antifeministische Widersprüche

Bekanntermaßen ist der Antifeminismus von sehr vielen Unlogiken und Widersprüchen durchsetzt, die mir schon seit langer Zeit immer wieder auffallen. Ich versuche das mal in einer kleinen Übersicht etwas thematisch aufzudröseln.
(Keine Garantie auf Vollständigkeit)

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Perspektivenwechsel

Im Geschlechtermatschblog ist heute ein Text erschienen, den ich ausnahmsweise mal hochinteressant finde, und daher auch mal als Lesetipp verlinke.
User Graublau berichtet aus seiner persönlichen Perspektive über seine Sicht auf die Entwicklung der Männerrechtler“szene“, die ich gar nicht verkehrt finde. Warum? Weil ich beim Lesen ein heftiges Dejavu hatte und deutliche Parallelen zu meinen eigenen Erfahrungen in der #Aufschrei-Diskussion gesehen habe.

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Eine Frage des Blickwinkels

Es gehört zu einem der größten Vorteilen als Mann, immer im Moment des Scheiterns die Schuld bei Frauen suchen zu können. Keine Karriere gemacht? Frauenquote war es schuld. Keine Frau/Familie abbekommen? Frauen haben zu hohe Ansprüche. Im Job kaputt malocht? Frauen fordern das so von Männern.

Ist auch völlig egal, ob diese Einschätzung von allen geteilt wird, Mann selbst glaubt das und bewältigt so nie wirklich zu 100 Prozent eigenes Scheitern. Wie bequem ist’s doch, andere dafür verantwortlich zu machen.

Bei Frauen ist’s vollkommen illusorisch. Jede Frau scheitert als Frau und nicht, weil sie Frau ist. Dieser Splitter ist so riesig im Maskulismus. Das ist unfassbar. Jede Kritik an Männern ist männerfeindlich. Jedes Scheitern von Männern ist männerfeindlich. Jede kritische Darstellung von Männern ist männerfeindlich.

Maskulismus ist Ausdruck hyperfragiler Maskulinität, die eben außer ihrer Geschlechtlichkeit, welche sie immer überbetont, nichts Identitätsstiftendes anbieten kann. Nichtmaskulistische Männer sind gefestigter. Die beziehen ihre Identität z.B. aus sinnlicher Beziehung zu Frauen oder z.B. durch Kinder. Maskulisten zeichnen sich durch die Abwesenheit dieser beiden Merkmale überwiegend aus.

Ihnen bleibt nichts als ihr Mannsein. Und daher nimmt ihr Mannsein auch so einen hohen Stellenwert ein. Es muss die die innere Leere füllen. Eigentlich traurig.

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Stop erstmal. Wenn du bis hierhin durchgehalten hast: Glückwunsch.

Jetzt sei einen Moment geduldig mit dir selbst und überlege, welche spontane Reaktion in dir beim Lesen hochkam.

Findest du, dass das ein zutiefst männerfeindlicher Text ist? Hattest du das Bedürfnis, deine Empörung über meine schlimme Männerfeindlichkeit in die Tasten zu hauen? Wolltest du diesen Text kopieren und ihn in irgendwelchen Antifemblogs deinen Brüdern im Geiste zum Fraß vorwerfen?

Bitte. Tu das ruhig. Aber sei dir im Klaren, dass dieser Text im Original in einem anderen Kommentarstrang erschienen ist, und zwar exakt so, nur mit umgekehrten Mann/Frau-Vorzeichen. Und in diesem Original wurde dieser Text keineswegs als frauenfeindlich bewertet. Von niemandem.

Und jetzt komme mir nach dieser Aufklärung bloß keiner mit der Ausrede an, dass obiger Text ja überhaupt nicht schlimm sei, und es daher auch am Originaltext nix zu kritisieren gäbe. Wenn ich daran denke, welche antifeministischen Hysterien mir schon für weit harmlosere Texte entgegengeflogen sind…

Es ist halt so. Den eigenen Splitter im Auge sieht man nicht, wenn man nur damit beschäftigt ist, auf andere zu zeigen. Anderen die Feindseligkeit vorzuwerfen, die man selbst zutiefst verinnerlicht hat, ist ein Problem so alt wie die Menschheit. Ein wenig mehr Reflexionsvermögen wäre angesagt.

Intellektuelle Bankrotterklärung: die Hässlichkeitskeule

Ein interessanter Text ist auf watson.ch erschienen. Stefanie Sprengnagel macht sich dort ein paar sehr lesenswerte Gedanken zu einem der unzähligen, ähm… eher mittel intelligenten antifeministischen Mythen der angeblich so häßlichen Feministinnen bzw linken Frauen. Zitate dazu gibt es Dutzende. Ein paar Beispiele findet man im Text:

«Der Feminismus ist der Kommunismus der Frauen, die unter der Tatsache ungleich verteilter Schönheit leiden.»

«Dass die meisten hässlichen Frauen links sind, ist nicht grundlos. Schliesslich hoffen sie, dass wenigstens ein verzweifelter Migrant bei ihnen drüber geht. Bevorzugt Moslems, die verwenden eine Burka und einigermassen gut ist.»

–ŸŸ «Adipöse Linksfrustlerin.»
– «Hässliche Schlampe.»
– «Hässlichkeit begleitete einen eben ein ganzes Leben lang.»
– «Kein Wunder, wer so hässlich ist, braucht sich nicht mal vor notgeilen Rapefugees zu fürchten.»
– «Nur weil du so unattraktiv bist, musst du nicht permanent andere Leute anekeln.»
– «Pfui Teifl, ist die Frau ekelhaft … bitte schlagt ihr in die Fresse, das wird alles besser machen.»

(Auf ihrer Facebook-Seite hat sie dazu eine kleine Sammlung gelistet)

Charles Bukowski sagte: „Feminismus existiert nur, um hässliche Frauen in die Gesellschaft zu integrieren“
Rene Kuhn, ehemaliger SVP-Präsident bezeichnete linke Frauen als „zerlumpte Vogelscheuchen“.

Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

Feminismus und/oder „Links“ mit fehlender Attraktivität in Verbindung zu setzen, hat ja eine lange Tradition. Nicht nur als spinnertes Randphänomen irgendwelcher antifeministischer und/oder rechter Hohlköpfe, sondern durchaus sehr breit gefächert durch die Gesellschaft gezogen.

Das Prinzip funktioniert einfach: Willst du eine unbequeme Frau angreifen und kleinmachen, triff sie dort, wo es ihr gefälligst am meisten zu schmerzen hat – bei ihrer Attraktivität. Das ist es schließlich, worum Frauen sich am meisten sorgen. Attraktiv auf andere zu wirken. Eine Frau, der die Attraktivität abgesprochen wird, hat ihre Würde als Frau verloren. Es beschämt sie so sehr, dass sie für immer den Mund hält und sich zurückzieht. Zumindest so der heimliche Wunsch. Hinter dieser Denke ist ein ziemlich sexistisches Weltbild verankert. Die einzige Aufgabe einer Frau ist es, schön zu sein. Erfüllt sie diese Aufgabe nicht, hat sie verloren. Und weil man sie so am besten demütigen kann, wird sie der Einfachheit halber darauf reduziert. Sie schreibt Gedichte? Arbeitet in der Krebsforschung? Repariert Autos? Kann toll singen? Pflegt Menschen gesund? Engagiert sich ehrenamtlich? Ist Unternehmerin? Hat 5 Kinder groß gezogen? Steht im Guinnesbuch der Rekorde? Sie leistet einfach irgendwas tolles im Leben, das unabhängig ihres Aussehens funktioniert? Egal, sobald sie Feministin oder links ist. Sie in irgendeiner Kompetenz zu kritisieren, würde voraussetzen, sich damit zu befassen. Einfach „häßlich!!“ zu schreien, geht auch ohne jede Ahnung von irgendwas.

Leider hat das Prinzip auch einen Nebeneffekt. Es nutzt sich ab. Nicht dass die Häßlichkeitskeule jemals ein Ersatz für Argumente war, aber je inflationärer sie eingesetzt wird, desto lächerlicher wird sie.

Dennoch verfehlen solche Angriffe natürlich nicht immer ihre Wirkung. Sprengnagel beschreibt es folgendermaßen:

«Du bist so hässlich» ist psychologische Kriegsführung. Das Argument, mit dem man zuverlässig jede Frau trifft. «Bodyshaming» und seine Untergruppe, das «Fatshaming», schmerzen, ganz einfach. Wer stark ist, schluckt’s runter, macht einen lustigen Spruch und hofft, dass es nicht aufstösst. Wer nicht so stark ist, wird essgestört.

Wenn das so stimmt, muß ich wohl verdammt stark sein. Mich sollten solche Auswürfe auch schon des öfteren treffen. Haben sie aber nie. Die einzige Wirkung, die bei mir eingetreten ist, ist wahlweise herzhaftes Lachen oder facepalmen. In jedem Fall aber die Gewissheit über die Dummheit desjenigen, der mich da treffen wollte. Zumal es bisher ausschließlich von irgendwelchen fremden Kommentatoren kam, die online natürlich leicht die Fresse aufreißen können, ohne die Person, über die sie da herziehen, auch nur ansatzweise zu kennen. Wenn das keine abgrundtiefe Dummheit ist, was bitte dann?

Aber nur weil mich das Phänomen nicht trifft, ist es natürlich trotzdem existent. Die Häßlichkeitskeule wird nach wie vor ungehemmt geschwungen, ungeachtet der Tatsache, dass sie weit mehr über den Lästerer aussagt als über die Person, die er treffen will. In dieser Hinsicht (nicht nur in dieser) sind die antifeministischen/rechten Keulenschwinger einfach völlig lernresistent. Vielleicht deswegen weil sie wirklich weder eigene Ideen für ihre Agenda, geschweige denn rationale Argumente haben, und deswegen auf die primitive Schiene ausweichen müssen. Die Hässlichkeitskeule als „psychologische Kriegsführung“, wie Stefanie Sprengnagel es in ihrem Text formuliert, ist schlicht eine intellektuelle Bankrotterklärung. Punkt.

Emanzipation zerstört Erotik? Nope.

Die SZ hat während ihrer Recherche-Reihe zur „Gleichberechtigung heute“ ja schon einige recht lesenwerte Artikel hervorgebracht. ZB

zur Aufgabenverteilung bei der Haus- und Familienarbeit.

zur Lebenserwartung von Männern und Frauen

über sexuelle Gewalt

ein Rant über pöbelnde Maskulisten

oder ein Videoquiz über Sexismus

Es wird natürlich auch Unsinn geschrieben, wie jüngst von Violetta Simon, die da behauptet, dass „Emanzipation die Erotik tötet“.

Untermauert mit einer Menge an bekanntem biologistischem Kram, und der unterschwelligen, oder eigentlich vielmehr sehr deutlichen Botschaft, dass Frauen häuslich, sanft und submissiv, und Männer dagegen wild, stark und dominant sein müssen, wenns im Bett laufen soll. So weit, so langweilig.

Dieses Bild, dass Sex nur dann sexy ist, wenn der starke Mammutjäger seine Beute an den Haaren ins Bett zerrt, mag ja partiell anregend sein, aber daraus die plumpe Idee zu stricken, dass gelebte Emanzipation die Erotik töten würde, und einer ja immer die Führung übernehmen müsse, erinnert eher an den Versuch, irgendwelche 50 Shades of Schwachsinn-Phantasien krampfhaft als das einzig selig machende NonplusUltra darstellen zu wollen. Und bei solchen penetranten Versuchen, wenns darum geht, eine Lebensweise als optimal zu glorifizieren, und jede andere daneben als Frustgarant zu verteufeln, sollte doch jeder Mensch mit Verstand mißtrauisch werden. Kennen wir alles schon zur Genüge von Hermann, Kelle & Konsorten. Warum soll es denn nicht möglich sein, sich vorzustellen, oder – welch rebellischer Gedanke – es sogar zu akzeptieren, dass es unzählige Facetten und Möglichkeiten gibt, Sex und Erotik im kommunikativen Austausch auszuleben? So, Augenhöhe, Gleichberechtigung, Emanzipation und so. Jeder kann machen, worauf alle Beteiligten Bock haben. So verrücktes Zeug halt. Ich finde ja nichts langweiliger und unerotischer als Menschen, die meinen, zu wissen, was andere geil oder ungeil finden müssen. Woher kommt dieser Drang danach, die Welt in schwarz und weiß einzuteilen, und praktischerweise gleich zu verurteilen, wenns nicht in den eigenen Kram passt? „Tradition“ = yay, Emanzipation = pfuibäh. Ist es irgendeine irrationale Angst vor Veränderung? Oder davor, selbst nicht in irgendeine wie auch immer gepresste Norm zu passen? Ich weiß es nicht. Und ehrlich gesagt, will ich es auch nicht wissen. Weil diese Art Denke so gar nichts mit meiner Lebensrealität zu tun hat und ich kenne auch niemanden, bei dem das signifikant anders ist. An alle Violetta Simons da draußen: Es gibt ganz andere Baustellen da draußen, an die wir ran müssen. Emanzipation als Lustkiller zu verkaufen, ist mal ein gründlich überflüssiger Backlash in die 50er. Das brauchen wir wie Fußpilz.

Daher mein Fazit: Nicht Emanzipation, sondern Engstirnigkeit und fehlende Kommunikation zerstören die Erotik.

Sehr schön und weit ausführlicher hat dazu Svenja Gräfen bereits treffende Worte gefunden.
http://svenjagraefen.de/liebe-violetta-simon-lassen-sie-uns-ueber-sex-reden/

Feministisch-Maskulistische Zusammenarbeit: kann das gehen?

Da Margret mittlerweile in ihrem Blog die Kommentarfunktion leider (aber verständlicherweise) abgestellt hat, versuche ich mal die Diskussion zum Thema, wie sich Feminismus und Maskulismus annähern könnten, hier weiterzuführen. Resolute Nuss sagt dort folgendes:

Die 2. Möglichkeit ist noch schwieriger und wird euch beiden vielleicht noch weniger gefallen. Sie besteht darin, eine ein harmloses Ventil für die Frustration zu bieten welche sich bei vielen aufgestaut hat. Ich vermute der Grund warum manche Diskussionen immer wieder neu auf bestimmte Themen lenken ist, dass sie halt in den Fällen wo es tatsächlich relevant war nicht wirklich angehört wurden. Stattdessen wurde nur geblockt oder abgestempelt und die Meinung für wertlos befunden. Das führt dann auch zu dem inneren Druck der in den üblichen Feindseligkeiten ausartet. Man will es rauslassen, weiß aber nicht wo und wie mit dem eben genannten Ergebnis. Dabei schließe ich auch von mir selbst nur ich konnte mich eben auf andere Weise fangen. Ein Teil des Problems ist, dabei auch das die Fehler der eigenen Seite oft keine Beachtung finden. Wenn man einen Feminsten fragt: Warum hat Feminismus so einen schlechten Ruf? und wenn man einen Maskulisten fragt: Warum hat der Maskulismus so einen schlechten Ruf? Werden die Antworten mehr oder weniger in die andere Richtung zeigen. Deswegen wäre meine Idee ein Beitrag bei dem jeder der möchte halt beschreibt was das erste oder die ersten großen Ereignisse waren die zu dieser Feindseligkeit geführt haben war. Dabei sollte natürlich konkret erklärt werden und keiner mit Frauen/Männerhass ankommen. Gut möglich, dass es genauso wenig klappt wie die Versuche davor. Auf der andere Seite kann zumindest ich mir vorstellen solch ein Rückblick könnte helfen sich auf das zu besinnen was man eigentlich wollte und es könnte Verständnis für die Gegenseite wecken die bisher einfach fehlt. Deswegen kann dies auch nicht einfach eine Fraktion tun, da würde wieder das Gefühl fehlen gehört zu werden.

 

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Shitstorms und Shitstorms

Nochmal ein kurzer Gedanke zu Erzähmirnix. Diesmal zu ihrem Shitstorm-Artikel

Sie wurde massiv von einigen Feministinnen geshitstormt. Undifferenziert und völlig zu Unrecht. Aber sie zeigt hier wahre Größe, indem sie dazu auffordert, Shitstorms gegen Feministinnen bleiben zu lassen, weil Shitstorms einfach immer scheiße und nie ein Argument für irgendwas sind und man nie weiß, was sie beim betroffenen Menschen auslösen.

Und damit komme ich zum Schluss dieses Textes: Bitte hört auf, die Tugendfurien und sonstigen Beteiligten jetzt im Pulk zu stressen. Hört auf, alte Skandale auszugraben oder in der Gruppe über sie zu lästern. Ihr wisst nicht, wen ihr da wie stark trefft und wie es den Leuten tatsächlich zuhause hinter ihrem Bildschirm geht. Ich bin dankbar, dass ihr da seid, und dankbar, dass ihr Stellung bezogen habt gegen die heftigen Anschuldigungen (Edit: Und nochmal zur Klarstellung, dieses Gegenhalten gegen den Shitstorm hat mir enorm geholfen und war sehr wichtig!) , aber wenn es jetzt in die andere Richtung schlägt, dass plötzlich genausoviele Leute auf einzelne Shitstormerinnen einstürmen ist das keine Notwehr mehr, dann ist es Mobbing. Jeder hält sich für “den Guten”, denn keiner geht hin und sagt “Heute bin ich mal ein riesen Arschloch und zerstöre jemandes Leben auf Twitter”, es gibt immer Gründe. Aber keiner davon ist wirklich gut, um zu mobben.

Eine Haltung, die man nur unterstreichen kann. So weit, so gut. Interessant sind aber die Reaktionen darauf. Ihren Text finden die allermeisten toll und beglückwünschen sie zu ihrer Stärke, sind aber gleichzeitig davon überzeugt, dass Feministinnen natürlich selbst dran schuld sind, wenn sie geshitstormt werden. Weil, die shitstormen ja auch!!!

Ein paar Auszüge:

„Ich denke nicht, dass Leute wie die Tugendfurie … irgendwelchen Argumenten zugänglich sind. … Aber ob ihr weitere “Shitstorms” und “Harassment” überhaupt schaden können?“

„warum versuchst du berechtigte Shitstorms über ihr Verhalten zu unterbinden?“

„Tugendfurie hat sich aus freier Entscheidung die Bütt begeben. Sie kriegt Applaus oder Gemüse.“

„die Gegenwehr die sie gerade ernten, haben sie gewissenhaft und gründlich gesät.“

„Mag schon sein, dass auch sie darunter “leiden”, was ihnen dann selbst entgegenkommt. Auch ein Mörder oder Sexualverbrecher “leidet” darunter, dass er von anderen für einen Unmenschen gehalten wird.“

Heißt, der Kerngedanke des Artikels wurde nicht ansatzweise begriffen. Erzählmirnix streckt hier die Hand aus und sagt „lasst die Scheiße einfach bleiben!“. Und was passiert? Geheucheltes Lob. Geheuchelt deswegen, weil Betroffenheit wegen der Scheiße gg Erzählmirnix geäußert wird, aber die gleiche Scheiße gg andere betroffene Feministinnen offenbar nur mit der selbst Schuld-Keule quittiert werden kann. Ein Shitstorm und ein Shitstorm ist halt nicht das gleiche. Manchmal ist er scheiße und asozial und nicht zu verzeihen. Und manchmal auch einfach eine verständliche Reaktion,über die man sich nicht wundern muß. Oder so. Kommt halt nur auf die Person an, die es betrifft, gell?

Merkter was? Doppelmoral wohin man guckt. Ekelhaft.

Der Twitterfeminismus, die Antifeministen und ich. #notmyfeminism

Nachdem ich nun eine Zeit lang verfolgt habe, welche undifferenzierten Anfeindungen es der Bloggerin Erzählmirnix gegenüber gab und weiter gibt, sie als antifeministisch, homophob oder sogar rassistisch bezeichnet wurde und wird, wollte ich mal genauer wissen, wo eigentlich das Problem ist und sprach eine der Damen, die ihr so kritisch gegenüberstehen, daraufhin an. Was dann folgte, war nicht etwa eine Diskussion darüber, wie man die Comics verstehen kann und was konkret daran irgendwie -istisch, -phob, -shamend oder sonstwie schlimm ist. Nein, die einzige Antwort, die ich bekam, war eigentlich nur „lies halt die Liste“ (diese hier), und weiteres Nachfragen wurde von mehreren Leuten mit teils sehr billigen Angriffen quittiert. Noch mal sowas, und „ich bin raus“ (Keine Ahnung was das heißen sollte, wollte sie mich gleich ganz von Twitter rausschmeißen oder doch nur blocken? Wer weiß es schon?). Ob ich denn zu faul zum lesen sei. der ob ich schon unfallfrei mit Besteck essen könne. Naja. Kann man witzig finden. Muß man aber nicht.

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Warum der #Pflegestreik ein feministisches Thema ist

Zum ersten Mal fiel er mir Ende Juni in die Augen. Der Hashtag #Pflegestreik. Damals hab ich noch gar nicht so richtig wahrgenommen, welche Bedeutung er eigentlich hatte.
So richtig bewußt wurde er mir ein paar Tage später. Ich klickte mich durch und dachte

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Ehe für alle – Niederlage für Familienfeinde

Vorab:

Es gibt aber Menschen, die das anders sehen, man glaubt es kaum. Von fundamentalistischen Religiösen und Antifeministen hört man häufiger die Behauptung, dass Feminismus, Gender Mainstreaming und Homosexualität, sowie der liberale Umgang damit Familien zerstören, Ehen entwerten, Kinder „frühsexualisieren“ würde… etc.

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