Der Twitterfeminismus, die Antifeministen und ich. #notmyfeminism

Nachdem ich nun eine Zeit lang verfolgt habe, welche undifferenzierten Anfeindungen es der Bloggerin Erzählmirnix gegenüber gab und weiter gibt, sie als antifeministisch, homophob oder sogar rassistisch bezeichnet wurde und wird, wollte ich mal genauer wissen, wo eigentlich das Problem ist und sprach eine der Damen, die ihr so kritisch gegenüberstehen, daraufhin an. Was dann folgte, war nicht etwa eine Diskussion darüber, wie man die Comics verstehen kann und was konkret daran irgendwie -istisch, -phob, -shamend oder sonstwie schlimm ist. Nein, die einzige Antwort, die ich bekam, war eigentlich nur „lies halt die Liste“ (diese hier), und weiteres Nachfragen wurde von mehreren Leuten mit teils sehr billigen Angriffen quittiert. Noch mal sowas, und „ich bin raus“ (Keine Ahnung was das heißen sollte, wollte sie mich gleich ganz von Twitter rausschmeißen oder doch nur blocken? Wer weiß es schon?). Ob ich denn zu faul zum lesen sei. der ob ich schon unfallfrei mit Besteck essen könne. Naja. Kann man witzig finden. Muß man aber nicht.

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#notmyfeminism – „Fatshaming“

Aktuell geht es in der Twittersphäre wieder mal hoch her. Anlass dafür war Robins Rezension zum Buch „Fettlogik überwinden“, die bei einigen Leuten auf eine Menge Unverständnis gestoßen ist. Ihr wurde unter anderem Fatshaming vorgeworfen, und noch andere Dinge in den Mund gelegt, die sie nicht gesagt hat.

Die Twitterdiskussion, die ich dann selbst miterleben durfte, war dann aber auch nicht besser. Das erinnerte mich fatal an vergangene Twitter-Diskussionen, in der einige bewiesen haben, dass sie es nicht schaffen, aus ihrer Filterbubble heraus zu denken. Genauso, wie einen immer wieder Antifeministen wegen Nichtigkeiten ankläffen, demonstrieren auch manche Feministinnen, dass es ihnen nicht „um die Sache“ geht, sondern nur darum, andere zu dissen, die es wagen, eine eigene Meinung zu haben.

Das allein ist eigentlich schon fast zu komisch. Der Vorfurf, ich würde „ständig (!) Diskriminierungen verteidigen“ ist an Absurdität kaum zu überbieten

Und auch folgender Tweet ist Beweis genug, dass ich mit solchen Leuten wirklich nichts zu tun haben will.

Da hat jemand den Feminismus wirklich sowas von nicht verstanden. Solche Leute sind unnötiges Futter auf antifeministische Mühlen, denn solche Aussagen werden dann gern mal von differenzierungunfähigen Hohlköpfen als „der Feminismus“ hochgehalten.

NEIN. Das ist kein Feminismus. Das ist bescheuert.

Wisst ihr was, ihr Hühner? Ihr könnt mich mal. Feiert euren Männerhass, soviel ihr wollt, ist mir scheißegal. Aber glaubt nicht, dass das, was ihr da veranstaltet, noch irgendwas mit Feminismus zu tun hat. Ich trete für einen Feminismus ein, in dem jeder sein Leben so gestalten kann, wie er es will und für richtig hält, ohne dafür angegriffen zu werden. Ob das nun Sexualität ist, Berufs- und Familienleben oder sonstwas. Da gibt es noch genug Baustellen, wo sich Feministinnen einmischen können und müssen. Aber auch die Einstellung zur Ernährung und der Wunsch nach einem bestimmten Aussehen gehört zur individuellen Lebensgestaltung, die man zu akzeptieren hat. Und ihr kommt daher und tretet das mit Füßen? Wollt ihr angepisst werden, weil ihr vegetarisch oder vegan lebt, oder weil ihr Leistungssport macht oder Yoga oder sonstwas, weil ihr das gesünder findet und das das Beste für euer eigenes Leben ist? Eben. Ihr lobt Toleranz der Fat-Acceptance-Bewegung hoch aber verhaltet euch selbst wie die radikalsten Missionare, die keinen Widerspruch dulden. Merkt ihr nicht dass da was nicht zusammenpasst?
Ihr flippt nur aus, weil ihr in einen Text reinphantasiert, dass jemand angeblich dicke Menschen diskriminiert, in dem es nur um ihn selbst geht. Tut euch am besten mit den Pöbelbacken aus der antifeminstischen Ecke zusammen, denn ihr habt vermutlich mehr gemeinsam, als euch klar und lieb sein dürfte.

Das traurige an der Sache ist eigentlich nur der Auslöser dafür, der – und dafür lege ich meine Hand ins Feuer, denn dafür kenne ich Robin inzwischen zu gut – nicht die kleinste Absicht hatte, irgendjemanden anzugreifen. Der betreffende Text ist eine persönliche Abhandlung, die ich persönlich großartig fand. Ich, die auch seit Jahren dafür argumentiert, Akzeptanz ggü Menschen zu fordern, die nicht allgemeinen Schönheitsidealen entsprechen. Die es zum kotzen findet, wenn schon kleine Mädchen über Diäten nachdenken müssen, weil ihnen von allen Seiten eingeredet wird, dass sie nur hübsch sind, wenn sie Modelmaße haben. Die Menschen für Arschlöcher hält, die übergewichtige Menschen als dumm, faul und häßlich bezeichnen.

Da stellt sich nun eine Frau hin, die sagt, dass sie in ihrem Leben etwas ändern will und euch fällt nichts anderes ein, als sie dafür zu bashen und ihr Dinge zu unterstellen, mit denen sie selbst jahrelang konfrontiert war? Srsly?

Ich habe übrigens auch keine Modelmaße. Und ich find mich völlig ok, wie ich bin. Ein paar Kilo weniger könnten es immer sein, aber daraus mache ich nicht meinen einzigen Lebensinhalt. Ich könnte mich theoretisch von dem Buch, um das es ja eigentlich geht und Ursache der ganzen Hysterie ist, auch gedisst fühlen, nur weil da steht, dass man krank werden kann. Tu ich aber nicht, weil ich es gelesen, und verstanden habe. Ihr habt es offenbar nicht und meint trotzdem, es verurteilen zu müssen. Werdet so dick wie ihr wollt, das interessiert niemanden. Aber lasst Leute in Ruhe, die ihr Leben selbst bestimmen wollen und sehr glücklich damit sind. Denn DAS ist Feminismus. Alles andere ist scheiße.

Nacktheit und Sexyness als Argument

Eigentlich hatte ich nie vor, überhaupt irgendwas zu Femen zu schreiben. Dafür ist mir der Verein einfach zu egal.
Sie verkörpern nicht meinen Feminismus, sie sind mir zu krawallig und sie greifen zu Mitteln um Aufmerksamkeit zu erreichen, die ich nicht teilen kann.

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