Mal wieder Sexismus im Sport

Nach ich bereits im Artikel über eine Kleidervorschrift für Frauen beim Badminton auf Sexismus im Sport hingewiesen habe, nun ein weiteres Zeichen, dass es für Frauen offenbar nicht um sportliche Höchstleistungen zu gehen hat, sondern darum, ob die Zuschauer ein attraktives Bild vor Augen haben. Wie die Standard berichet, wird nun darüber diskutiert, ob Boxerinnen ebenfalls Röckchen tragen sollen.

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Röckchen-Pflicht soll Sport attraktiver machen

Sexismus wohin man schaut. Jetzt auch beim Sport. Der Badminton-Weltverband BWF (danke an Ninia für den Hinweis) hat eine Kleidervorschrift herausgebracht, nach der Spielerinnen „auf gehobenem Leistungsniveau nur noch in Röcken oder Kleidern spielen, um attraktivere Präsentation von Badminton zu gewährleisten“.

Es ist schon eine Frechheit, die ihresgleichen sucht. Ich dachte, beim Sport geht es um Höchstleistungen und nicht um Attraktivität. Und ich dachte, die Zeiten, wo (nur) Frauen Kleidervorschriften gemacht werden, seien vorbei. Welche Idee kommt als nächstes? Stöckelschuhe und Make up-Pflicht beim Frauenfußball? Und was ist mit Sportlerinnen, die von der Natur weniger gesegnet wurden? Dürfen die dann gar nicht mehr teilnehmen, weil das der Attraktivität des Sportes schaden könnte?
Wenn diese sexistische Kackscheiße Schule macht, und sich sogar noch auf andere Sportarten ausweitet, sind Frauen beim Sport keine Sportlerinnen mehr, die durch Leistungen überzeugen, sondern nur noch Frischfleisch, das begafft wird.

Ich hoffe sehr, dass sich der DBV, der sich dagegen wehrt, durchsetzt.