Same same but different

Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg hat einen Aktionstag entwickelt zum Thema „Methoden und Materialien zum Thema Geschlechterrollen und Chancengleichheit“, der Kindern bzw Jugendlichen auf spielerische Weise den tief verankerten gesellschafltichen Sexismus näherbringen soll und sie dazu ermuntern soll, sich kritisch mit Rollenbildern und Stereotypen zu beschäftigen.

Die hier abrufbare Konzeption „Same same but different“ ermöglicht Lehrkräften, mit den vorgeschlagenen Methoden und Materialien einen Aktionstag an der Schule zum Thema Geschlechterrollen durchzuführen.

Der vorgeschlagene Aktionstag ist in 3 thematische Blöcke gegliedert, in denen die Schüler/innen spielen, rätseln, in Gruppen das Problem erarbeiten und Lösungsmöglichkeiten aufspüren.

Phase I: Rollen-Bilder
Jeder und jede hat Vorstellungen im Kopf, welche „typischen“ Eigenschaften jeweils mit Frauen oder mit Männern verknüpft sind. In der ersten Phase wird auf diese aufmerksam gemacht und die Frage aufgeworfen, warum diese überhaupt ein Problem darstellen können

Phase II: Veränderbarkeit der Rollenbilder und Gleichberechtigung heute
Geschlechterrollen und die damit verbundenen Rechte und Möglichkeiten sind veränderbar. In der zweiten Phase gewinnen die Teilnehmenden Einblick in die Geschichte der Gleichberechtigung und untersuchen den Stand der Gleichberechtigung heute.

Phase III: Was können wir tun?
Veränderung kann schon im Alltag der Teilnehmenden stattfinden. In der dritten Phase werden Argumente und Handlungsmöglichkeiten für den Alltag gefunden und beurteilt.

Zu allen Phasen gibt es konkrete Methodenvorschläge, einen Ablaufplan, Materiallisten bis hin zu fertigen Arbeitsblättern. Also Durchlesen und Testen!

Das ausführliche Konzept gibt es als PDF, wo übrigens unter anderem auch dieser Blog hier als Quelle für mögliches Bildmaterial (betrifft sexistische Werbung) vorgeschlagen wird 🙂

Ich finde es sehr begrüßenswert, diese Themen bereits frühzeitig in den Unterricht einfließen zu lassen. Wenn Jugendliche mit pädagogischer Hilfe mit den Problemen und Folgen des Alltagssexismus konfrontiert werden und ihnen gleichzeitig konstruktiv Möglichkeiten vorgeschlagen werden, kritisch damit umzugehen, ist die Chance vermutlich größer, dass irgendwann ein erfolgreiches Umdenken einsetzt.

When my World is going down…

Wahnsinn. Da verfolgt man mal ein paar Tage die Blogosphäre nicht großartig, da stürzen hier komplette Weltbilder ein.

Worum gehts?

Seit Jahren ist es meine Überzeugung, dass es aufgrund der vielfältigen frauen- und männerrechtlichen Strömungen zwangsläufig gewisse Überschneidungen zwischen beiden Parteien geben muß. Das gebietet einfach die simple Logik. Dass ein Traditionalist es nicht begrüßt, wenn sich Frauen gegen das klassische Familienmodell entscheiden und lieber alternative Lebensmodelle anstreben, ist logisch. Auch ein Mann, der gern seine Kinder betreuen würde, wird nichts mit einer Frau anfangen können, die das eher als ihre Aufgabe sieht und von einem Mann andere Qualitäten erwartet als hauswirtschaftliche.

Schon oft habe ich betont, dass viele feministische Standpunkte auch Männerinteressen berücksichtigen. Die Reaktionen darauf waren absehbar und regelmäßig die gleichen. Verständnislose und (gespielt?) unwissende Fragen, was der Feminismus denn für Männer tun würde. Dabei ist es eigentlich ganz einfach. Feminismus, wie ich ihn verstehe und lebe, möchte weg von beengenden männlichen und weiblichen Rollenkorsetts und Stereotypen, in der davon abweichende Haltungen als Exoten betrachtet werden. Feminismus, wie ich ihn verstehe und lebe, möchte weg von der „Du willst es doch auch!“-Kultur, hin zu einer „Willst du auch?“-Kultur. Feminismus, wie ich ihn verstehe und lebe, geht von gegenseitigem Respekt aus.

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