1 Jahr danach

Heute ist ein emotionaler Tag für mich. Und ich möchte versuchen, das in ein paar Worte zu fassen.

Heute vor einem Jahr begann im Internet etwas, das es in der Form und in dem Ausmaß vorher nicht gegeben hat und mit dessen Auswirkungen ich so nicht gerechnet hätte und was mich sehr berührt und aufgerüttelt hat. Das meine Sicht auf andere Menschen und deren Verhalten verändert hat. Und meine Sicht auf mein eigenes Empfinden.

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Wie man Trolle erkennt

Jetzt gibt es wahrlich bahnbrechende Neuigkeiten. In einem bekannten Frauenhasser- und Trollforum, für das ich hier keine Werbung per Verlinkung machen werde, gibt es Aufklärung über Trollverhalten.
Leute, haltet euch fest:

Als weiteres Trollelement wird das persönliche Erleben zum bestimmenden Kriterium erhoben „ich kenne viele Frauen, die…“

Ich weiß zwar nicht, was daran trollig ist, seine persönlichen Erfahrungen widerzugeben, bestensfalls kann man sie als nicht repräsentativ abhaken, aber hier gehts ja auch nicht um Erfahrungen an sich, sondern um Erfahrungen, die von weiblichen Usern geschildert werden. Unterschied klar? Männliche Erfahrungen sind da über jeden Zweifel erhaben.

daher auch die Versuche Schuldgefühle einzureden „sich selbst bemitleidenden“.

Jetzt wissen wir auch, wie wir die ständigen Opferkeulen der Maskulisten einzuordnen haben, wenn wir Mißstände anprangern. Das wird ja dann als Gejammer interpretiert und ist damit auch nichts anderes als ein Vorwurf des Selbstmitleids. Also ab in die Trolltonne damit.

als Steigerung wird dann gern mal unter die Gürtellinie gezielt „keine abgekriegt“ usw.

Das ist natürlich der argumentative Hauptgewinn! 😀
Unter die Gürtellinie zielen Maskulisten ja niemals. Nein, niemalsnicht! Und wenn, dann ist das natürlich nur die reine Wahrheit, die eben so non-pc gesagt werden muß. Jawollja.

Insgesamt sag ich mal Bingo! Dass der Schreiber damit vielen seiner Forenkollegen einen glasklaren Spiegel vor die Nase hält, hat er wohl übersehen und meint jetzt, „weibliche Trolle“ enttarnt, und es ihnen mal richtig gegeben zu haben. 🙂

Geschenkt. Wollte nur mal drauf hinweisen. Und jetzt sind wir alle schlauer. 🙂

hatr.org – collecting Trolls

Hatr.org ist eine Plattform, auf der Trollkommentare gesammelt werden, die sich Tag für Tag auf denjenigen Blogs finden, die sich kritisch mit (den) gesellschaftlichen Verhältnissen auseinandersetzen. Die Trollkommentare sollen durch Hatr sichtbar werden – ohne das Gesprächsklima auf den Blogs zu stören. Indem wir Werbung auf hatr.org schalten drehen wir den Spieß um und machen aus Hass Geld, das wir für coole Projekte einsetzen/spenden werden.

Entstanden ist die Idee auf dem GenderCamp 2010, inspiriert vom einem US-amerikanischen Projekt. Einige Leute haben beschlossen, die Idee weiterzuverfolgen und arbeiten seitdem an der Plattform hatr.org.“

Trolle entblößen sich in aller Regel durch ihr nicht vorhandenes Niveau ohnehin selbst, aber durch die gesammelte Darstellung des ganzen Elends wird es einen hübschen Eindruck geben, was sich so tagtäglich auf deutschen Blogs einfindet und wofür manche gelangweilte Menschen mit offenbar zuviel Zeit diese verschwenden können.