Geschichte eines „Gemeinschaftsblogs“ – oder: Wie man es nicht machen sollte

Wir schreiben das Jahr 2014. Als ich angefangen habe, online Diskussionen zu führen, die sich um Mann-Frau-Gedöns drehen, war ich gut und gerne 10 Jahre jünger. Damals noch recht unbedarft und in naivem Glauben, dass man mit jedem Menschen einfach so normal reden kann. Eins habe ich in den 10 Jahren gelernt: Vergeude deine Energie nicht mit Idioten. Diese Erkenntnis kam nicht aus dem Nichts, sondern wurde genährt aus einem Pool von Erfahrungen, die sich immer wiederholten. Von sehr sehr wenigen Ausnahmen abgesehen.

So verhärteten sich auf Dauer die Fronten und es konnte kaum noch ein normales Gespräch geführt werden, ohne Anfeindungen, ohne Häme und ohne Hass. Das nervt natürlich irgendwann und man verliert komplett die Lust, sich mit bestimmten Leuten überhaupt noch zu unterhalten. Man weiß ja, was kommt.

Da hatte man auf einmal auf dem Blog von Erzählmirnix eine Bombenidee* (Man muß weit runterscrollen, es ist ein langer Diskussionsstrang)

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Gewaltandrohungen beim Männerkongress

Auf antifeministischen Webseiten ist derzeit zu lesen, dass der Männerkongress 2012 ein voller Erfolg gewesen sei, obwohl es im Vorfeld von linker/feministischer Seite zu Gewaltandrohungen gekommen sei.
Ich habe daraufhin ein bisschen gesucht, ob ich etwas neutralere Quellen (oder überhaupt Quellen) zu dieser Behauptung finde, die konkret zeigen, um welche Art der Bedrohung es da gegangen sein soll, die den angeblichen Polizeischutz rechtfertigen. Aber nichts zu finden. Nichts. Niente. Nada. Nur Behauptungen dass es so gewesen sei.
Nun gut, es ist natürlich zu verurteilen, sollte es so gewesen sein. Aber es wäre nicht das erste Mal, dass angebliche gezielte Aggressivität gegen Antifeministen medienwirksam aufgebauscht und übertrieben wird, nur damit mal wieder öffentlich zu lesen ist, wie scheiße die Feministinnen eben so sind. Man denke nur zurück an den „linksfeministischen Anschlag auf Urs Bleiker“, was so ziemlich durch jede Schweizer Zeitung gegangen ist, und natürlich auch im Netz entsprechend breit getreten wurde, der sich im Nachhinein aber lediglich als Unfall mit einem Paintball-Geschoss herausstellte, was weder etwas mit Linken, noch mit Feministinnen, geschweige denn mit Bleiker als Antifeministen zu tun hatte. Aber dieses Eingeständnis war nur ein kleinlauter Foreneintrag mit den Worten „Dann war ich wohl definitiv ein Zufallsopfer! Egal, wir waren wieder in der Presse.“ (sic), der schnell wieder in Vergessenheit geraten sollte. Eine ebenso medienwirksame Stellungnahme zu dieser ideologisch motivierten Übertreibung gab es jedenfalls nicht. Tja, wenn Antifeministen jedes billige Mittel Recht ist, um in die Schlagzeilen zu kommen, dann dürfen sie sich auch nicht wundern, wenn Glaubwürdigkeit flöten geht.

Glaubwürdigkeit vor Gericht und Opferdiffamierung bei Vergewaltigungen

Da Carsten Menge seine Kommentarfunktion seines Artikels „Sexismus als Einstellung oder als System?“ abgestellt hat, ich aber einige Dinge dort nicht unwidersprochen stehen lassen möchte, erlaube ich mir, das hier weiterzuführen.

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Antifeministentreffen – eine Stellungnahme

Eigentlich wollte ich zu dem Thema gar nichts schreiben, weil ich mir noch nicht sicher bin, wie das zu bewerten ist. Ob als großes polterndes Getöse mit wenig Hintergrund, oder eine echte Chance für Männerrechtler, ihre Anliegen seriös zu formulieren? Nur kurz meine bescheidene Meinung im Voraus: Präsentieren sich die Teilnehmer, welche großteils aus den einschlägigen Communitis stammen, genau so wie sie es öffentlich im Netz tun, haben sie ihre Chance vertan und manifestieren ihr schlechtes Image als hetzerische Pöbeltruppe, deren einzige Fähigkeit es zu sein scheint, mit dem Finger auf andere zu zeigen, endgültig. Schauen wir einfach mal, ob sie ihre Chance nutzen. Wenn nicht, dann eben nicht. Es liegt bei ihnen.

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