisation ‚Der weiße Ring‘ hält Bewährungsstrafen für verurteilte Kinderschänder für falsch. „Kindesmissbrauch ist ein fürchterliches Verbrechen und muss konsequent geahndet werden“, so Helmut Rüster von der Organisation. „Da darf es kein Pardon für die Täter geben.“

Nach dem milden Urteil bekommt Andreas S. weiter Gelegenheit, das Opfer und seine Familie zu demütigen. Dem Kinderschänder sprach das Gericht sogar ein Besuchsrecht bei seiner Tochter zu, die weiter Tür an Tür mit ihrer missbrauchten Freundin lebt.

Quelle: RTL.de

Das Geständnis soll reine Berechnung gewesen sein, um „aus der Sache rauszukommen“, wie ein SMS-Protokoll belegen soll.