Pickupper: Wo ist eure Würde?

Eine weitere gelungene Pickup-Kritik liefert der Mädchenblog.

Dort wird die berechtigte Frage nach der Würde der PUAs gestellt. Und in der Tat, ist die Vorgehensweise, andere gezielt zu manipulieren, um an eine weitere Kerbe im Bettpfosten mehr zu kommen, wenig würdevoll. Für die eine, wie für die andere Seite. Ebenso wenig, wie für die banale Erkenntnis, dass gesundes (!) Selbstbewußtsein (nicht Egomanie und Selbstverliebtheit!) und attraktives und gepflegtes Aussehen anziehend wirken, Unsummen in Kursen auszugeben.


Diese unreife Einstellung „Ich bin nur was wert, wenn ich möglichst viele scharfe Weiber rumkrieg“ macht das Selbstwertgefühl doch wiederum immer noch abhängig von – Frauen. Wie bei Frauen, die meinen, sie seien nur etwas wert, wenn sie von möglichst vielen Typen angehimmelt werden. Auf dieses Niveau wollt Ihr? Ernstahft?
Da gibt’s doch (drehn wir’s mal um) in Russland diese Kurse für Frauen, wo ihnen beigebracht wird, wie man sich stylen/verhalten/blahblubb muß, um sich irgendeinen reichen alten Knacker zu sichern. Dasselbe in grün.
Und sowas soll dann selbstbewußt und würdevoll sein? Wirklich?

Auch schön, der Absatz kurz davor:

Und da sehe ich das Problem bei den Pickup-Heinis. Da geht es nicht um wie auch immer geartete Zweisamkeit und gegenseitigen Respekt, da gibt es nur das ICH und das „wie kann ICH erreichen, was ICH will“ statt die andere Person als Individuum körperlich und psychisch neugierig zu erforschen. Da ist die Frau nur ein austauschbares Objekt – ob’s jetzt die eine geile Tussi ist oder die andere, die halt gerade „williger“ ist, so what.

Runtergebrochen auf ein Fazit kann man also festhalten: Guten Sex kann es mit einem PUA nicht geben. Denn er interessiert sich nur für sich selbst. Außerdem: Jemanden nach Lehrbuch und Schablone F rumkriegen zu wollen, ist etwa so erotisch und geil wie Fußpilz.

Aber lest selbst.

Auch lesenswert: Der Artikel des Mädchenblogs zum „Freeze Out“, auch eine beliebte PU-Methode, um von der Frau das zu bekommen, was sie eigentlich nicht zu geben bereit ist.